Luna: Danke! :D Die Szene mit Draco hat großen Spaß gebracht. :)
Kathi: Oi, da werd ich direkt rot. Danke für das Lob! Aber da der Frigus-Fluch meine Erfindung ist, hab ich mir darüber auch mehr Gedanken gemacht, als über Flüche, die schon im Buch stehen. ;)
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zu dieser Szene: Ich entschuldige mich schon mal im Voraus! Es gibt wirklich Dinge, die man nicht mit einem Albus Dumbledore besprechen möchte. Dummerweise fragt der Zitronenkerl vorher nicht!
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- Nachdem Hermine während der Frigus-Bekämpfung eingeschlafen ist (Kapitel 21).
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Das hier... muss niemand erfahren, hallten ihre Worte noch viel später in seinem Kopf wider.
„Eine weise Feststellung", antwortete Albus' Stimme. „Weiser als vieles, was dir manchmal durch den Kopf geht."
„Halt den Mund, alter Mann", knurrte Severus. Eine steile Falte stand zwischen seinen Augenbrauen, während ihm der schwache Geruch ihrer Haare in die Nase stieg. Nicht so lieblich, wie er ihn schon früher wahrgenommen hatte, sondern mit der scharfen Note des nicht mehr ganz so frischen Schweißes. Es war so elend warm in diesem Zimmer, dass er glaubte, sie hätte Fieber.
Seufzend schloss er die Augen und erlaubte es sich für einige Minuten, die Erschöpfung zuzulassen, die der Fluch hinterlassen hatte. Seitdem er vom Waldboden aufgestanden war und dafür gesorgt hatte, dass Draco heil nach Hause kam, war die ganze Nacht ein einziger Kampf gewesen. Ob das hier nun Belohnung oder Kapitulation war, würde sich vermutlich noch zeigen.
Vorerst war es eine Notwendigkeit, denn mit jedem Grad, das aus ihrer Kleidung in seine sickerte, nahm die Intensität des Fluches ab. Noch zitterte er zwar wie Espenlaub und seine Haut schmerzte, so sehr hatte sich die Gänsehaut darauf ausgebreitet, doch er glaubte nicht mehr, seine Gliedmaßen demnächst abfallen zu sehen. Das war ein Fortschritt.
Vorsichtig bewegte er seinen rechten Fuß und winkelte das Knie etwas weiter an. Hermine reagierte prompt darauf, indem sie sich seufzend tiefer in seine Arme schob. Ihr Unterleib rieb gegen sein Becken und ein Kribbeln ließ ihn entsetzt den Mund öffnen.
„Bei Merlins Zehennagel", fluchte er leise und tat das einzige, was ihm auf die Schnelle einfiel: Er presste sie fester an sich, um ihr auch noch die letzte Bewegungsfreiheit zu nehmen.
Seine Schülerin zuckte kurz zusammen, wachte jedoch nicht auf.
Albus kicherte. „Wann hattest du das letzte Mal mit Problemen dieser Art zu kämpfen, mein Lieber?"
„Das war noch vor meiner Rückkehr an die Schule", gab Severus zähneknirschend zu. Es hatte wohl wenig Sinn, einen Teil seines Verstandes anzulügen.
„Ist es nicht wunderbar?"
Der Tränkemeister schnaubte. „Bestand deine ganze verdammte Magie eigentlich nur aus Bienchen und Blümchen, alter Mann?"
„Größtenteils..."
Severus schauderte, dieses Mal jedoch nicht wegen des Fluches. „Ich würde es bevorzugen, dieses Gespräch jetzt zu beenden."
„Wie du willst." Und es wurde still in seinem Kopf.
Anfangs wunderte Severus sich über die plötzliche Fügsamkeit seines persönlichen Quälgeistes. Doch schon wenig später wusste er, was dahinter steckte. Nun, da er sich nicht mehr mit dem Gespräch ablenken konnte, rückte die Nähe des Körpers in seinen Armen wieder in den Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit.
Er spürte ihre Wirbelsäule durch das dünne T-Shirt und die Stellen, an denen ihre Haut an seiner klebte. Er roch nicht nur ihre Haare, sondern auch ihren Körper. Er konnte die Hauptschlagader an ihrem Hals pulsieren sehen, wenn er den Kopf etwas nach unten drehte – zumindest bis einige ihrer Haarsträhnen über ihr Ohr rutschten. Ihr gleichmäßiger Atem strich über seinen Unterarm und die Spitze ihrer Nase presste sich gegen seine Brust.
Je mehr Severus versuchte, diese ganzen Details zu ignorieren, desto deutlich wurden sie ihm bewusst. Und je bewusster sie ihm wurden, desto mehr genoss er sie. Es war ein Teufelskreis.
„Nein, das muss wirklich niemand erfahren", murmelte er schließlich und verdrehte die Augen zur Decke, bevor er sich vom Schlaf mitreißen ließ.
