Bezüglich eurer Fragen:

-Die News betreffend möchte ich noch einmal auf meine Profilseite verweisen. Dort gibt es Hinweise darüber, wo ihr neue Kapitel oder die Fanart etc. finden könnt, die hier nicht gepostet wurden bzw. nicht gepostet werden können.

Wie bereits erwähnt, bin ich auf deviantart unter 'burdenofimpurity' zu finden, was natürlich für die Geschichten nicht sonderlich von Bedeutung ist. Auch meine Zeichnungen und Bilder sind einfach, erwartet also nicht zu viel. Meine wahre Leidenschaft steckt nun mal in der Schreiberei.

-Eine kurze Zusammenfassung zu 'Martyr' gibt es dort ebenfalls zu lesen.

-Einer der fünf (oder so ähnlich) Katrins schulde ich noch einen Dank, was ich hiermit ausdrücken möchte.

-Aus aktuellem Anlass: Wenn ihr eure Namen wechselt, was ja öfter mal vorkommt, tue ich mich schwer, euch zuzuordnen, seid also bitte nicht verwundert, wenn das ein kleines Chaos in den Antworten auslöst. Ist nicht böse gemeint.

Liebe Grüße

houseghost

Thorns in my chest

Kapitel 28

Entgegen der Erwartungen zeigte Snape sich bereit, die Arbeiten an seinem Gebräu vorerst zu beenden. Ohne viele Worte führte er Hermine in seine Wohnung, dann entschuldigte er sich kurz und kehrte noch einmal ins Labor zurück. Sie wusste nicht, ob es aus Verlegenheit oder aufgrund seines schlechten Gewissens geschah. Er wirkte etwas zerstreut, mehr konnte sie nicht dazu sagen. Vielleicht wollte er auch einfach nur Ordnung schaffen, schließlich hatte er schon immer einen Hang dazu gehabt, seinen Arbeitsplatz penibel sauber zu halten. So oder so, Hermine nahm sich vor, ihm Zeit zu geben, ihr noch einmal in Ruhe alles zu erklären. Zumindest wollte sie sich bemühen, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.

Während sie in seinem Wohnzimmer auf ihn wartete, beschlich sie das ungute Gefühl, in etwas hineingeraten zu sein, das sie am liebsten niemals erfahren hätte. Andererseits wusste sie aber auch, dass es nicht gut wäre, diese Angelegenheit einfach zu verdrängen. Mit zwischen die Zähne geklemmter Lippe wanderte sie in dem kargen Raum auf und ab, in dem er in Hogwarts sein Dasein fristete. Es war ein einfaches Zimmer mit billigen Möbeln, genauso wie sie es von ihm erwartet hatte. Doch niemand sonst, der es zu Gesicht bekam, würde darauf kommen, dass hier einer der klügsten Köpfe aus der Welt der Zauberer hauste.

Hermine seufzte in Gedanken. Der Zwiespalt, ihm vertrauen zu wollen, zugleich aber auch strickt gegen derartige Methoden zu sein, machte ihr schwer zu schaffen. Nie im Leben hätte sie damit gerechnet, dass er den Orden auf diese Weise unterstützen würde. Und was sagte überhaupt Dumbledore dazu? Hatte er sich denn all die Jahre über keine Gedanken gemacht, was der Professor in den Kerkern so trieb? Die Anspannung in Hermine stieg beständig an. Natürlich wusste sie, dass es ebenso wenig in Ordnung war, sich immer mehr darin zu verrennen, mit ihm zusammen sein zu wollen. Sie war, im Vergleich zu ihm, noch so unglaublich jung. Aber das Verlangen, zu ihm durchzudringen und in seinen Armen zu liegen, war nach wie vor ungebrochen. Es schien keine Rolle zu spielen, ob es rechtens war oder nicht. Jedenfalls wollte sie nichts davon hören.

Nachdem sie einige Minuten damit zugebracht hatte, sich den Kopf zu zermartern, setzte sie sich steif auf das Sofa und verschränkte die Arme vor der Brust. Tief in ihrem Inneren wollte sie ein für alle Mal mit der Geheimniskrämerei brechen, die zwischen ihnen stand. Das Zimmer, so unfreundlich es auch wirkte, beherbergte Regale voller Bücher und persönlicher Gegenstände. Vorsichtig blickte sie sich von ihrem Platz aus um. Von Snape war noch immer nichts zu sehen. Die Gelegenheit, etwas Unüberlegtes zu tun, um sich abzureagieren, schien perfekt. Aber hatte sie das Recht dazu, nach dieser kurzen Zeit, die sie mit ihm verbracht hatte, in seiner Wohnung herumzuschnüffeln? Was würde er sagen, wenn er sie dabei ertappen würde?

Gerade, als sie so heftig mit ihrem Gewissen haderte, ging die Tür auf und der Professor kam herein. Überglücklich, dass sie nichts Unrechtes getan hatte, sprang Hermine auf und fiel ihm um den Hals. Sie fühlte sich so erleichtert und schuldig zugleich, dass ihr Tränen in die Augen stiegen.

Snape drückte sie verwundert an sich. "Es tut mir leid, dass ich dich da mit hineingezogen habe, Hermine."

Sie schüttelte den Kopf. "Ich weiß, dass es mir nicht zusteht, dir Vorwürfe zu machen, Severus. Aber es gibt so wenig, das ich über dich weiß. Und ich habe keine Ahnung, wie ich damit umgehen soll."

"Das ist einer der Gründe, warum ich nicht wollte, dass du mir näher kommst. Es wird immer Dinge geben, die ich getan habe, die dir zu schaffen machen werden. Doch deshalb kann ich dir nicht einfach von heute auf morgen alles über mich erzählen."

"Ich weiß."

Vorsichtig führte er sie zurück zum Sofa und setzte sich mit ihr in den Armen darauf nieder. Dankbar schmiegte Hermine sich an ihn, während er sanft mit seinen Fingern ihr Haar durchforstete.

Snape seufzte. "Mein Leben ist noch viel verworrener als du ahnst, Hermine. Es wird Zeit brauchen, dir das zu erklären."

Sie nickte. "Ich will versuchen, es zu verstehen, Severus. Obwohl es mir nicht leicht fällt."

Abwesend strich er mit seiner Hand eine ihrer Strähnen auf die Seite. "Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es gut für dich wäre, wenn du alles davon erfährst. Ich verstehe, dass dich der Gedanke, das Labor zu solchen Zwecken zu benutzen, aufwühlt. Aber das heißt nicht, dass ich einfach so ändern kann, was ich getan habe."

Hermine biss sich auf die Lippe. „Ich muss gestehen, dass ich versucht war, aus Frust deine Sachen zu durchwühlen, während du weg warst. Alleine die Tatsache, dass du dazu fähig bist, so etwas zu tun, macht mich verrückt. Hast du denn gar nicht an die Menschen gedacht, deren Leben du damit beeinflusst hast?"

Snape setzte sich abrupt auf und sah ihr direkt in die Augen. „Lass mich eines klarstellen, Hermine. Ich habe nie behauptet, dass ich ein unschuldiges Dasein geführt habe. Ich bin gebrandmarkt. Und auch dann, wenn du das jetzt vielleicht nicht hören willst, muss ich dir sagen, dass ich noch ganz andere Dinge getan habe. Was jedoch diese Sache angeht, war nicht ich es, der die Betroffenen dazu getrieben hat, das Zeug zu konsumieren. Es kann viele Gründe geben, dass jemand sich auf diesen Pfad begibt. Ich habe sie nicht hinterfragt und immer versucht, so wenig Beziehungen zu den Menschen wie nur irgend möglich aufzubauen, genauso wie es die Angelegenheit erforderte. Nur so war es mir möglich, meine Aufgaben präzise und effektiv auszuführen, ohne dabei in einen Konflikt mit mir selbst zu geraten."

„Das dachte ich mir. Aber trotzdem hast du ihre Situation ausgenutzt."

„Ja."

Fröstelnd schlang sie die Arme um den Leib. „Du weißt, dass ich dazu tendiere, Harry so ziemlich alles zu erzählen. Aber jetzt, wo ich so verbissen darüber nachgedacht habe, wird es auch für mich nicht leicht werden, ihm zu erklären, was mich dazu gebracht hat, mit dir zusammen sein zu wollen."

Er nickte knapp. „Ob du es glaubst oder nicht, ich verstehe das. Niemand zwingt dich dazu, dich weiter mit mir abzugeben. Ich habe dir von Anfang an geraten, Abstand von mir zu halten."

Hermine schluckte mit trockenem Mund. Die Art und Weise, wie er mit ihr sprach, war weder maßregelnd, noch übermäßig kühl. Dennoch verspürte sie eine gewisse Zurückhaltung in seiner Stimme, fast so, als würde er damit rechnen, dass sie jederzeit bereit war, sich von ihm abzuwenden.

„Ich weiß, dass du McGonagall versprochen hast, in Bezug auf uns keinen Ärger zu machen. Es ist richtig so. Wir dürfen uns nicht zu etwas hinreißen lassen, was wir hinterher bereuen. Damit will ich nicht sagen, dass ich die Zeit mit dir ungeschehen machen möchte. Im Gegenteil. Im Grunde genommen möchte ich dich einfach nur verstehen. Und das wird nicht leicht werden. Aber ich will es versuchen. Jedenfalls sollst du wissen, dass ich mich bemühen werde, dir dabei zu helfen, keinen Ärger zu machen."

Snape senkte den Kopf, sodass ihm einige seiner Strähnen vors Gesicht fielen. „Das hatte ich nicht von dir erwartet, Hermine."

Tief getroffen von seiner Unsicherheit stupste sie ihn mit dem Ellenbogen an. „Glaubst du, mit dir hier zu sitzen, verstößt gegen die Regeln?"

Er sah auf und blinzelte. „Das ist schwer zu sagen. Normalerweise ist es den Schülern nicht erlaubt, die Privaträume der Lehrer zu betreten. Aber ich denke, in deinem speziellen Fall ist sie bereit, ihre eigenen Regeln zu machen."

„Wirklich? Wieso sollte sie so etwas tun?"

„Sie vertraut dir. Und mir auch."

Erleichtert lehnte Hermine sich an ihn. „Wenn das so ist, hat sie bestimmt nichts dagegen, wenn wir uns einfach nur miteinander unterhalten."

„Das wäre durchaus möglich."

Hermine nahm seine Hand und studierte gedankenverloren seine langen Finger. „Bitte versteh das jetzt nicht falsch, Severus. Es ist nur so, dass ich mir wünsche, du hättest damals einen anderen Weg gefunden, dem Orden zu helfen. Dein Verständnis mir gegenüber zeigt, wie verzweifelt du gewesen sein musst. Deshalb hoffe ich, dass du dich dazu bereit erklärst, mit Harry zusammenzuarbeiten. Es wäre ein Anfang."

Snape zog sie wortlos zu sich an seine Brust und drückte ihr einen Kuss aufs Haar. Er hatte so viel Zeit damit zugebracht, Potter zu hassen, dass es unmöglich schien, diese Abneigung jemals in etwas anderes umwandeln zu können.

Während er sich schmerzlich in Erinnerung rief, wie kostbar die gemeinsamen Erlebnisse mit Hermine waren, schloss sie die Augen und bemühte sich, nicht mehr an die aufwühlenden Vorkommnisse der letzten Stunden zu denken. Gemeinsam verbrachten sie so den Abend auf dem Sofa, ohne viele Worte miteinander zu wechseln. Irgendwann dösten sie nebeneinander ein.

Erst gegen Mitternacht öffnete Hermine die Augen und streckte ihre Arme. Sie hatte so krumm gelegen, dass ihr ganzer Rücken sich anfühlte, als wäre er verbogen. Vorsichtig nahm sie eine neue Liegeposition ein, da geriet plötzlich Bewegung in den Professor.

Snape reckte sich und blinzelte sie an. „Du musst nicht hier bleiben, Hermine."

„Oh, aber ich möchte es so."

Er atmete tief und langanhaltend durch. „Ich bin nicht sicher, ob Minerva besonders glücklich sein wird, wenn sie uns so sieht."

Hermine lächelte verschlagen. „Aber sie ist nicht hier. Also weiß sie auch nicht, was wir tun."

Snape schüttelte den Kopf. „So viel zu deinen guten Vorsätzen. Ich hätte dir etwas mehr Standhaftigkeit zugetraut, Miss Granger."

Aufgeweckt schmiegte sie sich wieder an ihn und strich mit ihren Fingern über seine Brust. „Ich habe nur versprochen, keinen Ärger zu machen. Davon, nicht in deiner Wohnung mit dir rumzumachen, war nie die Rede."

Seine Brauen zogen sich für einen Moment zusammen, dann stützte er sich auf den Ellenbogen und sah eindringlich auf sie hinab. Wortlos senkte er den Kopf und drückte seine Lippen hart und fordernd auf ihre.

Hermine wusste, wie sehnsüchtig er darauf gewartet hatte, das zu tun. Ihr selbst ging es nicht anders. Es überraschte sie nur, dass er nicht die Initiative ergriffen hatte. Konnte es tatsächlich daran liegen, dass noch immer so viele Dinge zwischen ihnen standen?

In dem Bemühen, den Augenblick nicht verderben zu wollen, schlang sie innig die Arme um seinen Hals und zog ihn an sich, bis er mit seinem ganzen Gewicht auf ihr lag. Jegliche Gedanken daran, ihn aufzugeben, verloren sich, denn Hermine konnte den inzwischen vertrauten Druck seiner harten Männlichkeit vernehmen, die unmittelbar auf ihrem Bauch zu liegen kam und ihr fast den Verstand raubte. Schlagartig konzentrierten sich ihre Sinne nur noch darauf, ihn bis tief in ihre Mitte hinein spüren zu wollen, prickelnd und aufregend wie zuletzt auch. Das ohnehin schon unbeschreibliche Gefühl, ihm so nahe zu sein, wurde nur dadurch noch gesteigert, dass Snape mit seiner Zunge tief in ihren Mund drang. Zugleich glitten seine Hände begierig ihren Körper hinauf und machten sich an ihren spitzen Brüsten zu schaffen.

Hermine stöhnte auf. So ungestüm hatte er sie beim letzten Mal nicht empfangen, doch es war ihr gleich. Nach all der Aufregung brachte es etwas ungeheuer Befreiendes mit sich, sich auf diese Art gehen zu lassen.

Seine Küsse stürmisch erwidernd, versenkte sie ihre Finger in seinen Haaren. Dann, als sie das Gefühl hatte, ihn endlich nackt bei sich haben zu müssen, ließ sie ihre Hände über seinen Rücken hinabgleiten. Dort umfasste sie seine Pobacken und presste ihn an sich. In nunmehr rhythmischen Bewegungen prallten ihre Körper mehrmals aneinander, bis Snape zwischen sie griff, seine Hose öffnete und seinen Penis befreite.

Begierig nutzte Hermine die Gelegenheit und schlang die Finger um seinen harten Schaft, sodass er laut aufstöhnte. Eine Weile gelang es ihr so, ihn mit der Hand zu beschäftigen. Nach ein paar Stößen aber zog er sich zurück und riss ihr den Rock herunter. Ungestüm tauchten seine Finger durch das Höschen in ihre feuchte Mitte ein, wo sie sich gekonnt den empfindlichsten Punkt suchten, um ihr Vergnügen zu bereiten.

Gefangen zwischen Lust und Neugierde genoss Hermine das Spiel, ehe Snape sich aufbäumte und am Rande der Beherrschung auf ihr saß. Seine Brust hob und senkte sich schnell, seine Strähnen standen wirr nach allen Seiten ab. Hermine jedoch hatte fast nur Augen für seinen Penis, der ihr so willig entgegen ragte.

Energisch hob sie die Hüften an und half ihm, ihren Unterleib freizulegen. Dann umfasste sie seinen Nacken und zog ihn fordernd zu sich hinab, damit er sich auf ihr positionieren konnte. Beide stöhnten auf, als er in sie eindrang. Tief schob er sich zwischen ihre geschwollenen Falten und wieder hinaus. Nur kurze Zeit später kam er in ihr verborgen mit solcher Wucht, dass ihr Herz ekstatisch erzitterte.

Snape rollte sich von ihr und legte sich neben sie, so gut es auf dem beengten Raum möglich war. Innig schlang er den Arm um sie und drückte sie an sich. Eine Weile konnte das berauschende Gefühl des Höhepunkts die sorgenvollen Gedanken verdrängen. Doch als er erschlafft und scheinbar kalt neben ihr zur Ruhe kam, gab es nur noch eine Sache, die ihm zu schaffen machte: Es war nun schon das zweite Mal gewesen, dass sie die Kontrolle über ihn gewonnen hatte.