Kapitel 28

Oh, diese Jugend!

Neville und Susan waren etwas rot geworden, als Harry und Tonks verschwunden waren und aus ihren Absichten keinen Hehl gemacht hatten. Dudley war schon etwas an das Verhalten der Beiden gewöhnt und um Luna aus der Ruhe zu bringen, dafür bedurfte es etwas mehr als nur ein sich ansabberndes Liebespaar.

"Da fällt mir gerade ein, es müssen ja noch Zimmer verteilt werden", sagte Albus. Das übernahmen Hermine, Ginny und Draco, sie baten die Longbottoms, die Lovegoods, Bones und Dursleys, ihnen zu folgen.

"Mum, Dad, wollt ihr nicht auch hier schlafen?", fragte Ginny, der es sinnlos erschien, dass ihre Eltern für ein paar Stunden in den Fuchsbau apparieren sollten. Zudem waren sie nicht mehr ganz nüchtern und das war nicht gerade die beste Voraussetzung für eine gelungene Apparation.

"Meinst du, dass das Harry Recht ist?", fragte Molly. "Warum sollte er etwas dagegen haben, dass seine Ersatzeltern in seinem Haus schlafen?", gab Ginny zurück und sah, wie Mollys Augen feucht wurden. "Meinst du wirklich, dass er uns so sieht?", fragte sie. "Ja, da bin ich sicher, Mom. Ich glaube, er sieht uns alle hier als seine Familie an", antwortet Ginny.

Dann verteilten sie die Zimmer und danach kehrte Ruhe ein, fast alle gingen schlafen, nur Draco, Susan, Neville, Luna und Dudley waren noch nicht müde. Sie verabredeten, sich am Pool zu treffen, nachdem die neuen Hausbewohner ausgepackt hatten.

Dracos Angebot, Susan beim Auspacken zu helfen, löste bei ihr eine nicht geringe Verwunderung aus, aber sie nahm sein Angebot an. Sie hatte ihren Spaß bei dieser Aktion, denn sie stand vor dem Schrank und ließ sich ihre Kleidung von Draco reichen.

Natürlich befand sich auch Unterwäsche in ihrem Koffer und einiges davon war recht gewagt. Sie stellte amüsiert fest, dass Dracos Gesicht einen Hauch von rot annahm und seine Hände leicht zitterten.

"Was hast du denn, ist dir nicht gut?", fragte sie scheinbar besorgt. "Nein, alles in Ordnung", gab er zurück und Susan hörte förmlich, wie diese Worte sich an dem Kloß in seinem Hals vorbei drücken mussten. "Dann ist ja gut, ich dachte schon, meine Unterwäsche bringt dich durcheinander", sagte sie etwas süffisant und Dracos Gesicht färbte sich noch zwei Nuancen dunkler. "Natürlich nicht, denkst du, ich sehe so was zum ersten Mal?", sagte er bemüht lässig.

Susan dachte sich ihren Teil und gab in Gedanken ein lautes "Ja!" von sich, aber sie sprach es nicht aus. Sollte Mr. Obercool Slytherin tatsächlich etwas schüchtern sein? Damit hätte sie wirklich nicht gerechnet. "Gehen wir?", fragte sie, als das letzte Kleidungsstück im Schrank verstaut war und riss Draco damit aus seinen etwas unanständigen Gedanken.

Er nickte und sie verließen das Zimmer, wo auf dem Flur schon Dudley auf sie wartete. Neville und Luna kamen auch nach kurzer Zeit aus ihren Zimmern und die fünf Teenager gingen nach unten. Draco merkte Dudley an, dass er sich in seiner Gegenwart nicht besonders wohl fühlte. "Dudley, du brauchst keine Angst zu haben, ich werde dir nichts tun, es kann höchstens passieren, dass ich dich unter den Tisch trinke", sagte er freundlich und Dudley lächelte schüchtern.

Man begann die auf dem Tisch zurück gelassenen Alkoholvorräte in Augenschein zu nehmen und entdeckte neben Bier und Wein auch eine Flasche Feuerwhisky. "Davon sollten wir nur wenig trinken, das Zeug haut einen um", gab Draco von sich.

Susan schnappte sich fünf Gläser und schenkte großzügig ein. "Was genau ist das für ein Zeug?", fragte Dudley misstrauisch. "Feuerwhisky, eigentlich das Gleiche wie Muggelwhisky, nur etwas stärker", erklärte Susan. "Na ja, ein Glas wird uns wohl nicht umbringen", sagte Dudley.

Die Fünf stießen miteinander an und tranken auf Ex, dann amüsierten sie sich köstlich über die Rauchwolken, die aus ihren Ohren stoben. Diesen Anblick gönnten sie sich noch drei Mal, dann war die Flasche leer. Sie beschlossen, nun auf weniger hochprozentige Getränke umzusteigen. Das war eine kluge Entscheidung, denn der Whisky begann ihnen schon in den Kopf zu steigen.

Luna und Susan tranken nun Wein, während Draco, Neville und Dudley sich mit Bier beschäftigten. Erstaunlicherweise war es derjenige mit der größten Körpermasse, der eine Stunde später zuerst den Kanal voll hatte. Dudley hatte sich während der letzten Minuten schweigend verhalten, aber plötzlich sagte er: "Isch glaub, isch bin bsoffen!". Dann fiel er nach vorne und lag gleich darauf tief schlafend mit dem Oberkörper auf dem Tisch.

Neville und Luna, die kaum nüchterner als Dudley waren, sahen den Schlafenden und und fanden, dass auch sie genug hatten. Sie verabschiedeten sich von Susan und Draco und standen unter einigen Mühen auf. Der stark schwankende Neville legte der genau so schwankenden Luna fürsorglich einen Arm um die Schultern und sagte leicht tadelnd: "Du biss ja total besoffen, Luna, isch halt dich lieber fest".

Luna hatte überhaupt nichts dagegen, dass Neville sie festhalten wollte, aber dass sie besoffen wäre, das wollte sie nicht auf sich sitzen lassen. "Isch bin nicht besoffen, mich hat n rasender Glumbernos gestochen", behauptete sie. Neville glaubte das nicht so ganz, wollte sich aber jetzt nicht mit ihr streiten, denn die sich an ihn schmiegende Luna fühlte sich einfach zu gut an. Das mit besoffen oder Glumbernos konnte man auch morgen noch klären.

Dank einer navigatorischen Meisterleistung schafften die Beiden den Weg zu Nevilles Zimmer in nur einer halben Stunde. Sie hatten leichte Probleme mit der Treppe gehabt, die ihrer Meinung nach äußerst steil war, zudem wackelte sie furchtbar. Deshalb benötigten sie etliche Anläufe, um in den ersten Stock zu gelangen. Außerdem schien die Treppe sehr gut versteckt zu sein, denn sie brauchten eine Weile, um sie erst einmal zu finden.

Als sie endlich den ersten Stock erreichten, nahm sich Rowdy ihnen an. Er war auf der Suche nach einem Schlafplatz und hatte bisher keinen Erfolg gehabt, denn die Menschen, die er mochte, waren alle beschäftigt. Er trieb Neville und Luna mit leichten Schnabelhieben zu Nevilles Zimmer und wartete, bis die Beiden auf das Bett gefallen waren, dann sprang er ihnen nach und schmiegte sich an Neville, der mit der komatösen Luna im Arm schlief.

Nachdem Neville und Luna gegangen waren, hatten Draco und Susan beschlossen, es sich etwas gemütlich zu machen. Sie wankten zu einem der von Dave beschworenen Liegestühle und legten sich zusammen darauf. Susan kuschelte sich in Dracos Arm ein, der dieses Gefühl so sehr genoss, dass seine Badehose etwas eng wurde. Er beschloss, jetzt klare Verhältnisse zu schaffen.

"Sach ma, hassu eintlich n Freund?", fragte er. Susans Gesicht legte sich in nachdenkliche Falten, diese Frage beanspruchte ihre derzeitigen intellektuellen Fähigkeiten bis zur Belastungsgrenze. Nach längerem Nachdenken schüttelte sie den Kopf und sagte: "Ne. Ernie wollt mit mir gehn, aber Ernie issn Aschloch". Draco nickte zustimmend, fasste dann all seinen Mut zusammen und fragte: "Wissu mit mir gehn?". Eine Antwort bekam er nicht, denn Susan gingen die Lichter aus und gleich darauf auch ihm.

Offenbar registrierte sein Unterbewusstsein durchaus, dass er Susan in den Armen hielt, denn Dracos Träume während dieser Nacht waren nicht ohne. Pech für Draco, dass sein Körper auf diese Träume mehr als deutlich reagierte.

"He, schaut euch das an! Das ist keine Morgenlatte, das ist ein verdammter Brückenpfeiler!", rief jemand so laut, dass Draco und Susan erschrocken hochfuhren. Sie rissen die Augen auf, schlossen sie aber sofort wieder, denn die Sonne schien heute furchtbar grell. Auch war es unglaublich laut um sie herum.

Was dieser Mann dort gesagt hatte, fanden wohl einige ziemlich lustig, denn die lachten gerade sehr laut. Als Dracos Augen sich an die Helligkeit gewöhnt hatten, sah er in das breit grinsende Gesicht von Ted Tonks. "Na, Junge, nen netten Traum gehabt?", fragte er mit einem dreckigen Grinsen und nun verstand Draco, was er meinte. Er blickte an sich nach unten und sah genau das, was er befürchtet hatte, seine Badehose war mehr als gut gefüllt.

Nun warf er einen Blick in die Runde und ihm wurde nicht gerade besser. Nicht nur Ted und Andy waren da, auch Susans Tante und, was das schlimmste war, Sev und Narzissa. Es war nicht unbedingt Dracos Lebenstraum, seiner Mutter seinen ausgefahrenen Speer zu präsentieren, auch wenn er von einer Badehose verdeckt war. Konnte es noch schlimmer kommen?

Ja, konnte es, denn Draco entdeckte auch noch die Grangers, und Harriet hatte diese verdammte Muggelkamera dabei. "Weg hier!", rief Draco, griff nach Susans Hand und zog sie hoch. Dann rannten sie wie der Blitz an den laut grölenden Hausbewohnern vorbei ins Haus und sofort weiter in Dracos Zimmer. Draco warf die Tür hinter ihnen ins Schloss und ließ sich aufs Bett fallen.

Er vergrub sein Gesicht in den Händen und stöhnte: "Heiliger Merlin, war das peinlich!". Susan setzte sich japsend neben ihn und sagte: "Du kannst wirklich schnell rennen, du hast mir fast den Arm ausgerissen". Draco richtete sich auf und schaute sie bedauernd an. "Entschuldige", sagte er, aber Susan winkte ab. "Er ist ja noch dran. Außerdem bin ich froh, dass du mich aus der Schusslinie geholt hast, wer weiß, was die uns noch an den Kopf geschmissen hätten".

Sie schwiegen einen Moment, dann fragte Susan: "Kannst du dich noch an alles erinnern, was gestern Abend passiert ist?". Draco dachte kurz nach und bejahte dann Susans Frage. "Hast du mich wirklich gefragt, ob ich mit dir gehen will?", fragte sie, wobei ihr Gesicht ziemlich rot wurde. Auch Draco wurde rot, er nickte jedoch tapfer, auch wenn ihm diese Situation noch so peinlich war.

"Und hast du das ernst gemeint oder hast du das nur gesagt, weil du besoffen warst?", fragte sie. "Ich habe es ernst gemeint, Susan", sagte Draco mit einer Weichheit in der Stimme, die sie noch nie bei ihm gehört hatte. Er schaute sie dabei so hoffnungsvoll an, dass ihr Herz zu rasen begann. Sie sagte nichts, sondern drückte Draco einfach einen zarten Kuss auf die Lippen.

Susan löste sich sofort wieder von ihm und sagte, während sie zur Tür schritt: "Ich denke, wir sollten uns erst einmal die Zähne putzen, bevor wir weiter gehen, ich habe einen ekelhaften Geschmack im Mund. Übrigens, das eben hieß ja".

Sie schloss die Tür von außen und ließ einen äußerst verdatterten Draco zurück, der noch einen Moment die Tür anstarrte, bevor er sich umdrehte und ins Bad ging. 20 Minuten später trat er aus seinem Zimmer, um zu Susan zu gehen. Gerade als er anklopfen wollte, öffnete sie ihre Tür und Draco musste hart schlucken. Susan trug wieder ihren Bikini und sah mit ihren noch feuchten Haaren einfach atemberaubend aus.

"Wow!", sagte er bewundernd und das bedeutete Susan mehr als das stundenlange Gesülze von Ernie McMillan, der sie während des letzten Schuljahres ständig angemacht hatte, obwohl er mit Hannah Abbott, ihrer besten Freundin, zusammen war. Nach einem klärenden Gespräch unter Frauen hatte Hannah Ernie mit einem kräftigen Arschtritt klar gemacht, dass ihre Beziehung beendet sei.

Gerade als Draco Susan in die Arme nahm und sie küssen wollte, wurde die Tür von Nevilles Zimmer geöffnet. "Was ist denn mit dir los?", fragte Draco, denn Nevilles Gesicht war knallrot. "Luna ist los", antwortete Neville und wirkte dabei irgendwie leicht abwesend. "Was hat sie dir denn angetan?", fragte Susan amüsiert.

Neville schluckte, dann erzählte er: "Ich bin vor einer halben Stunde wach geworden und da lag Luna halb auf mir. Ich habe mich vorsichtig unter ihr weg geschoben und bin duschen gegangen. Gerade als ich fertig war und mich abtrocknete, ging die Tür auf und Luna kam herein. Sie fragte, ob sie bei mir duschen dürfte, ich sagte ja und da zog sie sich vor meinen Augen aus und ging unter die Dusche".

"Typisch Luna", kicherte Susan, Draco prustete los und Nevilles Gesicht wurde noch etwas dunkler. "Mensch, Neville, du Trottel, sie wollte bestimmt, dass du ihr den Rücken einseifst", gab Draco von sich. Neville beschloss, zurück zu schlagen.

"Hast du Susan denn den Rücken eingeseift?", fragte er und nun wurde Draco rot. "Leider nicht, aber es hätte mir gefallen", tönte Susan. "Hätte ich ja getan, aber du wolltest ja in deinem Zimmer duschen", gab Draco betont lässig zurück. "War ja nicht das letzte Mal, dass ich geduscht habe", sagte Susan anzüglich.

Da öffnete sich die Tür von Nevilles Zimmer und Luna trat heraus. "Warum bist du denn geflüchtet, Neville? Ich hatte gehofft, dass du mir den Rücken einseifst", sagte sie und beobachtete amüsiert, wie Draco und Susan vor Lachen kollabierten.

"Wieso seid ihr denn so gut drauf? Ich habe abartige Kopfschmerzen", tönte da Dudley, der aus seinem Zimmer kam. "Selber schuld, hättest du nicht so viel gesoffen", sagte Draco scheinheilig. Alle, selbst Dudley, mussten lachen, denn Draco war ja genau so besoffen wie er gewesen. "Komm mit nach unten, in der frischen Luft geht es dir bestimmt bald besser", schlug Susan Dudley vor.

Am Pool war schon einiges los. Albus hatte noch einige Leute ins Haus geholt, weil das, was er heute zu erzählen hatte, auch den Orden anging. Deshalb hatte er Minerva McGonagall, Filius Flittwick, Kingsley Shacklebolt und Alastor Moody geholt, den Führungsstab des Ordens. Auch Poppy Pompfrey, die Schulkrankenschwester von Hogwarts, war hier. Sie und Minerva verbrachten seit langem einen Teil der Ferien zusammen, dieses Jahr waren sie in den Norwegischen Fjords gewandert, als Albus auftauchte und Minerva holen wollte. Natürlich hatte er auch Poppy mitgenommen, sie war ja ebenfalls ein Ordensmitglied, wenn sie auch nicht zum Führungsstab gehörte.

Poppys Anwesenheit war ein Glück für Dudley, denn sie hatte immer ihre kleine Arzttasche bei sich. Darin befanden sich die gängigsten Tränke und darunter war auch ein Mittel gegen Kopfschmerzen. Poppy hatte nur einen Blick auf Dudley werfen müssen, um sein Problem zu erkennen. "Hier, mein Junge, ich glaube, das kannst du gebrauchen", sagte sie gutmütig, während sie Dudley eine Phiole mit einem blauen Trank reichte.

"Danke", sagte Dudley höflich und trank die Flüssigkeit, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass dieses Zeug vermutlich etwas magisches war. Dudley konnte nicht genau sagen, nach was es schmeckte, aber es schmeckte widerlich. Wie er sofort erfreut feststellte, wirkte der Trank hervorragend, seine Kopfschmerzen verschwanden innerhalb einer Minute vollständig.

Albus hatte Minerva mittlerweile über das Leben in diesem Haus informiert, als sie hörte, dass Harry und Tonks ein Paar waren und überhaupt nicht mehr die Finger voneinander lassen konnten, rief sie theatralisch aus: "Oh, diese Jugend!". Poppy lachte schnaubend auf.

"Das sagt die Frau, die man als Schülerin eher in einem Besenschrank als in einem Klassenzimmer finden konnte!", gluckste sie und Minerva wurde blutrot. Als dann auch noch Petunia sagte: "Wie mir Lily erzählt hat, gab es da zu ihrer Schulzeit einen Verteidigungslehrer...", grölte alles los.

Ausgerechnet Harry, der in diesem Moment mit einer überglücklichen Tonks auftauchte, gab ihr Schützenhilfe: "Warum sollte ausgerechnet Professor McGonagall sich keinen Spaß im Leben gönnen? Ich habe Fotos von ihr in den alten Jahrbüchern gesehen, ich könnte mir vorstellen, dass sie alle Jungs um den Finger gewickelt hat".

Noch immer rot, nickte Minerva Harry freundlich zu und trat dann zu ihm. "Ich gratuliere euch Beiden", sagte sie und umarmte Harry und Tonks gleichzeitig. So herzlich hatte Harry seine Hauslehrerin noch nie erlebt, aber so mochte er sie mehr als wenn sie sich so streng und unnahbar wie sonst gab.

Als sie von Harry und Tonks ab ließ, zuckten ihre Augenbrauen überrascht nach oben. Offenbar wusste sie noch nicht, dass Hermine und Ginny ein Paar waren, was die Beiden gerade mit einem innigen Kuss demonstrierten. "Heute jagt scheinbar eine Überraschung die Nächste", gluckste Minerva. Auch den Beiden gratulierte sie, dann sagte sie lächelnd zu Hermine:

"Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass du mit Ron zusammen kommst, aber wenigstens habe ich mich nicht in der Familie geirrt". Sie sah, dass Hermines und Ginnys Gesichter sehr grimmig wurden und fragte: "Ist irgend etwas mit Ron?".

Einige Minuten später stand Mord in Minervas Augen, denn Ginny, und Hermine hatten sie über Rons Verhalten gegenüber Hermine unterrichtet. "Lasst nur die Schule wieder anfangen, der wird mich hassen lernen!", schnaubte sie. "So Leid es mir auch tut, muss ich dich bitten, ihn ganz normal zu behandeln", sagte da Albus hinter ihr.

Dann erzählte er ihr, Moody, Kingsley, Flittwick und Poppy alles, was sie noch nicht wussten. Tiefe Betroffenheit machte sich bei den Lehrern und der Schulkrankenschwester breit, als sie von der von Fudge beauftragten Verräter-Clique hörten. Zornige Entschlossenheit hingegen lag auf den Gesichtern von Moody und Kingsley, die Beiden boten spontan an, die hier im Grimmauldplatz wohnenden Schüler zu trainieren.

"Ihr könnt einen darauf lassen, dass die Verräter auch einiges beigebracht bekommen und mit Sicherheit ist da einiges an unsauberem Zeugs dabei", knurrte Moody. "Da wirst du wohl Recht haben, Alastor. Aber ich schlage vor, mit weiteren Trainingsplänen zu warten, bis ich nachher meine Erzählung beendet habe", sagte Albus.