Vielen Dank an Sarah, HogwartsFan, MsPsychoFairy, lumivalkoinen und ich für eure lieben reviews!


Lover – Teil III

Als Spock zu sich kam war das erste, was er sah, ein Paar stahlblauer Augen, die sich über ihn beugten, und in denen er zu gleichen Teilen Besorgnis und Erleichterung sehen konnte.

„Wie fühlst du dich, Spock?"

Er nahm sich einen Moment, um in sich hinein zu fühlen. Sein Oberschenkel schmerzte noch immer, er konnte allerdings spüren, dass die Wunde versorgt worden war und bereits heilte. Tatsächlich fühlte er sich in der Lage aufzustehen.

„Es geht mir gut, Jim."

Und um seinen Worten Taten folgen zu lassen, begann er sich aufzurichten.

„Whoa, Spock, ich weiß wirklich nicht, ob das schon eine gute Idee ist. Vielleicht solltest du lieber noch ein wenig liegen bleiben."

Er ignorierte Jims Einwand, setzte sich in seinem Bett auf, ließ seinen Blick schweifen und fand so die Bestätigung dessen, was er bereits vermutet hatte. Er befand sich in einer Krankenstation. Ein Blick auf seinen Oberschenkel zeigte ihm, dass die blutdurchtränkten Überreste seiner Uniformhose entfernt und der Oberschenkel medizinisch versorgt worden war. Die Wunde war gesäubert und verschlossen, der Blutverlust gestoppt worden. Abgesehen von einer noch nicht vollständig verheilten, grünlichen Narbe erinnerte nichts mehr an seine Schussverletzung. Ebenso schien das Blut, das er verloren hatte, ersetzt worden zu sein, denn von der plötzlichen Schwäche, die ihn nach Erreichen des Hangars der Challenger überkommen hatte, war nichts mehr zu spüren. Probehalber bewegte er sein Bein und konnte feststellen, dass ihm die Bewegung lediglich noch vernachlässigbare Schmerzen verursachte.

Nachdem er sich davon überzeugt hatte, dass sein gesundheitlicher Zustand akzeptabel war, richtete er seine Aufmerksamkeit erneut auf Jim. Und sah, dass dessen Augen auf seine entblößten Beine gerichtet waren. Doch offensichtlich hatte Jim bemerkt, dass er ihn beobachtete, denn nur einen Augenblick später löste Jim seinen – durchaus etwas irritierenden – Blick von seinen Beinen und sah ihm wieder in die Augen. Einen Moment lang meinte er, Verlegenheit in Jims Verhalten wahrnehmen zu können, doch dann lächelte Jim ihn so aufrichtig an, dass er sich nicht mehr sicher sein konnte.

„Ich bin jedenfalls froh, dass es dir besser geht."

Er nickte zum Zeichen, dass er Jims Besorgnis um seine Person zu schätzen wusste. Dann beschloss er, dass es an der Zeit war, Jim einige Fragen zu stellen.

„Ich nehme an, dass es der USS Challenger gelungen ist, dem Bird of Prey zu entkommen."

Jim sah ihm unverwandt ins Gesicht, als wolle er jeden weiteren Blick auf seine Beine vermeiden.

„Ja, der Bird of Prey konnte der Challenger nicht folgen. Wir sind in Sicherheit."

Er verspürte Erleichterung, unterdrückte diese Emotion aber sofort.

„Wie lange war ich bewusstlos?"

„Nur etwa eineinhalb Stunden. Ich hatte das Shuttle gerade angedockt, als ich merkte, dass du bewusstlos geworden warst. Ich kontaktierte sofort Captain Mayweather, der deinen Transport auf die Krankenstation der Challenger veranlasst hat."

„Es scheint, als wären die Prellungen und Schnittwunden in deinem Gesicht ebenfalls geheilt."

Jim nickte.

„Der Arzt der Challenger, Dr. Phlox, hat darauf bestanden. Nachdem er sich um deine Beinverletzung gekümmert hatte, hat er sich um die Kratzer in meinem Gesicht gekümmert, die die Explosion auf der Enterprise verursacht hatte."

Plötzlich grinste Jim.

„Erinnere mich daran, dass ich Pille nach unserer Rückkehr zur Enterprise vorhalte, dass die Hyposprays von Dr. Phlox nicht halb so weh tun wie seine."

Er hob die rechte Augenbraue.

„Darf ich aus deiner, wie ich hinzufügen möchte, unlogischen Anmerkung schließen, dass die Enterprise nicht zerstört wurde und die Crew noch am Leben ist?"

Jim nickte erneut, diesmal voller Enthusiasmus.

„Ich hatte eine kurze Unterredung mit Captain Mayweather, als dieser sich auf der Krankenstation nach unserem Befinden erkundigt hatte. Er hat mir mitgeteilt, dass die Challenger unseren Notruf abgefangen und der Enterprise zur Hilfe gekommen ist. Sie sind gerade noch rechtzeitig gekommen, um die Zerstörung der Enterprise, aber nicht rechtzeitig genug, um unsere Entführung zu verhindern. Nachdem sich Captain Mayweather davon überzeugt hatte, dass die Enterprise es zu Charon VI zurück schaffen würde, hat er sich an die Verfolgung des Birds of Prey gemacht. Er und seine Crew konnten anhand des Fluchtweges des Bird of Preys und unter der Annahme, dass sich das Schiff auf dem schnellsten Weg zurück ins klingonische Reich befinden würde, die wahrscheinlichste Route berechnen und sind dieser Route gefolgt – offensichtlich mit Erfolg."

Diesmal erlaubte er sich einige Sekunden lang das Gefühl der Freude und Erleichterung angesichts der Tatsache, dass die Crew den Angriff der Klingonen ebenfalls überlebt hatte, bevor er diese Emotionen unterdrückte.

„Das bedeutet demnach, dass Morag gelogen hat."

„Der Bastard, ja. Wahrscheinlich fand er das komisch – eine erste Stufe auf der langen Leiter der Folter, die er sich für uns ausgedacht hatte. Er wusste, dass es für einen Captain das Schlimmste ist, sein Schiff und vor allem seine Crew zu verlieren. Mit Sicherheit hat er sich innerlich die Hände gerieben, als er unser Entsetzen gesehen hat. Oder er wollte einfach seine Niederlage vertuschen."

Er nickte bei Jims Worten.

„Dies liegt durchaus im Bereich des Möglichen."

Dann stellte er deine nächste Frage.

„Wer gestattete der USS Challenger, den Klingonen sicherlich entgegen ihrer ursprünglichen Befehle zu unserer Rettung zu folgen?"

„Das war ich."

Er konnte einen Moment der Überraschung nicht unterdrücken, als sich bei seinen Worten die Tür zur Krankenstation öffnete und Admiral Pike den Raum in seinem Rollstuhl betrat. Und auch Jim schien überrascht zu sein.

„Chris!"

Er beobachtete, wie Jim von seiner Bettkante, auf der er die ganze Zeit über gesessen hatte, aufstand, mit zwei schnellen Schritten bei Admiral Pike war und diesem beide Hände auf die Schultern legte.

„Was tun Sie hier an Bord der USS Challenger?"

Der Admiral lächelte Jim an.

„Captain Mayweather und sein Schiff sollten mich zu geheimen, diplomatischen Gesprächen mit den Romulanern in die neutrale Zone bringen. Nachdem wir aber das Notsignal der Enterprise empfangen und schließlich festgestellt hatten, dass Sie und Mr. Spock von Klingonen entführt worden waren, habe ich meine Pläne und damit die Befehle der Challenger kurzerhand geändert."

„Sieht so aus, als müssten Spock und ich uns bei Ihnen bedanken. Es ist schön, Sie zu sehen, Chris."

„Sie hätten mir schon früher danken können, wenn Sie sich nicht bisher geweigert hätten, Spocks Krankenbett zu verlassen."

Unwillkürlich richtete er seinen Fokus wieder ausschließlich auf Jim. Und sah, dass dieser bei den letzten Worten des Admirals für einige Momente den Blick senkte, als seien ihm Admiral Pikes Worte unangenehm. Dieser Eindruck wurde unterstrichen durch eine leichte Verfärbung der Gesichtsfarbe Jims ins Rötliche und der Art und Weise, wie er schließlich unter gesenkten Augenlidern zu ihm blickte, nur um seinen Blick sofort wieder abzuwenden.

Auch wirkte Jims Stimme ein wenig zu beiläufig als er antwortete:

„Ich wollte nur sicher gehen, dass mein Erster Offizier bestmöglich versorgt wird."

„Und ich habe keine Zweifel, dass Dr. Phlox ganze Arbeit geleistet hat."

Und mit diesen Worten rollte Admiral Pike seinen Rollstuhl an Jim vorbei und an sein Bett.

„Ich freue mich darüber, dass es Ihnen offensichtlich besser geht, Mr. Spock. Nicht nur Jim hat sich Sorgen um Sie gemacht."

Er wandte seine Aufmerksamkeit voll und ganz dem Admiral zu.

„Ich weiß Ihre Sorge zu schätzen, Sir. Aber seien Sie versichert, dass sich meine körperliche Verfassung wieder in akzeptablen Parametern bewegt und ich tatsächlich in der Lage bin, die Krankenstation zu verlassen."

„Das sollten Sie wohl besser mich beurteilen lassen."

Im ersten Moment überrascht, dann aber augenblicklich seine Gesichtszüge in die ihm vertraute stoische Maske schulend sah er an Admiral Pike vorbei zur Tür der Krankenstation, in der er zu seinem Erstaunen einen Denebulaner stehen sah. Die charakteristischen Wülste an den Schläfen umrahmten ein lächelndes Gesicht mit lebhaften, hellblauen Augen. Das braune, wallende Haar reichte ihm bis über den Kragen seiner Uniform.

„Ich nehme an, Sie sind Dr. Phlox."

„Sie vermuten richtig, Mr. Spock."

Der Denebulaner kam auf ihn zu, einen medizinischen Tricorder in den Händen. Mit diesem führte er einige Scans angefangen von seinem Kopf bis hin zu seinen Beinen durch, kaum, dass er ihn erreicht hatte. Dann sah der Doktor ihn mit einem äußerst breiten Lächeln an.

„Sie haben es zweifellos nicht nur meinem medizinischen Können, sondern vor allem auch Ihrer vulkanischen Physiologie zu verdanken, dass Sie sich von der Schussverletzung so schnell erholen konnten. Ich sehe tatsächlich keinen Grund mehr, Sie auf der Krankenstation festzuhalten, solange Sie mir versprechen, sich noch die nächsten 24 Stunden zu schonen."

Er nickte dem Denebulaner zu, doch noch bevor er etwas hätte erwidern können, hörte er Jim sagen:

„Keine Sorge, Doktor, ich werde persönlich dafür sorgen, dass Spock sich noch eine Weile schont."

Nicht sicher, wie er auf Jims Worte reagieren sollte, hob er lediglich die rechte Augenbraue, während er Jim ansah. Doch Dr. Phlox, der seinen Tricorder inzwischen wieder eingesteckt hatte, rieb sich nur fröhlich die Hände.

„Gut, sehr gut. Dann steht Ihrer Entlassung nichts mehr im Wege, Mr. Spock."

Doch gerade, als er die Beine über die Bettkante bewegte, legte der Denebulaner den Kopf schief und sah ihn noch einmal kritisch an. Er konnte den Blick nicht deuten und hob die Augenbraue, diesmal an Dr. Phlox gerichtet, noch ein wenig höher. Doch der Doktor schien sich von seiner Augenbraue nicht irritieren zu lassen. Stattdessen verschwand er, noch immer händereibend, im hinteren Bereich der Krankenstation, nur um kurze Zeit darauf zurückzukommen – eine schwarze Uniformhose in den Händen.

„Das sollten Sie sich vielleicht überziehen, Mr. Spock."

Mit einer leichten Neigung seines Kopfes nach rechts akzeptierte er die Hose und zog sich diese über. Ein kurzer Blick zu Jim zeigte ihm gerade noch, wie dieser erneut die Augen senkte. Doch sofort verbannte er den Gedanken an Jims seltsames Verhalten für eine spätere Meditation in den hintersten Bereich seines Unterbewusstseins und widmete seine Aufmerksamkeit stattdessen Admiral Pike.

„Sir, auf unserer Flucht kamen der Captain und ich in Besitz einiger diplomatisch brisanter Informationen. Darüber hinaus ist es mir gelungen, im Wege einer kurzen Gedankenverschmelzung mit dem klingonischen Captain des Bird of Prey weitere wichtige Details zu den Absichten der Klingonen zu erlangen. Ich schlage vor, dass wir diese Informationen so schnell wie möglich mit Ihnen teilen."

Admiral Pikes Gesicht war ernst geworden.

„Ich stimme Ihnen zu, Commander. Wenn Sie sich in der Lage sehen die Krankenstation zu verlassen, schlage ich vor, dass Captain Kirk, Sie und ich uns in einen der Konferenzräume dieses Schiffes zurück ziehen, um alles genau zu besprechen."

Er wandte sich Jim zu, sah diesen nicken, erhob sich sodann von seinem Bett, richtete sich auf und zog seine Uniform glatt.

„Ich bin bereit, Sir."

„Na, dann los."

Er sah, dass Jim sich erst mit einem prüfenden Blick davon überzeugte, dass er sich auf den Beinen halten konnte, bevor er, dicht gefolgt von Admiral Pike, mit wenigen Schritten die Tür der Krankenstation erreichte. Er beeilte sich seinen beiden Vorgesetzten zu folgen. In der Tür drehte er sich noch einmal zu Doktor Phlox um und nickte dem Denebulaner zu.

„Ich weiß die medizinische Versorgung meiner Person zu schätzen, Doktor."

Noch einmal schenkte der Doktor ihm sein ihm eigenes fröhliches Lächeln.

„Nichts zu danken, Commander. Passen Sie auf sich auf. Und nicht vergessen – schonen Sie sich noch."

Noch einmal nickte er Dr. Phlox knapp zu. Dann drehte er sich um und ließ die Krankenstation endgültig hinter sich.


„Dann schießen Sie mal los, was Sie herausgefunden haben."

Pike, Spock und er hatten sich in einen kleinen Konferenzraum zurück gezogen. Er hatte den Moment genutzt und sich einen starken, schwarzen Kaffee repliziert, denn die Ereignisse der letzten Stunden begannen ihm langsam zuzusetzen. Doch ihm war völlig klar, wie wichtig es war, die Informationen, die sie erlangt hatten, an Pike weiterzugeben, bevor er auch nur die Chance haben würde, eventuell ein paar Stunden Schlaf zu finden. Oder zumindest ein paar Minuten Ruhe, um zu versuchen, seine herumschwirrenden Gedanken zu ordnen. Doch bis dahin war es wichtig, dass er konzentriert und fokussiert blieb. Und so setzte er sich neben Spock, Pike gegenüber.

Die nächsten Minuten fasste er, immer wieder von Spock mit ergänzenden Einwürfen unterbrochen, für Pike zusammen, was seit dem Angriff auf die Enterprise passiert war. Pike hörte sich alles ruhig an. Aber als er zu der Stelle kam, an der sie sich Nero gegenüber gesehen hatten, richtete sich Pike plötzlich mit einem Ruck in seinem Rollstuhl auf. Sein ganzer Körper schien ein einziges angespanntes Fragezeichen zu sein, und es fiel ihm offensichtlich schwer zu glauben, was sie gerade erzählten. Er bewunderte Pike für seine Selbstbeherrschung, dass dieser sie trotzdem mit keinem Wort unterbrach, bis sie zu Ende erzählt hatten.

Dann lehnte Pike sich zurück, stützte die Ellbogen auf den Armlehnen seines Rollstuhles ab und brachte die Fingerspitzen seiner Hände zusammen.

„Dann ist Nero also noch am Leben und sucht nach Rache."

Jim stellte seine Kaffeetasse ab, aus der er gerade getrunken hatte.

„Sieht ganz danach aus, Chris."

„Nun, das sind Neuigkeiten, die nicht einmal Gorkon zu wissen scheint. Oder er hat sie uns bisher vorenthalten."

Plötzlich war es an ihm sich vorzulehnen und Pike interessiert zu mustern.

„Sie haben mit dem klingonischen Kanzler gesprochen?"

Pike nickte.

„Direkt nachdem wir der Enterprise zu Hilfe gekommen waren und den Bird of Prey in die Flucht geschlagen hatten. Wir hatten uns gerade an die Verfolgung des klingonischen Schiffes gemacht, und ich nutzte die Gelegenheit, nicht nur die Sternenflotte zu informieren, sondern auch diplomatischen Kontakt mit Gorkon aufzunehmen. Gorkon zeigte sich in dem Gespräch – für klingonische Verhältnisse – äußerst zerknirscht. Er versicherte mir, dass es sich bei dem Angriff nicht um ein reguläres Schiff der klingonischen Flotte, sondern um ein Schiff abtrünniger Klingonen handelte, die ihre eigenen Ziele verfolgten, weil sie die Haltung der klingonischen Regierung in Bezug auf die Föderation für zu zurückhaltend hielten. Die Abtrünnigen hielten nach Gorkons Aussage den von ihm eingeschlagenen diplomatischen Weg für unehrenhaft und strebten einen Krieg mit der Föderation an, um die Föderation zu zerschlagen und das klingonische Reich zu expandieren. Es würde Sinn machen, wenn Nero sich diesen Abtrünnigen angeschlossen hätte. Dazu würde auch das ehemalige Lager an Schmuggel- und Bestechungsware in dieser Höhle auf New Vulcan passen."

Nachdenklich stützte er seinen rechten Ellbogen auf dem Tisch auf und sein Kinn in seine Handfläche.

„Es wäre tatsächlich denkbar. Und Nero hat sich auf das Schiff dieser Abtrünnigen gebeamt und konnte diese davon überzeugen, eine Art Kooperation einzugehen. Er verbesserte die Waffensysteme des Bird of Prey mit seinem technologischen Wissen aus der Zukunft. Dafür brachte er die abtrünnigen Klingonen dazu, die Enterprise anzugreifen, um Spock und mich zu entführen und sich an uns rächen zu können dafür, dass wir sein Schiff zerstört, seine Crew getötet und seine Pläne durchkreuzt haben. Dass Nero zu der nachtragenden Sorte Alien gehört, hat er ja bereits bewiesen. Ich dachte bereits während des Angriffs auf die Enterprise, dass da etwas faul sein musste, denn die Angriffsmuster der Klingonen unterschieden sich von den mir bekannten Mustern, und die Durchschlagskraft der Waffen des Bird of Prey übertraf alles, was ich je gesehen hatte."

„Das wäre ein durchaus vorstellbares, weil logisches Szenario. Aber tatsächlich ist Ihre Hypothese falsch."

Nicht annähernd so überrascht wie er vielleicht hätte sein können wandte er sich nach links. Spock saß aufrecht wie immer in seinem Sessel und sah abwechselnd von ihm zu Pike und wieder zurück. Und im selben Moment erinnerte er sich wieder an die kurze Gedankenverschmelzung, die Spock mit Morag eingegangen war, nachdem er diesen mit dem vulkanischen Nervengriff betäubt hatte. Und er erinnerte sich auch wieder daran, dass Spock bereits auf der Krankenstation von wichtigen Informationen gesprochen hatte, die er im Rahmen der Gedankenverschmelzung erlangt hatte.

„Was hast du gesehen, Spock?"

Einen Moment lang dachte er, Spock würde ihn dafür zurechtweisen, ihn in Anwesenheit des Admirals geduzt zu haben. Dann aber schien Spock es sich anders zu überlegen.

„Während unseres Gespräches mit Nero konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Nero uns wichtige Zusammenhänge der gegebenen Situation verschwieg. Er schien immer wieder direkten Fragen auszuweichen oder Dinge nur lückenhaft zu erklären."

Er nickte bei Spocks Worten, da er während ihres Gespräches ganz ähnlich gelagerte Gefühle gehabt hatte. Spock fuhr unbeirrt fort.

„Als ich Morag auf unserer Flucht betäubte, hielt ich das Risiko für angemessen, das es bedeutete, über eine Gedankenverschmelzung mit Morag ein Maximum an zusätzlichen Informationen zu erlangen. Bereits, als der Captain und ich Morag auf der Brücke des klingonischen Schiffes vorgeführt wurden, wusste ich, dass ich Morag zuvor gesehen hatte. Ich konnte mich erinnern, Morag auf Kronos im erweiterten Beraterstab des Kanzlers gesehen zu haben. Die Annahme, dass Morag über Neros und gegebenenfalls Gorkons Pläne informiert sein würde, hielt ich vor diesem Hintergrund zwar nicht für zwingend, aber immerhin ausreichend wahrscheinlich. Es war demnach die logische Entscheidung, eine Gedankenverschmelzung zu initiieren. Und ich behielt recht – Morag war über alle Pläne des klingonischen Reichs bestens informiert."

„Und was haben Sie erfahren, Spock?"

Auch Pikes ganze Aufmerksamkeit war auf den Halbvulkanier gerichtet. Spock neigte den Kopf leicht nach rechts.

„Die Situation ist deutlich brisanter, als bisher angenommen, Admiral. Um es mit wenigen Worten auf den Punkt zu bringen – Gorkon hat Sie belogen."

Inzwischen hing er geradezu an Spocks Lippen, was sicherlich nur mit Spocks Worten und nichts damit zu tun hatte, dass diese Lippen bereits in dem einen oder anderen seiner Tagträume eine gewisse Rolle gespielt hatten. Erneut rief er sich zur Ordnung und zur Konzentration, während Spock weiter sprach.

„Bei der Besatzung des Bird of Prey sowie bei Morag selbst handelt es sich nicht um abtrünnige Krieger des klingonischen Reiches. Vielmehr agierte Morag auf Befehl Gorkons. Denn Ziel der Klingonen ist es, die Sternenflotte in einem Krieg zu besiegen, die Föderation auf diese Weise zu zerschlagen und das klingonische Reich um das Gebiet der Föderation zu erweitern."

Einen Moment lang herrschte Schweigen in dem kleinen Konferenzraum. Selbst ihm war inzwischen jeder Gedanke an Spocks Lippen vergangen. Stattdessen versuchte er seine sich überschlagenden Gedanken zu ordnen.

„Wenn man so möchte, stellen die diplomatischen Beziehungen zwischen dem klingonischen Reich und der Föderation für die Klingonen ein Ablenkungsmanöver dar. Sie versuchen, der Föderation ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, während sie im Geheimen agieren. Das Lager auf New Vulcan beweist, dass bereits Versuche unternommen wurden, die Föderation wahrscheinlich in militärisch-strategisch günstigen Positionen über den Weg der Bestechung zu infiltrieren. Insbesondere scheint das klingonische Reich über die Bewegungen der Raumschiffe der Sternenflotte informiert zu sein. So lässt sich auch erklären, dass Morag offensichtlich genau wusste, auf welcher Mission sich die Enterprise befand und so den günstigsten Zeitpunkt für einen Angriff abwarten konnte – nämlich nur wenige Lichtjahre von der neutralen Zone entfernt am äußersten Rand des Föderationsgebietes."

Er runzelte die Stirn.

„Aber hätte Morag dann nicht auch die Route der Challenger kennen und wissen müssen, dass diese der Enterprise zu Hilfe kommen könnte?"

Aber Pike schüttelte den Kopf.

„Meine diplomatische Mission unterlag höchster Geheimhaltung. Nur ich selbst und einige wenige im Zirkel der Admiräle, für die ich alle meine Hand ins Feuer legen würde, kannten bis zu meiner Abreise das genaue Ziel und damit auch die Route, die ich erst hier an Bord Captain Mayweather und dem Navigator des Schiffes unter Verpflichtung zur strengsten Geheimhaltung mitteilte. Es verwundert mich nicht, dass diese Informationen nicht zu den Klingonen vorgedrungen sind."

„Das bedeutet immerhin, dass die Klingonen noch nicht alles wissen."

Er sah Spock nicken.

„Offensichtlich."

Pike richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf den Halbvulkanier.

„Fahren Sie fort, Spock."

„Nero hatte sich tatsächlich auf einen Bird of Prey gebeamt. Und er hatte den Captain des klingonischen Schiffes davon überzeugen können, dass er lebend von größerem Nutzen wäre als tot. Der Bird of Prey nahm schließlich Kurs auf das klingonische Reich, und Nero wurde Gorkon und dessen Beraterstab vorgeführt. Das Ergebnis dieser Verhandlungen ist bekannt. Nero sagte zu, die Waffen der Klingonen mit Technologie der Zukunft zu verstärken, während die Klingonen Nero zusagten, diesem bei seiner Rache gegen den Captain und meine Person zu helfen. Der Angriff auf die Enterprise verfolgte in diesem Zusammenhang ein doppeltes Ziel. Zum einen sollte die Enterprise als Flaggschiff und damit gefährlichstes Schiff der Sternenflotte zerstört werden. Zum anderen sollten der Captain und ich entführt und Nero übergeben werden. Der Tod des Captains und meiner Person wurde hierbei auch von Gorkon und der klingonischen Führung durchaus als taktischer Vorteil verstanden und demnach vollumfänglich unterstützt."

Er hatte sich inzwischen Spock voll und ganz zugewandt und beugte sich nun ein wenig zu diesem vor, während er Spocks dunkelbraune Augen nicht los ließ.

„Aber unseren Tod und die Zerstörung der Enterprise hätten sie doch einfacher haben können. Immerhin befanden wir uns mehrere Tage in klingonischem Gebiet. Nicht zu vergessen, dass wir beide allein und ohne neutrale Zeugen sozusagen in der Höhle des Löwen waren."

„Tatsächlich war der Plan, uns beide auf Kronos zu töten und die Enterprise mitsamt der Crew zu zerstören."

Nun war er doch einige Sekunden lang sprachlos, bis er mühsam hervor brachte:

„Und wieso leben wir dann noch?"

„Weil Sie den Zweikampf gegen den Klingonen gewonnen haben, Captain."

„Das verstehe ich nicht."

Auch ein kurzer Blick in Pikes Gesicht zeigte ihm, dass dieser ebenso verwirrt war wie er selbst, bevor er sich Spock wieder zuwandte. Spock dagegen schien stoisch wie eh und je.

„Der Plan der Klingonen war, uns beide unter dem Deckmantel der Diplomatie zu töten. Auch die Enterprise sollte zerstört werden, ohne zu diesem Zeitpunkt schon einen Krieg mit der Föderation zu riskieren. Ziel der Klingonen war es, die Sternenflotte ihres Flaggschiffes und ihres effektivsten Kommandoteams zu berauben, ohne direkt in kriegerische Handlungen einzutreten, um die Föderation für nur kurze Zeit später geplante kriegerische Auseinandersetzungen noch einmal empfindlich zu schwächen. Gleichzeitig sollte Nero mit dem Tod des Captains und meiner Person seine vereinbarte Bezahlung erhalten. Den Captain den Zweikampf austragen zu lassen war von vornherein geplant. Die Klingonen rechneten fest damit, dass der Captain als körperlich unterlegener Mensch den Zweikampf mit einer ihm unbekannten Waffe nicht überleben würde. Deshalb bestand Gorkon auch darauf, dass der Captain selbst kämpfen sollte und nicht ich an seiner Stelle. Nach dem Tod des Captains sollten sowohl ich getötet als auch das Schiff ausgelöscht werden. Der Sternenflotte gegenüber hätte Gorkon behauptet, dass die Crew und ich den Tod des Captains hätten rächen und uns zu gewalttätigen und damit kriegerischen Handlungen hätten hinreißen lassen. Das Gegenteil wäre den Klingonen nicht nachweisbar gewesen. So wäre das Sternenflottenkommando gezwungen gewesen, den Tod des Captains und meiner Person sowie die Zerstörung des Schiffes als diplomatischen Zwischenfall werten zu müssen. Die Klingonen hätten ihr Versprechen Nero gegenüber gehalten, die Sternenflotte geschwächt und im Anschluss den entscheidenden Angriff auf die Föderation geplant und vorbereitet."

„Und sie haben ihren Plan aufgegeben, weil ich den Zweikampf anders als gedacht gewonnen habe?"

Spock neigte den Kopf leicht nach rechts.

„Positiv, Captain. Das klingonische Verständnis von Ehre verbot es Gorkon, uns hinterrücks zu ermorden. Sie hatten sich das Recht auf den Zweikampf durch Ihren Sieg gegen das klingonische Schiff bei Ferrolos Prime errungen. Nachdem Sie entgegen der Erwartungen der Klingonen auch im Zweikampf siegreich waren, hätte es gegen die Ehre der Klingonen als Krieger verstoßen, einen ehrenhaft errungenen Sieg durch eine heimtückische Handlung zu entehren. Aus diesem Grund haben die Klingonen uns ziehen lassen und nach einer anderen Möglichkeit gesucht, ihr Ziel zu erreichen. Der Angriff des Bird of Preys auf die Enterprise unter dem Deckmantel, dass es sich hierbei um Abtrünnige handeln soll, war das Mittel der Wahl der Klingonen."

Er sah, dass Pike sich vorgelehnt hatte, die Arme auf den Armlehnen seines Rollstuhles abgelegt, und Spock intensiv musterte.

„Zusammengefasst heißt das also, dass die Föderation kurz vor einem Krieg mit dem klingonischen Reich steht, während Gorkon bis zum letzten Moment den Eindruck vermitteln will, das klingonische Reich sei an diplomatischen Beziehungen nach wie vor interessiert. Dabei werden im Verborgenen bereits alle Anstrengungen unternommen, die Sternenflotte unter dem Deckmantel der Diplomatie zu schwächen und in einem unbekannten Zeitpunkt mit einem Angriff zu überraschen."

„Positiv, Admiral."

Pike lehnte sich zurück, die Stirn gefurcht.

„Nun, das sind definitiv Neuigkeiten, die ich mit den anderen Admirälen dringend diskutieren sollte."

„Das hielte ich ebenfalls für den nächsten logischen Schritt, Admiral."

Er selbst nickte abwesend, während ihm noch ein anderer Gedanke kam.

„Spock, hast du auch etwas über Neros Pläne herausfinden können? Ich meine abgesehen von der Tatsache, dass er uns beide tot sehen will? Ich kann mir nicht so richtig vorstellen, dass Nero sich mit unserem Tod zufrieden geben und sich irgendwo ein nettes Plätzchen suchen würde, wo er dann in Frieden alt werden und sterben kann. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Nero seine eigenen Pläne verfolgt."

„Meine Gedanken gingen bereits in eine ähnliche Richtung, Captain. Doch unglücklicherweise waren Morags Gedanken keine Hinweise auf Neros mögliche Pläne zu entnehmen gewesen. Sollten diese Pläne existieren – und die Wahrscheinlichkeit halte ich ebenfalls für hoch – sind sie Morag nicht bekannt."

Er seufzte.

„Das war wohl auch nicht unbedingt zu erwarten."

Spocks Augenbraue hob sich leicht.

„Vermutlich nicht, Captain."

„Trotzdem, Spock, das war ausgezeichnete Arbeit. Dank dir kennen wir nun zumindest die Pläne der Klingonen."

„Captain Kirk hat recht. Das war gute Arbeit, Commander."

Er sah, wie Spock sowohl sein Lob als auch das Pikes mit einem kaum merklichen Nicken akzeptierte. Sein Blick ruhte einen Moment zu lange auf Spock, bevor er sich selbst wieder zur Ordnung und zur Konzentration rief.

„Die Frage ist, was wir mit diesen Informationen anfangen."

Er hatte sich Pike wieder zugewandt, der bei seinen Worten nachdenklich nickte.

„Ich habe einen Vorschlag."

Und sofort hatte Spock doch wieder nicht nur seine, sondern auch Pikes ungeteilte Aufmerksamkeit.

„Lassen Sie hören, Commander."

Spock schien sich in seinem Sessel noch ein wenig gerader aufzusetzen.

„Ich hielte es zum jetzigen Zeitpunkt für logisch, Gorkon nicht wissen zu lassen, dass die Föderation über die kriegerischen Pläne des klingonischen Reiches informiert ist. Es wäre stattdessen ratsam, die diplomatischen Beziehungen für den Moment aufrecht zu erhalten und sich in der so gewonnenen Zeit auf einen eventuellen Angriff der Klingonen vorzubereiten. Es wäre unbedingt erforderlich, die infiltrierten Stellen im Corpus der Sternenflotte ausfindig zu machen und zu eliminieren. Ebenso sollte dem Wiederaufbau der Flotte höchste Priorität eingeräumt werden. Darüber hinaus schlage ich vor, den älteren Spock auf New Vulcan zu kontaktieren. Die Klingonen haben sich durch Neros Wissen um die Technologie der Zukunft einen taktischen Vorteil verschafft. Der ältere Spock kann uns helfen, diesen Vorteil mit seinem eigenen Wissen wieder auszugleichen."

Hätte er vergessen, warum er Spock um jeden Preis als seinen Ersten Offizier hatte haben wollen, würde er sich spätestens jetzt wieder daran erinnern. Er lächelte, und diesmal konnte ihn nichts davon abhalten, Spock anerkennend auf die Schulter zu schlagen.

„Gut gedacht, Spock."

Auch Pike nickte.

„Ich muss mich mit meinen Kollegen besprechen, aber ich werde ihnen Ihre Vorschläge unterbreiten, Spock. Aber ich denke, das ist der Weg, den wir zum jetzigen Zeitpunkt einschlagen sollten."

„Ich habe noch eine weitere … Bitte, Admiral."

Erstaunt wandte er sich erneut Spock zu, und als er dessen Gesicht im Profil betrachtete, bemerkte er, wie angespannt Spock plötzlich wirkte. Es waren nur Nuancen, an denen er diese Anspannung erkannte, die Art und Weise, wie Spocks Augen ein wenig dunkler zu sein schienen, wie sich Spocks Lippen nur eine Winzigkeit fester aufeinander pressten als gewöhnlich. Und doch konnte er es sehen.

„Was haben Sie auf dem Herzen Spock?"

Er war sich sicher, dass Pike Spock gut genug kannte um zu wissen, dass dieser das Wort ‚Bitte' nicht leichtfertig verwenden würde. Aber er war sich ebenso sicher, dass er die äußerlichen Anzeichen der Anspannung, unter der Spock stand, nicht bemerkte.

„Admiral, solange wir die konkreten Pläne Neros nicht kennen, halte ich es zumindest für möglich, dass sich Neros Rachepläne zumindest auch gegen die vulkanische Kolonie auf New Vulcan richten könnten, insbesondere, da sich der ältere Spock ebenfalls auf New Vulcan aufhält. Ich hielte es demnach für ratsam, den vulkanischen Rat darüber zu informieren, dass Nero entgegen unserer bisherigen Annahme noch lebt. Des Weiteren sollten die seitens der Föderation ergriffenen Sicherheitsvorkehrungen auf New Vulcan verstärkt werden."

Wieder nickte Pike nachdenklich.

„Ich werde auch diesen Punkt mit den Admirälen besprechen, aber ich kann Ihnen schon jetzt versichern, dass wir alles Nötige veranlassen werden, damit den verbliebenen Vulkaniern auf New Vulcan kein weiterer Schaden droht."

„Dann sollten wir aber auch gleichzeitig die Sicherheitsvorkehrungen auf der Erde erhöhen – immerhin war die Erde Neros letztes Ziel, und wie wir alle wissen, ist er mit der Zerstörung der Erde gescheitert."

„Der Captain hat recht, Admiral. Auch die Erde kann als mögliches Ziel Neros nicht gänzlich ausgeschlossen werden."

„Ich werde auch das mit den Admirälen besprechen."

Einen Moment lang war es vollkommen still im Raum. Dann durchbrach er diese Stille.

„Wie lauten die nächsten Befehle der Enterprise, Chris? Ich gehe davon aus, dass wir angesichts der jetzigen Situation bessere Verwendung finden werden, als die Außenposten zu überprüfen."

Pike lächelte.

„Davon können Sie ausgehe, Jim. Trotzdem – Ihre neuen Befehle erhalten Sie erst, nachdem ich mit meinen Kollegen gesprochen habe. Die Challenger bringt Sie und Spock zurück zu Charon VI. Dort sollten Sie dafür sorgen, dass die Enterprise so schnell wie möglich wieder voll einsatzbereit ist. Ich unterrichte Sie über Ihre neuen Befehle, sobald ich mir mit den anderen Admirälen über das weitere Vorgehen einig geworden bin."

Er nickte Pike zu.

„Wir haben die besten Ingenieure auf der Enterprise. Sie werden sehen – in null komma nix ist das Baby wieder flott."

Er konnte Spocks mißbilligend erhobene Augenbraue geradezu fühlen, auch wenn er nicht direkt zu diesem hin sah. Aber Pike lachte nur.

„Wir werden Charon VI in ein paar Stunden erreichen. Die Zeit sollten Sie nutzen um ein wenig zu schlafen. Captain Mayweather hat Quartiere für Sie herrichten lassen. Also los – ruhen Sie sich aus. Das ist ein Befehl."

„Aye, Sir."

In einer gutmütig-spöttischen Geste hob er seine flache Hand zu einem militärischen Gruß an seine Stirn, was Pike ein weiteres Lächeln entlockte und Spock dazu veranlasste, seine Augenbraue noch ein wenig höher zu heben, so dass sie im Haaransatz verschwand, woraufhin er Spock angrinste und diesem erneut auf die Schulter schlug.

„Na los, Spock, lass uns den Befehl des Admirals befolgen und unsere Quartiere suchen. Ich denke, ein wenig Schlaf haben wir uns nun auch durchaus verdient."

Spock ließ seine Augenbraue wieder an ihren angestammten Platz rutschen und erhob sich mit der ihm eigenen fließenden Eleganz, die er einmal mehr nur bewundern konnte. Dann verabschiedeten sie sich von Admiral Pike und verließen gemeinsam den kleinen Konferenzraum.