Danke für die beiden Reviews. Dass Harry bei der Suche nach dem Ring seine Fähigkeiten vergisst, ist trotz seines langen Trainings darin verständlich, da er diese Fähigkeit noch nicht hatte, als er mit Dumbledore nach den Horkruxen gesucht hat. Daher ist er es gewohnt, dabei Suchzauber zu verwenden und nicht seinen Phönixblick. Mit Harrys Gedanken will ich Ausschnitthaft vergangene Ereignisse zeigen. Vorallem was sich in seiner alten Zeitlinie zugetragen hat. Natürlich kann es dabei zu Wiederholungen kommen, da ich meine Geschichte nicht auswendig gelernt hab;)
Ich hoffe, euch gefällt dieses Kapitel und ich bekomme mal wieder mehr Reviews;)
28. Stadtplanung
Drei Tage waren seit Harrys Besuch in Askaban vergangen und er hatte sich gut erholt, obwohl seine Muggel-Verwandten ihm nicht gerade wenige Aufgaben gegeben hatte und er daher nicht ganz so viel Schlaf bekommen hatte, wie er eigentlich gewollt hatte. Heute wollte Harry nach dem Mittagessen dem Ministerium für Magie einen Besuch abstatten, um zu sehen, ob das Treffen des Zaubergarmot, in dem Harry das Problem mit Sirius und Wurmschwanz ansprechen wollte, schon organisiert worden war, oder, ob er dieses doch mit Hilfe von Regulus einberufen musste. Schnell installierte Harry noch die üblichen Zauber, die verhindern sollten, dass die Dursleys sein Zimmer betreten konnten. Dieses Mal legte er zusätzlich noch einen Anti-Muggel-Zauber auf seine Tür. Dann disapperierte er.
Mit einem leisen, kaum hörbaren Plopp erschien Harry im magischen Bereich seiner Londoner Wohnung. Sich umsehend sah er, dass niemand außer ihm dort war. "Vulkano!" Sprach er und der oberste seiner Hauselfen erschien mit einem etwas lauterem Plopp als Harry kurz zuvor. "Was wünschen sie, Lord Potter?" Fragte dieser, während er sich tief vor Harry verbeugte. Laut seufzend meinte dieser: "Hab ich dir nicht schon oft genug gesagt, dass Harry genügt, Vulkano? Aber, naja, was solls? Kannst du mir vielleicht sagen, wo Remus gerade ist?" "Aber natürlich weiß Vulkano, wo sich Mr. Lupin befindet. Er ist unten, im Muggelbereich dieser Wohnung. Sie haben Glück. Er ist erst vor kurzem von einem Geschäft zurückgekehrt, wie er Vulkano mitgeteilt hat. Und das mit der Ansprach tut Vulkano leid, aber Vulkano wurde so erzogen, seinen Meister immer mit 'Lord' anzusprechen. Kann Vulkano sonst noch etwas für sie tun?" Erwiderte der Hauself.
Harry beruhigte daraufhin den leicht aufgebrachten Hauself wieder, indem er meinte, dass das mit der Anrede nicht so ernst wäre, er sich aber trotzdem wünschen würde, nur mit 'Harry' angesprochen zu werden, da ihm der Titel des Lords eher lästig als wichtig wäre. Danach fragte er Vulkano auch noch nach den Black-Brüdern, die sich, nach dessen Auskunft, in Harrys Schloss aufhielten, um wieder einmal ihre Kräfte bei einem Quidditch-Spiel zu messen. Nach ihrer Zählung wäre es das 555. Spiel zwischen den Beiden und bisher würde Sirius knapp mit zwei, drei Siegen führen, fügte Harrys oberster Hauself noch ehrfürchtig hinzu, was Harry dazu brachte, aus tiefster Seele über diese Art des Streits zwischen den beiden Blacks zu lachen.
Früher hatten die beiden Brüder ihre Streitigkeiten nämlich auf eine gemeinere Art ausgetragen, entweder durch kleine Schlägereien, als beide noch nicht nach Hogwarts gekommen waren, oder später durch Duelle. Bei beiden Möglichkeiten hatte Sirius bis zum Ende seiner Schullaufbahn immer gewonnen und nur in dem einzigen Duell zwischen den beiden nach Hogwarts war Regulus klar im Vorteil gewesen, da er im Gegensatz zu Sirius auch die Unverzeihlichen benutzt hatte, und Sirius wäre damals gestorben, wenn ihn nicht James, Harrys Vater, am Ende unterstützt hätte. Natürlich war Regulus zu dieser Zeit noch ein Todesser gewesen und so hatte Sirius auch bis vor kurzem noch nicht gewusst, dass er sich damals mit seinem Bruder duelliert hatte.
Dieses Duell mit seinem Bruder war auch das erste Ereignis gewesen, was Regulus daran zweifeln ließ, ob seine Entscheidung, ein Todesser zu werden, wirklich richtig gewesen war, denn während James Sirius zur Hilfe gekommen war, als dieser in Bedrängnis gewesen war, hatte Regulus fliehen müssen, da ihn keiner seiner Todesser-'Freunde' unterstützt hatte. Danach war er dann von Voldemort bestraft worden, weil er geflohen war, obwohl er nicht ganz zu Unrecht der Meinung war, dass es die anderen viel mehr verdient gehabt hätten, da sie ihm nicht geholfen hatten. Der entscheidende Anstoss für seinen Austritt aus Voldemorts Diensten war jedoch die Entdeckung gewesen, dass Voldemort Horkruxe hergestellt hatte. Die hatte Regulus nämlich Voldemorts wahren Absichten offenbart.
Als Harry schließlich im Muggel-Bereich seiner Londoner Wohnung angekommen war, fand er Remus gemütlich vor dem Fernseher sitzend vor. Sobald dieser ihn bemerkt hatte, schaltete er diesen jedoch sofort aus und fragte Harry: "Na, Harry, wie war dein Besuch in Askaban? Sirius hat gemeint, du hättest ihm noch nichts darüber berichtet." Also berichtete Harry Remus alles, was er bei seinem Besuch in Askaban erlebt hatte, und erklärte ihm anschließend, dass und warum er ein Problem damit hätte, Sirius und Regulus über Bellatrix Unschuld auzuklären. Schließlich waren die beiden mit dieser ziemlich nahe verwandt und Sirius nicht gerade dafür bekannt, über Dinge nachzudenken, bevor er handelte.
Doch nach einer kurzen Diskussion zwischen den beiden hatte Remus es schließlich geschafft, Harry davon zu überzeugen, dass auch die Black-Brüder von Bellatrix Unschuld erfahren mussten. Harry hatte aber nur unter zwei Bedingungen zugestimmt: Die erste bestand darin, dass es Remus den beiden sagen sollte, da Harry zur Zeit mit anderen Dingen beschäftig war und auch ab und zu bei den Dursleys auftauchen musste. Dann hatte Harry noch gefordert, dass er den beiden Brüdern zuvor das Versprechen abnehmen sollte, keine Dummheiten zu machen, wie zum Beispiel ins Ministerium zu rennen und dort die Freilassung von Bellatrix Lestrange zu fordern.
Nachdem die beiden sich bei diesem Thema geeinigt hatten, fragte Harry den Werwolf, wie weit er mit der Bohrmaschinenfirma und dem Landkauf bei Godrics Hollow gekommen war. Daraufhin erklärte Remus: "Nun, das mit dem Land war relativ leicht, auch wenn es sehr viel Bürokratie war. Aber das mit der Bohrmaschinenfirma war wohl ein Reinfall. Du besitzt zwar jetzt ungefähr 49,9 Prozent der Firma, aber mehr wirst du wahrscheinlich nicht mehr bekommen, denn den Rest behält der Direktor der Firma. Warum ist diese Firma eigentlich so wichtig? Ich meine, sie wirft zwar leichte Gewinne ab, aber es gibt bessere Firmen, in die man investieren könnte." Als Remus den Direktor der Firma erwähnt hatte, hatte er eine abschätzige Miene gezeigt.
"Ich hab meine Gründe dafür. Hast du denn mit dem Direktor der Firma gesprochen, Remus?" Fragte Harry daraufhin, denn im war Remus Miene nicht entgangen. Bei der Erinnerung an diese Begegnung fletschte der Werwolf seine Zehne und gab ein Geräusch von sich, welches Harry an ein Knurren eines Hundes erinnerte, und fing dann an zu erzählen: "Natürlich. Ich hätte ihn am liebsten in Stücke zerrissen oder verflucht. Das ist vielleicht ein unangenehmer Mensch, er heißt, glaub ich, Dursty oder so ähnlich. Jedenfalls ist er kein Mensch, mit dem ich anfreunden würde. Als ich zu ihm kam, hatte ich schon die 49.9 Prozent im Besitz und machte ihm ein großzügiges Angebot für ein Teil seiner Anteile, doch er grinste mich einfach nur an und meinte, dass er mir zwar für mein Angebot danken würde, es aber ablehnen müsse, da die Mehrheit der Firma natürlich in Familienbesitz bleiben sollten. Daher seh ich keine Chance, die Firma mehrheitlich aufzukau... Harry, kannst du mir mal sagen, warum du jetzt so hämisch grinst?"
Grinsend fragte Harry daraufhin: "Remus, geh ich recht in der Annahme, dass der Direktor ein bulliger Typ mit häßlichem Schnurrbart ist und nicht Dursty, sondern Dursley heißt?" "Ja, das könnte sein, aber woher weißt du das, Harry?" Entgegnete der Werwolf verwirrt. "Nun, der Direktor der Firma ist mein Onkel Vernon Dursley und..." Antwortete Harry, wurde jedoch von einem Aufschrei von Remus unterbrochen: "WAS? Das ist dein Onkel?" "Allerdings, Remus, das ist mein Onkel und ich glaub, jetzt ist dir auch klar, warum ich die Firma unbedingt haben wollte. Ich brauch nächstes Jahr wahrscheinlich ein Druckmittel gegen meinen Onkel. Letztes Mal hatte ich dafür Sirius, da dieser auch in den Muggel-Medien als gefährlicher Mörder bekannt war, doch dieses Mal wird das nicht so sein, daher hab ich mir gedacht, ich kauf seine Firma auf und kann ihm dann damit drohen, diese pleite gehen zu lassen." Erklärte Harry dem erstaunten Werwolf.
"Das war kluger Plan von dir, Harry, doch leider wird das nicht klappen, da du die Mehrheit nie bekommen wirst." Meinte Remus erst begeistert, dann niedergeschlagen. "Doch, Remus, mein Plan ist aufgegangen und ich hab die Mehrheit von Grunnings..." Widersprach Harry ihm und wurde dann aber von einem zweifelndem Werwolf unterbrochen: "Aber wie, Harry? Dein Onkel hat doch gesagt, dass der Rest in Famielienbesitz ist."
"Allerdings, aber ich gehör doch auch zur 'Familie'. Zur Verlobung von Petunia mit Vernon haben meine Großeltern Petunia 10 Prozent von Grunnings - wo Vernon Dursley zu dieser Zeit Assistent von einem Abteilungsleiter war - gekauft. Als die beiden dann geheiratet haben, kauften meine Großeltern nochmal 25 Prozent. Davon schenkten sie 20 Prozent dem frischen Ehepaar und den Rest meiner Mutter. Sie hofften wohl, dass die Geschwister dadurch wieder zusammenfinden würden, doch meine Mutter unterschrieb eine Entscheidungsvollmacht zu Gunsten von Petunia. Sie liegen im Moment in meinem Verlies bei Gringotts und zu gegebener Zeit widerrufe ich oder besser gesagt Sirius als mein Muggel-Vormund die Entscheidungsvollmacht. Du siehst, Remus: Wer zuletzt lacht, lacht am besten!" Erklärte Harry.
Es dauerte nicht lang, bis Remus Harrys Erklärung erfasst hatte und nun auch grinsend meinte: "Ja, du hast recht, Harry. Ich würde zu gerne das Gesicht deines Onkels sehen, wenn ihm klar wird, dass er die Kontrolle über seine Firma verloren hat, weil er diese Anteile deiner Mutter nicht beachtet hat. Das sollte man echt für die Nachwelt festhalten! Aber, um noch mal auf das Land zurückzukommen: Was hast du eigentlich damit vor? Und sag mir nicht, dass du Ackerland brauchst! Das glaub ich dir nämlich nicht. Also, wofür brauchst du das Land, Harry?"
Harrys Grinsen verschwandt sofort und antwortete mit ernster Miene: "In der Tat hat das nichts mit Ackerland zu tun. es kommen bald schwere Zeiten auf uns zu, wenn Voldemort wieder zurück ist. Und was meinst du, was die Menschen dann am meisten brauchen, Remus? - Ja, richtig. Einen sicheren Ort, an den sie sich zurückziehen können und wo sie Voldemort nicht erreichen kann. Und dieser Ort soll auf dem Land entstehen, welches du für mich kaufen solltest. Ich hab vor, dort eine kleine Stadt zu errichen, in der sowohl Zauberer als auch magische Wesen Schutz finden können, und niemand darf einen anderen Bewohner dieser Stadt angreifen, egal ob dieser ein Kobold, ein Zentauer, ein Riese oder Halbriese, der Schutz sucht, ein Werwolf oder ein Zauberer ist. Es soll dabei auch egal sein, ob es sich um einen Reinblüter, einen Halbblüter oder einen Muggelstämmigen Zauberer handelt. Diese Stadt stell ich dann unter den Fidelius-Zauber mit mir als Geheimniswahrer..."
"Du willst WAS tun? Eine ganze Stadt unter den Fidelius setzen? Das wird niemals klappen! Man braucht eine Begrenzung, wie eine Wand, damit der Fidelius ein Haus oder ein kleines Gebiet schützt." Meinte der Werwolf Harry unterbrechend. "Ich denke, das krieg ich schon hin. Ich hab alle Bücher über den Fidelius, die ich bekommen konnte, gelesen und weiß das alles. Aber ich hab mir überlegt, dass als Grenze eine Stadtmauer vielleicht genügen könnte, und dann kommt es nach dem, was ich darüber gelesen hab, nicht mehr auf die Größe des Gebietes an. Natürlich wurde noch nie versucht, eine ganze Stadt durch den Fidelius zu verstecken, wenigstens ist davon nichts überliefert. Aber das muss ja nichts heißen. Es kann auch einfach daran liegen, dass der Geheimniswahrer, gestorben ist, ohne dieses Geheimnis mit der Öffentlichkeit zu teilen und auch nichts Schriftliches hinterlassen hat. Oder wie erklärst du dir, dass man Avalon nicht finden kann? Vielleicht sollte ich darüber mal mit Merlin reden."
Zum Ende hin war Harry immer nachdenklicher geworden und hatte den letzten Satz nur leise geflüstert, sodass Remus nur durch sein übermenschliches Gehör, welches er immer kurz vor und kurz nach einer Vollmondnacht hatte, hören konnte, was Harry da vor sich hingemurmelt hatte. Daher antwortete: "Ich denke, das ist eine gute Idee. Vielleich hast du ja recht mit Avalon und Merlin könnte dir dazu sicher am meisten darüber sagen. Aber wie willst du denn diese Stadt erbauen? Durch Architekten der Muggel oder auf magische Weise?"
Harry dachte kurz nach, ehe er dem Werwolf entgegnete: "Ich hatte eigentlich gedacht, die magische Welt außen vor zu lassen, da man in der Muggelwelt schriftliche Beweise leichter verstecken kann, ohne dass es in der magischen oder in der Muggel-Welt auffällt. Ich hatte vor mehrere Muggel-Baufirmen zu beauftragen, jeweils ein Haus zu bauen. Dabei wollte ich das Gelände aufteilen und durch magisch errichtete Mauern von einander trennen. Diese belege ich dann mit Illusionszaubern und mit einem Antilärm-Zauber, sodass die eine Firma von der anderen nichts mitbekommt. Dann noch einen kleinen Verwirrungszauber, damit die Leute der verschiedenen Firmen denken, sie würden an anderen und verschiedenen Orten bauen. Natürlich wird für jede Firma ein Konto unter irgendeinem Namen eingerichtet, von dem sie ihr Geld erhalten. Natürlich weiß ich nicht, ob das alles so bei dem Gelände funktioniert. Dafür müsste ich das Gelände natürlich gesehen haben."
Remus hatte Harrys Plan gespannt gelauscht und brauchte danach erst einmal einen kleinen Augenblick, um das gehörte zu verarbeiten. Doch schließlich meinte er: "Das hast du also vor? Ein sicherer Rüchzugsort für alle magischen Wesen. Das ist einfach genial! Dass niemand von uns Erwachsenen daraufgekommen ist, ist echt peinlich. Und ich..." Harry unterbrach hier den begeisterten Werwolf: "Remus, in meiner Zeitlinie hatte doch Dumbledore diese Idee mit dem Grimmauldplatz. Natürlich war der nur für den Orden, aber daher hab ich die Idee. Naja, meine Stadt soll aber für alle sein, die Schutz vor Voldemort und seinen Todessern suchen. Sie müssen auch nicht deswegen gegen Voldemort kämpfen, sie müssen sich nur an die Regeln meiner Stadt halten..."
"Aber, Harry, wie willst du denn die Sicherheit der Leute garantieren, wenn du alle möglichen Leute hereinlässt? Dann ist der Fidelius fast nichts mehr wert und die Wahrscheinlichkeit eines verräters oder eines Spions ist sehr groß. Mal davon abgesehen, dass mit den verschiedenen magischen Rassen und Kulturen Streit vorprogrammiert ist. Wie willst du diese Probleme denn alle lösen? Wäre es nicht besser, nur wenige hereinzulassen, aber dann sicher zu sein, dass es weder Spione noch Verräter innerhalb der Stadt gibt, Harry?" Fragte Remus Harry unterbrechend.
Harry musste nicht lange darüber nachdenken, was er antworten sollte, denn er hatte sich natürlich auch schon darüber Gedanken gemacht, die er nun auch Remus mitteilte: "Nun, daran hab ich natürlich auch schon gedacht, Remus. Es wird nicht so leicht sein, in die Stadt zu kommen, wie du denkst. Ich hab mir nämlich ein paar Dinge überlegt: Zunächst findet eine Befragung durch Veritaserum statt - und, Remus, ich weiß, dass das illegal ist, aber für die Sicherheit, die ich biete und die gerade dadurch gewehrleistet wird, werden einige dazu bereit sein, dies über sich ergehen zu lassen. Diese Befragung wird nur aus drei Fragen bestehen: 'Wie heißen sie?', 'Haben sie jemals den dunklen Lord wissentlich unterstützt?' und für ehemalige Todesser: 'Würden sie ihn jetzt wieder unterstützen?' Und, wenn diese bejaht wird, kommen noch die Fragen: 'Wo?' und 'Wann?'. Natürlich schließt diese Befragung nicht aus, ob die befragte Person unter dem Imperius steht, aber ich hoffe, dieses Problem mit Hilfe der Magie der Kobolde zu lösen. Ich weiß nur noch nicht, was ich ihnen dafür anbieten soll. Hast du nicht vielleicht eine Idee, Remus?"
Remus hatte schon bei der Erwähnung von Veritaserum etwas sagen wollen, doch war er durch Harry davon abgehalten worden. Nun jedoch musste er zunächst über Harrys Frage nachdenken, da seine Gedanken sich zuvor ausschließlich um die Veritaserum-Befragung gedreht hatten. Doch nach kurzer Überlegung entgegnete er: "Nein, nicht wirklich, tut mir leid, Harry. Aber ich hab echt keine Ahnung, was Kobolde von dir wollen könnten. Aber wahrscheinlich wird es sehr teuer, auch wenn es bestimmt billiger wird als diese im Ministerium installieren zu lassen, was du ja auch mal in Erwähnung gezogen hast. Und du glaubst wirklich, dass sich jemand dieser Veritaserum-Befragung stellen wird, Harry?"
"Ja, das denk ich, Remus. Ich bin viel mehr der Meinung, dass viel mehr davor zurückschrecken werden, dass sie einen Unbrechbaren Eid schwören müssen, keinen in der Stadt..." Erwiderte Harry grinsend, doch wurde er von einem geschockten Werwolf unterbrochen, der schrill schrie: "WAS? Du will sie einen Unbrechbaren Schwur leisten lassen. Das kannst du nicht machen! Das wird niemand mit sich machen lassen!" "Doch, Remus, sie müssen alle schwören, dass sie niemanden in der Stadt angreifen, sei es durch Flüche, durch Muggel-Waffen oder durch physische Gewalt, außer zur Notwehr. So werde ich sicherstellen, dass alle, die in dieser Stadt leben, sicher sind, solange sie sich an diese Regel halten. Das ist mir nämlich sehr wichtig. Mir ist es mehr oder minder egal, ob ein Spion Voldemort verrät, wer sich alles in der Stadt befindet, solange er gegen niemanden dort etwas unternehmen kann. Natürlich muss ich mir dann etwas für Leute wie Reg oder mögliche Überläufer oder Kindern von Todessern, die nichts..."
"Du willst das also wirklich ernsthaft mit dem Unbrechbarem durchziehen, oder, Harry? Aber, was ist, wenn ein Streit eskaliert? Dann ist der erste, der etwas anderes als Worte benützt, tot. Kannst du das wirklich mit deinem Gewissen vereinbaren, Harry?" Startete Remus resignierend einen letzten Versuch, Harry von seinem Vorhaben abzuhalten. Doch noch ehe der eine Antwort geben konnte, wusste Remus, dass es nichts bringen würde, denn auch ihm war klar, dass ein Ort, an dem man vor Voldemort sicher war, nur dann existieren konnte, wenn man solch harte Regeln aufstellte, wie Harry es gerade getan hatte. Auch er war sich ziemlich sicher, dass trotz diesen harten Bedingungen einige Harrys Angebot der Sicherheit annehmen würden, auch wenn es nur für die Zeit war, in der sie nicht arbeiten mussten. Oder hatte Harry auch daran gedacht? Er würde ihn auf jeden Fall gleich danach fragen, nahm er sich vor.
Harrys Anwort kam daher für den Werwolf nicht sehr überraschend. Trotzdem schreckte er aus seinen Gedanken auf, als Harry ihm, nachdem er Remus wegen dessen nachdenklichen Bick einige Zeit zum Nachdenken gegeben hatte, antwortete: "Ich denke schon, dass ich damit leben kann. Natürlich werde ich den Leuten die 'Stimme des Gewissens' geben. Das ist ein Zauber, der eine Person davor warnt einen Fehler zu machen. Diesen Zauber verbind ich mit den Bedingungen des Unbrechbaren Schwurs. Dann hört derjenige, der die Absicht hat, dagegen zu verstoßen, eine Stimme in seinem Kopf, die ihn davor warnt, das zu tun, was er tun will. Wer dann doch so dumm ist und es trotzdem tut, ist selber schuld und hat nichts anderes verdient! Ich hoffe sogar, dass dieser Zauber vielleicht manchen dabei helfen kann, einen Imperius abzuschütteln, da dieser ja auch mit einer inneren Stimme arbeitet."
Harrys Stimme war bei seiner Rede zwischenzeitlich eiskalt geworden, als er meinte, dass jemand, der nicht auf diese innere Stimme hörte, es verdient hätte zu sterben, doch zum Ende war sie wieder hoffnungsvoll geworden. Zum ersten Mal, seit er Harry kannte, wurde dem Werwolf, was für schreckliche Dinge Harry in seiner alten Zeitlinie erlebt haben musste und wie sehr sie ihn mitgenommen hatten, dass er nun so eiskalt über den möglichen Tod von Menschen reden konnte, die sich nicht an seine Regeln halten wollten. Remus verbannte seine dunklen Gedanken und antwortete dem jungen Mann im Körper eines Kindes: "Du hast recht, Harry: Die Sicherheit aller geht vor! Und du hast dir das alles sehr gut überlegt. Aber dieser Zauber? Den kenn ich nicht. Hast du ihn selbst entwickelt? Oder hast du ihn aus einem Buch? Glaubst du wirklich, dass er gegen den Imperius helfen könnte? Das wäre echt toll! Kannst du ihn mir vielleicht beibringen? Es wäre nämlich nicht gut..."
"Stop, stop, stop, Remus! Atmen nicht vergessen, Remus!" Unterbrach Harry lachend den Redefluss des Werwolfes und meinte dann: "Natürlich bring ich ihn dir bei. Ich werde ihn euch, also dir, Reg und Sirius und vielleicht später Ron und Hermine und noch ein paar anderen beibringen. Und ja, der Zauber ist von mir und steht in keinem Buch. Doch, das mit dem Imperius, ist nur eine Hoffnung von mir. Schließlich hab ich ihn dafür entwickelt, nachdem ich mehrere Leute, die eindeutig unter diesem Fluch standen, bekämpfen musste. Allerdings wird er in diesem Fall nur helfen, wenn jemand unter dem Imperius den Befehl hat, jemanden innerhalb der Stadt zu töten. Andererseits find ich Leute, die sich unter den Imperius stellen lassen, einfach jämmerlich, da der Fluch mit einfacher Willenskraft zu bekämpfen ist. Vorallem das Ministerium ist seltsam anfällig dafür. Aber damit sollen sie alleine fertig werden! Vielleicht...ja, das ist die Idee! Training gegen den Imperius für Ministeriumangestellte! Zumindest für die Auroren! Es kann ja nicht angehen, dass jemand, der schwarze Zauberer jagen soll, sich nicht dagegen wehren kann. Ich glaub, das werd ich in der Garmotsitzung mal ansprechen. Oder, was meinst du dazu, Remus?"
Remus war zunächst erfreut über Harrys Angebot gewesen, ihm und noch anderen den Zauber beizubringen, und hatte dann interessiert Harrys Vortrag über die Leute im Ministerium gelauscht, bei dem sich der grünäugige Zauberer in Rage geredet hatte. Zustimmend nickte er und meinte dann: "Also gut, Harry. Diese Stadt ist eine gute Idee, auch wenn mir und einigen anderen die Bedingungen nicht gefallen. Hast du dir schon Gedanken gemacht, wie deine Stadt heißen soll?" "Hab ich. Bin aber zu keinem Ergebnis gekommen, was mir gefällt. 'Stadt der Rumtreiber' oder 'Letzte Zuflucht' oder auch 'Letzte Hoffnung' waren noch die besten Namen, die mir durch den Kopf gegangen sind. Aber zufrieden bin ich mit keinem wirklich. Hast du vielleich ein paar Vorschläge, Remus?" Entgegnete Harry daraufhin.
"Nein, sorry, Harry, aber so auf die Schnelle fällt mir keiner ein. Aber das hat ja noch Zeit, oder? Vielleicht hat ja Tatze oder Reg eine Idee. Ich werd sie auf jeden Fall mal fragen. Aber wolltest du nicht heute ins Ministerium, wegen der Sache mit Tatze?" Harry nickte und erhob sich von der Couch, auf der die beiden bisher gesessen hatten. Auch der Werwolf erhob sich und meinte dann: "Also, Harry, ich werd mal die Blacks wegen dem Namen fragen und mich dann um den Bau der Stadt kümm..." "Nein, das wirst du nicht! Das muss entweder Remus oder Sirius machen, denn du bist leider gefeuert, Remus!" Wurde er grinsend von Harry unterbrochen.
_____________________________
Wie soll die Stadt heißen? Zur Auswahl stehen: Fair Heaven, New Avalon, Hopecity und Carpe Fides. Natürlich bin ich auch für andere Vorschläge offen;)
