Leute … das ist es. Das letzte Kapitel. Seid ihr auch so aufgeregt, wie ich? ^^
Ich werde jetzt nicht sentimental werden (dazu ist im Epilog noch genügend Zeit), aber jetzt noch ein letztes Mal Ginny und Draco vor dem richtigen Schluss … das ist schon irgendwie … weiß nicht.
Egal! Ich wünsche euch viel, viel Spaß. Und ein letztes Mal ein 'Danke an' …
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We're all mad here. I'm mad. You're mad.
- „Die Grinsekatze" in „Alice im Wunderland" von Lewis Carroll (1832-1898)
„Also, gehst du ihn heute besuchen?"
Ginny sah schläfrig von ihrem Teller auf und in Hermines fragendes Gesicht.
„Ich denke schon", meinte sie und sah zu Ron und Harry hinüber.
Ron machte eine Miene, als würde er sich am liebsten vom Astronomieturm stürzen, und Harry sah in eine andere Richtung. Allein für diese zurückhaltenden Reaktionen wäre Ginny ihnen am liebsten um den Hals gefallen, doch irgendwie nahm sie an, das wäre nicht wirklich der passende Zeitpunkt.
„Ich dachte, ich gehe erstmal mit Astoria und Blaise sprechen. Die beiden wollen ihn vermutlich auch besuchen und ich will nicht, dass wir da zusammen aufkreuzen."
Hermine nickte verstehend und goss sich etwas Milch ein. „Wo ist eigentlich Colin?"
„Ich habe ihn heute noch nicht gesehen. Hat mich gestern schon gewundert, dass er nicht da war. Ist er schon im Bett gewesen?"
„Ja. Er meinte, er wolle dir nicht auflauern wie bestimmte andere Personen." Sie warf Ron einen verdrossenen Blick zu, bevor sie wieder Ginny anschaute. „Ich glaube allerdings, dass du ihn etwas verletzt hast. Du solltest schnell mit ihm reden."
Die Rothaarige nickte langsam, dann erhob sie sich und stieg über die Bank. „Ich gehe mit Astoria und Blaise sprechen", sagte sie entschuldigend und Hermine machte nur eine Geste, dass sie sich gefälligst beeilen sollte. „Bis später."
Je mehr Ginny sich dem Slytherintisch näherte, umso argwöhnischer wurden die Blicke, die ihr folgten. Als klar wurde, welches Ziel sie ansteuerte, hatte sie das Gefühl, die gesamte Halle würde sie anstarren – besonders die älteren Slytherinschüler.
„He, hast du dich verlaufen, Weasley?", rief ihr Noah Higginson zu und Tracey Davis flüsterte kichernd mit Kamryn O'Gowan, während sie ihr mit den Augen folgte.
Ginny beachtete sie alle nicht, sondern ging zielstrebig auf Astoria und Blaise zu, die ihr schon amüsiert entgegensahen. Was natürlich nicht hieß, dass ihre Beine nicht am liebsten vor Nervosität unter ihr weggeschmolzen wären.
„Hey", empfing sie Astoria lächelnd und klopfte neben sich auf die Bank. Es war ein Platz neben einem Erstklässler, der nur etwas angewidert abrückte, also ließ sich Ginny darauf fallen.
„Hey …", entgegnete sie und versuchte ganz natürlich zu wirken. Irgendwie war es komisch, aus der Perspektive des Slytherintisches die Halle zu sehen. Mal die wütenden Slytherins um sie herum ausgeschlossen, sie hatte schon bei den Ravenclaws und sogar bei den Hufflepuffs gesessen – aber Slytherin war einfach nur seltsam. Verständlicherweise.
„Wie geht es dir?", fragte Blaise und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Er genoss scheinbar die Aufmerksamkeit.
„Ganz gut."
Astoria musterte sie. „Und das gestern? Was ist passiert? McGonagall hat sich geweigert, uns etwas zu erzählen."
Ginny fiel es siedend heiß wieder ein, dass die beiden ja noch gar nichts wissen konnten. Eigentlich wollte sie jetzt aber sofort zu Malfoy … Sie wollte diese Sache klären – endgültig.
„Ist es in Ordnung, wenn Malfoy euch das später erzählt? Ich möchte so schnell wie möglich wissen, wie es ihm geht."
Astoria lächelte und nickte, als sie sagte: „Schon okay. Das verstehe ich."
„Also, ihr wart noch nicht bei Malfoy?"
„Nein. Wir dachten, wir lassen dir den Vortritt und gedulden uns bis nach dem Mittagessen, wenn er seine Morgenlaunen bereits ausgestanden hat."
„Oh. Ist er so schlimm?"
„Sagen wir es so", verschwörerisch beugte Blaise sich zu ihr vor, „man sollte nach einem Jahr mit ihm im gleichen Schlafsaal kapiert haben, dass man morgens am besten nicht mit ihm spricht. Außer natürlich, wenn du einen Unverzeihlichen auf den Hals gejagt bekommen willst …" Bei Ginnys beunruhigter Miene hob er die Hände. „Ein Scherz, Weasley! Ein Scherz!"
Sie atmete aus. „Nun ja, wenigstens weiß ich, wie ich mit ihm umgehen muss, wenn er sich streiten möchte. Mehr als das haben wir bisher ja auch nicht wirklich gemacht …"
„Ist offenbar eure Masche." Astoria lachte und zwinkerte ihr zu. „Willst du noch mit uns frühstücken oder gehst du gleich zu ihm?"
„Sofort, denke ich." Ginny stand auf und zog eine Grimasse, als sie die wütenden Gesichter der restlichen Slytherins sah. „Heißt, wenn ich die Halle lebend verlasse …"
ooooo
Der Korridor vor dem Krankenflügel war wirklich interessant. Sie sollte vielleicht häufiger mal herkommen. Man konnte einiges machen, womit man sonst nie Zeit verbrachte. Beispielsweise hin- und herlaufen und so tun, als würde man reingehen, nur um dann wieder kehrtzumachen.
Okay, was machte sie sich hier vor? Es war ihr noch nie so schwer gefallen, an eine Tür zu klopfen und in einen Raum zu gehen. Wieso jetzt? Sie war es doch, die so dringend wissen wollte, wie es Malfoy ging. Und sie war es, die diesen Streit vom Vortag fortsetzen wollte.
'Es ist nur Holz, Weaslette. Klopf an und geh rein, schon bist du drinnen. Was ist daran so schwer?'
'Ach, versuch du es doch mal – die Sache ist nicht so einfach!'
'Tz. Sicher, dass du nicht im falschen Haus bist?'
„Okay, jetzt reiß dich zusammen!", murmelte Ginny und hob, bevor sie es sich wieder anders überlegen konnte, ihre Hand, um anzuklopfen. Gut, erster Schritt getan. Sie öffnete die Tür und trat ein.
Soweit sie sehen konnte, waren nur zwei Betten belegt. Beim ersten waren die Vorhänge zugezogen, beim zweiten saß ein Viertklässler aus Hufflepuff und hielt sich sein Knie, an dem ein Fangzähniges Frisbee hing.
„Ah, Miss Weasley, was kann ich für Sie tun?", fragte Madam Pomfrey, die mit wehender Robe angerauscht kam und in der einen Hand ihren Zauberstab und in der anderen eine Tinktur hielt. Wie immer war sie in Eile.
„Ich wollte zu Malfoy. Schläft er?" Merlin, sie klang fast hoffnungsvoll.
„Nein. Gehen Sie nur, aber ich warne Sie: Er hat grässliche Laune. Wenn ich noch einmal einen Malfoy in diesem Krankenflügel behandeln muss, kündige ich!" Damit war sie auch schon wieder weg und zu ihrem anderen Patienten geeilt.
Ginny seufzte und ging langsam auf das Bett mit den zugezogenen Vorhängen zu. Vorsichtig schob sie einen zur Seite und schlüpfte in den kleinen Raum.
Malfoy lag auf dem Bett, die Kissen in seinen Rücken gestopft, damit er aufrecht sitzen konnte, und ein Buch in den Händen. Er sah schon viel besser aus, fand Ginny, aber vielleicht war das auch nur Einbildung.
„Malfoy?", fragte sie, als er immer noch nicht reagiert hatte.
Er zuckte zusammen und sah fast aufgeschreckt hoch.
„Oh. Weasley", sagte er und legte das Buch hastig neben sich, so, dass sie es nicht mehr sehen konnte. „Was machst du hier? Es gibt doch noch Frühstück."
Ginny runzelte die Stirn und kam näher. „Ich war früher fertig. Hast du schon gegessen?"
„Wenn du Madam Pomfreys Hospitalfraß als Essen betrachtest, dann ja", antwortete er und machte sich nicht mal die Mühe, den Sarkasmus dahinter zu verstecken. Jetzt konnte sie sich zumindest denken, wieso Madam Pomfrey die Vorhänge geschlossen hatte. Nicht, dass er nicht recht hätte. Trotzdem.
„Das ist die Spezialität des Krankenflügels, das müsstest du inzwischen wissen." Grinsend ließ sie sich auf einen der beiden Stühle zu seiner Rechten sinken. „Was machen deine Verletzungen?"
„Madam Pomfrey hat versucht sie zu schließen, aber irgendetwas verhindert, dass sie in der normalen Geschwindigkeit verheilen." Er rümpfte die Nase. „Scheinbar ist sie überfordert – wundert mich nicht."
Ginny rollte mit den Augen. „Professor McGonagall meinte heute Morgen zu mir, der Zauber, der dich getroffen hat, war wohl eine eigene Kreation von Umbridge. Es ist kein Wunder, wenn Madam Pomfrey da nicht sofort durchblickt."
„Wie auch immer. Was ist mit Umbridge? Ist sie tot?"
„Nein, sie ist im St. Mungos. Schätze, danach wird sie nach Askaban gebracht. Zumindest meinte einer der Auroren, sie würde so bald wie möglich dem Haftrichter vorgeführt werden."
„Und Mortain und die Frauen?"
„Geflohen. Allerdings konnte man Mr und Mrs Parkinson fassen, es stand im Morgenpropheten."
„Und Parkinson?"
„Nicht auffindbar."
„Damit hatte ich gerechnet."
Stille machte sich zwischen ihnen breit und Ginny überlegte fieberhaft, was sie nun sagen sollte. Malfoy hingegen musterte sie nur, fast gelangweilt, und schien damit überhaupt kein Problem zu haben. Vielleicht etwas, das man als Malfoy einfach in die Wiege gelegt bekam. Nervig.
„Sag mal, woher wusstest du eigentlich, dass es Regulus Black war, der die Briefe geschrieben hat?", fragte sie schließlich, als ihr nichts Besseres einfiel. Außerdem interessierte es sie wirklich.
„Das wusste ich nicht. Es war nur eine Vermutung, die ich schon vorher hatte. Mein Vater hat mir nur einmal von ihm erzählt, dass er wohl mit einer Muggelstämmigen angebändelt hat, du weißt schon: Als Abschreckung oder Lehre oder so." Er verzog das Gesicht angewidert. „Das Ende vom Lied war immerhin, dass er gestorben ist. Obwohl das nichts damit zu tun hatte. Als wir die Briefe jedenfalls gefunden haben und du sie mir vorgelesen hast, habe ich mich daran erinnert."
„Also … hast du nur vermutet?" Ginny konnte nicht verhindern, dass ihre Stimme etwas anschuldigend klang. Es war immerhin gestern um ihrer beider Leben gegangen – und er hatte einfach nur vermutet.
„Was hätte ich denn anderes machen sollen? Sie wollte uns töten."
„Ja, nur … du warst so selbstsicher. Was wäre gewesen, wenn Umbridge Legilimentik angewendet hätte?"
„Umbridge ist verrückt. Selbst, wenn sie das getan beziehungsweise gekonnt hätte, hätte ich ihr nur bestimmte Erinnerungen gezeigt, damit sie mir glaubt."
„Du kannst Okklumentik?!"
Malfoy richtete sich etwas auf und hob die Augenbrauen, als wäre es völlig abwegig, dass sie überhaupt noch fragen musste. „Natürlich, was glaubst du denn?"
„Natürlich …", murmelte sie ironisch und fuhr ernster fort: „Und was ist mit dem Unbrechbaren Schwur?"
„Was soll damit sein?"
„Du hast geschworen, ihr die Briefe auszuhändigen. Wenn du das nicht erfüllen kannst, dann-" Ginny schluckte.
„Schon gut, McGonagall war vorhin hier. Sie wollte eigentlich nochmal alles von mir hören, aber ich habe ihr gesagt, dass ich einen Schwur geleistet habe, und ansonsten nur das erzählt, was im Rahmen liegt. Wenn ich wieder gesund bin, wird sie sich darum kümmern, dass ich Umbridge die Briefe übergeben kann." Ein sarkastisches Zucken zupfte an seinen Mundwinkeln. „Dann hat sie immerhin etwas Lesestoff für Askaban."
„Schön, dass du deinen Humor nicht verloren hast, Malfoy", meinte sie schmunzelnd. „Ich bringe sie dir vorbei."
Er nickte und musterte sie stumm. Schon wieder dieses unbehagliche Schweigen.
Ginny ließ ihren Blick über alles Mögliche schweifen, nur nicht über ihn, während sie in ihrem Kopf Sätze bildete, die das eigentliche Thema, weshalb sie hergekommen war, einleiten könnten.
„Für gestern wollte ich noch … du weißt schon. Danke und so", sagte sie schließlich und zwang sich, ihn wieder anzusehen. „Wenn du nicht gewesen wärst, hätte ich jetzt hier gelegen. Oder wir beide am Grund des Sees oder so ähnlich."
„Kein Problem." Sein Gesichtsausdruck war kühler, als vorher.
„Ich-", setzte sie an und wusste selbst nicht so genau, was sie als nächstes sagen wollte, da schnitt er ihr das Wort ab.
„Was gestern passiert ist, das ändert nichts, Weasley."
„Was …?"
„Ich sagte, nichts, was in den letzten Stunden war, ändert irgendetwas daran, was ich dir schon im Zug und auf der Party gesagt habe."
Ginny starrte ihn an. Sie hatte damit gerechnet, dass er es ihr nicht leicht machen würde, aber wieso musste er diesen verdammten Mir-ist-alles-egal-ich-bin-ein-Malfoy-Ton ausgerechnet jetzt aufsetzen, wenn er dabei so etwas sagte? Wie konnte er das überhaupt? Manchmal hasste sie ihn wirklich dafür, dass er so schwer zu durchschauen war.
Sie rang sich dazu durch, die Fassung zu bewahren.
„Und was ist damit, was ich gesagt habe? Ist dir das egal?"
„Es ändert nichts, Weasley."
Dieser- er ging nicht mal darauf ein! Ginny richtete sich auf und ballte die Hände zu Fäusten. Sie war gerade so wütend, er ahnte ja gar nicht, wie sehr.
„Wieso hast du mich dann geküsst?", fragte sie herausfordernd. „Wieso hast du mit mir Zeit verbracht und dich zeitweilig nicht wie ein Arsch aufgeführt, wenn du mich eh wieder loswerden wolltest? Sag's mir, Malfoy."
„Das hat nichts damit zu tun. Wieso kannst du nicht einfach akzeptieren, dass es so das Beste ist, und aufgeben? Was stimmt mit euch Gryffindors nicht? Wieso seid ihr immer so … so Gryffindor?"
Jetzt war er scheinbar auch wütend. Gut. So ließ es sich leichter mit ihm streiten.
„Du meinst, so normal? Ihr Slytherins seid es doch, die ständig glauben, sie müssten alles und jeden von sich fernhalten!" Schrie sie etwa? „Ich habe so die Schnauzte voll davon, Malfoy!"
„Miss Weasley!" Madam Pomfrey riss den Vorhang zur Seite. „Was ist hier los? Das hier ist ein Krankenflügel, meine Patienten benötigen Ruhe! Wenn Sie sich nicht daran halten können, verlassen sie ihn bitte." Streng stemmte sie die Hände in die Hüften.
Ginny atmete tief durch und rang sich ein Lächeln ab. „Tut mir leid, ich bin leiser."
Die Medi-Hexe wirkte nicht überzeugt, zog aber wieder zu ihrem Büro ab.
„Aber sie hat recht. Du solltest gehen, Weasley." Malfoy wandte den Blick ab und starrte gleichgültig aus dem Fenster.
„Wieso bist du nur so stur?", antwortete sie mit gedämpfter Stimme. „Ich verstehe dich einfach nicht!"
Malfoy schnaubte. „Es sind eh nur noch ein paar Monate bis zu unserem Schulabschluss, danach sehen wir uns nie wieder. Wieso musst du es so schwer machen?"
„Ich mache es schwer? Ich will doch nur, dass du und ich … dass wir … also … ach, keine Ahnung, was ich gewollt habe! Wie konnte ich überhaupt darüber nachdenken?"
Er sagte nichts dazu, sondern starrte weiter in eine andere Richtung. Das war sogar ganz gut so, denn so konnte er wenigstens nicht sehen, dass ihre Augen verdächtig gerötet waren.
„Schön!", spie sie ihm schließlich entgegen und sprang auf. „Dann geh doch, lass alles hinter dir, meinetwegen! Aber weißt du was: Komm dann nicht zu mir, wenn du begreifst, wie scheiße du dich aufführst!"
Damit wirbelte sie auf dem Absatz herum und stürmte an der verärgerten Madam Pomfrey vorbei, ohne sie zu beachten.
Mit einem Knall fiel die Tür zum Krankenflügel hinter ihr ins Schloss.
Zurück ließ sie eine kurze Stille. Dann: „Was, bitte, haben Sie jetzt wieder getan, Mr Malfoy?!", keifte Madam Pomfrey. Er beachtete sie nicht weiter.
Ein Schlenker seines Zauberstabes reichte aus, um die Vorhänge wieder zuzuziehen und ihn vor der Außenwelt abzugrenzen. Emotionslos nahm er sein Buch wieder zur Hand und eine Weile starrte er einfach nur auf die Seiten. Die Buchstaben schienen ihn fast vorwurfsvoll anzusehen.
„Scheiße!" Wütend schrie er auf und schleuderte 'Alice im Wunderland' von sich. Mit einem Klatschen knallte es gegen die Wand und blieb aufgeschlagen auf dem Boden liegen.
ooooo
Es war einige Tage später. Mit Malfoy hatte sie nicht mehr gesprochen, tatsächlich sah sie ihn nie. Sie hatte aber auch nicht das Bedürfnis, mit ihm zu sprechen – da er ja sowieso nicht mit ihr sprechen würde.
Also hatte sie ihre Zeit und ihren Frust ins Lernen gesteckt und Hermine Gesellschaft geleistet, die wie eine Verrückte lernte. Zumindest lenkte sie es ab und gab ihr Stoff, mit dem sie ihre Freundin ablenken konnte, wann immer das Thema Blond-groß-Slytherin aufkam.
Ausnahmsweise hatte das aber heute nicht geklappt und so hatte sie vorgeschlagen, in ihrer Freistunde für die anderen einige Bücher zurückzubringen. Sie war gerade auf dem Rückweg, als sich der Eingang von Professor Slughorns Büro öffnete und er auf den Gang trat.
„Oh, Miss Weasley, was für ein glücklicher Zufall. Ich wollte sowieso mit Ihnen reden, hätten Sie kurz Zeit?"
Ginny nickte überrascht und folgte ihm zurück in sein Büro. Als sie sich auf dem Platz vor seinem Schreibtisch niedergelassen hatte, fragte sie: „Weshalb wollten Sie mich sprechen, Sir?"
„Es ist eine wirklich erfreuliche Sache", begann er. „Erinnern Sie sich noch an meine Freunde, die ich Ihnen bei meiner Weihnachtsfeier vorgestellt habe?"
„Sicher. Mr Eden und Mr Clarkston."
Innerlich verzog sie das Gesicht. Sie hatte eigentlich nur etwas trinken holen wollen, als Slughorn sie urplötzlich überfallen und ihr seine Freunde praktisch aufgedrängt hatte.
„Ganz genau. Das waren alte Freunde, die ich durch eine ehemalige Schülerin kennengelernt habe, die jetzt bei den Montrose Magpies spielt. Mr Eden ist der Manager und Trainer und Mr Clarkston ein wichtiger Unterstützer der Holyhead Harpies, müssen Sie wissen."
„Wirklich?" Ginny richtete sich mit geöffneten Mund auf. „Das war der Mr Eden?"
„Allerdings. Und er hat mir geflüstert, dass sie momentan einige Nachwuchsspielerinnen suchen. Gwenog Jones und eine ihrer Jägerinnen werden wohl bald aufhören und sie haben noch niemanden, der ihre festen Positionen übernehmen kann. Wenn ich Sie wäre, würde ich mich in Zukunft mal bei der Mannschaft vorstellen – Mr Eden hat Sie nämlich nach Ihrer Unterhaltung in höchsten Tönen gelobt. Ich denke, Sie hätten gute Chancen."
Ginny blieb vor Überraschung fast die Stimme weg, als sie krächzte: „D-Das ist … wow, meinen Sie das ernst?"
„Sicher, sicher. Über so etwas würde ich kaum spaßen. Denken Sie darüber nach, aber lassen Sie sich nicht zu lange Zeit. Anfang November steht eine Tour durch Europa an, das wäre Ihre Chance, bekannt zu werden, wenn Sie genommen werden sollten."
„Ich … danke, Sir. Ich werde es mir überlegen." Immer noch fassungslos strahlte sie ihn an und erhob sich. Auch er stand auf und reichte ihr seine große, dicke Hand.
„Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Miss Weasley. Aber vergessen Sie nicht das Lernen – nur, weil Sie so eine Gelegenheit bekommen könnten, heißt das nicht, dass Sie Ihre Prüfungen vernachlässigen dürfen!"
„Das werde ich nicht, Professor Slughorn. Danke", brachte sie noch heraus, bevor sie sich in den Korridor schob und fassungslos den Kopf schüttelte.
Wie in Trance ging sie in irgendeine Richtung. Sie konnte es gar nicht fassen: Mr Eden – der Mr Eden! – von den Holyhead Harpies hatte sie gelobt. Nach nur einer Unterhaltung. Das war … einfach unglaublich. Dabei hatte sie sich nicht einmal sonderlich angestrengt, ihn zu beeindrucken. Im Gegenteil.
Sie blieb überrascht stehen. Ohne es bemerkt zu haben, hatte sie den Weg Richtung Pokalzimmer eingeschlagen.
Ginny lief langsamer weiter. Es war komplett still. Natürlich, alle waren beim Unterricht und selbst wenn es nicht so gewesen wäre, so war das Pokalzimmer meist leer.
Sie mochte es schon immer. In ihrem ersten Schuljahr, bevor Voldemort sie ganz unter seiner Kontrolle gehabt hatte, war sie häufiger hier gewesen und hatte davon geträumt, selbst einmal ihren Namen auf einer Trophäe oder einer Medaille zu sehen. Heute wünschte sie sich das nicht mehr – sie hatte mehr Selbstbewusstsein als damals. Es war ihr nicht mehr so wichtig ihre Brüder in irgendetwas zu schlagen.
Ginny lächelte, als sie an der Vitrine vorbeikam, in der die Schulsprecher aufgelistet wurden. Hermine und Neville standen noch nicht dabei, aber am Tag der Abschlusszeugnisse würden sie es. Auch Bill und Percy waren auf dem Pergament verewigt, während sie Charlies Namen in der nächsten Abteilung bei den Quidditchmannschaften fand. Er hatte außerdem einmal eine Auszeichnung als Bester Sucher bekommen.
Gerade bog sie um die Ecke zu den Vitrinen mit den Schulischen Auszeichnungen, da stolperte sie über irgendetwas, das im Weg lag. Verwirrt drehte sie sich um und erkannte … Malfoy, der sie genauso überrascht anstarrte wie sie ihn.
Er saß, gegen den Glaskasten gelehnt, auf dem Boden, die langen Beine von sich gestreckt und ein Buch in den Händen. Erst jetzt erkannte sie, dass es ihr Buch war.
„Du … was machst du hier? Und vor allem da auf dem Boden?"
„Ich könnte dich etwas Ähnliches fragen, Weasley." Und da war er wieder: Mr Unnahbar.
Sie knirschte mit den Zähnen und drehte sich um. Sie hatte keine Lust, sich von ihm ihre Stimmung verderben zu lassen.
„Wie auch immer", wiederholte sie seine Worte von vor einigen Tagen und war verdammt stolz über ihren kühlen Tonfall, der genauso klang wie seiner. Wieso musste er aber auch hier auftauchen? Wieso nicht in den Kerkern, wo er hingehörte?
„Warte."
Ginny war schneller herumgewirbelt, als sie selbst es überhaupt hätte bemerken können.
'Ja, so was von über ihn hinweg, was?'
Sie beobachtete, wie er sich erhob und ihr das Buch hinhielt, das er bis eben in der Hand gehabt hatte. „Hier. Ich wollte es dir zurückgeben."
„Schon gut. Behalt es."
Malfoy hob eine Augenbraue, ließ seinen Arm aber sinken. Und dann war es wieder das Gleiche, wie im Krankenflügel. Sie schwiegen, er blickte sie an und sie versuchte krampfhaft einen Weg aus dieser Situation zu finden.
„Magst du es?", fragte sie irgendwann. Unter seinem Blick hatte sie jegliches Zeitgefühl verloren.
„Es ist … verrückt."
„Wir sind hier alle verrückt (1)", zitierte Ginny und musste ungewollt grinsen, bevor ihr aufging, mit wem sie redete.
Er wollte nichts von ihr. Er hatte sie abgeschossen, bevor sie überhaupt zusammen gewesen waren. Sie sollte einfach gehen. Nun … leichter gesagt, als getan, wenn er sie so ansah. Obwohl sie selbst nicht ganz sagen konnte, wie er sie überhaupt ansah. Nur … diese stahlgrauen Augen …
„Professor Slughorn hat mir eben erzählt, dass ich gute Chancen habe, bei den Holyhead Harpies zu spielen."
Moment, hatte sie das laut gesagt? Wieso erzählte sie ihm das denn jetzt?
„Und? Wirst du es tun?"
„Ich weiß noch nicht. Keine Ahnung. Vielleicht. Es … hält mich immerhin nichts mehr in England."
„Stimmt." Seine Stimme war leise, als er ihren Blick erwiderte.
Es vergingen vielleicht nur Sekunden, aber es kam ihr vor, als wären es Minuten gewesen, als sie plötzlich Schritte hörte. Sie sah, wie Malfoy lautlos fluchte, dann packte er sie am Arm und zog sie hinter einen Schaukasten in eine winzige Nische in der Wand.
„Sei jetzt bloß still", formte er mit den Lippen nah an ihrer Stirn und presste eine Hand auf ihren Mund. Sie hob fragend ihre Augenbrauen, doch er sah sie nur eindringlich an und bedeutete ihr, still zu sein.
Ginny rollte mit den Augen und spähte an der riesigen Silbertrophäe vorbei, die ihnen beinahe die gesamte Sicht nach draußen versperrte. Nicht zu erwähnen, dass ihr Herz raste – aber sie ignorierte es! Es war ja nur Malfoy …
„So, meine Süße, wo haben sich diese schulschwänzenden Dreckmacher versteckt?" Es war Argus Filch. Ginnys Herz schlug jetzt noch höher, aber definitiv aus anderen Gründen.
„Sakra – diese verfluchte Katze!", knurrte Malfoy und suchte nach seinem Zauberstab. Sie standen so eng zusammen, dass sie jede seiner Bewegungen spüren konnte. Das nannte man wohl Ironie des Schicksals.
„Muffliato", sagte er leise, trotzdem wagten sie beide nicht, irgendwelche Geräusche zu machen.
Sie lauschten auf das gedämpfte Tapp tapp von Mrs Norris' Pfoten auf dem Boden, doch sie kam nur einmal näher, bevor sie wieder verschwand. Ihre Krallen kratzten über den Stein, als Filch ihr folgte.
Malfoy atmete irgendwo über ihr erleichtert auf. Sie blickte nach oben.
„Sakra? Der Muffliato? Wieso verstecken wir uns?", fragte sie die drei Dinge, die sie gerade am meisten interessierten. Und davon ablenken sollten, wo und in welcher Lage sie sich gerade befanden.
„Meine Mutter sagt das, wenn sie sauer ist. Und den Muffliato hat Snape mir gezeigt – du vergisst, dass er mein Patenonkel ist."
„Dein was?"
Ginny riss die Augen auf und Malfoy gab ein Geräusch von sich, das wie eine Mischung aus Schnauben und Kichern klang.
„Aber stopp, du lenkst vom Thema ab! Wieso verstecken wir uns?"
„Ist das nicht offensichtlich? Ich habe geschwänzt, Weasley."
„Wie, um dich im Pokalzimmer zu verkriechen und ein Buch zu lesen?"
„Es ist besserer Stoff als das Wiederholen der Koboldkriege."
Ginny musste lächeln. Er schwänzte den Unterricht und las währenddessen ihr Buch. Ein Muggelbuch.
Wurde sie gerade etwas sentimental? Ja. War das gut? Definitiv nicht. Sollte sie damit aufhören? Ja. Ging das? Eher nicht.
Sie sollte jetzt wirklich verschwinden.
„Ich sollte gehen", sagte sie schnell und versuchte, sich an ihm vorbeizuschieben.
„Ja, sollten wir", erwiderte er und tat es ihr gleich. Bedauerlicherweise passten sie nicht beide durch den engen Spalt, und so stießen sie mit den Köpfen zusammen, als er sich unter der niedrigen Decke hindurchduckte.
„Autsch", murmelte sie genervt und rieb sich den Kopf. „Kannst du nicht aufpassen?"
„Das sagt die Richtige."
Sie sah auf, um etwas Schlagfertiges zu erwidern, doch stattdessen verschluckte sie sich fast. Er war ganz dicht vor ihr. Sein Atem strich schon über ihre Wange, sein Geruch stieg ihr in die Nase. Entgeistert schnellten ihre Augen zu seinen. Sie waren dunkel. Betrachteten ihr Gesicht genau und schienen jedes Detail wahrzunehmen.
Ginny schluckte. Ihr Kopf war wie leergefegt. Sie wusste nicht mehr, wieso sie hier war und wohin sie hatte gehen wollen. Sie wusste nicht mal mehr, welchen Wochentag sie hatten.
Seine Hand hob sich langsam, als wollte er ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht streichen. Sie hielt den Atem an, verfolgte gespannt jede Bewegung.
Doch dann stoppte er und ließ sie zurück an seine Seite sinken.
„Wir sollten jetzt los", sagte er hastig und drückte sich an ihr vorbei. Ginny folgte ihm verwirrt.
Was tat er da? Wieso hatte er sie abgewiesen, wenn so viel dagegensprach? Sie hatte geglaubt, dass er sie nicht wollte. Zumindest nicht auf diese Art und Weise, denn als Freunde hatten sie zumindest eine Zeit lang funktioniert. Aber das eben war nichts Freundschaftliches gewesen, das war reinste Spannung. Elektrizität, wie Hermine einmal gesagt hatte.
Malfoy drehte sich noch kurz halb zu ihr um, wandte sich dabei aber schon zum Gehen. „Bis irgendwann, Weasley."
Ginny starrte auf seinen Rücken, beobachtete, wie er sich entfernte. Er wollte sie nicht. Nicht wahr? Wieso tat es dann so weh, ihn gehen zu sehen?
„Malfoy!"
Er drehte sich überrascht um.
Und wurde noch überraschter, als sie direkt vor ihm stand, eine Hand in seinen Nacken legte und ihn zu sich herunterzog. Bevor er etwas sagen konnte, küsste sie ihn.
„Weas-", setzte er an, doch sie ließ ihn nicht zu Wort kommen. Sie hatte schon vorhin aufgehört zu denken. Das hier war nicht mehr und nicht weniger als ein verzweifelter, letzter Versuch. Und sie betete, dass er darauf eingehen würde.
Eine Weile stand er einfach nur völlig erstarrt da und ließ sich küssen. Sie war schon dabei, die Sekunden zu zählen, die sie es noch versuchen würde. Doch dann, endlich, spürte sie, wie sein Widerstand bröckelte. Erst war es nur ein leises Aufatmen, dann merkte sie, wie er sich in den Kuss hineinlehnte. Wie er seine Arme hob und vorsichtig ihre Taille umschlang, einige Schritte zurückging und sich an die Wand sinken ließ.
Am liebsten hätte sie aufgejauchzt.
„Weaslette", murmelte er und stöhnte widerstrebend, als sie ihre Hand fester in seinen Nacken krallte. Doch er küsste sie zurück. Verdammt, er küsste sie zurück!
Es vergingen Minuten, vielleicht Stunden. Sie wusste es nicht mehr. Schließlich löste sie sich von ihm und er lehnte seine Stirn an ihre. Ginnys Brust hob und senkte sich schnell, er atmete unkontrolliert aus.
„Das ist Wahnsinn, Weasley."
„Ist es das?"
Sein Blick, den er abgewandt hatte, wanderte zu ihrem und sie verhakten sich ineinander, so wie sie es früher so oft getan hatten.
„Du verstehst das nicht. Es ist nicht wie mit Alice. Vielleicht steht auf mir Trink mich, aber im Gegensatz zu ihrem Fläschchen habe ich eine Aufschrift, die andere vor mir warnen soll." Er sah sie eindringlich an. Fuhr leiser fort: „Und was hatte sie davon? Sie ist geschrumpft. Willst du das auch?"
Ginny schüttelte langsam den Kopf. Sie fühlte sich unwohl und merkte, wie ihr die Situation wieder entglitt. Ihr Triumphgefühl hatte sich bereits verflüchtigt, aber sie wollte nicht aufgeben.
„Aber wenn Alice den Trank nicht getrunken hätte, dann wäre sie nie im Tränenteich gelandet und hätte nie an der Teegesellschaft teilgenommen. Sie wäre nie wirklich ins Wunderland gekommen", entgegnete sie und spann seinen etwas seltsamen Vergleich weiter.
„Genau, der Tränenteich, Weasley."
Immer noch sah er sie an, als würde das etwas daran ändern, was sie dachte. Aber das würde es nicht – das wurde ihr jetzt klar. Es war unabwendbar.
„Wir können nicht", sprach er weiter, als sie nichts sagte. „Du bist eine Gryffindor, Weasley."
War es etwa das? Das, was ihn zurückhielt?
„Die Grenzen sind doch eh schon überschritten. Was spielt das noch für eine Rolle?"
Malfoy sah jetzt aus wie ein gehetztes Tier. Er blickte in alle möglichen Richtungen, nur nicht zu ihr.
„Das-", setzte er an, doch dann fluchte er unterdrückt. „Du verdienst etwas Besseres, Weasley!", murmelte er. „Du verdienst so jemanden wie Potter. Oder Thomas. Oder irgendeinen anderen Gryffindor. Irgendjemanden, der auf der guten Seite steht. Wieso willst du das nicht verstehen?"
Weil es falsch war. Wieso wollte er das nicht verstehen?
Sie zwang ihn, sie anzusehen. „Mir ist das alles völlig egal, Malfoy. Mir ist es egal, hörst du? Was glaubst du, wieso ich mit Harry Schluss gemacht habe? Wieso glaubst du, stehe ich jetzt hier mit dir und nicht mit ihm? Wieso sollte ich, Malfoy, wenn er das wäre, was ich wollte?"
Er löste sich langsam von ihr und wich zur Seite, als hielte er es in ihrer Nähe nicht aus.
„Ich weiß es nicht, vielleicht, weil du verrückt bist?", fragte er mit einem Hauch Verbitterung. „Ich war ein Todesser, bist du dir dessen überhaupt bewusst? Bist du dir dessen bewusst, dass ich dich vielleicht umgebracht hätte, wenn ich es gemusst hätte?"
„Aber das hast du doch nicht!", sagte sie lauter. „Merlin, du standest mir gegenüber und hattest deinen Zauberstab, aber du hast es nicht getan! Du hast nicht mal Dumbledore umbringen können! Hör endlich auf, in der Vergangenheit zu leben und zu glauben, du müsstest für das büßen, was du getan hast!"
Hier wurde ihre Stimme wieder ganz leise und sie sah ihm in Augen. Eine ganze Weile.
„Du bereust, Malfoy. Das ist genug für mich."
„Ich …" Seine Schultern sackten nach unten. „Du bist verrückt. Weißt du eigentlich, worauf du dich hier einlässt?"
„Wir sind hier alle verrückt", flüsterte sie. Ihr standen Tränen in den Augen, doch sie lächelte, während sie wieder auf ihn zuging.
Und vielleicht war es wirklich verrückt, aber dieses Mal wich er nicht zurück.
Und sie küsste ihn. Obwohl sie waren, wer sie waren.
(1) Im Original: „We're all mad here", Quelle: „Alice im Wunderland" von Lewis Carroll, Aus dem Englischen von Angelika Beck. Anaconda Verlag, 2015. S. 118 (bzw. bei der deutschen Übersetzung S. 119)
