Hallo! Das nächste Kapitel! Und es hat nicht mal mehrere Wochen gedauert!
smileman: Danke! Weisst du, so wie es aussieht sollte ich mir vielleicht doch nochmal überlegen, welche Tiergestalt ich Harry verpasse... Aber ein Vogel steht schon fest!
EinMarauder (): Ja,Phönixwär gut! - Würde aber nicht zu meiner Story passen... Dass Harry eine gewöhnlich nichtmagische Vogelgestalt annehmen wird habe ich schon festgelegt.
Mealla: Tja, ich bin momentan für einen Trakhener als Hermines Pferdegestalt... Aber ich muss mich über die Pferderassen noch etwas besser kundig machen...
Lythande 14: Ich hoffe auch, dass es jetzt etwas schneller vorangeht. Ich dachte an eine Rauchschwalbe (wird sich vielleicht noch ändern... Sorry Jo) einen Rotfuchs (was sonst?) und eine braune Trakhener-Stute (hab' irgendwo gelesen, dass die ziemlich groß sind und warmblütig, dh. keine Kaltblüter, kannst du dir Mine als Kaltblüter vorstellen? Also ich nicht)
Ok, dann erst mal los, zur Geschichte...
Kapitel 28: Clubs, Briefe, Geister
Am nächsten Morgen brachte ihm Professor McGonagall während des Frühstücks die Listen der Schüler, die sich für den neuen Club interessierten, ebenso, wie die Stundenpläne der einzelnen Jahrgangsstufen und eine von ihr vorgenommene provisorische Einteilung.
Neugierig ging Harry ihre Vorschläge durch. Die Hauslehrerin Gryffindors hatte drei Stufen in dem Club eingeplant. Die Unterstufe war für Schüler der 3. und 4. Klasse gedacht, die Mittelstufe für die 5. Jahrgangsstufe und in der Oberstufe fanden sich Schüler der 6. und 7. Klassen. Jede der Stufen war in mehrere Gruppen eingeteilt, bis auf die Oberstufe, die sich auf eine Gruppe beschränkte, da sich hier weniger Schüler eingetragen hatten.
Harry schmunzelte. Für den Anfang war diese Einteilung schon recht gut, aber er würde es trotzdem bei den ursprünglichen DA – Mitgliedern ändern. Ginny zum Beispiel wäre nicht sehr erfreut, wenn sie in die M-Stufe gehen müsste, wo sie doch den ganzen Mist in der Mysteriumsabteilung mitgemacht hatte.
Er nahm seine Feder und strich ihren Namen bei der M-Stufe aus und trug die jüngste Weasley bei der O-Stufe ein. Ebenso verfuhr er mit Luna. Dennis steckte er bei seinen Bruder Colin in die Mittelstufe. So ging er die anderen Schüler durch und stufte diejenigen auf, von denen er wusste, dass sie besser waren. Zum Schluss erkannte Harry, dass er alle ursprünglichen DA-Mitglieder, die beim Verteidigungsclub mitmachen wollten, in der Oberstufe eingetragen hatte, bis auf die Creevey –Brüder und noch ein oder zwei andere. Er bemerkte, dass Mariettas Name fehlte, fand das aber nicht sehr bedauerlich.
Allerdings fand er einen anderen Namen, auf den Harry ebenso gut hätte verzichten können.
‚Draco Malfoy' stand scharf geschwungen auf der Liste der Slytherin - Mitglieder.
Aufstöhnend schüttelte Harry den Kopf.
„Was ist los, Harry?" wollte Hermine wissen, die mit Rons Hilfe die Stundenpläne der verschiedenen Klassen miteinander verglichen hatte und die Zeiten zu setzen versuchte.
Harry schob die Liste, die er gerade in der Hand hielt zu ihr hinüber und murmelte: „Malfoy ist auch dabei."
„Was!" rief Ron entgeistert. „Den können wir doch nicht mitmachen lassen. Dieser Mistkerl will uns doch nur ärgern!"
Harry nickte düster und lies seinen Blick zum Slytherintisch schweifen. Malfoy saß dort, von seinen beiden Bodyguards flankiert, und bedachte Harry mit einem kalten, höhnischen Grinsen. Harry warf ihm mit hochgezogenen Brauen einen herausfordernden Blick zu, bevor er sich wieder seinen Freunden zuwandte und mit heldenhafter Anstrengung den Drang unterdrückte seinen Kopf mehrmals an die Tischkante zu schlagen.
Malfoy.
Konnte ihn dieser blasierte Schnösel eigentlich nie in Ruhe lassen? Zu allem Überfluss war der blonde Slytherin als Sechstklässer in der O-Stufe eingetragen, die er – Harry – selbst übernehmen musste. Natürlich würde er alles tun um Harry zu sabotieren und zu stören...
„Wir können Malfoy aber nicht ausschließen", meinte Hermine gerade. „Wir haben keinen richtigen Grund dafür."
„Er ist ein Slytherin", hielt Ron dagegen. „Das ist doch wohl Grund genug, oder?"
„Nein, das ist nicht Grund genug. Wenn wir damit kommen, müssten wir alle Slytherins ausschließen und das werden uns die Lehrer nicht durchgehen lassen, Ron", knurrte Harry. „Wir müssen uns einfach damit abfinden."
Hermine lächelte schwach. „Harry, Malfoy wird alles tun, damit du und der Club in Verruf geraten."
„Das heißt, Malfoy wird mich provozieren und sollte dabei irgendwas passieren, wird sein Vater wieder einen Riesenstunk machen. Wie damals mit Seidenschnabel", führte Harry leise aus. Hermine schaute die beiden Jungs beunruhigt an. Sie kannte Rons und Harrys Temperamente nur zur Genüge.
Harry sammelte die Pergamente und Listen zusammen und steckte sie in seine Tasche, dann nahm er die korrigierte Gruppeneinteilung, den Zeitplan und ein frisches Pergament.
„Egal", meinte er ernst. „Wir werden trotzdem morgen Abend unser erstes Treffen der O-Gruppe machen." Währenddessen schrieb Harry eine entsprechende Notiz. Dann schaute er seine zwei Freunde wieder an. Ron wirkte, als ob er mit der ganzen Situation überhaupt nicht zufrieden wäre, während Hermine ihn zweifelnd betrachtete. „Ich liefere das hier schnell bei McGonagall ab, dann können wir zum Unterricht." Damit stand Harry auf und eilte zum Lehrertisch.
Nach dem Unterricht saßen die drei Freunde im Gemeinschaftsraum. Während Ron und Hermine auf dem Schachbrett einen erbitterten Kampf austrugen, den das Mädchen wie immer zu verlieren drohte, schrieb Harry einen Brief an Lupin.
Hallo Remus.
Ich hoffe es macht dir nichts aus, dass ich dich duze. Du bist der letzte Freund meiner Eltern, der noch geblieben ist, der einzige, den ich noch als Familie betrachten kann.Wir haben seit diesem Vorfall im Ministerium nie so richtig miteinander reden können und ich wünschte, wir hätten Zeit um uns auszusprechen. Wo bist du gerade? Wie geht es dir? Was machst du? Kannst du mich irgendwann einmal besuchen, Remus?
Ich vermisse dich.
Und ich vermisse Sirius. Ich weiß, du trauerst ebenso wie ich.
Ich kann immer noch nicht glauben, dass er nicht mehr da ist. Es kommt mir manchmal wie ein Traum vor, oder sehr schlechter Scherz. Manchmal muss ich mich dazu zwingen mich daran zu erinnern, dass Sirius fort ist und nie mehr wieder kommt.
Es tut so weh...
Und was noch mehr weh tut, ist das Wissen, dass ich an seinem Tod schuld bin. Wäre ich nicht so dumm gewesen, diesem Traum zu glauben, dann wäre er noch am Leben.
Ich bin zu schwach, zu unwissend um in diesem Kampf von großer Hilfe zu sein. Das weiß ich jetzt. Aber ich habe mir geschworen, das zu ändern und niemals zuzulassen, dass wieder jemand wegen mir stirbt oder verletzt wird. Deshalb möchte ich Dumbledore bitten, mich im Kämpfen auszubilden.
Meinst du, er wird es tun? Oder sich um jemanden kümmern, der mich unterrichtet?
Ich hoffe es.
Die Hogsmeade - Wochenenden sind noch nicht festgelegt worden, aber ich schreibe sie dir, so bald ich sie weiß.
Hogsmeade. Hogwarts.
Ich schätze mal, dass du schon weißt, dass Dumbledore einen neuen Club für Verteidigung gegen die dunklen Künste eingeführt hat und dass ich ihn leiten soll. Natürlich mit Unterstützung von Ron und Hermine. Ohne die zwei würde ich dabei hoffnungslos untergehen, so viele haben sich eingetragen.
Von dem Wettbewerb der Tränkemeister weißt du sicher auch, oder? Im Februar findet er statt und zwei Kandidaten kommen von Hogwarts. Der eine Kandidat ist ganz sicher Snape, aber der andere... ich glaube, es ist Professor Darius Green. Kennst du Green? Ich meine, länger als seit er mit Bill befreundet ist und er Lehrer für Verteidigung wurde. Sein Unterricht ist wirklich interessant, aber ich glaube, die Fallen, die er uns als Demonstration bringt sind dem einen oder anderen Schüler nicht ganz geheuer.
Ginny ist jetzt Kapitän der Gryffindor – Mannschaft. Ich glaube, sie ist deswegen richtig aus dem Häuschen. Jedenfalls habe ich sie seit dem Willkommensfestmahl nur ein paar Mal ganz kurz gesehen.
Es sind gerade mal zwei Tage, seit die Schule wieder angefangen hat und ich fühle mich, als ob ich schon seit ein oder zwei Wochen hier wäre.
Ich glaube ich muss jetzt Schluss machen, Hermine besteht darauf, dass wir die Hausaufgaben jetzt sofort erledigen. Ich hoffe der Brief kommt schnell an und du kannst mir antworten.
Viele Grüße
Harry
Als er die Feder weglegte und Harry den Kopf hob, begegnete er dem ungeduldigen Blick seiner Freundin.
„Jetzt kommt schon, Jungs. Je schneller wir die Hausaufgaben erledigt haben, desto schneller können wir in den Keller gehen. Also los!"
„Da kann es jemand wohl nicht erwarten, was?" kommentierte Harry trocken.
„Na und? Ihr zwei brennt doch auch darauf weiterzumachen, oder irre ich mich?" konterte sie resolut.
„Schon gut, schon gut", beschwichtigte Ron Hermine.
Gemeinsam bearbeiteten sie ihre Aufgaben und durch ihre Vorfreude auf die nächsten Stunden in ihrem neuen Versteck flogen die Federn geradezu über die Pergamente.
Bald hatten Harry und seine zwei Freunde ihre Schulaufgaben bearbeitet, beendet und weggeräumt, so dass sie sich schließlich auf den Weg zu ihrem Versteck machten.
„Ron, Hermine", wandte sich Harry an seine Freunde. „Ich muss vorher noch schnell zur Eulerei, einen Brief abschicken."
„An wen denn?" Ron war stehen geblieben und schaute seinen Freund an.
„An Remus", antwortete Harry leise.
„Oh. Ja", kam es ebenso leise von Hermine. „Das ist gut. Ihr solltet euch nicht aus den Augen verlieren."
„Genau." Über Harrys Gesicht huschte die kleinste Andeutung eines Lächelns. „Geht schon mal vor, in den Keller. Ich komme gleich nach." Damit eilte Harry einen anderen Gang entlang, der ihn zur Eulerei führte. Er bog um eine Ecke und flog förmlich die Treppe hinauf. Dann rief ihn eine bekannte Stimme.
„Hey, Harry! Warte doch mal!" Ginny schloss zu ihm auf, als er stehen blieb.
„Wo wart ihr drei gestern Abend? Ich habe euch überall gesucht!"
Perplex starrte Harry seine Freundin an. „Äh, also..."
Ginny winkte ab. „Du brauchst es mir nicht zu sagen, wenn du nicht willst und darum geht es auch nicht."
Der junge Gryffindor betrachtete Ginny, wie sie ihn mit leichter Ungeduld und versteckter Neugier anschaute.
Nachdenklich biss er sich auf die Unterlippe. Bis jetzt hatten weder Ron, Hermine oder er selbst daran gedacht, die jüngste Weasley mit in ihren Kreis aufzunehmen. Mit ihrem Kopf und ihren Talenten wäre sie sicher eine große Hilfe. Andererseits war das, was er und seine Freunde versuchten illegal und gefährlich. Er wollte sie natürlich nicht in Gefahr bringen, aber, war sie als Schwester seines besten Freundes nicht schon in Gefahr? Harry beschloss Ron und Hermine vorher zu fragen, was sie davon hielten, ehe er Ginny einweihte.
„Und worum geht es dann?" fragte Harry vorsichtig, als sie gemeinsam den Weg zur Eulerei fortsetzten.
„Um das Quidditch – Team, was sonst?" kam die Antwort. „Also, wir brauchen zwei neue Jäger, da du und Ron Sucher und Hüter spielen und ich Jägerin mache. Außerdem will ich versuchen Kirke und Sloper zu ersetzen. Diese zwei sind ja nicht gerade genial, wenn es um Klatscher geht."
Harry lächelte schwach. Ginnys Beurteilung der beiden Treiber von Gryffindor war eine Untertreibung, die ihresgleichen suchte. „Okay. Das heißt also, wir müssen wieder ein paar Probetrainings machen. Aber wann?"
„Ich dachte, wir könnten morgen anfangen, oder uns zumindest einmal treffen und ein paar Strategien besprechen."
„Ähm, Ginny... ich habe für morgen Abend schon ein Treffen der DA-Obergruppe angesagt. Tut mir leid", sagte Harry entschuldigend. Er schaute seine junge Freundin vorsichtig an. Das letzte das er wollte war, dass Ginny auf ihn böse würde. Aber sie nickte nur.
„Hätte ich mir denken können, dass du gleich mit der DA loslegen willst. Na, dann machen wir es übermorgen. Oder ist der Tag auch schon verplant?"
Harry schüttelte den Kopf. „Ich glaube, wir müssen das Quidditch - Training mit den DA-Treffen besser koordinieren. Also, morgen DA und übermorgen Quidditch, okay? Ach, übrigens, ich habe dich in die O-Gruppe eingeteilt. McGonagall hätte dich in die M-Gruppe gesteckt."
Ginny grinste ihn an. „Ich weiß, ich habe den Aushang schon gelesen. Wenn du das nicht gemacht hättest, dann hätte ich dir ‚demonstriert', wie gut ich die Flüche kann, die du uns beigebracht hast."
Harry lachte leise. Dann schaute er sie ernsthaft an. „Genau deshalb habe ich dich ja aufgestuft. Ich wollte nun wirklich nicht riskieren, die nächsten paar Tage auf der Krankenstation verbringen zu müssen."
Ginny stoppte und begegnete Harrys Augen ebenso ernsthaft. Auch der Jugendliche blieb stehen und hielt ihrem skeptischen Blick stand.
„Wirklich, Harry?" war die nächste Frage.
Todernst.
„Absolut", kam die ruhige Antwort.
Nach ein paar ernsten, schweren Momenten brachen beide in schallendes Gelächter aus.
„Ehrlich, Harry, es ist toll, dass du mich bei den ‚Großen' mitmachen lässt", sagte die Weasley, als sie sich wieder beruhigt hatten.
Als Harry die Tür zur Eulerei aufmachte, schüttelte er langsam den Kopf. „Ginny, du hast es mehr als verdient, du warst – bist – eine der besten aus der ursprünglichen DA und du warst auch mit uns im Ministerium und hast dich gegen Todesser behauptet. Wer das schafft ist wirklich gut."
„Danke Harry", kam nach einem Moment eine leise Antwort. „Von dir so etwas zu hören ist ein großes Lob."
Harry drehte sich um und starrte Ginny überrascht an. Als er ihr schüchternes Lächeln sah, setzte sein Herz einen Schlag aus und er spürte, wie verlegene Hitze über sein Gesicht kroch.
Er lächelte wortlos zurück.
Dann senkte sich plötzlich ein Gewicht auf seine Schulter. Harry zuckte erschrocken zusammen und fuhr herum.
Hedwig kreischte empört, als sie durch die abrupte Bewegung ihres Herrn das Gleichgewicht verlor und von der Schulter geschüttelt wurde. Sie flatterte wieder nach oben auf eine der Sitzstangen und äugte ärgerlich nach unten.
„Oh, Hedwig, tut mir leid, das war keine Absicht", rief Harry zu seinem treuen Haustier. „Ich war nur überrascht, es war nicht so gemeint. Bitte komm wieder runter."
Nachdem die Schneeeule noch einmal tadelnd mit dem Schnabel geklappert hatte, schwebte sie sehr graziös herab und landete ausdrücklich elegant auf Harrys Faust. Er strich ihr sanft über das Gefieder und murmelte leise: „Hallo, Mädchen. Ich wollte dich nicht erschrecken. Tut mir leid, okay? Könntest du mir einen Gefallen tun und diesen Brief hier zu Remus bringen?"
Die Eule blinkte einmal mit ihren großen Augen und Harry lächelte sie an. „Gut. Ich weiß nicht wo Remus steckt, vielleicht ist er nicht mal in England, aber du findest ihn doch, oder?"
Hedwig krächzte kurz und streckte ein Bein zu Harry, damit er den Brief festband. Nachdem das getan war, kniff ihm die Eule noch einmal sanft in den Finger und flog davon.
Die Eule verschwand aus seinem Blickfeld und Harry drehte sich wieder zu Ginny um.
„Also, Harry, ich muss dann los", sagte sie zögernd. „Ich muss Kirke und Sloper finden. Und Hausaufgaben. Muss ich auch noch machen."
„Ja. Ähm", begann Harry. „Ron und Hermine warten auch schon."
Einen Moment lang schauten sich die beiden Gryffindorschüler an.
„Wir sehen uns dann. Heute Abend. Oder Morgen", fuhr Harry unsicher und stockend fort.
„Genau. Also... tschüss." Damit verschwand Ginny halb überstürzt, halb zögerlich aus der Eulerei.
Wenige Minuten später fand sich Harry beim Klo der Maulenden Myrte wieder, obwohl er sich nicht daran erinnern konnte den Weg überhaupt zurückgelegt zu haben. Als er sich vergewissert hatte, dass ihn niemand sah, drückte er die Tür auf und huschte hinein.
Verblüfft stehen bleibend starrte Harry auf das chaotische Bild das sich ihm darbot.
Gluckernd und sprudelnd schoss das Wasser aus allen Rohren und der Boden stand knöcheltief unter Wasser. Gerade als die Tür hinter Harry ins Schloss fiel, von den Wassermassen zugedrückt, floh eine herzzerreißend schluchzende Myrte in die nächste Toilettenkabine und ein lautes Platschen kündete davon, dass sich der Toilettengeist wieder mal in die Kloschüssel gestürzt hatte. Die heulenden Schluchzer wurden zu undefinierbarem Gegurgel, während Harry staksend durch das Klo watete. Bei seinen durchnässten Freunden angekommen fragte er: „Was ist denn hier passiert?"
„Weißt du, Harry, ich glaube die Theorie, dass in jedem Gespenst auch ein Poltergeist steckt ist richtig", antwortete Hermine trocken, während sie einen Zipfel ihres Umhangs auswrang.
„Verflixt noch mal, Harry! Nächstes Mal lässt du uns nicht warten, klar?" Ron starrte seine zwei Freunde missmutig - und tropfnass (wieder mal...) – an. „Besonders nicht in Gegenwart eines hypersensiblen, ewig pubertären, suizidgefährdeten, depressivem ... GEIST!" Das letzte Wort verwendete er in Ermangelung eines besseren Ausdrucks.
Harry hob abwehrend die Hände. „Hey, hey! Ganz ruhig, was ist überhaupt passiert?"
Die gurgelnden Toiletten stoppten und der Wasserstrom aus den Hähnen nahm ab, bis nur noch einzelne Tropfen heraus flossen.
„Keinen blassen Schimmer", raunzte Ron.
„Wir sind hier hergekommen und haben auf dich gewartet, alles völlig normal. Wir haben uns mit Myrte unterhalten und sie war sogar recht vernünftig, bis sie völlig durchdrehte und plötzlich der ganze Raum unter Wasser stand. Sie hat uns einige Zeit lang angeheult und ist dann buchstäblich abgetaucht, als du hereingekommen bist", fasste Hermine zusammen.
Langsam sank der Wasserspiegel.
„Und warum ist Myrte so durchgedreht? Ich meine, selbst sie ist nicht so... reizbar", fragte Harry vorsichtig.
Hermine zuckte mit den Schultern. „Ich fragte sie, ob, oder welchen Unterschied es zwischen Gespenstern und Poltergeistern gibt. Und dann wurde sie – so..." Sie umfasste den Raum mit einer Handbewegung. Etwas überrascht betrachteten die drei Freunde das Zimmer in dem nichts mehr auf Myrtes Gefühlsausbruch hindeutete – wenn man von dem noch immer feuchten Boden absah (das gedämpfte Wimmern in den Abflussrohren gehörte zum gewohnten Ambiente...).
„Ähm", kam der geistreiche Kommentar von Harry.
„Tja, äh", elaborierte sich auch Hermine, „ich glaube, wir sollten jetzt runter, was meint ihr?"
Ron nickte, packte Harry an den Schultern, drehte ihn um und schob ihn in Richtung des Eingangs zur Kammer.
Während Harry den Zugang öffnete, trocknete Hermine sich und Ron mit einem schnellen Zauberspruch und verwandelte wieder ein paar Blätter Pergament in die üblichen Decken. Kurz danach standen die drei Freunde am unteren Ende des Rohrs.
„Du, Hermine, weißt du, wie man auch ein paar Matratzen herbeizaubern kann? Für hier unten?", wollte Harry wissen.
Das Mädchen schaute ihn an und einen Schwung ihres Zauberstabs später lag eine dicke große Matratze, wie man sie in Muggelschulen für Hochsprung verwendete, am Ausgang des Rohrs.
„Harry, sag mal, warum hat das so lange gedauert?", fragte Ron seinen besten Freund.
„Ich bin Ginny über den Weg gelaufen", antwortete Harry, während sie den Tunnel entlang gingen. „Übermorgen findet unser erstes Quidditchtraining statt."
„Cool! Und weiter?", drängte Ron.
„Naja, wir brauchen zwei Jäger und, wenn's geht, zwei neue Treiber."
Ron grummelte eine zustimmende Antwort, als sie am Eingang ankamen und Harry auch diese Tür wieder öffnete.
Am toten Basilisken vorbei eilten sie zu ihrem ‚Hauptquartier', um an ihrem geheimen Projekt weiter zu arbeiten.
Okay, wie findet ihr Harrys Brief? Ist er etwas zu sprunghaft geworden? Hätte er Remus vielleicht doch Siezen sollen? Oder war er einfach nicht passend? Sagt mir was ihr denkt.
Ich weiß, dass ich doch noch ein paar Beschreibungen über die Kammer des Schreckens hätte einbringen sollen, aber irgendwie hat es sicheinfach nicht ergeben... Und, ja im Vergleich zu meinen anderen Kapiteln ist das recht lahm, das wird aber wieder, wenn ich die Strecke zum nächsten wichtigeren Abschnitt überbrückt habe!
So, und jetzt warte ich auf eure Reviews!
Thaia
