hoffe, die allgemeinen Werwolfsachen gelten auch im Potterverse...gg
***
""Hatte ich nicht gesagt, wir üben ungesagte Zauber, Potter?"
"Ja."
"Ja, Sir."
"Sie brauchen mich nicht Sir zu nennen."
Und dann ist sein Gesichtsausdruck echt bedrohlich geworden. Hast Du Snape schon mal richtig wütend gesehen, ich meine so richtig?", fragt Ron mich grinsend.
"Hallo, Du vergisst mit wem Du redest. Ich mach Severus andauernd wütend."
"Puh, ist immer noch ungewohnt daran zu denken, dass ihr zwei...uärgh", schüttelt er sich.
Ich puste in die Pfeife und schicke lachend meinen Komet in einen rasanten Senkrechtstart. Bin als Trainingsschiedsrichterin-/-beraterin engagiert und helfe dem Gryffindorteam, welches neuerlich unter mysteriösem Mitgliederwechsel leidet.
Ein Klatscher nähert sich Sucherin Ginny, sie weicht gekonnt aus und hinter uns wirft Demelza den Quaffel ins Tor.
"Ron, verdammt, jetzt pass doch auf!", brüllt Ginny ihren Bruder an.
Ron läuft dunkelrot an und ich fliege neben ihn.
"Wenn Du willst können wir später Koordination üben."
"Wie das?"
"Ich beschieße Dich mit Klatschern und Du weichst aus."
"Klar, wollte mich schon immer ausgerechnet von Dir beschießen lassen..."
Ich vollführen einen Rückwärtssalto und bleibe lächelnd vor Ron in der Luft stehen, doch er scheint nicht so recht von meinen Flugkünsten überzeugt.
"Nich mal hier hat man seine Ruhe..."
Folge seinem Blick und entdecke eine schwarzen Gestalt auf der Tribüne der Slytherins.
Steure auf sie zu und sehe, wie Draco erbost aufspringt und gefolgt von King und Kong ins Schloss stürmt.
Mache direkt vor Snape eine gewagte Vollbremsung, diese Pansykuh ist vor Schreck von der Bank gefallen.
Er hat nicht mal mit der Wimper gezuckt. Jeder, der mich und meine Fähigkeiten in der Feimotorik kennt, wäre zumindest ein kleines bißchen ängstlich geworden...
"Was ist, ich dachte Harry muss bei Dir nachsitzen."
Er sieht kurz zu Pansy, deren dümmliches Gekicher sofort verstummt.
"Miss Parkinson, wenn Sie denken, es sich erlauben zu können, hier herumzusitzen und diese Farce zu beobachten, statt ihren Hausarbeiten mehr Aufmerksamkeit als sonst zukommen zu lassen, sind Sie naiver, als ich erwartet hätte."
Sie steht auf und verlässt mit gesenktem Kopf die Tribüne.
"Du hättest sie auch einfach weg schicken können..."
Hüpfe von meinem Besen neben ihn auf die Holzbretter und bleibe mit meinem Fuß zwischen zwei stecken.
Er beugt sich runter und zieht an meinem Bein, ich muss mich an ihm festhalten, damit ich nicht umfalle.
Spüre die Blicke der gesamten Mannschaft in meinem Rücken.
Als er es geschafft hat mich zu befreien drücke ich ihm einem feuchten Kuss auf den Mund und setze mich neben ihn.
Er sieht kurz zu den Gryffindors, die schnell in eine andere Richtung sehen und ihr Training wieder aufnehmen.
"Mach das nicht nochmal."
Ich lege meine Hand auf seinen Oberschenkel, er legt seine Hand sofort darauf und schiebt sie ein wenig Richtung Knie.
"Was gibt´s nun?"
"Wir werden Montag versuchen, Greyback zu beobachten. Im Wald. "
Ich rechne kurz nach.
"Bist Du verrückt? Weißt Du nicht, dass wir Montag Vollmond haben?!"
Sein Blick lässt ihn tatsächlich ein bißchen irre aussehen.
"Deiner Aufmerksamkeit ist es bestimmt nicht entgangen, dass ich hier der zuständige Tränkebrauer bin."
"Äh, nein, das hab ich tatsächlich bemerkt."
"Dann dürftest Du auch wissen, dass ich des öfteren in den Wald gehe, um verschiedene Zutaten zu sammeln."
"Ja, ich kann es mir lebhaft vorstellen."
"Dann dürftest Du auch zumindest eine Ahnung davon haben, dass gewisse Erntezeiten an Mondphasen gebunden sind."
Langsam wird mir langweilig.
"Ja, habe eine kleine Ahnung."
"Dann wirst zu mir verzeihen, dass ich Deine Frage bezüglich meiner Kenntnis des Monstandes nicht beantworten werde."
"Hättest auch einfach sagen können: Doch, liebste Tonks, ich weiß, dass wir dann Vollmond haben."
Grinse ihn frech an, doch er steht einfach nur auf.
Stelle mich neben ihn und will ihm noch einen Abschiedskuss geben, doch seine Finger bohren sich tief in mein Trikot.
"Ich. Sagte. Mach. Das. Nicht. Nochmal." Er rauscht die Treppe runter und ich reibe verärgert meine Arme.
Springe wieder auf meinen Besen und sehe gerade noch, wie Ron etwas zu Ginny sagt, die daraufhin ihren Kopf schüttelt und mich böse ansieht.
Hab ich was nicht mitgekriegt?
"Ich dachte, Du wärst einigermaßen emanzipiert!"
"Ja, und weiter?", frage ich sie skeptisch.
"Wieso lässt Du Dir von ihm weh tun?"
"Was? Ach das. Ich hab ihn geärgert, und er hat mir nicht weh getan, er hat nur..."
Sie fliegt neben mich und reißt meinen Ärmel hoch. Man sieht deutlich die Abdrücke seiner Finger auf meiner Haut.
"Tonks, wach auf! Du weißt genau wie ich, wie wir alle, dass er nicht ganz dicht ist-"
"Ach, weiß ich das", unterbreche ich sie verärgert.
"Ja klar, nach all dem, was Du-weißt-schon-wer mit ihm gemacht hat, muss er ja schließlich einen Dachschaden bekommen, kein normaler Mensch hält das einfach so aus."
"Wie Du und ich und alle wissen, hält er das nicht einfach so aus, es macht ihm ja schließlich keinen Spaß sich verbrennen, zerhacken und vergiften zu lassen."
Sie weicht meinem Blick aus.
"Trotzdem Tonks, weißt Du Dad hat ein paar Sachbücher zu Hause, Muggelbücher über Pychogelaber, da steht drin, dass Opfer von Gewalttaten oft selbst dazu neigen, gewalttätig zu werden, obwohl sie es ja eigentlich besser wissen müssten."
"Wow, Ginny, ich bin beeindruckt."
Ron fliegt neben uns.
"Wenn er Dich verletzt, oder Dir Dein Herz bricht, oder Dich zu ...Dingen... zwingt, dann..."
"Ron, hör auf, wenn Du noch roter wirst, fängt Dein Haar an zu dampfen. Im Ernst Leute. Ihr kennt ihn einfach nicht so gut, wie ich. Er ist wirklich nicht immer so, wie im Unterricht. Glaubt ihr, ich bin masochistisch veranlagt?"
"Naja, vermutet..."
"Ginny! Woher willst Du wissen, was maso..."
"Oh Ron, bitte, ich bin nicht von vorgestern."
Die Glocke läutet zum Mittagessen und wir gehen unsere Quidditchsachen ausziehen. Ich weiß natürlich, dass Ginny das gemeinsame Duschen dazu benutz, mich auf Misshandlungen zu untersuchen und lass meine Haut so durchsichtig werden, dass man die Blutgefäße sehen kann.
"Uärgh, Tonks, also echt."
Sie fühlt sich ertappt und ich wuschel ihr lachend ihre roten Haare.
"Ich weiß Deine Sorge zu schätzen, aber es ist wirklich in Ordnung. Mach Dir keinen Kopp wegen mir."
***
"So, ein letztes Mal durchzählen, haben auch alle Geld und warme Jacken dabei?", frage ich kichernd in die Runde.
"Schon gut, schon gut. und los!"
Hogsmeadeausflug auf einen Nachmittag alle zwei Wochen beschränkt. Alle sind wahnsinnig übermotiviert, wollen alles zur gleichen Zeit erledigen und sind nicht wirklich begeistert, dass ich als Anstandsdame hinterher rennen darf.
"Tonks, kann ich Dich mal was fragen?"
"Klar Harry, nur zu."
Er bremst mich ein bißchen ab, so dass zwischen uns und den anderen ein größerer Abstand entsteht.
"Du kennst Dich doch mit dem Dunklen Mal aus, oder? Jetzt wo Du es sozusagen dauernd siehst..."
"Harry, glaubst Du, Snape und ich rennen den ganzen Tag nackt rum?"
Er sieht verlegen zu Boden.
"Was willst Du denn wissen?"
"Hoffe, Du hälst mich nicht auch für paranoid. Malfoy trägt es, da bin ich mir zu neunundneunzig Prozent sicher."
"Wie kommst Du darauf?"
Anscheinend froh, dass ich ihn nicht sofort für verrückt halte, entspannt er sich etwas und berichtet etwas ausführlicher.
"Er hat offensichtlich Schmerzen an seinem linken Arm, gestern hat Goyle ihn angerempelt und er hat ihn mordsmäßig angebrüllt. Das hat er noch nie gemacht, selbst wenn der was total dummes gemacht hat. Und er trägt nur noch lange, dunkle Kleidung. Früher ist er oft mit seinen superteuren, weißen Seidenhemden mit dem Malfoywappen rumgerannt, aber seit diesem Jahr, hat er dauernd seinen Schulumhang drüber. Und er scheint sich nicht mehr um seine Hausarbeiten zu kümmern, McGonagall hat ihn in Verwandlung schon zweimal Punkte abgezogen, weil er nichts abgegeben hat."
"Du glaubst, er heckt was aus."
"ich glaube, Voldemort hat ihm einen Auftrag gegeben, und jetzt ist er sich zu wichtig für andere Sachen wie Schule und Quidditch. Er hat schon drei Trainings verpasst und bei den Spielen war er auch krank gemeldet. Außerdem verschwindet er von der Karte, und die zeigt normalerweise jeden, egal wo es ist.
Ich denke, er hat den Platz seines Vaters eingenommen."
Muss an Narzissas Besuch bei Snape denken und daran, das Malfoy senior noch im Knast sitzt...
"Hm, ich werde Sn...Severus auf jeden Fall fragen, beobachte auf jeden Fall die Karte weiter, er muss ja irgendwo sein."
"Okay. Danke Tonks. Hör mal, tut mir leid, dass ich...das wir Dir aus dem Weg gegangen sind. Weißt Du, es ist wirklich komisch, mit Dir über Snape zu reden, man weiß nicht, ob Du..."
"Ob ich sofort zu ihm hinrenne und mich an seiner Schulter ausheule, wie gemein die kleinen Jungs zu mir sind?"
Er lächelt.
"Ja, genau. Ginny denkt, er verprügelt Dich bestimmt und Ron will eigentlich gar nichts davon hören. Er sagt dauernd, aber sie ist doch so gut, zu gut für ihn... Er mag Dich wirklich."
"Kannst ihm ausrichten, dass Charlie sich schon die Zähne an mir ausgebissen hat, ich kann mit Möchtegern -großen Brüdern gut umgehen."
"Wie war er so, als Schüler?"
"Er war der totale Draufgänger, wenn das was er getan hat keine Spuren hinterlassen hat, hat´s ihm keinen Spaß gemacht. Schätze, Hagrids Kröter würden ihm gefallen, so als kleine Übung zwischendurch. Er hat einige Zeit bei Poppy verbracht, weil er in den Quidditchspielen immer seinen Hals riskiert hat. Hab ihn einmal mit nem Klatscher voll erwischt, er ist mindestens drei Minuten k.o. gewesen."
Muss mädchenhaft Kichern.
"Als Entschädigung musste ich mit ihm ausgehen, wir haben aber schnell gemerkt, dass wir gute Kumpels sind, und nicht mehr."
"Ja, ist echt schwierig, wenn aus zwangloser Freundschaft mehr zu werden scheint."
Sehe ihn überrascht an.
"Du redest von Ron und Hermine."
"Hm? Oh, ja genau. Ron..."
Das war nicht gerade überzeugend. Denkt, kein Mensch merkt, wie er Ginny ansieht.. Hi hi, Jungs.
Ron und Hermine haben offenbar Harrys Abwesenheit bemerkt und warten auf uns.
"Da bist Du ja, wir dachten schon....meine Fresse!"
Ron greift sich ans Herz und stolpert rückwärts in den Schnee.
Ich wirble herum und berühre mit der Nase einen schwarzen Reiseumhang.
"Dieses lautlose Apparieren ist echt gruselig", sage ich und helfe Ron aufzustehen.
Snape rauscht an der verdutzten Schülerschar vorbei und befiehlt allen, ihm zu folgen.
Wir betreten "Die drei Besen" und Snape fuchtelt mit seinem Zauberstab herum. Alle Fensterläden verschließen sich und Madam Rosmerta kommt wütend hinter ihrer Theke hervor.
"Professor Snape, immer wieder eine Freude Sie zu sehen. Darf ich erfahren, was Sie damit bezwecken?"
"Es wurden mehrere Anhänger des Dunklen Lords gesichtet."
Einige Schüler Keuchen entsetzt auf.
"Und?", fragt Draco frech und setzt sich gelangweilt auf einen Barhocker.
Harry sieht mich mit einem Siehst-Du?-Blick an.
Draco zieht ein bißchen seinen Kopf ein, als Snape auf ihn zugeht, doch er läuft an ihm vorbei und späht aus dem Fenster.
"Oh heilige Helga Hufflepuff! Ist das Greyback?" ruft einer der Gäste und verschwindet im Männerklo.
"Alle bleiben, wo sie sind!", sagt Snape drohend und öffnet die Tür.
Er zieht mich am Umhang hinter sich her und flüstert mir etwas zu.
Wir entfernen uns exakt vier Schritte vom Wirtshaus und ich spreche gleichzeitig mit ihm seinen Zauber.
"Argentum circulum habitare!"
Aus unseren Zauberstäben bricht eine Schnur aus Silber und legt sich um das Haus. Als die Enden aufeinander treffen vibrieren unsere Stäbe kurz und ich stelle mich direkt neben Snape.
Ein schweres Schnaufen nähert sich, ich sehe, wie sich um uns herum sämtliche Passanten in ihre Häuser verziehen und jeder seine Fenster verbarrikadiert.
Etwas weiter entfernt huscht eine große Gestalt zwischen zwei Häusern hindurch. Ich will mich herumdrehen, doch Snape legt seinen Arm um meine Schulter.
"Nicht bewegen, sonst löst sich der Kreis."
Das Schnaufen wird lauter und ich suche die Gegend ab, doch der Schnee fällt jetzt dichter, man kann kaum das nächste Haus erkennen.
Plötzlich ist es still. Sehr still. Zu still.
Ich drehe meinen Kopf, um durch einen Schlitz im Fensterladen nach den anderen zu sehen.
Im Augenwinkel sehe ich etwas Graues herunterfallen und zucke erschrocken zurück.
Snape hält mich fest umklammert, ich schaffe es gerade noch so, den Zauber aufrecht zu erhalten.
Fenir Greyback.
Er ist vom Dach des gegenüberliegenden Hauses gesprungen.
Er nickt Snape grüßend zu und heftet seine blutunterlaufenen, eisblauen Augen auf mich. ( w w w . potters - wel t . n e t / film6/ potter - 6 - 3 0 . j p g ohne leerzeichen gg )
Er beugt sich runter, er ist ein ganzes Stück größer als Snape und sieht irgendwie aus, als wäre seine Kleidung eingelaufen und als würde ihn das dazu zwingen, gekrümmt zu stehen.
Er schnüffelt an mir.
Der Verwesungsgestank aus seinem Mund- Maul- was auch immer treibt mir Tränen in die Augen, ich bemühe mich, nicht zurückzuweichen, er beugt sich weiter schnüffelnd weiter runter.
Schlage verärgert meinen Umhang vor seine Nase zu.
"Ich dachte Du fickst sie", wendet er sich nun wieder voll aufgerichtet an Snape.
Mein Herz beschleunigt sich.
"Sie riecht nicht nach Dir."
"Woher weißt Du wie sein Schwanz riecht?", frage ich mutiger als ich mich fühle.
Greyback faucht und geht einen Schritt auf mich zu.
Snape streckt seinen rechten Arm aus und der mehr Wolf als Mann weicht vor dem Silber zurück.
"Was willst Du?"
Er packt Snape mit seinen deformierten Händen an der Kehle und spuckt ihm ein bißchen ins Gesicht, während er ihn anbrüllt.
"Dein Trank taugt nichts, er verursacht Schmerzen!"
"Dann hast Du ihn falsch verabreicht", antwortet Snape sehr leise, nimmt langsam seinen Arm von meinen Schultern und umschließt Greybacks Handgelenk.
Hinter dem Haus heult jemand auf, anscheinend hat jemand versucht, das Silber zu durchbrechen.
Er pflückt Greybacks Finger von seinem Hals und stößt ihn nach hinten.
"Du musst ihn vor dem Trinken auf zehn Grad Minus abkühlen, wie ich Dir bereits erklärt habe."
Zehn? Ich dachte 17,4...
Die Schäden wären sonst verheerend...
Greyback schnaubt, stößt ein eigenartiges Grollen aus und neben ihm tauchen ein paar andere Werwölfe auf.
Vollmond ist erst in zwei Tagen, doch offenbar verlieren Werwölfe, die die meiste Zeit unter ihresgleichen verbringen mit der Zeit ihre Menschlichkeit. Sie sehen zwar noch nicht so wölfisch aus wie ihr Anführer, ihr wilder Blick ähnelt aber eher dem tollwütiger Hunde als kranken Zauberern.
Suche automatisch nach Remus.
"Oh, Dein Freund ist nicht hier, er weigert sich noch, sich uns anzuschließen. Noch."
Er winkt und sie ziehen sich zurück.
Snape geht einmal um mich herum und verknotet so unsere Silberschnur. Dann legt er sie auf den Boden und wir gehen wieder rein ins Wirtshaus.
Totenstille.
Harry und Ron lassen schnell ein paar Langziehohren in der Tasche verschwinden.
"Schick den Wildhüter her", flüstert Snape mir zu.
"Expecto Patronum!"
Mein Patronus rennt sofort los und durchbricht die Wand.
Rennt?
Sehe Snape verwirrt an.
"Was war das? Dachte Dein Patronus ist ein Krake?", fragt Harry.
"Ein Octopus, Harry kein Krake", korrigiert Hermine ihn augenrollend.
"Ich weiß auch nicht, was los ist."
"Wie ich bereits sagte, Deine Gefühle schwächen Dich", flüstert Snape mir zu und sieht wieder aus dem Fenster.
Super, mein Patronus ist ein Hund geworden. Dachte, das Thema, ich-bin-Schuld-an-Sirius-Tod ist abgehakt.
"Es war ein Wolf, Nymphadora."
Jetzt muss ich schlucken. Hervorragend.
Nach kurzer Zeit hören wir Hagrids schwere Schritte und er öffnet die Tür. Sein Haar ist voller Schnee und er trägt eine riesige Armbrust.
Die Pfeile haben alle Silberspitzen.
Hagrid führt unsere Reisegruppe an, immer wieder seine Waffe hin und her schwenkend.
Ich laufe ungefähr in der Mitte und Snape bildet die Nachhut.
Ist mir eigentlich nicht recht, Madam Rosmerta so schutzlos zu lassen, Snape hat zwar die Silberschnur liegen lassen, aber der Zauber wird natürlich schwächer mit der Zeit.
Ihr Blick war ganz glasig vor Angst, als wir gegangen sind.
***
"Katie? KATIE!!!! Hilfe, Oh Gott, KATIEEE!"
Renne nach vorne zu einer kleinen Gruppe, die sich um eine schreiende Schülerin gebildet hat. Direkt darüber schwebt Katie Bell in seltsamer Position und steigt immer höher.
Snape kommt angerannt und richtet seinen Zauberstab auf sie.
"Was hat sie angefasst? WAS?", brüllt er Leanne an, die heftig weinend auf dem Boden kauert.
Sie deutet auf ein wunderschönes Opalhalsband im Schnee und ich sehe kurz zu Snape.
Er scheint leicht beunruhigt.
"Bring die Kinder hier weg!", sagt er zu Hagrid, der daraufhin die Schüler die restlichen Meter zum Schloss begleitet.
Das Trio versucht Leanne zu beruhigen und Snape sieht nun konzentriert zu Katie.
Sie sinkt langsam von seinem Zauber gehalten zu Boden. Und schreit.
Sie schreit, als würde ihr Körper in Flammen stehen, ihr Köper verbiegt sich in absurde Positionen und sie schreit und schreit und schreit.
"Was machen Sie mit ihr?", brüllt Harry Snape an, der wütend seinen Ärmel zurückschiebt.
Ich blicke mich automatisch nach Zeugen um, gut, dass der Schnee so dicht fällt.
"Zurück!" zischt er Harry an und alle weichen etwas vor ihm und Katie zurück.
Er reißt Katies Jacke und Pullover vorne auseinander und ich habe ernsthafte Schwierigkeiten, Harry und Ron davon abzuhalten, Snape zu überwältigen.
Er setzt sich mit seinen Knien rechts und links neben ihrer Hüfte auf Katie drauf und legt seine linke Hand zwischen ihre Brüste.
Mit seinem Zauberstab umkreist er seinen Kopf und murmelt einen sehr alt klingenden Zauberspruch.
Sein Mal leuchtet grellgrün auf und Katies Schreie verstummen. Ihr Köper erschlafft, sie hat das Bewusstsein verloren.
Snape fährt damit fort, seinen Stab über dem Kopf zu kreisen und wir sehen verblüfft zu, wie grüner Dampf aus Katies Körper in das Mal strömt. Der Schlund des Totenkopfes scheint ihn gierig zu schlucken. Endlich nimmt er seine Hand weg von ihr und repariert ihre Kleidung.
Er nimmt Katie auf seine Arme und ich wickle das Halsband in meinen Schal.
Er bleibt kurz vor Harry stehen, der mit Ron zusammen Leanne stützt.
"Ich habe besseres zu tun, als mich an kleinen Mädchen zu vergreifen Potter, kapieren Sie es endlich!"
Und er rauscht mit ihr davon.
Harry sieht mich verlegen an, ich zucke mit den Schultern.
Oben angekommen erfahren wir, dass Katie schon ins Mungos gebracht worden ist.
Snape packt mich am Arm und rauscht mit mir und dem verfluchten Halsband hinunter in den Kerker.
"Du wirst ab sofort bei mir schlafen", sagt er, kaum in seinem Wohnzimmer angekommen.
"Was wieso?"
"Es scheint erforderlich, dass man mich an Dir riechen kann."
"Oh, stimmt."
Na das kann ja heiter werden.
*gg* istina
