Harry stand für einen Moment unbeweglich da und starrte auf den leblosen Körper vor ihm auf dem Boden. Der Dunkle Lord sah im Tode merkwürdigerweise recht unschuldig aus; seine Augen waren geschlossen, und es war nun einfach sich vorzustellen dass sie grau gewesen waren, anstatt rubinrot. Die Grausamkeit die seine Züge untermalte war nicht länger vorhanden auf den sanften Linien seines engelsgleichen Gesichts. Das kalte Mondlicht welches durch die Fenster schien, warf einen silbernen Schleier über sein dunkles Haar. Harry's Atem stockte. Ein Mord. Ich beging einen Mord.
Ich bin in deine Fußstapfen getreten, Tom. Heute Nacht habe ich im Riddle-Haus einen Mord begangen. Heute Nacht habe ich einen Mord in Little Hangleton begangen. Heute Nacht, tötete ich den Überflüssigen...
Harry erschauderte heftig als er sich über die unbewegliche Gestalt beugte und seine Finger durch das vom Mond versilberte Haar strich. Du warst nur ein dunkler Traum einer Zukunft die niemals sein wird...
Dann küsste er die kalten Lippen sanft und weinte.
…
Harry's Gesicht war immer noch tränennass als Tom ihn einen Moment später sanft von Dumbledore's Büro-Boden aufhob. Tom wischte die Tränen mit seinen warmen Händen von Harry's Gesicht. Im nächsten Augenblick, spürte Harry eine weitere, kältere zittrige Hand auf seiner Wange.
„Das hast du gut gemacht, mein Liebling.", flüsterte Tom.
Harry hob seinen Blick und starrte in Tom's schönes und lebhaftes Gesicht. Das Bild des starren Gesichts des Dunklen Lords aus dem Riddle Haus, war noch tief in sein Gedächtnis gebrannt. Harry warf seine Arme um Tom und klammerte sich verzweifelt um ihn. „Ich habe Voldemort getötet.", flüsterte er.
„Natürlich hast du das, mein Junge.", meinte Voldemort sanft und beruhigend.
„Ich habe einen Todesfluch auf dich geschossen, genauso wie du den Todesfluch einst auf mich geschossen hast." Harry kämpfte darum seine Stimme stabil zu halten. „Und doch sind wir beide immer noch hier... Irgendwie, haben wir Beide den Todesfluch überlebt..."
Der Dunkle Lord senkte seinen Kopf schwerfällig. „Ja, Harry. Wir sind immer noch hier, du und ich."
„Vielen dank, Elias.", meinte Alphard Black sanft. Sein Gesicht war blass und seine Augen strahlten. „Darf ich... darf ich meinen Zeitumkehrer nun zurück haben? Es gibt da ein paar Leute die ich gerne treffen würde."
„Ja, natürlich." Harry übergab Alphard den Zeitumkehrer. „Lass mich wissen... wie alles ausgeht, hörst du?"
Alphard nickte wortlos und ging zur Türe.
Dumbledore hob für einen Moment seinen Blick. „Haben Sie eine gute Nacht, Mr. Black."
„Gute Nacht, Professor. Danke dafür dass Sie uns ihr Denkarium ausgeliehen haben."
Dumbledore lächelte. „Jederzeit, Mr. Black. Oh, und wenn es keine Umstände macht, würden Sie mir dieses kleine Gerät das Sie da haben, irgendwann mal leihen? Es erscheint mir, dass es da ein paar Dinge gibt, um die ich mich auch kümmern sollte."
„Natürlich, Professor." Alphard sah ihn neugierig an, aber Dumbledore war schon wieder in seine Arbeit vertieft.
Alphard verließ den Raum und Harry sank erschöpft in einen von Dumbledore's Stühlen. Sein Kopf drehte sich immer noch. Tom setzte sich auf den Boden vor ihm und ruhte seinen Kopf in Harry's Schoß, und Harry fuhr seine Finger immer wieder durch seine sanften Locken. Dumbledore sah mit einem Lächeln auf, sagte aber nichts.
„Ich fragte mich ob Alphard Regulus nun lebendig vor finden wird.", flüsterte Harry.
Dumbledore betrachtete Harry über seine Halbmond-Brille. „Oh, ich denke das wird er, Harry." Der zukünftige Direktor stand auf und stupste den Haufen Asche, der auf den Boden von Fawkes' Käfig lag. Etwas bewegte sich als Antwort, und einen Augenblick später, streckte sich ein schmuddeliger, kleiner Kopf aus der Asche. Dumbledore streichelte den kleinen Vogel sanft mit einem Finger und gluckste als das Küken sich in die Berührung lehnte. „Sehen Sie, er erkennt mich; er tut es immer." Der schlaksige, kleine Vogel kletterte behutsam auf seine Hand. „Oh, ja, Harry, ich denke dass Alphard eine Zukunft voller unerwarteter Wunder vor finden wird. Aber was genau er in der Zukunft finden wird, ist schwer voraus zu sagen."
„Meine Eltern?" Harry schloss für einen Moment seine Augen und versuchte sie sich dort vorzustellen, in der Zukunft, lebendig und wohlauf. „Und Sirius Black? Ich vermute Sirius wird immer noch ein Freund meines Vaters sein. Sie werden lachen und sich gegenseitig Streiche spielen, und meine Mutter würde lächeln und ihren Kopf schütteln..." Die Wärme die sich in ihm ausbreitete, vertrieb etwas von der Kälte, die Little Hangleton in ihm hinterlassen hatte, von seinem Herzen.
„Was ist dann mit dir, Harry?" Tom hob seinen Kopf, und sein silberner Blick traf Harry's „Ich vermute du möchtest mit deinen Eltern in der Zukunft bleiben, nicht wahr? Was passiert dann mit dir und mir?"
Harry erkannte erschrocken, dass er sich eigentlich niemals selbst in einer wiederhergestellten Zukunft gesehen hatte. Mit lebenden Eltern. „Ich habe nie darüber nachgedacht, Tom. Werden wir in der Zukunft leben, du und ich, oder werden wir hier bleiben? Ich weiß es noch nicht. Ich will meine Eltern natürlich oft sehen, und sie kennen lernen, aber ich gehöre zu dir."
„Vielleicht", begann Voldemort leise. „wirst du sehen, dass es in der Zukunft bereits einen anderen Harry gibt, der mit deinen Eltern lebt?"
„Oh." Harry wurde schwindelig. „Vielleicht wird es einen-? Was für ein merkwürdiger Gedanke! Ein anderes Ich, ein anderer Harry Potter, der mit liebenden Eltern und seinem Paten aufgewachsen ist, in einer Welt wo der Dunkle Lord nicht existiert?" Er dachte kurz darüber nach. „Aber dieser... dieser andere Harry, er wird nicht wirklich ich sein, nicht wahr? Er wird nicht meine Erinnerungen besitzen... oder?"
Tom küsste ihn sanft auf die Lippen. „Vielleicht wird er seltsame, verschwommene Träume über einen Dunklen Lord haben, den er nie gesehen hat. Und vielleicht wird er ein merkwürdiges Verlangen in seinem Herzen spüren, ohne jemals zu wissen warum..."
Harry schüttelte verwirrt seinen Kopf. „Aber ich verstehe immer noch nicht, wie all das Möglich ist, Tom. Was hat mich in die Vergangenheit geholt und mich überhaupt in dich verlieben lassen? Ich habe eine verzauberte Erinnerung gefunden, aber es stellte sich heraus, dass es nur meine eigene Erinnerung war. Meine Eigene Erinnerung von Dingen die ich noch nicht erlebt hatte. Was hat mich dazu veranlasst, mich an Dinge zu erinnern, die nie geschehen sind?"
Freundliche blaue Augen funkelten hinter Dumbledore's Brille. Der zukünftige Direktor von Hogwarts legte seine Feder für einen Moment nieder und strahlte seine Gäste an. „Ausgezeichnete Frage, Harry! Was hat dich dazu veranlasst, dich daran zu Erinnern Tom zu lieben, bevor du es überhaupt getan hast? Vielleicht dieselbe Macht, die auch den narbenlosen Harry aus der Zukunft von einem Dunklen Lord, der in seiner Welt nicht existiert, träumen lässt... Das Herz kennt keine Grenzen. Aber unsere Herzen besitzen ihre eigene Weisheit; manchmal könnten sie eine Wahrheit erkennen, die weit über unserer Auffassungsgabe liegt." Er strich sanft über Fawkes' Kopf, und der kleine Vogel fiepte fröhlich als Antwort. „Was kam zuerst, der Phönix, oder die Flamme? Diese Frage hat keine Bedeutung, Harry, da Phönix und Flamme ein und dasselbe sind, ewig aneinander gebunden. Genau wie du und Tom..."
Harry rieb sich erschöpft den Kopf. „Vielleicht hatte meine Freundin Hermine Recht als sie sagte dass Zauberer die mit der Zeit spielen... Warte, Alphard hatte es doch auch gesagt, oder? Ich frage mich ob sie es von ihm hören wird? Nein, das kann nicht sein; sie sagte es mir lange bevor ich Alphard überhaupt kennen lernte..." Er konnte spüren wie sein Kopf anfing zu schmerzen.
„Komm, Harry." Tom nahm seine Hand. „Es ist schon spät. Und du brauchst Ruhe. Wir sollten gehen, und Professor Dumbledore seiner Arbeit überlassen. Wir haben bereits viel Ihrer Zeit in Anspruch genommen, Professor."
„Ah, ja. Ich habe ein paar Angelegenheiten, um die ich mich kümmern muss." Dumbledore lächelte sie freundlich an.
Harry, Tom und Voldemort gingen schweigend nebeneinander in den verlassenen Gängen. Es war wirklich bereits sehr spät, und sie sahen niemanden, außer die perlmutterfarbene Erscheinung des fast kopflosen Nick's, der Voldemort mit einem fragenden Blick ansah.
„Ah, fast kopfloser Nick, wie ich sehe immer noch so ungewiss wie immer?" Voldemort's dunkelgraue Augen funkelten. „Was für ein eigentümliches Leiden: Fast kopflos! Ich habe mich immer gefragt wie jemand fast kopflos sein kann. Man würde denken dass Kopflosigkeit deutlicher sein würde; man ist entweder kopflos, oder nicht."
Sir Nicholas schwebte für einen Moment über ihnen und betrachtete sie neugierig. Dann gluckste er mit seiner seltsam rauchigen Stimme. „Ich denke kaum dass Sie in der Position sind, um mir Vorträge über Paradoxa zu halten, Sir!"
Voldemort lächelte. „Vielleicht nicht." antwortete er sanft.
Als sie Tom's Räume im Lehrerflügel erreichten, stoppte Voldemort. „Gute Nacht, mein süßer Mörder." Seine Lippen streiften sanft über Harry's Narbe. „Es war mir ein Vergnügen, mein Lieber. Vielleicht werden wir uns eines Tages wieder sehen."
„Du gehst?" Tom sah ihn überrascht an. „Aber... Aber es gibt doch noch so viel dass ich über dich nicht verstehe. Über mich. Über uns..."
„Ich denke, es ist so am Besten, Tom. Für dich. Und für Harry. Ich werde für heute Nacht zu Horace's Räumen zurück kehren, aber morgen früh, werde ich gehen. Ich denke dass der Besuch von Mr. Gaunt vorüber ist. Ich habe mich versichert, dass mein Schützling – dass meine Seele – in den Besten Händen ist."
Harry streckte seine Hand auf der Stelle aus und strich über den schwarzen Umhang. „Ich denke, ich werde dich vermissen."
„Wirst du das?" Voldemort betrachtete ihn nachdenklich, seine dunklen, grauen Augen waren undurchschaubar. „Aber du hast mich doch direkt hier, mein Lieber. Der wahre Tom Riddle, ganzer und makelloser als der Mann, der er später wurde. Tom ist ich, Harry. Oder beinahe ich, wie unser nobler Geist es wohl ausgedrückt hätte."
Tom sah Voldemort lange an. Dann flüsterte er: „Dann bist du nach allem doch ich, nicht wahr?" Nach kurzem zögern fügte er hinzu: „Nun, da es deine letzte Nacht hier ist, Mr. Gaunt, denke ich dass es zu grausam wäre, dich zurück in Horace's Räume zu schicken. Vor allem da wir nicht wissen, wo die letzte Flasche mit dem Amortentia ist... Merlin weiß, Voldemort hat heute Nacht schon genug durchgemacht. Du kannst für heute Nacht gerne in meinen Räumen bleiben."
…
Voldemort sah sich mit einem kleinen Lächeln in Tom's geräumigen Räumen um. „Ah, wie nett! Du hast es wirklich gut hier, Professor Riddle!" Sein Blick richtete sich auf das große, schwarze Himmelbett mit seinen silbernen Laken und dem mit antiken Bändern gefüllten Bücherregal. Er fuhr mit seiner blassen Hand über einige der Bücherrücken. „Les Fleurs du Mal? Ich erinnere mich daran. Hm, vielleicht bleibst du besser bei gesünderer Literatur, Tom. Übrigens, besitzt du noch dein altes Tagebuch? Das du als Schüler hier hattest?"
Tom zögerte für einen Augenblick, ging dann aber zu einer Kommode und zog ein Buch aus einer Schublade. „Hier hast du es. Mein Jugendtagebuch. Wie du weißt, habe ich meine Seele in seinen Seiten eingearbeitet, so wie viele Junge Menschen es getan haben." Er schmiss dass veraltete Tagebuch in Voldemort's Hände.
Voldemort lachte. „Aber wenige so gründlich wie du, Tom." Er blätterte durch die Seiten. „Interessant... So viele Dinge die ich vergaß... Aber ich erinnere mich an die Beschriftung des Deckblattes: Ich bin Lord Voldemort." Sein Blick flog zu Tom, der sichtlich Blass um die Nase wurde.
„Ich habe das Buch zerstört." Tom und Voldemort wandten sich abrupt zu Harry. „In der Kammer des Schreckens. In meinem zweiten Jahr."
„Hast du das?" Voldemort runzelte die Stirn. „Wie in Merlins Namen hat ein einfaches Kind es geschafft dieses Buch zu zerstören?"
Harry errötete. „Mit dem Zahn eines Basilisken. Ich habe den Basilisken zuerst getötet."
„Wirklich, hast du das?" Voldemort war beides, verblüfft und neugierig.
Tom fluchte. „Oh, Merlin, der Basilisk! Er ist immer noch in der Kammer, oder? Ich muss wirklich etwas dagegen unternehmen. Ich werde den Basilisken am Morgen zerstören, und dieses verfluchte Tagebuch ebenso."
„Das Tagebuch zerstören? Du bist willig deine eigene Seele zu töten, Tom?", fragte Voldemort leise.
„Meine Seele ist genau hier." Tom schlang seine Arme fest um Harry und küsste ihn auf die Stirn.
Voldemort betrachtete sie für einen Moment, sein Gesicht zeigte kein Anzeichen von Gefühlen. „Bist du Glücklich mit deinem Leben, Professor Riddle? Gibt es keinen Teil von dir, der nach mehr verlangt?"
Harry sah Tom unsicher an, dieser lachte aber nur. „Mehr-? Du bist Voldemort, der schreckliche Dunkle Lord, der Harry seine Narbe gab. Ich bin Tom Riddle, Harry's Freund und Geliebter. Ich würde mir niemals wünschen du zu sein." Dann fügte er sanft hinzu. „Aber vielleicht gibt es einen Teil von dir, der sich wünscht mehr zu sein?"
„Mehr als ein Dunkler Lord?" Voldemort's Lippen verzogen sich zu einem ironischen Lächeln. „Was könnte es da noch mehr geben, Tom?"
Tom wandte sich an Harry, und ein seltsames funkeln war in seinen Augen zu sehen. „Sollen wir es ihm zeigen, Harry?"
Harry benötigte einen Moment um zu verstehen was Tom meinte. Aber als Tom seine Hand nahm, und die Beiden auf das Himmelbett zog, errötete er. „Tom, du kannst das nicht ernst meinen..."
„Oh, nicht?", flüsterte Tom gegen seine Lippen.
„Direkt vor ihm?"
„Mmhmm." Tom's Küsse waren hart und dringlich gegen seinen Mund.
Harry sah unsicher zu Voldemort. Der Dunkle Lord stand nur unbeweglich da, und seine Augen waren auf Harry's Gesicht fixiert. War es nur Harry's Vorstellung, oder waren seine blassen Züge leicht gerötet? Harry's Wangen tönten sich tiefrot und er wandte sich wieder Tom's Küssen zu. Voldemort's Augen, diese dunklen, grauen Augen verweilten auf ihm... Harry vergrub seinen Kopf in Tom's Halsbeuge und erzitterte. Tom's Atem beschleunigte sich, und Harry spürte seinen heftigen Herzschlag an seiner Brust. Schlägt auch dein Herz, unter diesem Umhang schneller, mein Dunkler Lord?
Harry und Tom fielen zusammen auf das Bett, rissen gegenseitig an ihrer Kleidung, in Brand unter dem dunklen, undurchdringlichen Blick, und Finger streiften über brennende Haut. Tom zog Harry langsam, zögernd, aus, und jedes Stück freigelegter Haut wurde von seinem Mund in Besitz benommen. Tom's Augen waren beinahe genauso dunkel wie die des Dunklen Lords, gefüllt mit verlangen und eine seine Wangen waren gerötet wie von einem hektischen Fieber. Harry's Atem stockte. Tom, wunderschöner, hinreißender Tom... Hier, warm in meinen Armen, ebenso wie dort, mit einem hypnotisierten Blick zusehend...
Mit Tom zu schlafen war immer Heiß, Süß und Dunkel. Aber sich Tom hinzugeben, während Voldemort zusah konnte er nicht beschreiben. Jeder kleine Laut der Begierde, der von ihren Lippen sprang, vergrößerte die dunkle, wilde Sehnsucht die Harry, von dem dunkleren Tom pulsieren spürte. Eingefangen und besessen von dem Verlangen in dem dunkelgrauen Augenpaar, zerrte Harry Tom's Kleidung von ihm und fuhr seine Hände über die warme Haut darunter. Er drehte leicht seinen Kopf und seine Augen trafen Voldemort's Blick. Seine Hände griffen nach Tom's Schaft und seine Berührung entlockten Tom einen leisen Schrei. Kannst du es auch fühlen? Ich frage mich ob du unter diesem dunklen Umhang genauso hart bist wie Tom?
„Jetzt, Harry. Jetzt." Tom drückte ihn eilig in die silbernen Laken und bedeckte seine Glieder mit seinen eigenen. Harry sah wie sich Voldemort's Augen weiteten als Tom den Zauber flüsterte; er spürte das dunkle Verlangen an ihm, an ihnen, zerren. Er schrie auf als Tom in ihn stieß. Eine leichte Bewegung im Raum zog Harry's Aufmerksamkeit auf sich und er sah auf und traf den Blick des Dunklen Lords. Er übergab sich komplett Tom's Berührungen und Voldemort's Augen. Er war am fallen, fliegen, schwebend in einem enormen schwarzen, und silbrigen Wind, und das Schwarz und Silber waren eins. Wie kannst du dort so still stehen? Nein, er wird es nicht aushalten können. Jeden Moment nun, wird er hier her kommen, und seine kalten Lippen auf meine Haut pressen... Ein Stöhnen verließ Harry's Lippen. Aber Voldemort bewegte oder sprach nicht; er stand einfach da, still, und sein Dunkler Blick war auf Harry und Tom fixiert.
Tom schrie in Begierde auf, aber Voldemort blieb stumm. Doch nun durchfluteten die Gedanken des Dunklen Lords, Harry's Geist. Er will mich. Mehr als er nach Macht verlangt, mehr als sein Verlangen nach Unsterblichkeit. Er will mich. Er will uns. Ich kann sein Verlangen spüren, es vermischt sich mit Toms, es wird eins mit Toms...
*Ich liebe dich, Tom.* Harry's Schrei in Parsel entlockte schließlich ein sanftes Stöhnen aus dem unbeweglichen Mann. Einen Moment danach, kamen Tom und Harry unter Schlangengeflüster und Lustschreien. „Meine Liebling..." Tom presste einen atemlosen Kuss gegen seine Stirn.
Ein leichtes rascheln war zu hören, wie die Bewegung eines Umhangs. Harry hob seinen Blick und sah in dunkle Augen. Er streckte seine Hand nach dem rauen Material aus.
„Du ziehst diesen Umhang besser aus." flüsterte er.
„Lord Voldemort zieht sich vor niemanden aus, mein lieblicher Mörder."
Harry und Tom warfen sich einen Blick zu. Dann griffen Beide nach der Gestalt und zogen die Figur auf das Bett.
„In diesem Fall", hauchte Harry gegen blasse Haut. „wirst du nicht länger Lord Voldemort sein."
