Original von Severus' vampiress
Übersetzung von Miss Lina
Disclaimer: Mir gehört hiervon natürlich gar nichts bis auf das Vergnügen, die Geschichte übersetzen zu dürfen.
Kapitel 28 – Enthüllungen
Voldemort lächelte selbstgefällig und offensichtlich erfreut.
„Natürlich wirst du das, meine Liebe", sagte er sanft. Dann sah er in ihre Augen und Hermine spürte ein Pricken in ihrem Kopf, als er in ihre Gedanken eindrang. Sie verdrängte alle Gedanken, die sie vor ihm verbergen wollte und ließ nur die Vorstellungen und Empfindungen, die für den Plan nützlich waren, erkennen.
Ihre Gefühle gegenüber dem Ministerium: Widerwillen, Hass und Wut.
Sie selbst in der Bibliothek: ihre Augen wanderten wehmütig hinüber zu einigen Büchern über die Dunklen Künste.
Ihr Aufschrei gegenüber Harry: „ICH HASSE DICH!"
Voldemort zog sich zurück. Er war zufrieden mit dem, was er gesehen hatte.
„Willkommen auf der Dunklen Seite, Mrs. Snape"; sagte er mit demselben selbstgefälligen Lächeln. Hermine lächelte zurück und obwohl ihr Lächeln nur angedeutet war, konnte es mit dem Voldemorts an Selbstgefälligkeit wohl konkurrieren. Blaise verfolgte die Dinge, die sich ereigneten mit Gleichmut, Draco mit Freude und Peter zappelte wie üblich herum. Lucius Malfoy hingegen hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht, als er zu Hermine hinüberging und seine Hand ausstreckte, um ihr aufzuhelfen. Sie zögerte einen Augenblick; dann ergriff sie seine Hand und ließ sich von Lucius aufhelfen. Er zog sie so dicht an sich heran, dass seine Lippen fast ihr Ohr berührten.
„In der Tat, herzlich willkommen, Hermine", flüsterte er heiser. Hermine entwand sich seinem Griff. Sie sah, dass Snape sie von einer Ecke des Zimmers beobachtete und lächelte Lucius verführerisch an.
„Lucius, mein Lieber, es ist ein Vergnügen, mit einem vertrauten Todesser zu flirten. Aber was würde deine Frau dazu sagen?", fragte sie und lächelte schadenfroh, als sie Lucius überraschten Gesichtsausdruck wahrnahm.
Als sie sich Snape zuwandte, bemerkte sie, dass er sie mit leichtem Befremden musterte. Sein Gesichtsausdruck war jedoch schnell wieder undurchdringlich und auch seine Augen verrieten keine Anzeichen von Misstrauen. ‚Was hat sie vor?'
Voldemort wandte sich den um sich versammelten und von ihm am meisten geschätzten Todessern zu.
„Wir haben eine neue Todesserin unter uns: Mrs. Snape. Die Aufnahmezeremonie wird heute Nacht stattfinden, wenn alle Todesser versammelt sind. Bis dahin, wird sie bei dir in Snape Manor sein, Severus. nehme ich an?"
Snape nickte zur Bestätigung. Hermine jedoch war, in Ermangelung eines besseren Ausdrucks, angepisst. Sie äußerte nichts, aber sie wusste nicht, wie sie damit fertig würde, mit dem Mann zu leben, der ihr Leben ruiniert hatte. Aber sie schluckte ihren Stolz herunter. Wenn sie wollte, dass der Plan funktionierte, musste sie tun, was Voldemort verlangte.
„Gut, dann bis heute Abend!"
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Sie sprachen kein Wort bis sie Snape Manor erreichten. Dann drehte sich Snape zu Hermine um.
„Womit zum Teufel, glaubst du zu spielen?", fauchte er sie an und packte sie am Arm.
„Was meinst du, Snape?", fragte sie. Sie benutzte absichtlich seinen Nachnamen, um ihn zu reizen. Und es funktionierte.
„Du wirst dich mir gegenüber respektvoll verhalten!", sagte er mit gefährlich leiser Stimme. Doch das brachte Hermines Wut zum Überlaufen.
„Respekt? Du willst, dass ich dich mit Respekt behandle? Warum, zum Teufel, sollte ich das tun? Du hast nicht das Geringste getan, um meinen Respekt zu verdienen, oder? Es sei denn, du nennst den Verrat an mir und die Tatsache, der Grund für meine Vernichtung zu sein, respektvoll!", schrie sie ihn wütend an. Sie entwand sich seinem Griff, während er sie schockiert anstarrte. Dann lief sie davon, ohne auf seine Antwort zu warten oder sie auch nur hören zu wollen.
Snape starrte ihr nach, als ihm nach und nach die ungeschminkte Wahrheit in ihren Worten bewusst wurde.
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„Ich habe interessante Neuigkeiten für Sie, Master M...Malfoy", stammelte Peter Pettigrew. Er kniete vor Lucius, der lässig in seinem Sessel mit einem Becher voll Feuerwhisky saß.
„Neuigkeiten über wen, Pettigrew?", sagte er mit gedehnter Stimme. Die Ungeduld war ihm anzusehen. Er dachte an Hermine und ein leichtes genießerisches Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.
„Es geht um M…Mrs. Snape."
Lucius wandte nun seine Aufmerksamkeit mit plötzlichem Interesse der jämmerlichen Gestalt vor ihm zu, als dieser den Namen der wundervollen Frau nannte, die durch Lucius Träume geisterte.
„Was ist mit ihr?", fragte er neugierig.
„Es sieht so aus, dass s…sie ein Kind hat, M…Master, einen Sohn."
Lucius war sprachlos. ‚Ein Kind?'
„Wessen Kind?", fragte er. Seine Stimme klang noch immer schockiert.
„D…das weiß ich nicht, Master."
Lucius lehnte sich mit einem verschlagenen Grinsen zurück. Es ließ sich eine Menge anfangen mit diesem Wissen und dieses Wissen konnte Hermine veranlassen, eine Menge zu tun.
‚Hermine, Liebes. Du spielst jetzt mit dem Feuer.'
