A/N: Hallo, ihr Lieben. Grüße von der "Ich ertrinke in Arbeit"-Front. Es tut mit wahnsinnig leid, das ich die Reviews des letzten Kapitels nicht einmal zur Hälfte beantwortet habe, aber ich habe dieses Kapitel schon nur mit Mühe zwischen Beerdigungen, Arbeit und alltäglichen Sorgen hinbekommen. Daher ist es auch sehr kurz. Bitte entschuldigt. Ich bedanke mich ganz herzlich bei denen, die gerieviewt haben und hoffe auf baldige Besserung meines Stresses. Ich bemühe mich! Und jetzt, viel Spaß!
Beta: Windfee
Soundtrack: "My immortal", Evanence
Kapitel 27 - Heimkehr
You used to captivate me These wounds won't seem to heal
By your resonating light
Now I'm bound by the life you left behind
Your face it haunts
My once pleasant dreams
Your voice, it chased away
All the sanity in me
This pain is just too real
There's just too much that time cannot erase
When you cried I'd wipe away all of your tears I've tried so hard to tell myself that you're gone
When you'd scream I'd fight away all of your fears
And I held your hand through all of these years
But you still have all of me
But though you're still with me
I've been alone all along
Oh – mein – Gott! Da steht er! Verzeihung, aber in diesem Moment kann ich nichts anderes denken. Ein Irrwicht könnte kaum eine verheerendere Wirkung auf mich ausüben, denn ich stehe mitten in dieser riesigen Eingangshalle im Dämmerlicht und starre ihn an. Fürchte mich. Mein Körper gehört mir nicht mehr länger, meine Füße sind bleischwer.
Sirius Black. Nicht mehr so vollkommen abgemagert wie ich ihn damals in Hogsmeade getroffen habe. Sein Gesicht hat wieder Farbe, er ist rasiert (zumindest sieht der Dreitagebart sehr gepflegt aus) – Himmel er riecht gut, vertraut, und ich werde nicht länger darüber nachdenken – und er starrte mich an. Das wütende Funkeln seiner Augen verschwindet nur langsam und weicht einem verwirrten Ausdruck. Fast so, als käme ich ihm nur vage bekannt vor, als wäre ich eine verblasste Erinnerung.
Mit fragendem Blick sieht er über meine Schulter Remus an, der seinen Blick nur stumm erwidert. Und ich weiß einfach nicht, was ich tun soll.
‚Beiß ihn, tritt ihm in seinen feisten, idiotischen Hintern! Kratz ihm die Augen aus!' verlangt meine innere Zwanzigjährige von mir, mit tränenblinden Augen und immer noch so verletzt von seiner Zurückweisung. Sie hat mich nach diesem Abend niemals richtig verlassen, ist zu meiner inneren Stimme geworden. Die, die mich immer wieder weglaufen lässt. Die weint und mir schluchzend in Erinnerung ruft, dass wir ihn glücklich gemacht hätten. Dass er selbst Schuld ist an seinem Elend, weil er das Glück nicht haben wollte. Dass ihm alles recht geschieht!
Ich gebiete ihr wütend zu schweigen! Niemand hat Askaban verdient, und schon gar nicht dieser Mann vor mir.
„Wer sind Sie?"
Seine Stimme ist rauer geworden, offenbar hat die lange Krankheit ihren Tribut gefordert, und sie jagt mir trotz allem Schauer über den Rücken. Er sieht vollkommen verwirrt aus. Und ich schlucke gegen die Tränen, die meine Kehle abschüren und mich in die Knie zwingen wollen.
„Niemand", antworte ich gepresst und endlich kann ich mich bewegen. Man sollte Fluchtimpulse niemals unterschätzen, sie lösen so manche Erstarrung. Ich mühe mich ab, nicht zu rennen und kämpfe den Gedanken nieder, das Haus zu verlassen. Moony steht mir im Weg, und ich weiß, er lässt mich nicht gehen. Das hat er noch nie getan. Er war es immer, der mich dazu gebracht hat die Konfrontation zu suchen. Also schlage ich Sirius Weg ein, zu der halb offen stehenden Tür, aus der Licht fällt. Alles wäre besser, als weiter hier zu bleiben.
Ich spüre Sirius´ fragenden Blick auf meiner Haut, als ich an ihm gespielt ruhig vorbeigehe - wie kalte Fingerspitzen. Er hat mich vergessen. Einfach vergessen. Sollte es mich vielleicht trösten, dass ich dann wohl eine gute Erinnerung gewesen bin, die Askaban ihm einfach ausgesaugt hat? Ganz ehrlich, dieser Gedanke tröstet mich einen Scheißdreck!
Nein Toni, Du wirst nicht weinen …
Die Tür öffnet sich und ein Mann tritt heraus. Groß, blass, eine sehr prominente Nase, die er grade ein wenig gerümpft hält, als konfrontiere man ihn mit etwas wirklich Widerwärtigem, während er seine Handschuhe über die blassen Pianospieler-Finger streift.
„Deine Gastfreundschaft ist wirklich immer wieder bemerkenswert", erklärt er und ich schwöre, dass es augenblicklich 10°C kälter im Raum geworden ist. „Askaban hat deinen Manieren offenbar nicht geschadet, Black. Ganz im Gegenteil. Ich bin zutiefst beeindruckt."
Schwarze Augen richten sich auf mich und ich hoffe, dass er mich nicht erkennen wird, so wie ich ihn grade. Severus Snape …
Leider ist mir das Glück heute wirklich nicht hold.
„Miss Sinera." Seine Mundwinkel verziehen sich zu einem spöttischen Lächeln, das den Rest seiner Züge nicht erreicht. So war er schon immer. Er und ich sind nie offen verfeindet gewesen … aber er hat mich wohl immer zu den Maraudern gezählt und war mir daher auch nie wirklich zugetan. Er ist damals zur dunklen Seite konvertiert. Und genau dieser Gedanke lässt mich meinen Zauberstab ziehen.
Doch ehe ich den ersten Zauber losfluchen kann, liegt Remus´ Hand auf meiner und drückt sie mit sanfter Gewalt nach unten.
„Nicht, Toni." Mehr sagt er nicht. Es scheint ihm Erklärung genug – und mir muss es offenbar auch erst einmal reichen, sagt mir sein Blick.
Ich nicke kurz, ehe ich meinen Zauberstab zurückziehe und zwischen zusammengebissenen Zähnen ein gezwungen höfliches „Severus." hindurchquetsche.
Eine seiner Augenbrauen hat sich spöttisch gehoben, als er mich ansieht. „Da hast du sie jetzt also endlich wieder alle beieinander, Lupin?" Spott tropft wie ätzende Flüssigkeit aus seinen Worten und ich will ihn kopfüber in die Luft hängen, so wie James es immer getan hat, für diesen Zweifel an Remus´ geistigen Fähigkeiten! Snape war schon immer ein Meister der Doppeldeutigkeit.
„Und dann ausgerechnet noch so ein Hitzkopf. Ich dachte, du hättest genug zu tun mit den Kindern und Black. Oder genießt du es so sehr, Kindermädchen zu spielen? Es kommt dem Lehrer-Dasein so nahe wie möglich, wie?"
„Wie Du meinst, Severus", ist alles, was Remus mit einem höflichen Lächeln erwidert und ich starre ihn fassungslos an. Oh Moony, du tust es schon wieder! Jemand tritt dich und du sagst danke schön!
„Geh´ schon vor, Toni. Ich begleite Severus noch zur Tür", unterbricht er meine hitzige Suche nach einer passenden Erwiderung und ich trete mit geballten Fäusten murrend den Rückzug an. Ich werde mit Moony später ein Hühnchen rupfen. Er kann nicht von mir verlangen, dass ich es ebenso hinnehme, wenn ihn jemand beleidigt! Niemand beleidigt ungestraft meine Freunde!
Mit auf den Boden gerichteten Blick gehe ich in Richtung Tür – und pralle gegen etwas Großes, Hartes. Als ich aufschaue, steht Sirius erneut vor mir, dieses Mal kein Schritt von mir entfernt. Eine seiner Hände packt meinen Oberarm und hält mich fest. Die andere legt sich an meine Wange und dreht ihm mein Gesicht zu. Seine Hände sind warm. Ich war so sicher, dass ich seine Berührung nie wieder fühlen würde. Jetzt zieht es mir fast den Boden unter den Füßen weg.
Er zwingt mich, ihm in die Augen zu sehen. Mit zu Schlitzen verengtem Blick sieht er mich an. Und dann leuchtet Erinnerung in seinem Gesicht.
„Antonia!"
Ein Lächeln zuckt wie ein Blitz über sein Gesicht und im nächsten Moment drückt er mich an sich und schwenkt mich im Kreis. „Antonia Sinera! Jetzt erinnere ich mich!"
Ich presse mein Gesicht fest gegen seine Brust. Meine Tränen versickern ungesehen in den Falten seines Hemdes.
- - - - -
Okay – ich habe diese erste Ordenssitzung von mir überstanden. Keine Ahnung wie, aber sie ist vorbei. Nachdem Sirius mich in der Halle wieder zurück auf die Füße gestellt hatte, hat er mich ohne Zögern an der Hand gepackt und mich förmlich in das Esszimmer der Black gezerrt. Zumindest nehme ich an, dass dieser Raum in der Vergangenheit so genutzt wurde. Jetzt stand der große Tisch mit einer dicken Schicht Staub an einer Wand und mehrere Stühle waren wild im Raum verteilt.
Wisst ihr, was mir als Erstes auffiel, während Sirius die ganze Zeit auf mich einredete? Es waren so wenige. So wenige Menschen. Der Orden war früher viel größer, und ich denke, mir ist erst in diesem Moment klar geworden, wie viele Verluste wir wirklich erlitten haben. Wie viele Freunde wir verloren haben.
Einige vertraute Gesichter waren trotz allem darunter. Zum Beispiel Molly und Arthur Weasley. Oder Dumbledore natürlich. Aber die Weasleys sind mir viel mehr im Gedächtnis geblieben.
Sie haben mittlerweile sieben Kinder. SIEBEN! Ich konnte es kaum glauben. Und offenbar sind sie alle ganz schön gewieft, denn ehe die Ordenssitzung begann ist Molly kurz aus dem Raum verschwunden – und als sie wiederkam, hat sie die Tür nach draußen mit einem Schalldichtezauber versehen und irgendetwas von Langziehohren gemurmelt und dass sie wünschte, Fred und George wären nicht immer so verdammt findig. Remus hat mir später erklärt, dass diese beiden die Zwillingssöhne Mollys sind und sie diese Langziehohren schon seit Tagen nutzen, um nach Informationen zu schnüffeln, die ihre Mutter ihnen bärbeißig vorenthält.
Diese Beschreibung hat mich an andere Teenager erinnert, die ich einmal kannte und brachte mich fast zum Lächeln. Sirius jedenfalls hat gegrinst. Und mein Herz gefährlich ins Stolpern gebracht …
Die Sitzung habe ich schließlich neben ihm verbracht. Egal was ich versucht habe, er ist mir nicht mehr von der Seite gewichen. Er schien meinen inneren Aufruhr wegen ihm überhaupt nicht zu bemerken, er freute sich viel zu sehr darüber, mich hier zu haben. Er war fast ein bisschen kindisch in seinem Verhalten. Aber da ich mir Askaban und den damit verbundenen Schrecken nicht einmal vorstellen möchte, muss ich ihm gegenüber wohl ein bisschen nachsichtiger sein.
Diese Vernunft-Sache ist so schwer, wenn man neben diesem Mann sitzt, der einst der Mittelpunkt des eigenen Universums gewesen ist und sich fragt, ob er überhaupt noch weiß, was zwischen uns passiert ist. Oder ob er das auch vergessen hat. Weiß er noch von unserem Kuss? Ich jedenfalls habe ihn nie vergessen.
Die Gelegenheit zur Flucht ergab sich schließlich erst gen Ende der Sitzung. Dumbledore hatte in die Runde geschaut und erklärt, dass es notwendig sei zu klären, in wieweit man Harry nun in die Geschehnisse einweihen solle.
Die Erwähnung des Jungen hatte mein erneut Herz fast einen Salto schlagen lassen. Ich wandte mich zu Pads, der plötzlich finster dreinschaute und fragte leise: „Ist er etwa hier?"
Nur ein knappes Nicken in Richtung verschlossener Tür war seine Antwort – und bei der Aussicht ihm gegenüberzutreten und ihm, Harry Potter, der seinem Vater so ähnelte, in die Augen sehen zu müssen … Ich wollte mich am liebsten übergeben. Denn ich hatte keine Ahnung, wie ich reagieren würde. Würde ich zwischen ihm und James unterscheiden können?
Molly war in der Zwischenzeit von ihrem Stuhl aufgesprungen und erklärte mit in die Hüften gestemmten Händen: „Ich finde, wir sagen ihm nichts! Harry ist noch nicht bereit! Er ist doch noch fast ein Kind!"
„Er ist kein Kind mehr!" brauste Sirius neben mir auf und ich zuckte zusammen. Seine dunklen Augen flimmerten förmlich vor Zorn. „Er hat ein Recht, es zu erfahren! Er wird gegen Voldemort kämpfen müssen, Molly! Und er sollte …"
„Er wird NICHT kämpfen!" Mollys Augen waren zu Schlitzen verengt, während sie Sirius mit Blicken erdolchte. „Wir werden ihn beschützen! Das ist unsere Pflicht!"
Sie wandte sich zu den restlichen Mitgliedern um, die alle so wirkten als wäre diese Diskussion nichts Neues für sie. „Er ist grade mal 15 Jahre alt! Vergesst das nicht, bei Merlins Barte! Wollt ihr ihm wirklich sagen, dass von ihm das Schicksal der Menschheit abhängt? Das könnt ihr nicht tun! Daran wird er zerbrechen!"
Sirius war an diesem Punkt endgültig aufgesprungen und fauchte: „Er wird nicht daran zerbrechen, Molly! Er hat schon viel Schlimmeres durchgemacht! Und Prongs hat noch nie …! Ähm, Harry … ich meine …"
Er unterbrach sich selbst und der Raum versank in sekundenschnelle in eisigem Schweigen. Erschrocken habe ich in diesem Moment begriffen, dass nicht nur ich mir Sorgen machen musste in Harry etwas zu sehen, das er nicht war.
Sirius, der seinen Patzer selbst bemerkt hat, ist danach wortlos aus dem Raum gestürmt, Remus dicht auf den Fersen. Und Molly hat leise mit Arthur gestritten, ich habe aber nur Wortfetzen mitbekommen.
- - - - -
Ein neues Mitglied – Tonks, Sirius´ Cousine … ich wusste gar nicht, dass er eine Cousine hat – hat mich schließlich in mein Zimmer gebracht und mich dort mir selbst überlassen. Der Raum ist dunkel und unfreundlich, wie es das gesamte Haus zu sein scheint. Erinnerungsfetzen an Sirius frühere Erzählungen bezüglich seines Elternhauses wirbeln durch meinen Kopf. Damals habe ich sie für übertrieben gehalten, aber ich fürchte, er hat damals eher untertrieben. Armer Padfoot.
Ich verbringe bestimmt eine halbe Ewigkeit in dem dämmrigen Raum, der nur spärlich erhellt wird durch den Schein einer einzigen Kerze, die sich verbissen gegen die Dunkelheit wehrt. Dann halte ich es einfach nicht länger aus. Ja, ich gebe es zu – ich fühle mich einsam. Und dieses Gefühl hat schon fast etwas Komisches, wenn man bedenkt, wie sehr ich genau dieses in den letzten Jahren gewollt habe. Niemanden um mich herum. Keiner, auf den ich Acht geben musste und bei dem ich wieder versagen konnte. Aber jetzt, nach so viel Konfrontation mit meiner glücklichen Vergangenheit, halte ich das erdrückende Schweigen nicht mehr aus.
Ohne großen Plan schlüpfe ich wieder durch die Tür, den Gang entlang. Und erschrecke mich fast zu Tode, als wie aus dem Nichts ein knubbeliger, kleiner Kerl vor mir auftaucht, faltig und übel riechend, mit nichts weiter als einem alten Küchenhandtuch bekleidet. Es funkelt mich aus dunklen Knopfaugen feindselig an.
„Herrin würde im Grab rotieren, wenn sie wüsste …", schnarrt er mit quiekender Stimme, und ich bemerke mit einem Schaudern, dass er nicht mit mir zu sprechen scheint, denn er blickt stur an mir vorbei. Und er kann auch mit niemandem sonst reden, denn der Flur ist ansonsten vollkommen leer. „Kreacher wird ihn wieder loswerden. Kreacher vertreibt den Blutsverräter aus dem heiligen Haus seiner Herrin. Gute, gute Herrin. Sie würde rotieren …"
Zu meiner Erleichterung umrundet er mich, weiterhin murmelnd, und verschwindet in der Dunkelheit. Und ich nehme die Beine in die Hand, um endlich ein wenig Gesellschaft zu bekommen, die nicht vollkommen übergeschnappt zu sein scheint.
Eine ganze Weile geistere ich durch stockdunkle, fast stille Gänge, bis ich endlich die Treppe zurück nach unten finde. Zu diesem Zeitpunkt bin ich bereits einem übellaunigen Gemälde begegnet, das mich angebrüllt hat, weil ich seine Nachtruhe störte. Ich will nur noch weg hier. Dieses Haus ist grusliger als alles, was ich vorher gesehen habe! Und mein Erfahrungsschatz ist beträchtlich, immerhin habe ich als Fluchbrecherin ständig mit so etwas zu tun. Aber eben meistens am Tag. Mit einem Team, das mir den Rücken deckt. Was gäbe ich jetzt nicht alles für ein menschliches Gesicht.
Ich husche die Treppe hinunter. Und wie eine Insel im tosenden Meer fällt mein Blick auf eine Tür, unter der ein schwacher Lichtstreifen hervordringt. So schnell wie möglich habe ich sie aufgestoßen und trete in … die Küche. Verhältnismäßig klein, bedenkt man die sonstigen Ausmaße des Hauses. Und dort, an einem alten Holztisch, sitzen … Sirius. Und Remus.
Beide blicken von ihrer Holzbank auf, als ich eintrete, sagen aber kein Wort. Vor Moony dampft eine Tasse – ich nehme den schwachen Geruch von Tüten-Tee wahr. Und Pads hat ein großes, nicht grade sauberes Glas vor sich, gefüllt mit bernsteinfarbener Flüssigkeit. Ich habe keine Ahnung, was er da trinkt – aber es wird wohl kaum Tee sein.
Die Sekunden vergehen, in denen keiner sich rührt oder spricht. Dann aber siegen meine Erschöpfung, die Müdigkeit und das Verlangen nach Trost. Ungefragt durchquere ich den Raum, klettere über Remus Beine zwischen die beiden Männer, mogle mich zwischen sie und beiße mir grade noch rechtzeitig auf die Lippe, um nicht erleichtert aufzuseufzen.
In diesem Moment ist mir egal, dass ich meine Schuhe oben im Zimmer gelassen habe, und dass auch mein Mantel noch oben hängt, ich also nur in Jeans und T-Shirt in einer kalten Londoner Küche hocke. Denn ohne dass ich darum bitten muss schlingt Sirius plötzlich einen Arm um meine Hüfte und zieht mich an sich. Ich kuschle mich an seine Schulter und lehne meine Stirn gegen seinen Hals, dankbar für die Wärme, die er mir zukommen lässt.
Es fühlt sich gut an.
Und dann rückt auch Moony noch ein Stückchen näher und ich klemme beide Füße unter seinen Oberschenkel, damit sie nicht kalt werden. Meine rechte Hand sucht die von Remus und wird auf halbem Wege empfangen. Seine Finger schließen sich um meine und halten sie fest.
Niemand würde dieses Knäuel aus Gliedern wohl als bequem vermuten, aber für uns alle scheint es momentan wie der Himmel auf Erden. Und während wir so ineinander verschlungen einfach nur dasitzen, überkommt mich ein seltsames Gefühl, das ich fast so tot geglaubt hatte wie mein Verlangen nach Gesellschaft.
Ich fühle mich zuhause.
