Jaqen
Wie gelähmt sass er da, Aryas leblosen Körper in seinen Armen. Unfähig, auch nur einen klaren Gedanken zu fassen.
In ihm tobte ein mindestens ebenso grosser Sturm wie draussen, in dem sich Wut, Panik und Verzweiflung einen erbitterten Kampf lieferten.
Warum hatte sie nicht dieses eine Mal
auf ihn hören können? Und warum hatte er zugelassen, dass es überhaupt erst soweit kam? Er konnte doch nicht einfach so hier knien und nichts tun...
Langsam legte ihren Körper wieder zu Boden und versuchte sich an das wenige zu erinnern, dass er irgendwo zum Thema Reanimation gehört hatte. Selbst wenn es nichts brachte, er wollte es zumindest versucht haben.
Mit Zitternden Fingern öffnete Jaqen die Knöpfe ihres Mantels und legte beide Hände übereinander auf ihren Brustkorb. Fest und in einem regelmässigen Takt presste er die Hände nach unten, während ihre leicht geöffneten grauen Augen durch ihn hindurch zu starren schienen.
Hin und wieder beugte er sich vor, drückte ihren Kiefer nach unten und versuchte Luft in ihre Lunge zu pumpen. Dann fuhr er mit der Herzmassage fort.
Immer und immer wieder wiederholte Jaqen diesen Vorgang, Minuten? Stunden? Tage? Er wusste es nicht. Die Kräfte in seinen Armen liessen irgendwann nach, doch er fuhr fort. Immer und immer wieder. Denn so lange er das tat musste er sich nicht der Tatsache stellen, dass sie tot war. Während Sonas Geburt und den Tagen danach hatte er sich immer damit beruhigen können, dass sie ja noch atmete. Diesmal war das jedoch nicht der Fall, egal wie sehr er sich darum bemühte ihr Herz wieder zum schlagen zu bringen.
‚Hör auf' rief eine Stimme in ihm. ‚Es ist vorbei, sie ist tot. ' Er ignorierte die Stimme und fuhr fort, seine Arme schmerzten, seine Lunge brannte.
„Jaqen?" Er ignorierte die Stimme beugte sich vor und… sah in ein paar durchdringend graue Augen die ihn verwirrt musterten. „Was ist los?", ihre Stimme war heiser, ein leises Krächzen. Trotzdem hatte er in diesem Moment das Gefühl, noch nie etwas Schöneres gehört zu haben. Er sah sie an, nicht in der Lage, etwas auf ihre Frage zu erwidern.
„Tu das nie wieder." Die ersten Worte die über seine Lippen kamen, mindestens ebenso heiser wie ihre vorhin. Seine Arme, die immer noch neben ihrem Oberkörper ruhten weil er sich hatte herunterbeugen wollen gaben nach und er liess sich dicht neben ihr auf die Seite sinken, natürlich, ohne sie für den Bruchteil einer Sekunde aus den Augen zu lassen.
„Was ist los?", fragte sie noch einmal und sah ihn besorgt an. Momentmal, sie war besorgt?
„Du warst tot, das ist los." Er konnte die Wut in seiner Stimme kaum unterdrücken. „Du hast dich beinahe umgebracht." Jaqen atmete schwer, immer noch nicht ganz realisierend, was da vorhin alles passiert war.
„Aber aus einem guten Grund", erwiderte sie. Jaqen glaubte sich verhört zu haben.
„Es gibt nichts auf dieser Welt was es rechtfertigen würde, dass du dich selbst zu Grunde richtest. Weisst du eigentlich, wie viel Angst ich hatte? Eigentlich hatte er seine Stimme etwas lauter werden lassen wollen, doch sie war immer noch heiser und zitterte, somit war das Ergebnis davon eher erbärmlich.
Arya hob ihre rechte Hand und strich ihm beruhigend über die Wange, sagte aber nichts. Das einzige Geräusch das momentan im Zelt zu vernehmen war, war das sich langsam entfernende Donnergrollen von aussen und Sōnas Wimmern.
Arya löste ihre Hand von seiner Wange, beugte sich zur Seite und hob die Kleine hoch. Dabei zitterten ihre Arme jedoch so fest, dass Jaqen befürchtete, sie könnte sie fallen lassen.
Vorsichtig legte sie Sōna an ihre Brust.
Diese Idee verfehlte ihre Wirkung nicht, innerhalb kürzester Zeit waren dem Säugling die Augen zugefallen.
Arya griff mit der Hand nach unten um die Decke hochzuziehen, die Jaqen bei seinem Reanimationsversuch heruntergerissen hatte. Sie warf die Decke auch über Jaqens Beine und er rutschte automatisch ein wenig näher an sie heran bevor er die Decke nach oben zog.
„Arya, versprich mir, und bitte, versprich mir diesmal ehrlich, dass du nie wieder in einen anderen Geist eindringst. Wir finden einen anderen Weg um das mit Joffrey zu regeln." Sie lächelte müde.
„Versprochen, wir sind mit unserem Auftrag sowieso fertig. Nicht mehr lange und die sieben Königslande werden erfahren, dass sich ihr geliebter König in den Tod gestürzt hat."
„Joffrey ist tot?" Für einen kurzen Moment verspürte Jaqen so etwas wie Erleichterung, doch dann viel ihm wieder ein, das dieser Auftrag mehrmals beinahe Aryas Leben gekostet hatte.
„Mausetot." Sie rutschte noch etwas näher an ihn heran und bettete ihren Kopf auf seine Brust. Ihr Körper war immer noch kälter als seiner, doch so hörte er ihren Atem laut und deutlich.
Eine ganze Weile lang lagen sie einfach da, beide (ganz besonders er) zu aufgewühlt um einzuschlafen.
Jaqen wusste nicht woher, doch auf einmal überkam ihn das unbändige Verlangen sich herunterzubeugen und Arya zu küssen. Etwas, dass es in seinem Unterbewusstsein vielleicht schon eine ganze Weile lang vorgehabt hatte. Mit dem heutigen Abend war ihm wiedermal klar geworden wie schnell ein Leben doch enden konnte, warum also nicht die Frau küssen, die ihm im letzten Jahr so unendlich wichtig geworden war? Immer noch weigerte er sich daran zu denken, was passiert wäre, wenn Aryas Herz nicht mehr zu schlagen begonnen hätte.
Er rutschte ein wenig weiter nach unten, drehte ihr Gesicht in seine Richtung und küsste sie.
Es war ein leichter, sanfter Kuss. Trotzdem schien er noch intensiver und um einiges besser zu sein als der, in den schwarzen Zellen.
„Das wurde ja auch langsam mal Zeit", sagte sie grinsend als sie sich voneinander lösten. Er lachte und küsste sie ein weiteres Mal, wurde dann aber auch wieder nachdenklich.
„Hast du dir schon überlegt wie es weitergehen soll nachdem wir im Haus von Schwarz und Weiss waren? Mit uns?" Sie schwieg einen Moment lang.
„Nun ja, eigentlich wollte ich dir sagen, dass du dich wegen Sōna nicht gezwungen fühlen musst bei uns zu bleiben. Aber wenn ich das vorhin richtig gedeutet habe…", sie lächelte.
„Hast du wirklich geglaubt, ich lasse euch alleine?" Er war doch leicht erschüttert über diese Aussage.
„Nein, zu beginn- noch während der Schwangerschaft- habe ich eher befürchtet, dass du dich gezwungen fühlen würdest bei uns zu bleiben. Und das möchte ich auf keinen Fall." Nachdenklich fuhr er ihr durchs Haar.
„Na ja, es geht hier ja nicht nur um mich. Wenn du nicht wollen würdest das ich bei dir bleibe, wäre es ebenfalls deine Entscheidung." Sie schmunzelte.
„Sehe ich so aus, als würde ich dich jeden Moment wegschicken wollen?" Jaqen betrachtete ihre Lage nochmals etwas genauer, sie lagen hier, in einem kleinen Zelt eng aneinandergeschmiegt unter derselben Decke während Arya ihre gemeinsame Tochter im Arm hielt.
„Wohl eher nicht."
„Sehe ich auch so", erwiderte Arya und sie küssten sich erneut.
Obwohl auch er den Schlaf bitternötig gehabt hätte, blieb Jaqen noch eine ganze Weile wach und lauschte Aryas gleichmässigem Atem, genoss das Gefühl, dass sie so nahe bei ihm war.
Cersei
Der Sturm hatte wohl seinen Höhepunkt erreicht, denn Cersei musste sich beinahe die Ohren zuhalten wenn der Donner grollte und die Fensterscheiben erzitterten unter der Kraft des Windes.
Sie hatte nicht damit gerechnet, dass Joffrey diesen Vorschlag annehmen würde, doch es was das Beste so und irgendwie musste sie ihm das einschärfen. Nur wie? Wahrscheinlich hatte er sich in sein Zimmer verzogen und kochte vor Wut, sie wollte ihn noch ein wenig lassen. Spätestens morgen früh würde Cersei nochmal versuchen mit ihrem Sohn zu sprechen, vielleicht würde sie auch ihren Vater schicken. Da Jamie immer noch nicht hier war, war er der Einzige, vor dem Joffrey vielleicht noch ein wenig Respekt zeigte.
Ein Klopfen war an der Tür zu hören, das beim Donnergrollen beinahe untergegangen wäre.
„Herein", rief sie und liess Trant eintreten. „Was wollt ihr?" er schwieg. „Habt ihr Eure Stimme verloren? Was wollt ihr?", fragte sie noch einmal, diesmal mit mehr Nachdruck.
„Ich… Meine Königin…" Was war nur los mit ihm? Trant war doch sonst auch niemand, der lange um den heissen Brei herumredete.
„Joffrey". Sie sprang auf, „Was ist mit ihm? Trant schien sich noch unwohler in seinem Körper zu fühlen.
„Er ist tot." Sie sagte nichts. Tat so, als hätte sie seine Worte nicht gehört.
„Man hat seine Leiche…" Weiter hörte sie ihm nicht zu. Unter Schock rannte Cersei die beiden Stockwerke bis ins Erdgeschoss hinunter und stiess die Tür nach draussen auf, rannte in den Sturm hinaus. Sie musste nicht lange suchen, alle Wachmänner standen am selben Ort und sie wollte sich einen Weg hindurch bahnen.
Arme packten sie, es war ihr Vater wie sie bei einem der Blitze erkannte.
„Ich glaube nicht, dass du dir das ansehen solltest." Sie stiess ihn zurück, etwas das sie im Normalfall niemals getan hätte. Doch sie musste wissen, was passiert war.
Mit ihren Ellenbogen bahnte sie sich einen Weg durch die Wachmänner, hielt erst, als sie die zerschundene Leiche ihres ältesten Sohnes vor sich sah.
„Wie ist das passiert?" Ihre Stimme zitterte. Keiner antwortete ihr. „WIE IST DAS PASSIERT?!" Natürlich war ihr selbst klar, wie das hier passiert war. Sie befanden sich hier neben einem Turm und in seiner Leiche befand sich wohl kein ganzer Knochen mehr, doch sie musste es von jemand anderem hören um es endgültig begreifen zu können.
„Er ist gesprungen." Wie bei den Göttern konnte ihr Vater nur so ruhig sein, Joffrey war sein Enkel gewesen…
Sie viel auf die Knie. Wie hatte das nur passieren können?
Arya
Es war ein schönes Gefühl aufzuwachen und Jaqen dicht neben sich zu spüren, diesmal rutschte sie jedoch nicht weg (nun ja, er hatte beide Arme um sie geschlungen, von dem her war das mit dem Wegrutschen ohnehin so eine Sache…).
Sōna schrie nicht um ihren Hunger bemerkbar zu machen, nein, für einen Säugling war sie ziemlich schlau. Sie wusste woher ihre Nahrung kam und tastete mit ihren winzigen Händen an Aryas Brüsten entlang, doch durch das Hemd würde sie mit ihrem Unterfangen wohl wenig Erfolg haben und Arya zog das Hemd nach unten.
Während Sōna trank versuchte sie ihre Gedanken zu ordnen, was ihr letzte Nacht nicht wirklich gelungen war.
Nach dem Sturz in Joffreys Körper war alles um sie herum dunkel gewesen. Aber wie hätte sie auch ahnen sollen, dass es sie gleich umbringen würde? Jaqen musste sich wirklich grosse Sorgen um sie gemacht haben. Doch etwas Gutes hatte die ganze Sache dann doch, wie lange hätte es wohl sonst noch gedauert, bis es zu einer richtigen Aussprache zwischen ihnen gekommen wäre?
Endlich war das alles hier vorbei. Joffrey war tot, sie war mehr oder weniger glimpflich davongekommen und Sōna schien die bisherige Reise ebenfalls ziemlich gut überstanden zu haben.
Der Tag hatte sich schon bemerkbar gemacht nachdem sie aufgewacht war, obwohl eine Schneeschicht einige Teile des Zeltes abdunkelte. So waren sie geschützt und Arya hielt es nicht für nötig Jaqen zu wecken, jetzt wo er schon mal richtig schlief.
Erst nach geschätzten zwei Stunden als ein nicht besonders angenehmer Duft aus Sōnas Windel aufzusteigen begann, wand Arya sich vorsichtig aus Jaqens Armen und suchte in der Tasche nach einer frischen Stoffwindel. Die alte verschnürte sie so, dass auch ja nichts daneben gehen konnte. Sie würde die Windel später entsorgen, aber ihre Motivation um jetzt aus dem Zelt zu gehen hielt sich in Grenzen.
Nicht lange und Sōna war wieder eingeschlafen, Arya legte sie, dick in ein Tuch eingewickelt zu Boden bevor sie wieder zu Jaqen hinüberkroch und wieder unter die Decke schlüpfte. Jetzt da sie Sōna nicht mehr an ihrer Brust lag konnte sie sich Jaqen zuwenden und sich noch dichter an ihn schmiegen, augenblicklich legte er wieder die Arme um sie und es gelang auch Arya noch einige Stunden Schlaf zu finden.
Jaqen
Sie blieben noch fast zwei Tage am selben Ort um wieder etwas zu Kräften zu kommen. Die Erholung hatten sie beide nötig, im Durchschnitt hatten sie nur jeden zweiten Tag ein paar Stunden Schlaf bekommen. Er noch weniger als Arya, da sie selten „geschlafen" hatte.
Erst am Morgen des übernächsten Tages hatten sie die Tasche und das Zelt zusammengepackt.
Jaqen war darauf gespannt wie lange es wohl dauern würde, bis sich die Nachricht von Joffreys Tod verbreitete. Geheim halten konnten es die Lannisters vielleicht für eine gewisse Zeitspanne, doch irgendjemand würde reden und ab dann war es nur noch eine frage der Zeit bis die Nachricht alle sieben Königslande erreicht hatte. Wobei Braavos wohl die erste freie Stadt war die davon erfuhr. Braavos… Er erstarrte. Das Haus von Schwarz und Weiss würde vielleicht halbwegs zufrieden sein mit dem Ausgang des Auftrags (immerhin war Joffrey tot), doch bei der Bank von Braavos hatte er seine gewissen Zweifel. Immerhin befand sich die Gutschrift die Joffrey ihnen damals ausgestellt hatte immer noch in einem Felsspalt in der Nähe von Harrenhall.
„Was ist?" Arya hatte sein Zögern bemerkt.
„Nichts wichtiges", erwiderte er nur und ging weiter. Das konnte nun wirklich jemand anderes erledigen.
Es war kaum zu glauben, doch für dieses eine Mal lief alles ohne Probleme. Sie überquerten den Schwarzwasser wieder mit einer Fähre und konnten mit den letzten paar Münzen genügend Proviant kaufen um die Reise bis zur Krabbenbucht durchzustehen.
Dort fanden sie erstaunlich schnell ein Schiff, das nach Braavos fuhr und durch die Worte Valar Morghulis bekamen sie auch wieder recht schnell eine Kabine. Wobei Jaqen den etwas überraschten Blick den der Kapitän Sōna zuwarf nicht übersah, der rote Flaum ihrer Haare war gut sichtbar und ihre Augen schienen schon beinahe so neugierig wie die ihrer Mutter zu schauen. Natürlich sagte er nichts und sie bezogen ihre Kabine, ja, diesmal war es nur eine. Durch die unsicheren Zeiten waren viele Überfahrten nach Braavos gestrichen worden und fast alle Kabinen waren belegt, doch diesmal störte es sie nicht, nur eine zu haben. Für Sōna fanden sie auch einen guten Schlafplatz. Sie legten ganz einfach ein paar Decken und Felle in die Kiste, die für die Besitztümer gedacht waren und entfernten den Deckel. So konnte sie selbst bei grösseren Wellen nicht hinausfallen und hatte es zweifellos wärmer als in den vorherigen paar Wochen.
Da er die Seeluft mochte ging Jaqen normalerweise immer an Deck wenn das Schiff ablegte, doch diesmal blieb er bei Arya und legte sich neben sie auf die Pritsche. Wobei neben sie hier schon fast der falsche Ausdruck war, denn die Pritsche war nur für einen Menschen (wenn überhaupt) ausgelegt.
„Bist du überhaupt müde?", fragte er weil Arya allem Anschein nach einfach nicht still liegen konnte.
„Nein."
„Sollen wir nach oben gehen?"
„Nein." Sie stütze sich auf ihren Ellenbogen und küsste ihn. Anfangs nur langsam und zärtlich, doch dann kam wieder dieses gewisse etwas hinzu dass ihn doch sehr an die Situation in den schwarzen Zellen erinnerte. Diesmal versuchte er den Kuss gar nicht erst zu unterbrechen, doch als sie ein Bein auf die andere Seite seines Körpers legte und sich rittlings auf ihn setzte schossen ihm doch gewisse Bedenken durch den Kopf, Sōnas Geburt war erst gut zwei Monate her und er bezweifelte, dass- sollte es so sein- eine weitere Schwangerschaft ihrem Körper guttun würde.
Sanft aber bestimmt zog er sie wieder neben sich auf die dünne Matratze, wobei er den Kuss aber beibehielt.
„Spielverderber", nuschelte sie.
Sie hatten keinerlei Gepäck bei sich als sie vor dem Haus von Schwarz und Weiss standen, nur Sōna.
Er spürte deutlich das Arya mit jedem Schritt den sie sich dem Marmorgebäude näherten mulmiger zu mute wurde, ihm selbst ging es nicht viel anders. Obwohl sie natürlich keine „Angst" zu haben brauchten, man würde sie aus der Verbindung ausschliessen, zweifellos, doch mehr würde nicht passieren.
Es waren keine Leute zu sehen als sie die von Säulen gehaltene Halle betraten, nur die Priesterin, die gerade dabei war einige Kerzen zu entzünden.
Selbst sie konnte einen verblüfften Blick nicht unterdrücken als er sie dort so stehen sah, nach über einem Jahr und Arya mit einem Säugling auf dem Arm. Die Verblüffung wich einem schmalen Lächeln.
„Wir haben uns schon gefragt warum ihr euch so viel Zeit lasst, aber diese Frage dürfte nun wohl geklärt sein."
Der Priester kam nun ebenfalls hinzu.
„Das Geschenk wurde überbracht", sagte Jaqen knapp, nur um überhaupt etwas zu sagen.
„Ich nehme nicht an, das ist nicht das einzige, was ihr uns mitteilen wollt." Im Gegensatz zur Priesterin schien er nicht besonders überrascht, sondern viel eher belustigt zu sein.
