Ab jetzt gibt's wieder einiges hin und her springen zwischen den Schauplätzen, man beachte die fett geschriebenen Ortsangaben-istina
*****
Währenddessen im Moon-Lodge.
„Könnten Sie freundlicherweise den Manager dieses...", Dolores Umbridge verzieht angewidert ihr Gesicht. „...dieses Etablissements dazu holen?"
„Sie sprechen bereits mit der Besitzerin, Miss …?"
„Umbridge. Dolores Jane Umbridge. Ich bin die persönliche Assistentin des Ministers für Zauberei und Hexerei, Träger des..."
„Ja, ich habe schon mal von Minister Shacklebolt gehört, Ma´am", antwortet Felina genervt und versucht, die Anrede glaubhaft respektvoll klingen zu lassen.
In Wahrheit kennt sie die rosa Hexe natürlich gut genug um keinen einzigen Funken Respekt für diese übrig zu haben.
Denn Umbridges begeisterte Verfolgung von Halbwesen, für die Werkatzen nun mal gehalten werden,während ihrer Tätigkeit im damals todesserverseuchten Ministerium, hatte sich unauslöschlich in Felinas Gedächtnis gebrannt.
Auch diesen schmächtigen Lackaffen an Umbridges Seite, der mehrere rosa Einkaufstüten trug, hat sie sofort erkannt, nicht zuletzt an seinen roten Haaren.
„Miss Umbridge, Mister Weasley", grüßt der leitende Auror nickend, der die Ermittlungen am magisch abgesperrten Tatort im Hof der Bar untersucht und nun einen von Felinas Kaffees bestellt.
Diese bedient die riesige Muggelespressomaschine und stellt einen dampfenden schwarzen Kaffee vor den Auror.
„Was verschafft mir die Ehre?" fragt er seine beiden Ministeriumskollegen mit einem Lächeln, dass seine Augen nicht erreicht und erahnen lässt, dass die Ehre seinerseits nicht allzu groß ist.
„Mister Weasley und ich wurden zufällig Zeugen an dem weithin hörbaren Tumult, der sich hier ereignete und eilten natürlich sofort herbei um die Verursacher zu stellen", erklärt die kleine Hexe wichtigtuerisch und stößt Percy, ihren Ellenbogen fest in die Seite.
Seine Augen kleben förmlich an Felina, die in ihrer rein menschlichen, haarlosen Gestalt vornübergebeugt hinterm Tresen steht.
Er läßt vor Schreck einige der Taschen fallen, aus der jede Menge Katzenfigürchen und sonstiger Nippes kullern.
Dawlish, der Auror liest die Aufschrift der glänzenden Tasche.
„Muschis Paradies? Das ist nur eine Straße weiter! Haben Sie sich unterwegs verlaufen, oder warum kamen Sie erst DANACH `herbeigeeilt´? Das ganze Spektakel hat doch minutenlang angehalten, so zerflucht, wie alles da draußen ist", bemerkt er und verkneift sich ein Grinsen, als Dolores beschämt ihre Sachen acciot.
Eine junge Aurorin, etwas grünstichig im Gesicht, steuert auf Dawlish zu und hält ihm ein magisches Zellophantütchen hin, in dem sich ein paar blutige Brocken befinden.
„Das ist alles, was wir sonst noch finden konnten. Es lag auf einem alten Silbertablett, dass wohl einer bei Borgins weggeworfen hat. Der Torso wurde bereits abgeholt, Sir" meldet sie, wirft das Tütchen auf den Tresen und flüchtet hinaus an die frische Luft.
„Torso?", fragt Felina gespielt entsetzt, als wüsste sie nicht genau, was vor ihrer Tür vor sich gegangen war.
„Ja, Ma´am", beginnt Percy und ergreift schnell die Hand der offenbar einer Ohnmacht nahe stehenden, zierlichen Frau. „Misses Lestranges Leichnam wurde von mehreren dieser widerlichen Kreaturen angenagt, die sich unglücklicherweise hier in der Gegend tummeln", antwortet er mit beruhigender Stimme und tätschelt ihre zarte Hand.
„Woher wissen Sie das, Weasley?", fragt Dawlish misstrauisch und Dolores antwortet schnell für ihren geschwätzigen Begleiter.
„Einer ihrer überaus gewissenhaften Kollegen hat uns natürlich sofort Bericht erstattet, als wir hier angekommen sind."
Jetzt ist sich der erfahrene Auror noch sicherer, dass die beiden sich irgendwo hinter einer Mülltonne verkrochen haben, denn keiner seiner Leute würde mehr Worte, als unbedingt nötig mit denen reden.
„Ich brauche nur noch Ihre Aussage, Miss Felina. Und bitte antworten Sie wahrheitsgemäß, sonst muss ich Sie unter Veritaserum im Ministerium verhören."
„Ich kenne die offiziellen Vorgehensweisen des Ministeriums, Auror Dawlish."
Tatsächlich suchte das Ministerium schon seit Jahren nach Gründen, die eine Schließung des weithin bekannten, bei Werwölfen und anderen dunklen Kreaturen überaus beliebten Etablissements rechtfertigen würde. Niemand war es bisher gelungen, Felina auch nur eine abgelaufene Alkoholausschanklizenz nachzuweisen, hätten sie gewusst, dass ein Kobold sich um ihre Buchhaltung kümmerte, hätten sie womöglich aufgehört, ihre Unterlagen ständig zu prüfen.
Sie verhielt sich, wie eine tüchtige Geschäftsfrau, eine ganz normale Wirtin. Insgeheim wusste jeder in Großbritannien, dass alles, was sich nicht einmal die schmierigsten Apotheker oder Händler zu verkaufen trauten, man problemlos bei der „Katzenlady" bekam. Und wenn man(n) groß und stark war, gab´s den besten Sex des Lebens noch gratis dazu.
Genau dies- animalischer Sex- und eine nicht unwesentliche Menge Gold säuberte ihre Akte im Ministerium, denn selbst in der Nokturngasse waren Werwölfe nicht so gerne gesehen, was zu mindestens einer Anzeige pro Woche beim Ministerium führte.
Dort hatte sie zwar nicht ganz so einflussreiche Fans wie Lucius früher, doch erheblich mehr als dieser.
„Auror Dawlish, Dienstnummer 777.78. Tatort Moon-Lodge, Hinterhof, Nokturngasse 69, London. Aussage der Gastronomin Felina... Felina", Werkatzen haben keinen Nachnamen, genau wie Zentauren.
„Opfer: Bellatrix Lestrange, gesuchte Todesserin,", beginnt Dawlish sein Verhör und seine Protokollfeder schreibt sofort mit.
„Sie haben also nicht gehört, wann das Duell begonnen hat?", fragt er und richtet seinen Blick auf die Wirtin.
Felina sieht ihn etwas furchtsam an, als müsste sie ihm gleich etwas unanständiges gestehen.
„Sir, wie Sie vielleicht wissen... Ich ließ kurz nach der Eröffnung einen sehr starken Schweigezauber über die Bar legen, bei meinen Gästen geht es mitunter lautstark zu und ich wollte mich nicht noch unbeliebter bei den Nachbarn machen", erklärt sie leise, als fürchte sie eventuelle Mithörer.
Dieser Schweigezauber – Snapes abgewandelter Muffliato, vom Meister persönlich gesprochen- funktioniert hier natürlich nur in eine Richtung. Drinnen kann man sehr wohl hören, was draußen vor sich ging. Sie hofft, dass es eine Weile ruhig bleibt, damit sie nicht auffliegt.
„Da es sich dabei um einen...", sie klettert auf die Arbeitsplatte und lehnt sich über den Tresen, so dass sie Dawlish besser ins Ohr flüstern kann. Dolores neigt ihren grauen Kopf in ihre Richtung, während Percy Felinas gut positionierten Hintern angafft.
Auch Dawlish wird ein wenig nervöser, kann er doch aus seiner Position auf einem der Barhocker nun hervorragend in ihren Ausschnitt sehen, der Dank ihres nach vorne lehnens seine Annahme, sie würde keine Unterwäsche tragen, bestätigt.
„...um einen schwarzmagischen Schutzzauber handelt...nun... Sie verstehen?"
Er lenkt seinen Blick hoch in ihre unglaublich grünen Augen, was seine aufkommende Erregung nicht unbedingt abschwächt. Sie sieht ihn fast schon Schutz suchend an, eine zerbrechliche Frau, die über die Bar gelehnt vor ihm kniet und ihn ohne auch nur einmal zu blinzeln beinahe hypnotisch anstarrt.
„Zeugin konnte nichts hören, wegen der massiven Wände dieses alten Gebäudes", diktiert er der Feder und Felina lächelt ihn dankbar an, setzt sich auf ihre bloßen Füße und formt ein lautloses „Danke."
Dawlish schluckt schwer, neben ihm verliert Percy das Gleichgewicht, da er Felinas Bewegung mit dem Kopf gefolgt war und nun seinen Halt am Tresen verlor.
Er wirft ungeschickt einen der Hocker um, Felina springt graziös über die Bar und stellt ihn wieder hin, bevor er laut klappernd zu Boden fallen könnte.
Dann legt sie mit anerkennendem Blick ihre Hand auf Percys, zeichnet die hervortretenden Venen darauf nach.
„Sie sind sehr stark, Mister Weasley. Bitte versuchen Sie nicht, meine Bar zu zerstören", schnurrt sie und geht zu Fuß zurück hinter die Bar, sich seines Blickes auf das Muskelspiel ihres Hinterns, durch eine hautenge, weiße Hotpants hervorragend betont, sehr bewusst.
Beide Männer müssen erneut heftig schlucken, doch Dawlish im Gegensatz zu Percy nicht, weil er sich ein Aufstöhnen verkneifen will, sondern eher ein Auflachen. Schreibtischhengst Weasley und stark...
Dawlish durchschaut natürlich Felinas Becircerei, auch wenn er selbst nicht dagegen gefeit ist.
Percy kann seine Augen nicht mehr von ihr nehmen, er streicht sich versonnen über seine dünnen Ärmchen, als suche er seine von Felina erwähnte Stärke.
Abaqa, Felinas Bruder nähert sich der Theke, er trägt eine schwarze Schachtel in der Hand, die, wie sie sofort am Geruch erkennt, Dolohow geschickt hat.
„Entschuldigen Sie, ich darf doch? Es verdirbt sonst..."
Dawlish nickt und Felina nimmt die Schachtel entgegen. Sie öffnet sie und holt eine Flasche heraus, die gegen Licht geschützt in ein schwarzes Samttuch eingeschlagen ist.
Sie entkorkt sie und sofort breitet sich ein durchdringender, widerlicher Geruch aus. Die drei Anwesenden schlagen sich die Hände vor Mund und Nase, während Felina nach kurzem Zuprosten den gesamten Inhalt der eingewickelten Flasche leert.
Nun entfernt sie das Tuch, um die Aufschrift, die sie nur Dank ihrer verschärften Sehkraft erkennen kann, zu lesen.
„Neue Formel. Hält sechs Monate an", steht dort in Snapes strenger Handschrift.
Sie hält sich erneut das Tuch unter die Nase und saugt sehnsüchtig Dolohows Duft ein.
Obwohl sie weiß, dass nicht einmal sie dazu in der Lage ist, Antonins Bedürfnisse zu befriedigen... träumen durfte sie ja wohl noch.
Ihr Körper reagiert unmittelbar auf den herben Geruch nach frischem, männlichen Schweiß, der aus Dolohows Handflächen in das Tuch eingezogen war. Sie öffnet ihren Mund, streckt ihre Zungenspitze ein wenig heraus, versucht jede feine Nuance seines Duftes zu schmecken, bemerkte kaum, dass aufgrund ihrer aufsteigenden Hitze ihr Gesicht sich verändert. Ihr Herz schlägt heftig gegen ihre Brust, ihr Atem beschleunigt sich, ihre Sinne werden schärfer.
Doch ihre Träumerei wird von dem ekelerregenden Geruch nach toten Katzenhaaren und abgestandener Katerpisse unterbrochen.
„Geht es Ihnen nicht gut?", dringt die piepsige Kleinmädchenstimme von Umbridge in ihr feines Gehör.
Felina blinzelt so lange, bis dass Leuchten ihrer grünen Augen abflacht, sie fährt sich verstohlen mit der Zunge über die Reißzähne, die merklich länger geworden sind.
Ein kurzer Blick in den Spiegel zeigt ihr, dass sie kurz davor ist, ihre rein menschliche Erscheinung zu verlieren, sie reißt sich zusammen und schenkt Dolores ein Lächeln, das ebenso falsch ist wie deren Besorgnis.
„Danke, Miss Umbridge. Die Medizin... sie verstärkt kurzzeitig meine...Natur."
Dolores weicht wieder zurück und starrt die nun wieder ruhig atmende Werkatze fast schon panisch an, als fürchte sie, diese würde sie jeden Moment anspringen.
Diese Aussage war nicht ganz richtig, aber wenigstens führte sie dazu, dass Felina aus der scharfen Duftwolke dieser fürchterlichen Frau heraus kam.
Sie musste mindestens zwanzig Katzen beherbergen, sämtliche Kater hatten Dolores hässliche Strickjacke markiert, was sie wohl nur mit einem Reinigungszauber beseitigt hatte, statt sie auf Muggelart zu waschen, was den durchdringenden Geruch wesentlich effektiver beseitigt hätte.
Während Felina auf wackligen Beinen wieder hinter die Bar trollt, reibt die Naht ihrer engen Hose an ihrem pochenden, heißen Geschlecht.
Für einen Moment denkt sie daran, den sie anglotzenden Weasley ins Büro zu schleifen.
Quatsch! Igitt! Percy steht keine halbe Sekunde mit ihr durch.
Außerdem würde ihr Ansehen bei ihren Gästen sinken, wenn sie schon solche Schlappschwänze bespringt.
Wenn schon nicht Dolohow, dann ein ähnlich prächtiges Exemplar.
„Ihre Aussage, Miss", erinnert Dawlish und sie sagt ihm, was er hören will.
Ihre Gedanken wandern allerdings zu dem bulligen Muggel, der sie eindeutig faszinierend fand, statt sich – wie alle anderen gewöhnlichen Menschen - vor ihr zu fürchten.
Er weiß offenbar mehr als alle Zauberer die sie kennt, über ihrer Rasse, aber sie bezweifelt ernsthaft, dass er jemals wieder hier auftauchen wird.
Hoffe demnächst Längeres zu produzieren, hab ab So ein paar Tage frei. Der Job-Wiedereinstieg macht mich ganz schön müde ;-)-chr-istina
PS: Ich lass mich grad von einer gewissen Bruderschaft inspirieren, deren Autorin JR Ward Fanfictions verbieten ließ... ;-)
