We may have or lose it all

Shirley Blythe heiratete Una Meredith am letzten Dienstag im Mai des Jahres 1918.

Der Bräutigam trug einen alten Anzug, den seine Mutter in aller Hast so gut es ging angepasst hatte, und der beinahe passte. Den Vorschlag, doch seine Uniform anzuziehen, hatte er nicht mal mit einer Antwort bedacht und irgendwie überraschte das niemanden.

Die Braut trug das graue Seidenkleid ihrer Mutter, hoffnungslos altmodisch wie es war, was wohl zu gleichen Teilen Pragmatismus und Emotionalität geschuldet war. Dem Hochzeitsfoto von vor fünfundzwanzig Jahren war zu entnehmen, dass es auch einmal einen Schleier gegeben haben musste, aber der hatte das vergangene Vierteljahrhundert nicht überlebt.

Deswegen war es Anne gewesen, die am Morgen des Hochzeitstages ihren alten Schleier in das Pfarrhaus hinüber getragen und ihn ihrer baldigen Schwiegertochter angeboten hatte.

„Ich finde, eine Braut sollte einen Schleier tragen", erklärte sie und überreichte Una ihre Last aus weißem Nichts.

Die war offenkundig zu überrascht und gerührt, um einen kohärenten Satz formen zu können und stotterte: „Ich… vielen Dank… aber – aber ist das denn…"

Anne legte ihr beschwichtigend die Hände auf beiden Schultern. „Du bist jetzt auch meine Tochter, Una", erwiderte sie, „und ich fand den Gedanken immer romantisch, dass meine Töchter einmal in meinem Schleier heiraten würden."

Das letzte sagte sie mit einem kleinen Augenzwinkern hinüber zu ihrer jüngsten Tochter, die auf dem Boden kniete und die grauen Falten des alten Kleides ordnete. Rilla jedoch zog es jedoch vor, so zu tun, als habe sie nichts mitbekommen, auch wenn sie vielleicht für einen Moment etwas zu stark an der empfindlichen Seide zog.

Also drapierten sie den Schleier über Unas nachtschwarzem Haar und als die Braut vor dem Verlassen des Zimmers einen letzten Blick in den Spiegel warf, musste selbst sie zugeben, dass sie vielleicht noch nie so hübsch ausgesehen hatte. Was eitel sein mochte, das wusste sie, aber trotzdem war sie, die sie jahrelang klaglos im Schatten ihrer schönen Schwester gelebt hatte, froh, wenigstens an ihrem Hochzeitstag hübsch zu sein.

Die Hochzeit wurde nur im engsten Familienkreis gefeiert, denn weder Braut noch Bräutigam machten sich bekanntermaßen viel aus Menschen. Es gab weder Brautjungfern noch einen Trauzeugen, was zumindest Susan nicht ganz richtig fand, aber was bei näherer Betrachtung doch verständlich war.

Shirley hatte nur mit den Schultern gezuckt und gesagt, er habe sich im vergangenen Jahr nicht wirklich um alte Freundschaften bemüht, weder vom College noch aus der Luftwaffe, deswegen denke er nicht, dass jemand die Reise auf sich nehmen würde. Unter anderen Umständen hätte er vielleicht Walter gefragt oder Carl, aber da Carl ja nun tot sei und Walter nicht abkömmlich, würde er auch ohne Trauzeuge auskommen.

Una hatte Rilla gefragt, ob sie Brautjungfer sein wollte, vielleicht, weil es ihr wirklich am Herzen lag, oder weil sie sich verpflichtete fühlte oder vielleicht einfach nur, weil niemand sonst zur Verfügung stand. Faith, die natürliche Wahl, war in England und bereitete sich auf ihren Einsatz in französischen Lazaretten vor. Nan und Di, ebenfalls naheliegend, hatten ihr Bedauern aus Kingsport geschickt und erklärt, in der Prüfungsphase leider nicht von dort wegzukommen, zumal sie am Anfang des Studienjahres bereits zu viel verpasst hatten. Also war Rilla die einzige, die gefragt werden konnte.

Die Frage war daher nicht überraschend gekommen und so hatte Rilla genug Zeit gehabt, sich eine taktvolle Ablehnung zu überlegen.

Sie hatte sich für die Aufmerksamkeit bedankt, sich geehrt erklärt, dann aber darauf hingewiesen, wie klein die Hochzeit sein würde, nur die beiden dezimierten Familien, und dass Shirley keinen Trauzeugen haben würde und überhaupt… ob Una nicht auch fände, dass es ein bisschen komisch wäre, wenn sie, Rilla, unter dem Umständen Brautjungfer spielen würde? Ob Una das wirklich auch fand, war nicht klar, aber sie hatte dem dann doch zugestimmt und Rilla war der Merkwürdigkeit entkommen, als verheiratete Frau eine Brautjungfer sein zu müssen.

Also war es nur das Brautpaar, das dem Reverend Meredith gegenüber saß, der nicht umhin kam, festzustellen, wie sehr Una ihrer Mutter manchmal glich, und der durchaus gemischten Gefühls war, als er diese Hochzeit vollzog. Faith, das wusste er, hatte er vor langer Zeit verloren, aber Una war sein kleines Mädchen geblieben und so war es mit Stolz und Wehmut, dass John Meredith ihre Ehe zu einem anderen Mann besiegelte.

Hinter dem Brautpaar, als wohlwollende und gerührte Beobachter, waren neben den Eltern des Bräutigams und der Stiefmutter der Braut nur noch die treue Susan Baker, mittlerweile ein nicht wegzudenkender Teil der Familie, und die übrig gebliebenen Geschwister der beiden zugegen. Es hatte etwas komisch-tragisches, dass außer dem kleinen Bruce und Rilla niemand mehr da war, um die einst so lauten, fröhlichen Regenbogentalkinder zu vertreten.

Die Erkenntnis ließ Rilla für einen rebellischen kleinen Moment darüber nachdenken, im September doch aufs College zu gehen – nicht nach Kingsport oder Montreal, sondern irgendwo ganz anders hin. Toronto stand außer Frage, natürlich, aber für eine Sekunde sah die UBC ziemlich verlockend und Vancouver gerade weit weg genug aus. Aber dann glitt ihr Blick hinüber zu ihren Eltern, die mit Stolz die Hochzeit beobachteten und sie rief sich zur Ordnung – ihr Platz war nicht in Vancouver, nicht mal in Kingsport. Irgendjemand musste bleiben und wenn alle anderen gingen, blieb es an den Jüngsten hängen, das zu tun. Das war das Pech, das sie mit dem kleinen Bruce teilte – das niemand mehr nach ihnen geboren worden war.

Vorne versprachen sich Una und Shirley gerade, einander zu lieben und zu ehren, in Krankheit und Gesundheit – Shirleys linker Mundwinkel verzog sich bei den Worten kaum merklich – im Guten wie im Schlechten, bis das der Tod sie scheide. Amen.

Der Reverend ernannte sie zu Mann und Frau und – so einfach – war Una Meredith nicht mehr, war zu Mrs. Shirley Blythe geworden und Rilla, die Freudentränen der Braut mit nachdenklich gerunzelter Stirn beobachtend, fragte sich plötzlich, wer eigentlich bestimmt hatte, dass eine Frau mit der Hochzeit sogar ihren Vornamen aufgeben musste. Ganz so, als sei sie plötzlich kein eigenes Wesen mehr, sondern lediglich ein Anhängsel ihres Mannes – die Rippe, wenn man so wollte.

„Alles gut bei dir?", hörte sie da Annes leise Stimme von der Seite und spürte, wie ihre Mutter ihr die Hand drückte.

„Alles gut", flüsterte sie mit einem Lächeln zurück, „ich bin bloß – in einer merkwürdigen Stimmen, denke ich."

Anne nickte wissend und Rilla wurde mit einem Mal klar, dass ihre Mutter – dass sie alle – dachte, es müsse an Carl liegen. Dass ihre ‚merkwürdige Stimmung' daran lag, dass die Hochzeit von Una und Shirley ihr vor Augen führte, was sie und Carl niemals würden haben können. Dabei wusste sie ja nicht mal, ob sie es hätte haben wollen, wenn es nicht ohnehin unmöglich gewesen wäre.

Sie schüttelte den Gedanken weg, als sie nach vorne ging, erst Shirley umarmte und dann Una und ihnen alles, alles erdenklich Gute auf dieser Welt wünschte. Sie hatten es schließlich verdient, auch wenn die Worte nichts am Schicksal ändern konnten, was unzweifelhaft jeden von ihnen, auch das neu vermählte Brautpaar, ereilen musste.

Die Trauung nun beendet, machte sich die kleine Hochzeitsgesellschaft auf nach Ingleside – das Brautpaar in Gilberts neuem Modell T kutschiert – zum Hochzeitsessen. Susan und Rosemary hatten den ganzen letzten Monat (und, wenn sie ehrlich waren, schon ein bisschen länger) alles nur Mögliche von den Zucker- und Butterrationen abgezwackt und so war es ihnen gelungen, ein kleines Festessen auf den Tisch zu zaubern. Es gab so ziemlich jede Lieblingsspeise der Brautleute und zur Krönung sogar eine kleine Torte. Und als alle mehr als zu viel gegessen hatten und trotzdem noch die Hälfte über war, hatte Rilla schulterzuckend erklärt, ihre Schüler würden sich freuen, immerhin konnten manche von ihnen die Male, die sie im Jahr ein vernünftigen Frühstück im Magen hatten, an einer Hand abzählen.

Normalerweise hätten sie im Anschluss daran das Brautpaar in die Flitterwochen verabschiedet, aber Una und Shirley hatten früh klar gemacht, dass es für sie keine Flitterwochen geben würde. Zum einen, woher das Geld nehmen? Zum anderen, wohin fahren mit Shirleys Rollstuhl im Schlepptau?

Also wurden am Abend nur die Sachen der Braut aus ihrem Mädchenzimmer im Pfarrhaus, das sie schon lange nicht mehr mit Faith geteilt hatte, geräumt und in Shirleys Inglesider Anbau gebracht. Und so, in aller Schnelle, hatte Ingleside, das in den vergangenen Jahren nur noch daran gewöhnt worden war, seine Bewohnter nach und nach zu verabschieden, einen neuen Einwohner gewonnen.

Es war komisch, zu Anfang. Denn Anne, Susan und Rilla hatten sich das Haus stillschweigend untereinander aufgeteilt und wenn die Zwillinge da waren, wussten sie sich dem instinktiv anzupassen. Una musste ihren Platz dagegen erst finden und auch wenn sie höflich und zuvorkommend war, veränderte sie die Dynamik.

Sie veränderte auch, wie Rilla mit einigem Unwillen feststellte, die Dynamik zwischen den beiden jüngsten Blythe-Geschwistern. Das vergangene Jahr und besonders die letzten Monate hatten die zwei näher aneinander gebunden als jemals zuvor, aber Unas Einzug in Ingleside veränderte das naturgemäß. Denn sie war jetzt die wichtigste Person in Shirleys Leben und das sollte natürlich auch ganz genau so sein.

Und trotzdem, trotzdem konnte Rilla nicht verhindern, dass sie die Nähe zu Shirley vermisste, dass sie manchmal gar einen bösen kleinen Funken Eifersucht spürte, wenn sie abends am Wohnzimmer saß, das hundertste Bettlaken nähte und aus den Augenwinkeln das Glück der beiden beobachtete.

Es war ungerecht, natürlich war es da, und kleinlich und kindisch und vollkommen unaussprechlich. Aber es war auch wahr. Sie hatte Shirley an Una verloren, in gewisse Weise, und es gab Zeiten, das musste Rilla sich eingestehen, dass sie sich einsam fühlte.

Da half es auch nichts, dass die Nachrichten aus Frankreich nach wie vor ausgesprochen düster waren.

Zwar waren seit dem Frühling mehr und mehr amerikanische Soldaten nach Europa geschickt worden, aber den kriegsentscheidenden Unterschied, den sie alle erwartete hatten, als die USA mit ihrer schier unerschöpflichen Reserve an Männern endlich in den Krieg eingetreten waren, hatten die amerikanischen Soldaten bisher nicht erreichen können. Stattdessen behielten die deutschen Armeen weiterhin klar die Oberhand.

Dem Durchbruch an der Marne, zwischen Soisson und Reims, war ein Marsch nach Westen gefolgt und innerhalb weniger Tage standen die deutschen Truppen wieder an der Marne. Paris, seit März von deutscher Artillerie beschossen, war wieder in Schlagweite gerückt – so nah wie seit den schrecklichen Wochen im August 1914 nicht mehr. Und die Frage, die niemand auszusprechen wagte, war eindeutig: würde es ein zweites Wunder an der Marne geben können?

Zuerst kam ein deutscher Angriff bei Matz im Juni, der die Franzosen und Amerikaner zwang, sich fast fünfzehn Kilometer zurückzuziehen. Erst ein französischer Gegenschlag bei Compiègne am elften Juni brachte diese neue Offensive zum Stehen.

Und dann, im Juli, kamen die Nachrichten eines erneuten deutschen Angriffs an der Marne. Nachrichten, die sie zu gleichen Teilen erwartet und gefürchtet hatten. Das Ziel war klar – Paris. Denn wie sollten die Franzosen noch weiterkämpfen, wenn der Feind ihr Herz erobert hatte.

(Und, da waren Rilla und Una sich ausnahmsweise einig, Shirley konnte noch so oft versichern, dass Paris nicht kriegsentscheidend war und die Deutschen dumm, so viele Kräfte in der Champagne aufzureiben, die sie viel besser in Flandern eingesetzt hätten, um den Zugang zur Nordsee zu besetzen. Die Nachrichten aus Europa wurden dadurch keinesfalls erträglicher.)

Zwei, drei Tage warteten die Bewohner Inglesides mit Schrecken auf die neuen Nachrichten. Denn jeder Tag konnte derjenige sein, an dem der Angriff auf Paris verkündet wurde.

Bis, ja, bis das Blatt sich wendete.

Vielleicht war es das wirklich, das zweite Wunder an der Marne. Vielleicht hatte ein Gott oder irgendeine andere höhere Kraft die Hand gehoben und gerufen, bis hierhin und nicht weiter! Oder vielleicht war es am Ende doch einfach nur die alliierte Übermacht, die durch die ständige Zufuhr frischer amerikanischer Truppen immer deutlicher wurde, wie Shirley standhaft behauptete.

Was es auch war, die zweite Schlacht an der Marne, die den Deutschen den Durchbruch hätte bringen sollen, wendete das Blatt. Zunächst mochte es nicht danach ausgesehen haben, zumal nicht, als Berichte kamen, dass deutsche Truppen den Fluss bei Dormans überschritten hatten. Aber danach stockte die Offensive so schnell, wie sie begonnen hatte. Briten, Franzosen und Amerikaner warfen sich den kaiserlichen Truppen entgegen und – endlich – begannen damit, sie zurückzuwerfen.

Waren die ganzen vergangenen Monate des Jahres 1918 von Schreckensnachrichten geprägt gewesen, die jeden von ihnen gezwungen hatten, sich im Dunkel der Nacht mit der Frage zu beschäftigen, was passieren würde, wenn die Deutschen tatsächlich den Krieg gewannen, so begann im Juli eine neue Zeit. Eine Zeit, in der man nicht nur in Ingleside das Gefühl bekam, dass dieser Krieg vielleicht tatsächlich zu gewinnen war.

Es war ein Gefühl, dass auch die alliierten Soldaten in Frankreich teilen mussten, denn während der letzten beiden Wochen im Juli gelang es Franzosen und Amerikanern nicht nur, den deutschen Vormarsch endgültig zu stoppen, sondern durch eine Reihe gezielter Angriffe die deutschen Armeen immer weiter vor sich her zu treiben. Anfang August nahmen die Amerikaner Soisson ein und als die alliierte Offensive wenige Tage später an der Vesle zum Stehen kam, waren sämtliche Geländegewinne, die die Deutschen in diesem Gebiet 1918 erkämpft hatten, zunichte gemacht worden.

Zum ersten Mal, seit langer, langer Zeit, wagte man nun zu hoffen. (Und, wie Shirley feststellte, die Yankees hatten tatsächlich ihren Wert bewiesen.)

Und dann kamen die Nachrichten von der Schlacht bei Amiens.

Es musste eine entscheidende Schlacht sein, soviel war klar, und deswegen wunderte es nicht, dass die alliierten Oberbefehlshaber dafür auf das Kanadische Korps zurückgriffen. Die Kanadier, während der deutschen Frühjahrsoffensive weitgehend geschont, waren frisch und weithin bekannt als Truppe, der man schwierige Aufgaben guten Gewissens anvertrauen konnte.

Bei Amiens kämpften sie erstmals Seite an Seite mit den Australiern, diesen etwas merkwürdigen Dominion-Brüdern vom anderen Ende der Welt, die sich in den vergangenen Kriegsjahren jedoch ebenso sehr einen Ruf als effektive Stoßtruppe erarbeitet hatten wie die kanadischen Soldaten. Die Aufgabe der britischen Befehlshaber an die Soldaten aus den Töchterländern war klar – und wie erwartet, lieferten sie.

An einem Tag nur, dem 8. August, gelang es Kanadiern und Australiern zusammen mit britischen Truppen, die deutschen Armeen auf einer breiten Front um zehn Kilometer zurück zu werfen. Es war ein entscheidender Sieg an diesem Tag, von dem man später wissen würde, dass der deutsche General Ludendorff ihn als „schwarzen Tag des deutschen Heeres" bezeichnen würde. Nur zwei Tage später war das Gebiet, das im März erst aufgegeben werden musste, zurückerobert.

Und was Franzosen und Amerikaner im Juli begonnen und Briten, Kanadier und Australier an diesem 8. August auf die Spitze getrieben hatten, dass schickten sie sich nun gemeinsam an, zu vollenden.

Die Gezeiten hatten sich gedreht.

Die folgende zweite Schlacht an der Somme war demnach um so viel erfolgreicher als die erste, wenn auch kaum weniger blutig, und es war Ende August als Rilla in der Zeitung lesen konnte, dass die dritte britische Armee unter General Byng, der die Kanadier bei Vimy Ridge geführt hatte, die Stadt Albert befreit hatte.

Es war, überlegte sie, während sie die Zeitung zuschlug, fast nicht zu glauben. Dass innerhalb eines Monats sich alles geändert haben sollte. Denn Siege und Niederlagen hatte es in den letzten vier Jahren genug gegeben und man musste nur die deutsche Frühlingsoffensive ansehen um zu wissen, wie schnell das Blatt sich wieder wenden konnte.

Und trotzdem, es lag etwas in der Luft. Nicht die Hoffnung auf einen Sieg, denn darum ging es schon lange nicht mehr – und, ganz ehrlich, wer würde sich nach diesem Krieg schon als Sieger bezeichnen wollen? Aber die Hoffnung auf ein Ende. Die Hoffnung, dass es vielleicht keine weiteren vier Jahre mehr dauern würde, bis es vorüber war.

Ein Klopfen an der Tür riss Rilla aus ihren Gedanken. Seufzend und ein klein wenig unwillig, ging sie hinüber zur Haustür, um sie zu öffnen.

Draußen stand ein Telegrammjunge.

„Telegramm für Mrs. Ford."


Der Titel ist dem Lied „Respect the wilderness" der Band Sonata Arctica entnommen.