Kapitel 26 – Bleiben

Schweren Herzens entschied sie sich, ruhig zu bleiben und erst einmal abzuwarten, was er von ihr wollte – obwohl alles in ihr schrie, sofort davonzulaufen!

Als er sich neben sie stellte, sah sie nur einmal kurz in sein Gesicht, das über die dunkle Landschaft Hogwarts blickte, und daher ebenfalls nach vorne.

Eine Weile blieb es still, bis Snape plötzlich sagte: "Ich möchte mich entschuldigen, Miss Granger."

Sie sah ihn entsetzt an, doch er hatte seinen Blick nicht von den Bäumen und dem See abgewandt. "Wofür?", brachte sie leise heraus.

Er seufzte, schloss gequält die Augen und murmelte schließlich: "Dafür, dass ich Sie am Anfang des Schuljahres grundlos und völlig unangebracht brüllend aus meinem Büro geworfen habe."

"Ach so", erwiderte sie, da ihr nichts Besseres einfiel. Nach einem kurzen Moment des Nachdenkens, fragte sie: "Warum?" und beobachtete ihn ganz genau.

Er sah sie mit schiefem Kopf an und hob eine Augenbraue. "Müssen Sie immer Warum fragen?"

Sie zuckte gelassen mit den Schultern. "Anscheinend. Sonst erführe ich nur wenig."

Ein hauchzartes Lächeln war auf seinem Gesicht zu bemerken. "Fragen Sie mich, wenn Sie keine Schülerin mehr sind", sagte er schließlich amüsiert, drehte sich um und ging zurück zur Party.

Blitzschnell nahm Hermine seine Hand und drehte ihn zu sich herum.

Er sah sie erschrocken an, doch sie lächelte nur, gab seiner Hand einen kleinen Druck und sagte ernst, aber glücklich: "Das werde ich."

Einen Moment starrte er sie nur fassungslos an, doch dann hoben sich seine Mundwinkel, er nickte einmal, drückte ihre Hand ebenfalls noch einmal, bevor er sich wahrhaftig umdrehte und in der Menge der Gäste verschwand.

Hermine blieb noch eine Weile auf dem Balkon, sah wieder über die ruhigen und wunderschönen Gebiete Hogwarts – und strahlte über das ganze Gesicht. Ja, sie würde ihn fragen – und wie sie ihn fragen würde!

ENDE. 3