Disclaimer: Alle Charaktere gehören Stephenie Meyer. Die Story dient nur der Unterhaltung, es wird damit keinerlei Geld verdient

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Bellas POV

Als ich langsam aufwache höre ich, wie jemand redet.

„Morgen Sonnenschein." Begrüßt mich Emmett.

„Du bist noch hier?"

„Er fand es sehr faszinierend wie du schläfst. Ich habe es nicht geschafft ihn aus dem Zimmer zu werfen."

„Ich war ja auch ganz lieb und artig." Verteidigt sich Emmett.

„Ich muss erstmal ins Bad." Sage ich und stehe auf. Am Anfang war es mir peinlich die Toilette zu benutzen, wenn die anderen da waren, aber noch einer Weile war es mir egal. Es ist ja nicht mein Problem, dass sie so ein gutes Gehör haben. Nachdem ich mich um einiges erleichtert habe und wieder in den Schlafraum komme, liegt Emmett wieder in meinem Bett.

„Dein neuer Lieblingsplatz?" Frage ich.

„Schön warm." Sagt er nur.

„Baby." Sage ich nur und decke ihn mit meiner Decke zu.

„Danke Mami." Antwortet er und ich muss loslachen.

„Soll Papi dir auch noch ein Lied vorsingen?" Frage ich und schaue dabei Edward an.

„Frühstück ist schon bestellt." Sagt Edward und selbst Emmett muss in diesen Moment loslachen.

„Toller Themenwechsel." Sage ich.

„Und dein Riesenbaby da, hat bereits deine Tasche zum Teil eingeräumt."

„Und wenn du deine Sachen für heute noch wegnimmst, räume ich den Rest auch noch ein. Versprochen."

Noch bevor es an der Tür klopft, öffnet Edward sie. „Darf ich um Asyl bitten?" Fragt Jasper.

„Flucht vor Alice?"

„Was machst du in Bellas Bett?" Fragt Jasper nach.

„Schön warm."

„Und ja ich bin mehr oder weniger auf der Flucht vor Alice. Sie räumt ihre Tasche ein. Meine habe ich zur Sicherheit schon bei Carlisle untergebracht. Allerdings ist Rose nicht besonders gut auf dich zu sprechen und du darfst nicht in ihrem Auto mitfahren." Sagt er zu Emmett.

„Bin das Baby, musst mich liebhaben."

„Riesenbaby." Sagt Jasper nur. „Warst du die ganze Nacht hier?"

„Jep, du weißt gar nicht wie faszinierend es ist, Bella beim schlafen zu zuschauen."

„Will ich wissen, was ich erzählt habe in der Nacht?"

„Nichts spannendes, außer, dass du mehrmals Edwards Namen gesagt hast." Antwortet Emmett.

„Das Essen kommt." Sagt Edward.

„Gut, ich bin nämlich hungrig." Sage ich. Edward hat wie die beiden Tage zuvor schon, eine große Auswahl bestellt und ich muss selbstverständlich wieder alles zumindest probieren.

„Was hast du heute mir Rose geplant?" Fragt Emmett.

„Willst du wissen ob du wieder eine Chance bei ihr hast?" Fragt Jasper dazwischen.

„In Whistler habe ich zumindest mein Baby stehen."

„Du und dein Jeep."

„Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht. Wie soll der heutige Tage eigentlich ablaufen?"

„Wir wollen vom Hotel aus zum Grouse Mountain fahren, von unten geht eine Seilbahn auf dem Gifpel. Oben ist es sehr schön, in den letzten Jahren waren dort immer eine Stunt-Show und eine Falkner-Show. Und zwei Grizzly-Bären haben dort auch ein zu Hause gefunden."

„Das klingt gut."

„Und danach fahren wir nach Whistler. Wenn du Rosalie ärgern willst, dann fahr mit ihr auf dem Gipfel des Berges. Die Seilbahnfahrt dauert etwa 40 bis 45 Minuten. Von dem Gipfel hat man eine schöne Sicht auf die umliegenden Rockies." Erklärt Emmett.

„Die Fahrt von Grouse Mountain zum Whistler dauert ungefähr eineinhalb bis zwei Stunden." Fügt Edward noch an.

„Ich bin mir nicht sicher ob es so eine gute Idee ist mit Rose auf diesen Berg hinauf zufahren."

„Komm schon Bella, mach es für mich, bitte."

„Ich überlege es mir."

„Wenn Rose herausfindet, dass du Bella dazu überredet hast, dann wirst du bis ins nächste Jahrtausend nicht mehr in ihr Zimmer dürfen." Sagt Jasper.

„Abwarten."

Da ich mit dem Frühstück fertig bin, nehme ich mir meine Sachen die ich für heute brauche, also das übliche Jeans und T-Shirt, ich lege meine Schuhe und meine Jacke noch beiseite.

„Der Rest kann eingepackt werden." Wenn mir Emmett es schon anbietet sollte ich es auch ausnutzen. Ich mag es nicht Koffer zu packen.

Ich gehe erneut ins Bad und dusche, nach und nach erledige ich alle Sachen und packe am Ende meinen Kulturbeutel wieder zusammen. Und nehme ihn zusammen mit meiner Wäsche mit in den anderen Raum.

„So das muss auch noch hinein." Sage ich.

„Komantiert sie dich immer so rum?" Fragt Emmett, aber er nimmt mir alle ab und legt es ordentlich zusammen bevor er ist in den Taschen verstaut.

„Ich würde es lieber Alice nicht erzählen, dass du in beiden Taschen noch platzt hättest." Sagt Jasper.

„Das hat sie gehört." Sagt Edward. „Und sie überlegt sich ob sie es Rosalie nicht gleich tun sollte, Zimmerverbot."

„Dann hab ich wenigstens mal meine Ruhe." Antwortet Jasper.

„Und du bis sicher, dass dies eine kluge Antwort war?" Frage ich nach.

„Wir reden hier von Alice."

„Wann fahren wir?"

„Sobald die beiden Damen ihre Sachen verstaut haben." Antwortet Jasper.

„Was allerdings noch eine Weile dauern kann."

„Ich würde gern noch einmal hinunter zu Canada Place gehen. Kommt jemand mit?"

Ich höre ein Ja, in dreifacher Ausführung.

„Hast du eigentlich schon gepackt, Emmett?" Will Jasper wissen.

„Wie denn, ich darf erst in das Zimmer wenn Rose fertig ist."

„Carlisle wird uns kurz anrufen, wenn sie soweit sind auszuchecken." Sagt Carlisle.

Danach gehen wir zu viert in Richtung von Canada Place.

Als ich das Starbucks Symbol sehe, habe ich auf einmal Appetit auf eine heiße Schokolade, allerdings habe ich meine Tasche mit dem Geld auf dem Zimmer gelassen. Da ich meine drei Begleiter allerdings gut genug kenne, bin ich mir sicher, dass sie aushelfen werden.

„Würde mir einer von euch eine heiße Schokolade spendieren?"

„Gestern hat sie sich noch beschwert, als ich bezahlt habe, heute will sie eingeladen werden." Während er bereits zu Starbucks läuft

„Gestern hatte ich auch Geld einstecken, heute liegt es im Hotel." Ich weiß, dass er meine Antwort hören kann.

Während wir warten dass Emmett zurückkommt, setzen wir uns gemeinsam auf eine Bank.

„Habt ihr gewusst, was die für Auswahl darin haben?" Fragt Emmett als er wiederkommt und mir den Becher reicht.

„Ich war noch nie drin." Sagt Jasper.

„Mmhh Lecker. Danke."

„Kein Problem. Sonnenschein."

Wir laufen die restlichen Meter bis zum Ende von Canada Place vorbei an einen Kreuzfahrtschiff das am Pier liegt.

„Das ist ja riesig." Sage ich. „Ich komme mir irgendwie klein vor."

„Ich würde mal gern mit der Queen Mary 2 fahren." Gesteht Emmett.

„Aber nur wenn du es schaffst, irgendwo ein zwei Grizzlies verstecken zu können." Antwortet ihm Jasper und ich hab wieder etwas gelernt, was man als Vampir nicht machen kann. Kreuzfahrten.

„Alles in Ordnung?" Fragt Jasper, der wahrscheinlich meine Stimmungsschwankung wahrgenommen hat.

„Ich habe mir gerade versucht vorzustellen, wie Emmett zwei Bären auf dem Schiff verstecken will."

Ich weiß Jasper hat dies als Ausrede schnell durchschaut, aber er geht nicht weiter darauf ein.

„Ich nehme mal an er würde sie verkleiden und als seine Brüder ausgeben."

„Ob da die Bären so einverstanden wären."

„Ich frag sie das nächste Mal." Antwortet Emmett. Als wir das Ende von Canada Place erreicht haben, stelle ich mich an das Gitter und beobachte das Wasser und die dahinter liegenden Berge.

„Die gefällt Vancouver, nicht wahr?" Fragt Jasper.

„Ja. Es ist schön hier." Gestehe ich.

Das Läuten von Emmetts Handy unterbricht die friedliche Stimmung.

„Ich darf meine Tasche einräumen und Carlisle hat Alice noch eine Stunde gegeben, dann muss sie die Tasche im Auto sein." Sagt Emmett.

„Wart Emmett, ich komm mit, vielleicht kann ich ja Alice irgendwie helfen." Jasper läuft Emmett hinterher und lässt mich allein mit Edward. Das sind irgendwie meine ersten Minuten allein mit ihn in Vancouver.

„Dich hat das Fernweh gepackt." Sagt er zu mir.

„Was?" Frage ich nach.

„Dein Blick ist verträumt, wenn du zu dem Kreuzfahrtschiff oder zu den Bergen schaust."

„Ich hatte gestern fast die gleiche Unterhaltung mit Emmett Es erinnert mich daran, wie wenig ich eigentlich erst von der Welt gesehen habe."

„Du bist das erste Mal außerhalb von den USA."

„Wenn man den Trip nach Italien nicht mit zählt ja."

„Was würdest dich denn interessieren?"

„Das sag ich dir jetzt gewiss nicht, weil du sofort die nächste Reise planen würdest."

„Paris, Athen, Rom, London - Beschleunigung des Herzschlages bei Paris und London."

„Edward, das ist nicht fair." Er lacht nur.

„Möchtest du noch irgendetwas, ein Andenken oder so."

Ich schüttle nur mit dem Kopf. „Mhh, obwohl ein Kuss wäre schön." Den bekomme ich auch ohne weiteres.

„Was überlegst du?" Fragt er mich.

„Ich hätte schon irgendwie ein Andenken an diesen Urlaub, aber ich weiß nicht was."

„Vielleicht siehst du in Whistler irgendetwas."

„Hast du eine Idee was ich morgen mit Jasper machen kann?"

„Was hast du für Sonntag geplant?"

„Noch nichts, ich muss erstmal für heute und morgen mir etwas überlegen."

„Mit Rose würde ich auf den Whistler fahren."

„Aber nur weil du weißt, dass es Rosalie nicht gefallen würde."

„Vielleicht, vielleicht auch nicht. Jasper, Jasper ist schwierig, ich denke es gibt nichts womit du ihn wirklich necken könntest. Durch Alice hat er gelernt viel zu ertragen. Vor Ort gibt es Flyer, vielleicht findest du etwas was du machen möchtest."

„Du weißt doch sicher was man dort machen kann." Fordere ich ihn heraus. „Zähl einfach mal auf."

„Wandern, Fahrradtouren, Radtouren, Quad-Touren, Bungee-Jumping, Jeep-Touren, Rundflüge, Golf, Fischen, Jeep-Touren, Reiten, TreeTrek Tours, Zipline Tours Klettern, Wakeboarding und bestimmt noch einiges mehr."

„Zipline Tours? Was ist das?"

„Bei Zipline hängt man an einem Seil und gleitet diese entlang von Plattform zu Plattform."

„Oh nein, Bella, das ist viel zu gefährlich." Sagt er mir.

„Ich nehme mal an, wenn sie so etwas anbieten wird es bestimmt nicht gefährlich sein."

„Darüber reden wir noch mal."

„Ihr dürft nicht nein sagen."

„Solange keine Gefahr besteht."

„Ich denke es wird keine Gefahr bestehen. Ich kann ja Carlisle fragen."

Ich weiß, dieses Argument ist noch nicht beendet.

Als wir Hand in Hand langsam zurücklaufen, kommen uns Emmett und Jasper wieder entgegen.

„Schon wieder zurück?"

„Alice hat mir gerade mitgeteilt, ich darf nach Whistler laufen, dass ich gemein und fies bin und dass ich heute nach bei Emmett mit schlafen soll." Sagt Jasper.

„Ihr Armen." Sage ich.

„Selber Schuld." Sagt Edward.

„Wart ab, bis es dich das erste Mal trifft."

„Bella, würde soetwas mit mir nie machen." Edward schaut mich dabei an, ich ziehe nur kurz beide Augenbrauen hoch und lache.

„Hab ich von Alice auch immer gedacht, es gibt ein erstes Mal für alles."

„Du würdest das wirklich machen?" Fragt mich Edward erneut. Ich versuche bei seinen erschrockenen Gesichtsausdruck nicht zu lachen, zucke nur mit den Schultern und beginne wieder zu laufen.

Jasper und Emmett reagieren am schnellsten und folgen mir. Edward steht immer noch wie angewurzelt da.

Doch er erholt sich schnell von seinen Schock und kommt zu uns.

„Wie fahren wir jetzt wenn ihr beiden nicht bei Rosalie mitfahren dürft." Frage ich einen von den beiden.

Jasper zeigt mir seine Hand und hat die Schlüssel von Carlisles Auto.

„Schlau." Sagt Emmett.

„Ich denke nur unsere Sperre wird sich erhöhen. Weil Carlisle und Esme mit Rosalie und Alice mitfahren wollen. Carlisle denkt, dass Alice geschummelt hat.

„Eines verstehe ich jetzt nicht warum hast du die Autoschlüssel?"

„Warum wohl Emmett, weil ich zuerst lieb gefragt habe."

„Du und lieb fragen?"

„Ja, hab ich."

Als wir zum Hotel kommen, sehe ich beide Autos schon da stehen.

„Müsst ihr noch einmal auf das Zimmer? Eure Taschen haben wir schon mitgebracht." Fragt Carlisle. Esme reicht mir meine kleine Tasche.

„Ich nicht. Bella?"

„Ich muss noch einmal auf die Toilette." Sage ich.

„Ich warte hier."

Ich fahre ein letztes Mal mit dem Fahrstuhl hinauf.

Im Zimmer schaue ich mich ein letztes Mal um und hole meine Kamera heraus und mache noch ein paar Aufnahmen. Ich weiß, die anderen werden alles kontrolliert haben, aber dennoch schaue ich in alle Schränke hinein. Danach benutze ich die Toilette und kontrolliere ebenfalls alles noch einmal. Dann gehe ich wieder zu Edward und reiche ihn in meine Zimmerkarte. Er checkt uns aus dem Zimmer aus.

Ich gehe hinaus, Jasper steht am Auto und öffnet mir die Beifahrertür vorn. Ich steige ein.

„Willst du fahren?" Fragt er, als Edward aus dem Hotel kommt.

Edward schüttelt mit dem Kopf. Und steigt wie Emmett hinten ein.

„Warum darf Bella vorn sitzen?" Fragt Emmett.

„Weil sie nicht so nervt wie du?"Antwortet Edward fragend.

„Weil du schon hunderte Mal hier warst und Bella noch nie?" Schlägt Jasper als Argument vor.

„Nerv ich Bella."

Ich versuche mir eine Antwort zu überlegen.

„Sag die Wahrheit, Bella, ich bin ein Mann, ich kann sie ertragen."

Im Nu ist das Auto mit Gelächter erfüllt.

„Mit euch red ich kein Wort mehr." Verkündigt er anschließend. „Bella, sag die Wahrheit." Und um mich zusätzlich noch zu nerven, rüttelt er behutsam an meinen Sitz.

„Lass das Auto ganz." Ermahnt in Jasper.

„Nicht meins. Bella, ich warte auf eine Antwort."

„Ich bin am überlegen."

„Dann mach schneller."

„Ich bin nur ein Mensch."

„Sind gewisse Menschen immer so langsam?"

„Sind gewisse Vampire immer so nervend?"

„So hat gesagt ich bin nervend, Papi." Aus den Augenwinkeln heraus kann ich erkennen wie er sich zu Edward wendet und seinen Kopf an dessen Schulter legt. Was natürlich Jasper und mich erneut zum lachen bringt. Und ich bin froh dass ein Vampir das Auto fährt, ich hätte es schon lange in den Seitengraben gesetzt.

„Armes Baby." Sagt Edward und streichelt Emmett über den Kopf.

„Bin das Baby, musst mich lieb haben, genau."

„Ich wünschte sie hätte diese Serie nie produziert?" Sagt Jasper. „Der Spruch wird jetzt den ganzen Tag gekommen

„Welche Serie?"

„Was du kennst Die Dinos nicht." Fragt Emmett entsetzt und setzt sich wieder hin.

„Sollte ich sie kennen?"

„Das ist eine Bildungslücke, Bella. Die Dinos die muss man kennen. Bin das Baby, musst mich lieb haben! Brombeeraugen! Wonnig! Knubbelig!"

„Nicht die Mama." Fügt Jasper an.

„Zitate aus der Serie." Klärt mich Edward auf.

„Bella, diese Bildungslücke müssen wir definitiv schließen."

„Hast du eine Ahnung wie die DVDs davon sind, Emmett?" Fragt Jasper.

„Rosalie hat sie versteckt."

„Warum dass denn?" Will ich wissen.

„Weil er 9 Tage lang nur vor dem Fernseher saß und die DVDs geschaut hat, immer und immer wieder." Sagt Edward.

Ich bin überrascht als wir auf einen Parkplatz fahren.

„Wir sind schon da."

„Das ist nicht weit weg. Und von oben haben wir eine wunderbare Aussicht auf Vancouver.

„Oh schön, das heißt wir werden mit der Seilbahn fahren." Sagt Rosalie, ich kann ihren Sarkasmus hören, aber irgendwie…

„Schön, dass die Seilbahn fahren gefällt, ich habe mir überlegt, wir könnten heute zusammen auf den Whistler fahren." Sage ich. Ich sehe wie die anderen ihren Mund verziehen um nicht loslachen zu müssen. Der Gesichtsausdruck von Rosalie ist unbezahlbar. Sie steht mit starr auf den Fleck, ihr Mund öffnet und schließt sich mehrmals ohne dass auch nur ein einzelnes Wort dabei herauskommt.

„Schön, dann machen wir das zusammen."

„Ich freu mich schon drauf." Sage ich.

„Ich auch." Mit diesen Worten dreht sie sich um und geht.

Nach und nach brechen die anderen in Lachen aus.

„Was?" Frage ich nach um meine Fassade aufrechtzuerhalten.

„Das war sarkastisch gemeint." Sagt Alice.

Ich zucke nur mit den Schultern.

„Gehen wir jetzt meine Babys besuchen?" Fragt Emmett.

„Ich dacht du bist das Baby?" Frage ich verwirrt.

„Auf den Berg sind zwei Grizzlies."

„Und Emmett, ärgere die beiden nicht wieder." Sagt Carlisle.

„Versprochen."

„Und sind die drei wenigstens anständig im Auto?" Will Esme wissen.

„Sie benehmen sich… einigermaßen." Sage ich. Esme lacht nur.

„Was anderes hätte ich auch nicht erwartet."

„Ich habe für euch beide eine kleine Überraschung gebucht." Sagt Carlisle und führt mich zusammen mit Edward zu einen … Helikopter.

„Was?"

„Wir werden einen kleinen Rundflug machen." Sagt Edward.

„Ihr kommt nicht mit?" Will ich wissen.

„Nein, das ist mein Geschenk an euch beide." Sagt Carlisle erneut.

„Danke."

Edward greift nach meiner Hand und führt mich zum Helikopter.

„Edward Cullen und Isabella Swan." Fragt uns der Pilot

„Ja." Antwortet Edward.

„Steigen sie bitte ein."

„Ich bin noch nie mit einen Helikopter geflogen." Sage ich.

„Es wird ihnen gefallen." Sagt der Pilot der mir beim einsteigen behilflich ist.

Als wir alle sitzen reicht uns Kopfhören, damit wir ihn besser verstehen können und der Lärm der Rotoren unser Gehör nicht schädigt.

Während des knapp 20-minütigen Rundfluges, erklärt er uns was wir gerade sehen. Die Aussicht ist einfach atemberaubend.

„Das war herrlich." Sage ich als wir wieder gelandet sind.

„Schön." Sagt Edward und gibt mir einen Kuss.

„Können wir jetzt nach oben fahren?" Fragt Emmett.

Wir fahren mit dem SkyRide bis fast auf die Spitze des Berges.

„Guck da, da." Sagt Emmett.

„Jetzt redet er auch noch wie ein Baby." Sagt Rosalie. Während mich Emmett weiter in Richtung eines Geheges zieht.

„Grizzly-Bären." Sagt er dann schließlich.

„Schöne Tiere." Sage ich.

„Ich bin schöner."

„Was immer du meinst, Emmett."

„Bella, wenn du dir die Falkner Show anschauen willst, dann muss du dort hinüber gehen."

„Kommt ihr nicht mit."

„Die Vögel können uns spüren. Wir laufen in der Zwischenzeit hier etwas rum." Sagt Carlisle.

Ich verlasse die anderen und setze mich auf die kleine Tribüne. Nach und nach werden die Vögel vorgestellt, und ich komme mir vor wie bei Herr der Ringe, eine Eule namens Bilbo.

Gleich zu beginn entschuldigt sich der Falkner für seine Tiere, weil sie heute irgendwie besonders aufgeregt sind. Wenn der nur wüsste warum, aus diesen Grund gelingen auch viele seiner Tricks nicht und eine gewisse Unruhe kommt bei den Zuschauern auf, was wiederum dazu führt, dass der Falkner nervös wird.

Ich kann schließlich eine beruhigende Wirkung spüren, Jasper. Er setzt sich neben mich hin, allerdings richtet sich die Aufmerksamkeit der Zuschauer mehr und mehr auf ihn. Wieso muss ausgerechnet heute eine Mädchengruppe hier oben sein. Doch ich hab das Gefühl, Jasper hat seinen Spaß daran und zwinkert hin und wieder einen Mädchen zu, wenn es ihn zu lange anstarrt.

Die Show ist nach circa 30 Minuten zu Ende und die Tiere wieder in ihren Käfigen. Jasper ist noch nicht einmal ganz aufgestanden als ihn Alice anspringt und ihm einen Kuss gibt. Ich kann die Enttäuschung der Mädchen regelrecht in ihren Gesichtern ablesen.

Jasper setzt Alice wieder auf ihre Füße und schaut sie liebevoll an.

„Du schläfst trotzdem heute Nacht bei Emmett." Sagt sie und geht wieder weg.

„Zu früh gefreut, Jazz." Lacht Emmett.

Wir laufen noch eine Weile über die ausgewiesenen Wege.

„Was sind das für Seile?" Frage ich, als ich mehrere gespannte Seile in den Bäumen sehe.

„Das sind Zipline, man hängt in einer Art Gurt-Sitz darunter und gleitet dann mit bis zu 80km/h von Baum zu Baum." Erklärt mir Jasper.

Gerade als er es erklärt, sehe ich wie eine junge Frau an den Seilen entlang rast.

Ich schreie kurz auf als mich Emmett hochhebt.

„Wollte nur überprüfen, ob du zwischen 32 und 114 kg wiegst."

„In diesen Bereich dürfte ich mich irgendwo befinden." Sage ich.

„Sicher? Du bist leicht wie eine Fliege."

„Es wird auch am Whistler angeboten." Sagt Jasper.

Ich kann es nicht hören, aber Edward sagt irgendetwas zu Jasper.

Wir gehen weiter.

„Du solltest einmal hierher kommen wenn Sonnenschein und klares Wetter ist, dann kann man am Horizont den Schneebedeckten Gipfel von Mount Raineer sehen." Erklärt mir Jasper.

Allerdings entgeht mir die Anspannung zwischen Jasper und Edward nicht. Irgendwas haben die beiden, und ich weiß wieder mal nicht was.

„Bella, ich will ein Foto mir dir und dem Bär." Sagt Emmett und deutet auf einen riesigen geschnitzten Bären hin. Ich habe das Gefühl es sind noch nie so viele Photos von mir gemacht wie in den letzten paar Tagen. Dennoch erfülle ich Emmett diesen Wunsch und stelle mich neben diese Figur.

Nachdem Emmett, ich weiß nicht wie viele Fotos gemacht haben, gehen wir wieder zur Seilbahn, die uns sicher in das Tal bringt.

„Willst du weiter mit den dreien fahren oder soll ich mit dir tauschen?" Fragt mich Esme.

„Ich denke ich halte das schon aus."

Als wir am Auto sind, fällt mir ein dass ich eigentlich mir noch etwas zu trinken holen wollte.

„Was?" Fragt Jasper.

„Ich wollte mir nur eine Flasche Wasser noch kaufen."

„Warte ich hole dir eine." Sagt Edward und läuft zurück.

„Dich hat diese Zipline interessiert oder nicht?" Fragt Jasper.

„Ich hatte es mir als Aktivität mit Edward überlegt, aber er meinte es sei zu gefährlich und ihr wäret zu schwer für so etwas." Sage ich nur.

„Verstehe." Sagt Jasper, doch ich merke wie die Cullens untereinander reden, ohne mich, das nervt.

„Holt Edward das Trinken auf dem Berg?" Fragt Rosalie genervt. „Wir fahren zu, wir treffen uns auf dem Parkplatz an der Talstation in Whistler."

Rosalie ist gerade vom Parkplatz gefahren, als Edward mit einer blauen Flasche kommt.

„Der Name erinnert mich immer wieder an Ice Age, den Film." Sagt Emmett.

„Nie gesehen." Sage ich wieder.

„Bella, du enttäuschst mich immer mehr."

Ich antworte nicht, sondern steige in den dunklen Mercedes ein. Wir fahren für eine Weile bevor Jasper von der Straße fährt und auf einen Parkplatz anhält.

„Komm mit." Sagt er als wir aussteigen. Wir folgen einen beschilderten Weg der uns zu einem wunderschönen Wasserfall bringt.

„Fotozeit." Jubelt Emmett und macht wieder Schnappschüsse.

„Der ist schön." Sage ich und ich frage mich wieder, wie die Natur nur solche Wunder vollbracht hat.

Wieder am Auto angekommen, fahren wir für eine Weile bevor Jasper abermals anhält. Ich habe das Gefühl er hat sich über die Strecke sehr kundig gemacht. Er führt uns über die Straße, wo von oben auf einen kristallklaren Wildbach schauen können, der sich durch das felsige Labyrinth schlängelt.

Die Stopps dauern nie lange, doch als wir auf den Parkplatz ankommen, kann selbst ich Rosalies Ungeduld spüren.

„Kommt ihr auch schon?" Fragt sie schließlich und ich wünschte mir, ich hätte etwas anderes ausgewählt als die Seilbahn und den Ausflug auf die Spitze vom Whistler.

„Wir haben Bella nur noch einige Schönheiten der Gegend gezeigt." Sagt Jasper, dann übergibt er Carlisle die Autoschlüssel und sagt ihm, dass er zur Hütte laufen wird.

„Rosalie wird euch nach eurem Ausflug zur Hütte bringen. Wir werden dort auf euch warten." Sagt Carlisle.

„Dann komm." Sagt Rosalie.

Wir stellen uns in die Schlange der Wartenden, während Rosalie wartet, gehe ich nochmals schnell bis zu der Information, wo ich mir mehrere Flyer greife.

Nachdem wir in die Gondel eingestiegen sind, bringt sie uns schnell aus dem Tal und der Blick auf die Umgebung wird frei. Es ist wunderschön. Als die Gondel hält will ich schon fast aussteigen, doch Rosalie hält mich zurück.

„Hier können die Mountainbiker aussteigen um mit ihren Bikes wieder in das Tal zu fahren." Erklärt sie mir.

„Hast du dir schon etwas für morgen ausgedacht, mit Jasper." Will sie wissen.

„Noch nicht, deswegen habe ich mir die Flyer geschnappt."

Rosalie nimmt mir die Flyer ab und schaut durch.

„Was ist mit Edward, schon Ideen."

„Idee ja, aber ich denke nicht dass das geht. Ich würde gern so eine Zipline-Tour machen wollen."

„Sehr abenteuerlich." Sagt sie. „Reiten, Jasper wollte uns schon mehrmals davon überzeugen einen Ausritt zu machen." Sagt sie, als sie den Flyer mit dem Ausrittmöglichkeiten in den Händen hält.

Sie schaut sich den nächsten Flyer an. „Quad-Tours, oh Gott, da kann ich ja auch gleich im Schlamm baden." Erklärt sie als sie das Bild darauf sieht.

„Das klingt doch auch ganz gut, wenn du dich als Outdoor-Freak outen möchtest, geführte Wanderung in den Gipfeln der Bäume, Öko-Tour, lernen sie Flora und Fauna kennen. Über Brücken und Plattformen führt sie unser Guide durch die Wälder am Whistler, 2-stündige Tour. Wäre vielleicht eine Alternative zu dieser Zipline Tour. Schaut dort, ein Braunbär." Sagt Rosalie.

Tatsächlich unter uns läuft ein Bär gemütlich durch die Landschaft.

„Die Bären sind so nah an den Menschen hier?"

„Die Bären haben sich an die Seilbahnen gewöhnt." Sagt sie.

„Du magst Natur nicht wirklich?" Frage ich sie direkt. Ich konnte sie etwas am Grouse Mountain beobachten und sie hat sehr darauf geachtet wo sie ihre Füße hinsetzt.

„Ich bin kein Natur-Freak, wie Emmett oder auch Jasper und Edward. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich gern in einer Stadt wie New York oder Los Angeles leben wollen, wo immer etwas los ist. Doch diese Wahl habe ich leider nicht mehr. Ich mag es nicht durch den Wald zu rennen, ich finde es einfach nur eklig in ein Spinnennetz zu rennen. Dann überall dieser Dreck, man muss aufpassen wo man seinen Fuß hinsetzt."

„Aber unter deinen Autos ist es auch nicht sehr viel sauberer." Sage ich.

„Nur da weiß ich was mir über die Hände läuft oder tropf. Aber im Wald, das kann alles Mögliche sein, deswegen verstehe ich Emmett auch nicht."

„Aber wenn Emmett nicht so wäre, hättet ihr euch nie kennen gelernt."

Sie überlegt lange. „Stimmt irgendwie, aber er wäre bestimmt glücklich verheiratet, hätte bestimmt Kinder und Enkel, vielleicht auch schon Urenkel."

„Aber was würdest du ohne Emmett machen?"

„Ich weiß es nicht."

Den Rest der Fahr verbringen wir ohne Reden. Ich genieße die Aussicht auf die schneebedeckten Berge. Allerdings wenn man auf so engen Raum, solange eingesperrt ist, kann diese Ruhe auch beunruhigend sein. Ich weiß ich habe Rosalie etwas zum Nachdenken gegeben. Aber dass sie nun überhaupt nichts mehr sagt, ist doch etwas überraschend.

Als wir oben ankommen bin ich sehr überrascht.

„Hier liegt ja immer noch Schnee." Sage ich.

Rosalie lässt mich einfach im Ausgangsbereich stehen und geht in das Geschäft dass sie hier befindet. Na toll, ich dachte immer nur Alice könnte an keinen Geschäft vorbeigehen.

Ich halte mich an dem Geländer fest während ich mir die Landschaft anschaue. Allerdings was ich am Himmel sehe gefällt mir überhaupt nicht, blaue Flecken und Sonnenschein.

„Da die dürfte dich warm halten." Sagt Rosalie plötzlich von hinten und legt mir eine warme Jacke über.

„Das wäre nicht…"

„Doch das ist es."

„Dann sag mir wenigstens was sie gekostet hat, dann kann ich dir das Geld geben."

„Ist ein Geschenk." Sie schaut ebenfalls zum Himmel. „Wir müssen vorsichtig sein, wegen der Sonne. Gib mir deine Jacke." Ich ziehe meine Jacke aus und reiche sich Rosalie, während ich in die neue hineinschlüpfe. Sie ist wollig warm. Rosalie zieht meine Jacke an und setzt die Kapuze auf, danach führt sich mich vom Geländer weg und wir laufen für eine Weile durch den Schnee, ich bin für die neuen Schuhe die mir Esme gekauft hat dankbar, sie verleihen mir auf den vereisten Untergrund einen guten Halt.

Ich laufe ein kleines Stück voraus als mich ein Schneeball von hinten trifft.

„Das wollte ich schon immer einmal machen." Sagt sie, lachend.

Ich greife mir ebenfalls eine handvoll Schnee und werfe ihn auf Rosalie, die jedoch gekonnt ausweicht. Wir machen eine kleine Schneeballschlacht, am Ende kann ich jedoch meine Hände nicht mehr spüren und ich ergebe mich. Ich stecke meine Hände in die Jackentasche und versuche sie wieder aufzuwärmen, während wir weiter laufen immer auf die durchblinzelnde Sonne achtend.

Wir laufen langsam zurück auf die Bergstation.

„Ich muss auf die Toilette."

„Geh, ich warte."

Nachdem ich auf der Toilette war, hole ich mir in dem kleinen Bistro noch etwas zu trinken. Ich sehe Rosalie mit einen Beutel am Eingang zu den Gondeln stehen. Was hat sie jetzt schon wieder eingekauft?

„Sag es den anderen nicht, aber es war schön, mit dir hier oben. Wenn jetzt noch diese Seilbahn einen Turbo einbauen würde, wäre es allerdings noch besser." Wir steigen wieder zusammen in einer der Gondeln und zu Rosalies Bedauern, hat der Wind zugenommen, so dass die Gondeln immer mal wieder stehen bleiben.

„Das kann doch nicht wahr sein, wie lange dauert dass denn noch. Guck da ein Elch." Sagt sie plötzlich.

„Wo?" Frage ich.

„Na da." Ich folge ihrem Fingerzeig, doch ich kann nichts erkennen. „Na da." Ich sehe irgendetwas zwischen den Bäumen, ich könnte allerdings auf die Entfernung nie sagen war es wäre.

„Eigentlich ist Gondelfahren gar nicht so schlecht." Sagt sie plötzlich. „Man kann die Natur beobachten, ohne dass man dreckig und nass und schmutzig und was weiß ich wird."

„Ich würde gern mal die Tiere aus der Nähe sehen." Sage ich.

„Darauf kann ich gern verzichten. Mir reicht schon der Gestank aus der Ferne."

Nach einer langen Fahrt kommen wir wieder im Tal an.

„Lass uns noch etwas bummeln." Sagt Rosalie und wir laufen von Geschäft zu Geschäft. Und Rosalie macht auch mehrere kleine Einkäufe.

An einen Geschäft sehe ich in der Auslage zwei Angelfiguren sitzen, der eine hält einen Fisch und der andere einen Schuh in der Hand.

„Das erinnert mich irgendwie an Charlie und Emmett." Sage ich.

„Wäre doch ein schönes Mitbringsel für Charlie, es ist eine Sparbüchse, da könnte er seine Kleingeld sammeln, dann würde es nicht in dieser hässlichen Flasche ständig zu sehen sein."

Ich überlege nicht lange und kaufe sie. Jetzt bräuchte ich nur noch eine Kleinigkeit für Jacob, nur was, das ist jetzt die Frage.

Als wir das Auto wieder erreichen ist es schon nach 18 Uhr.

„Die Hütte liegt etwas außerhalb von Whistler."

„Wieso überrascht das mich nicht wirklich."

„Du kennst uns halt."

Wir fahren aus der Stadt heraus bis wir auf eine kleine Nebenstraße abbiegen vorbei an einen schönen großen Haus, nicht weit davon entfernt sehe ich die Auto der anderen und zwischen den Bäumen versteckt sehe ich dann eine kleine Hütte liegen. Okay diese kleine Hütte ist so groß wie Charlies Haus, aber was sollte man von den Cullens auch anderes erwarten.

„Neue Jacke?" Begrüßt uns Emmett.

„Es hätte mir auch jemand sagen können, dass dort oben noch Schnee liegt." Sage ich zu ihm.

„Aber dafür haben wir eine schöne Schneeballschlacht gemacht." Sagt Rosalie und geht an ihm vorbei.

„Was habt ihr?"

„Was sucht deine Tasche in meinen Zimmer Emmett."

Ich betrete zusammen mit Edward die Hütte, sie ist gemütlich, mit viel Holz. Edward zeigt mir die Wohnküche, das Bad, die zwei gemütliche Schlafzimmer, allerdings ohne Betten, dafür mit einen bequem aussehenden Sofa und dann führt er mich über eine Treppe auf den Boden, wo ein großes Bett steht.

Ich lasse mich darauf nieder und ziehe als erstes meine Schuhe aus.

„Ich hab immer noch nasse Füße." Aus meiner Tasche hole ich mir trockene Socken und meine Ballerinas, da ich mir dummerweise keine anderen Schuhe eingepackt habe.

„Hier deine Sachen." Rosalie bringt mir meine Jacke, mein Geschenk für Charlie und holt aus den anderen Beutel zwei Sweatshirts heraus, sie sind identisch.

„Für dich." Sagt sie und reicht mir eines.

„Sollen wir jetzt als Zwilling gehen?" Frage ich sie.

„Ich dachte es sei eine schöne Erinnerung." Sagt sie und verschwindet wieder.

„Danke, Rose."

„Lass uns zu den anderen gehen." Wir gehen wieder hinunter und Edward führt mich ins Freie. Vor der Hütte ist eine schöne Terrasse mit riesigen Holzstämmen auf denen man sitzen kann und einer Feuerstelle, wo Emmett im Moment versucht mir Hilfe von einem Holzstab und etwas trockenem Gras ein Feuer zu entzünden.

„Ich habe mir überlegt, dass es wahrscheinlich schneller geht, wenn ich die Kartoffeln vorkoche." Sagt Esme als mit einer Schüssel und einen Teller aus der Hand auch aus der Hütte kommt.

„Was ist das?" Frage ich.

„Folienkartoffeln. Falls Emmett das Feuer zum brennen bringt, können wir sie an den Rand legen und fertig garen. Und ich habe noch etwas Stockbrotteig gemacht. Und für den Nachtisch haben wir Marshmallows." Sagt sie und stellt die Kartoffeln und den Brotteig auf einen kleinen Tisch ab. „Aber ich bräuchte noch mal deine Hilfe in der Küche."

„Selbstverständlich." Ich folge ihr in die Küche.

„Ich habe versucht Quark etwas anzumachen mit Kräutern und Gewürzen, aber ich weiß nicht ob mir das gelungen ist. Wäre besser, wenn du einmal kosten würdest."

Ich nehme vorsichtig einen Löffeln davon und überlege was noch fehlen könnte. Dann greife ich zu den Kräutern und Gewürze und verfeinere das ganze noch etwas, es sind teilweise nur kleinste Mengen die fehlen.

„Lecker." Sage ich anschließend.

Als ich wieder hinausgehe brennt auch endlich das Feuer, allerdings steht Jasper mit einen Feuerzeug daneben und lacht.

Ich gehe nochmals ins Haus und hole die Flyer.

„Jasper?" Rufe ich ihn dann zu mir. „Wegen morgen." Sage ich etwas unsicher.

„Wieso erfährt er schon einen Tag vorher, was ihr machen werdet?" Fragt Emmett.

„Weil ich nicht weiß was möglich ist."

Ich halte ihn drei Flyer hin Quad-Tours, TreeTop Tours und Reiten.

„Du kannst reiten?" Will er wissen.

„Ich hab mal ein paar Reitstunden genommen, sie meinten, dass dies meinem Gleichgewichtssinn gut tun würde." Sage ich.

„Also möglich wäre alles drei." Sagt Jasper.

„Was wäre dir am liebsten?"

„Ich kann mich nicht entscheiden."

„Bella geh bitte mit ihm Reiten. Dann wird er hoffentlich aufhören uns damit zu nerven." Bettelt Alice beinahe.

„Ich werde mal sehen, wo ich noch jemanden erreichen kann." Er nimmt alle drei Flyer mit ins Haus, um vermute ich mal zu telefonieren.

„Was machst du da, Emmett?" Will Rosalie wissen, als er anfängt Brotteig um einen Stock zu wickeln.

„Stockbrot."

„Und du weißt, wie das geht?" Fragt sie.

„Sicher, hab ich oft gemacht, zumindest denke ich das. Man wickelt das Brot um den Stock und hält diesen dann für etwa 20 Minuten über das Feuer, nicht ins Feuer, sonst hat man Kohlbrot." Erklärt er.

„Und wie macht man die Kartoffeln?" Fragt Rosalie nach.

„Man legt sie etwa 15 bis 20 cm entfernt von Feuer legen, sie müssen immer wieder mal gedreht werden."

Ich habe das Gefühl, dass Emmett hier voll in seinem Element ist.

„Und was habt ihr beiden am Whistler gemacht." Fragt Carlisle nach.

„Was wohl wir sind rauf und runter gefahren." Sagt Rosalie kurz und bündig.

„Die haben eine Schneeballschlacht gemacht ohne mich." Beschwert sich Emmett.

„Und ich hab einen Bären gesehen von der Gondel aus."

„Und einen Elch." Fügt Rosalie hinzu.

„Den hab ich nur erahnt." Sage ich. „Ich wünschte, ich könnte die Tier alle mal aus der Nähe sehen."

„In Seattle gibt es einen Zoo."

„So hab ich das nicht gemeint." Sage ich.

„Bei TreeTop Tours konnte ich niemanden mehr erreichen. Quad-Tours war für früh ausgebucht, ich habe für Nachmittag für uns alle gebucht und morgen Früh bzw. Vormittag gehen wir reiten." Sagt Jasper.

„Was heißt du hast für alle gebucht." Faucht Rosalie und geht einen Schritt auf Jasper zu. Ich kann mich an ihre Worte von heute Nachtmittag gut erinnern.

„Carlisles Idee." Erwidert Jasper nur und deutet mit dem Finger auf Carlisle.

Rosalie dreht sich zu ihm um und schaut ihn fragend an.

„Das ist etwas was wir auch noch nie gemacht haben und ich denke wir werden alle dabei Spaß haben."

„Alle? Bei dem Dreck und Schlamm…"

„Fertig." Sagt Emmett und gibt mir den Stock mit dem Brot dran. „Vorsicht heiß." Warnt er mich noch. „Zeig mir den Flyer."

Jasper reicht Emmett den Flyern.

„Wow, das scheint ja noch besser zu sein als mit meinen Baby durch den Gegend zu fahren."

„In deinem Vehikel bleibt man wenigstens trocken und sauber." Kommentiert Rose.

Während die beiden anfangen zu diskutieren, koste ich von diesem Brot.

„Schmeckt es?" Will Esme wissen.

Ich nicke nur, da ich den Mund voll habe. Während ich dieses Teil verspeise, wickelt Edward Brotteig um einen anderen Stock und hält ihn ins Feuer, wo es zugleich verkohlt.

„Nun, wer hat da nicht zugehört?" Lacht Emmett. „Ans Feuer, nicht ins Feuer. Zum Glück habe ich einen Vorrat ein Stöcken geholt."

Im zweiten Anlauf funktioniert es auch bei ihm. Während Edward mir das Brot röstet, wendet Carlisle die zwei Kartoffeln.

„Ich denke wir könnten eine davon mal für Bella öffnen, ich denke sie könnten fertig sein." Sagt Emmett und reicht Carlisle einen Teller. Und Emmett behält recht, die Kartoffeln sind fertig. Carlisle nimmt auch die zweite von Feuer weg und wickelt sie mit bloßen Fingern aus der heißen Folie. Währenddessen bringt Esme den Kräuterquark aus dem Haus.

„Es ist so schön und friedlich hier." Sage ich, so oder so ähnlich habe ich mir den Camping-Trip auch vorgestellt.

„Schön dass es dir gefällt." Sagt Carlisle.

Während ich esse sind alle ruhig, aber die Ruhe ist nicht störend. Nachdem ich die Kartoffeln und das zweite Stockbrot gegessen habe, versuche ich mich nun selber daran. Emmett setzt sich neben mich und erklärt mir wie ich am besten den Tag an dem Stock befestige. Es hat irgendetwas beruhigendes das Brot über den Feuer zu rösten und den Stock dabei langsam zu drehen.

Nachdem ich auch noch dieses Brot gegessen habe, muss ich das Angebot von Esme Marshmallows zu holen, ablehnen. Ich bin satt bis oben hin.

Überrascht bin ich allerdings als Jasper eine Gitarre aus dem Haus holt und anfängt einige bekannte Melodien zu spielen. Emmett fängt auch zugleich mit an zu singen und nach und nach steigen auch die anderen mit ein.

„Ich denke es ist Bettzeit." Sagt Edward irgendwann. „Es sei denn du willst im Sattel schlafen."

„Hatte ich eigentlich nicht vor." Als ich auf die Uhr blick erschrecke ich fast. Es ist schon weit nach Mitternacht.

„Nacht Bella." Verabschieden mich die anderen Cullens als ich zusammen mit Edward ins Haus gehe.

Nach einem kurzen Stopp im Bad gehe ich auf den Boden und ziehe mich um. Ich stelle mich an das Fenster und schaue hinaus.

„Das Haus dort ist schön, mich wundert es, dass sie diese Hütte in der Nähe tolerieren."

„Weiß nicht, bis her hat sich noch niemand beschwert." Sagt er nur.

Ich lege mich auf das Bett und lasse mich von Edward zudecken. Gerade als ich über dem Einschlafen bin, höre ich ein bekanntes fieses surren. Ich ziehe mir die Decke über den Kopf.

„Edward, kannst du bitte die Mücke fangen?"

Als Antwort höre ich nur ein Lachen.