hi ihr :)

die Feiertage sind jetzt vorbei...so stressig...mein Geburtstag auch :((((

wir hoffen, dass euch unser neues Kapitel gefällt :)

Eileen& Lilith

PS: danke für die Kommentare. 2 an einem Tag :))

PSS: an Marie: danke für die Glückwünsche :)


,,Gebt mir eure Hände!", befahl Hermine, als im gleichen Moment Schritte auf dem Gang laut wurden.
,,Verdammt! Sie kommen.", rief Luna entsetzt und nahm den kürzesten Weg zu Hermine, in dem sie über das Bett hechtete. Sie kam aus dem Gleichgewicht, fing sich jedoch wieder so gut sie konnte und ergriff die Hand ihrer Freundin.
Währenddessen raffte Ginny das Zelt zusammen und zerrte es mit zusammengebissenen Zähne zu den wartenden Mädchen. Die Schritte verstummten geregt vor der Tür. Einen Augenblick waren die Drei innerhalb des Zimmers wie erstarrt... und in der nächsten Sekunde geschah alles auf einmal. Es kam ihnen unglaublich schnell vor. Als wolle die Gegenwart versuchen die Zeit wieder einzuholen.
Ginny warf sich nach verzweifelt nach vorne. Die anderen Beiden waren fast bei ihr, als Theodore plötzlich im Zimmer stand. Er begriff schlagartig was der Tumult zu bedeuten hatte.
,,Draco! Blaise!" brüllte er und streckte die Hand nach Luna aus, die ihm am nächsten war. Ihre Blicke trafen sich. Er sah das flehen in den Augen der Ravenclaw, die stille Bitte. Ohne darüber nach zu denken hielt er inne. Abermals schien die Zeit zuerst zu langsam und, mit dem eintreffen der anderen Slytherins, wieder zu schnell zu vergehen.
Draco und Baise standen im Raum, wie leibhaftige Dämonen. Ihre Augen waren zu Schlitzen verengt und sie wirkten bedrohlich. Sie fragten nicht, versuchten nicht sie zum bleiben zu überreden. Stattdessen kamen sie gefährlich zielstrebig auf die Mädchen zu. Malfoy war schon fast bei Hermine angelangt. Diese streckte sich verzweifelt, machte sich lang um Ginny erreichen zu können. Bloß einen Bruchteil bevor Draco sie mit einem Zauber fesseln konnte, bekam sie die Hand der Rothaarigen zu fassen und disapparierte sofort.

oOo

Draco starrte auf den Fleck, auf dem Hermine zuvor gestanden hatte. Sie war einfach weg. Genau wie Ginny und Luna.
"Verdammte Scheiße!", brüllte Theo von seinem Platz am Bett aus. Er raufte sich die braunen Haare und rieb sich übers Gesicht.
"Warum hast du sie nicht festgehalten?", schrie Blaise. Er konnte nicht glauben, dass die drei Mädchen einfach abgehauen waren. Der Schwarzhaarige lief auf und ab. Immer wieder stieß er gegen Draco, der immer noch ungläubig da stand. Mit gesenktem Kopf.
Nach einigen Minuten angespanntem Schweigen, sprach Theo: "Was machen wir jetzt? Wir können ja schlecht die ganze Sache verheimlichen." Blaise nickte zustimmend und setze sich endlich auf den kleinen, grünen Sessel. Mit einem Streichen seines Zauberstabs leuchtete endlich die kleine Lichtquelle des Zimmers.
"Irgendwie habe ich das Gefühl, als ob wir ihnen folgen sollten. Keine Ahnung weshalb, aber es macht mich jetzt schon wahnsinnig nicht zu wissen was mit ihnen ist.", klang Dracos Stimme, der sich nun mit dem Rücken gegen die pastellfarbene Wand lehnte. Blaise blickte seinem blonden Freund fest in die Augen und seufzte: " Ich sag's nicht gern, aber ich glaube, ich weiß was du meinst."

oOo

Flüche und gestöhnte Verwünschungen wurden ausgestoßen, als die drei in einander verrenkt und verheddert einen Abhang hinunter kullerten. Unten angekommen dauerte es seine zeit bis sie sich wieder sortiert und aufgerappelt hatten.
,,Sind wir hier richtig?" erkundigte sich Hermine und zupfte einen Zweig aus ihren Haaren.
Ginny sah sich kurz um. ,,Ja." Sie nickte erleichtert.
,,Ist jemand verletzt?" fragte Luna, während sie den Stoffbeutel vom Boden hob und die Dinge die heraus gefallen waren, wieder hinein steckte.
Die andern Schüttelten den Kopf.
,,Oh Gott, ich hatte so Angst uns zu zersplittern." gestand Hermine. Mit zitternden Fingern fuhr sie sich durch die Locken und stieß den Atem aus, ,,Das war so knapp. Beinahe hätte er mich gehabt-"
Wie betäubt standen sie da und starrten sich an. In ihren weit aufgerissenen Augen spiegelte sich Unglauben, Angst und Fassungslosigkeit.
,,Nein." wisperte Luna, ,,Nein, oh, verdammt. Nein!" Ihre Stimme wurde lauter und sie packte Ginny und Hermine an den Händen. ,,Wir müssen hier weg."
,,Sie werden uns folgen! Los apparier, Hermine. Schnell!" Ginnys Stimme überschlug sich.
Einen Moment lang war Hermines Gesicht ausdruckslos, fast so als hätte sie aufgegeben... dann straffte sie entschlossen die Schultern und fasste ihre Freundinnen fester. Kaum einen Liedschlag später fanden sie sich an einem kleinen Bach wieder und kurz darauf erschienen sie unter einer großen Weide, in einem Wäldchen. Kaum standen sie sicher auf den Füßen sank Hermine in sich zusammen. Auf dem Boden kauernd flüsterte sie: ,,Ich habe sie her geführt. Zu der Wiese von Ginnys Tante. Dort wären wir sicher gewesen. Sie werden uns finden!"
Besorgt wechselten die beiden anderen einen Blick. ,,Hermine?" fragte Luna vorsichtig und ging neben der Gryffindor in die Knie. ,,Hier sind wir doch auch sicher. Sie werden uns nicht finden."
Ginny legte eine Hand auf Hermines Schulter und lächelte sanft: ,,Ohne dich wären wir dort nicht weg gekommen. Wir wären noch immer in Gefahr. Stattdessen konnten wir fliehen!"
,,Aber wir brauchen Schutzzauber. Sonst werden Voldemort und seine Anhänger uns früher oder später entdecken. Das Grundstück deiner Tante war so gut geschützt. Keiner hätte es finden können wenn sie es nicht gewusst hätten..."
,,Wir wirken diese Zauber einfach über diesem Ort, ja?"
,,Das geht nicht!" Hermine hob den Kopf, ,,Solche Zauber sind unglaublich kompliziert. Außerdem ist keine von uns Volljährig. Wir können keine Magie verwenden, ohne damit unseren Standort zu verraten..."
,,Oh Merlin..."

oOo

"Was soll das heißen 'sie sind weg'?", brüllte Riddle. Seine tiefe Stimme schallte durch das ganze Anwesen, sodass jeder erschrocken zusammen fuhr. Nagini legte beruhigend ihren Kopf in den Schoß ihres Herrn. Draco, Blaise und Theo versuchten ruhig zu bleiben...nicht gerade einfach. Draco krallte seine Hand in den weichen Stoff seiner perfekt sitzenden Hose, während Blaise seine Finger verknotete und Theo immer wieder durch sein nun ziemlich verwuscheltes Haar strich.
,,Ihr hab zugelassen, dass sie disapperieren?! Ihr hattet sie geregt vor euren Nasen und habt nichts getan!" Die Vorhänge bauschten sich unter der unsichtbaren Macht, die den Raum erfüllte und eine Vase zersprang in tausend Scherben.
,,Wir kamen zu spät, mein Lord." Sie senkten die Köpfe. Die Menge von gläsernen Bruchstücken bedeckte den schwarzen Marmor-Boden des Festsaals. Die scharfen Splitter schnitten den knienden Jungen ins Fleisch.
Lucius trat vor, um seinen Meister zu beruhigen: "Herr, wir können immer noch ihre Spur verfolgen. Keine von den Dreien ist volljährig. Noch haben wir eine Chance, mein Herr."
"Ja, ja...sag Nymphadora sie soll Cornelius beauftragen, die Akten der Mädchen im Auge zu behalten."
,,Natürlich, mein Lord." Der Blonde Mann verbeugte sich und eilte davon, nicht ohne einen letzten Blick auf seinen Sohn zu werfen, der noch immer ehrerbietig den Kopf gesenkt hielt. Er war kein guter Vater für Draco gewesen, bei Leibe nicht. Aber dennoch wünschte er sich nun an dessen Stelle zu sein oder ihm wenigstens helfen zu können. Doch jeder in diesem Raum hatte seinen Stolz. Nicht zu Letzt Draco selbst. Er würde ihn nicht kränken indem er den Dunklen Lord um Gnade bat. Auch wenn Lucius es wollt... Ohne zurück zu sehen verließ er die Hall und schloss die Türe. Trotzdem klang Voldemorts Stimme schneiden hindurch...
,,Ihr werdet sie finden. Ihr werdet sie finden und zurück bringen, verstanden?!" Seine roten Augen nahmen einen dunklen Glanz an, ,,Selbst wenn es euer Leben kostet. Diese Mädchen dürfen nicht in die Hände der falschen Leute fallen."
,,Mit Verlaub." Theodore sprach leise und respektvoll, jedoch ohne Angst, ,,Wer sagt, dass wir nicht die falschen Leute sind?"

oOo

Den Zauberstab fest und sicher in der Hand, bahnte Ginny sich ihren Weg durchs Unterholz. Lange, dornige Ranken und Äste schlugen ihr wie Peitschen ins Gesicht. Knorrige Wurzeln brachten sie aus dem Gleichgewicht und ließen sie stolpern. Das Moos dämpfte ihre Schritte, während sie nach Verfolgern Ausschau hielt. Sie rechnete jeden Moment damit, dass eine dunkel vermummte Gestalt ihren Weg kreuzen und sie überwältigen würde. Doch alles blieb still. Die einzigen Atemzüge waren die ihren. Genauso wie der Herzschlag und das Rascheln der Kleidung. Immer wieder zuckte sie durch ein Knacksen der Äste zusammen bis sie bemerkte, dass sie selbst die Geräusche verursachte. Ginny schüttelte über sich selbst den Kopf und kämpfte sich weiter durch den dichten Wald. Ein kleiner Bach kreuzte ihren Weg. Sie musste sich beruhigen. Ginny konnte nicht beschreiben wie erleichtert sie war, wieder ihre Freundinnen zu sehen. Als sie sich bereit gestellte hatte Feuerholz zu suchen, hätte sie nicht gedacht, dass das so Nerven aufreibend sein würde...


Es tut uns soooooo unendlich Leid dass wir so lange nicht mehr geschrieben haben. Der Stress der Feiertage war schuld. Wir hatten beide einfach keine Ideen oder Lust weiter zu schreiben :)

jetzt wo das neue kapitel da ist...sagt uns doch wie ihr es fandet

Eileen& Lilith