Legende:

»Gerede«

/Gedanken/

::Parsel::

((AdA: Meine Kommentare))

°°Gedankenübertragung°°

$Tiersprache$

Schlafende Schlangen weckt man nicht

Nach mehreren Stunden des Vergnügens trafen sich die Schüler der Hogwarts Schule beim Ausgang des Hallenbades. Wie immer teilten sie sich eher unbewusst in kleinere Gruppen auf, als sie zu Minervas Haus liefen. Angelus, Tom und Minerva gingen ganz hinten. Der Erbe Slytherins hatte dabei einen Arm um den Blonden geschlungen, während dieser sich an ihm anlehnte und ebenfalls einen Arm um dessen Hüfte geschlungen hatte. Die Schulsprecherin marschierte friedlich lächelnd neben dem Zeitreisenden.

Einige Zeit später kamen sie endlich bei Minervas Haus an, wo sie dann ihre Badesachen ablegten und wieder im Wohnzimmer aufeinander trafen.

»Und was machen wir jetzt noch? Es ist gerade mal sechs Uhr«, stellte Sandy nach einem Blick auf die Wanduhr fest. Als Minerva antworten wollte, klingelte es an der Haustür. Sie hörten, wie Audrey dort hin lief und die Tür öffnete. Kurz darauf waren fröhliche Stimmen zu vernehmen. Außer der von Audrey waren noch eine tiefe Männerstimme, eine sanfte Frauenstimme und einer hohen Kinderstimme vorhanden. Dazu kam noch, dass ein Hund bellte. Minerva sprang von dem Sessel auf und rannte in den Gang. Etwas bedröppelt blieben ihre Mitschüler zurück.

»RAY!«, kreischte da auch schon die Gryffindor, was Tom zusammen zucken ließ. Die Schüler sahen sich ratlos an, bevor sie sich, ohne ein Wort zu sagen, daran machten, Minerva zu folgen. Als sie im Gang zur Haustür standen, konnten sie ihre Mitschülerin ausmachen, wie sie einen jungen Mann umarmte. Hinter diesem stand eine blau-grünäugige Frau, deren orangefarbenen Haare bis zur Brust reichten. Sie hatte ein orangehaariges Kleinkind auf dem Arm und ein Hund stand neben ihr.

Doch als dieser die Fremden bemerkte, bellte er laut auf und rannte schwanzwedelnd auf sie zu. Sandy, Tanja und Walpurga wichen zurück. Während Hagrid fasziniert neben Angelus trat, der den großen, schwarzen Hund, der Ähnlichkeiten mit seinem Paten hatte, anstarrte. Dieser hüpfte kläffend um sie herum und schien ganz aus dem Häuschen zu sein. Dadurch wurden auch die anderen auf sie aufmerksam und der junge Mann mit den braunen Augen und Haaren ließ Minerva los.

»Kissy, aus!«, sagte der Mann scharf, worauf der Hund noch einmal bellte und danach brav zurück dackelte.

»Raymond, Kamilla, das sind Mitschüler von mir. Sandy Weasley, Tanja Blixen, Walpurga Black, Alastor Moody, Alexander Potter, Cygnus Black, Rubeus Hagrid, Angelus Nexima und Tom Riddle. Leute, das ist mein Bruder, Raymond, meine Schwägerin, Kamilla, meine Nichte, Carolin, und der Hund heißt Kissy«, stellte Minerva einander vor, während sie immer auf die gemeinte Person, beziehungsweise Hündin, zeigte. Die Anwesenden nickten einander freundlich zu, wobei es auch zwei Ausnahmen gab, bevor sich Audrey an ihrem Sohn vorbei drängelte.

»Habt ihr Hunger? Gregor müsste auch gleich da sein«, lächelte sie, bevor sie in die Küche verschwand.

»Sag mal, Minerva, müsstest du nicht in der Schule sein?«, erkundigte sich Raymond, während er die zwei großen Koffer nahm. Es schien ihm nicht schwer zu fallen, was auf den muskulösen Körperbau geschoben werden konnte.

»Projekt«, antwortete das Mädchen, als würde es alles sagen, wobei sie zur Verdeutlichung ihres Missmuts auch noch mit den Augen rollte. Ihr Bruder lachte leise, während dessen Frau schmunzelte.

»Die Kleine ist ja süß«, konnte sich Sandy nicht verkneifen. Sie starrte schon die ganze Zeit auf das Kleinkind in Kamillas Armen, welche fröhlich mit deren Haaren spielte.

»Du kannst sie ja später 'alten, Sandy«, lächelte Kamilla freundlich. Ihr Akzent zeigte deutlich, dass sie Französin war. »Allerdings nur, wenn du sidsd. Isch bin da nosch etwas vorsischtig.«

»Das ist verständlich«, erwiderte die Gryffindor vorfreudig.

»Ich nehme an, dass wir das Gästezimmer bekommen?«, wandte sich Raymond an seine Schwester. Diese nickte. »Dann sollten wir mal hoch gehen und auspacken, Liebling.«

»Du 'ast rescht«, nickte Kamilla. Die beiden gingen mit ihrer Tochter und Kissy die Treppen nach oben. Minerva hingegen scheuchte ihre Mitschüler wieder ins Wohnzimmer, wo sie gelangweilt auf das Essen warteten.

Nach einer halben Stunde rief Audrey sie zum Essen. Sie stiefelten in die Küche und entdeckten dort Raymond, Kamilla, Carolin, Audrey, Kissy und auch Gregor. Der Hund saß brav auf dem Boden, wimmerte aber immer wieder und sah mit einem geübten Hundeblick Raymond an. Doch dieser ignorierte diese Versuche. Kamilla, mit Carolin auf dem Arm, gab dieser auch schon ihr Essen.

»Setzt euch«, wies Audrey ihre Gäste fröhlich an und ließ sich anschließend selber auf den Platz neben Gregor fallen. Das Essen wurde anfangs schweigsam angefangen, bevor sich Minerva schließlich nicht mehr halten konnte und mit ihrem Bruder über dies und das redete. Nach einiger Zeit fanden auch die anderen Schüler ihre Stimmen wieder und quasselten ebenfalls umher, wodurch es doch noch recht lustig wurde.

Am späten Abend schlurften die Hogwartsschüler müde in ihre Zimmer. Alle außer zwei verstanden sich super mit Raymond und dessen Frau. Doch als Audrey sie dann ins Bett geschickt hatte, hatten sie nicht genörgelt und sich auf die Socken gemacht.

Tom und Cygnus legten sich, ausgezogen bis auf die Schlafhosen, in ihre Betten. Minerva und Walpurga fielen ebenfalls müde in ihre Betten. Sie bedeckten sich jedoch schnell, damit auch keiner der Jungs die dadurch entblößten Stellen betrachten konnten. Ihre Nachthemden waren etwas kurz, da es eine warme Nacht war und Minerva sogar das Fenster geöffnet hatte. Angelus ließ sich auf die Matratze sinken und drückte sich nah an den Halbvampir, der einen Arm um ihn schlang. Dabei küsste er ihn zärtlich auf den Mund. Minerva, die sich gerade bewegt hatte, um das einzig brennende Licht – ihre Nachttischlampe – auszuschalten, belächelte das Bild, ehe sie die Lampe ausknipste.

»Gute Nacht, Jungs«, murmelte sie nach einiger Zeit eher zu sich selbst, als zu den beiden Slytherins. Wusste sie doch, dass sie zu leise gesprochen hatte und abgesehen davon dürften ihre Gäste bestimmt schon schlafen, so ruhig wie es war. Umso mehr war sie überrascht, als Tom, der anscheinend doch nicht schlief, ihr schläfrig eine Antwort gab.

»Gute Nacht, Minerva.«

Und sie wusste nicht warum, aber sie musste lächeln.

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»LOS! RAUS AUS DEN FEDERN!«, ertönte eine schrille Stimme in Minervas Zimmer. Die momentanen Bewohner schreckten alle erschrocken aus dem Schlaf und saßen halb im Bett. Wobei Angelus und Tom sich die Köpfe anschlugen, worauf beide aufstöhnten. Mit zusammen gekniffenen Augen blickten sie zu der Tür, wo Sandy stand und sie anstrahlte. Dabei ließ sie jedoch Cygnus und Walpurga aus.

Minerva warf einen Blick auf ihren Wecker und ließ sich stöhnend wieder in die weichen Kissen fallen. »Sandy! Es ist sieben Uhr!«

»Wissen wir«, offenbarte Alexander schmunzelnd und trat neben die Weasley. Hinter ihm standen Alastor, Tanja und ein halb schlafender Hagrid. Alle waren bereits fertig angezogen.

»Und weshalb habt ihr uns dann geweckt, Potter?«, schnarrte Tom wütend.

»Schon vergessen, dass wir heute in den Freizeitpark wollten?«, warf Alastor grinsend ein.

»Wer hat das gesagt?«, kam Walpurgas Stimme schläfrig zu den Anderen herüber geweht, worauf sie sich zu ihr umdrehten. Das Mädchen hatte sich bereits wieder mit dem Rücken zu ihnen umgedreht.

»Wir«, antwortete Tanja freundlicherweise.

»Wer ist 'wir'«, erkundigte sich Cygnus mürrisch.

»Alex, Alastor, Hagrid, Tanja und ich«, flötete das rothaarige Mädchen und hüpfte zu dem Fenster, um die Vorhänge aufzureißen. Da das Fenster bereits offen war, wehte ein kühler, aber angenehmer, Lufthauch in das Zimmer.

»Und was ist mit uns?«, murmelte Angelus und rieb sich über die Augen, ehe er Tom mit sich zurück auf die Matratze zog und sich an ihn schmiegte.

»Zählt nicht«, sagte der Moody fest. Der Todesengel streckte eine Hand aus dem Bett, tastete nach seiner Hose, die er gestern auf den Stuhl gelegt hatte, der neben dem Bett stand, und fand sie schließlich auch. Er zog seinen Zauberstab aus der Hosentasche, bevor er seinen Kopf hob und Alastor anfunkelte. Dieser wich einen Schritt zurück. Er wusste, was Olivia Hornby widerfahren war. Hogwarts war schließlich die Gerüchteküche.

Der Zeitreisende hob seinen Arm und zielte auf Alastor, welcher sofort herum wirbelte. Doch leider kam er nicht mehr dazu, das Zimmer zu verlassen, in das er und seine Mitschüler während des Gesprächs getreten waren. /Levicorpus!/

Minerva, Tanja und Sandy quiekten erschrocken auf, als Alastor aufkreischend an einem unsichtbaren Seil nach oben gezogen wurde. Da dieses sich um seinen linken Fuß gewickelt hatte, schwebte er logischerweise auch kopfüber in der Luft. Walpurga drehte sich um, um den Grund für den Lärm zu erfahren und grinste verächtlich, als sie Alastors Position bemerkte.

»NEXIMA! LASS MICH SOFORT RUNTER!«, schrie Alastor sauer. Doch der Todesengel kuschelte sich lediglich an seinen Geliebten, welcher grinsend die Augen schloss.

»NEXIMA! LASS! MICH! SOFORT! RUNTER!« Angelus seufzte leise und legte seinen Kopf auf Toms Schulter, der ihm liebevoll durch die Haare strich. Die Mädchen und die anderen Jungs sahen still dabei zu. Zum einen kannte niemand den Gegenspruch und zum anderen wollten sie nicht genau so enden, wie der Gryffindor. Einzig Minerva war sich sicher, dass Angelus niemand außer Alastor – und sicherlich auch Cygnus – in diesem Haus kopfüber in der Luft hängen ließ.

»ANGELUS DIAMOND NEXIMA! LASS MICH SOFORT RUNTER!«, wurde das schwarzhaarige Gryffindormädchen von der kreischenden Stimme aus ihren Gedanken gerissen. Während Angelus ein weiteres Mal wohlig aufseufzte – Toms Hände streichelten gerade seinen Rücken – knurrte Walpurga genervt auf und zog ihrerseits ihren Zauberstab. Sie zielte auf Alastor, der noch nichts von seinem Glück wusste, da er einzig Angelus anfunkelte und anschrie.

»Silencio!«, fauchte Walpurga und sah dabei zu, wie Alastor einen Moment immer noch den Mund bewegte, anscheinend wollte er damit Worte formen. Nur brachte er dabei keinen Ton über die Lippen, was ihn ärgerlich die Arme rudern ließ, um sich so zu drehen, dass er die Black anfunkeln konnte. Dass er dabei mehr lächerlich, als bedrohlich oder gar Angst einflössend aussah, schien er nicht zu bemerken.

»Das ist das erste Mal, dass ich deine Gegenwart angenehm finde, Walpurga«, sagte Angelus in die Stille hinein. Die Black sagte daraufhin nichts. Sie sah ihn einfach nur an.

»Was ist nun mit dem Freizeitpark?«, wagte Sandy leise zu fragen. Sie sah kurz zu Alastor, bevor sie mutig Minerva, Tom, Cygnus, Walpurga und zuletzt Angelus in die Augen schaute. In dem Moment, als Angelus den Gryffindor an die Decke gehext hatte, hatte sie an Hagrids Worte zu zweifeln begonnen. Und dabei hatte sie ihm wirklich geglaubt. Doch das war naiv gewesen, wie sie nun feststellte. Slytherin blieb Slytherin. Und nichts konnte das ändern.

»Da wir ja nun sowieso schon wach sind, finde ich, dass wir auch gut gehen können«, meinte Minerva und setzte sich auf den Bettrand, bevor sie die Decke zurück schlug und aufstand. Sie suchte sich Kleidung aus dem Schrank, bevor sie in Richtung der Tür ging. Doch auf dem Weg dorthin stoppte sie und sah zu Angelus, der schon wieder eingedöst war. Tom schien nicht einmal daran denken, seinen Geliebten zu wecken. Seufzend lief sie zu Angelus' Koffer und kramte in seinem Koffer herum, ohne auf die verwirrten Blicke ihrer Mitschüler zu achten. Tom, welcher ahnte, was die Gryffindor suchte, erinnerte sich plötzlich an etwas, was Minerva schlecht bekommen könnte. Deswegen räusperte er sich.

»Ähm... McGo-... Minerva? Vielleicht solltest du das lassen«, riet er.

Sie warf ihm einen gereizten Blick zu. »Bei Merlin, Tom, ich habe nicht vor, Angel etwas zu stehlen. Ich such nur Kleidung, die er gleich anziehen kann. Verdammt, hat der Junge keine Hemden, die nicht das Hogwartszeichen auf der Brust haben?«

»Ich weiß«, erwiderte der Rotäugige trocken. »Aber du solltest es trotzdem lassen. Und im Übrigen hat er drei Hemden, irgendwo ganz unten.«

»Meinst du das?«, fragte Minerva kritisch und hob das slytheringrüne Hemd hoch.

»Ja, unter anderem. Da muss noch ein weißes und ein schwarzes sein.«

Die Schwarzhaarige nickte und griff wieder in den Koffer.

::Verzieh dich!::

»Iieh!«, kreischte Minerva erschrocken und sprang nach hinten. Drei Schlangenköpfe tauchten unter einer schwarzen Boxershort und einem weißem Hemd hervor. Sechs Augen blickten Minerva spöttisch an.

::Nein, wie niedlich sie ist.::

::Ja, eine richtige Schlangenfreundin.::

::Ob sie so gut schmeckt, wie sie riecht?::

::Wir essen doch gar keine Menschen, Criticus.::

::Wir können sie ja nicht einmal schlucken.::

::Ich weiß. Aber wenn uns jemand einen Finger abtrennt, packen wir das.::

::Mir wird von Blut schlecht.::

::Du bist eine Schlange. Ich hab noch nie von einer Schlange gehört, der von Blut schlecht wird.::

::Was für ein Weichei du doch bist, Somniator.::

::Schnauze. Und ich weiß gar nicht, wo das Problem ist. Wir müssen doch sowieso nie Blut sehen, um zu fressen. Wir verschlingen unsere Beute doch ganz.::

::Ich will jetzt mal kosten.::

::Das würde ich lieber lassen, Criticus.::

::Warum sollte ich, du planendes Genie?::

::Weil Angels Hand zuckt.::

::Dann hat er eben einen schlechten Schlaf.::

::Sie zuckt in die Richtung seines Zauberstabes.::

Moliri hatte Recht. Angel war, seit er das Zischen vernommen hatte, wach und seine Hand wanderte unaufhörlich zu seinem Zauberstab.

::Wir sollten wieder in Deckung gehen, findet ihr nicht?::, erkundete sich der planende Kopf, worauf er zwei schnelle Nicken bekam. Kurz darauf waren die drei Köpfe in dem Berg von Klamotten wieder verschwunden.

»War das... eine Schlange?«, flüsterte Sandy geschockt.

»Ja«, konnte man Angels Stimme aus dessen Richtung vernehmen. Der Todesengel richtete sich auf, steckte sich gähnend, ehe er die Decke wegschlug und vor sich hernuschelnd aufstand. Tom war sicher, etwas wie '... blöde Schlange... ganz schlechtes Timing... strohdumm... Rache... scheiß Lehrer...' vernehmen zu können.

»Hättest du mich nicht warnen können?«, fauchte ihn Minerva an.

»Ich bin erst aufgewacht, als ich das Zischen gehört habe, Minerva. Tom hätte dich ja warnen können.«

Daraufhin sah sie zu dem Schwarzhaarigen, der abwehrend die Hände hoch hob und sich nun ebenfalls erhob. »Ich habe versucht dich zu warnen. Dein Problem.«

»Bei Gryffindor...«, murmelte die Weasley immer noch unter Schock stehend. »Ich hab völlig vergessen, dass dir Professor Iroshima diese Schlange gegeben hat.«

»Ich hab's verdrängt«, knurrte Alastor. Angelus sah zu ihm hoch.

»Hast du etwas gesagt, Deckenlampe?«, spöttelte er grinsend.

»Du kannst reden, Alastor?«, fragte Hagrid erstaunt. »Wie hast du das gemacht?«

»Ich hab den Spruch von ihm genommen«, lachte der Blonde leise und trat vor den Gryffindor.

»Wann denn?«, wollte Tanja stirnrunzelnd wissen.

»Als ihr auf die Runespoor geachtet habt«, log der junge Mann und tätschelte grinsend Alastors Wange, der nach Angelus mit seinen Fäusten schlug. Doch dieser wich ihnen geschickt aus und knuffte den molligen Jungen in die Wange. »Na na na, wir wollen doch nicht gewalttätig werden? Ich sag dir was, Moody. Wenn du heute mit mir in eine Achterbahn meiner Wahl gehst, werde ich dir den Spruch verraten.«

»Warum sollte ich dir das glauben? Du bist ein Slytherin!«

»Stimmt«, meinte Angel und zuckte mit den Schultern. »Du musst entscheiden, ob du das Risiko eingehst und einen klasse Zauber lernen willst, oder ob du, nun ja, als Feigling dastehen willst. Deine Entscheidung.« Der Zeitreisende schwang seinen Zauberstab und ging zu seinem Koffer zurück. Dabei kümmerte er sich nicht darum, ob Alastor auch auf den Beinen aufkam.

»Wenn ich den Spruch wissen will, brauch ihr nur Hornby fragen«, schnarrte Alastor, als er wieder festen Boden unter seinen Füßen hatte.

»Nein«, lachte Angel und warf ihm über seine Schultern einen Blick zu, bevor er in seinem Koffer ein langärmliges Shirt, eine Jeans und eine dünne Jacke. Er erblickte Talia und lächelte sanft, als er bemerkte, dass sie schlief und von der Runespoor mit der Schwanzspitze geschützt wurde. Dann drehte er sich wieder um, damit er seine Antwort beenden konnte. »Den, den ich angewandt habe, kann man nur selbst rückgängig machen. Den von Hornby konnte auch ich aufheben, obwohl ich ihn nicht gesprochen habe. Frag Blixen. Sie hat versucht, dir zu helfen.«

»Woher weißt du das?«, fragte das Mädchen überrascht. Sie hatte nicht angenommen, dass sie jemand bemerkt hatte. Grinsend zeigte der Langhaarige auf den Schrankspiegel gegenüber Tanja. Sie sah, dass sie genau auf die Stelle blicken konnte, an dem zuvor Angelus gelegen hatte. »Oh.«