Original von Severus' vampiress

Übersetzung von Miss Lina

Disclaimer: Mir gehört hiervon natürlich gar nichts bis auf das Vergnügen, die Geschichte übersetzen zu dürfen.

Kapitel 26 – Verbündet mit wem?

Hermine saß mit angezogenen Knien und darum geschlungenen Armen auf dem Bett. Sie lehnte sich an das Kopfende des Bettes und fühlte sich wütend, erschöpft und richtiggehend krank. Ihre Wangen waren gerötet von dem ansteigenden Fieber und ihr Kopf schmerzte wie verrückt. Die Dinge um sie herum verschwammen und sie fühlte sich schwindlig. Sie weigerte sich immer noch zu essen. Sie hatte das Tablett an die Wand geschleudert und sich geweigert, irgendetwas zu sich zu nehmen, das von Snape kam. Es war kindisch, das wusste sie. Aber es war ein Ventil für sie, ihre Wut loszuwerden und ihn gleichzeitig wissen zu lassen, was sie für ihn empfand. Hermine starrte gedankenverloren auf das Muster auf ihrer Bettdecke und seufzte leicht, als sie an Alex dachte. ‚Wie fühlt er sich ohne mich? Ich hoffe, dass sie ihn zur richtigen Zeit füttern! Und ihm vorsingen, bevor er einschläft, denn sonst schläft er doch nicht….' Sie war so in Gedanken versunken, dass sie nicht bemerkte, wie sich die Tür öffnete und den Blick auf eine Person freigab, die ein Tablett mit Essen trug.

„Nicht zu essen bringt dir nichts, außer einem frühen Tod." Snapes Stimme klang spöttisch, ließ aber den gewohnt giftigen Ton vermissen. Stattdessen war eine Spur Beunruhigung herauszuhören. Hermines Kopf fuhr hoch. In ihren Augen spiegelte sich der pure Hass.

„Verzieh dich, Snape, ich bin weder in der Stimmung, noch habe ich die Kraft, mit dir zu streiten", sagte sie, lehnte erschöpft ihren Kopf an die Bettkante und schloss die Augen. ‚Wenn du dich auf die Mission konzentrierst, wirst du das hier überstehen, Hermine.'

Sie hörte, wie das Tablett neben ihrem Bett angestellt wurde, öffnete aber dennoch ihre Augen nicht. Aber sie bemerkte, dass Snape ein weiteres Fläschchen aus seiner Robe herausnahm. Hermine öffnete ihre Augen erst, als er sich neben sie setzte. Sie sah zunächst das Fläschchen, dann Snape an.

„Wirst du es jetzt nehmen oder muss ich es dir gewaltsam in die Kehle schütten?", fragte er in ruhigem, aber dennoch bedrohlichen Ton. Sie wusste, dass er es ernst meinte. Furcht stahl sich in Hermines Blick und sie biss die Zähne zusammen.

„Und ich habe keinen Zweifel, dass ein Monster wie du das tun würde", stieß sie mit so viel Gehässigkeit in der Stimme wie möglich hervor. Snapes Entschlossenheit bröckelte bei diesen Worten, aber er ließ sich nichts anmerken.

„Du strapazierst meine Geduld!", zischte er sie an. Dann packte er mit leichtem, aber kraftvollem Griff ihren Nacken und zog sie zu sich heran. Sie packte seine Robe mit beiden Händen, um ihn davon abzuhalten, sie noch näher an sich heranzuziehen.

„Sag mir zuerst, was ich hier soll!", befahl sie. Er ignorierte die Frage und entkorkte stattdessen das Fläschchen.

„Gut! Ich trinke das, wenn du mir verrätst, was du von mir willst", schlug sie vor und versuchte, ihre Furcht zu unterdrücken. Er musterte sie nachdenklich und kam wohl zu dem Entschluss, dass sie es ernst meinte, denn er ließ sie los.

„Der Dunkle Lord will, dass du dich uns anschließt", sagte Snape mit ruhiger Stimme und beobachtete dabei ihre Reaktion. ‚Perfekt', dachte sie sich, aber nach außen hin schien sie zu Tode erschreckt zu sein.

„A..aber was will er mit einer Muggelgeborenen wie mir?", stammelte sie und gab zu erkennen, dass der Gedanke allein sie zutiefst erschreckte. Snape seufzte und stand auf. Er kehrte ihr den Rücken zu, so dass sie sein Gesicht nicht sehen konnte.

„Ist das nicht offensichtlich? Du bist die klügste Hexe aller Zeiten und außerdem zählst du zu den engsten Freunden von Harry Potter."

Hermine schien für einige Sekunden sprachlos zu sein, aber in Wirklichkeit dachte sie darüber nach, wie sie ihre Rolle am überzeugendsten darstellen sollte. Dann stand sie abrupt auf und schwankte leicht, als sie auf den Beinen stand. Snape hatte sich umgedreht und ihr Schwanken bemerkt. Bevor er jedoch näher kam, fing sie an zu schreien.

„ER MUSS KOMPLETT VERRÜCKT SEIN; WENN ER GLAUBT; ICH WÜRDE AUCH NUR IM ENTFERNTESTEN IN BETRACHT ZIEHEN; MICH EUCH HUENSÖHNEN ANZUSCHLIEßEN!"

Snape sah einen Moment lang richtiggehend geschockt aus. Dann erlangte er seine Fassung wieder, nahm seinen Zauberstab und belegte Hermine mit einem „Silencio". Dies machte sie jedoch nur noch wütender. Snape ging auf sie zu und packte sie an den Armen.

„Du wirst nicht in dieser Weise über den Dunklen Lord sprechen", fauchte er sie grimmig an. Auf Hermines Lippen erschien ein boshaftes Grinsen. Sie konnte nichts sagen, aber das war auch nicht notwendig. Ihre Augen erzählten ihm alles, was er wissen musste. ‚Du hast nie wirklich zur guten Seite gehört, nicht wahr?"

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So, das wars wieder für heute!

Was glaubt ihr? Ist Snape böse in dieser Story? Oder tarnt er sich nur? Wenn ja, was macht er dann so lange bei den Todessern?

Sagt eure Meinung!