Disclaimer: Die handelnden Personen und die Orte an denen diese Geschichte spielt, sind der geistige Eigentum von Joanne K. Rowling. Ich beabsichtige nicht mit dieser Geschichte Geld zu verdienen, sie dient lediglich der Unterhaltung. Mir gehören nur Jane Baker, Nicole Smith, Sarah Smith, Sophie Evans und Lucy Potter sowie einige unbedeutende Nebencharaktere
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Im Schatten des
Kapitel 27
Ärger
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„Charlie!" schrie Dora.
Sie rannte zu ihm hinüber, schockte den Todesser, mit dem Charlie sich zuvor duelliert hatte. Während Dora neben Charlie auf den Boden sank, gelang es den anderen vier Auroren die restlichen Todesser auszuschalten. Lily rannte zu ihnen.
„Was ist los?"
„Keine Ahnung, irgendein Zauber."
„Er blutet," stellte Lily fest. Sie versuchte einen Heilzauber, doch das nützte nichts.
„Ich glaub ich weiß welcher Zauber das ist," sagte Lily leise, „wir müssen ihn ins Mungo bringen, schnell."
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Jane lief los, dicht gefolgt von Alice. Sie erreichten den Raum in dem Anda sich gerade um Charlie kümmerte.
„Was ist los?" fragte Jane.
„Ich weiß es nicht genau, es war scheinbar einer dieser Giftzauber. Der Trank, den ich ihm gegeben habe, hat zwar die Wunde geheilt, aber er wacht nicht auf. Entweder hat ihn noch ein anderer Fluch getroffen oder er hat zu viel Blut verloren und kommt deswegen nicht wieder zu sich. Aber die unangefochtene Fachfrau bist du ja und deshalb sag uns einfach deine Meinung."
„Ich denke du liegst mit deiner Diagnose richtig," meinte Jane, nach einigen Zaubern, „wir können nicht viel für ihn tun, sein Körper braucht Zeit um sich komplett zu regenerieren und sobald das geschehen ist, wird er auch wieder zu sich kommen."
„Gut, dann sollten wir ihn einfach schlafen lassen." Jane nickte.
„Gut, ich werde dann Lily und Dora bescheid geben."
„Warum nehmen die eigentlich Rekruten mit, bei so einer Aktion?" fragte Jane, als sie zur Tür gingen.
„Keine Ahnung. Das nichts schlimmeres passiert ist, war aber scheinbar ziemliches Glück."
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Dora saß relativ nervös in James Büro und wartete. Charlie lag immer noch bewusstlos im Mungo, doch ihre Mutter und Jane hatten ihr und Lily versichert, dass es schlicht ein wenig Zeit brauchte, bis Charlie wieder zu sich kam. Sein Körper musste sich regenerieren und das Blut, dass er verloren hatte musste sich komplett neu bilden.
Die Tür zu James Büro öffnete sich und James trat ein. Dora schluckte, sie kannte James Potter schon seit sie denken konnte und er war immer ein fröhlicher, warmherziger und so gut wie immer freundlicher Mann gewesen, doch jetzt rauchte er vor Zorn.
„Was in Merlins Namen hast du dir Gedacht, als du uns mit Charlie hinterher gerannt bist?" fragte James mit vor Zorn bebender Stimme.
„Ich, ich weiß nicht."
„Das dachte ich mir. Dachtest du, du könntest die Situation besser einschätzen als ich? Dachtest du, ich hätte euch ohne Grund verboten mit zu komme?"
„Wahrscheinlich habe ich überhaupt nichts gedacht," gab Dora kleinlaut zu.
„Ja genau. Ihr seid Rekruten, im ersten Ausbildungsjahr, ihr habt keinerlei praktische Erfahrung. Erste Einsätze sind erst ab der zweiten Hälfte des zweiten Ausbildungsjahres vorgesehen. Warum also widersetzt du dich meiner direkten Anweisung? Ich hab euch erlaubt, bei der Verfolgung dabei zu sein, ich hab euch mehr erlaubt, als jeder andere Boss es getan hätte. Aber als ich gesagt habe hier ist endgültig Schluss, da konntet ihr einfach nicht meinem Befehl folgen!"
James schrie jetzt und Dora hatte das Gefühl im Erdboden versinken zu wollen.
„Das ganze hätte noch wesentlich schlimmer ausgehen können, ist dir das klar?" fragte James,
„Charlie könnte genau so gut tot sein! Denk darüber nach Dora, du bist den Rest der Woche suspendiert, Charlie auch, obwohl ich nicht glaube, dass er ansonsten kommen könnte. Wie auch immer, ihr Beide braucht erst nächsten Montag wieder zu erscheinen und ich erwarte eine schriftliche Entschuldigung von euch Beiden."
Dora nickte nur, bevor sie das Büro verließ.
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„Musste das sein?" fragte Lily.
Sie war in James Büro gekommen, nachdem Dora mit Tränen in den Augen verschwunden war.
„Ich musste ihr klar machen, dass ich es nicht dulde, wenn sie sich einem direkten Befehl wiedersetzt."
„Wäre das nicht ein bisschen höflicher gegangen?" fragte Lily, leicht gereizt.
„Nein," meinte James.
„Denkst du nicht, dass Charlies Verletzung und ihre Schuldgefühle Strafe genug sind?"
„Ich denke, sie braucht einen ordentlichen Denkzettel damit sie merkt, dass sie sich nicht alles erlauben kann."
„Ich bitte dich James, du tust so, als würde sie sich andauernd irgendwelche Fehltritte erlauben," fauchte Lily mit erhobener Stimme, „sie hat einen einzigen Fehler gemacht James. Okay, die Sache hätte übel enden können, aber wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen. Also warum bläst du das ganze jetzt so auf?"
„Dora soll einfach merken wo ihre Grenzen sind."
„Soll ich dir was sagen James, du entwickelst dich langsam zu einem richtigen Arschloch. Zu einem zweiten Fudge quasi. Wenn du dich toll fühlst, bitte, mach weiter so."
Mit diesen Worten drehte Lily sich um verließ das Büro und knallte die Tür sehr geräuschvoll hinter sich zu. Ein sehr schlecht gelaunter James blieb zurück.
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Dora flohte aus dem Atrium direkt ins Mungo. Auf dem Weg zu Charlies Zimmer begegnete sie kaum jemandem, worüber sie froh war. Vor allem ihre Mutter wollte sie jetzt nicht treffen, denn sie hatte keine Lust ihre Fragen zu beantworten.
Charlie war immer noch bewusstlos, als sie in sein Zimmer kam. Das beunruhigte sie nun doch, ihre Mum und Jane hatten zwar versichert, dass er wieder zu sich kommen würde, aber er war jetzt schon seit Stunden bewusstlos. Sie zog einen Stuhl neben sein Bett und setzte sich.
Er sah friedlich aus, wenn er schlief, nicht so gestresst. Dora wusste nicht genau warum, aber aus irgendeinem Grund hatte sich Charlie verändert, er war nicht mehr ganz so fröhlich wie früher und wirkte oft nachdenklich. Doch jetzt wirkte er schlicht und einfach friedlich und vollkommen entspannt. Seine Brust hob und senkte sich in einem gleichmäßigen Rhythmus, einige Strähnen rotes Haar fielen in sein sommersprossiges Gesicht.
Dora streckte ihre Hand aus und fuhr ihm ganz vorsichtig mit einem Finger über die Wange. Während sie ihn Gedankenverloren streichelte, gestand sie sich endlich selbst ein, was schon solange der Fall war, sie liebte Charlie Weasley. Schon ewig lange, hatte sie ihn fest in ihr Herz geschlossen, ohne es selber zu bemerken.
Ein verträumtes Lächeln stahl sich auf ihre Züge. Sie beugte sich vor und hauchte ihm einen federleichten Kuss auf die Lippen. In diesem Moment öffnete Charlie die Augen. Entsetzt wollte Dora zurückweichen, doch Charlie verhinderte dies, indem er eine Hand in ihren Nacken schob und sie näher zu sich zog, um den Kuss zu verstärken.
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Es war vollkommen ruhig in den Fluren von Hogwarts. Alle Schüler schliefen, na ja, fast alle. Vier Erstklässler schlichen durch einen Gang in der zweiten Etage. Harry, Ron, Hermine und Neville waren jetzt seit exakt einer Woche in Hogwarts und hatten beschlossen, dass die Zeit reif war, um die Marauders-Map aus Filchs Büro zu holen.
Sie schlichen also dicht hintereinander durch den Gang, auf dem auch Filchs Büro lag. Sie lauschten an der Tür, doch als sie von drinnen kein einziges Geräusch hörten, entschlossen sie sich, ihr Glück einfach zu versuchen. Hermine hob ihren Zauberstab und flüsterte,
„Alohomora."
Zur Überraschung der vier sprang die Tür einfach auf, genaugenommen hatten sie gedacht dass die Tür doch irgendwie etwas komplizierter geschützt war. Leise traten sie in das Büro des Hausmeisters, Neville schloss die Tür leise hinter ihnen, dann entzündeten sie ihre Zauberstäbe und begannen die Schubladen, Schränke und Regale zu durchsuchen. Harrys Blick fiel auf eine Schublade mit der Aufschrift
„Beschlagnahmt und Gemeingefährlich".
Ein diebisches Lächeln stahl sich auf seine Lippen. Das musste es sein. Er streckte die Hand aus und öffnete die Schublade. Zwei Sekunden später stellte sich heraus, dass dies ein gewaltiger Fehler gewesen war, denn offensichtlich hatte Filch es doch für nötig gehalten, sein Büro mehr zu schützen als nur dadurch, die Tür abzuschließen. Ein durchdringender Pfeifton ertönte und reflexartig pressten sich alle vier die Hände auf die Ohren.
„Raus hier!" schrie Neville.
Doch auch ihre hastige Flucht aus dem Büro hätten sie sich sparen können, denn Filch erwartete sie bereits vor der Tür.
„So, ihr dachtet also, ihr könntet einfach so in meinem Büro rumschnüffeln ihr kleinen Bälger!" schimpfte er, „mitkommen, sofort!"
„Aufschlitzen sollte man sie, an den Füßen im Kerker aufhängen und sie dort verhungern lassen," murmelte Filch vor sich hin, während er sie zu Professor McGonagalls Büro führte.
Ihre Hauslehrerin war alles andere als erfreut, mitten in der Nacht von einem wütenden Filch aus dem Bett geholt zu werden, noch weniger erfreut war sie, als sie den Grund erfuhr.
„Eine Unverschämtheit," keifte sie, „sie vier, schon in ihrer ersten Woche mitten in der Nacht aus dem Bett und dann brechen sie auch noch in ein Büro ein. Sie vier sollten sich schämen."
Alle vier ließen beschämt die Köpfe hängen. Nicht dass sie ein schlechtes Gewissen gehabt hätten, aber sie konnten sich jetzt schon die spöttischen Briefe von Ginny und Lucy vorstellen, sobald diese erfuhren, dass sie erwischt worden waren.
„Sie werden alle Strafarbeiten bekommen," erklärte Professor McGonagall, „wann und was die Strafe sein wird, werde ich ihnen noch mitteilen und nun gehen sie zu Bett."
Für die vier Erstklässler war dies ein denkbar schlechtes Ende des Abends.
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AN: Okay Leute, hier ist Kapitel 27. Es tut mir echt Leid, dass ich erst heute update, aber ich hab's gestern einfach vergessen. Ehrlich gesagt hatte ich um vier Uhr morgens, bevor ich weggefahren bin auch andere sorgen. Na ja, jetzt kriegt ihr jedenfalls das neue Kapitel. Und ich hoffe, dass ich mal ein paar mehr Reviews krieg, das wäre echt nett.
Bye
Sanny
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Vorschau Kapitel 28
Lily und James streiten.
James und Sirius reden.
Lily, Sarah und Jane trinken.
Harry ist beleidigt.
Und Dora und Charlie sind übertrieben gut gelaunt.
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„Oh, Harry ist beleidigt," rief Neville, so laut, dass Harry es hören musste. Der tat allerdings so, als höre er gar nichts und stieg einfach stur die Treppen hoch.
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„Hi Sarah." „James ist gerade bei uns aufgetaucht, er sagte ihr hättet gestritten und ich dachte, du könntest vielleicht ein bisschen Gesellschaft vertragen." „Danke, dass ist total nett von dir." „Ich hab Feuerwhiskey mitgebracht, ich wusste nicht ob du welchen hast und da hab ich einfach ne Flasche mitgebracht. Ich dachte, wir machen nen Frauenabend wenn dir nicht danach ist versteh ich das aber auch."
