Disclaimer: Die Twilight Saga gehört Stephenie Meyer und nicht mir!
AN: Das Autowaschen muss kurz warten, denn es gab Ärger in der Schule für unseren Lieblingsvampir ... und hier ist für euch ein schönes Esme/Edward Kapitel :) Viel Spass beim Lesen!
Edwards Pov
Als ich am nächsten Mittag von der Schule nach Hause komme, habe ich Hunger wie ein Wolf oder auch wie ein ausgehungerter Vampir! Noch dazu bin ich verdammt sauer! Ich werfe meinen Rucksack in die Ecke des Wohnzimmers, stolziere in die Küche und reisse den Kühlschrank auf. Das oberste Päckchen Blut muss dran glauben und ich reisse mit meinen scharfen Zähnen die dumme Plastikverpackung auf. Sehr widerspenstig dieses durchsichtige Plastikzeug aus dem Krankenhaus ... Ein Räuspern unterbricht mich bei meiner Arbeit und ich schaue nach vorn, wo Esme steht und die Hände in die Hüften gestützt hat.
„Edward, nimm eine Schere, bitte!"
„Sorry," antworte ich, immer noch das nicht schmeckende Plastik im Mund.
Etwas genervt nehme ich den Beutel heraus, gehe zur Schublade und schneide die Verpackung auf. Ich greife über mich und nehme meine schwarze Tasse von einem der Haken.
Ich spüre, dass Mum immer noch hinter mir steht und mich an starrt. Als ich das kalte Blut in die Tasse gefüllt habe, schließe ich den Beutel wieder mit einem Plastikklipp und lege ihn zurück in den Kühlschrank, damit der Inhalt nicht seinen Geschmack verliert. Ich reisse die Tür der Mikrowelle auf und stelle die Tasse auf den Glasteller.
„Edward, ist irgendwas passiert," fragt Mum mich und ich knalle die Tür der Mikrowelle mit dem Ellbogen zu, ohne ihr zu antworten. Ein Druck auf die Start-Taste und ich höre das wohl klingende Geräusch des Motors und des Belüftungssystems.
Ich will mich gerade umdrehen, als mich eine Hand am Oberarm packt und mich zurück zieht. Sofort werden meine Augen Golden und ich knurre wütend und laut. Esme weicht einen Schritt zurück und lässt mich erschreckt los.
„Was ist denn mit dir? ... Edward!"
Diesmal fauche ich sie an. „Mum, lass mich jetzt bitte in Ruhe, okay?!"
„Nein, nicht okay, Edward," faucht sie zurück.
Das Piepen der Mikrowelle unterbricht unsere Auseinandersetzung kurz und ich öffne die kleine Tür. Dann stelle ich die Tasse auf das teure Holz der Anrichte und sehe wieder Mum an. „Es gab Ärger in der Schule."
Sie schüttelt fassungslos den Kopf. „Und deshalb fauchst du mich an?"
Ich senke meinen Blick.
Sie kommt einen Schritt näher und drückt mit zwei Fingern mein Kinn hoch, damit ich ihr in die Augen sehe. „Was glaubst du, was Dad zu dieser Respektlosigkeit sagen wird?"
Natürlich weiß ich genau, was sie meint. Er würde mir einige mit dem Gürtel überziehen, das wäre sicher! Ich schlucke und versuche ihrem Blick auszuweichen, doch sie ist stärker als ich gedacht habe.
„Edward, sag mir bitte was passiert ist," drängt Esme freundlich. „Oder willst du, dass ich ihm davon erzähle? Sicher nicht?"
„Nein," flüstere ich leise, ohne ihr in die Augen zu sehen. „Entschuldige, Mum."
Sie streichelt mir durch die Haare. „Ist schon okay. Willst du mir nicht sagen, was passiert ist, Schatz? Oder willst du mit Dad reden?"
Ich greife hinter mich und nehme die Tasse in die Hand, die sich jetzt auf eine gewisse Temperatur abgekühlt hat.
Dann sehe ich Esme an, die zu warten scheint.
„Nicht jetzt, Mum," sage ich, gehe schnell aus der Küche, werfe mir den Rucksack über die Schulter und renne die Treppe hinauf. Ich spüre ihre Blicke auf mir, aber sie kommt mir nicht nach. Und ich hoffe, dass sie Carlisle nicht erzählt, dass ich so respektlos ihr gegenüber war.
Ich stehe in meinem Zimmer und nehme einen großen Schluck Blut zu mir. Dann setze ich mich an meinen Schreibtisch, fahre den Laptop hoch und stelle mit der Fernbedienung die Musik auf volle Lautstärke. Die beiden silbernen Boxen fangen an zu beben, als Aiden"s Darkness heraus kracht. Im Moment ist mir ziemlich egal, ob sich ein anderer Vampir in diesem Haus an der Musik stört. Und Carlisle ist eh unterwegs zu Swan.
Nachdem der mobile Computer endlich den Betriebsmodus erreicht hat, öffne ich den Internetbrowser mit einem Mausklick und gebe eine Adresse in das obere Feld ein. Ich lehne mich jetzt etwas entspannter zurück, trinke noch einen Schluck und sehe dabei zu, wie sich die Seite öffnet.
Die Homepage ist endlich offen und ich suche den entsprechenden Artikel. Lese ihn ... Lese ihn ein zweites Mal und schließe den Browser dann.
Es klopft an meiner Zimmertür, während ich auf Herunterfahren klicke.
„WAS?!"
Als sich die Tür öffnet, streckt Mum ihren Kopf hindurch. Ich sehe sie an, aber verstehe nicht was sie sagt – die Musik ist zu laut!
Genervt ziele ich mit der Fernbedienung auf die Anlage und fahre die Lautstärke so weit herunter, dass Mum in mein Zimmer kommen kann, ohne dass sie Gefahr läuft einen Hörsturz zu kriegen. Sie sieht wütend aus und das ist sehr selten der Fall. Esme baut sich vor mir auf und reißt mir die Fernbedienung aus den Fingern. Ihr Blick fällt kurz auf den Computer, der gerade mit einem leisen Rauschen des Ventilators herunter fährt und dann auf mich.
„Edward!"
Ich seufze. „Ich werde die Musik leiser machen."
„Das wollte ich nicht hören, Edward," sagt sie wütend und zeigt mit dem Finger auf mich. „Du wirst mir jetzt sagen, was in der Schule war, andernfalls bleibe ich so lange mit dir hier sitzen, bis Dad mit Rosalie nach Hause kommt. Und wenn er dich fragt ... wird er eine Antwort bekommen! Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass Carlisle sich nicht so leicht von dir abspeisen lässt! Oder du es wagst, ihn an zu lügen!"
Ich schlucke. Dass sie mir immer gleich drohen muss!
Genervt lasse ich die Schultern hängen und greife nach der Tasse, doch Esme ist schneller und zieht sie weg – außer Reichweite!
„Es gab Ärger in der Schule," sage ich dann, als ich merke, dass ich nicht weiter komme und sehe ihr in die Augen.
„Das hörte ich schon, Edward," sagt die wütend.
Ich versuche wieder an meine Tasse zu kommen, aber sie hält sie noch ein Stückchen weiter weg. „Welche Art von Ärger?"
Ich räuspere mich. „Viel mehr gab es Ärger auf dem Parkplatz heute Mittag. Jemand fand es wohl besonders lustig und hat meinen Volvo besprüht!"
Mum zuckt die Schultern.
„Und," fragt sie und meine Augen werden wieder Golden. „Das kann man wieder abwaschen, Edward! Wo liegt denn das Problem?"
Ich knurre sie frustriert und verärgert an. Männer und Autos! Das werden Frauen nie verstehen ...
Esme sieht mich finster an. "Lass das gefälligst!"
Ich beruhige mich wieder und meine Augen färben sich Schwarz. „Mum! Freak? Irgend Jemand hat da mit Rot auf die Motorhaube und die Seiten FREAK geschrieben! Auf meinen Volvo!"
Sie lacht.
Ich werde wieder sauer! „Das ist nicht witzig, okay?"
Esme beruhigt sich wieder.
„Entschuldige," sagt sie räuspernd und berührt mich am Arm. „Du kannst es doch abwaschen mit einem Lösungsmittel oder so was. Ich glaube, wir haben in der Garage noch etwas."
„Die ganze Schule hat es gesehen, Mum," flüstere ich leise und greife zum dritten Mal nach meiner Tasse, in der das Blut sicher schon kalt geworden ist, aber Mum zieht sie wieder außer Reichweite.
Wir hören ein Auto die Einfahrt rauf kommen und Esme geht zum Fenster um nach zu sehen. Sie kommt zu mir zurück. „Dad und Rosalie!"
Ich sehe auf meine Hände. „Wirst du ihm sagen, dass ich dich angeknurrt habe?"
Zu meinem Erstaunen schüttelt sie den Kopf. „Wenn du mir versprichst, so etwas nie wieder zu tun? Dann Nein, Edward!"
Ich stehe auf und gehe zu ihr. „Schon versprochen!"
Sie nimmt mich in die Arme und ich drücke meinen Kopf auf ihre Schulter. „Danke, Mum."
„Weißt du, wer es war," fragt sie plötzlich leise, als unten die Haustür auf geht.
„Nein," lüge ich eiskalt. „Will ich auch nicht wissen."
Wir lösen uns wieder, als Dad nach ihr ruft. Sie stellt die Tasse auf meinem Tisch ab und hält mein Gesicht in ihren Händen. „Und ... falls du irgendwann raus bekommst, wer es war, dann ... keine Rache, Edward! Verstanden? Das passt nicht zu dieser Familie!"
„Verstanden, Mum!"
Aber dieser Mistkerl hat es verdient ...
Tbc ...
