Kapitel 25 ~ Blind

„Ich kann jetzt nichts essen, weil ich … ich jetzt nichts sehen kann.", erwidert sie darauf leicht zögernd. „Wie du kannst nichts sehen?", fragte er ungläubig. „Ich bin blind, Sasuke.", verdeutlicht sie es und krallt sich an ihn, dabei hält sie ihre Augen aber immer noch geschlossen. „Blind? Für immer?", kam es besorgt von ihm. „Nein, nur ein paar Tage, das ist die Nachwirkung von meiner Macht.", erklärte sie. „Erklär mir das.", forderte Sasuke, denn er wollte ihre Macht verstehen und wissen was ihr dabei alles passiert. „Später, ich bin zu müde.", sagte sie und war schon wieder halb am schlafen. Sanft strich er ihr durchs Haar.

Er wartete geduldig bis sie ausgeschlafen hatte. „Guten Morgen, meine Kirschblüte." „Guten Morgen, Schatz." Sakura hielt noch immer ihre Augen geschlossen, denn sie wollte Sasuke nicht mit diesem Anblick erschrecken. „Mach die Augen auf, ich weiß doch nun, dass du nichts siehst.", sagte er, doch Sakura wollte nicht. „Ich möchte dich nicht erschrecken.", meinte sie ängstlich, denn sie zitterte vor dem Gedanken ihre Augen zu öffnen, für sie gab es zurzeit nur die Dunkelheit. „Das wirst du nicht, bitte öffne deine Augen, ich spreche nicht gern mit Leuten, denen ich nicht in die Augen schauen kann. „Aber du kennst meine Augen.", versuchte sie es noch mal, doch Sasuke lies nicht nach. So öffnete sie langsam ihre Augen und anstatt er in ihre schönen türkisen Augen sah, erblickte er getrübte weiße Augen. „Ich hab dir doch gesagt, dass du dich erschrecken wirst.", sagte sie, als er nichts sagte. „Nein, es ist okay. Und jetzt wirst du was essen.", sagte er und nahm den Teller in die Hand. „Aber…" „Kein aber! Ich werde dir helfen. Ich weiß nicht wie lange es dauert bist du wieder sehen kannst, aber du kannst bist dahin nicht einfach sagen ich kann nichts essen, dann wirst du noch schwächer." „Was heißt hier schwächer, ich kann immer noch kämpfen und das besser als du. Ich war schon öfters für ein paar Tage blind, ich kann auch so kämpfen, das ist kein Hindernis für mich, zumindestens jetzt nicht mehr." „War es das früher?" „Etwas, aber man lernt schnell, wenn man blind ist, damit muss man Leben, wenn man diese Gabe beherrscht und es ist ja nur für ein paar Tage. Und jetzt her mit dem Essen.", meinte sie um vom Thema ab zu kommen.

Nachdem sie dann etwas gegessen hatte, lies sie sich von Sasuke ins Bad führen, da sie in Umgebungen die sie noch nicht so gut kannte, es etwas schwerer hatte. Sie nahm ein langes Bad und bemerkte auch so, dass Sasuke sie dabei lange beobachtete. Für ihn schien sie hilflos zu sein, aber das war sie nicht, sie kam auch in einer unbekannten Umgebung zurecht, wenn vielleicht auch nicht so gut, wie in einer bekannten. „Was starrst du mich so an Sasuke", fragen sie, denn sie spürte seine Blicke deutlich. „Woher…?" „Ich bin vielleicht zurzeit blind, aber ich merke auch so, dass du mich beobachtest. So was nennt man Gefühl, das hat jeder Mensch!" Damit war das Gespräch für Sakura beendet. Später lagen beide auf dem Bett.