Hallo ihr Lieben.

Also es tut mir schrecklich Leid, dass ich so lange nicht mehr upgedatet habe, aber in meinem Leben lief momentan ziemlich viel drunter und drüber, außerdem war mein PC für 2 Monate in der Reparatur, da hatte ich nie Zeit, mich endlich mal meiner Story zu widmen.

Aber jetzt geht es wieder los und ich bemühe mich auch wieder regelmäßig was Neues hoch zuladen.

Erstmal Viel Spaß beim Lesen.

-LG Lucia

°°°°°°°OOO°°°°°°°

Schwangerschaft

„Lucius, ich bin wieder schwanger.", hauchte sie stimmlos, als sie eineinhalb Monate später im Wintergarten saßen. Draußen schneite es seit Wochen fast ununterbrochen, so dass der Garten des Hauses von einer dichten Schneedecke eingehüllt worden war.

Ihr Gesicht war verheult gewesen, als ihr Mann heimgekehrt war.

„Dieses Mal könnte es klappen.", sagte Lucius halb zuversichtlich, halb verängstigt und strich ihr sanft über den Oberarm.

„Ich möchte nicht schon wieder ein Baby verlieren.", ihre Hand umschloss seine fest.

Lucius sah hinaus in den Schnee und dachte nach. „Vielleicht", begann er nach einer Weile „Sollten wir das Ganze als eine Art…Hinweis sehen? Ich meine, die Heiler sagten, du könnest nicht mehr schwanger werden, und jetzt bist du es doch! Dieses Mal wird es vielleicht klappen!"

Sie sah ihn zweifelnd an. „Meinst du?"

Er nickte, jetzt leicht euphorisch.

„Wir…engagieren einfach einen Heiler, oder wir fragen Severus, der hat eine Antenne für so was, es wird dir und dem Baby gar nichts passieren können!"

Sie schien immer noch nicht sonderlich überzeugt. „Lucius, du weißt wie sehr ich mir ein Kind gewünscht habe", sie machte eine Pause. „Aber ich weiß nicht, ob ich es verkraften würde, das Baby noch mal zu verlieren."

„Wir sollten es versuchen. Diesmal schaffen wir das. Ich bin mir ganz sicher, dass-" „Dräng bitte nicht so, Lucius.", sagte Narcissa und winkte ab. „Lass mir etwas Zeit, bitte.", fügte sie leise hinzu und sah wieder aus dem Fenster.

°°°°°°°OOO°°°°°°°

„Du weißt ja, dass Narcissa genauso gut dabei draufgehen könnte, Lucius?", fragte Rod und zog mit dem Springer nach vorne.

Lucius überlegte. Natürlich, wusste er, dass die Schwangerschaft auch für Narcissa gefährlich werden konnte… „Na, deshalb habe ich ja darüber nachgedacht, einen Heiler oder Severus zu engagieren."

Er brütete einen Moment über seinen schwarzen Schachfiguren und zog dann mit dem Läufer.

„Und du glaubst, Narcissa wird sich besonders wohl fühlen, wenn sie dauernd jemanden hat, der um sie herumscharwenzelt? Vor allem, wenn es eine fremde Person ist, ich meine, Severus wird keine Zeit haben, der hat im Moment genug zu tun."

Daran hatte er –zugegeben- nicht gedacht. Für ihn hatte das alles so unkompliziert ausgesehen, aber anscheinend, war es das doch nicht.

°°°°°°°OOO°°°°°°°

„Was sagt deine Frau eigentlich dazu?", fragte Rodolphus und kaute auf seinem Ringfinger herum, während er über den nächsten Zug nachdachte.

Lucius stand auf und ging herüber zum Wohnzimmertisch, auf dem die beiden Männer eine ziemlich große Menge an alkoholischen Getränken platziert hatten.

Rodolphus raufte sich die Haare. So wie es aussah hatte er so gut wie verloren…

„Sie will das Kind. Da bin ich mir ganz sicher, aber sie hat Angst, dass sie noch einmal so eine Enttäuschung erleben wird."

Er beugte sich herunter, um sich von dem Feuerwhiskey einzuschütten. Rodolphus nutzte die Gunst der Stunde und setzte zwei seiner Figuren zurück aufs Spielfeld.

„Du bist.", sagte er rasch und betont beiläufig. Lucius kam zurück und setzte sich wieder. Kaum eine Sekunde lang, hatte er sich das Spielfeld betrachtet, da hob er den Kopf und sah Rodolphus grinsend an.

°°°°°°°OOO°°°°°°°

„Ich habe nachgedacht.", verkündete Narcissa ihrem Mann zwei Tage später. Lucius rollte sich zu ihr und stützte den Kopf in die Hände. „Und?", fragte er und versuchte nicht allzu angespannt zu klingen.

„Ich denke, du hast recht.", sagte sie und strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, ganz bestimmt."

°°°°°°°OOO°°°°°°°

„Ciss?", rief Lucius durch das Haus, als er aus dem Ministerium zurückkam. „Ich bin hier.", kam es von ihr zurück. Lucius ging in Richtung Wohnzimmer, wo Narcissa auf dem Sofa vor dem Kamin lag und las.

„Guten Abend, Engel.", sagte er und gab ihr einen Kuss. „Ich habe mit denen im St. Mungos gesprochen.", er ging herüber auf die andere Seite des Sofas. Er nahm ihre Beine hoch, setzte sich und legte sich ihre Beine dann wieder auf den Schoß.

„Es ist kein Problem, jemanden für dich vorbeizuschicken.", sagte er und begann sanft ihre Füße zu massieren.

Narcissa legte das Buch auf den Beistelltisch und sah ihn forsch an. „Ich hatte doch gesagt, dass ich so was nicht will!"

„Aber du musst doch wohl selber einsehen, dass es das Beste für dich wäre, Darling.", sagte er sanft.

„Ich weiß selbst, was für mich das Beste ist.", gab sie bissig zurück. „Ich will niemanden, der hier im Haus rum läuft, während du nicht da bist! Und ich will auch niemanden, der mir ständig sagt, was ich tun soll!"

„Ich denke, du willst das Baby dieses Mal nicht verlieren!", giftete Lucius zurück. Die Heiler hatten ihm gesagt, er solle seine Frau schonen und besonders fürsorglich und liebevoll mit ihr umgehen, aber wie zum Teufel, sollte er das denn tun, wenn sie sich immer querstellte.

Sie nahm die Füße von seinem Schoß und stand auf.

„Ciss, so habe ich das doch nicht gemeint!"

Kurz bevor sie die Wohnzimmertüre erreichte, drehte sie sich zu ihm um. „Als wäre ich Schuld daran gewesen. Wer von uns beiden hat denn beim ersten Mal, mein Baby vergiftet? Es war nicht meine Schuld, Lucius, sondern ganz allein deine!", sagte sie. In ihren Augen glitzerten Zornestränen, dann ging sie heraus und schlug die Türe mit einem lauten Krachen zu.

°°°°°°°OOO°°°°°°°

„Cissy, mach schon auf. Bitte! Es war doch nicht so gemeint.", beteuerte Lucius nun seit einer Viertelstunde immer wieder, während er vor der Badezimmertüre auf und ab ging.

„Verschwinde!", zischte sie zurück. „Mir ist übel."

„Dafür kann ich aber nichts!", rief Lucius gezwungen ruhig zurück.

„Doch!", brüllte sie.

‚Schwangere Frauen sind so', sagte sie Lucius nun zum 100sten Mal, um sich zu beruhigen. „Darling, du sollst dich nicht so aufregen. Das ist nicht gut für euch!", rief er durch die Türe.

„Seit wann weißt du denn, was gut für mich ist!", schnappte sie zickig.

Lucius seufzte. „Hör zu, es tut mir schrecklich Leid, o.k? Es wird niemand kommen, der die ganze Zeit auf dich aufpasst, wenn du das nicht willst, aber versprich mir, dass du jetzt aufhörst, dich so aufzuregen."

Augenblicklich öffnete sich die Badezimmertüre und eine verheulte Narcissa stand direkt vor ihm.

„Alles wieder gut?", fragte er und legte seine Hand an ihre Wange. Sie nickte und legte ihren Kopf an seine Brust.

Lucius schloss sie in seine Arme und war schrecklich stolz auf sich selbst. Langsam lernte er das mit der Selbstbeherrschung…

°°°°°°°OOO°°°°°°°

So, ich hoffe es hat euch gefallen. Reviews wären total lieb. Kritik , Lob…ganz egal. Ich bin für alles offen ;-)