Danke an alle treuen Reviewer!
Diesmal wieder mal namentlich:
Valli112, Cynestra, Morwena, Hermine Potter: Yepp, Hermine steht wirklich auf dem Schlauch, aber ich kann es sehr gut nachvollziehen. Nach zweijähriger Suche, so wenigen Indizien und vielleicht auch ziemlich wenig Hoffnung die nach so langer Zeit bleibt...
Imo: Die ich für Ihre FF „1981 Die Vergangenheit ist die letzte Hoffnung" sehr bewundere, und hoffe dass bald ein neues Chap kommt :-) (Danke für den Prozent und Sternchen-Hinweis, ich weiß das aeigentlich, aber in meinem Alter vergisst man leider öfter mal was und so im Schreibfluss... :-) )
Kathleen Potter: Ja, ja, die Cliffs. Immer dann wenn ich meine, jetzt ist es genug für ein Kapitel kommt plötzlich einer. Kann ich echt nichts machen. :-)
und Andy1991, HenniSG1, Jeanuts
So: dieses Kapitel ist für alle, die nun schon 25 Kapitel darauf warten, dass Hermine endlich 'ihren' Harry trifft. ES IST SOWEIT! Ob allerdings das Wiedersehen in Friede, Freude, Eierkuchen abläuft... na, ich weiss nicht so recht... :-)
Es geht los...
Kapitel 26 – Ein Wiedersehen
Stille. Wenn Hermine je in ihrem Leben sprachlos war, dann war sie es jetzt. „SAGT MAL, SEID IHR BESCHEUERT? WAS SOLL DAS GANZE! VERARSCHEN KANN ICH MICH SELBER!" Hermines Gesichtsfarbe wechselte von rosa über weiß bis dunkelrot. Sie war von ihrem Sessel aufgesprungen, hatte ihre Hände in die Seiten gestemmt und blaffte ihre Gegenüber zornig an. Während Draco mit einem amüsierten Grinsen sitzen blieb und ihren Ausbruch völlig gelassen zur Kenntnis nahm, war Leon aufgestanden und legte ihre eine Hand auf die Schulter.
„Beruhigen Sie sich Hermine, setzten sie Sie sich bitte wieder hin. Es gibt keinen Grund auszurasten." versuchte Leon Martin die junge Frau zu beruhigen. Als Hermine ihren Ausbruch realisierte, fühlte sie sich beschämt. Sie setze sich wieder und auch Leon nahm seine vorige Sitzposition wieder ein. Er setzte an: „Ich glaube wir sollten Ihnen genauer..."
„NEIN!" Hermine, die ihre Emotionen noch nicht unter Kontrolle hatte, unterbrach ihn. „Jetzt hören Sie mir mal zu, ich bin es leid, herumgeschubst zu werden und ständig nur Halbwahrheiten und Rätsel aufgetischt zu bekommen. Entweder wird jetzt alles aufgeklärt, oder ich verschwinde von hier. Meinetwegen können Sie mir das Gedächtnis verändern aber ich halte das nicht mehr aus! Ich bin nur hier her gekommen, weil ich endlich Harry zu finden glaubte. Seit zwei Jahren mache ich nichts anderes als Spuren zu verfolgen, Indizien zu sammeln und zu verwerfen und werde von einer emotionalen Achterbahn in die nächste geworfen. ICH BIN ES LEID! ICH KANN NICHT MEHR! Hier war meine letzte Hoffnung und die beste Spur die ich je hatte!"
Unter Tränen sprach Hermine weiter: „Ja, ich danke Ihnen Leon, dass sie mir Harrys Tagebuch und seine Erinnerungen zur Verfügung gestellt haben. Ich weiß jetzt, wie sehr ich Harry im Stich gelassen und verletzt habe. Ich war jung und dumm und hatte keine Ahnung von alledem. Ich weiß auch, dass, selbst wenn ich Harry wiedersehe, meine Träume nie erfüllt werden. Ich werde das Gefühl wohl nie wieder spüren, welches er mir in jener unsäglichen Nacht geschickt hat. Ich weiß jetzt, dass Harry mich hassen muss und mich nicht mehr sehen will. Es ist ok, ich verstehe es und ... ich ... ich gebe auf. Ich verschwinde von hier. Suchen sie sich jemand anders, der den Job macht."
Völlig verzweifelt und in Tränen aufgelöst stand Hermine auf. Verblüfft und überrascht über die doch sonst so distanziert und gefasst wirkenden Hermine saßen Leon und Draco ihr gegenüber. In der plötzlichen Stille drehte sich Hermine abrupt um und wollte gehen.
„Hermine!" sprach Leon leise und mit einem völlig anderen Tonfall als gewohnt. „Hermine, bitte geh' nicht!". Verwundert über das plötzliche Duzen des Lords und des ungewohnten Tonfalls in seiner Stimme, drehte Hermine sich zu Leon um. Sie sah ihn mit einer Mischung aus Enttäuschung und Erwartung an.
„Bitte setz' Dich. Ich werde Dich vollständig aufklären. Wenn Dir nicht gefällt was Du hörst, kannst Du immer noch gehen. Niemand wird Dich hindern und alle bisherigen Vereinbarungen sind hinfällig. Aber bitte höre mich an." Die Stimme Lord Martins klang beinahe flehend, was so gar nicht zu seinem sonstigen Auftreten passen wollte.
Noch immer misstrauisch hakte Hermine nach: „Vollständig einweihen? Wirklich vollständig? Keine Fragen bleiben offen wirklich keine?" Ihr entging nicht, dass ihre Gegenüber einen wissenden Blick tauschten. Resigniert hob Lord Martin die Schultern ehe er mit einem tiefen, aus tiefstem Herzen kommenden Seufzer nickte.
„Und da ich sehr genau weiß, wie Deine erste Frage lautet, werde ich Dir diese auch als erste beantworten. Es war eigentlich ganz anders geplant. Vor allem zu Deinem Schutz. Aber da Du drauf bestehst, kommen wir nicht darum herum, Dich in eines der größten Geheimnissen der Zaubererwelt einzuweihen."
„Red' nicht drum herum", Hermine, hatte sich inzwischen wieder auf ihren Platz gesetzt und war wie selbstverständlich ebenfalls zum ‚Du' übergegangen. „Sag mir endlich wo ist..."
„... Harry!" ergänzte Draco nun genervt. „Ich kann es nicht mehr hören. Sag es ihr endlich! Von alleine kommt die klügste Hexe, die Hogwarts je gesehen hat, wohl nie drauf."
Erwartungsvoll sah Hermine zu Leon, der betrübt auf seine Hände starrte. Nach einem erneuten Seufzer stand er auf und eilte mit den Worten: „Ich bin gleich wieder da." aus dem Raum.
„Wo will er hin?" fragte Hermine aufgeregt. „Wird er mir sagen wo Harry ist?"
„Granger! Hör auf zu nerven" erwiderte Draco, „wart's einfach ab."
Hermine verstummte. Die darauffolgende Stille war nicht unangenehm, als jeder seinen Gedanken nachzuhängen schien. Ein zuklappende Türe unterbrach die Stille. Das Geräusch, das im Rücken von Hermine entstanden war, veranlasste sie, sich umzudrehen.
Da stand er. Keine fünf Meter von ihr entfernt. Seine verstrubbelten Haare, seine strahlend grünen Augen, sein verlegenes Lächeln. Er war größer und muskulöser als sie ihn in Erinnerung hatte.
„Harry?" wisperte Hermine, „Harry, bist Du das wirklich?"
Tränen sammelten sich in ihren Augen, als sie sah wie er nickte. Sie sprang auf, überbrückte die kurze Distanz, die zwischen ihnen lag und warf die Arme um seinen Hals. Harry, denn er war es tatsächlich, wurde von dieser Aktion völlig überrumpelt, und legte vorsichtig ebenfalls die Arme um sie. Hermine presste sich an Harry, als wollte sie ihn nie wieder loslassen. Sie weinte an seiner Schulter, und all der Frust der letzten Monate kam hoch. Zaghaft streichelte Harry ihr tröstend über den Rücken, bis Hermine sich einigermaßen beruhigt hatte.
Draco fand derweil die Stuckarbeiten an der Decke höchst interessant, konnte sich aber ab und zu einen Blick auf das Paar nicht verkneifen. Ein malfoy-untypisches Lächeln umspielte dabei seine Lippen.
„Ähem, Hermine ...", Harry räusperte sich, „könntest Du vielleicht...".
Hermine, die Harry noch immer fest umklammert hielt, löste sich von ihm und errötete leicht. „tschuldige, es hat mich einfach übermannt..."
„Das ist ok, Hermine. Lass uns hinsitzen." Er führte Hermine am Ellenbogen zu ihrem Sessel und setzte sich auf jenen, den vorher Leon eingenommen hatte. Hermine war etwas enttäuscht, hatte sie sich die Begrüßung durch Harry etwas herzlicher vorgestellt. In Anbetracht der Erinnerungen, die sie von Harry gesehen hatte und die ihr noch lebhaft im Kopf herum schwirrten, konnte sie seine Distanziertheit verstehen. Sie hoffte inständig, dass sich das ändern würde. Für's erste war Hermine zufrieden, dass Harry gesund und munter vor ihr saß.
Plötzlich wurde ihr bewusst, dass sie die erste Hexe war, die Harry seit vier Jahren zu sehen bekam. Sie beschloss, die Frage, wo er sich die ganzen Jahre aufgehalten hatte, hinten an zu stellen. Es gab Wichtigeres zu fragen. Erleichtert und glücklich sah Hermine immer wieder zu ‚ihrem' Harry. Sie spürte wieder die unerklärlich Verbindung, die sie zu diesem Mann empfand. Harry vermied ihre Blicke, als ob es ihm unangenehm wäre, sie anzusehen. Hermine verspürte einen kleinen Stich in ihrem Herzen, versuchte es aber zu ignorieren.
„Nun Granger, ich hab Dir doch gesagt, es wird alles gut." konnte sich Draco nicht verkneifen zu sagen. Er lächelte jedoch dabei amüsiert. Hermine verzog indigniert das Gesicht. Es war ihr immer noch suspekt, den für sie ‚neuen' Malfoy zu sehen.
„Wo warst Du die ganzen Jahre Harry?", platzte Hermine heraus und wollte sich im nächsten Moment ohrfeigen. Hatte sie nicht eben beschlossen, diese Frage erst mal zu lassen?
Harry schien mit dieser Frage gerechnet zu haben. Flüchtig sah er Hermine nun doch in die Augen, und sie konnte fühlen, dass ihm gerade diese Antwort schwer fiel. „Mal da und mal dort, aber die meiste Zeit war ich hier."
„Hier? Hier in Martin Manor?" fragte Hermine skeptisch.
„Das ist nicht Martin Manor, das hier ist Potter Manor, und es gehört mir, wie Du Dir denken kannst." antwortete Harry, ohne sie anzusehen. „Wir nennen es aus verschiedenen Gründen, die wir Du im Laufe der Zeit verstehen wirst Martin Manor. Es dient in erster Linie unserem Inkognito. Dies, und dass das Haus unter extremen Schutzzaubern steht, sorgt dafür, dass niemand weiß wo das Manor steht. Da Potter Manor allerdings schon einige hundert Jahre existiert, könnte jemand beim bei eingehender Recherche rausfinden wo es ist. Wie gesagt, das ist einer der Gründe. Außerdem hat das Manor schon früher Martin Manor geheissen."
Hermine nickte nachdenklich und musste an ihr voriges Gespräch mit Draco und Leon denken. „Ja, wie Leon vorhin sagte, Martin, Evans, Potter. Jetzt wird mir einiges klar." Hermine beobachtete, wie Harry und Draco einen flüchtigen Blick tauschen und ihr entging das amüsierte Grinsen Dracos nicht.
„Was ist?" zischte sie, „Hab ich was falsches gesagt?" Draco biss sich auf die Unterlippe, eine Gefühlsregung, die sie nur zu gut kannte, wenn er laut loslachen wollte und es sich verbiss. Seine grauen Augen funkelten, als er erwiderte. „Nein, nein, alles richtig erkannt."
„Apropos Leon, wo ist denn Lord Martin hin?" Hermine war aufgefallen, dass der Hausherr schon längere Zeit nicht mehr aufgetaucht war. Jetzt konnte Draco nicht mehr an sich halten und lachte schallend los, so dass Hermine erschrocken zusammenzuckte. Sie sah zu Harry, der betreten zu Boden blickte.
„Jetzt sag es ihr schon Harry!" brachte Draco zwischen mehreren Lachern hervor. „Sie kommt von alleine nie drauf!" Hermine sah verwirrt von einem zum anderen. Sie rekapitulierte das Gespräch in Gedanken und wurde blass.
„DU!" zischte sie zu Harry. „Du bis Lord Martin! » Geschockt realisierte sie, dass Harry, der immern noch zu Boden sah, nickte.
„Das ist unglaublich." murmelte sie zu sich selbst. Es war deutlich zu sehen, wie es in ihrem inneren brodelte, während sie die vergangenen Tage wieder vor ihren Augen ablaufen ließ. Hermine schien vor Wut zu kochen als Sie aufsprang.
„DU HAST MICH DIE GANZE ZEIT ZUM NARREN GEHALTEN! WAS HAST DU DIR DABEI GEDACHT? DIE DOOFE DUMME KUH VON GRANGER BLICKT ÜBERHAUPT NICHTS? VERARSCHEN WIR SIE EIN BISCHEN, DIE BLÖDE PUTE? WAS SOLLTE DAS?" Hermine war völlig außer sich. „WIE KANNST DU SO MIT MIR SPIELEN? WAS IST IN DICH GEFAHREN? ICH HASSE DICH!"
Mit den letzten Worten verlor sie völlig die Fassung, sprang auf, wobei sie das Couchtischchen umriss und stürmte zurück in das Zimmer, in welchem sie vor einigen Stunden aus den Denkarium aufgetaucht war. Völlig aufgelöst warf sie sich auf das Bett und schluchzte in das Kopfkissen, während sie immer wieder mit den Fäusten die Matratze malträtierte.
Die beiden Männer, die sie zurückgelassen hatte, sahen sich an.
„Ich habe Dich gewarnt," brach Draco das Schweigen. „Ich habe geahnt, dass es so ablaufen würde. Es war doch klar, dass sie das nicht so einfach aufnehmen würde."
Harry schlug frustriert mit der Faust auf die Lehne, sagte aber nichts. Er schien scharf nachzudenken, und sah Draco mit hilfloser Miene an. „Ich weiß nicht, was ich tun soll. Du weißt selbst dass es nicht so einfach ist. Ich dachte, sie käme früher dahinter. Vielleicht habe ich sie überschätzt, oder unsere Tarnung ist wirklich so gut."
„Letzteres Harry. Sieh mal, Hermine hatte doch gar keine Chance und kaum Hinweise, herauszufinden, dass Du und Leon ein und dieselbe Person sind. Es gibt keine, der normalen Zaubererwelt bekannte Möglichkeit, sein Aussehen derart zu verändern. Vielsafttrank schied ja aus, da Du mehrere Stunden mit ihr zusammenwarst. Ein Metamorphmagie bist Du auch nicht, wie sie weiß. Und aus den Recherchen war es auch nicht herauszulesen. Und die kleinen Hinweise, die Du gestreut hast, also da wäre niemand dahinter gekommen."
„Aber was hätte ich den tun sollen? Hallo Hermine, ich bin Leon Martin, aber eigentlich bin ich Harry, den Du schon vier Jahre lang suchst? Ganz zu schweigen davon, dass ich sie eigentlich nie wieder sehen wollte." konterte Harry frustriert.
„Nein, hättest Du nicht. Aber Du sollst zumindest ihre Reaktion verstehen. Sie fühlt sich gekränkt und ist bestimmt sauer auf sich selbst, dass sie Dich nicht erkannt hat. Dabei seid ihr Euch so oft begegnet. Sicher denkt sie nun, dass Du Dich über sie lustig gemacht hast. Und außerdem, was soll das heißen, dass Du sie nie wieder sehen wolltest? Du kannst vielleicht Dir selbst etwas vormachen aber nicht mir. Ich habe doch die Jahre durch gesehen, wie Du reagiert hast, wenn ihr Name fiel."
Ertappt warf Harry Draco einen giftigen Blick zu. „Meine Gefühle spielen keine Rolle dabei. Ich habe keine Lust mehr verletzt zu werden. Ich sagte Dir schon Mal, Liebe ist etwas für andere, nicht für mich. Das ist in meinem Leben nicht vorgesehen. Meine Bestimmung ist, dieser Welt Frieden zu geben und mit den dunklen Machenschaften aufzuräumen. Da hat Liebe keinen Platz."
Jetzt wurde Draco wütend: „Du bist so ein Sturkopf. Ich kann nicht glauben, wie man so verbohrt sein kann. Wieso solltest Du nicht auch ein bisschen privates Glück haben? Klar hast Du Deine Aufgabe, aber das schließt doch nicht aus, dass Du ein wenig Zuneigung in Dein Herz lässt. Verdammt Harry, was Hermine die letzten Jahre getan hat, hätte wohl niemand getan. Sie muss Dich abgöttisch lieben um das durchzustehen. Wie oft hätte Sie die letzten Tage abbrechen können? Ich habe Sie beobachtet, als sie vor die Wahl der zwei Bücher gestellt wurde. Sie hat nicht einen Moment gezögert. Sie hat für Dich alles hinter sich gelassen. Ihr ganzes bisheriges Leben. FÜR DICH!"
Die letzten beiden Worte brüllte Draco fast. Harry warf einen warnenden Blick zur Türe, hinter der Hermine verschwunden war. Dann drehte er sich zu Draco um. „Du weißt genau, dass ich niemanden in meinem Leben brauchen kann. Jeder der mir etwas bedeutet ist in größter Gefahr und das weißt Du." sprach er mit gezwungen ruhiger Stimme.
„Weshalb hast Du Dich dann auf dieses Spiel eingelassen und dich ihr zu guter letzt auch noch offenbart?" fragte Draco immer noch aufgebracht. „Du hättest sie ignorieren können oder? Niemand hat gesagt dass Du sie einladen und ihr als Leon Martin unter die Augen treten sollst."
„Ich weiß es nicht verdammt."
Draco sah zu seinem Freund und konnte nicht betreifen, dass der unerschrockene Todesserjäger und Kämpfer für das Guten, der tausenden Kriegsopfern das Leben erleichterte, in Sachen Mädchen so unbedarft und hilflos sein konnte. Er griff zum letzten Argument, das ihm einfiel.
„Aber ich weiß es. Di liebst sie immer noch und wolltest sie sehen. Du wolltest, dass Du sie immer um Dich hast, ohne dass sie weiß wer Du bist. Aber ich sage Dir, das wäre völlig in die Hose gegangen. Merlin Harry, das hättest Du nicht durchgehalten. Was, wenn Sie jemanden kennen gelernt hätte? Hättest Du zusehen können, womöglich Dir noch täglich anhören, wie toll ihre Beziehung läuft? Mit einem ANDEREN? Womöglich würdest Du noch Trauzeuge spielen und dann vor Trauer und Eifersucht während der Trauung in Flammen aufgehen? Harry, komm zu Dir."
„Aber wenigstens wäre sie dann nicht in Gefahr. Ich kann ihr nicht sagen was ich empfinde. Ich will nicht wieder jemanden verlieren, den ich ..."
„... liebe?," erklang es leise von Hermines Zimmertüre her.
Harry schrak auf. In der offenen Türe stand Hermine. Deutlich sah man die Tränenspuren in ihrem verweinten Gesicht.
„Wie ... wie lange stehst Du schon da?" fragte Harry mit erschrockenem Gesicht.
„Lange genug um zu hören, was Du für einen Schwachsinn von Dir gibst." kam die Antwort. „Was bist Du nur für ein Egoist. Meinst Du wirklich, Du musst für andere entscheiden, was gut für sie ist, was gut für mich ist? Ich bin erwachsen Harry, ob Du es glaubst oder nicht. Ich kann für mich selber entscheiden. Du hast die Linie längst überschritten um mich von Dir fernzuhalten, ich werde nicht gehen."
Harry sah Hermine nicht an. „Du hast keine Ahnung," presste er zwischen zusammengepressten Zähnen hervor. „Ich kann das nicht..., ich will das nicht. Jeder, der mir etwas bedeutet, ist in Gefahr. Ich will nicht wieder jemanden verlieren, der mir am Herzen liegt."
Dann setzte er kaum hörbar hinzu: „ich will nicht wieder enttäuscht und verletzt werden." Mit diesen Worten sprang er auf und verließ das Zimmer durch den Haupteingang.
TBC
