vielen Dank für eure Reviews. Da können wir ja gar nicht anders, als gleich weiter zu tippen. :) Ob die zwei wirklich ein Paar werden ... ich weiß es nicht. Würde sich Lucius wirklich von etwas trennen das ihm gehört und das er immer mehr zu schätzen lernt? Auf eure Meinungen gespannte Grüße, - Morti und Mazi
Kapitel 26
Das Licht des nächsten Morgens fand die beiden Jungen dann dicht aneinander gekuschelt, wobei jeder einen Arm um den anderen gelegt hatte, sodass nicht klar zu sehen war, wer nun wen im Arm hielt.
Severus' Gesicht war weich und ein seltenes Lächeln umspielte seine Lippen.
Lucius' erster Gedanke beim Erwachen war, dass er sich schon lange nicht mehr so beschützt gefühlt hatte wie in eben diesem Moment. Langsam und blinzelnd öffneten sich seine graublauen Augen und ein unwillkürliches Lächeln bildete sich auf seinem Gesicht, als er Severus' Gesicht so dicht an seinem eigenen fand, dass er diesen fast schon atmen zu spüren glaubte.
Es dauerte noch einen Moment, bis auch Severus langsam aufwachte. Blinzelnd sah er sich um und erstarrte dann, als er spürte, wie dicht er an jemand anderem lag. Unsicher sah er in Lucius' Augen und nahm vorsichtig und lächerlicherweise möglichst unauffällig seinen Arm von dem anderen Körper. "Es... Es tut mir leid.", murmelte er leise, rührte sich aber sonst nicht weiter.
Im ersten Moment überrascht, sich dann jedoch seltsamerweise gekränkt fühlend, verschwand das ihn bis dahin eingenommene Wohlbefinden langsam, ohne dass Lucius etwas dagegen hätte tun können.
Er wollte etwas sagen, doch fand er keine Worte, die nicht ohne die Enttäuschung, die plötzlich in ihm aufflammte, einhergegangen wären. So sagte er nichts, zog ebenfalls seinen Arm zurück und schlug zugleich die Bettdecke beiseite, um sich zu erheben, verzog jedoch im selben Moment sein Gesicht, als ihn ein stechender Schmerz vom Rücken in die linke Schulter fuhr und sich seine Muskeln unangenehm zusammenzogen.
Langsam setzte sich auch Severus auf, den leichten Schmerz in seiner linken Schulter ignorierend. Die erneute Entschuldigung, dass er seinen Meister in so intimer Art und Weise berührt hatte, verschwand sofort aus seinem Geist, als er sah, wie sich Lucius' Gesicht vor Schmerz verzog. "Ein heißes Bad und eine Massage bringen das wieder in Ordnung...", meinte er leise.
„Mag sein…, vielleicht frage ich Louis nachher nach einer Massage.", murmelte Lucius in, wie er hoffte, unbestimmtem Tonfall, dabei rutschte er zum Bettrand.
Severus' Gesichtsausdruck wechselte von besorgt-mitfühlend zu ausdruckslos, während er den Blick abwandte. "Wie Ihr meint, Meister. Darf ich mich dann zurückziehen?", fragte er ruhig und ohne wirkliche Emotion in der Stimme. Offensichtlich war er mit der Berührung während der Nacht noch weit mehr zu weit gegangen, als er befürchtet hatte, sodass Lucius sich nun überhaupt nicht mehr berühren lassen wollte.
„Wenn du das willst, bitte…", Lucius erhob sich nun endgültig aus dem Bett und wandte sich in Richtung Bad, wo er erst einmal heißes Wasser in die große runde, im Boden eingelassene Wanne einließ, in welcher locker zwei bis drei Personen ihren Platz fänden.
Wortlos rutschte auch der Schwarzhaarige aus dem Bett und verließ das nun leere Schlafzimmer, um in sein eigenes zu gehen und sich anzukleiden. Abwesend massierte er sich dabei die schmerzende Schulter.
Nachdem Lucius kurz gebadet hatte, länger hielt er es einfach nicht in dem heißen Wasser aus, kleidete er sich nach einem kurzen Trockenzauber an, wobei er sich heute zu seinen Augen passend in grau und blau kleidete.
Seine Gedanken hingen jedoch weiter bei Severus, der tatsächlich gegangen war. Der sich, kaum dass er erwacht war, hastig von ihm zurückgezogen hatte und dem es offenbar schon zuwider war, ihn auch nur kurz zu berühren.
Mit jedem weiteren Gedanken verfinsterte sich Lucius' Gemüt immer weiter und während er in Richtung des Speisezimmers schritt, überlegte er, woran dies wohl liegen mochte. Als es ihm dann einfiel, wäre Lucius am liebsten wieder umgedreht, doch hatte er den Raum bereits betreten und es war nicht nur Louis, den er bereits dort vorfand, sondern auch Severus, den er jedoch nur mit einem einzigen kurzen Blick streifte.
Bei diesem Blick senkte Severus, der wie immer beim Erscheinen seines Meisters aufgestanden war, schuldbewusst den Kopf und wartete ab, dass Lucius sich setzte, um ebenfalls wieder Platz zu nehmen.
Louis betrachtete die beiden nachdenklich, sagte aber nichts zu dem Verhalten. "Guten Morgen, Lucius.", begrüßte er den Blonden.„Morgen…", murmelte Lucius einsilbig und setzte sich schließlich an den Frühstückstisch. Doch irgendwie war ihm jedweder Appetit vergangen.
Geschlagene fünf Minuten beobachtete Louis die beiden. Lucius saß einfach nur da und hielt sich an einer Tasse Tee fest, wobei er nicht so wirkte, als ob er jeden Moment zu essen beginnen wollte. Severus auf der anderen Seite saß mit noch immer gesenktem Kopf da, sodass sein Gesicht hinter seinen langen Haaren verborgen war, und rührte sich überhaupt nicht mehr. "Darüber reden hilft meistens...", murmelte er nur.
Die Teetasse abrupt wieder zurück auf den kleinen Unterteller stellend funkelte Lucius den Heiler kurz an: „Ich wüsste nicht, dass es da noch etwas zu reden gäbe."
Im selben Moment wünschte sich Lucius lieber den Mund gehalten zu haben. Er hatte nicht derart… verletzt klingen wollen.
Bei dieser Antwort sah Severus, nachdem er heftig zusammen gefahren war, unsicher auf. "Es.. es tut mir wirklich leid, ich... ich wollte Euch nicht einfach berühren.. ich.. ich weiß, dass ich kein Recht dazu habe." Seine Stimme war leise und zitterte leicht und wirkte ebenfalls traurig, auch wenn man genau hinhören musste.
„Oh ich verstehe schon, beschädigte Ware.", schnappte Lucius, der gar nicht richtig hingehört hatte, bis auf das, dass Severus ihn ganz offensichtlich abstoßend fand, jetzt wo… wo… Abrupt aufstehend hätte Lucius beinahe den Stuhl auf dem er gesessen hatte umgeworfen. „Ihr entschuldigt, ich muss noch packen."
Entsetzen malte sich auf Severus' Gesicht ab, als er Lucius weiter anstarrte. "Das... nein... ich würde nie... ich bin doch viel eher...", stammelte er herum, ehe er verstummte und einfach auf seinen Teller sah.
Louis saß vorerst ruhig da und wartete ab. Er würde sich nicht einmischen, wenn sie wirklich versuchten, das Missverständnis zu regeln.
„Du würdest nie was!", zischte Lucius fast schon, der sich im Moment für das Gefühlschaos in seinem Inneren verwünschte, verhinderte es doch, dass er klar zu denken vermochte, „…mich abstoßend finden? Vor mir zurückweichen, als hätte ich eine Art Krankheit, bei der man sich bei Berührung ansteckt?"
Severus zuckte wie unter einem Schlag zusammen und kauerte nun regelrecht auf seinem Stuhl. Er wusste nicht, was er antworten sollte, ohne dass Lucius ihm jedes Wort wieder im Mund herum drehte. Endlich hob er den Kopf. "Ich finde Euch nicht abstoßend und... ich denke auch nicht, dass Ihr beschädigt oder ansteckend krank seid.", sagte er schließlich und wartete darauf, dass er wieder angeschrieen oder gar bestraft werden würde. Lucius' Lippen pressten sich zu einem schmalen Strich zusammen, ehe er schließlich mühsam beherrscht hervorpresste: „Deine Handlungen heute früh sprachen da etwas ganz anderes. Du konntest ja gar nicht schnell genug deine Hände von mir nehmen! Aber keine Sorge, ich verstehe schon."
"Aber.. ich.. ich hab kein Recht, Euch.. so zu berühren. Ich.. dachte, Ihr bestraft mich, Meister.", erwiderte Severus leise und schluckte schwer.
Nun mischte Louis sich doch ein. "Wie es scheint, habt ihr hier ein ziemliches Missverständnis produziert.", meinte er dazu und sah von einem zum Anderen.
Kurz zu dem Heiler blickend, schüttelte Lucius seinen Kopf, ehe er wieder Severus fixierte: „Bestrafen wofür? Dass ich mich das erste mal wieder sicher gefühlt habe beim Erwachen? Dass ich die erste Nacht ohne Albträume verbracht habe? Das ich es einfach nur… nur schön fand aufzuwachen und dein lächelndes Gesicht zu sehen?"
Die Hände in die Hüften gestemmt stand Lucius da und seine Stimme war bitter, als er fortfuhr: „Glaubst du nicht, ich hätte etwas gesagt, wenn ich deine Nähe nicht gewollt hätte? Und wage es nicht noch einmal, dich zu entschuldigen, denn es gibt nichts, wofür du das müsstest!"
"Ja, Meister." Severus versteckte sein Gesicht hinter seinen Händen und erwiderte sonst nichts mehr. "Immer mach ich alles kaputt.", wisperte er mehr zu sich.
Louis stand auf und trat an Lucius heran. "Er wacht auf, ist noch völlig verschlafen und sieht seinen Meister dicht bei sich, den er berührt.. und wer weiß, wie oft ihm eingeprügelt worden ist, dass genau das falsch ist. Es wird immer Situationen geben, in denen Severus instinktiv reagiert, wie er es gelernt hat, ohne dass er die Chance hat darüber nachzudenken."„Dann sollte er umlernen mehr auf die Situation und seine eigenen Gefühle zu hören, als auf das, was vergangen war.", schnaubte Lucius, beruhigte sich aber langsam wieder und er mochte dieses neue Gefühl, das sich in ihm einschlich ganz und gar nicht. Irgendwie schaffte es der Schwarzhaarige immer wieder, in ihm so etwas wie Schuld zu erwecken.
"Könntest du denn alles, was du bisher über Benehmen und Anstand gelernt hast, vergessen und jemand völlig anderes werden?", fragte Louis zurück und verschränkte die Arme vor der Brust.
Severus stand nun auf und trat an Lucius heran. Vorsichtig legte er eine Hand auf dessen Arm. "Ich.. ich werde lernen, mich genau so zu verhalten, wie Ihr es wünscht, Meister.", erklärte er gefasst und hob den Kopf, um in die grauen Augen zu schauen.
„Dann fang damit an zu lernen, mehr das zu tun, was du willst, und nicht nur nach dem zu handeln, was du fürchtest.", seufzte Lucius, während er den Blick aus den dunklen Augen des Sklaven erwiderte und sich unter der Berührung langsam wieder entspannte. Zumindest soweit, wie es seine immer noch und auch durch das Bad nicht wirklich besser gewordene Verspannung zuließ.
„Ich werde es.", nickte Severus, auch wenn er die Angst vor einer Strafe vermutlich nie wieder ablegen konnte. Dafür war er in seinem Leben schon zu oft, zu hart bestraft worden. Er nahm sich vor, erneut eine Massage anzubieten, da er Lucius helfen wollte.
Louis seufzte nur erleichtert. „Können wir jetzt frühstücken?", fragte er, während er sich wieder hinsetzte.
„Natürlich ..", antwortete Lucius erleichtert darüber, sich wieder etwas anderem widmen zu können. Er wandte sich um und setzte sich wieder auf den Stuhl, nachdem er ihn wieder zurechtgerückt hatte.
Als auch Severus sich wieder gesetzt hatte, begannen sie endlich, das Frühstück zu genießen, auch wenn es still verlief. Hin und wieder sah Louis zu dem Blonden, um zu sehen, was dieser aß.
Sich ein Marmeladenbrot schmierend, aß Lucius die Hälfte davon, ehe er nur noch an seinem nun langsam erkaltenden Tee nippte.
Doch auch mit einem halben Brötchen war Louis schon zufrieden. Denn immerhin war es überhaupt etwas. „Wie geht es dir sonst? Hast du Schmerzen?", fragte er dann nach, da er immerhin am Abend deutlich in seinen Diagnosen gesehen hatte, wie überdehnt Lucius' Anus gewesen war.
Seine Finger fester um die Porzellantasse herum schließend, nahm Lucius erst einen weiteren kleinen Schluck, ehe er schließlich antwortete: „Ich werde nachher wohl doch die Salbe benutzen, die du mir gestern gabst." Dass er diese einfach vergessen hatte, sagte er jedoch nicht. Gestern war er einfach viel zu erschöpft gewesen und heute früh, nun da hatte er anderes im Sinn gehabt und die Schmerzen in seinem Rücken und Schulterbereich hatten ihn die weiter unten zwar nicht vergessen, aber eher untergehen lassen.
"Gut.. sie wird kühlen und den Schmerz lindern.", nickte Louis, während er seinen Tee austrank. "Wenn ihr mich nicht mehr braucht, werde ich mich zurückziehen und weiter arbeiten."
Severus sah erstaunt auf, nickte dann jedoch nur. Er war es noch immer nicht wirklich gewöhnt, dass ihn jemand nach seiner Meinung fragte.
Auch Lucius nickte, hielt den Heiler dann jedoch noch mit einer kurzen Frage auf: „Was sind deine Pläne für die nächsten drei Monate?" Immerhin würde Louis, abgesehen von den Hauselfen, allein im Manor sein.
Das Gesicht des Heilers nahm einen etwas härteren Ausdruck an, der eher selten bei ihm war. "Ich werde versuchen, meine Aufzeichnungen zu rekonstruieren."
Lucius nickte nur. Er bedauerte nicht getan zu haben, was er hatte tun müssen, um sich der Dienste des Heilers zu versichern. Dennoch sah er ein, dass er Louis da ein wenig entgegenkommen musste: „Gut… wenn du dazu die Bibliothek nutzen möchtest, steht sie dir selbstverständlich uneingeschränkt offen und wenn du etwas erwerben musst, lass mir die Rechnung zukommen."
Louis ging zur Tür, drehte sich dort aber nochmals um. "Wenn du einfach gefragt hättest, ohne zu versuchen, möglichst arrogant dabei zu sein, hätte ich auch so zugesagt, ohne dass meine bisherige Arbeit dabei vernichtet wird." Damit verließ er den Raum.
Severus saß einfach nur still da und wartete ab, was er als nächstes tun sollte. "Das Angebot.. mit der Massage steht noch.", murmelte er schließlich, nachdem er sich überwunden hatte.
Dem Heiler noch einen Moment nachblickend, hatte sich Lucius' Stirn nur kurz gerunzelt. Sicher wusste er, dass dieser mit seinen Worten nicht vollkommen im Unrecht war, aber… man musste es ihm ja nicht derart deutlich ins Gesicht sagen. Lucius hatte für seinen Geschmack gerade in den letzten Tagen mehr als genug seines Stolzes - und anderer Dinge - herunterschlucken müssen, einfach um am Leben zu bleiben.
Erst Severus' Worte ließen ihn seine Gedanken wieder ins Hier und Jetzt zurückkehren: „Ich sollte es wohl annehmen und wenn ich wüsste, wo ich die Salbe gelassen habe, wohl auch diese benutzen."
Sofort stand Severus auf. "Sie lag, glaube ich, auf dem Nachtschrank.", beantwortete er die implizite Frage und wartete, ob sein Meister sofort gehen wollte.
Auch Lucius erhob sich, nachdem er noch den restlichen Tee aus der Tasse getrunken hatte, und gemeinsam mit dem Schwarzhaarigen ging er wieder zurück in seine Räumlichkeiten. Tatsächlich fand er die Salbe auf dem Nachtschränkchen wieder und nach kurzem Zögern griff er schließlich nach ihr und verschwand im Bad, wo er sich zu entkleiden begann.
Severus hätte angeboten, die Salbe aufzutragen, doch konnte er sich sehr gut vorstellen, dass Lucius sich lieber nicht von einem anderen gerade 'dort' berühren lassen wollte. Deswegen wartete er nur neben dem Bett stehend darauf, dass der Ältere wieder zurückkam.
Mit zusammengebissenen Zähnen, die aufsteigen wollenden Tränen zurückkämpfend, da es doch ziemlich schmerzhaft war, sich derart zu verrenken, stieß Lucius scharf den Atem aus, ehe er einen erneuten Versuch unternahm, die Salbe an die Stelle zu bringen, wo sie auch ihre Wirkung entfalten konnte.
Langsam ging Severus zur Tür, als auch nach einigen Minuten noch nichts von Lucius zu sehen war. "Meister? Ich... Soll ich helfen?", fragte er ruhig.
Lucius' erste Reaktion war ein scharfes: „Nein!", doch dann lehnte er sich gegen das Waschbecken und flüsterte fast schon, „…ja." Es brachte ihm nichts, sich weiter zu quälen. Besonders nicht, da er morgen wieder fit sein musste, stand doch ihre Rückkehr nach Hogwarts an.
Vorsichtig öffnete sich die Tür und Severus sah herein. "Auf dem.. dem Bett. Oder lieber hier?", fragte er weiter.
„Hier…", antwortete Lucius so knapp wie möglich, dem Schwarzhaarigen das kleine Salbendöschen reichend.
Sofort trat Severus ein und nahm die Dose entgegen. Nachdem er kurz am Inhalt gerochen hatte, kniete er sich auf den Boden und sah zu Lucius auf. "Sobald Ihr bereit seid, Meister.", erklärte er ruhig. Er konnte sich vorstellen, wie Lucius sich fühlte und überließ es somit ihm, den ersten Schritt zu machen.
Tief einatmend nickte Lucius abrupt. „Je eher wir anfangen, desto schneller ist es vorüber." Dennoch zögerte er und brauchte noch einen Moment, ehe er sich wieder dem Waschbecken zudrehte und leicht vorbeugte.
Ganz vorsichtig legte Severus nun eine Hand auf die Innenseite des rechten Oberschenkels. "Spreizt die Beine bitte etwas mehr, Meister.", verlangte er ruhig. Ein Teil der verschmierten Salbe, die Lucius bereits selbst versucht hatte, aufzutragen, war schon jetzt zu sehen.
Den Wasserhahn aufdrehend und seine Hände darunter haltend, kam Lucius der Aufforderung nach.
Etwas irritiert sah der Kniende um den anderen herum. Doch dann wandte er sich seiner Aufgabe zu. Wenn Lucius sich so leichter ablenken konnte, umso besser. Einen Finger kurz in die Salbe tauchend, schob Severus die bleichen Pobacken vorsichtig auseinander und betrachtete den noch geröteten Muskel einen Moment, ehe er sanft die Salbe darauf verteilte.
Das heiße Wasser über seine Hände laufen lassend, sich ganz auf das Rauschen und Plätschern konzentrierend, wartete Lucius einfach nur ab, bis es vorüber war. Mehr konnte er ohnehin nicht tun. Als dann die kühlende Wirkung der Salbe einsetzte, seufzte er erleichtert auf. Auch wenn es ihm vorher nicht so schlimm vorgekommen war, merkte er doch erst jetzt, wo der Schmerz zumindest dort etwas nachließ, das es mehr war, als er angenommen hatte.
"Innen auch etwas, Meister?", fragte Severus leise, wohl wissend, dass das noch um einiges schwerer sein dürfte.
Lucius, der sich schon wieder hatte aufrichten wollen, zuckte merklich zusammen: „Das… wird schon so gehen."
„Wenn Ihr meint. Ich wäre auch ganz vorsichtig.", meinte Severus ruhig darauf und wartete ab.
Lucius zögerte und schon allein das sagte ihm, dass er das Angebot annehmen sollte. Doch sich zu überwinden, war etwas ganz Anderes. Nur hatte er es jetzt schon soweit geschafft, wäre es nicht feige, jetzt einfach sprichwörtlich die Pobacken zusammenzukneifen und… nein, Lucius wollte gewiss nicht feige sein. „Also gut…", brachte er widerwillig hervor, die Beine wieder ein wenig weiter spreizend.
Langsam drückte Severus die Pobacken etwas weiter auseinander. Dann tauchte er den kleinen Finger der anderen Hand in die Salbe und drückte ihn vorsichtig gegen den Muskel.
Wieder zuckte Lucius zusammen und verkrampfte sich leicht. Es hatte nicht wirklich wehgetan, nicht so wie… nun es war nichts im Vergleich zu dem vor einer Woche. Aber allein schon das Gefühl, das Wissen, dass dort etwas war, ließ ihn sich nur noch mehr verspannen.
Als sich der Muskel so fest verkrampfte, fing Severus automatisch an leicht Lucius' Hintern zu reiben, damit er sich etwas entspannte. Dabei drehte er den Finger, so gut es ging, herum, um die Salbe gut zu verteilen. Nach kaum einer Minute war es auch schon geschafft und Severus stand hinter dem Blonden auf.
Den Atem ausstoßend, den er unbewusst angehalten hatte, richtete sich auch Lucius wieder auf. Zu schnell, da ihn ein erneutes Stechen in seinem Rückenbereich daran erinnerte, weshalb sie noch hergekommen waren.
Auch wenn er es sich nicht eingestehen wollte, war er bisher noch nie massiert worden. Sein Vater hatte diese Art der Entspannung immer für Muggelkram gehalten und infolge hatte auch Lucius derlei Angebote nie angenommen. Aber gelesen, nun das zumindest hatte er darüber. Daher machte er auch keinerlei Anstalten sich wieder anzukleiden.
So drehte er sich schließlich zu Severus um und fragte: „Was brauchst du zu dieser… Massage?"
Severus zog seinen Zauberstab und beschwor sich eine Flasche Öl herauf. "Massageöl...und Euch auf einem Bett, Meister.", antwortete er, während ein kleines Lächeln um seine Lippen spielte.
Mit einem deutlich misstrauischen Blick das kleine Fläschchen musternd, musste sich Lucius sagen, dass Severus sicher nichts tun würde, was ihm schaden könnte. „Also gut…", murmelte er schließlich, begab sich aus dem Badezimmer und setzte sich auf die Bettkante.
"Legt Euch bitte auf den Bauch, Meister.", wies Severus an, als er Lucius ins Zimmer gefolgt war und dieser sich nur setzte.
Wieder zögerte Lucius, sich im selben Moment für die Unsicherheit verfluchend, die, wie er wusste, deutlich in seinen Augen geschrieben stand. Das war Severus, verdammt. Er würde ihm nichts tun. Nicht einmal, wenn er wollte, könnte er ihm was tun. Geschweige denn das, an was Lucius gerade denken musste. Er wusste er benahm sich närrisch, aber dennoch … es war etwas anderes als heute Morgen, wo sie gemeinsam erwacht waren, jeder in den Armen des anderen liegend. Da hatte er sich wohl, sich sicher gefühlt. Wieso konnte er das nicht auch jetzt?
Als Lucius keine Anstalten machte, sich zu bewegen, kniete Severus sich hinter ihn aufs Bett und schob die langen Harre nach vorn. "Sie werden im Öl hängen, wenn Ihr sitzen bleibt, Meister.", versuchte er es erneut.
Lucius nickte langsam, drehte sich herum und streckte sich schließlich auf seinem Bauch auf dem Bett aus, die Arme unter dem Kopf verschränkt und das Kinn auf ihnen abstützend. Angespannt wartete er darauf, was nun folgen würde.
"Es wäre besser die Arme an die Seiten zu legen. So wie jetzt verkrampfen sich die Schultern nur noch mehr.", murmelte Severus, während er sich neben Lucius kniete und schon etwas Öl in seinen Händen anwärmte.
„Vielleicht später…", murmelte Lucius, der nicht gewillt war, seinen Kopf der Stütze beraubt auf die Matratze zu betten und dann noch seine Arme… nein, er liefert sich so schon genug aus, ohne zu wissen, was als nächstes kam.
Einen Moment senkte Severus den Kopf, machte dann aber wortlos weiter. Langsam und vorerst nur sanft streichelnd verteilte er das Öl auf Lucius' Schultern und begann dann mit der Massage. Dabei konzentrierte er sich zuerst mit beiden Händen auf die linke Schulter.
Scharf den Atem einziehend, war Lucius' erste Reaktion sich von den Händen fortzubewegen, auch wenn es sich zu Anfang doch gar nicht so unangenehm angefühlt hatte.
"Hab... Hab ich Euch weh getan, Meister?", fragte Severus nicht weniger erschrocken und zog seine Hände zurück.
„Ein… wenig.", presste Lucius hervor und zwang sich dazu, sich wieder wie zuvor hinzulegen. Ganz ohne Schmerz würde es bei seinen verkrampften Muskeln wohl nicht gehen. Je eher er sich damit abfand, desto schneller wäre es vorüber.
"Es tut mir leid.", entschuldigte sich der Sklave sofort. Dann begann er erneut mit der Massage, auch wenn er gleich noch einmal so vorsichtig vorging. Doch nochmals sagen, dass Lucius sich anders hinlegen musste, wagte er nicht.
Wieder zogen sich seine Muskeln unangenehm zusammen, wieder spürte er das Verlangen sich fortzubewegen. Doch rang Lucius diesen Drang beiseite, blieb diesmal liegen und zwang seinen Atem, ruhig und gleichmäßig zu bleiben.
So verbrachten sie die nächsten zwanzig Minuten schweigend, während Severus abwechselnd die schmerzende linke und die rechte Schulter massierte und sein möglichstes tat, um alle Knoten in den Muskeln zu beseitigen.
Langsam entspannte sich Lucius dabei immer mehr und allmählich stellte sich sogar so etwas wie ein Wohlbefinden ein. Auch wenn es immer wieder mal wehtat, wurde das Gefühl, dass es am Ende besser sein würde, doch immer stärker.
Obwohl seine Hände und Arme schmerzten, machte Severus unermüdlich weiter, da er sehr genau spürte, wie Lucius sich immer mehr entspannte. Doch allmählich ging die Massage immer mehr in Streicheln der Schulterregion über und hörte schließlich ganz auf.
Lucius' Augenlider waren immer schwerer geworden und immer mehr war er dahingedämmert. Als dann die Massage aufhörte, bekam er dies nicht einmal sofort mit. Blieb einfach liegen, entspannt und, was er einfach genoss, ohne wirkliche Schmerzen. Einzig eine bestimmte Stelle an seinem Hintern ließ ihn nun deutlicher fühlen, was er erlebt hatte. Schon alleine das genügte, um Lucius zu verdeutlichen, wie gut ihm diese Massage getan hatte.
Severus sah auf den von der Massage geröteten Rücken und die durch die Lage zu sehenden Rippen herab und kaute auf seiner Unterlippe herum. Er wusste nicht, woher der Drang plötzlich kam, etwas albernes zu tun, aber ohne wirklich bewusst darüber nachzudenken, wieso, testete er, ob Lucius kitzlig war.
Mit was auch immer Lucius gerechnet hatte, mit einem solchen Überfall nun überhaupt nicht. Eben noch hatte er es genossen sich einfach treiben zu lassen, im nächsten Moment durchfuhr es ihn und eh er sich beherrschen konnte, lachte er hell auf.
Durch das Lachen angespornt, machte Severus weiter und kitzelte seinen Meister gnadenlos. Immerhin hatte dieser ihm doch erst heute Morgen deutlich gesagt, dass er auch mal tun sollte, wonach ihm war, ohne eine Strafe zu fürchten.
Lucius musste so lachen, dass er kaum atmen, geschweige denn etwas hätte sagen können. Doch schließlich gelang es ihm, sich soweit herumzudrehen, dass er den Schwarzhaarigen zu packen bekam und sich mit diesem herumrollte, so dass nun er halb auf diesem lag und nun seinerseits nach einer Stelle suchte, an der dieser kitzlig war. Nur fand Lucius zu seiner Überraschung keine wirklich Resultate bringende Stelle.
"Da könnt Ihr lange suchen.", murmelte Severus und grub seine Finger wieder in die Rippen des Blonden. Allerdings bewirkte die Nähe des Anderen und dessen Hände auf seinem Oberkörper, dass sich eine ganz andere Körperregion angesprochen fühlte, doch ignorierte er das völlig.
Von einem weiteren Lachanfall erschüttert, krümmte sich Lucius auf dem Bett zusammen, den anderen mit sich ziehend. Doch entkam er auch so nicht den sich regelrecht überall befindenden Händen und den ihn kitzelnden Fingern.
Als Lucius sich einmal ganz besonders herumdrehte, striff er mit seiner linken Hand an einer Stelle entlang, die normalerweise nicht so gewölbt sein sollte. Doch ignorierte Lucius das, bis auf den Umstand, dass es ihn auf eine Idee brachte, wie er der Kitzelattacke doch noch entkommen könnte.
Ohne lange darüber nachzudenken, umschlang er die schmalen Hüften des Schwarzhaarigen, drehte sich abermals ein Stück zurückweichend, so dass nun sein Kopf in Hüfthöhe des Anderen war und drückte seine Lippen fest gegen den leicht gewölbten Stoff.
Severus keuchte erschrocken auf und sah an sich herunter. Niemals im Leben hätte er derartiges von Lucius erwartet. Doch schwand die Fähigkeit zu denken, verdammt schnell aus seinem Geist, als er den heißen Atem durch den Stoff seiner Hose dringen spürte. Hektisch atmend lag er da und wartete einfach ab, während sich sein Glied nur noch mehr versteifte.
Lucius dem erst jetzt wirklich bewusst wurde, was er da gerade eben getan hatte, wollte sich erst hastig zurückziehen, doch fühlte er sich dazu nicht nur einfach zu erschöpft, nein - ihn hielt noch etwas anderes. Etwas, das mit der nun noch deutlicher werdenden Wölbung unter der Hose zu tun hatte und dem Gedanken, dass es allein sein nach dem vielen Lachen heftig gehender Atem war, der diese Veränderung verursacht hatte.
Erst im Nachhinein wurde ihm bewusst, dass die ihn kitzelnden und zum Lachen bringenden Hände ihre Tätigkeit eingestellt hatten und langsam seinen Kopf hebend, blickte Lucius so gut wie möglich dem Anderen ins Gesicht, sich dabei ein fast schon freches Grinsen nicht verkneifen könnend: „Gefunden…"
"Of..Offensichtlich.", keuchte Severus und versuchte seinen Atem wieder zu beruhigen, während seine Zunge kurz über die trockenen Lippen leckte.
Schmunzelnd erwiderte Lucius noch einen Moment lang den Blick aus den schwarzen Augen, ehe er sich herumrollte und in derselben Bewegung aufsetzte: „Ich weiß zwar nicht, wie es dir geht, aber… mich hat diese… Massage ziemlich durstig gemacht."
Ein leichtes Nicken kam von Severus und er schloss einen Moment die Augen, ehe er sich ebenfalls aufsetzte und schließlich aufstand. Seine Wangen waren ungewöhnlich gerötet und seine Augen leuchteten vor unerfüllter Lust, was auch noch immer deutlich an seiner Hose zu sehen war. "Was.. möchtet Ihr trinken, Meister?", fragte er, auf seinen Zustand nicht weiter eingehend.
„Einen Kiwisaft… und du?" Dann fiel Lucius Blick auf die Hose und erneut musste er leicht grinsen. „Aber wenn du zuerst ins Bad gehen möchtest..."
Auch Severus sah an sich herab und verfluchte sich im nächsten Moment innerlich, dass seine Ohren mehr als rot wurden. „Ich...", hauchte er heiser und hob den Blick. „Gern, Meister. Es dauert nur einen Moment." Sofort verschwand er im Badezimmer.
Lucius konnte nicht anders, als leise aufzulachen, sowohl über die Reaktion des Schwarzhaarigen, als auch über sich selbst. Darüber, dass er selbst wohl nicht viel anders reagiert hätte. Als er dann das Wasserrauschen der Dusche hörte, rief er Tuffy, die ihm zwei große Gläser mit Kiwisaft brachte. Eines für sich selbst und eines für Severus, da dieser auf seine Frage nach dem Getränk, das er wollte, nicht geantwortet hatte.
Sichtlich zitternd vor Kälte kam Severus einige Minuten später wieder aus dem Badezimmer. Seine Hose war nun wieder so flach wie sonst auch, aber er fror erbärmlich.
Lucius sah für einen Moment vollkommen verblüfft auf den Zitternden, ehe er seinen Zauberstab vom Nachttisch zu sich rief und einen Wärmezauber über den Schwarzhaarigen legte. „Ich hoffe, du magst Kiwis?" Damit hielt er ihm das Saftglas entgegen.
Er nahm das Glas und roch an der grünlichen Flüssigkeit. „Ich kenne es noch nicht.", erwiderte Severus und nippte an dem Saft. Dann nickte er mit einem kurzen Lächeln, da es ihm schmeckte.
Lucius lächelte erfreut, war dieser Saft, den er selbst bevorzugte, der nicht wirklich süß, aber auch nicht sauer schmeckte, sondern irgendwie dazwischen, doch nicht Jedermanns Geschmack. Nachdem er selbst einen Schluck von seinem Saft getrunken hatte, fragte er so beiläufig wie möglich: „Wieso hast du nicht warm geduscht?"
Ungläubig sah Severus auf, schluckte dann erst einmal den Schluck herunter, ehe er antwortete: "Warmes Wasser hätte die Erregung nicht vertrieben, Meister."
„Es ist aber angenehmer als das Kalte und… zum Vertreiben, wozu hast du deine Hände?", murmelte Lucius, leicht den Kopf schüttelnd.
Severus trat einen unsicheren Schritt zurück. "Das...das könnte ich natürlich auch. Aber... ich mag keine Schmerzen. Wenn Ihr es aber wünscht, werde ich die Erregung in Zukunft versuchen, damit zu beenden.", murmelte er leise und mit leicht bebender Stimme.
Lucius' Blick wurde wenn überhaupt möglich nun noch befremdlicher als zuvor: „Schmerzen?"
"Ja... durch.. durch Schmerzen verschwindet die Erregung, genau wie durch sehr kaltes Wasser.", murmelte Severus, der irgendwie glaubte, dass Lucius einmal mehr nicht das Geringste verstand. Dann hatte er plötzlich eine Idee, was sein Meister geglaubt hatte, und schloss die Augen. "Es ist verboten, dass ich mich selbst befriedige..."
Lucius' Finger schlossen sich so fest um das halbvolle Glas Kiwisaft, dass seine Knöchel weiß hervortraten, als er sichtlich schaudernd noch einen Schluck davon nahm, ehe er schließlich mit leicht rauer Stimme nachhakte: „Durch deinen früheren Herrn, oder durch… durch deinen Status?"
Einen Augenblick dachte Severus darüber nach. "Ich weiß es nicht genau. Aber es wurde mir sehr eindringlich klargemacht ... Ich darf mich nur zur Steigerung der Lust meines Meisters selbst berühren, sonst nicht."
„Zur Steigerung meiner…", begann Lucius, der sich gerade noch davon abhalten konnte, wieder den Kopf zu schütteln. Stattdessen strich er sich mit der freien Hand durchs weißblonde Haar und setzte sich erst einmal auf das nächstbeste - was in seinem Fall die Bettkante war.
Wieder trank er etwas von dem ansonsten so geschätzten Obstsaft, den er diesmal jedoch kaum schmeckte. „Das erklärt zumindest die kalten Wasserpfützen in der Slytheringemeinschaftsdusche in Hogwarts."
Severus wurde nun bleich und nahm sich innerlich fluchend vor, beim nächsten Mal alles verräterische Wasser zu entfernen. In seinem Alter war es normal, leicht erregbar zu sein, und so musste er sich oft selbst abkühlen, um überhaupt über den Tag zu kommen. Zusätzlich hatte er sich sogar eine Art Eiszauber einfallen lassen, mit dem er sich während des Unterrichts abkühlen konnte.
„Hey kein Grund sich für etwas zu schämen, das wir alle mehr oder weniger durchmachen…", schmunzelte Lucius, der nun lieber nicht erwähnte, dass er es immer als extrem störend empfunden hatte, früh Morgens oder auch mal nach dem Sportunterricht durch die kalten Wasserlachen im Duschraum laufen zu müssen.
Daraufhin kam nur ein leichtes Nicken von dem Schwarzhaarigen. Dass alle anderen aber die Möglichkeit hatten, sich morgens im Bett oder tagsüber in einer Toilettenkabine Erleichterung zu verschaffen, sagte er nicht. Zumal er sich nicht sicher war, was Lucius tat, wenn die Hormone zu große Purzelbäume schlugen.
In sein Glas starrend sah Lucius nach einem Moment des irgendwie peinlich belastenden Schweigens wieder auf: „Also…" Er räusperte sich leicht. „…das nächste Mal machs so wie jeder… oder wie es dir am liebsten ist. Wenn es funktioniert gut, wenn nicht, muss das kalte Wasser genügen."
"Ich... ich darf...", begann Severus und starrte Lucius dermaßen groß an, dass seine Augen fast schon herauszufallen drohten. Im nächsten Moment wurde er rot und senkte den Kopf.
Ein flüchtiges Lächeln huschte über Lucius Lippen. „Zumindest kannst du es probieren."
"Vielleicht... mal sehen.", murmelte Severus nur und trank wieder von seinem Saft. Er fühlte sich unwohler bei dem Gedanken, als er sich anmerken ließ. Auch schon als er noch nicht das Bett seines früheren Herrn teilen musste, war ihm eindrücklich klar gemacht worden, dass er sich nicht so zu berühren hatte. "Wir... wir sollten packen. Soll ich Euch zur Hand gehen?"
Lucius grinste leicht. „Nun, zuerst sollte ich mich wohl ankleiden." Gesagt getan, hatte er seinen Zauberstab gehoben - den er seit dem Wärmezauber, den er auf Severus gesprochen hatte, noch nicht aus der Hand gelegt hatte - und seine zuvor ausgezogenen Sachen wieder an.
Dann erhob er sich wieder vom Bett, stellte das nun geleerte Saftglas auf den Nachttisch, wo es kurz darauf einfach verschwand und wandte sich dem Bekleidungsraum zu, in welchem bereits eine jener großen vielfächrigen magischen Truhen bereitstand, die innen weit größer waren als sie nach außen hin wirkten.
Unsicher blieb Severus stehen, als Lucius seine Frage einfach überging. Sollte das gerade ein wortloses Nein gewesen sein?
Lucius, der merkte das der Andere einfach stehen geblieben war, drehte sich zu Severus um: „Pack erstmal deine Sachen und wenn du da fertig bist, kannst du mir hier helfen."
Severus nickte leicht und verschwand sofort aus dem Raum, um möglichst schnell zu packen. Innerhalb von kaum fünfzehn Minuten war er wieder an Lucius' Zimmertür und klopfte an, um nun diesem zu helfen.
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TBC
