Kapitel 25 - Rückkehr

Gerade kehre ich nach Konoha zurück, da haben mich die Anbus auch schon in Gewahrsam genommen. Umgehend bringen sie mich zu den Ältesten, welche schon in dem Büro des Hokages warten. Tsunade schaut mich wütend an, während man Narutos Gesichtsausdruck nicht ganz deuten kann. Wahrscheinlich würde er das ganze einfach bleiben lassen, aber noch hat Tsunade ein Wörtchen mit zu reden und die Ältesten erst Recht. Egal welche Strafe ich nun bekomme, dass alles war es wert. Sakura, die einzige Frau abgesehen von meiner Tochter, die ich liebe. Diejenige die es mir auf eine merkwürdige Art und Weise beigebracht Gefühle zu zeigen. Die Frau die ich über alles liebe, war Jahre lang hier gefangen in einem Leben, welches sie nie führen wollte. Ein Leben das ich ihr zum Teil aufgezwungen habe. Wir beiden haben immer nur das getan, was andere von uns erwartet habe und nun wo wir das tun was wir wollen, da wird man bestraft.

„Sai hörst du eigentlich zu?", wird Tsunade lauter und holt mich daher aus meinen Gedanke. Danzo der von allem wusste hält sich im Hintergrund, er konnte Sakura nie leiden, weshalb er wahrscheinlich froh ist sie endlich los zu sein. „Dein Handeln muss Konsequenzen tragen!", mischt sich einer der Ältesten ein. „Ich akzeptiere jede Strafe.", erwidere ich. Ungläubig schauen mich die Ältesten an. „Ich denke als führender Hokage habe ich da auch noch was zu sagen.", mischt sich nun mein langjähriger Teamkollege ein. „Sai hat vollkommen richtig gehandelt. Es wäre nicht nötig gewesen, wenn du Sakura nicht das Shinobileben genommen hättest.", versucht es Naruto, doch da auch die Ältesten Tsunades Ansicht sind, mit wenig Erfolg. „Naruto es ist in Ordnung. Sakura wird nun endlich das Leben führen, dass sie immer wollte. Ich akzeptiere jegliche Strafe, denn ich durfte die vergangenen Jahre glücklich sein.", unterbreche ich den Blonden. „Wir werden über deine Strafe reden. Bis dahin bist du verpflichtet im Dorf zu bleiben.", befiehlt Tsunade. Ich nicke und verlasse dann das Büro Richtung Ino, die sich während meiner Abwesenheit um Ai gekümmert hat.

Es ist kurz nach Mittag, also sollte Ai schon bei Ino sein. Gerade als ich klingeln will wird die Tür schon aufgerissen und mein Tochter wirft sich in meine Arme. Ich lasse meine Tasche fallen, die ich noch in der Hand halte und nehme Ai auf meine Arme. Ich spüre wie ihre Tränen mein T-Shirt durchnässt, aber das ist alles egal. „Papa.", schlurzt sie. „Alles gut mein Schatz, ich bin wieder da und werde auch nicht mehr gehen.", sage ich. „Wirklich? Nie wieder?", hackt meine Tochter nach. „Nie wieder kann ich nicht versprechen, aber eine ganze Weile werde ich Konoha nicht verlassen. Versprochen!", erwidere ich.

Ino hat in der Zeit meine Tasche genommen und mich ins Wohnzimmer geschoben, wo ich nun auch Platz nehme. Ohne Worte reicht mir die Blonde Shinobi eine Tasse Tee. „Danke.", sage ich, bevor meine Tochter wieder meine Aufmerksamkeit fordert. „Was ist mit Mama? Kommt Mama auch wieder?", fragt Ai mich. Ich streichel über ihren Kopf bevor ich antworte: „Irgendwann ja, aber nicht so schnell. Weißt du sie brauch einfach mal Zeit für sich.", versuche ich ihr zu erklären, was mir wahrscheinlich nicht besonders gelingt. Mit verwirrtem Blick schaut Ai mich an. „Bin ich Schuld, weil ich Mama immer so nerve?", fragt sie dann. „Nein, wenn jemand Schuld dann Tsunade und ich. Aber Mama wird dich besuchen kommen sobald es sicher genug ist. Sie ist jetzt eine Nukenin.", setze ich erneut an, was die Kleine mit einem Nicken quittiert. Es wird still und schon kurz darauf verbehme ich ihre regelmäßigen Atemzüge, die mir verraten das sie eingeschlafen ist. „Sie hat die ganze Zeit nicht viel geschlafen. Am besten bringst du sie jetzt heim.", richtet sich in Ino an mich. „Das wird das Beste sein. Vielen Dank fürs aufpassen." „Jederzeit wieder. Ruht euch aus. Ich komme die Tage vorbei und schaue mal ob ihr zurechtkommt.", entgegnet Ino. Mit einem Nicken nehme ich meine Tasche und meine schlafende Tochter.

Auf dem Weg zu unserem Haus schauen mich die Bewohner vorwurfsvoll an, wahrscheinlich hat sich die Neuigkeit wie ein Lauffeuer verbreitet. Hauptsache sie halten Ai daraus. Über mich können sie sagen was sie wollen, das bin ich gewohnt.

Einige Tage später werde ich ins Hokagebüro gerufen. Ai setze ich deshalb auf dem Weg dahin bei Ino ab.

Als ich eintrete steht der Ältestenrat schon bereit. Naruto schaut mich mit traurigem Blick an. Anscheinend hat sich Tsunade und die Ältesten ihn mal wieder überboten. Nichts neues. Naruto zeigt auf den freien Stuhl, auf dem ich mich sogleich niederlasse. „Der Ältestenrat hat entschieden das du deinen Shinobirang ablegen musst. Da ich nicht dafür war habe ich dir allerdings eine letzte Chance eingeräumt.", beginnt mein ehemaliger Teamkollege. Ich schaue ihn an, ahne schon was er sagen will. „Bring Sakura innerhalb der nächsten zwei Wochen zurück und von deiner Strafe wird abgesehen.", setzt er fort. Ich wusste es und er kennt meine Antwort darauf, doch für die anderen werde ich sie ein letztes Mal wiederholen: „Niemals, Sakura hat das Recht glücklich zu sein. Ich werde sie nicht holen. Daran wird sich auch nichts ändern!" Naruto nickt ergeben, wusste er es doch schon. „Dummer Narr.", schreit Tsunade mich an. „Ein Narr bist du! Du bist Mitschuld für Sakuras Leid. Hättest du sie damals nicht vom Shinobileben ausgeschlossen, wäre sie damals nicht bei mir geblieben und könnte schon Jahre glücklich sein. Ich habe es kapiert und angefangen das zu akzeptieren. Ich bin nicht derjenige der sie glücklich machen kann. Ich bin ihr bester Freund, vielleicht auch ein Bruder aber niemals der Mann den sie von ganzem Herzen liebt! Verdammt ihr habt das Gespräch damals nicht mit angehört, ihr habt nicht gesehen wenn sie geweiht hat, als sie dachte sie wäre allein. Ihr habt nicht gehört wie sie sich nachts ins Bad eingeschlossen hat und stundenlang geweint hat. Ihr Herz gehört Sasuke und seines ihr. Das ist schon seit sie Kinder sind und das wird sich auch nie ändern. Ich akzeptiere das. Ihr nicht. Und was macht ihr, nehmt ihr ihren zweiten Traum weg. Sie wollte immer eine starke Shinobi sein. Doch das habt ihr verboten. Woran sollte sie sich denn noch klammern? An mich, den sie wie einen Bruder liebt, ihr aber nicht das geben kann was sie will? An Ai? Sie ist 6 Jahre. In dem Alter hat Sakura sich den Uchiha verliebt." Stille!

Tsunade schaut mich entsetzt an. War klar sie hat das immer verdrängt wie jeder andere. „Ich komme mit diesem Leben klar, aber ich wusste auch worauf ich mich einlasse. Sakura hat mir Ai geschenkt, mehr brauche ich nicht um glücklich zu sein. Sakura hat versucht sich das ebenfalls ein zu reden. Sie hat Jahre damit verbracht alles von sich abzuschirmen und gleichzeitig eine Mauer um ihre Gefühle zu bauen. Sie hat Sasuke in eine Ecke verbannt, konnte ihn aber nie vergessen. Ihr wisst nicht wie schwer es ihr gefallen ist Ai zurück zu lassen. Aber ihre Liebe zu Sasuke ist da und Gefühle lassen sich nicht ewig verdrängen. Ihr habt sie zu diesem Schritt gezwungen. Nie wollte sie eine Nukenin werden, doch ihr bleib ja keine Wahl. Ihr wisst nicht wie viele Jahre es mich gekostet hat ein Lebenszeichen von ihm zu finden. Ohne Sakura wollte er nicht leben, das hat er vor 9 Jahren deutlich gesagt. Sakura hat über sein Leben entschieden als sie mich gewählt hat. Musste damit leben das sie für seinen Tod verantwortlich ist. Vielleicht hätte ich euch das früher erzählen müssen, aber nicht einmal Sakura wusste das ich ihr Gespräch damals mit angehört habe. Das war mein Geheimnis und ihr Geheimnis.", mit diesen Worten ende ich. Naruto schaut mich an. Ich habe ihm viel erzählt aber das nicht. „Wenn ihr mich jetzt entschuldigt Ai wartet auf mich."