Der zweite Lord
So es hat lange gedauert, was nicht nur an meinem Abigeplagten Beta Seri lag…/seufz/
Hier also nun das letzte Pitel, Ich hab keine Ahnung, ob das überhaupt noch jemand liest, aber ich poste es trotzdem, auch wenn es nur noch ein Epilog ist und nix großartig passiert…es gehört aber zum Storyende dazu….Das hier hat ganze 2 Jahre (sogar relativ exakt /staun/ gedauert, aber ich bin froh, dass hier so viele Leute hergekommen sind….und ich bedanke mich noch mal ganz doll für die vielen lieben Reviews….(vielleicht schaffen wir noch die 200/g/)
Irgendwann kommt vielleicht noch ein Spezial…aber das hat Zeit…mal sehen, wann ich mich vorm Lernen drücken muss, wo doch meine Abschlussprüfungen bald anstehen…/seufz/
Also dann, ihr wart ein tolles Publikum…ich hoffe es hat euch genauso viel Spaß gemacht, wie mir!
CU Fly
Und jetzt genießt das letzte Pitel, auch wenn's nicht zur Jahreszeit passt. /kicher/
Der zweite Lord
28. Weihnachten
Harry kuschelte sich enger an Draco und ignorierte das Geräusch, was er soeben vernommen hatte. Oh, er hatte es schon richtig gedeutet und die nötigen Schlüsse gezogen, doch er war zu träge, um die entsprechende Konsequenz zu ziehen und sich nach einer Decke umzusehen. So lag er noch immer komplett auf dem verschwitzten Körper des Blonden, ihre Beine miteinander verschlungen und total erschöpft dem Land der Träume näher als dem Wachsein, als sich die Tür endgültig öffnete.
„Schlafen die noch?" erklang eine leise Stimme, die Harry als Hermines identifizierte. Spätestens jetzt hätte Harry sich eigentlich um eine Bedeckung seiner und Dracos Nacktheit kümmern müssen, doch er war einfach nicht in der Lage dazu. Doch Gott sei dank, war es nicht Hermine, die zur Zimmertür herein lunschte.
Harry vernahm ein amüsiertes Kichern was verdächtig nach einem der Weasley-Zwillinge klang – sicher George, denn Fred hätte sich eher peinlich berührt abgewandt. Dann entstand ein kurzes Handgemenge und Remus' Stimme war zu vernehmen: „Alle prüden und hetero-veranlagten Zauberer ab ins Wohnzimmer." Und Harry grinste schläfrig in sich hinein.
Dann wurde plötzlich eine Decke über Draco und ihn geworfen und jemand setzte sich auf die Bettkante und legte eine Hand auf Harrys verschwitzte Schulter. Der brummte undeutlich etwas in Dracos Hals, wälzte sich dann aber gehorsam von diesem herunter und fiel daneben in die Kissen. Glücklicher Weise kam er auf dem Rücken zu liegen, denn sonst hätte er nicht mehr die Kraft gehabt, sich in die richtige Position zu drehen, um die Störenfriede anzublicken. So schaffte er es aber, diese wenigstens aus halbgeöffneten Augen anzublinzeln. Auf dem Bett saß Remus und blickte ihn gleichzeitig amüsiert und peinlich berührt an. Sirius stand an der Tür und beobachtete die Szene mit sichtlichem Stolz. Und George zog soeben die schweren Vorhänge zur Seite und enthüllte stechende Helligkeit. Leidend stöhnend kniff Harry die Augen zusammen und verkroch sich an Dracos Seite. Dieser regte sich erst jetzt richtig. Nach ihrem Orgasmus musste er sofort eingeschlafen sein. Jetzt brummelte er leise irgendetwas Unverständliches und zog sich die Decke bis über die Ohren. George grinste und trat dann neben einen Jungen, der in Harrys Schrank nach etwas zum Anziehen suchte. Erst jetzt erkannte Harry Jaden und wunderte sich. Was wollte der hier?
Seufzend schob sich Harry etwas weiter in eine sitzende Position und zog Draco unbarmherzig die Decke vom Kopf.
„Wir haben Besuch!"
„Hab ich bemerkt. Schick sie weg. Ich brauch meinen Schönheitsschlaf."
„Nix da. Ihr habt lang genug...nun, im Bett gelegen. Geschlafen habt ihr wohl weniger." George grinste schon wieder unverschämt und warf Harry dann ein Bündel Kleidungsstücke zu, die sein Freund aus dem Schrank hervorgekramt hatte.
Harry blickte die vier nun müde an und warf dann einen Blick aus dem Fenster. Tatsächlich schneite es. Es war also noch immer Winter und soweit Harry wusste, hatten er und Draco heute nichts vor. Eigentlich hatten sie gerade deshalb geplant, nur im Bett zu bleiben.
„Sagt mal, was soll das? Remus wolltest du mit Sirius nicht schon längst weg sein? Oder seid ihr schon wieder zurück? Und wieso weckt ihr uns zu nachtschlafender Zeit?"
„Es ist kurz nach zwei, nachmittags. Und nein, wir sind noch nicht weg. Aber in fünf Minuten. Wir wollten nur schnell George und Jaden einen lehrreichen Anblick bescheren." Sirius Grinsen war in seinen Worten deutlich zu hören. Harry grummelte wieder etwas, beschloss dann aber sich zu fügen. Ohne dem Kleiderhaufen Beachtung zu schenken, erhob sich der Junge und tapste nackt ins Bad. Seiner Wärmequelle beraubt, murmelte Draco wieder etwas unter der Decke hervor, doch mehr rührte sich nicht. Remus grinste in sich hinein. Da hatten sie die beiden wirklich auf frischer Tat ertappt. Wahrscheinlich hatten sie in dieser Nacht tatsächlich nicht viel geschlafen. Nun, die zwei waren noch jung. Ein bisschen Erschöpfung brachte sie nicht um.
„Beeilt euch ein bisschen. Wir warten unten im Wohnzimmer, 3. Etage." Damit schob Remus die anderen aus der Tür und ließ Draco und Harry wieder allein. Dieser versuchte erst einmal seine Lebensgeister mit einer morgendlichen Dusche zu wecken. Kurze Zeit später schlangen sich blasse Arme fröstelnd um ihn und Dracos Körper presste sich von hinten an ihn.
„Das ist Folter." Harry wusste nicht ganz, ob der Blonde die Weckaktion oder das eiskalte Wasser meinte, tendierte aber eher zu letzterem.
„Du bist aber freiwillig hier und außerdem hilft es." Draco antwortete nur mit einem Brummen, schmiegte sich aber noch näher und ging mit seinen Händen auf Entdeckungstour.
Kurz dachte Harry daran, dass die anderen nur eine Etage tiefer auf sie warteten, doch dann vergaß er alles, als Draco seinen Schwanz berührte, der sich trotz des kalten Wassers sofort aufrichtete. Dracos Erregung presste sich verlangend an Harrys Pobacken und dann drang er ohne Vorbereitung in Harry ein. Doch nach den ganzen Aktionen letzte Nacht und am Morgen war Harry noch bereit genug, um Draco sofort aufzunehmen. Harry stützte sich Halt suchend mit den Armen an der Wand ab, als Draco sich mit schnellen, harten Stößen immer wieder in dem anderen Körper versenkte. Gleichzeitig massierte er weiter Harrys Glied mit der Rechten, während das kalte Wasser auf sie herabprasselte. Nach nur wenigen Minuten hielten sie es beide nicht mehr aus und kamen. Ihr Samen wurde von dem Wasser fort gespült und beide atmeten einige Male schwer durch.
„Das wievielte Mal war das jetzt?" wollte Harry erschöpft wissen, doch Draco zuckte nur mit den Schultern und stellte das Wasser ab.
„Weiß nicht, ich hab irgendwann aufgehört zu zählen."
Sie trockneten sich stumm ab und machten sich soweit frisch, wie sie für nötig hielten. Als sie dann jedoch zu ihrem Bett zurückkehrten, wurden sie das erste Mal misstrauisch. Harry hielt seinen Festumhang hoch und beäugte ihn kritisch.
„Was, glaubst du, wollen die von uns? Wir haben eigentlich keine Verabredung vergessen, oder?"
„Nicht, dass ich wüsste. Ich denke, wir müssen sie fragen, um es zu erfahren." Draco schlüpfte ohne zu zögern in seine grüne Hose und knöpfte das weiße Hemd zu. Jaden hatte entweder genau gewusst, was er suchte oder er besaß einen bemerkenswerten Geschmack, denn er hatte Kleidung gefunden, die perfekt zu den beiden passte und sehr gut aufeinander abgestimmt war. Nachdem er fertig angezogen war, trug Harry eine schwarze Hose und einen grünen Pulli über seinem schwarzen Shirt. Draco hatte über sein Hemd einen schwarzen Pulli gezogen, der mit seinen blonden Haaren gut kontrastierte. Alles in allem war die Kleidung zwar locker, aber auch elegant und der Festumhang rundete das Bild ab. Jetzt, wo Harry darüber nachdachte, hatten Sirius und Remus ähnlich ausgesehen und auch George hatte einen Festumhang getragen.
Mit der Überlegung, was das alles zu bedeuten hatte, verließen die beiden ihr Zimmer und suchten das Wohnzimmer eine Etage unter sich auf. Es war gut, dass Remus ihnen gesagt hatte, wo sie warten würden, dann immerhin besaß Argywn drei solcher Zimmer.
Als die beiden durch die Tür traten, erhoben sich Hermine und Janis vom Sofa, glätteten ihre Kleider und begrüßten Harry und Draco kichernd. Sie hatten sich wohl so ihre Gedanken gemacht, warum sie von George nicht ins Schlafzimmer gelassen worden waren. Harry und Draco hatten Jaden und Janis vor zwei Monaten bei Hermine und Ron kennen gelernt. Die beiden hatten eine Gartenparty zur Feier ihrer Verlobung gegeben und unter anderem Fred und George eingeladen. Nun musterte Harry das blonde Mädchen aufmerksam und als sie leicht errötete, dann aber mit einem Blick zu Fred unmerklich den Kopf schüttelte, wusste er es mit Bestimmtheit. Doch Harry schwieg. Das sollte Janis ihrem Freund selber sagen.
„Also Leute. Was soll der Überfall?" Draco kam sogleich zum Punkt.
„Na ja, ihr habt Weihnachten wahrscheinlich etwas anders geplant, aber ich hoffe ihr seid uns trotzdem nicht böse. Ich weiß, wie sehr du, Harry, dir das die ganze Zeit wünschst und deshalb..." Hermine stockte und überreichte Harry dann eine selbst gebastelte, dadurch aber nicht weniger hübsche Einladung. Sie war an ihn und Draco adressiert und lud beide zur Weihnachtsfeier der Weasleys in den Fuchsbau. Unterschrieben war sie mit Molly Weasley.
Harry musste die wenigen Sätze drei Mal lesen, bevor er es glauben konnte und dann blickte er noch immer verwirrt zwischen Ron, Hermine und den Zwillingen hin und her.
„Sie wollen, dass wir kommen? Beide? Ich dachte..." Harry verstummte und blickte Draco fragend an. Dieser lächelte nur unergründlich und meinte dann: „Es steht immerhin auch mein Name auf der Einladung. Dann wird es wohl stimmen."
Harry sah zu Hermine zurück, doch seine Fragen sprach er nicht aus.
„Ich fürchte nur, wir haben keine Geschenke. Damit haben wir nicht gerechnet. Und ihr müsstet eure ja schon per Eule bekommen haben." Draco sah das ganze Mal wieder gleich von der praktischen Seite. Doch Ron grinste.
„Es ist mir zwar sehr schwer gefallen, aber ich hab es mir verkniffen, das Geschenk zu öffnen. Wir haben alles schon zu Mom weitergeschickt. Es ist alles bereit, nur die Gäste fehlen noch."
„Kommt ihr mit?" Hermines Frage war eigentlich überflüssig. Erstens wollte Harry nichts lieber als bei den Weasleys zu feiern, die für ihn wie eine Familie waren und zweitens wollten Draco und er zu gern heraus finden wie Hermine und Ron das hinbekommen hatten. Und dann hatten sie angesichts dieses Überfallkommandos ja sowieso keine andere Wahl. So nickten beide bloß und Sirius wandte sich zum Kamin um die Verbindung zum Fuchsbau herzustellen. Seit Voldemort besiegt war, hatte Harry die Sicherheitszauber um das Schloss etwas gelockert, so das Flohpulverreisen und Apparieren teilweise möglich war. Nun stellten sich die einzelnen Pärchen nach und nach in die Feuerstelle, warfen das Pulver in die Flammen und wünschten sich zum Fuchsbau. Den Anfang machten Fred und Janis, dann folgten Sirius und Remus. George und Jaden umarmten sich etwas mehr als in dem großen Kamin nötig war und dann standen nur noch Hermine, Ron, Draco und Harry im Raum. Kurz bevor Harrys beide Freunde im Flohnetzwerk verschwanden nickte Hermine ihm noch aufmunternd zu.
Harry zögerte jedoch, ihnen zu folgen. „Du musst das nicht meinetwegen tun, Drac. Wir können auch hier bleiben."
Draco schaute Harry erneut unergründlich an. „Um ehrlich zu sein tue ich das nicht für dich, sondern für mich. Natürlich hätte ich mich auch über ein Weihnachten zu zweit gefreut. Aber ich feiere gern in Familie. Bei den Zabinis war es immer sehr schön und ich hab es schon irgendwie bedauert, dass Blaise und Sajin dieses Jahr in den Süden gefahren sind. Mama und Dad haben nie viel für dieses Fest übrig gehabt und ich kannte bis jetzt nur die fröhliche Runde von Blaise' Familie. Und ich dachte, dass du die Weasleys magst."
„Schon, und ich weiß auch, dass es keinen Grund für Feindschaft mehr gibt...du hast dich ja sogar mit Ron und den Zwillingen angefreundet. Aber einen ganzen Tag bei den Weasleys. Ich will nicht unhöflich sein..."
Draco trat zu Harry heran und legte ihm einen Finger auf die Lippen.
„Dann sei es nicht. Ich bin nicht Dad. Ich finde George, Fred und selbst Ron nicht so übel, wie du vielleicht glaubst. Ich habe mich nicht deinetwegen mit ihnen angefreundet, sondern um ihrer selbst willen. Und die Familie kann nicht schlimmer sein, als meine. Jeder hat seine Macken und einige von meinen Eltern und mir selbst kennst du schon. Lass mich doch selbst herausfinden, ob all das, was du immer so schwärmerisch über Molly und Arthur erzählt hast, stimmt. Okay!"
„Okay." Harry küsste Draco kurz und grinste ihn dann erleichtert an. Er hatte das klären wollen. Er wollte nicht, das Draco nur ihm zuliebe mit zu den Weasleys kam. Und Harry schwor sich, dass er sich von der Stimmung auf dem Fest nicht so sehr mitreißen lassen würde, um nicht sofort zu sehen, wenn Draco sich unwohl fühlte. Aber immerhin gab es wirklich keinen Grund zur Feindschaft mehr. Und außerdem hatte Molly Draco mit eingeladen. Sie war offenbar bereit, Draco zu akzeptieren und Draco war es ebenfalls. Da konnte eigentlich nicht viel schief gehen.
„Dann lass uns gehen!" Harry trat entschlossen in den Kamin und Draco folgte ihm.
Nach einem kurzen Ziehen begann die Reise durch das Flohnetzwerk, die Harry so hasste. Doch schon nach Sekunden zog Draco ihn mit sich nach draußen und sie standen im Wohnzimmer der Weasleys. Aufgeregtes Stimmengewirr brandete ihnen entgegen, verstummte jedoch abrupt, als Harry und Draco endgültig aus dem Kamin getreten waren. Die komplette Weasley-Familie war versammelt, inklusive Angeheiratete, Verlobte und Freunde. Alle starrten die beiden Jungs verblüfft und überrascht an und keiner sprach ein Wort. Harry drückte unmerklich Dracos Hand fester und wollte sich schon unbehaglich zum Kamin herumdrehen, als ein leises Schluchzen erklang und eine rothaarige Molly Weasley auf den Jungen zugeflogen kam und ihn heftig umarmte. Nach einer Ewigkeit, wie es schien, schob die Frau Harry etwas zurück und musterte ihn von oben bis unten. In ihren Augen standen nur mühsam unterdrückte Tränen, doch ihr Gesicht zeigte Freude und Erleichterung. Als ihre Begutachtung zu ihrer Zufriedenheit ausgefallen zu sein schien, drückte Molly Harry noch einmal fest an sich und löste sich dann ganz von ihm.
„Wir dachten schon, ihr hättet euch verirrt, wie beim ersten Mal, als du mit Flohpulver gereist bist. Oder ihr hättet es euch anders überlegt." So wie Molly es sagte, hatte sie scheinbar mehr Angst vor der zweiten Variante gehabt. Sie wollte Harry wohl wirklich bei dieser Feier dabei haben.
„Gut siehst du aus. Wir haben uns ja so lange nicht gesehen. Ich freue mich wirklich, dass du hier bist. Hoffentlich gefällt euch die Feier." Molly atmete kurz ein und aus und versuchte sich etwas zu beruhigen, dann fiel ihr Blick auf Draco und sie meinte, sichtlich nervös: „Entschuldige, wo hab ich nur meinen Kopf. Da begrüße ich Harry die ganze Zeit und ... Es ist auch schön, dich hier zu haben, Draco. Fühl dich hier wie zu Hause...na ja...ich..." Mollys Wangen röteten sich verlegen und vor Nervosität. Sie war sich offensichtlich ganz und gar nicht sicher, wie sie Draco behandeln sollte. Fasste er es als Beleidigung auf, dass sie ihn so vertraut behandelte und sein zu Hause mit dem Fuchsbau gleichsetzte oder wollte Draco überhaupt hier sein? Man sah regelrecht, wie ihr die Sorgen durch den Kopf gingen, doch der Blonde entschärfte die Situation mit einem milden Lächeln, welches nichts Herablassendes hatte.
Dann streckte er Molly die Hand entgegen und meinte nur: „Ich bin gern hier." Mehr Worte waren auch nicht nötig. Die Frau schüttelte Dracos Hand erleichtert und ihre Wangen nahmen wieder einen gesünderen Farbton an. Erst jetzt bewegte sich der Rest der Familie und drängte voran. Nach und nach wurde Draco die ganze Sippe vorgestellt und Harry sah auch das eine oder andere neue Gesicht. Penelope war schon zum dritten Mal schwanger und Bill und Charlie hatten ihre Frauen mitgebracht. Nur Ginny fehlte noch, weil sie ihren Freund Robert noch von zu Hause abholte. Neben Sirius und Remus und ihnen selbst war dann nur noch Tonks als nicht-Familienmitglied anwesend. Nachdem Draco und Harry alle Hände geschüttelt hatten, öffnete sich plötzlich die Küchentür und Arthur Weasley trat herein. Noch einmal fühlte man kurz die Spannung in der Luft, doch Harry war es dann, der den ersten Schritt tat. Mit ausgestreckter Hand blieb er vor dem Familienoberhaupt stehen und der Mann nahm die Hand reserviert aber ohne Zögern entgegen. Und auch Dracos Hand schüttelte er wortlos aber fest. Dann blickte er kurz von einem zum anderen und meinte entschlossen: „Ich bräuchte mal Hilfe bei dem Baum. Der ist etwas größer als sonst und passt nicht so wie ich das gern hätte. Helft ihr beide mir mal kurz?"
Molly protestierte aufgebracht: „Aber Arthur, die zwei sind gerade erst angekommen, du kannst sie doch nicht einfach zum Arbeiten einspannen. Sie sind Gäste. Nimm doch Sirius oder Remus..."
Das letztere auch Gäste waren, übersah Molly einfach. Doch Draco hatte seinen Festumhang schon abgelegt und Harry warf seinen hinterher auf einen Stuhl.
„Kein Problem. Weihnachtsbäume einbasteln ist meine Spezialität. Blaise hatte immer schon die Angewohnheit, sich den größten im Wald auszusuchen. Und Devon hatte dann immer das Nachsehen."
Harry lachte: „Das kann ich mir vorstellen, obwohl der Baum ja dann wirklich sehr groß sein musste."
Noch immer lachend folgten die zwei Arthur durch die Küche nach draußen. Dieser fragte neugierig: „Devon Zabini? Ich erinnere mich. Er jammerte jedes Mal vorher und nachher über seine Weihnachtsbaumphobie. Ich hab immer gedacht, er übertreibt nur um uns zu ärgern."
„Eigentlich neigt Devon nicht zum Übertreiben, jedenfalls nicht sehr. Obwohl wir eigentlich nur einmal einen wirklich kniffligen Baum hatten..."
Und so ging es weiter. Mit einigen Sprüchen und viel Glück passte der Baum dann tatsächlich in das Wohnzimmer. Das hatten sie zwar schon wegen der vielen Gästen magisch erweitern müssen, doch nun war es fast doppelt so groß, wie ursprünglich. Aber wenigstens stand der Baum nun darin, ohne das Zimmer komplett auszufüllen. Gemeinsam schmückten sie dann die Tanne und Ginny, die noch rechtzeitig zurückgekommen war, ließ es sich nicht nehmen, höchstpersönlich als Gryffindors Quidditch-Champion, den Weihnachtsstern auf die Spitze zu stecken. Dabei fegte sie mit ihrem Besen so rasant durchs Wohnzimmer als würde sie sich nicht dort, sondern auf einem Spielfeld befinden und sie brachte Molly nicht nur ein Mal an den Rand eines Nervenzusammenbruches.
Doch als dann der Baum fertig aufgestellt und alle Geschenke darunter verteilt waren, konnte man überall nur in fröhliche und glückliche Gesichter schauen. Es folgte ein gemeinsamer Spaziergang durch die winterliche Landschaft, bei der sich heftige Schneeballschlachten mit Anekdoten von früheren Weihnachtsfeiern und Familienfesten abwechselten. Nach dem morgendlichen Schneetreiben lag die weiße Pracht teilweise fast einen Meter hoch. Die Luft war kalt und klar und die Sonne verwandelte die Landschaft in ein glitzerndes Farbenmeer. Molly schwärmte mit Hermine und Penelope um die Wette, wie schön doch alles aussah. Sirius zog Remus hinter jeden zweiten Baum, wo sie jedes Mal erst Minuten später arg zerwuschelt wieder hervorkamen. Remus versuchte seine roten Wangen jedes Mal vergeblich zu verstecken und George und Jaden neckten die beiden ständig. Tonks hielt mit Janis und Percy ewige Monologe über die perfekte Ausbalancierung von Zauberstäben und wurde ständig von Freds Kommentaren unterbrochen. Ginny, Robert, Bill, Charlie und ihre Frauen spielten hingebungsvoll mit Penelopes Kindern und neckten sie mit kalten Schneebällen auf den Nasenspitzen bis sie vor Freude kicherten. Ab und an warf irgendjemand – vorzugsweise George oder Fred einen Schneeball in die Menge und der Getroffene erwiderte nicht minder angriffslustig. Letztendlich artete das immer in einem kleinen Schneescharmützel aus, was nur durch Erschöpfung aller Beteiligter oder Mollys befehlenden Worten, sich nicht wie Kinder zu benehmen, gestoppt werden konnte. Ron leistete die meiste Zeit Harry und Draco Gesellschaft, welche sich mit Arthur über die Ministeriumsangestellten im Allgemeinen und die neue Situation nach Voldemorts Tod im Besonderen unterhielten. Mehrfach kam die Sprache auch auf heikle Themen wie Harrys scheinbare Morde, die sich erst später als Säuberungsaktion von Spionen herausstellte, oder Fudges Wut auf Harrys ‚Todesserbefreiungsaktion'. Nach einigem Hin und Her stellte sich heraus, dass Arthur im Grunde genommen nicht anders dachte, als Dumbledore oder die restlichen Ordensmitglieder. Wie Dracoschon im Sommer festgestellt hatte, brauchten die Weasleys einige Zeit um Lucius Malfoys Rolle in diesem ganzen Spiel zu akzeptieren. Sie mochten ihn zwar deshalb nicht plötzlich, denn immerhin hätte es ihrer Meinung nach andere Möglichkeiten gegeben, um die eigene Familie zu schützen, aber sie waren bereit, zumindest Draco gegenüber die Feindschaft zu vergessen. Ron erzählte nicht ohne ein Zwinkern in den Augen, wie schwer es ihm, Hermine und Fred und George gefallen war, die beiden Eltern so weit zu bringen, dass sie den Namen Malfoy in ihrem Haus überhaupt akzeptierten.
„Mom und Dad haben sich wahrscheinlich gedacht, wenn sie nicht darüber nachdenken, können sie auch nicht unangenehm überrascht werden und feststellen, dass Draco ja gar nicht wie sein Vater sein konnte, wenn er Voldemort offen bekämpft hatte. Es war ziemlich nervenaufreibend, die beiden darauf anzusprechen und nicht locker zu lassen. Aber irgendwann haben sie wohl auch eingesehen, dass jemand, der von Harry akzeptiert wird, nicht so schlecht sein kann und ich denke, deswegen bist du heute auch hier, Draco."
Arthur hatte mit peinlich berührtem und etwas gerötetem Gesicht zugehöret, doch Draco schüttelte nur den Kopf: „Als Außenstehender würde ich Dad auch nie vertrauen. Was er alles getan hat, ist nicht sehr Vertrauen erweckend, und das war ja auch der Sinn der Übung. Hätte Dad je Zweifel an seiner Loyalität Voldi gegenüber aufkommen lassen, wären doch sofort die Auroren gekommen. Und wenn der Lord das erfahren hätte, hätten Mama und ich darunter gelitten – das war Dads größte Angst. Es hätte sicher andere Wege gegeben, oder vielleicht hätten Sie, Arthur, ganz ähnlich gehandelt, wären Sie in einer Familie wie mein Vater aufgewachsen und dazu gezwungen worden. Niemand weiß es. Vielleicht hätten Sie auch Freunde werden können unter den richtigen Umständen, aber ich glaube, Dad würde das jetzt genauso wenig wollen wie Sie - das erwartet ja auch niemand. Ich bin damit zufrieden, dass sie mich als Harrys Partner akzeptieren. Das bedeutet ihm sehr viel und mir auch."
Arthur hatte Draco ernst zugehört, einige Male zustimmend genickt, oder entrüstet den Kopf geschüttelt. Jetzt streckte er Draco wie zur Besiegelung ihrer Freundschaft die Hand hin und dieser nahm sie fast feierlich entgegen. Harry beobachtete die Szene zufrieden und blinzelte Ron dann verschwörerisch zu. Das war wirklich gut gelaufen. Die vier waren ja nicht umsonst die ganze Zeit gemeinsam unterwegs. Harry hatte geahnt, dass Arthur Draco nur etwas näher kennen musste, um ihn so zu akzeptieren wie er war und zu ignorieren, welche Eltern er hatte.
Plötzlich kam ein Schneeball von hinten geflogen und traf Draco genau ins Genick. Harry und sein Geliebter fuhren wie ein Mann herum und suchten den Schuldigen. Sirius blickte etwas zu unschuldig in die Weltgeschichte und George kicherte neben ihm hemmungslos. Plötzlich wurde auch Harry von einem Ball getroffen, dieses Mal von Jaden abgeschickt. Das ließen sich die beiden ja nun nicht gefallen. Schnell formten sie ihrerseits Schneekugeln und schon war die nächste winterliche Kabbelei im Gange. Dieses Mal hörten sie wirklich erst auf, als alle bis auf Molly und Remus lachend im Schnee lagen. Selbst Arthur, Percy und Tonks, die bisslang jedem Kampf aus dem Weg gegangen waren, machten nun eifrig mit und nach 10 Minuten konnte keiner mehr auch nur einen Finger krümmen vor Erschöpfung und Lachen. Damit wurde der Spaziergang auch offiziell abgebrochen. Langsam und noch immer lachend und schwatzend wanderte die ganze Gruppe zum Fuchsbau zurück, wo schon eine warme Bowle und Butterbier auf die Durstigen wartete.
Nach einer Stärkung aus Schokokeksen und kleinen Häppchen ging es dann ans Geschenke Auspacken. Einige wie Ron hatten sich schon seit dem Morgen bremsen müssen und freuten sich nun doppelt auf ihre Päckchen. Molly hingegen wurde nicht müde Harry zu versichern, dass seine und Dracos Anwesenheit ihr als Geschenk völlig genügte und sie ja wirklich keine Zeit zum Geschenke kaufen gehabt hatten. Selbst diese beiden hatten jedoch noch genügend zum Auspacken. Da sie ja den Morgen ‚schlafend' verbracht hatten, waren die Geschenke zwar angekommen aber ungeöffnet geblieben. Am Nachmittag hatten Sirius und Remus diese dann einfach mit eingesammelt und bei den Weasleys unterm Baum platziert. Als dann alle Verpackungen entsorgt und jedes Päckchen geöffnet war, begann das große Ausprobieren, Staunen und gegenseitige Bedanken. Und dann baute Molly auch schon eine Festtagstafel auf, die Hogwarts Ehre gemacht hätte. Die Weasleys und ihre Gäste nahmen lachend an dem großen Tisch Platz, der sich vor leckeren Speisen fast durchbog und der Spaß konnte erst richtig beginnen.
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Harry und Draco hatte darauf bestanden, noch in der Nacht nach Argywn zurückzukehren. Erstens hätten sie im Fuchsbau selbst mit den besten Zaubern nicht auch noch Platz gehabt und außerdem wollten sie nicht unbedingt von zu vielen neugierigen Ohren beim ‚Bettgehen' belauscht werden. Es war spät geworden. Nach dem Essen hatten sie sich in Grüppchen gefunden und über alles und jeden gesprochen. Dann hatten Ginny und Fred die Gesellschaftsspiele herausgekramt und der Abend war noch eine Spur lustiger geworden. Letztendlich hatten sich Draco und Molly lachend aneinander festhalten müssen, als Harry verzweifelt versucht hatte pantomimisch ein Butterbier nachzumachen. Irgendwann nach Mitternacht hatten sich Arthur und Molly dann verabschiedet und Tonks war gleichzeitig in die oberste Kammer verschwunden. Sirius hatte begonnen Fred und George Kartentricks beizubringen, obwohl diese wahrscheinlich mehr davon verstanden, als Harrys Pate. Penelope und Percy hatten dann gemeinsam mit Bill und Charlie und deren Frauen das Weite gesucht. Irgendwann hatten Jaden und George dann diesen verliebten Blick bekommen und waren per Apparieren nach Hause zurückgekehrt. Fred und Janis folgten ihnen eine Stunde später und dann hatten es auch Ron und Hermine vor Müdigkeit nicht mehr ausgehalten. Immerhin hatten ja nicht alle ihren Morgen im Bett verbracht. Also waren auch Remus, Sirius und Harry und Draco nach Hause aufgebrochen, nicht ohne zu versprechen, zu Sylvester wieder in den Fuchsbau zu kommen.
Remus war mehr aus dem Kamin getaumelt, als getreten. Er hatte wohl doch etwas zuviel Wein getrunken und Harry fragte sich immer noch, wie der Mann es bis jetzt ausgehalten hatte, ohne einzuschlafen. Sirius hatte seinen Geliebten dann kurzerhand auf die Arme genommen und in ihr gemeinsames Turmzimmer getragen. Harry begab sich mit Draco dagegen in die Küche.
Der Blonde goss sich ein Glas Wasser ein und Harry suchte sich im Kühlschrank etwas Saft. Dann trat der Schwarzhaarige auf seinen Freund zu und umarmte ihn von hinten. Den Kopf auf Dracos Schultern gelehnt ließ er eine Hand an der Brust des Blonden entlang wandern.
„Du hast den Abend heute genossen, oder?"
Draco grinste. „Und wie. Ich bedauere wirklich, dass ich die Weasleys früher nicht kannte. Sie sind echt allesamt Originale und liebenswürdige noch dazu. Dad würde sich wie verrückt aufregen, wenn er wüsste, wie viel Spaß ich heute hatte."
„Das ist schön." Träumerisch saugte sich Harry an Dracos Hals fest und hinterließ einen dunklen Knutschfleck.
„Du sahst heute richtig glücklich aus. Mehr als je zuvor." Draco stellte das nicht ohne Stolz fest, denn er wusste, dass das auch teilweise sein Verdienst war. Harry hatte es durchaus genossen im Kreis seiner zweiten Familie zu feiern, aber am meisten hatte ihn wohl gefreut, dass Draco in diesem Kreis absolut willkommen war und sich genauso wohl fühlte, wie Harry selbst.
„Sie mögen dich." Harrys Feststellung war eigentlich zusammenhanglos, doch Draco wusste genau, was er meinte. Als könnte Harry seine Gedanken lesen.
Draco lehnte sich noch etwas weiter in Harrys Umarmung und genoss dessen liebkosende Lippen. Er stellte das leere Glas ab und nahm auch Harrys fort. Dann drehte er sich in der Umarmung um und küsste Harry verlangend. Minutenlang standen sie einfach nur still da, die Arme umeinander geschlungen und in einem leidenschaftlichen aber auch zärtlichen Zungenkampf verstrickt. Dann lehnte sich Draco mit erhitzten Wangen zurück und blickte Harry verführerisch an.
„Der Tag hat gut begonnen, ist gut weitergegangen und sollte demzufolge auch gut enden. Was hältst du also von einer Fortsetzung unserer morgendlichen Aktivitäten?"
Harry küsste Draco kurz auf die geschwollenen Lippen. „Das fragst du noch? Du brauchst nur mal in meine Hose zu fassen, dann kennst du die Antwort."
Und Draco folgte ohne zu Zögern der Aufforderung. Jetzt war Harry wirklich froh, dass sie auch innerhalb des Hauses apparieren konnten. Als Draco seine Hand durch den geöffneten Reißverschluss schob, glaubte Harry Blitze in seinem Innersten einschlagen zu spüren. Seine Hüften drängten automatisch gegen die verheißungsvollen Finger, als er einen kurzen Schmerz spürte und plötzlich mit den Beinen gegen das Bett stieß. Rücklings fielen sie auf die Kissen, ohne einander loszulassen. Eilig begann Draco mit der anderen Hand den Knopf von Harrys Hose zu öffnen und massierte dabei noch immer dessen Erregung. Endlich war das störrische Teil offen und Draco konnte Harry von Hose und Unterhose gleichzeitig befreien. Auch dieser blieb nicht untätig, sondern schob Dracos Hemd, ohne auf die Knöpfe zu achten, nach oben und über den Kopf. Nach einigen Wirren mit Dracos Hemdsärmeln und Harrys Shirt lagen sie endlich nackt aufeinander und rieben sich verlangend an dem anderen. Worte fielen keine, nur Stöhnen erfüllte das Zimmer, doch die Lust und Leidenschaft brauchte auch keine Konversation. Draco schob ein Bein zwischen Harrys Schenkel und presste das Knie gegen dessen Juwelen. Harry stöhnte verzweifelt auf und hielt sich an Draco fest. Das war zu göttlich. Dann begannen Harrys Hände in sanften, betörenden Kreisen zu wandern und landeten schließlich bei Dracos Hintern. Gleichzeitig die Pobacken massierend hielt Harry den anderen fest und drängte sich lustvoll stöhnend gegen dessen blassen Körper. Draco war derweil mit Harrys Brustwarzen beschäftigt und entlockte dem unter ihm Liegenden noch zusätzliches Schreien und Stöhnen. Irgendwann war das Warten dann für beide zuviel. Ohne große Vorbereitung drang Draco in Harry ein, doch dieser keuchte nur voller Lust auf und drängte sich weiter gegen den anderen – versuchte ihn noch tiefer in sich zu ziehen. Ohne lange zu zögern, begann Draco Harry verlangend aufzupfählen. Immer wieder stieß er hart in den Körper unter sich, begleitet von dessen Stöhnen und Keuchen. Irgendwann konnte Harry nur noch Dracos Namen schreien und dann kam er heftig in dessen massierende Hand. Gleichzeitig spürte Draco seinen Orgasmus nahen und dann ergoss er sich in Harry und genoss das Gefühl, völlig eins mit diesem Jungen zu sein.
Das war pures Glück.
Ohne Sorgen schliefen sie Arm in Arm ein, in dem Bewusstsein, dass sie alles erreicht hatten, was sie wollten und trotz all der Opfer nun alles absolut perfekt war.
/g/ isses nicht ein schönes schnulziges Ende?
Ich bin grad ziemlich fasziniert von HP/YGOh-X-overn, daher wird das wohl meine nächste Richtung werden…die Muse und ich hatten diese Nacht einige nette Stunden…./g/
Also wir sehen uns mal irgendwann! CU Fly /knuddel/
