Bella POV
„Bella, was machst du hier?" Ich erschrecke als ich Jaspers Stimme höre. „Bella was ist passiert?"
„Nichts." Sage ich, ich bin froh über den Regen, da sich dieser mit meinen Tränen vermischt.
„Bella, steig ins Auto."
„Nein."
„Was hat Edward gesagt?"
„Nichts."
„Steig ins Auto, deine Lippen werden schon blau."
„Mir egal."
„Komm schon Sonnenschein, du wirst sonst krank." Sagt Emmett und kommt um das Auto herumgelaufen.
„Ist auch egal."
„Soll ich Edward mal kräftig zwischen die Beine treten?" Fragt er mich.
„Mir egal." Ich weiß nicht woher Emmett den Schirm hat, aber auf einmal prasselt der kalte Regen nicht mehr auf meine Schultern. Doch nun merken die beiden erst recht wie ich nicht mehr mit dem Zittern hinterherkomme.
Wie von Geisterhand werden mir mein Rucksack und mein Plastikbeutel abgenommen.
„Alles nass." Sagt Jasper nur, nachdem er kurz hineingeschaut hat, danach verstaut er die beiden Taschen in den Kofferraum.
„Bella was machst du hier, vor allem warum hast du nur deine Ballerinas und wo ist deine Jacke?" Fragt mich Emmett.
Ich entschließe mich die beiden zu ignorieren und antworte nicht.
„Wo willst du denn hin?"
„Heim." Sage ich nur.
„Dann ist dies aber die falsche Richtung."
„Heim nach Forks, Scherzkeks." Antworte ich nur.
„Zieh dein T-Shirt aus."
„Was?" Frage ich überrascht Jasper.
„Du hast mich verstanden, zieh den T-Shirt aus, bevor du dich noch erkältest."
Aus Protest verschränke ich meine Arme vor meiner Brust.
„Bella, du kannst das freiwillig machen oder ich kann nachhelfen."
Langsam ist mir alles egal, ich lasse meine kleine Handtasche fallen und ziehe mein Shirt über den Kopf. Ich stehe nur in BH gekleidet vor Edwards Brüdern, was für eine Situation.
„Bella hat Carlisle das gesehen?" Fragt mich Jasper, entsetzen in seinen Augen.
„Ist doch nur ein blauer Fleck." Antworte ich ihm.
„Nur? Hast du Carlisle davon erzählt?" Fragt er mich erneut.
„Nein."
„Sorry, ich konnte sie dir nicht anwärmen." Sagt Emmett und wickelt mich in seiner Jacke ein. Danach reibt er mit seinen Händen über meine Arme, langsam fang ich an sie wieder zu spüren.
„Und nun zieh deine Hosen aus."
Ich rege mich nicht.
„Bella." Jasper schaut mich nur herausfordernd an.
Unter der Jacke suche ich nach den Knöpfen meiner Jeans und im Nu liegen sie auf den Boden. Ich quietsche fast als mich Emmett im nächsten Moment hochnimmt und auf die Rücksitzbank seines Jeeps verfrachtet. Ich ziehe meine Beine dich vor meinen Körper und verstecke sie unter der Jacke mit. Draußen vor dem Auto hebt Jasper meine Sachen auf und faltet sie ordentlich bevor er sie in den Kofferraum legt. Dann reicht er mir auch noch seine Jacke. Ich nehme die Jacke und lege sie über meine Beine, danach ziehe ich meine BH aus, er ist ebenfalls nass und ich will Emmetts Jacke nicht auch noch nass machen.
„Edward kommt."
Oh nein, nicht auch noch dass. Ich lege mich auf die Rücksitzbank, frische Tränen laufen über meine Wangen. Jasper schließt die Wagentür.
„Was machst du in Rosalies Auto?" Will Emmett wissen.
„Ich hab Bella eine neue Jacke geholt. Sie regt sich komplett über das kaputte Teil auf."
„Vielleicht hat sie ja auch Grund dazu sich aufzuregen." Unterbricht ihn Jasper
„Jetzt fang du auch noch damit an, es reicht schon wenn sie hysterisch ist. Ich hoffe sie hat sich mittlerweile beruhigt."
„Gehst du nicht etwas zu weit."
„Okay hier beiden macht das unter euch aus. Jasper ich treffe dich auf den Parkplatz, weil alleine geh ich nicht in den Laden hinein." Sagt Emmett.
„Müsst ihr beide das euch so bildlich ausmalen, was ihr für eure Damen kaufen wollt?" Fragt Edward.
„Wenn du so prüde bist, nicht mein Problem." Ruft Emmett ihm zu, während er losfährt.
„Bella, welche Größe hast du?" Fragt mich Emmett, als der Wagen erneut zum stehen kommt.
Ich antworte ihm nicht. Ich liege immer noch zusammengerollt auf der Rücksitzbank. Emmett steigt aus und kommt dann zu mir nach hinten. Ohne Kraftaufwand hebt er mich hoch und setzt mich auf seine Beine.
„Bella, Edward ist ein Idiot."
Ich kann nur leicht nicken.
„Was er zu dir gesagt, dass du weggerannt bist."
Was hat er eigentlich gesagt, im Grunde genommen gar nichts, außer dass ich mich nicht aufregen soll.
„Bella, warum bist du weggelaufen."
„Ich habe ihn gesagt, ich will ihn nicht mehr sehen und dass ich es wie ihr machen sollte ihn aus dem Zimmer verbannen, darauf hin hat er mich ausgelacht und sich auf das Bett gesetzt und gemeint, ich kann ihn nicht wegschicken es ist schließlich sein Haus."
„Das ist eine Lüge, das Haus gehört Jasper." Sagt Emmett.
„Noch ein Lüge." Sage ich.
„Was hat er denn noch gesagt?"
„Er fing immer damit an, dass er mich nur beschützen wollte. Ich fragt, ob er eifersüchtig sei, er meinte nur dass sei Unsinn. Also hab ich ihn unterstellt, dass er die Pferde absichtlich scheu gemacht hat." Erkläre ich ihm. „Ich wollte doch nur die Wahrheit wissen, warum er mich verfolgt hat, warum er mir nicht vertraut."
„Auch wenn er es eigentlich besser wissen sollte, hin und wieder agiert Edward als sei er 17 und schaltet jeglichen Verstand aus."
„Wolltest du nicht einkaufen gehen?" Frage ich genervt.
„Glaubst du wirklich, ich würde dich jetzt allein lassen?"
Warum sind Jasper und Emmett einfach nur so nett. Es ist schwieriger sie dadurch einfach stehen zu lassen und abzuhauen.
„So wie ich aussehe?" Frage ich dennoch nach.
„Wir warten auf Jasper."
„Edward wird euch dafür auf den Mond schießen."
„Wenn wir es vorher nicht mit ihm getan haben."
„Warum helft ihr mir?" Frage ich ihn.
„Weil wir dich einfach gern haben, kleine Schwester."
Ich lasse meinen Kopf einfach fallen, die Tränen machen im Moment eh was sie wollen und nicht was ich ihnen sage.
„Nicht wieder weinen Bella. Ich verspreche dir es wird alles wieder gut werden." Er küsst mich mehrfach auf den Kopf.
„Du riechst gut." Sagt er lachend.
„Und wenn Edward mir nicht verzeiht?" Frage ich ihn.
„Wehe du verzeihst ihm, bevor er sich nicht hundert Mal bei dir entschuldigt hat." Sagt Jasper als er die Tür öffnet.
„Er hat doch kein…"
„Bella, es ist seine Schuld, lass dir nichts anderes einreden. Er ist gefolgt. Er hat somit weder uns noch dir wirklich vertraut und vertrauen ist etwas was in dieser Familie sehr wichtig ist."
„Ich hab dir etwas mitgebracht." Er stellt drei Tüten in den Bereich zwischen der Bank und der Rücksitzlehne von den vorderen Sitzen und geht dann zum Kofferraum und verstaut dort ebenfalls etwas für ihn.
„Ich will nichts, weil am Ende sagst du dann auch, es ist deine und ich sollte dir dankbar sein…"
„Bella, das wirst du nie von mir zu hören bekommen, nie."
Verflucht, warum müssen die nur so nett sein.
„Und Alice und Rosalie haben einen Plan. Sie wollen es Edward zeigen." Lacht Jasper.
„Und was machen wir jetzt?" Fragt Emmett.
„Edward weiß noch nichts davon, dass Bella nicht mehr im Haus ist. Wir wollten uns um zwei am Quad-Verleih treffen. Alice wird sich dumm stellen und sagen, dass Bella eventuell kein Automatik-Auto fahren kann und Edward wird dann hoffentlich zum Haus fahren und wird danach alle anrufen, inklusive Charlie. Das heißt du musst die ihn heute irgendwann mal anrufen. Am besten vielleicht dann in der Mittagspause."
„Wird es nicht auffallen, wenn wir nicht dort sind? Edward wird doch sofort Lunte riechen." Fragt Emmett dazwischen.
„Alice hatte eine Vision, unser Plan war ja Unterwäsche für die beiden zu kaufen, und wir wären hier nicht fündig geworden und wären nach Vancouver gefahren und Edward dürfte das gesehen haben."
„Warum geht ihr nicht Wäsche kaufen, ihr könnt mich ja bis Vancouver mitnehmen von dort aus würde ein Bus oder Zug bestimmt fahren."
„Bella, wir werden dich nicht im Stich lassen, du kannst noch so sehr versuchen uns auf die Nerven zu gehen, uns zu wieder sprechen, keine Antworten zu geben und was weiß ich für Taktiken ausdenken, wir werden dich nicht gehen lassen." Erklärt Jasper.
Mist.
„Bella, egal was für ein Idiot Edward auch ist, aber er ist nicht mehr nur die einzigste Verbindung zu unserer Familie. Du gehörst auch zur Family, Sonnenschein." Sagt Emmett.
„Und was machen wir jetzt?" Frage ich, wenn ich schon nicht entkommen kann, muss ich mich halt damit abfinden.
„Was waren deine Pläne für Edward?" Will Jasper wissen.
„Ich wollte ihn vor die Wahl stellen entweder er zeigt mir ein paar wilde Tiere oder er geht mit mir auf die Zipline Tours."
„Dann würde ich mal sagen, auf zu den wilden Tieren."
„Sei vorsichtig mit meinem Baby." Sagt Emmett.
„Ich werde es versuchen." Sagt Jasper und setzt sich hinter das Steuer.
„Stopp." Sage ich. „Kann mir jemand noch mein Trinken aus dem Rucksack holen."
„In der einen Tüte ist etwas zu Trinken und Sandwichs." Sagt Jasper und fährt von dem Parkplatz.
„Du kannst dir das Trinken nehmen Bella."
Es ist Emmett der danach greif und eine Flasche Ginger Ale aus dem Beutel holt er, er öffnet mir die Flasche und gibt sie mir dann. Ich führe einen Arm durch den Ärmel von Emmetts Jacke, die irgendwie endlos lang sind. Ich nehme einen kräftigen Schluck in der Hoffnung mich etwas zur beruhigen.
„Es ist denke ich besser, wenn du dich anschnallst Bella." Sagt Jasper. Emmett setzt mich von seinen Schoß auf den Platz und ich versuche auch meinen zweiten Arm irgendwie durch den Ärmel zu schieben. Danach nehme ich mir Jaspers Jacke und lege sie mir über die Beine. Danach greift Emmett nach den Gurte und schnall mich fest an.
„Fertig?" Fragt Jasper
„Klar." Sagt Emmett.
„Dein zeig mal was dein Baby drauf hat." Jasper verlässt mit Emmetts Jeep die Nebenstraße und fährt über Feld- und Schotterpisten, ich bin froh angeschnallt zu sein. Auf beiden Seiten sehe ich Wasser spritzen aus den Pfützen.
„Ich weiß wohin, Jasper." Sagt Emmett. „Folge den Weg, bis zum Ende, danach einfach quer über die Wiese, den Hügel hoch, danach müsste wieder ein Schlammpfad kommen."
Welchen Weg, frage ich mich selbst, ich kann keinen Weg erkennen. Jasper folgt den Anweisungen.
Als Jasper auf den Hügel zusteuert wird mir Angst, dass kann der Wagen niemals schaffen, doch bevor ich meinen Widerspruch äußern kann sind wir schon oben, doch genauso steil geht es wieder nach unten.
„Links, rechts?"
„Links, folge dem Weg." Wieder werden wir durchgeschüttelt.
„Jetzt irgendwann mal rechts weg, und dort kannst du dann das Auto stehen lassen, den Rest müssen wir zu Fuß gehen."
„Wohin gehen wir?" Will ich wissen.
„Wirst du früh genug erfahren." Sagt Emmett.
„In den Beuteln findest du passende Kleidung und keine Widerrede." Sagt Jasper.
„Und nicht weglaufen, das ist ernst gemeint, Jasper und ich wollen uns erstmal umschauen. Bleib im Auto, hier gibt es große Schwarzbären." Ermahnt mich Emmett.
Selbst wenn ich weglaufen wollte, wüsste ich nicht wohin.
„Könnt ihr mir noch meinen Rucksack geben."
„Ich will nur schauen ob noch irgendetwas von meiner Unterwäsche trocken ist." Erkläre ich, als sie mich fragend anschauen, aber dennoch holt Emmett mir meinen Rucksack.
„Zieh dich um, wir erkunden solange die Umgebung, wenn irgendetwas ist, dann drücke auf die Hupe, aber auf keinen Fall aussteigen."
„Verstanden." Antworte ich.
Emmett schließt die Türe und ich atme erstmal tief durch. Als erstes durchsuche ich meinen Rucksack, da ich die Angewohnheit haben, meine Unterwäsche separat in einen Plastikbeutel zu packen, finde ich auch noch ein trockenes Set, zum Glück, weil ganz ohne ist nicht so mein Fall. Aber mit den anderen Sachen hat Jasper recht, alles feucht. Danach fange ich an die Beutel zu durchsuchen. Eine schwarze Hose, ein Shirt mit halblangen Armen, eine Jacke und sogar Strümpfe, alles in meiner Lieblingsfarbe blau. In der anderen Tasche finde ich ein paar Schuhe und im dritten Beutel ist etwas zu Essen und Trinken.
Als erstes ziehe ich die trockene Unterwäsche an, ich überlege für einen Moment, aber dann lege ich den Jungs ihre Jacken beiseite, es ist ja nicht so als ob sie mich heute nicht schon halb nackt gesehen haben. Was hab ich mir nur dabei gedacht, wenn Edward davon erfährt, nicht nur dass er dann noch wütender auf mich wäre, sondern er wird auch auf die beiden wütend sein. Ich will gerade mein neues Shirt anziehen, als ich jedoch nach vorn blicke, erstarre ich. Ein Bär schaut mir entgegen. Ich weiß nicht was ich tun soll.
„Jasper." Rufe ich so laut ich nur kann, dann verhalte ich mich still. Das Tier schleicht um das Auto und schaut nur zur Fahrertür herein. Jasper hab bitte meinen Ruf gehört, ich trau mich nicht nach vorn zu greifen um auf die Hupe zu drücken. Ich hoffe nur die Scheiben halten.
Wo kam das Tier nur so plötzlich her, ich starre es an, so wie es mich anstarrt. Deswegen merke ich auch nicht, wie die Tür geöffnet wird, Emmett.
„Keine Angst, Jasper wird das Tier von hier weglocken." Sagt er.
„Er will es jagen?" Frage ich.
„Nein, er kann sich jetzt nicht seinen Instinkten übergeben, um es zu jagen. Er will es wütend machen, so dass es ihn jagt, du brauchst keine Angst um ihn zu haben, er ist schneller als der Bär. Er hat wahrscheinlich, das Essen gerochen und hat deswegen hier rum geschnüffelt."
Ich lasse keinen Blick von dem Bären, auch nicht als er sich dieser vom Auto abwendet und in den Wald rennt.
„Auch wenn mir dieser Anblick sehr gefällt, aber es wäre gesünder, wenn du dich anziehen würdest. Ich schau auch nicht, versprochen." Ich merke wie ich rot werde, der Tag kann nicht mehr schlimmer werden. Ich ziehe mein neues Shirt, die Strümpfe an und danach die Hose an, es passt perfekt. Danach hole ich die neuen Schuhe aus dem Karton, der Schaft ist höher als bei den anderen, aber trotzdem passen sie.
„Der ist erstmal weg." Sagt Jasper als er wieder kommt.
„Und ihr seid sicher, dass dies eine gute Idee ist, hier herumzulaufen." Frage ich unsicher.
„Wir passen schon auf dich auf."
„Sicher?"
„Sicher." Emmett streckt mir seine Hand entgegen und ich nehme sie.
Aus dem Augenwinkel sehe ich wie Jasper etwas zu Essen und zu Trinken einpackt.
„Bella, kann ich den behalten?" Fragt Emmett und hält meinen feuchten BH in der Hand.
Gerade als ich dachte, dass der Tag nicht mehr schlimmer werden kann.
„Du brauchst doch wegen so einer Sache nicht rot werden." Lacht Emmett.
„Will ich wissen, was du damit vorhast?"
„Was wohl, Edward ärgern." Lacht Emmett.
„Mach was du willst." Emmett steckt den BH in seine Jackentasche.
Wir fangen an zu laufen, quer durch den Wald, immer stetig bergauf. Als wir allerdings an einen kleinen Flusslauf kommen, streike ich. Es war schon schwierig genug, über Wurzeln und Steine zu klettern ohne sich zu blamieren, aber ich werde bestimmt nicht über einen Fluss springen.
„Gibt es hier keine Brücke?" Frage ich.
„Siehst du eine?" Fragt mich Jasper, der bereits am anderen Ufer ist. „Komm spring rüber."
„Du willst mich wohl heute noch mal nass sehen."
„Das ist doch nur ein kleiner Bach."
„Ein kleiner Bach? Was ist dann bei euch ein wilder Fluss? Der Amazonas?"
„Okay, wir suchen eine andere Stelle zum überqueren."
Jasper kommt mit einer Leichtigkeit wieder zurück.
„Oder einer von euch bringt mich hinüber." Schlage ich vor.
„Dann spring auf, Sonnenschein." Emmett dreht mir seinen Rücken zu und ich springe auf den Rücken. Seine Hände halten meine Beine, während meine Arme um seinen Hals gehen.
„Fertig."
„Nein, darfst aber trotzdem springen." Als ob ich jemals bereit bin auf den Rücken der Vampire durch den Wald zu rennen.
Mit einem Sprung ist er am anderen Ufer und lässt mich wieder los. Beide passen sich wieder meinem Tempo an, kein Wort, das ich zu langsam bin. Wir wandern weiter.
„Ab hier müssen wir etwas klettern, traust du dir das zu, oder sollen wir dich tragen?"
„Ich würde es versuchen."
„Emmett wird vor dir laufen und ich hinter dir."
Es ist nicht wirkliches Klettern wo man ein Seil bräuchte aber dennoch muss ich meine Hände zu Hilfe nehmen. Jedoch sehe ich mich plötzlich vor einem richtigen Hindernis stehen, ein Fels, der größer ist als ich und kaum Haltemöglichkeiten bietet. Emmett ist mit einem Satz nach oben gesprungen.
„Räuberleiter?" Fragt mich Jasper. Er verschränkt seine Hände um mir eine Standfläche zu bieten, während ich mich von Boden abstoße hebt er mich hoch. Ich kann die Oberkante des Steines erreichen. Während Jasper mich von unter schiebt versuche ich mich hochzuziehen. Als mir Emmett jedoch seine Hand zu Hilfe reicht, nehme ich sie dankbar an. Er hilft mir das letzte Stückchen nach oben. Auf dem Fels bleibe ich kurz sitzen und schaue hinunter. Das stetige Bergaufwandern macht sich langsam in meinen Beinen spürbar.
Jasper reicht mir eine Wasserflasche aus der ich dankbar trinke.
„Das Klettern ist bald vorbei, dann kommen wieder Wiesenabschnitte." Sagt Jasper und hilft mir auf die Beine. Während der Wanderung habe ich kein einziges Mal von den beiden gehört, dass ich zu langsam bin, auch haben sie ihre Hilfe nicht aufgezwungen, jedoch waren sie immer da um mich vor dem Fallen und Ausrutschen zu bewahren.
„Leise." Flüstert Jasper zu mir. Als er mich um einen weiteren Felsen führt. Ich folge seinen Fingerverweis und sehe wie sich irgendetwas bewegt.
„Ich versuche es von hier aus ruhig zu halten, bewege dich langsam und vorsichtig weiter." Sagt er zu mir. Und ich gehe oder versuche so vorsichtig weiterzulaufen. Ich brauche noch einige Schritte bis ich erkenne was es ist.
„Ein Murmeltiere." Sage ich laut. Eines der Tiere gibt einen schrillen Schrei ab und sie verschwinden im Bau.
„Es sind Fluchttiere." Sagt Jasper. „Ich kann sie für einige Augenblicke diesen Fluchtinstinkt etwas unterdrücken."
„Was bedroht sie denn hier oben?"
„Der Adler ist eine Bedrohung für sie, im Frühjahr, werden sie teilweise von Bären ausgegraben während sie noch Winterschlaf machen."
Noch während Jasper erklärt deutet Emmett in die Luft. „Ein Steinadler."
„Wow, ist der riesig." Sage ich, während er seine Kreise zieht, auf der Suche nach Beute.
Während wir weiter laufen, deuten die beiden ständig auf andere Tiere, von einigen kann ich teilweise nur eine Bewegung noch erhaschen. Doch noch nie habe ich so viele Tiere gesehen in freier Wildbahn, Dickhornschafe, Schneeziegen, verschiedene Vögel.
„Lust auf etwas abenteuerlicheres?" Fragt mich Jasper.
„Noch abenteuerlicher?"
„Ich dachte dich würde Edwards Leibspeise interessieren?"
„Hier gibt es Pumas?"
Jasper nickt. „Wir müssen allerdings ein Stück noch laufen."
„Laufen, wie ich laufe, oder laufen wir ihr lauft."
„Deine Entscheidung."
„Ich will euch nicht zu Last fallen." Sage ich.
„Bella."
„Es muss für euch doch schwer sein, mich tragen zu müssen."
„Spring schon auf." Und wieder ist es Emmett der mich trägt. Es ist etwas anderes als auf Edwards Rücken, Emmett ist leichtfüßiger als jeder Mensch, doch im Vergleich zu Edward doch etwas schwerfälliger.
„Wir sind oberhalb des Tieres." Sagt Jasper. „Bleibt beide hier und verhaltet euch ruhig. Ich versuche erstmal etwas näher an das Tier zu kommen und es ruhig zu halten." Ich spüre wie er noch eine Anweisung an Emmett gibt, bevor er losgeht. Es dauert nicht lang und er ruft uns zu sich. Emmett geht vor mir und verdeckt mich mit seinen Körper. Als wir Jasper erreicht haben, schiebt er mich zwischen sich und Jasper. Ich bin überrascht, das Tier ist nur wenige Meter vor mir, es ist völlig ruhig und putzt sich. Es beachtet uns nicht. Ich traue mir nichts zu sagen. Es ist einfach ein schönes Tier und ich hoffe, es wird niemals Edward begegnen.
Emmett schiebt mich wieder vor mich und dreht sich dann zu mir, ich folge seinem Beispiel und wir bewegen uns weg von dem schönen Tier. Als wir einen sicheren Abstand haben, ruft Emmett nach Jasper und alles was ich höre ist ein wütendes Fauchen des Tieres.
„Ich denke es hat uns bemerkt." Sagt Jasper.
„Ich dachte es hat dich angegriffen." Sage ich.
„Nein, schau alles heil." Er dreht sich einmal im Kreis vor mir.
„Lust auf Schwarzbären?"
„Ich denke mir reicht die Begegnung von vor hins." Sage ich.
„Auch keine Lust auf süße kleine Bären?" Fragt Emmett.
„Es ist sicher. Oder hast du Platzangst?" Fragt Jasper nach.
„Nicht dass ich wüsste."
„Dann spring auf, Sonnenschein."
Emmett rennt wieder mit mir durch das Gelände.
„Ich bin durch Zufall auf diese Höhle gestoßen." Er führt uns hinein, der Gang ist schmal und es wird immer finsteres. Ich greife nach Emmett.
„Alles in Ordnung."
„Ich sehe kaum noch was." Sage ich und werde immer unsicher. Plötzlich sehe ich ein helles Licht und über meinen Kopf bewegt sich irgendetwas, bevor ich mich besinne, kralle ich mich an Jasper fest.
„Willst du zurück?" Fragt mich Jasper.
„Es sind nur noch ein paar Meter, dann sind wir an den Durchbruch und man kann in die Höhle der Bären sehen."
„Probieren wir es." Ich löse meine Finger aus Jasper Sachen.
„Hier nimm' mein Handy, das Licht, wird dir etwas Sicherheit geben." Sagt er, ich nehme mit zittrigen Fingern das Handy und leuchte mir damit den Weg. Jasper hat ständig eine Hand auf meine Schulter. Während ich mich mit meiner Hand an Emmetts Jacke festhalte.
„Schau hier." Emmett hat recht, durch einen kleinen Durchbruch von vielleicht 50 Zentimeter kann man in die große Höhle schauen.
„Bleibt ihr hier. Ich geh den Bären ärgern. Er wird sicherlich zunächst die Jungen in die Höhle dirigieren." Sagt Emmett und ich spüre irgendwie seien Vorfreude.
Er drängt sich an mir vorbei. Jasper ist dicht hinter mir. Ich habe keine direkte Angst, aber ich weiß, ich bin ihm hier Schutzlos ausgeliefert.
Ich muss lachen als ich Emmett auf der anderen Seite den Bären anschreien höre und wie von den beiden erwartet, laufen zwei kleine Bären in die Höhle.
„Gib mir mal kurz mein Handy. Ich weiß nicht ob das funktioniert."
Ich gebe Jasper das Handy und er versucht mit der kleinen eingebauten Kamera ein Bild zu machen.
„Nicht perfekt, aber man kann die Bären erkennen." Die von dem Blitzlicht komplett erschrocken sind, aber zugleich auch neugierig sind.
„Schöne Tiere." Sage ich. „Aber ich denke wir sollten sie nicht länger beunruhigen."
„Jetzt wo es Spaß macht." Ruft Emmett. „Braucht ihr mich oder kommt ihr alleine da wieder raus."
„Ich denke wir können es allein meistern."
Jasper greift nach meiner Hand und führt mich. Aber irgendwie reicht mir in dieser Dunkelheit die eine Hand nicht und ich greife mit meiner anderen Hand nach seinen Arm. Ich hab Angst ihn zu verlieren. Er sagt nichts, sondern führt mich sicher Richtung Tageslicht.
„Mach die Augen zu." Sagt er. „Dann blendet dich das Licht nicht sofort." Ich schließe meine Augen und vertraue voll auf ihn. Selbst mit geschlossenen Augen kann ich die Helligkeit wahrnehmen. Ich blinzele erst mehrmals bevor ich meine Augen wieder komplett öffne.
Ich habe keine Ahnung mehr wo wir sind, aber ich bin mir sicher, dass meine beiden Begleiter es wissen.
„Jasper hattest du nicht etwas zu Essen eingepackt?"
„Ja, da vorn ist ein schöner Platz." Wir laufen noch so fünf oder sechs Minuten bevor wir diesen Platz erreichen, er ist windgeschützt, aber bietet dennoch einen wunderschönen Ausblick.
Ich sitze kaum als Jaspers Handy klingelt.
„Edward." Sagt er nur, und ich fühle mich sofort wieder in die Realität versetzt. Jasper spürt meine Emotionen. Er gibt mir einen Kuss auf die Schläfe bevor er den Anruf annimmt.
„Edward?"
Leider kann ich die Antwort von Edward nicht hören.
„Soll ich Bella denn gesehen haben?" Jasper drückt auf die Lautsprechertaste und ich kann nun auch seine Antwort hören.
„Sie sollte uns um zwei Uhr am Quad-Verleih treffen, doch da war sie nicht, und im Haus ist sie auch nicht und ein Teil ihrer Sachen fehlt."
„Ich kann sie verstehen, nach deinem Aufstand."
„Nerv du damit nicht auch noch. Ich dachte nur ihr habt sie vielleicht gesehen, da ihr die Straße entlang gefahren seid. Ich hab schon Charlie und Jacob angerufen, da hat sie sich auch nicht gemeldet."
„Ich bin mir sicher, dass es ihr gut geht."
„Helft ihr nun suchen oder nicht?"
„Eigentlich hatten wir andere Pläne als Bella suchen zu gehen."
„Ich dachte immer euch beiden liegt etwas an ihr." Damit legt Edward auf.
„Ich hab nie das Gegenteil behauptet." Spricht Jasper in den Hörer. „Außerdem haben wie sie schon lange gefunden. Ups ich denke er hat schon aufgelegt."
Ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen.
„Wolltest du nicht etwas Essen?" Fragt mich Emmett.
„Vielleicht sollte ich erst anrufen, aber ich hab kein Handy."
Beide halten mir ihr Handy hin und ich nehme Jaspers.
„Was hat die USA für eine Vorwahl?"
„001." Sagt Jasper.
Ich wähle die Ländervorwahl und den Dads Nummer.
„Dad ich bin es, Bella."
„Bella wo bist, was ist passiert, soll ich dich holen."
„Mir geht es gut. Edward und ich hatten einen kleinen Streit und bin aus dem Haus gelaufen und Emmett und Jasper haben mich aufgegabelt und jetzt waren wir wandern, sonst hätte ich dich schon eher angerufen."
„Gott sei Dank. Was ist denn passiert."
„Carlisle meinte es wäre gut, wenn ich mit jeden der Kids, eine Kleinigkeit unternehme, am Mittwoch war ich im Aquarium mit Alice, am Donnerstag mit Emmett in Science World, gestern bin ich mit Rosalie auf die Spitze des Whistlers gefahren und heute wollte ich mit Jasper einen Ausflug zu Pferd machen. Edward kam auf die Idee mich zu verfolgen. Ich habe ihn danach zur Rede stellen wollen, und das ist dann halt eskaliert. Ich bin abgehauen und Emmett und Jasper haben mich 200 Meter von der Hütte gefunden."
„Ich soll dich wirklich nicht abholen."
Ich schüttle mit dem Kopf, bevor ich merke dass er das nicht sehen kann. „Nein. Dad."
Jasper nimmt mir das Telefon ab.
„Chief Swan… Nein, ich bin Jasper nicht Edward… Ja genau Alices Freund, kleinen Augenblick, ich schalte den Lautsprecher ein." Jasper schaltet wieder den Lautsprecher an, so dass ich mithören kann.
„Chief wir würden sie gern um einen gefallen bitten. Wir sind der Meinung, dass Edward nicht so mit Bella umgehen kann. Und deswegen finden wir es erstmal eine gerechte Strafe, wenn er nicht weiß, wo sie ist. Könnten sie Edward anrufen und einfach nur sagen, dass es Bella gut geht. Mehr nicht."
„Kann ich machen, er soll sich ruhig noch ein paar Gedanken machen und was plant ihr?"
„Planen tut Alice, ich führe nur Befehle aus. Es war auch Alice Idee Edward zappeln zu lassen."
„Ich werde ihn anrufen und ihm mal gründlich die Meinung sagen, aber ich werde euch nicht verraten. Und Bella, du solltest vielleicht Jacob noch anrufen, er macht sich auch schon Sorgen."
„Das werde ich, Dad."
„Bis später."
„Bye, Dad."
Ich atme mehrmals tief durch, bevor ich Jacobs Nummer wähle.
„Bella, wo bist du, was haben die mit dir gemacht, ich komme dich holen."
„Jacob stopp. Mir geht es gut. Ich war mit Jasper und Emmett wandern, wir hatten keinen Handyempfang. Ich hatte mich mit Edward gestritten und bin abgehauen, bis die beiden mich nach ein paar hundert Metern aufgegabelt haben."
„Wir sind aber schon in Kanada. Geht es dir wirklich gut."
„Ja."
„Wir kommen aber trotzdem."
„Wir?"
„Embry ist bei mir."
Emmett nimmt mir das Handy ab.
„Jacob hör zu, ruf Alice an und lass dir von ihr die Wegbeschreibung geben. Und wir bräuchten dich für eine Notlüge. Wir wollen Edward zappeln lassen, er soll nur wissen, dass es Bella gut geht, aber nicht wo sie ist oder so was. Falls dich Edward noch mal anruft, kannst du ihm sagen, dass du Jasper ausgerichtet hast, dass es Bella gut geht."
„Warum?"
„Edward hat bei uns angerufen und Jasper meinte, Bella wird es sicher gut gehen, nur woher soll er das wissen."
„Von mir."
„Erfasst."
„Okay, ich werde dann Alice anrufen. Bis später."
Auch Emmett legt auf.
„Gut gedacht, Brüderchen."
„Ich sag doch, ich bin ein Genie."
„Hunger." Sage ich nur noch und Jasper reicht mir die Tasche wo er die Sandwichs und das Trinken verstaut hatte.
Wie erwartet dauert es nicht lang, bis Jaspers Handy erneut läutet.
„Wo ist Bella?"
„Warum sollte ich das wissen?"
„Tja, weil Charlie mir erzählt, hat dass sie bei euch ist."
„Warum soll er das getan haben?"
„Als ich erwähnte, welchen Leichtsinn du mit Bella gemacht hast, sie mit einen Motorrad mitzunehmen, war er ganz hörig und hat erzählt, dass sie bei euch seit. Also wo seit ihr?"
Ich merke, wie sich meine Augen wieder mit Tränen füllen. Wie kann mich Dad nur so verraten. Ich schluchze mehrmals.
„Nicht weinen Sonnenschein." Sagt Emmett zu mir.
„Nenn sie nicht immer Sonnenschein." Ruft Edward durch das Telefon.
„Du kannst mich mal Edward." Antwortet Emmett ihm.
Ich greife nach Emmetts Klapphandy und rufe Dad an.
„Bella."
„Dad, warum hast du Edward erzählt, dass ich bei Jasper und Emmett bin."
„Vorher wusste ich ja auch nicht was dieser Jasper für ein Rowdy ist, dich mich einen Motorrad mitzunehmen."
„Du bist genauso fies und gemein wie Edward." Ich lasse Charlie nicht mehr Antworten sondern klappe das Handy zusammen.
„Ich glaube unsere Bella hat mehr Kraft als man ihr zutraut."
„Emmett, sorry dein Handy…" Jetzt wird er mich auch hassen, ich fange wieder richtig an zu heulen.
„Der Grund, warum ich kein Klapphandy mehr habe." Sagt Jasper.
„Wo seit ihr?" Fragt Edward wieder.
„Lass mich in frieden Edward." Rufe ich einfach.
„Bella."
„Nichts Bella, lass mich einfach in Ruhe."
„Ich will einfach nur mit dir reden." Sagt er und ich glaube ihn fast, aber auch nur fast.
„Und mir sagen, dass ich mich beruhigen und nicht so hysterisch sein soll."
„Bella, beruhige dich. Ich will einfach nur reden."
„Dann sag mir warum du mir gefolgt bis?"
„Das will ich nicht am Telefon."
„Und ich will dich nicht mehr sehen." Sage ich und drehe mich wieder zu Emmett, als ich jedoch sein kaputtes Handy sehe ist es wieder vorbei.
„Emmett, sorry, wegen dem Handy…"
„Keine Sorge, Bella, das ist nicht das erste Handy das kaputt geht und es wird sicherlich nicht das letzte sein."
„Wo seit ihr?"
„Du hast Bella gehört, sie will dich nicht sehen."
„Komm schon Bella, ich werde zu dir kommen, dann können wir reden."
Ich antworte nicht, ich weiß dass es Edward ernst meint.
„Bella, ich verzeih dir für deine Vorwürfe, ich weiß, dass du es nicht ernst gemeint hast, als du sagtest, ich habe absichtlich die Pferde auf euch gehetzt."
Ich glaub es nicht. Ich glaub es nicht, ich glaub es einfach nicht. Er verzeiht mir.
„Du hast mich verfolgt und ich will wissen warum? Und bevor du mir keine vernünftige Antwort darauf gibst, will ich dich nicht mehr sehen." Jasper legt auf für mich.
„Ich glaub es nicht, was denkt sich Edward nur. Dass ich schuld daran bin? Er wird nach mir suchen?"
Jasper nickt nur, als sein Handy erneut klingelt.
„Jasper, Alice hat mich angerufen und meinte nur Planwechsel ich soll mich an dich halten."
„Charlie hat Edward erzählt, dass sie bei uns ist."
„Ist das Bella, die da weint."
„Ja. Und deswegen wollen wir Edward etwas davon heimzahlen."
„Ich bin dabei."
„Lauft bis nach Pemberton und folgt dort den Fluss aufwärts, circa 20 km weit. Wir werden euch dort treffen."
„Okay. Wir dürften dort so in 45 Minuten sein."
Wir verabschieden uns auch von Jacob.
„Was nun?" Frag ich.
„Edward mag zwar ein relativ guter Tracker sein, aber mit mir kann er es nicht aufnehmen." Sagt Jasper. „So einfach werden wir es ihm nicht machen."
„Aber irgendwann muss ich mich der Realität stellen." Sage ich.
„Aber nicht bevor wir uns mit den anderen verständigt haben, du darfst Edward nicht einfach verzeihen, du darfst dir nicht selber die Schuld geben." Sagt Emmett.
„Edward muss seine Grenzen kennen lernen, und desto schneller er das lernt, desto besser ist es für alle." Erklärt Jasper.
„Seh' es als Katz und Maus Spiel." Sagt Emmett.
„Oder Tom und Jerry. Und Jerry lässt sich auch nie fangen."
Irgendwie packt mich der Ehrgeiz, ganz so einfach sollte ich es Edward wirklich nicht machen.
„Dann lasst uns aufbrechen."
„Das ist die richtige Einstellung." Doch bevor wir losgehen klingelt das Handy schon wieder, ich will die Handyrechnung der Cullens nicht wissen. Jasper schaltet gleich den Lautsprecher an.
„Jasper, ich bin es Alice, Edward kennt unseren Treffpunkt, ich sehe euch am Skihit Mountain, ich versuche ihn weiter abzulenken."
„Danke Alice."
„Okay, Planänderung." Sagt Emmett.
„Nein, Alice kann das nicht gesehen haben, wegen den Wölfen."
Ich nehme mir das Handy und tippe – Netter Versuch, Edward – B und schicke Edward die SMS und reiche Jasper das Telefon zurück.
„Jasper, kannst du bitte Rosalie auch noch eine SMS schicken, dass mein Handy defekt ist."
„Erledigt. Und jetzt brauchen wir einen Plan."
