Kapitel 26 - Kampfgefährten
„Die Todesser sind ins Ministerium eingedrungen!"
Diese Mitteilung schien weder bei Sullivan, noch bei Snape richtig angekommen zu sein. Die beiden Männer starrten sie an, als wäre sie ein Alien, das gerade vor ihrer Nase gelandet war.
„Kurz nachdem bekannt wurde, dass die Kommission sich gegen die Vergabe des Bauauftrags an Porter ausgesprochen hat, ging es los", erklärte Tamara deshalb mit eindringlicher Stimme weiter. „Der halbe Orden ist schon dort. Es ist ernst. Sie brauchen unsere Unterstützung. Sofort! Lucius ist auf der Stelle appariert, als die Nachricht hier ankam."
Tamara hatte angenommen, dass die beiden hektisch aufspringen und so schnell wie möglich nach London apparieren würden und dass sie eventuell Probleme hätte, mit einem der beiden mitzukommen, aber sie saßen nur da und rührten sich nicht.
„Ihr erinnert euch doch an Geoffrey Porter...", fragte sie stirnrunzelnd, „den Cousin von Scrimgeours Frau... der außerdem ein Todesser ist... und an die Ministeriumsbeamten, die mit einem Imperius gefügig gemacht werden sollten, was der Orden zum Glück verhindern konnte?"
Mehr als ein Blinzeln war den Beiden auch mit dieser Frage nicht zu entlocken. Tamara bekam Gänsehaut. „Was ist mit euch los?", flüsterte sie.
Was sie nicht wissen konnte war, dass Sullivan und Snape zunächst mit der Überraschung klarkommen mussten, dass ihre Gefühle für Tamara nicht mehr dieselben waren, sondern sich - durch die noch immer anhaltende, partielle Verschmelzung - um die Emotionen des jeweils anderen gesteigert hatten... und zwar zu einer Intensität gesteigert, die im ersten Moment kaum auszuhalten war, ohne in Tränen auszubrechen. Es dauerte eine Weile, bis sie diesen Schock verdaut und das Gefühl in den hintersten Winkeln ihrer Köpfe verbannt hatten. Danach begannen sie – ohne die Sprache als Hilfsmittel zu bemühen und ohne eine äußerliche Regung – zu diskutieren, wie sie nun am besten vorgehen sollten, um möglichst schnell handlungsfähig zu werden.
Nachdem große Eile geboten zu sein schien, kamen sie überein, ihre Geister nur soweit wie unbedingt nötig voneinander zu trennen und die endgültige Ablösung auf später zu verschieben.
Für Tamara sah es so aus, als ob die beiden Männer nichts von dem, was um sie herum vorging, überhaupt wahrnahmen. „Severus? David?" Ihre Stimme klang ungeduldig und zugleich ängstlich. „Hört ihr mich nicht? Wir müssen los!"
„Ja doch!", sagten beide gleichzeitig, nachdem ein paar Sekunden verstrichen waren und Tamara schon zum nächsten Appell ansetzte.
„Verdammt! Seid ihr jetzt so was wie Zwillinge geworden?", entschlüpfte es ihr verblüfft.
„Nein!", antworteten die Männer synchron.
„Könnt ihr auch noch jeder für sich allein sprechen?", fragte Tamara stirnrunzelnd.
Sie sahen sich kurz an. „Ja", sagte Sullivan. „Natürlich", fügte Snape hinzu.
„Perfekt! Können wir los? Einer von euch muss mich mitnehmen – ich weiß nicht, wo genau das Ministerium ist." Tamara sah erwartungsvoll von einem zum anderen. Beide Männer boten ihr gleichzeitig den Arm.
„Ähm... schön", murmelte Tamara. Sie beugte sich vor, um Severus auf die Wange zu küssen und legte dann die Hand auf Sullivans Arm. Noch während Snape die Schultern zuckte, disapparierten sie.
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Einige Passanten drehten sich nach den drei seltsamen Gestalten um, die plötzlich wie aus dem Nichts aufgetaucht zu sein schienen... das hieß... die Frau sah ja ziemlich normal aus, wenn man einmal davon absah, dass sie ein kleines Stöckchen in der Hand hielt, wie eine Laterne ohne Behang, und dass sie wild um sich blickte, als wäre der Leibhaftige hinter ihr her, aber die zwei Kerle, die sie begleiteten und deren Blicke ebenso gehetzt wirkten, schienen sich beim Kostümverleiher eingekleidet zu haben. Höflich, wie die Londoner waren, hoben sie lediglich dezent indigniert die Augenbrauen, ignorierten das seltsame Trio aber sonst weitgehend. Und komischerweise hatten sie deren Anwesenheit vergessen, sowie sie ein paar Schritte weitergegangen waren...
„Wie kommen wir hinein?", fragte Tamara.
„Hintereingang!" Energisch zog Sullivan sie in Richtung eines kleinen Second Hand-Ladens, neben dessen Eingangstür eine Außentreppe direkt in den Keller führte. Nachdem sie die Stufen hinunter gestiegen waren, öffnete er die Tür, die so laut quietschte, als würde sie es darauf anlegen, sämtliche Muggel oben auf der Straße auf sie aufmerksam zu machen.
Sie traten über die Schwelle und fanden sich in einen Lagerraum wieder, der mit allem möglichen Trödel voll gestopft war.
Sullivan schritt zielstrebig auf die gegenüberliegende Wand zu, wo ihm ein zwei Meter hohes, staubiges Regal den Weg versperrte, das er kurz mit seinem Zauberstab antippte.
Das Regal drehte sich und es öffnete sich ein Durchgang zu einem langen Flur, dessen Wände mit Fackeln erhellt waren. Gleich nachdem sie hindurch getreten waren, schwenkte das Regal mit einem schnarrenden Geräusch wieder zurück in die Ausgangsposition.
Im flackernden Licht der Fackeln, das eindeutig magischen Ursprungs war, liefen sie den Korridor entlang. Tamara prallte fast auf Sullivan auf, als der plötzlich stehen blieb, aber Snape, der den Stopp scheinbar vorher gesehen hatte, umfing von hinten ihre Taille und bewahrte sie davor.
Noch während Tamara sich wunderte, warum ihr Lehrmeister stehen geblieben war, obwohl der Flur sich noch endlos weit erstreckte, schob sich etwas geisterhaft Durchscheinendes aus der Wand links vor ihm – eine Tür, wie Tamara kurz darauf feststellte – um über den Korridor an ihm vorbei zu gleiten und auf der rechten Seite wieder in der Wand zu verschwinden.
Er wartete noch einige weitere Türen ab, die in unregelmäßigen Abständen vorbei wanderten, bis er eine – die für Tamara kein bisschen anders aussah, als die vorherigen – mit seinem Zauberstab berührte. Im selben Moment, als die Tür aufschwang, verwandelte sich das durchsichtige Gebilde in solides, dunkles Holz.
Sullivan trat hindurch und sondierte die Lage, ehe er den anderen bedeutete, ihm zu folgen. Wieder befanden sie sich in einem Flur, von dem auf beiden Seiten weitere Abzweigungen weg führten, die sich erneut teilten. Zielstrebig und ohne auch nur einmal zu zögern führte Sullivan sie durch dieses Labyrinth. Schon nach kurzer Zeit hörten sie leise undefinierbare Laute, die sich schließlich als Kampfgeräusche entpuppten und sie ihre Schritte noch mehr beschleunigen ließen.
„Du bleibst in Deckung!", wies Sullivan Tamara an. „Riskier nichts, konzentrier dich beim Zielen und achte auf deinen Schild. Du musst schnell sein und schlau."
„Ja David!", sagte Tamara ganz ohne den sonst obligatorischen spöttischen Unterton.
An der nächsten Abzweigung stießen sie auf die ersten Kämpfenden. Hestia Jones, die mit dem Rücken an der Wand lehnte und offensichtlich kurz davor stand, daran herunter zu rutschen, verteidigte sich mit letzter Kraft und einem entsprechend schwachen Schildzauber gegen einen maskierten Todesser, der sich ein paar Meter vor ihr aufgebaut hatte und sie mit Flüchen attackierte.
Im selben Moment, als der Mann sie wahrnahm und seinen Arm herumriss, zielten Snape und Sullivan auf ihn. Die hell gleißenden Strahlen aus ihren Zauberstäben vereinigten kurz vor der Brust des Todessers zu einem einzigen und trafen ihn mit solcher Wucht, dass er regelrecht nach hinten geschleudert wurde und gegen die gegenüberliegende Wand knallte. Es gab ein hässlich knackendes Geräusch, als sein Schädel brach. Sein Kopf hinterließ eine breite Spur aus Blut und Hirnmasse, als er an der grob verputzten Mauer herunter rutschte und schließlich bewegungslos auf dem Boden liegen blieb.
Die beiden Zauberer sahen sich an. „Nicht schlecht", murmelte Snape und Sullivan brummte zustimmend.
„Kümmere dich um sie", wandte er sich gleich darauf an Tamara und machte eine Kopfbewegung zu Hestia, die nun am Boden saß und erschöpft in sich zusammengesackt war.
Tamara nickte, riss sich von dem Brechreiz erregenden Anblick des Getöteten los und suchte Snapes Blick.
„Pass auf dich auf", sagte dieser leise, ehe er Sullivan folgte, der bereits einige Schritte weiter gegangen war und ungeduldig wartete.
Hestia erholte sich relativ rasch, nachdem Tamara ihr ein paar Stärkungszauber hatte angedeihen lassen. „Diese Kerle sind die Pest", murmelte die schwarzhaarige Hexe mit argwöhnischem Blick auf den am Boden reglos daliegenden Todesser.
„Dieser nicht mehr", entgegnete Tamara trocken. „Der ist tot."
„Bist du sicher?"
„Ganz sicher – ich hab's überprüft. Kannst du aufstehen?" Tamara musterte ihre Patientin kritisch, doch diese erhob sich tatsächlich ohne irgendwelche Anzeichen von Schwäche.
„Na dann..." Sie blickte aus den Augenwinkeln in die Richtung, in die Snape und Sullivan verschwunden waren. „..gehen wir?"
„Auf in den Kampf!", seufzte Hestia Jones.
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg und schon nach kurzer Zeit stießen sie auf den Ursprung der immer lauter gewordenen Kampfgeräusche: Eine Art großer Sitzungssaal - mit edler, dunkler Holzvertäfelung und ehemals prächtigen Kristall-Kronleuchtern – der sich nun in ein höllisches Inferno verwandelt hatte. Die schweren Tische und die gepolsterten Sessel waren zum Großteil umgeworfen und wurden - wie auch einige hohe Regale - als Schutzschilde benützt. Die Luft war erfüllt von den grellen Fluch-Blitzen, mit denen die Gegner sich attackierten, von Rauch und umherwirbelndem Staub und von den Schreien der Verwundeten. Immer wieder explodierten Einrichtungsgegenstände, die von Flüchen getroffen worden waren und streuten messerscharfe Splitter aus Holz, Glas, Stein oder Metall.
Tamara hielt sich an die Zusage, die sie ihrem Lehrmeister gegeben hatte, und blieb so gut es ging in Deckung. Allerdings hätte es dieses Versprechens gar nicht bedurft, denn nachdem sie noch nie an einem derartigen Gefecht teilgenommen hatte, war sie trotz der Adrenalinmenge, die durch ihren Körper gepumpt wurde, fast starr vor Angst. Andererseits war ein Teil ihres Verstandes, der sonst nicht oft zur Geltung kam so seltsam klar, wie nie zuvor, und sie malte sich deutlich aus, was geschehen würde, wenn die Todesser sie gefangen nehmen und Severus und David damit zum Aufgeben zwingen würden.
So hechtete sie also von einer Deckung zur nächsten, unterstützte andere Ordensmitglieder und gab Feuerschutz. Sie schaffte es sogar – wenn auch mehr aus Zufall, denn aus Absicht - einen Todesser, der ihr unvermittelt vor den Zauberstab lief und für den sie eine ebensolche Überraschung zu sein schien, wie er für sie, mit ihrer Spezialität, einem lang anhaltenden Lähmungszauber, außer Gefecht zu setzen.
Immer wenn die Situation es zuließ, hielt sie Ausschau nach Severus und David, die nach wie vor Seite an Seite kämpften und damit wohl ziemlich viel Schaden in den Reihen der Feinde anrichteten. Einmal erhaschte sie einen Blick auf Malfoy, der scheinbar ohne Skrupel Flüche auf seine ehemaligen Mitstreiter abfeuerte. Ein anderes Mal hörte sie Lupin laut schreien – es klang zwar mehr nach Wut, als nach Schmerzen, aber erschreckte sie trotzdem. Die Möglichkeit, dass einer von den Menschen, die sie gerade erst in ihre Mitte aufgenommen hatten, bei diesem Gefecht zu Tode kam, lag erschreckend nah – dass auch denjenigen, die sie liebte etwas zustoßen konnte, verbannte sie in diesem Moment mit aller Gewalt aus ihren Gedanken.
Die Ruhe trat so plötzlich ein, dass sie fast genauso bedrohlich wirkte, wie die vorherige Geräuschkulisse und erst jetzt wurde Tamara bewusst, dass das Flirren, das sie kurz zuvor aus den Augenwinkeln wahrgenommen hatte, vermutlich von disapparierenden Todessern verursacht worden war.
Nach und nach, sich nach allen Seiten absichernd, tauchten die Ordensmitglieder hinter den Möbelstücken auf, die sie als Deckung benutzt hatten, und auch einige leichenblasse Ministeriumsmitarbeiter.
Malfoy, der sich in Tamaras Nähe befand, entdeckte sie und kam auf sie zu. Das Lächeln in seinem Gesicht ließ in keinster Weise darauf schließen, dass er eben noch in einen Kampf auf Leben und Tod verwickelt gewesen war – nur die dünne Blutspur, die sich über seine linke Gesichtshälfte zog, störte den Eindruck etwas.
„Da bist du ja", sagte er so locker, als hätten sie sich hier zum Tee verabredet. „Alles klar bei dir?"
Tamara nickte stumm und Malfoy, der wohl erkannte, dass sie noch ziemlich durch den Wind war, nahm sie in die Arme.
„Wo sind Severus und David", murmelte Tamara, deren Anspannung sich in der Geborgenheit dieser Umarmung aufzulösen begann.
„Dort drüben", sagte Malfoy.
Tamara löste sich aus seinen Armen und drehte den Kopf in die Richtung, in die er gezeigt hatte. Dort standen sie tatsächlich – zusammen mit Minerva und einigen anderen – und sie sahen beide zu ihr herüber. Tamara ging nur wenige Schritte dann begann sie zu laufen, während Malfoy ihr in gemäßigtem Tempo folgte.
Snape und Sullivan standen nah beieinander und irgendwie kam es Tamara fast natürlich vor, als sie beide gleichzeitig umarmte. Sullivan drückte sie nur kurz und zog sich dann sofort zurück, woraufhin Tamara nun auch den zweiten Arm um Snapes Hals warf und ihn – bevor etwas dagegen unternehmen konnte – leidenschaftlich auf den Mund küsste. Snape erstarrte zunächst, aber dann erwiderte er sowohl die Umarmung als auch den Kuss.
„Geht es dir gut?", fragte er leise, kaum dass sie wieder von ihm abließ.
„Ja! Und dir?"
„Alles okay!"
„Lucius ist verletzt", sagte Tamara, der gerade wieder das Blut im Gesicht des Blonden einfiel. „Nicht der Rede wert", sagte Malfoy wegwerfend, der – wie sie jetzt erst merkte – hinter ihr stand. Eine Sekunde später begann er zu suchen. „Wo denn?", fragte er, als er nichts entdecken konnte.
„Hier", sagte Tamara, die sich zu ihm umgedreht hatte, und wischte mit dem Finger über seine Wange um ihm den blutigen Beweis vor die Nase zu halten.
„Bei Merlin!", hauchte Malfoy gekonnt theatralisch. „Muss ich jetzt sterben?"
Tamara lächelte ihn an. „Soll ich dich verarzten, du Armer?"
„Soweit ich mich erinnern kann, hast du bei meiner letzten Verletzung Notschlachten als Heilungsmethode empfohlen", sagte Malfoy vorwurfsvoll.
„Sei doch nicht so nachtragend", entgegnete Tamara schmunzelnd.
„Lass das mal lieber Severus machen", beschied ihr Malfoy energisch.
„Na schön." Sie ging einen Schritt zur Seite, um Snape Platz zu machen, und drehte sich nach Sullivan um. Er sah sie nur ein paar Sekunden lang an, bis er sich Shacklebolt zuwandte, der gerade auf sie zukam, aber sein kurzer Blick war Tamara durch und durch gegangen. Irgendetwas stimmte nicht mit David... aber vielleicht bildete sie sich das nach der ganzen Aufregung auch nur ein.
„Wir haben einige leicht Verletzte", meldete Shacklebolt, „nur Elphias hat es schlimmer erwischt. Sturgis hat ihn bereits nach Hogwarts gebracht, damit Madame Pomfrey sich seiner annimmt. Von den Todessern sind zwei schwer verletzt und zwei tot, wenn ich richtig gezählt habe – der Rest ist abgehauen."
„Drei", berichtigten Snape und Sullivan gleichzeitig. „Ein Stück den Flur hinunter liegt noch einer", fügte der Tränkemeister hinzu.
„Ihr habt wirklich keine Zeit verloren, eure schwarzmagischen Fähigkeiten einzusetzen", sagte McGonagall, die ebenfalls zugehört hatte.
„Nein – warum auch?", gab Sullivan angriffslustig zurück.
„Wir haben jetzt keine Zeit für Diskussionen", unterbrach Shacklebolt die beiden. „Wir müssen hier weg. Wer weiß, was sie mit uns anstellen, wenn sie die Leichen hier finden. Ich habe nicht das Bedürfnis, diese Frage in Askaban zu klären."
„Du hast Recht", pflichtete ihm Sullivan bei. „Lass uns verschwinden."
„Lagebesprechung bei Alastor?", schlug McGonagall vor.
Die Männer nickten und Shacklebolt gab das Zeichen zum Aufbruch.
Die Ordensmitglieder sammelten sich. Es waren nicht so viele, wie Tamara angenommen hatte – außer den Leuten, die sie schon gesehen hatte, waren noch Moody, Tonks, Lupin und Arthur Weasley da, außerdem ein junger Mann mit vernarbtem Gesicht und langen roten Haaren, den sie nicht kannte.
Die Männer und Frauen, die nun nach und nach hinter dem umgeworfenen Mobiliar auftauchten und sie anstarrten, anstatt sich zu ihnen zu gesellen, waren scheinbar Ministeriumsmitarbeiter.
„Vergesst nicht, wer euch geholfen hat", rief McGonagall ihnen zu, ehe die Gruppe des Ordens aufbrach.
Sie nahmen denselben Weg, auf dem Sullivan sie hergeführt hatte. Als sie an der Leiche des Todessers vorbeikamen, der Hestia Jones angegriffen hatte, drückte sich diese dicht an der gegenüberliegenden Wand vorbei, ohne noch einmal hinzusehen.
Zurück in dem Lagerraum, dessen Ausgang zur Straße führte, apparierten sie direkt zu Moodys Haus. Sullivan nahm Tamara, die den Weg dorthin nicht kannte, am Arm und Snape tat dasselbe bei Malfoy.
Wider Erwarten benahm Mad Eye sich nicht so abweisend wie sonst. Es lag etwas wie Anerkennung in seinem Blick – zumindest in dem seines natürlichen Auges - als er Snape ansah und sogar die Anwesenheit von Malfoy in seinem Haus, ließ ihn nicht ausfallend werden. Vielmehr war der Ex-Auror bester Laune. Das Scharmützel im Ministerium schien ganz nach seinem Geschmack gewesen zu sein.
„Ich schätze, wir können jetzt alle einen Schluck vertragen", verkündete er und verteilte Whiskey an seine Gäste.
Shacklebolt erzählte noch einmal allen, wie die Abstimmung im Ministerium gelaufen war und wie - kurz nachdem das Ergebnis bekannt gegeben und noch bevor es protokolliert worden war - plötzlich einige Todesser mitten im Raum appariert waren und die Beamten des Abstimmungsgremiums bedroht hatten, um sie zu einer Änderung ihrer Meinung zu bewegen. Er und Tonks, die der Sitzung von einem geschützten Platz aus gefolgt waren, hatten sofort Verstärkung gerufen und als diese - schon Minuten später – eintraf, war es richtig zur Sache gegangen.
„Gut, dass ihr gekommen seid", wandte Shacklebolt sich an Malfoy, Snape und Sullivan und er nickte auch Tamara zu, was diese ein wenig verlegen machte. „Ohne euch wäre es schwer gewesen, die Sache in den Griff zu bekommen."
„Was ist mit dir und Severus los, David?", fragte McGonagall ohne Umschweife. „Ich hatte natürlich erwartet, dass ihr im Ernstfall zusammenarbeitet, aber dass ihr Seite an Seite kämpft und eure Flüche miteinander kombiniert, hat mich dann doch überrascht."
„Das ist nur... ein Experiment...", antwortete Sullivan vage.
„...das scheinbar gut gelungen ist", ergänzte der verwegen aussehende Rothaarige anerkennend, der sich Tamara als Bill Weasley vorgestellt hatte.
„Wir werden sehen...", murmelte Snape.
„Kann ich Sie was fragen?", wandte sich Tamara an Shacklebolt. „Warum mussten wir so schnell aus dem Ministerium verschwinden? Und wäre es nicht besser gewesen, die beiden verletzten Todesser, die dort zurückgeblieben sind, in Gewahrsam zu nehmen, um sie zu verhören?"
„Inzwischen wimmelt es dort sicher von Kollegen des ministerialen Sicherheitsdienstes", sagte Shacklebolt. „Aber es ist doch auffällig, dass die nicht sofort zur Stelle waren, als die Todesser eindrangen, was ja eigentlich gar nicht möglich sein dürfte oder doch zumindest einen nicht zu überhörenden Alarm auslösen müsste. Irgendetwas... oder irgendjemand muss sie daran gehindert haben. Wir können einfach nicht sicher sein, ob manche Mitarbeiter des Ministeriums schon unter der Kontrolle von Riddle stehen und der Minister selbst ist auch schwer einzuschätzen. Er wird zunächst immer das tun, was ihm für seine Zwecke am nützlichsten erscheint und ob seine Ziele immer mit denen des Ordens übereinstimmen, ist fraglich."
„Dann kämpfen wir also gegen Riddle UND gegen das Ministerium?"
„Ganz so schlimm ist es nicht... noch nicht", entgegnete Shacklebolt lächelnd, „aber es kann nicht schaden, vorsichtig zu sein. Die verwundeten Todesser mitzunehmen, wäre natürlich nicht schlecht gewesen, aber die Verletzungen der beiden waren so schwer, dass sie den Transport vielleicht nicht überlebt hätten... und es ist dann doch etwas anderes, einen Feind im Kampf zu töten – mehr oder weniger aus Notwehr – oder ihn für die eigenen Zwecke einzusetzen und seinen Tod dabei billigend in Kauf zu nehmen."
Tamara runzelte zweifelnd die Stirn und sah zu ihrem Lehrmeister hin.
„Ich wäre dieses ‚Risiko' gerne eingegangen", sagte Sullivan mit leicht spöttischem Unterton und zuckte die Schultern, „aber ich wurde drei zu eins überstimmt."
„Wenn wir unsere eigenen Prinzipien verraten und uns nicht mehr an die Gebote der Menschlichkeit halten, können wir genauso gut gleich aufgeben und zulassen, dass Voldemort an die Macht kommt", sagte McGonagall. Trotz der Schärfe darin klang ihre Stimme müde und das war es wohl, was Sullivan von einer provokanten Antwort abhielt.
„Hm... mag sein - vielleicht ist da was dran...", sagte er versöhnlich.
„Schon gut, David", seufzte McGonagall, „ich weiß, dass du das anders siehst und mir reicht es vorerst vollkommen, dass du unsere Entscheidung akzeptierst."
„Vorerst?"
„Bis wir Zeit haben, ein langes philosophisches Grundsatzgespräch zu führen, in dem ich dich restlos überzeugen werde", fügte McGonagall hinzu.
„Ich kann es kaum erwarten", entgegnete Sullivan ironisch und erwiderte ihr Lächeln.
„Auf den nächsten Frost in der Hölle", spöttelte Moody, der wohl der Meinung war, dass jene eher zufrieren würde, als dass sein alter Freund Dave sich von McGonagalls Prinzipien überzeugen ließ, und hob sein Glas.
Sie schien es ihm nicht übel zu nehmen und lächelte Moody, obwohl sie ihn nicht besonders gut ausstehen konnte, sogar an. Überhaupt war die Stimmung insgesamt viel gelöster als noch beim letzten Zusammentreffen. Der Sieg tat ihnen allen eindeutig gut.
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Als sie sich schließlich verabschiedet hatten, um zurück in Sullivans Haus zu apparieren, waren es Tamara und Snape, die zuerst dort ankamen. Die Gunst des ungestörten Augenblicks nutzend schlang Tamara die Arme um ihren Geliebten, schmiegte sich eng an ihn und ließ ihre halbgeöffneten Lippen über seinen Hals wandern. „Ich weiß ja nicht, wie es dir geht...", flüsterte sie heiser, „aber dieser überstandene Kampf hat eine seltsame Wirkung auf mich...ich bin total... scharf."
Snape brummte etwas Unverständliches, das eher abwehrend, als begeistert klang, aber Tamara spürte deutlich und mit einiger Genugtuung, wie sein Körper auf sie reagierte.
In diesem Moment apparierte Malfoy ein paar Schritte von ihnen entfernt vor dem Kamin. „Sullivan wurde aufgehalten", teilte er ihnen mit, nachdem er ihr ‚unauffälliges' voneinander Abrücken mit einem amüsierten Blick kommentiert hatte „McGonagall hat ihn sich gekrallt, kaum dass ihr weg wart. Er lässt ausrichten, dass er bald nachkommt und dass du hier auf ihn warten sollst, Severus."
Snape sah seinen Freund finster an.
„Ich bin nur der Bote", sagte dieser grinsend und hob die Hände. „Außerdem bin hundemüde und nachdem ich nicht auf den Herrn des Hauses warten muss, verziehe ich mich jetzt. Ich wünsch euch was." Nach diesen Worten und einem wissenden Blick auf Tamaras gerötete Wangen verließ er das Wohnzimmer.
Tamara wandte sich wieder Snape zu, rückte jedoch nicht so nah auf, wie zuvor, sondern legte nur ihre Hand locker auf seine Brust. Als sie zu ihm hochsah, erschrak sie. Sein Blick war so intensiv und schien so zornig zu sein, dass sie im ersten Moment versucht war, zurückzuweichen... bis sie erkannte, dass es nicht Zorn war, der in den Tiefen dieser unheimlich dunklen Augen loderte, sondern etwas ganz anderes.
Noch ehe sie diesen Gedanke ganz zu Ende gedacht hatte, zog Snape seinen Zauberstab. Tamara schnappte nach Luft, als ihre Jeans mit einem scharfen Geräusch in der Mitte durchriss – von einer Handbreit unter dem Nabel zwischen den Beinen hindurch bis zum Steiß.
Sekunden später fühlte sie seine Finger an ihrer Scham, die sich zielsicher ihren Weg bahnten und ohne Zögern in sie eindrangen, während seine Augen sie ebenso zu durchbohren schien. Tamara keuchte erregt auf und krallte sich an Snapes Schultern fest. Er schob sie rückwärts, bis sie an die holzvertäfelte Wand stieß.
Noch immer sprach er kein Wort, nachdem sein Handeln und sein Blick aber gar keinen Zweifel über seine Motivation aufkommen ließ, störte sich Tamara nicht daran, sondern fand sein Schweigen sogar erregend.
Als er seine Hand zurückzog, verteilte er die Nässe zwischen ihren Schamlippen. Tamara stöhnte laut auf, als er dabei ihre angeschwollene Klitoris streifte. Dass er allem Anschein nach vorhatte, sie jetzt und hier zu nehmen, raubte ihr fast die Sinne. Zu wissen und zu spüren, dass Severus sich trotz der drohenden Gefahr, von David ertappt zu werden, nicht zurückhalten konnte oder wollte, dass er sie jetzt genauso dringend brauchte, wie sie ihn, berauschte Tamara wie eine Droge.
„Ja!", stöhnte sie, als Snape ihren Hintern packte sie hochhob und an die Wand drückte. Sie schlang die Beine um ihn und im gleichen Moment drang er schon in sie ein. Das Gefühl war überwältigend. Tamara schaffte es, den Schrei, der aus ihr herauswollte, zu unterdrücken indem sie sich auf die Unterlippe biss. Als Snape jedoch begann, hart und tief in sie zu stoßen, war es mit ihrer Beherrschung vorbei. Sie bog den Kopf zurück und schrie ihre Lust heraus.
Ihre Erregung baute sich rasend schnell auf, je öfter Ihr Geliebter seinen harten Schaft in ihre feuchte, warme Enge trieb. Mit jedem Keuchen, das beide im Einklang der Stöße von sich gaben, erklomm sie eine weitere Stufe der Ekstase, bis sie schließlich das Gefühl hatte, vor Geilheit zerplatzen zu müssen, wenn sie nicht durch einen Orgasmus erlöst wurde.
Ihr Stöhnen ging in ein Wimmern über, als sie den Punkt überschritt, an dem die Welt um sie herum in purer Lust zu zerfließen begann.
Die Ausläufer dieser gewaltigen Woge überspülten sie noch, als ihr Geliebter mit einem lang gezogenen dumpfen Stöhnen seinen Samen in sie pumpte.
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Sullivan war noch mitten im Gespräch mit McGonagall, die von ihm hatte wissen wollen, wie es denn mit Severus und Malfoy so lief, als er plötzlich merkte, dass etwas nicht stimmte. Von einer Sekunde auf die andere trat ihm der Schweiß auf die Stirn und sein Unterleib begann in eindeutiger und äußerst aufdringlicher Weise zu pochen. Es musste ihm wohl anzusehen sein, dass etwas in ihm vorging, denn McGonagall hielt mitten im Satz inne und sah ihn überrascht an.
Eine Vision von hartem, unverblümtem Sex rauschte mit einer Vehemenz durch sein Gehirn, dass ihm fast schwindlig wurde: Sex im Stehen mit einer keuchenden dunkelhaarigen Frau... überwältigend geiler, wilder Sex... mit Tamara.
„Ist alles in Ordnung, David?", fragte McGonagall und die Art, wie sie ihn dabei ansah, veranlasste Sullivan, sich nervös zu fragen, ob sie durch ihre Animagusfähigkeiten vielleicht mehr wahrnahm, als ihm im Moment lieb sein konnte.
„Es ist nichts", knurrte er. „Ich bin nur... ziemlich erledigt." Der Klang seiner eigenen Stimme erschreckte ihn. Er hörte sich genauso an, wie er sich fühlte.
McGonagalls Blick wurde noch intensiver. „Wenn ich irgend etwas für dich tun kann..."
Fatalerweise wanderten seine Augen bei diesem Angebot wie von selbst eine Etage tiefer,
ehe er sich zusammenreißen konnte und McGonagall wieder in das nun äußerst verblüffte Gesicht blickte. „Nein... nein danke", sagte er gepresst, „ich meine... ich muss jetzt gehen."
„Geht's dir wirklich gut?", fragte McGonagall mit schräg gelegtem Kopf noch einmal nach. Bei Merlin! Nun hatte sich auch noch ein wissender Unterton in ihre Stimme geschlichen.
„Ja!", stieß er hervor. „Ich muss weg!"
Ohne eine weitere Erklärung drehte Sullivan sich um und stürzte hinaus. Auf dem Weg zu Moodys Gartentor begann sein Herz zu rasen, der Atem ging stoßweise und als er das Tor endlich erreicht hatte, musste er sich daran festhalten, weil seine Beine plötzlich vor Anstrengung zitterten. „Verflucht noch mal! Dieser verdammte...", hörte McGonagall, die ihm besorgt in den Garten gefolgt war, ihn schimpfen, ehe er disapparierte.
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‚Perfektes Timing!', dachte Tamara erleichtert, als – kaum dass sie und Severus sich und ihre Kleidung wieder auf Vordermann gebracht und den verräterischen Geruch aus der Luft getilgt hatten - Sullivan in der Mitte des Zimmers apparierte. Umso erstaunter war sie, als ihr Meister sie nun eindeutig aufgebracht anstarrte. Wie immer, wenn er mit schwarzer Magie in Kontakt kam, war David davon nicht unberührt geblieben und seine sonst so gutmütig wirkenden Züge hatten eine boshafte Nuance bekommen. Zudem war er nicht nur wütend, sondern... Tamara zuckte zusammen. Sie kannte diesen Ausdruck. So hatte er sie angesehen, kurz bevor er auf dem Küchentisch über sie hergefallen war. Ihr Atem ging schneller und die Angst kroch ihr wie schleichendes Gift durch die Glieder, aber sie brachte es nicht fertig, wegzusehen.
„Raus!", knurrte er.
„Was soll das David?", fragte Tamara mit wackliger Stimme. „Hab ich irgend..."
„Verschwinde!", unterbrach Sullivan sie rüde.
„Aber..."
„Sofort!", herrschte er sie an.
Tamara setzte gerade zu einer ebenso zornigen Entgegnung an, als Snape sich einmischte.
„Würdest du uns bitte alleine lassen, Tamara?", sagte er ruhig. „David und ich haben noch etwas unter vier Augen zu erledigen."
Sullivans Kopf fuhr herum zu Snape, sodass Tamara den Blick nicht mehr mitbekam, den er Snape zuwarf und der sie sicher daran gehindert hätte, die beiden Männer alleine zu lassen. Da dem aber nicht so war, rauschte sie hinaus und ließ die Tür krachend hinter sich ins Schloss fallen.
„Konntest du blödes Arschloch nicht warten, bis du wieder von mir getrennt bist?", zischte Sullivan Snape an. „Musstest du sie unbedingt vorher ficken?"
Sie standen sich gegenüber wie zwei Kampfhähne. Keiner ließ den anderen aus den Augen.
„Wie es aussieht, wurde ich mit der doppelten Menge Testosteron nicht fertig", antwortete Snape kühl. „Wer hätte gedacht, dass ein Mann in deinem Alter noch solche Mengen davon produziert?" Seine Gelassenheit und das zynische Lächeln wirkten täuschend echt, aber Sullivan spürte den inneren Aufruhr seines Gegenübers.
„Du hast dich zu wenig unter Kontrolle, Severus", fuhr er den Jüngeren an. „Ich hätte verdammt gut darauf verzichten können, das mitzuerleben."
„Das war nicht geplant", sagte Severus unerwartet einlenkend und zuckte die Schultern. „Es ist einfach passiert."
„Einfach passiert", echote Sullivan sarkastisch schnaubend.
„Es tut mir leid", sagte Snape ernst.
Sullivan glaubte nicht richtig zu hören. Der Kotzbrocken entschuldigte sich bei ihm? Das durfte doch wohl nicht wahr sein. Wo sollte er jetzt hin mit seiner Wut. „Wer's glaubt", knurrte er mürrisch.
„Ich weiß jetzt, was du für sie empfindest", sagte Snape leise. „Ich hätte dich nicht mit dieser Sache konfrontieren dürfen. Es tut mir wirklich leid."
Sullivan sah ihn mit schmalen Augen an. „Woher kommt plötzlich diese soziale Ader?", fragte er misstrauisch.
Snape überlegte einen Augenblick. „Die muss von dir kommen – ich hatte sie vorher definitiv nicht."
Es wird Zeit, dass wir uns wieder voneinander trennen", seufzte Sullivan. „Woran soll ich mich orientieren, wenn du plötzlich kein arroganter Bastard mehr bist."
„Du hast Recht", erwiderte Snape. „Aber im Kampf waren wir wirklich ein gutes Team", fügte er versonnen hinzu.
„Ja – und ein sehr effektives", stimmte Sullivan zu.
Wie auf Kommando nahmen sie beide Platz.
„Bereit?", fragte Sullivan.
Snape nickte.
„Legilimens!"
Sullivan seufzte gereizt, als er auf eine massive Blockade stieß, kaum dass er versucht hatte, in Snapes Geist einzudringen. „Was soll das?", blaffte er los. „Ich habe keinen Nerv für solche Spielchen."
„Das war ein Reflex", beschied ihm Snape barsch. „Es fällt mir sowieso nicht leicht, irgendjemand in meinen Kopf zu lassen und die Szene, die du eben gerade hingelegt hast, erleichtert die Sache nicht gerade."
„Szene?", zischte Sullivan.
„Gefällt dir ‚Eifersuchtsdrama' besser?", erkundigte sich Snape mit geradezu unverschämter Sanftheit.
„Halt die Klappe und konzentrier dich", erwiderte Sullivan gepresst. „Denk daran, dass du mich möglichst schnell loswerden willst, vielleicht motiviert dich das ausreichend."
„Das könnte wirken", stimmte Snape zu.
Der nächste Versuch gelang und die weitere, sorgfältig vorgenommene Trennung der beiden Geister verlief ohne Zwischenfälle. Als diese beendet war und jeder der Männer wieder allein mit seinem Bewusstsein war, hatten sich auch die Gesichter der beiden verändert – Sullivans Züge wirkten etwas gelassener als noch kurz zuvor und auf Snapes Gesicht hatte wieder der altbekannte mürrische Ausdruck Einzug gehalten.
„Das darf doch wohl nicht wahr sein...", sagte er kalt und maß den Älteren mit einem abfälligen Blick.
„Was denn?", konterte der bissig. „Dass du dich mit meinem Gehirn vereinigt hast oder dass du mich praktisch gezwungen hast, deiner Vereinigung mit Tamara beizuwohnen?"
„Dass ich mich bei dir dafür entschuldigt habe", knurrte Snape. Ohne dem anderen noch einen weiteren Blick oder gar ein weiteres Wort zu gönnen, verließ er mit großen Schritten den Raum und schmiss – mindestens so gekonnt wie Tamara - die Tür hinter sich ins Schloss.
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tbc
Ich verabschiede mich dann mal in den PC-freien Urlaub. Daher wird das nächste Kapitel länger auf sich warten lassen und auch meine Antworten auf Reviews. Ich wünsch euch noch einen schönen Restsommer. :)
LG, Chrissi
