Kapitel 28

Mit einem leichten Stöhnen richtete Sharra sich wieder auf. Sich so leicht von einem Expulso weg hauen lassen. Also wirklich!

Er schien wirklich ein bisschen eingerostet zu sein.

Er klopfte sich ab und sah sich in dem Raum um. Es war ein runder Raum, nicht unähnlich einer kleinen Arena oder einem kleinen Amphitheater. Der Boden senkte sich zur Mitte hin ab und am tiefsten Punkt stand ein Torbogen, in dem ein alter zerfetzter Vorhang hing.

Sharra wollte schon wieder raus und weiterkämpfen, aber etwas hielt ihn zurück.

Er näherte sich dem Torbogen, hörte die Stimmen dahinter flüstern.

Er ging ein paar Mal um den Bogen herum

„Ooooh", entfuhr es ihm, „Wie aufmerksam. Ein Büffet."

Ohne zu zögern schritt er durch den wehenden, schwarzen Vorhang.

-oOo-

Einige Todesesser hatten einen Sirius Black in die Ecke gedrängt. Sie richteten ihre Zauberstäbe auf den Animagus.

Sirius hielt seinen Zauberstab fester. Er könnte vielleicht ein oder zwei von den Typen umnieten, aber das wär es dann gewesen.

Sein Hirn arbeitete immer schneller, als er in Panik einen Ausweg suchte.

Und plötzlich hörte er ein lautes Krachen.

Die gesamte Wand hinter ihm wurde in Einzelteile zerfetzt, als sich ein gewaltiger schwarzer Vogel in den Raum bemühte.

Ein gewaltiger Phönix, groß wie ein Haus mit riesigen, silbernen Augen.

Sirius reagierte schnell, verwandelte sich in seine Hundegestalt und rannte aus dem Weg, als der Vogel seinen Schnabel nach den Todesessern hackte.

Er erwischte einen und zertrümmerte dessen Körper augenblicklich.

Dann sprang er nach vorne und spannte seine Schwingen. Dabei riss er die Regale links und rechts um, sodass sie wie gewaltige Dominosteine umkippten.

Die Prophezeiungen zerschellten und tausende von geisterhaften Gestalten erhoben sich aus den Trümmern und ließen laut ihre Prophezeiung verhallen.

Aestor sprang nach vorne und kreischte auf, dann griff er die Todesesser und die Auroren an.

Einer der Todesesser tauchte hinter dem Monstrum auf und hob seinen Zauberstab.

„AVA-" *crunch*

Ein gurgelnder Schrei kam aus seiner Kehle als sich riesige, säbelartige Zähne in den Nacken des Mannes bohrten.

Meo hatte ihn in diesem Moment gepackt und zugebissen.

Mit einem dumpfen Geräusch ließ er den Körper auf den Boden fallen und starrte zu den Zauberern hinüber.

Nun werdet ihr dafür bezahlen, dass ihr mich wie einen niedere Kreatur behandelt habt!" fauchte er.

Ihr Menschen seid nicht mehr als ein kleiner Happen", ergänzte Aestor.

Dann gingen beide zum Angriff über.

-o-

Harry wich einem verfehlten Fluch aus und starrte überrascht, als plötzlich der Todesesser vor ihm in sich zusammenbrach. Snape stand hinter ihm.

„Er hätte dich töten können, Potter", knurrte der Tränkelehrer.

„Ja, ich weiß", murmelte Harry. Er riss sich zusammen und nutzte einen Protegozauber gegen einen ankommenden Schockzauber.

„Ich war auch ein bisschen abgelenkt!", gab der Schüler zu.

„Abgelenkt? Wovon?"

Wortlos deutete Harry auf das Loch in der Wand. Und auf den Torbogen dahinter.

Snape pfiff durch die Zähne. „Die Halle des Todes?"

„Was ist das für ein Torbogen?"

„Keine Ahnung", gab der Tränkelehrer zu, „Aber egal wer dort hindurch geht, er wird nie wieder kommen."

„Mr. Altaїr ist eben dort hinein gegangen!"

„WAS?"

Snape duckte sich, als ein Auror gerade gegen die Wand getrümmert wurde.

Ein grüner Lichtblitz schlug in den Mann ein, der sofort tot in sich zusammen sackte.

Bellatrix stand dort, ihre Augen blitzten vor Zorn.

„Ich wusste es, Severus!", kreischte sie wütend, „Du bist ein Verräter!"

Snape starrte zu ihr herüber, war aber verwirrt von dem Lichtschein, der von ihr ausging.

In dem Moment erkannte er, dass nicht sie leuchtete, sondern lediglich angestrahlt wurde.

Unsicher drehte der Tränkelehrer sich um und sah den Torbogen in der Halle des Todes in Flammen stehen.

Ein unheimliches Lachen drang zu ihm herüber. Sämtliche Kampfhandlungen wurden eingestellt.

Und alle starrten in die Richtung des Torbogens.

-o-

Gewaltige Flammen schossen hinter dem Zerfetzten Vorhang hervor, versengten alles in ihrem Umkreis.

Der Boden riss auf und Lava begann aus den Rissen hervor zu quellen. Sehr schnell überflutete sie den gesamten Raum und schwappte anschließend in die Halle der Prophezeiungen.

Harry trat entsetzt zurück als sich tiefe Spalten im Boden öffneten. Heißer Dampf und Gase traten mit einem lauten Zischen aus. Die Steinwächter, die gerade noch kämpften, zersplitterten auf einmal, sodass die Todesesser und auch die Auroren näher kamen.

Selbst die beiden Dämonen im Hintergrund stoppten ihre Bewegungen und starrten zu dem Hinüber, was gerade passierte.

Die Erde erzitterte mehrmals sehr stark, kam dann aber wieder zur Ruhe, als die gesamte Halle des Todes in ein Flammenmeer überging.

Und dort, direkt neben Harry und Snape tauchte ein Schatten auf.

Ein Mann mit langen, silbernen Haar und einem langen, schwarzen Mantel.

Seine Augen waren komplett grün, ohne weiß oder Pupille.

Schwarze Streifen zierten sein Gesicht.

Und dann verzog sich sein vorher neutrales Gesicht in ein dämonisches Grinsen.

„Wirklich sehr amüsant, wie ihr Würmchen gegeneinander kämpft."

Seine Augen leuchteten auf als sein Körper von Flammen umschlossen wurde.

„Dabei solltet ihr eure Kraft sparen. Ansonsten würde es ja langweilig werden, wenn ich euch vernichte!"

Seine Stimme hallte über das Brüllen des Feuers hinweg.

„Ihr solltet jetzt fliehen oder ihr werdet alle sterben!"

Gewaltige Flammen jagten durch die Halle, versengte drei oder vier anwesende Zauberer.

Harry hatte schnell gehandelt und Snape aus der Gefahrenzone gerissen.

Erst dann wagte er es, sich umzudrehen und in die Richtung des Silberhaarigen zu blicken.

Nur war dort kein silberhaariger Mann mehr.

Dort stand ein Weißes Monstrum.

Ein Höllendämon.