Die Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.

Die Originalstory ist von lizzt90.

Unverträglichkeit. Edwards Pov.

Ich hatte die ganze Nacht lang getrunken, mein Hals brannte und meine Augenlider waren schwer. Das Telefon hörte nicht auf zu schellen, aber ich war zu müde, um dran zu gehen. Olga war schon zwei mal hier gewesen und hatte mir gesagt, dass der Pilot warten würde. Aber mir war es schlicht und ergreifend egal, alles war egal, wenn sie nicht da war. Sie war alles für mich gewesen und jetzt hatte ich nichts.

Sie hatte mich belogen und das hatte sie sehr gut gemacht. Ihr hübsches Gesicht und ihr aufregender Körper hatten mich verhext. Ihr Bruder war hier gewesen und hatte mir, was weiß ich auch immer,vorgeworfen, wir hatten uns geprügelt, aber er sah schlimmer aus als ich.

„Edward?" Sagte Tanya, sie hatte nicht aufgehört mich zu nerven. „Olga sagt..."

„Ja ich weiß." Knurrte ich. „Lass mich einfach in Ruhe."

„Aber der Pilot will wissen, ob er noch länger warten soll."

Sollte ich gehen,damit sie sich mit ihrem Geliebten in Ruhe vergnügen konnte? Nein! Aber wenn ich bleiben würde, würde ich sie beide umbringen. Sie hatte mit etwas gespielt, was mir sehr wichtig war, meine Familie.

„Edward..." Sagte Tanya wider und ich sah sie müde an. Sie war wie sie war, berechnend, manipulativ und ohne Skrupel, aber sie war echt, sie spielte einem nichts vor. Sie war eine Schlampe, aber eine authentische, ohne zweites Gesicht und Heuchelei. „Der Pilot."

„Ja, sag ihm, ich bin gleich da." Murmelte ich, ich würde ein paar Tage in der Stadt verbringen und erstmal versuchen, meinen Kopf frei zu bekommen.

„Gut." Sie sah mich kurz an und ging dann zur Tür, ich stand schwer fällig auf und dachte, mein Kopf würde explodieren, Wodka und Tequila zu mischen, war keine gute Idee gewesen.

„Bist du Ok?" Fragte Tanya, ich nickte und machte ihr ein Zeichen, dass sie verschwinden sollte. Doch bevor sie ganz aus der Tür war, hielt ich sie wieder auf.

„Tanya." Sie drehte sich zu mir um.

„Was?"

„Kommst du mit mir in die Stadt?"

„Ist das eine Anordnung oder eine Frage?"

„Verdammt! Wenn du nicht willst, geh zum Piloten und sag ihm, dass ich gleich da bin." Knurrte ich.

„Ich komm mit." Antwortete sie da. „Ich hol nur ein paar Sachen und..."

„Vergiss das, ich kaufe dir alles was du brauchst. Komm!" Ich nahm meine Jacke, meine Brieftasche und ging hinter ihr her, als ich am Wohnzimmer vorbei kam, sah ich plötzlich meine Familie und Bella vor mir, wie wir alle fröhlich zusammen saßen und mir wurde regelrecht schlecht. Ich hasste sie, weil sie das zerstört hatte, ich schüttelte den Kopf und ging schnell zum Flugzeug.

„Fertig?" Fragte mich der Pilot etwas ungeduldige und ich sah ihn nur sauer an, ich bezahlte ihn schließlich.

Tanya und ich stiegen in die kleine Maschine, als sie abhob, warf ich einen letzten Blick auf meine Hacienda und verfluchte den Tag, an dem ich hierher gekommen war.

„Wir landen gleich." Weckte mich die Stimme des Piloten und ich merkte, dass er auch schon zur Landung ansetzte. Tanya saß neben mir und sah sich alles mit großen Augen an, ich hatte keine Ahnung was mich dazu bewegt hatte sie mitzunehmen. Es war eine dumme, impulsive Entscheidung gewesen, aber ich wollte Bella weh tun. Außerdem, was sie konnte, konnte ich schon lange.

Sobald das Flugzeug stand, stieg ich aus, ohne mich weiter um Tanya zu kümmern. Der Wagen wartete schon und ich stieg sofort ein. Als Tanya auch eingestiegen war, sagte ich dem Fahrer, wo er hinfahren sollte. Tanya sagte wieder nichts, sondern sah sich weiterhin alles mit großen Augen an. Schweigend fuhren wir bis zum Haus von Esme und Carlisle und genauso schweigend stiegen wir aus dem Auto. Ich holte den Schlüssel aus meiner Tasche, ging ins Haus und direkt ins Wohnzimmer, dass Haus war dunkel und ich kümmerte mich nicht weiter darum, ob Tanya mir folgte oder nicht.

Ich goss mir direkt einen Wodka ein und trank ihn in einem Zug aus. Als ich mich umdrehte sah ich Tanya, sie hatte sich gegen die Wand gelehnt.

„Dein Haus ist sehr hübsch." Bemerkte sie.

„Das ist das Haus von...vergiss es." Murmelte ich.

„Was?"

„ Das Haus..." Die Tür zum Wohnzimmer wurde plötzlich aufgemacht.

„Edward?" Fragte Esme äußerst besorgt.

„Ja Esme, ich bin es." Antwortete ich.

„Oh Schatz! Warum kommt ihr erst jetzt? Wir haben uns schon Sorgen gemacht." Zum Glück hatte sie das Licht nicht angemacht und hatte Tanya noch nicht bemerkt. Die stand still an der Wand.

„Es gab da einige Probleme." Murmelte ich.

„Was für Probleme? Wo ist Bella?" Platzte plötzlich Alice ins Zimmer und sie machte natürlich sofort das Licht an.

„Was mach diese Schlampe hier? Wo ist Bella?" Fragte Alice sofort und Tanya warf ihr einen Killerblick zu, war aber schlau genug, nichts zu sagen.

„Bella kommt nicht." Sagte ich nur.

„Was redest du da?" Wollte Alice wissen.

„Edward." Sagte Esme sanft. „Was ist los Schatz? Was macht diese...dieses Fräulein in meinem Haus?" Sie sah Tanya von oben bis unten an.

„Edward hat mich gebeten, ihn zu begleiten." Sagte Tanya hochnäsig.

„Red nicht so mit meiner Mutter du dumme Kuh." Fauchte Alice und ich hatte wirklich keine Lust auf Diskussionen.

„Lass gut sein Alice." Sagte ich. „Ich habe Kopfschmerzen, wir gehen also besser schlafen und reden Morgen über alles."

„Nichts da!" Sagte Esme fest. „Du wirst mir jetzt sofort sagen, was mit deiner Frau ist und warum diese Frau in meinem Haus ist."

„Gut...Bella hat mich verlassen, oder ich habe Bella verlassen, wie auch immer." Antwortete ich.

„Was?" Fragte Alice und Esme rief nach Carlisle. „Wieso hast du Bella verlassen?" Alice sah zwischen Tanya und mir hin und her.

„Ich habe sie mit Black erwischt." Zischte ich.

„Deswegen?" Fragte Alice ungläubig. „Hat dieser Idiot wieder irgendeinen Unsinn verzapft?"

„Es war nicht nur das Alice."

„Natürlich war es mal wieder nur das!" Schrie sie mich an. „Du bist so krank vor Eifersucht und Unsicherheit, dass du glaubst, dass sie dich mit ihm betrügen könnte!"

„Ich hab sie gesehen Alice!" Schrie ich jetzt sie an. „Ich habe mit eignen Augen gesehen, was für eine Schlampe Bella ist!"

„Edward!" Fuhr mich Esme sofort an. „Rede nicht so über Bella!" Die Missbilligung in ihrem Blick tat weh.

„Aber es stimmt." Sagte ich wie ein trotziger Junge. „Ich hab es gesehen." Das meine eigene Familie mir nicht glaubte, war unglaublich.

„Du bist so ein Idiot!" Machte Alice weiter. „Die hat dir bestimmt den Kopf mit diesen unsinnigen Ideen gefüllt." Sie zeigte abwertend auf Tanya.

„Ich hab ihm nur die Augen geöffnet." Sagte Tanya kalt. „Es ist nicht meine Schuld, dass Bella so eine..."

„Wag es nicht!" Schrie Alice und stürzte sich auf Tanya, sie war zwar klein, konnte aber zuschlagen wie ein Bauarbeiter. Plötzlich war auch Jasper im Raum, legte Alice seinen Arm um die Taille und zog sie von Tanya weg.

„Siehst du was deine Unreife auslöst?" Fragte Carlisle vorwurfsvoll. Ich sah die Wut und auch die Enttäuschung in seinen Augen. Aber sie konnten mich nicht verstehen, sie hatten nicht das gesehen, was ich gesehen hatte.

„Ich will jetzt wissen, was passiert ist." Ordnete Carlisle an.

„Ich hab sie mit ihrem Geliebten erwischt! Zufrieden?" Schrie ich.

„Du bist betrunken." Jetzt hatte sich auch Rosalie zu uns gesellt „Und ein Idiot, dass dürfte so einiges erklären, aber es ist unmöglich, dass Bella dich betrogen hat."

„Aber sie hat es getan." Sagte ich und sah Rosalie herausfordernd an, ich hasste es, dass alle glaubten, dass sie eine Heilige war, sie spielte ihre Rolle wirklich gut, selbst ich hatte ihr geglaubt.

„Ich glaube dir nicht." Kam es jetzt wieder von Alice. „Ich muss Bellas Version hören."

„Ich verbiete dir, mit ihr Kontakt aufzunehmen!" Knurrte ich sofort.

„Du hast mir überhaupt nichts zu verbieten Blödmann." Schnaufte sie und stampfte mit dem Fuß auf.

„Es reicht Kinder." Sagte Carlisle jetzt und sah mich forschend an. „Bist du sicher?" Fragte er.

„Ich habe sie gesehen." Erklärte ich wieder.

„Edward." Sagte Carlisle ernst. „Ich glaube wirklich nicht..."

„Ich habe sie gesehen." Wiederholte ich. „Und niemand wird mich das Gegenteil glauben lassen, sie ist eine Schlampe und hat meines Namens nicht würdig!"

„Als ob sie dein Name interessierte." Schnaufte Alice.

„Lass mich in Ruhe!" Schrie ich Alice an.

„Du bist ein blinder Idiot!" Schrie sie mich an. „Du bist so krank vor Eifersucht, dass du nicht merkst, dass sich Bellas Welt nur um dich dreht. Sie würde alles für dich tun, sie hat dir sogar verziehen, dass du dich auf diese Schlampe eingelassen hast!" Sie zeigte auf Bella. „Und du verurteilst sie, weil so ein unreifer, möchte gern Mann wie du sich in sie verliebt hat!"

„Alice!" Sagte ich warnend.

„Edward." Sagte Esme sanft. „Vielleicht hast du etwas missverstanden, Bella ist nicht dazu fähig..."

„Sie hat es getan!" Schrie ich. „Ihr habt es nicht gesehen, aber ich!"

„Wir sollten uns jetzt alle beruhigen." Sagte Jasper.

„Ich bin müde." Knurrte ich. „Ich will jetzt schlafen."

„Diese Frau bleibt nicht unter meinem Dach!" Sagte Esme streng und sah Tanya strafend an. Ich seufzte, ich hatte keine Lust mehr, mit meiner Familie zu streiten.

„Könntest du erlauben, dass sie heute Nacht hier bleibt und wir Morgen gehen?" Fragte ich müde.

„Nein!" Antwortete Esme hart. „Sie wird nicht in meinem Haus bleiben." Sie sah mich herausfordernd an. „Deine Ehefrau ist noch nicht mal hier gewesen und du...denk nicht mal daran."

„Gut!" Antwortete ich wütend. „Tanya, wir gehen." Sagte ich und Tanya lächelte leicht.

„Tu das nicht Junge!"

„Lass gut sein Mama." Murmelte Alice. „Edward muss endlich lernen, mit den Konsequenzen seiner Handlungen zu leben." Ich blieb stehen und sah sie an.

„Alice!" Sagte Jasper warnend.

„Ich hoffe, dass sie dich diese Schlampe so richtig schön ausnutzt." Alice sah Tanya missbilligend an. „Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr ich es genießen werde wenn du merkst, was für einen riesen Fehler du gemacht hast Edward. Ich hoffe nur, dass es dann nicht zu spät sein wird und Bella dir noch verzeihen wird."

„Sie bedeutet mir nichts mehr." Sagte ich, drehte mich um und ging zur Tür.

„Edward..."

„Lass ihn Schatz." Sagte Carlisle. „Und noch eins Edward." Fügte er hinzu. „Wenn du jetzt gehst, brauchst du nicht mehr wiederzukommen...zumindest nicht ohne Isabella."

„Wie du meinst." Ich sah ihn nicht an und ging aus dem Haus,ohne mich noch einmal umzusehen. Draußen rief ich ein Taxi und nannte dem Fahrer meine alte Adresse. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich dieses Apartment nicht mehr brauchte und hatte eigentlich vorgehabt, es zu verkaufen. Jetzt war ich froh, dass ich es nicht getan hatte.

„Die Wohnung gehört auch dir?" Fragte Tanya erstaunt, als wir in mein Apartment kamen.

„Ja." Antwortete ich trocken.

„Sie ist schön." Murmelte sie.

„Da hinten ist ein Gästezimmer, dort kannst du duschen wenn du willst." Ich zeigte auf das Ende des Flurs.

„Kommst du?" Fragte sie hoffnungsvoll.

„Nein." Sie schnaufte.

„Warum hast du mich mitgenommen?" Knurrte sie und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Du wolltest mitkommen und wenn ich deine Dienste brauche, sag ich dir Bescheid." Antwortete ich genervt.

„Gut." Sagte sie nur, drehte sich auf dem Absatz um und verschwand, ich ging direkt zur Bar ins Wohnzimmer. Der Alkohol würde mir dabei helfen, meine Gehirnzellen eine Weile lang still zu legen, nicht an sie zu denken, mir nicht vorzustellen, wie sie mit ihrem Geliebten...So verbrachte ich diese Nach genauso wie die letzte, ich trank, bis ich irgendwann einschlief.

Mein knurrender Magen weckte mich, ich hatte schon eine verdammt lange Weile nichts mehr gegessen. Langsam machte ich die Augen auf und als ich direkt in die Sonne sah, machte ich sie gleich wieder zu. Vorsichtig drehte ich meinen Kopf, ich lag auf dem Sofa, meine Schuhe lagen mitten im Zimmer und mein Hemd war völlig zerknittert, eine Dusche würde mir auch nicht schaden. Ich merkte, dass sich etwas in der offenen Küche bewegte und als ich einigermaßen klar sehen konnte, sah ich, dass es Tanya war.

„Was machst du." Fragte ich mit kratziger Stimme.

„Wow!" Sagte sie. „Du bist auch schon wach."

„Wie spät ist es?" Fragte ich und versuchte irgendeine Uhr zu lokalisieren. Esme hatte mir doch mal eine...

„Fast zwei Uhr, du hast den ganzen Vormittag verschlafen, kein Wunder, dass du Hunger hast." Sie hatte meinen knurrenden Magen also auch gehört. „Soll ich was zu essen bestellen?" Fragte sie und ging zum Telefon, dass an der Wand hing.

„Was?" Fragte ich dämlich.

„Ich bin nicht nur gut für den Sex, ich habe auch gelernt, wie man ein Telefon bedient." Knurrte sie sarkastisch.

„Ich hab nichts gesagt."

„Dein Blick hat alles gesagt."

„Bestelle was du willst." Sagte ich nur, ich hatte mein Apartment gut ausgewählt es war in einem Gebäude, dass einen kompletten Service anbot, genau wie ein Hotel.

„Du siehst beschissen aus." Sagte Tanya. „Sie bringen gleich das Frühstück, aber die Leute hier sind wirklich seltsam. Ich habe gesagt, dass ich ein Frühstück möchte und die fragen mich, ob es ein europäisches oder ein einfaches sein soll. Gott, ich wollte doch nur ein paar Eier!" Schnaufte sie und verschränkte die Arme. Es wäre komische gewesen, wenn es nicht so traurig gewesen wäre.

„Ich geh duschen." Verkündete ich,ohne sie anzusehen. Sie sagte irgendetwas, aber ich ignorierte sie. Ich ging in mein Zimmer und duschte erstmal kalt. Das kalte Wasser half mir etwas dabei, mich zu entspannen, aber es half nicht gegen meine Kopfschmerzen. Im Schrank hatte ich noch ein paar Sachen, die ich mir jetzt raus suchte und anzog. In der Küche wartet Tanya und mein Frühstück auf mich.

„Jasper hat angerufen." Teilte sie mir mit und ich konnte ihrem Ton entnehmen, dass es kein angenehmes Gespräch gewesen war. „Du sollst ihn anrufen."

„Danke." sagte ich nur und trank erstmal einen Schluck Kaffee, bevor ich mich über mein Essen hermachte. Tanya beobachtet mich gelangweilt, sagte aber nichts, genau wie ich. Als ich fertig war, ging ich wieder in mein Zimmer und rief Jasper an.

„Ja?" Ging er ran.

„Ich bins, Edward." Sagte ich.

„Wie geht es dir?" Fragte er, nachdem er einen langen Seufzer ausgestoßen hatte.

„Ich weiß nicht." Antwortete ich ehrlich. „Besser als Gestern...glaube ich."

„Du weißt, dass du ein Idiot bist?" Fragte er.

„Lass das bitte." Bat ich. „Es geht mir auch so schon schlecht genug." Jetzt seufzte ich. „Ich war so dumm ihr zu glauben." Jasper schnaufte und ich wusste, dass er anderer Meinung war.

„Wir sollten uns treffen und reden, meinst du nicht?" Schlug er vor.

„Ja." Antwortete ich sofort. „Treffen wir uns in der Cafeteria an der Uni?"

„Da war ich schon seit Jahren nicht mehr." Sagte er und lachte etwas.

„In einer halben Stunde?" Fragte ich.

„Gut, wir sehen uns dort." Antwortete Jasper und legte auf.

Im Wohnzimmer saß Tanya auf eine der Sofas und sah mich an, mir wurde erst jetzt bewusst, dass sie noch immer die gleichen Sachen an hatte.

„Ich brauche etwas zum anziehen." Sagte sie da auch schon.

„Ich habe mich schon gefragt, wann du das merkst." Antwortete ich sarkastisch. Ich sah sie mit hochgezogenen Augenbrauen an und sie hielt meinem Blick stur stand. Ich seufzte, holte meine Brieftasche raus und zog eine paar Scheine heraus. Ich hielt sie ihr hin und sie schien nicht zu verstehen.

„Hier, damit kannst du dir kaufen was du brauchst, ich gehe aus und weiß nicht, wann ich zurückkomme." Erklärte ich.

„Und woher soll ich bitte wissen, wo ich was finde?" Fragte sie gereizt. „Falls du es vergessen haben solltest, ich war noch nie..."

„Ja ja." Unterbrach ich sie. „Ich werde Larry bitten, dich zu fahren, er ist einer der Fahrer der zum Haus gehört."

„Ok." Sagte sie zufrieden. „Und du? Geht es dir gut?" Fragte sie etwas besorgt.

„Ja." Antwortete ich. „Und das was du getan hast...Danke."

„Ich wollte nur, dass du siehst, wie sie wirklich ist." Sagte sie.

„Ich gehe jetzt und sage Larry Bescheid, dass er dich fahren soll" Sie nickte und ich ging aus der Wohnung, direkt zum Aufzug. Ich sah mein Gesicht in dem Spiegel der im Aufzug hing und ich sah schrecklich aus, ich hatte dunkle Ringe unter den Augen und sah sehr, sehr müde aus.

Ich ballte meine Hände zu Fäusten und verfluchte einmal mehr den Tag, an dem ich Isabella Swan zum ersten mal gesehen hatte. Unten angekommen sagte ich Larry, dass er sich um Tanya kümmern sollte und ließ mir dann ein Taxi rufen.

Die Cafeteria war größer als ich sie in Erinnerung hatte, ich war schon seit Jahren nicht mehr hier gewesen, aber es hatte sich nichts verändert. Ich ging zu einem der Tische am Fenster und setzte mich hin. Die Kellnerin kam und ich bestellte mir einen starken Kaffee. Ich sah aus dem Fenster und beobachtet die Leute, aber als ein dunkelhaariges Mädchen vorbeiging, musst ich sofort wieder an sie denken und wand meinen Blick schnell ab.

„Hallo." Sagte Jasper und setzte sich zu mir. Er sah mich forschend an. „Was ist passiert Edward?" Fragte er ohne Umschweif.

„Das hab ich dich schon gesagt." Antwortete ich sauer und bevor er noch etwas sagen konnte,kam die Kellnerin mit meinem Kaffee, er bestellte sich auch einen und die Kellnerin ging wieder.

„Sie hat mich betrogen Jasper, sie hat mich zum Gespött dieses ganzen, verdammten Stück Land gemacht."

„Ich dachte, du liebst das Land." Sagte er trocken.

„Das ist ernst Jasper." Knurrte ich.

„Und was hast du jetzt vor? Wirst du dich scheiden lassen?" Wollte er wissen.

„Damit sie den Weg frei hat und sich mit ihrem Geliebten vergnügen kann? Natürlich nicht, sie soll genauso unter dieser verdammten Situation leiden wie ich."

„Du hast doch diese Situation provoziert und ich glaube ehrlich nicht, dass Bella dir untreu ist,aber sollte es so sein...du hast sie zu der Heirat gezwungen, vergiss das nicht." Er sah mich fest an.

„Das weiß ich und du glaubst gar nicht, wie sehr ich das bereue, ich habe eine Fälschung gekauft." Sagte ich darauf.

„Edward." Sagte er sauer. „Ich glaube wirklich nicht, dass Bella das getan hat."

„Ich habe es gesehen Jasper!"

„Das ist alles so schwer zu verstehen und zu glauben." Murmelte er.

„Dann stell dir mal vor, wie es mir dabei geht."

„Und das Baby?" Ich versteifte mich, als er die schlimmste aller Wunden wieder auf riss. Sofort sah ich sie vor mir,, wie sie ein hübsches Baby auf dem Arm hatte und Black sie liebevoll ansah.

„Edward?" Jasper legte mir seine Hand auf die Schulter.

„Entschuldige." Murmelte ich.

„Was ist mit dem Baby? Was hast du vor?" Wollte er wissen.

„Wer weiß es noch?" Fragte ich. „Esme? Carlisle?" Er schüttelte den Kopf.

„Ich habe Alice gesagt, dass sie noch warten soll, bevor sie es jemandem sagt, aber du kennst sie ja und sie hat Bella sehr lieb. Und ich bin sicher das, wenn Esme es erfährt..."

„Es gibt kein Baby!"

„Ist Bella nicht schwanger?"

„Doch, dass ist sie."

„Also?" Fragte er.

„Ich weiß nicht, ob das Baby von mir ist, wahrscheinlich ist es von ihm."

„Gott Edward! Denk gut über das nach was du tust, wenn du eine falsche Entscheidung triffst, wird Bella dir nie verzeihen." Er sah mich anklagend an.

„Sie hat mir nichts zu verzeihen, sie ist diejenige, die mich um Verzeihung anflehen sollte!" Knurrte ich.

„Weißt du was? Dieses Gespräch hat keinen Sinn, du kannst nicht klar denken und lässt dich von deiner Wut leiten." Sagte Jasper.

„Mir geht es bestens, Danke!" Sagte ich wütend.

„Ich geh besser, ruf mich an, wenn du deinen gesunden Menschenverstand wiedergefunden hast." Er stand auf und ging, ohne sich noch einmal um zudrehen. Vielleicht hatte er ja Recht und ich konnte nicht klar denken, aber ich musste mir trotzdem überlegen, was ich mit Bella machen würde. Sie musste für das bezahlen was sie mir angetan hatte, dass war nur fair.