Kleine Warnung: das hier ist das erste Mal, dass ich Smut schreibe... wobei es meinem Empfinden nach diese Bezeichnung nicht verdient hat. Ihr werdet es selbst sehen.
Trotzdem: Viel Spaß beim Lesen!
Kapitel 27
Nun stand er hier, im Badezimmer. Nachdem er sich geduscht und die Zähne geputzt und sein Gesicht auf Stoppel kontrolliert hatte. Doch nachdem sein Bartwuchs ziemlich dürftig war, bestand da kein Problem. Was seine Haare untenrum anging, war er hin und her gerissen gewesen, doch beim Duschen hatte sich der Junge entschlossen, sie einfach so zu lassen, wie sie waren – sauber gestutzt, aber trotzdem da. Er wollte wirklich nicht aussehen wie ein kleines Kind, was ohne irgendeine Intimbehaarung wohl der Fall gewesen wäre.
Er musste ein paar Mal tief durchatmen, um nicht doch noch vor Nervosität auszuflippen, und musterte sich langsam. Seine Haare waren noch etwas feucht und standen vom Abrubbeln in alle Richtungen, was er kurz mit seinen Fingern korrigierte, bis sie schließlich etwas verwuschelt, aber trotzdem ordentlich aussahen.
Sein Körper war etwas dünn, doch das war er immer, auch wenn er durch Esmes Fürsorge nicht mehr mager aussah. Bedeckt wurde sein Körper nur von einem von Carlisles T-Shirts und einfachen Boxershorts.
Schließlich blickte er auf, direkt in die Augen seines Spiegelbildes. Mittlerweile hasste er ihre Farbe nichtmehr, doch das Problem im Moment war die Besorgnis, die in ihnen stand. Er wagte es nicht, laut zu sprechen, also wiederholte er in Gedanken, dass es keinen Grund zur Panik gab. Dass Carlisle ihn so liebte, wie er war und er es unmöglich vermasseln konnte, wenn er sich entspannte und dem Mann vertraute.
Mit einem letzten, tiefen Atemzug wandte er sich vom Spiegel ab und öffnete die Tür zum angrenzenden Schlafzimmer, wo sein blonder Vampir schon am Bett lag und ein Buch las. Oder zumindest so tat, denn Helios war sich ziemlich sicher, dass er einfach nur gelauscht hatte. Nun, wo der Junge zu ihm aufs Bett kletterte und sich auf seinen Schoß setzte, legte Carlisle das Buch zur Seite und seine Hände dafür auf die Hüfte des Menschen.
„Alles in Ordnung?", fragte er sanft, woraufhin der Kleinere nickte und sich nach vorne beugte, um ihn vorsichtig zu küssen. „Alles bestens", flüsterte Helios daraufhin und küsste ihn erneut, dieses Mal etwas leidenschaftlicher als zuvor. Der Blonde erwiderte den Kuss nur allzu gerne und zog seinen Geliebten dabei enger an sich, während seine Hände anfingen, über die Seiten des Jungen auf und ab zu streichen. Als sie sich einen Moment lösten, um dem Menschen zu gestatten, wieder Luft zu holen, strich Carlisle ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht und blickte ihn nachdenklich an, bevor er murmelte: „Was auch immer passiert, ein Wort von dir und es ist vorbei."
Das schien die letzte Versicherung zu sein, die Helios brauchte, denn im nächsten Augenblick presste er seine Lippen fest auf die des Älteren, biss sogar leicht hinein, auch wenn sie für ihn relativ hart waren, und drängte sein Becken enger an die Körpermitte des Anderen. Carlisle stand ihm in nichts nach, doch während er sich im Kuss anscheinend dominieren ließ nutzte er nur die Tatsache, dass der Junge damit beschäftigt war und ließ seine Finger unter dessen Shirt wandern.
Ein kleiner Schauer lief durch den Körper auf ihm und Helios lachte leise, bevor er murmelte: „Ihr Ärzte mit euren kalten Händen." Ein Teil des Mannes wollte sich dafür entschuldigen, doch da waren seine Lippen schon wieder anderweitig beschäftigt und es schien nicht so, als ob die Kühle seiner Berührungen den Anderen tatsächlich störten. Also fuhr er damit fort, die Haut sanft zu streicheln, welche sich durch den beschleunigten Herzschlag des Menschen langsam weiter erhitzte, bis er nicht anders konnte, als zu flüstern: „Dafür habe ich das Gefühl, mir an dir noch die Finger zu verbrennen."
Helios schien wohl beschlossen zu haben, dass er heute keine Lust dazu hatte, geduldig zu sein, denn sobald sie sich wieder zum Luft holen lösen mussten nutzte er die Zeit, um Carlisle von seinem Oberteil zu befreien. Sobald der Stoff achtlos zur Seite geworfen worden war, ließ er langsam seine Hände über den Oberkörper wandern, der so aussah, als ob er in wunderschönen Marmor gemeißelt war. Der Vampir hielt währenddessen still und beobachtete einfach, was der Junge tat. Wer war er schon, dass er Neugierde und Wissensdurst im Weg stand?
Schließlich wanderten diese von ihm so geliebten silbernen Augen wieder zu seinem Gesicht, ein schalkhafter Ausdruck war deutlich in ihnen zu sehen, während Helios seine Fingernägel über die weiße Haut gleiten ließ. Ein Seufzen schlüpfte bei diesem sinnlichen Gefühl zwischen seinen Lippen hervor, bevor er den Jüngeren leicht herausfordernd anlächelte.
„Vielleicht sollte ich dir zeigen, wie man das richtig macht", neckte er sanft, während er den Schwarzhaarigen am Nacken in einen feuchten Kuss zog. Sobald der Vampir sicher war, dass sein kleiner Liebling wirklich atemlos war, ließ er von seinen Lippen ab und küsste sich langsam zu dessen Hals. Gleichzeitig griff er nach dem Saum seines Shirts und zog ihm dieses dann über den Kopf.
Es war eindeutig, dass es Helios nach wie vor verlegen machte, wenn er weniger trug, doch diese Scham würde er bald ablegen. Natürlich mit Carlisles Hilfe. Also setzte er seine Spur aus Schmetterlingsküssen fort, bis er über dem Herzen des Jüngeren stoppte. „Du glaubst nicht, wie glücklich es mich macht, dieses Geräusch zu hören", flüsterte er sanft, die Erinnerung an den verletzten Jungen im OP noch viel zu real für ihn.
Carlisle blickte auf, als sich eine Hand an seine Wange legte und er konnte sehen, wie verlegen Helios war und dennoch antwortete: „Ich denke, es schlägt nur für dich." Der Vampir konnte nicht anders, als erst zu lächeln und den Jüngeren dann tief und verlangend zu küssen. Dabei zog er vorsichtig, um die zarte Haut ja nicht zu verletzen, seine Fingernägel über den Rücken seines Geliebten, was diesen dazu brachte, leise aufzukeuchen.
Sehr zufrieden mit dieser Reaktion fing der Mann wieder damit an, Nacken, Schultern und Lippen des Kleineren mit Küssen zu bedecken, was diesen dazu brachte, seine Hände in den blonden Strähnen zu vergraben und kurz zu stöhnen. Natürlich konnte Carlisle fühlen, was genau er mit dem Jungen machte und wanderte mit beiden Händen weiter nach unten, bis er sie an den runden Hintern legen konnte. Ein kleines Zucken verriet, dass Helios es eigentlich nicht erwartet hatte, doch nachdem sonst keine Reaktion kam, war es wohl nicht unangenehm.
Eine Weile beschäftigte er sich einfach damit, die Backen zu kneten, bevor sich der Junge auf einmal auf seine Knie erhob und eilig anfing, seine Boxershorts abzustreifen. Deutlicher konnte er es eigentlich nicht machen. Seine Erektion glänzte schon von den ersten Lusttropfen, doch noch wollte Carlisle der Versuchung, sie zu berühren, nicht nachgeben, sondern machte mit der vergleichsweise unschuldigen Tätigkeit, Helios' Hintern zu massieren, weiter.
Was dieser davon hielt machte sein frustriertes Stöhnen ziemlich eindeutig, doch er würde sich nicht von seinem ungeduldigen Geliebten hetzen lassen. Immerhin hatten sie die ganze Nacht Zeit, sogar das ganze Wochenende. Nur wurde dieses Vorhaben auf eine harte Probe gestellt, als der Junge leise murmelte: „Carlisle, bitte! Ich will nicht länger warten!" Dabei stahl sich dessen Hand langsam hinunter, wohl um sein Glied zu umfassen, was der Vampir aber schnell zu verhindern wusste.
„Oh nein, sicher nicht", schnurrte der Blonde regelrecht, während er Helios am Handgelenk festhielt und ihn dann wieder dazu brachte, beide Hände an die Schultern des Mannes zu legen. „Auch wenn du in deinem Alter viel Ausdauer hast, vergiss nicht, ich fühle keine Erschöpfung. Deshalb wirst du schön die Finger von dir lassen."
Ein kleines Nicken war seine Antwort und zur Belohnung küsste Carlisle seinen Geliebten, bevor er kurz ganz vom Jungen abließ und sich zum Nachtkästchen hinüberbeugte. Der Mensch blickte etwas neugierig und sein Gesicht errötete noch mehr, wenn überhaupt möglich, als er das kleine Fläschchen Gleitgel und das Kondom sah, das der Mann einfach neben sie legte.
Doch er überraschte den Vampir, als er den verpackten Gummi hochhielt und fragte: „Brauchen wir das hier wirklich?" Der Arzt in ihm wollte sofort protestieren, Helios einen Vortrag halten, wie wichtig Schutz war, doch sie konnten sich nicht gegenseitig anstecken. Eigentlich war das Kondom auch eigentlich nur zum Wohlbefinden des Jüngeren da, also wenn dieser darauf verzichten wollte, würde er nicht Nein sagen.
Sanft zupfte er das Plastikstück aus den Fingern seines Liebsten und warf es ähnlich wie ihre Kleidungsstücke einfach zur Seite, bevor er das Gleitgel zur Hand nahm. „Du stehst jetzt vor einer kleinen Entscheidung, Helios", murmelte er sanft und presste einen schnellen Kuss auf seine Lippen. „Wie du dir sicher vorstellen kannst, wird es ohne Vorbereitung nicht angenehm. Willst du es selbst tun, oder soll ich?", fragte der Vampir und konnte sich sein Lächeln nicht verkneifen, als der Junge beschämt sein Gesicht an seiner Brust verbarg. Es war wirklich zu niedlich, wie schnell er bei solchen Themen in Verlegenheit geriet.
Beruhigend und geduldig strich Carlisle dem Kleineren über den Rücken, bis dieser endlich seine Entscheidung getroffen hatte und kaum hörbar murmelte: „Ich denke nicht, dass ich den Mumm dazu hätte…" Ein Teil des Vampirs überlegte, ob er den Schwarzhaarigen etwas reizen sollte, indem er verlangte, dass dieser genau sagte, was das bedeutete, doch er entschied sich dagegen. So süß es auch war, er war fast genauso ungeduldig wie Helios, also wollte er es nicht noch weiter hinauszögern.
Also nickte er sanft, presste einen Kuss auf die Schläfe des Menschen und öffnete das Fläschchen, um beide Hände großzügig mit dem Gel zu bedecken. Die eine legte er wieder an den Hintern seines Geliebten, die andere allerdings zu dessen Überraschung an Helios' Erektion. Ein lautes Keuchen war die Folge und bevor der Junge es verhindern konnte, zuckte seine Hüfte der Hand entgegen, was ein kleines Stöhnen auslöste.
Doch bevor er sich weiter befriedigen konnte, wurde sein Becken festgehalten und Carlisle küsste ihn lachend. „Warte noch ein bisschen… Ich kümmere mich schon um dich, keine Sorge", flüsterte er und wartete auf das Nicken, bevor er seine Hand vorsichtig über die weiche Haut gleiten ließ, kaum mehr als ein Hauch einer Berührung, um den Kleineren zwar abzulenken, aber nicht noch näher zu seiner Erlösung zu bringen.
Sobald er sich sicher war, dass Helios zu frustriert war, um auf etwas anderes als die Hand an seinem Glied zu achten, ließ der Blonde den ersten seiner Finger langsam zu dem versteckten Muskelring wandern und massierte ihn erst nur. Das schien den Menschen noch nicht zu stören. Seine Augen waren geschlossen, der Kopf in den Nacken gelegt und wäre er nicht so frustriert gewesen, hätte sich purer Genuss auf seinem Gesicht gezeigt. Erst, als die Fingerkuppe langsam gegen den Eingang drückte blickten ihn die grauen Augen wieder an, ein wenig unsicher, aber noch nicht ängstlich. Um das zu verhindern fing Carlisle wieder an, Küsse auf der Haut und den Lippen seines Liebsten zu verteilen, während seine Berührungen an der Erektion etwas fester wurden.
Kurz darauf war der Schwarzhaarige wieder völlig entspannt und er wagte es, seinen Finger mit etwas mehr Druck gegen den Muskelring zu pressen. Dass Helios so entspannt war, machte es sehr einfach, bis zum ersten Glied einzudringen und so zu verharren, um den Jungen nicht zu überfordern. Dieser bewegte seine Hüfte ein wenig, doch das war auch schon alles und Carlisle verwickelte ihn in einen wilden Zungenkuss, während er den Finger etwas tiefer schob. Das schien auch noch kein Problem zu sein, doch als er versuchte, einen Zweiten hinzu zu nehmen, verspannte sich der Mensch etwas. „Shh… es ist alles gut. Keine Angst", murmelte der Ältere sanft und verteilte ein paar Küsse auf seinem Gesicht, seine Finger keinen Millimeter bewegend.
Wenn man in fast vierhundert Jahren eines lernte, dann war es Geduld. Der Blonde ließ sich Zeit damit, den Kleineren sanft zu küssen und seine Hand kurzzeitig schneller zu bewegen, bis jegliche Anspannung vollkommen verschwunden war. Und verschwunden blieb, als er wieder versuchte, mit einem zweiten Finger in den Jungen einzudringen. Auch dieses Mal hielt er sie ruhig, als sie vollkommen in ihm waren, und wartete, bis sich Helios daran gewöhnt hatte, bevor er anfing, sie stückweise rauszuziehen und dann wieder tiefer zu schieben.
Durch die Menge an Gleitgel auf seinen Fingern ging das bald schon recht einfach, weshalb er begann, sie etwas zu öffnen, um den Muskel vorsichtig zu dehnen. Kurz verzog der Jüngere bei dem unangenehmen Gefühl das Gesicht, bevor er bewusst tief durchatmete und murmelte: „Ich sehe noch nicht, warum jeder davon schwärmt."
Eigentlich hatte Carlisle damit noch warten wollen, doch die Worte des Menschen waren einfach zu verlockend und so nutzte er sein ganzes anatomisches Wissen, um seine Finger beim nächsten Mal fest gegen dieses besondere kleine Nervenbündel zu pressen, dass Helios bald zum Schreien bringen würde. Die gewünschte Reaktion kam sofort. Der Junge spannte sich an, drückte den Rücken etwas durch und stöhnte laut auf. „Okay, jetzt seh' ich's…", murmelte er etwas atemlos und beugte sich vor, um den Vampir verlangend zu küssen. „Mach das nochmal, bitte."
Doch der Blonde schüttelte nur lächelnd den Kopf und drückte einen kleinen Kuss auf die Schmolllippen vor sich. „Nein, erst, wenn wir richtig bei der Sache sind. Das hier war nur ein kleiner Vorgeschmack… eine Motivation, um entspannt zu bleiben, könnte man sagen", flüsterte er verrucht und begann wieder, den Kleineren ordentlich zu dehnen. Dieser versuchte seinen Frust damit zu kompensieren, dass er seine Hüfte wieder der Hand an seiner Erektion entgegenschob, nur um schon regelrecht zu wimmern, als diese für einen Moment verschwand. „Du solltest mittlerweile gelernt haben, auf deinen Arzt zu hören", tadelte dieser und legte seine Finger wieder um das warme Glied. „Also sei ein braver Junge und warte noch etwas."
Dadurch, dass Helios nun wirklich ungeduldig wurde, würde sich der Mann sich nicht dazu hinreißen lassen, alles zu übereilen und seinen Geliebten vielleicht zu verletzen. Doch es schien, als ob diese Ungeduld dem Menschen dabei half, sich zu entspannen. Das oder die Tatsache, dass er wusste, was kommen würde. Schließlich wagte es Carlisle, auch einen dritten Finger hinzu zu nehmen, was den Schwarzhaarigen dazu brachte, leise zu zischen.
Um ihn etwas zu beruhigen, verteilte er ein paar Küsse auf dem heißen Oberkörper und fühlte deutlich, wie sich Helios dadurch wieder entspannte. Es brauchte noch einen Moment, bis sich der Vampir sicher war, dass er seine Finger wieder bewegen konnte. Dabei nahm er seine andere Hand endgültig vom Geschlecht seines Liebsten, was diesen natürlich sofort dazu veranlasste, etwas zu jammern.
„Dafür, dass du sonst immer so geduldig bist, hast du es heute viel zu eilig", meinte der Vampir neckend und presste seine Lippen auf die des Jüngeren. Er ließ sich noch etwas Zeit damit, ihn mit seinen Fingern zu dehnen. Der Blonde wollte einfach sichergehen, dass es zu keiner Verletzung kommen würde, bevor er auch die zweite Hand zurückzog.
Sanft schob er Helios für einen Moment von sich, damit er sich seinem letzten Kleidungsstück entledigen konnte. Der Junge kletterte dann wieder auf seinen Schoß und konnte nicht anders, als seine Fingerspitzen über die stolze Härte des Vampirs wandern zu lassen, was dieser mit einem leisen Seufzen quittierte. „Mir würde jetzt so einiges einfallen, das ich tun könnte…", murmelte der Schwarzhaarige, bevor sich eine Hand an seine Wange legte und der Mann ihn in einen Kuss zog. „Auch wenn es verlockend wäre, später. Oder bist du etwa plötzlich von deiner Ungeduld befreit?" „Später klingt sehr gut", flüsterte der Mensch und erwiderte den Kuss verlangend.
Nachdem er einen Moment lang einfach nur gestarrt hatte, biss sich der Jüngere unsicher auf die Unterlippe und sah so verloren aus, dass Carlisle das Fläschchen mit dem Gleitgel nahm und ihm in die Hand legte. „Du kannst ruhig einen Teil der Arbeit übernehmen", neckte er, um Helios vom Kommenden abzulenken und beobachtete, wie der Rotton auf seinen Wangen wieder ein paar Nuancen dunkler wurde.
Dann ertönte das Klicken der Flaschenöffnung und kurz darauf wurde diese zur Seite geworfen, bevor sich eine Hand sanft um die Erektion des Blonden schloss. Die Bewegungen waren langsam, aber dafür fest und Carlisle konnte sich vorstellen, dass sie einmal auch einfach so ihren Spaß haben konnten. Doch heute hatten sie etwas anderes vor, also löste er Helios' Hand von ihm, als sein Glied feucht genug war, und legte seine an beide Seiten der Hüfte des Menschen, um ihn zu stützen. Wobei stützen in dem Fall bedeutete, dass er das ganze Gewicht des Kleineren trug.
„Wir können immer noch aufhören, wenn du möchtest", versicherte der Mann, nur um ein Kopfschütteln und Schnauben als Antwort zu erhalten. „Glaub mir, ich möchte gerade alles andere als aufhören." Damit erhob sich der Jüngere auf seine Knie und rutschte etwas nach vorne, sodass er direkt über Carlisles Erektion war. Dieser hatte keinerlei Anstalten dazu gemacht, sie umzudrehen, also nahm Helios einfach an, dass es ihn nicht störte und er atmete nochmal tief durch, bevor er sich langsam niederließ.
Er zögerte noch etwas, als er die Eichel an seinem Eingang fühlte, doch bevor er zu lange überlegen konnte, ließ er sich etwas weiter nach unten sinken und keuchte, als sein Muskelring nachgab und die Spitze der Erektion in ihn glitt. Die ganze Zeit hatte der Vampir ihn einfach nur festgehalten und mit seinen Daumen kleine Kreise auf seiner Haut gezogen, um ihn zu beruhigen. „Lass dir Zeit, es ist alles in Ordnung", murmelte der Blonde und lächelte sanft.
Es brannte ein wenig, definitiv mehr als das leichte Ziepen, dass er bei den Fingern gefühlt hatte, doch es schien nicht so sehr zu schmerzen, wie er befürchtet hatte.
Nach einem Moment, in dem er einfach nur ein- und ausgeatmet hatte, ließ sich Helios wieder tiefer sinken und stoppte trotz der leichten Schmerzen erst, als er ganz auf dem Schoß des Älteren saß. Wenn er den Anderen nicht schon so gut gekannt hätte, wäre er durch den Mangel an Reaktion wohl beleidigt gewesen, allerdings wusste er, dass Carlisle einfach nur versuchte, ihn nicht zu verletzen oder zu erschrecken.
Dieses Mal brauchte er etwas länger, um sich wieder entspannen zu können, doch dann fing er an, sich langsam zu heben und zu senken, während der Großteil seines Gewichts immer noch vom Vampir getragen wurde. Es machte alles auf jeden Fall leichter und Helios konnte sich darauf konzentrieren, einen angenehmen Rhythmus aufzubauen.
Was ihn ein wenig frustrierte, war, dass er seine Prostata anscheinend nicht mehr fand, doch Carlisle schien sein Problem auch ohne Worte zu erkennen und zog sanft seine Position ein wenig zurecht, nur um sehr zufrieden zu lächeln, als Helios laut aufstöhnte. Nun hörte er auch allmählich auf, das Gewicht zu tragen, sondern ließ dem Jungen freie Hand.
Dieser hatte, durch das berauschende Gefühl angespornt, angefangen, sich schneller zu bewegen und gleichzeitig sein Becken etwas kreisen zu lassen. Ein leichter Schweißfilm bildete sich auf seinem Körper und der Schwarzhaarige konnte nicht anders, als seinen Kopf in den Nacken zu legen und seine Lust durch lautes Stöhnen deutlich zu machen.
Es war überraschend schwer für Carlisle, einfach ruhig zu halten und es zu genießen, auch wenn er dem Menschen eigentlich sämtliche Kontrolle überlassen wollte. Also tat er das Einzige, bei dem er wusste, dass er den zerbrechlichen Menschen nicht verletzen konnte und fing an, seine Finger über den schlanken Körper wandern zu lassen.
Hie und da kratzte er leicht über die weiche Haut und er beugte sich etwas vor, um mit seinen Lippen seine Hände zu unterstützen. Das schien Helios noch mehr zu ermutigen und er zog den Blonden an seinen Haaren in einen wilden Kuss, bevor er einfach die Arme um dessen Nacken legte und ihn ritt, als ob es kein Morgen gäbe.
Nun konnte der Mann nicht anders, als dem Kleineren bei jeder Bewegung entgegenzukommen, doch er hütete sich davor, mehr zu tun, als einfach sein Becken zu bewegen, alles andere war ihm zu riskant. Das schien den Schwarzhaarigen allerdings nicht zu stören. Sein Stöhnen war nun so laut, dass es fast als Schrei durchging und Carlisle fühlte, wie sich sein Körper langsam immer weiter anspannte.
Um dem Jungen dabei zu helfen, über die Klippe zu springen, legte er seine Hand wieder um dessen Erektion und bewegte sie passend zu ihrem Rhythmus. Es brauchte dann nur noch zwei gezielte Stöße und Helios schrie seine Lust heraus, während er sich über Carlisles Hand und ihre Bäuche ergoss. Die zusätzliche Enge sowie der Anblick seines Geliebten am Höhepunkt, brachte auch den Vampir dazu, endlich loszulassen und er presste sein Becken an den Jüngeren, während er sich in ihm ergoss. Als dann sämtliche Anspannung aus dem jungen Körper verschwand, drohte Helios, einfach umzukippen, weshalb ihn der Blonde sanft abfing und vorsichtig an sich zog.
Das Herz des Menschen raste, sein Atem ging keuchend und er glühte regelrecht, doch vor allem wirkte Helios mehr als zufrieden und glücklich. Sanft strich der Blonde ihm über den Rücken und ließ ihm Zeit, wieder genügend Sauerstoff in sein System zu pumpen, bevor er ihn sanft am Kinn nahm und ihre Lippen aufeinanderlegte. „Das… das war unglaublich", murmelte der Junge lächelnd, die Augen immer noch glasig und die Pupillen erweitert und er konnte nicht anders, als seine Nase in den schwarzen Haaren zu vergraben und tief einzuatmen. „Ja, das war es…"
