Disclaimer: *Gänseblümchen haltend* gehört mir... gehört mir nicht... gehört mir... *kurz inne halt, letztes Blütenblatt nehm* gehört mir nicht... *schluchz*
I'm SO SORRY.
Ich hab ein ausgebuchtes Wochenende und eine bisher stressige Woche hinter mir. Trotzdem war es nicht fair, euch nach diesem brisanten Ende so lange warten zu lassen. Ich hoffe der Inhalt dieses Kaps entschuldigt für das lange Warten. Bin mal gespannt, ob meine Finger überhaupt noch des Schreibens mächtig sind...
Vielen Dank für die tollen Reviews! Ihr seid mein Lebenselixier!
Jetzt haben wir schon über 7000 Hits! Und glaubt ihr, ihr könnt mir nach diesem Kap zu 200 Reviews verhelfen? Bitte? Wegen des... grandiosen Inhalts... Bitte?
Großen Dank an HaylesHayles, die dafür gesorgt hat, dass das Kap noch heute und (hoffentlich) fehlerfrei online geht. Ich könnte Stunden mit dir lachen. *knuddl*
Danke an meinen Mann, der mir dieses Kap erst ermöglicht hat. Ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist, aber ich muss sagen, dass Männer manchmal auf richtig gute Ideen kommen... xD
Viel... Vergnügen... *ROFL*
Überraschung!
„Wenn ich dir so nahe bin... wenn du mich so berührst... Verstehst du, wenn ich dir sage, dass ich... dass ich auch nur ein Mann bin...?" Und jetzt machte es endlich klick bei mir.
Deshalb war er so angespannt. Deshalb war er so nervös. Er ahnte, dass das passieren würde. Aber es störte mich nicht, ganz und gar nicht. Ehrlich gesagt, freute ich mich sogar sehr darüber, dass ich so eine Reaktion bei ihm auslöste. Ein Lächeln legte sich auf meine Lippen. Vorsichtig kniete ich mich hinter ihn. Ich legte meine Hände behutsam auf seine Schultern und spürte, wie er unter meiner Berührung erschauerte.
„Das macht mir nichts, Edward", versicherte ich ihm.
„Ich kann nicht... ich kann mich nicht... nicht so neben dir liegen...", stammelte er vor sich hin und schüttelte leicht den Kopf. Ich wusste nicht, was in diesem Moment über mich kam, aber ich ließ mich ganz von meinen Gefühlen leiten... vielleicht waren es auch meine Instinkte. Ich nahm meine Hände weg und rutschte näher an ihn ran, bis ich ihn fast berührte. Er schien so mit sich beschäftigt zu sein, dass er es gar nicht mitbekam. In einer zügigen, aber fließenden Bewegung schlang ich meine Arme um seine Mitte, legte eine Hand auf seine Brust, die andere auf seinen Bauch und schmiegte mich an seinen Rücken.
In dem Augenblick, da er mich spürte, seien es meine Hände oder mein Körper gewesen, spannte er sich erneut an und sein Atem ging hörbar schneller. Auch in mir breitete sich erneut das Feuer aus. Er fühlte sich unheimlich gut an. Ich genoss es, ihm so nahe zu sein und legte meine Wange an seinen Rücken. Seine Haut war absolut fest, straff, aber dennoch weich. Er würde ein herrliches Kissen abgeben. Ich nahm meinen Kopf wieder zurück und küsste ihn sanft auf den Rücken. Jeder Kuss sorgte dafür, dass er unter seiner schweren Atmung leicht zitterte.
„Es ist in Ordnung", flüsterte ich.
„Nein..." Es war nur ein Hauch eines Wortes, den er zwischen seinen Atemzügen ausstieß. Ich küsste ihn weiterhin, hoffte, dass es dadurch einfacher für ihn wurde, dass er verstand, dass es mich wirklich nicht störte. Wie selbstverständlich begannen meine Hände über seinen Oberkörper zu wandern. Edward stöhnte leise auf, sein ganzer Körper zitterte jetzt, sein Atem ging stockend. Es war ein... aufregendes Gefühl, diese Macht über ihn zu haben, was das Feuer in mir nur weiter ansteigen ließ. Ich wollte nicht wissen, welch inneren Kampf er focht, um sich davon abzuhalten, sich auf mich zu stürzen. Doch man konnte die Anstrengung deutlich an seinen Händen sehen, die sich verkrampft in das Leintuch krallten.
Ich zeichnete mit meinen Händen seine Muskeln nach, jeden Einzelnen, ließ mir dabei extra viel Zeit. Meine Hände wanderten jedes Mal ein Stückchen tiefer, hielten sich länger in Bauchhöhe auf und Edward gab fast schon regelmäßig ein Stöhnen von sich, was mir immer wieder eine Gänsehaut bescherte. Mittlerweile berührte ich seinen Hosenbund, ließ meine Finger von einer Seite auf die andere wandern und konnte dabei jedes mal den leichten Flaum spüren, der von seinem Bauchnabel nach unten führte. Ich biss mir vor Aufregung auf die Lippe, genoss den Schauer, der mir über den Rücken jagte. Sollte ich es wagen? Erneut übernahmen meine Instinkte die Führung und ich legte eine Hand über seinen Bauchnabel, folgte mit meinen Fingern der Spur in einer ganz langsamen Bewegung.
„Nicht...", keuchte er. Er schien sich bewusst zu sein, was ich vorhatte, aber der Widerwillen in diesem Wort war so schwach, dass ich darüber nur schmunzeln konnte. Ich gelangte wieder an seinen Hosenbund und das Feuer in mir bäumte sich auf, wollte losgelassen werden. Ich schloss die Augen, biss mir noch fester auf die Lippe und wünschte, dass ich hätte sehen können, was meine Hände gerade taten. Langsam, behutsam glitten meine Finger über seinen Hosenbund hinweg, nur ein kleines Stück weiter nach unten, bis ich ihn durch den Stoff berührte.
Und das war der Auslöser. Edward stöhnte laut auf, seine Schultern beugten sich noch weiter nach vorne. Automatisch nahm ich meine Hände weg und rückte von ihm ab. Ich blickte hinab in meinen Schoß, betrachtete meine Finger, die ihm eben noch so nahe waren, bevor ich die Hände lächelnd zu Fäusten schloss. Ich sah zurück zu Edward, der noch immer zitternd und um Atem ringend auf der Bettkante saß. Sieh dir nur an, was du mit ihm angestellt hast, versuchte mein Gewissen auf mich einzureden, aber mein Lächeln wandelte sich darüber nur in ein Grinsen. Mir war durchaus klar, was ich gerade angestellt hatte und ich war höchst erfreut darüber. So viel Mut hätte ich mir gar nicht zugetraut, aber meine Instinkte waren stärker. Edward richtete sich leicht auf, ich wartete.
„Entschuldige mich bitte", sagte er leise, stand auf und verließ ohne einen Blick auf mich das Zimmer. Kurz danach hörte ich nebenan die Badtür zufallen. Wieder musste ich schmunzeln. Er war einfach zu süß. Ich wusste ja, dass Männer auf bestimmte Berührungen dementsprechend reagierten, aber ich hatte Edward noch nicht mal richtig berührt und trotzdem war er so... erregt, dass er... also, dass er... das konnte ich mir dann doch nicht vorstellen. Aber... ich hoffte, noch Gelegenheit zu bekommen, das mit eigenen Augen zu sehen.
Während ich wartete, dachte ich darüber nach, warum ich das getan hatte. Es gab zwei gute Gründe, die dagegen sprachen. Erstens hatte ich ihm erst vorhin gesagt, dass ich nichts erwartete, rein gar nichts, und jetzt war ich diejenige, die die Grenze überschritt. Zweitens hatte er mir eben gesagt, dass ich aufhören sollte. Nicht wörtlich, aber der Sinn war klar. Trotzdem, ich wollte nicht aufhören. Ich wollte ihm nahe sein, nicht auf diese Art, sondern einfach nur bei ihm sein und das hieß, dass wir... das ‚Problem' erst aus der Welt schaffen mussten. Denn, auch das war mir bekannt, Männer mussten sich in der Regel eine gewisse Zeit erholen, bevor sie wieder bereit waren. Damit hatte ich meine Antwort. Da Edward selbst nicht dazu in der Lage war, musste ich eingreifen, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich spürte, wie mir das Blut nachträglich die Röte in die Wangen trieb. Es war schon komisch. Wenn ich nur daran dachte, war es mir peinlich, aber als es eben wirklich passierte, war es irgendwie... selbstverständlich? Das traf es nicht, aber mir fiel kein passendes Wort ein. Mein Instinkt war nun mal stärker als die Scham gewesen. Nach einigen Minuten öffnete sich meine Tür und Edward trat ein. Sein Blick war noch immer auf den Boden gerichtet, während er um das Bett ging.
„Besser?", fragte ich und versuchte, es ganz normal klingen zu lassen, als wäre das eben nichts weiter gewesen. Er setzte sich, drehte sich zu mir um, mied es aber, mich anzusehen und hatte einen sehr ernsten Ausdruck im Gesicht. Jetzt bekam ich doch ein schlechtes Gewissen. Es war ihm wohl ziemlich unangenehm, dass ihm das passiert war und ich hatte auch noch eine Teilschuld daran... Okay, ich allein hatte Schuld daran. Edward atmete tief durch und räusperte sich leise.
„Danke", murmelte er.
„Dann muss ich jetzt nicht die Luftmatratze holen?", fragte ich leichthin. Ich hatte mir diesen Satz extra zurechtgelegt, während ich wartete, um die Stimmung ein bisschen zu lockern und es klappte. Er lachte ganz kurz und sehr leise, schüttelte dabei leicht seinen Kopf, bevor er vorsichtig zu mir aufsah. Er wirkte noch immer unsicher. Ich lächelte ihn zuversichtlich an und er schüttelte nur wieder leicht den Kopf, lächelte aber zurück.
„Ich bevorzuge das Bett, wenns dir nichts ausmacht." Ich war mehr als erleichtert. Ich dachte schon, er sei eventuell sauer auf mich, so ernst wie er zunächst war.
„Natürlich nicht", antwortete ich und legte mich wieder hin. Edward folgte meinem Beispiel, zog die Decke mit sich und als ich mich dieses Mal an ihn ran kuschelte, schlang er seine Arme um mich. Endlich hatte ich, was ich wollte. Ich seufzte wohlig und vergrub mein Gesicht in seiner starken Brust. „Gute Nacht", flüsterte ich gegen seine Haut und er zog mich fester an sich.
„Schlaf gut", sagte er leise und küsste mir leicht auf mein Haar. Mit ihm an meiner Seite würde ich bestimmt sehr gut schlafen.
Langsam drang mein Bewusstsein zu mir durch. Es verlangte, dass ich aufwachte, allerdings verspürte ich keine große Lust dazu. Es war viel zu schön und zu warm hier in meinem Bett. Ich drehte mich rum, um weiterschlafen zu können.
„Guten Morgen." Erschrocken setzte ich mich mit einem Ruck auf. Mein Blut schoss mir in die Beine, mir wurde schwindlig und schwarz vor Augen.
„Oh", seufzte ich, hielt mir eine Hand an die Stirn und ließ mich zurück auf das Kissen sinken.
„Tut mir leid. Ich wollte dich nicht erschrecken", lachte es leise neben mir. Blitzschnell riss ich meinen Kopf herum und sah in die schönsten grünen Augen der Welt.
„Edward...", flüsterte ich. Ich hatte ganz vergessen, dass er ja auch noch da war. Er schenkte mir mein liebstes Lächeln. Wie konnte man nur so jemanden vergessen? Er lag auf dem Rücken, ein Arm hinter seinem Kopf, streckte seine freie Hand nach mir aus, strich eine Strähne aus meinem Gesicht und legte anschließend seine Hand an meine Wange.
„Hast du gut geschlafen?", fragte er. Ich starrte ihn noch immer etwas ungläubig an. Das war nicht nur ein Traum? Ich drehte mich zu ihm rum, kuschelte mich an ihn ran, musste mich vergewissern, dass er wirklich hier bei mir war. Er schlang seine Arme um mich und strich mir sanft über den Rücken. Das war definitiv kein Traum. Er war warm, seine Berührungen sorgten bei mir für Gänsehaut und ich konnte auch diesen überwältigenden Duft an ihm ausmachen. Den könnte ich mit Sicherheit nicht erträumen.
„M-hm. Sehr gut. Und du?", fragte ich noch immer leicht benommen.
„Hätte nicht besser sein können." Er festigte den Griff um mich, zog mich näher ran, so dass ich halb auf ihm lag und eines meiner Beine zwischen seinen. Langsam sah ich zu ihm auf und er lächelte mich liebevoll an. „Ich könnte jede Nacht so verbringen", sagte er leise. Das zauberte auch auf meine Lippen ein Lächeln. Daran könnte ich mich durchaus gewöhnen. Jeden Morgen neben diesem gottgleichen Wesen aufzuwachen, wäre der Himmel auf Erden. Aber ich könnte niemals meine Eltern davon überzeugen. Wie ich nur an Charlie dachte, wenn ich ihm unsere Beziehung erklären müsste, verzog ich missmutig das Gesicht. „Bella, ist alles in Ordnung?", vernahm ich Edwards besorgte Stimme und kam aus meiner Versunkenheit zurück. Ich sah ihn zwei strahlend grüne, aber traurig wirkende Augen und versuchte, zu lächeln.
„Ich musste gerade an Charlie denken", gab ich zu und spürte, wie sich Edward augenblicklich anspannte. Sein Gesichtsausdruck wurde sehr ernst und ich seufzte tief.
„Ich dürfte gar nicht hier sein", sagte er leise und ich sah ihn erschrocken an. Bereute er, dass er geblieben war? Er schien zu merken, was mir durch den Kopf ging, da er schnell noch etwas anfügte. „Dein Vater hat mir untersagt, das Grundstück zu betreten, geschweige denn das Haus." Erleichtert atmete ich aus. Ich erinnerte mich daran, wie Charlie ihn an der Tür abserviert hatte, schließlich hatte ich heimlich gelauscht.
„Er muss es ja nicht erfahren", sagte ich und Edward sah mich verwirrt an.
„Und wie willst du dann erklären, dass ich dich heute Abend abhole?" Jetzt war ich irritiert. Was hatte das eine mit dem anderen zu tun?
„Ich verstehe nicht", gab ich zu und sah ihn fragend an. Edward schloss kurz seine Augen, atmete tief durch und sah mich dann eindringlich an.
„Du willst deinem Vater nicht sagen, dass wir zusammen sind?" Seine Stimme klang fast schon ein bisschen wütend und überrascht starrte ich ihn an. Wann bitte hatte ich das gesagt? Ich ging unseren bisherigen Wortwechsel gedanklich durch und fand die falsche Annahme. Schnell schüttelte ich meinen Kopf.
„Du hast mich falsch verstanden. Ich meinte nur, dass er ja nicht erfahren muss, dass du heute Nacht hier warst. Ich muss ihm... ich will ihm natürlich von uns erzählen, aber das hier...", ich wedelte mit einer Hand um uns herum, „sollte er lieber nicht wissen, sonst macht er mich am Ende noch einen Kopf kürzer", erklärte ich und Edward atmete geräuschvoll aus, als ob er bis eben die Luft angehalten hätte, bevor er mich anlächelte. Er strich mir weiter über den Rücken und ließ seine Hand dabei relativ häufig über die freie Stelle zwischen meinem Top und meinen Shorts wandern, was bei mir immer wieder für Gänsehaut sorgte.
„Gut. Vielleicht erhalte ich so wenigstens Besuchsrecht. Was meinst du?", fragte er scherzhaft und ich lachte leise.
„Ich wills doch sehr hoffen." Ich hatte eine Hand auf seiner Brust und darauf mein Kinn gestützt, strich mit der anderen über seinen Oberkörper. Ich wunderte mich noch immer über seine perfekte Erscheinung. Gedankenversunken schweifte mein Blick von ihm ab und ich sah meinen Wecker auf dem Nachttisch. „Halb Zehn...", murmelte ich vor mich hin. „Wann musst du eigentlich gehen?", fragte ich und sah ihn wieder an. Ich wollte diese Frage zwar nicht stellen, aber früher oder später wäre es eh so weit gewesen, daher machte es genaugenommen keinen Unterschied. Edward zuckte mit den Schultern.
„Es müsste eher heißen: Wann will ich gehen?" Er lächelte, aber ich konnte nur fragend zurückstarren.
„Machen sich deine Eltern keine Sorgen?" Wieder zuckte er nur die Schultern und das irritierte mich noch mehr.
„Nicht in dem Sinn, wie du wahrscheinlich denkst", begann er zu erklären. „Sie wissen, dass ich weg bin und es ist nicht das erste Mal, dass ich nachts nicht Zuhause bin. Davon abgesehen, ich bin achtzehn. Ich kann machen, was ich will."
„Auch wieder wahr...", murmelte ich vor mich hin, überlegte, wie bzw. wo oder mit wem er wohl früher die Nächte verbracht hatte und verspürte im nächsten Moment ein leichtes Grummeln in meinem Magen. „Hast du Hunger?", fragte ich ihn.
„Was gibts denn?", fragte er lächelnd zurück. Ich überlegte kurz, was alles in den Schränken war, fand aber auf die Schnelle keine möglichen Zutaten für ein Frühstück.
„Weiß nicht. Was der Kühlschrank so hergibt", antwortete ich aus Gewohnheit und zuckte mit den Schultern. Edward sah mich kurz überrascht an, bevor er lachte und ich fragend zurück sah. Was hatte ich jetzt schon wieder gesagt?
„Klingt so, als ob euer Kühlschrank ein Eigenleben hätte", brachte er lachend hervor. Ich dachte einen Moment darüber nach, stellte fest, dass er Recht hatte und musste dann auch lachen. Wie wir uns wieder gefasst hatten, drehte Edward uns beide rum, so dass er über mir war, ein Bein zwischen meinen, stützte sich mit seinen Unterarmen neben mir ab und strich mit beiden Händen durch meine Haare. Er lächelte, küsste dann meine Nasenspitze und anschließend meine Lippen. Es war nur ein kurzer, sanfter Kuss und ich konnte gar nicht schnell genug reagieren, als dass ich ihn hätte vertiefen können. Edward betrachtete mich weiterhin, meine Augen, meine Nase, meinen Mund, seine Hände, die noch immer mit meinen Haaren spielten. Ich schloss die Augen. Wenn er so weitermachte, könnte ich glatt noch mal einschlafen. Ich hörte ihn seufzen, sah ihn wieder an und er schenkte mir ein schiefes Lächeln. „Ich bin noch kurz für Königstiger, dann können wir runter gehen." sagte er, küsste meine Nasenspitze und schlüpfte unter der Decke hervor.
Er stand mit dem Rücken zum Bett und streckte sich ausgiebig, während ich meinen Blick über ihn wandern ließ. Ich kam einfach nicht drüber hinweg, wie unglaublich... heiß er aussah. Jepp, das war das einzige Wort, das ihm annähernd gerecht wurde. Er sah lächelnd über seine Schulter zu mir, bevor er das Zimmer verließ. Ich drehte mich wieder rum, auf die Seite, kuschelte mich in die Decke und sog seinen Duft in mir auf. Noch etwas, woran ich mich gewöhnen könnte. In Zukunft musste ich wohl meine Bettwäsche mit in die Schule nehmen und Edward den ganzen Tag darin einwickeln, damit ich wenigstens immer seinen Geruch um mich hätte. Ich schloss meine Augen und vergrub mein Gesicht noch tiefer im Kissen. Gerade als ich dabei war, ins Land der Träume abzudriften, kam Edward aus dem Bad. Ich konnte hören, wie er meine Tür schloss, aber ich rührte mich nicht. Es war einfach zu schön hier. Es war einen Moment still und anschließend spürte ich, wie neben mir die Matratze nachgab, als er sich auf das Bett setzte und dann seine Hand, die mir sanft die Haare zur Seite strich.
„Hey, Dornröschen, aufstehen", sagte er leise an meinem Ohr. Ich brummelte vor mich hin und zog mir die Decke über den Kopf. So schön ich es auch fand, auf welche Art er mich weckte, so gern wollte ich noch liegen bleiben. Ich hörte ein gedämpftes Lachen und die Matratze veränderte sich erneut, als er sich bewegte. Und urplötzlich war meine schöne, weiche, kuschelige, warme Decke weg. Edward musste sie mit einem Ruck vom Bett gezogen haben.
„Uhh", gab ich fröstelnd von mir und kniff die Augen fest zusammen. Die Luft im Zimmer fühlte sich dermaßen kalt an, dass ich eine Gänsehaut bekam und meine Beine anzog, um mir wenigstens ein bisschen Restwärme zu bewahren. Langsam öffnete ich meine Augen, suchte Edward und funkelte ihn böse an. Er stand hinter mir neben dem Bett, in der einen Hand noch immer ein Ende der Decke haltend, während er mich völlig abwesend musterte. Seine Augen hatten wieder diesen dunklen Glanz und ich biss mir vor Aufregung auf die Unterlippe. Es gefiel mir, wenn er mich so ansah. Das versprach immer... interessant zu werden.
Er blinzelte ein paar Mal, leckte sich kurz über die Lippen, wobei ich ein Stöhnen unterdrückte, – Warum musste das auch so verdammt sexy aussehen? - und sah mich dann grinsend an, als ob nichts gewesen wäre. Sein Blick fiel auf meine Lippen, die ich noch immer marterte, und sein Grinsen schwand langsam, dafür kehrte dieser hungrige Ausdruck in seinen Augen zurück. Das war definitiv interessant. Ich spürte das Feuer das sich Stück für Stück in mir ausbreitete. Edward schloss seine Augen atmete tief ein und aus, bevor er sie wieder öffnete. Er lehnte sich zu mir runter, langte zügig unter meinen Rücken und meine Beine und zog mich zu sich hoch. Ich gab einen Schreckensschrei von mir und schlang meine Arme um seinen Hals, um mich festzuhalten. Er richtete sich vollends auf und hielt mich fest in seinen Armen. Erschrocken sah ich ihn an, aber er grinste wieder nur.
„Du bist ja federleicht", sagte er leise und ich spürte das Blut, das in meine Wangen stieg.
„Danke", flüsterte ich verlegen und senkte meinen Blick. Edward drehte sich um und lief los. Überrascht sah ich wieder zu ihm auf und wandte dann meinen Blick in die Richtung, in die er ging, nur um zu erkennen, dass er meine offen gelassene Zimmertür ansteuerte. „Du musst mich nicht –", setzte ich an und sah dabei zurück zu ihm, als er mich unterbrach.
„Ich möchte aber", sagte er bestimmt und sein Blick duldete keine weitere Widerrede. Ich dachte zunächst, er würde mich im Bad absetzen, aber stattdessen trug er mich den ganzen Weg runter in die Küche, scheinbar ohne Anstrengung, in der er mich endlich wieder auf meine eigenen Füße stellte. Ich hatte eigentlich nicht vorgehabt, im Schlafanzug zu frühstücken, aber so schlecht war die Idee gar nicht. Immerhin konnte ich so noch etwas länger Edwards durchtrainierten Körper betrachten. Er ließ seine Hände an meiner Taille und ich meine um seinen Hals. Er lächelte und beugte sich zu mir. Erwartungsvoll schloss ich meine Augen und als ich seine Lippen an meinen spürte, erwiderte ich diesen Kuss. Er dauerte nicht allzu lange, so dass mir die Luft ausgehen hätte können. Es war ein schlichter, aber süßer Kuss zur morgendlichen Begrüßung. Noch ein Punkt, den ich meiner Liste der ‚Daran-könnte-ich-mich-gewöhnen-Dinge' hinzufügte. Er löste sich wieder von mir und wie ich meine Augen aufschlug, sah ich in mein liebstes Lächeln.
"Ich mach uns Frühstück", sagte ich leise.
"Kann ich helfen?", bot er mir an, aber ich schüttelte leicht meinen Kopf und nahm meine Hände von seinem Hals.
„Lass mal. Das schaff ich auch ohne dich." Ich tätschelte dabei seine Brust, Edward nahm seine Hände weg, setzte sich an den Esstisch und beobachtete mich, während ich zum Kühlschrank ging, um zu sehen, was dieser denn nun wirklich hergab. „Toast und Eier?", fragte ich, nachdem ich mir einen kurzen Überblick verschafft hatte.
„Klingt gut. Und du bist dir sicher, dass ich nicht helfen kann?", sagte er erneut.
„Nein", antwortete ich kurz angebunden und nahm die Eierschachtel heraus. Ich lief ein paar Schränke weiter und holte eine Pfanne aus dem unteren Küchenschrank. Edward sog scharf Luft ein. Ich richtete mich auf und drehte mich mit fragendem Gesichtsausdruck zu ihm um. Er hingegen starrte sehr ernst auf den Tisch. Déjà-vu? Was hatte ich jetzt wieder gemacht, dass er leicht gerötet und verlegen wegsah? Ich ging die letzte Minute noch mal gedanklich durch. Eier aus dem Kühlschrank genommen, an der Anrichte entlang gegangen, nach unten gebückt, um die Pfanne... Das war es! Ich war nicht in die Hocke gegangen, sondern hatte mich vornüber gebeugt. Ich hatte ihm meinen Hintern geradezu ins Gesicht gestreckt. Der Gedanke daran ließ auch mir das Blut in die Wangen steigen.
Ich drehte mich schnell wieder um, damit er es nicht bemerkte, nahm meine Utensilien und eilte weiter zum Herd. Ich musste ab sofort aufpassen, wie ich mich bewegte, vor allem solange ich noch diesen Schlafanzug tragen würde. Ich stellte die Pfanne auf einer Platte ab, schaltete ein und gab noch etwas Öl hinein, das ich vom Regal über dem Herd runternahm. Jetzt hieß es warten, bis es heiß genug sein würde, bevor ich mich um den Toast kümmerte. Zwei warme Hände legten sich an meine Taille und ich zuckte erschrocken zusammen. Da ich ganz in Gedanken versunken war, hatte ich nicht bemerkt, dass Edward aufgestanden war. Dann spürte ich seinen warmen Atem an meinem Ohr.
„Darf ich?", flüsterte er mir zu.
„M-hm", sagte ich wie in Trance. Ich wusste nicht mal, was er wollte, aber dieser Samtstimme konnte ich sowieso keine Bitte abschlagen. Seine Hände wanderten ganz langsam von meiner Taille zu meiner Hüfte und dann... auf meinen Hintern. Ein Kribbeln durchzog meinen Körper.
„Mmmmmmm...", brummte er zufrieden und packte ganz leicht zu. Ein wohliger Schauer jagte über meinen Rücken und das Feuer in mir flammte erneut auf. Wieder folgte ich meinen Instinkten. Schnell schaltete ich die Platte aus, drehte mich zu ihm um und sah ihn direkt an. Er wirkte überrascht, seine Hände hingen neben mir in der Luft. Ich packte sie, legte sie zurück auf meinen Hintern und augenblicklich wurden Edwards Augen dunkler. Ich schlang meine Arme um seinen Hals, zog mich zu ihm hoch und er kam mir bereitwillig entgegen. Unsere Lippen krachten aufeinander, bewegten sich leidenschaftlich miteinander. Er war extrem stürmisch, suchte sofort Einlass und entlockte mir ein Stöhnen, als er meine Zunge massierte, daran sog und vorsichtig hineinbiss. Ich fasste mit meinen Händen in seine Haare, vergrub meine Finger darin.
Er legte einen Arm um mich, packte mich fester und zog mich zu sich hoch, so dass meine Füße in der Luft baumelten, ohne den Kuss zu unterbrechen. Ich spürte, wie er sich umdrehte, nur ein paar wenige Schritte ging und mich dann absetzte auf... dem Esstisch. Ich spreizte automatisch meine Beine, damit er ganz an den Tisch treten konnte. Es war eine unterbewusste Reaktion. Eine Hand packte mich im Nacken. Sein Atem fühlte sich unglaublich heiß in meinem Mund an. Er löste sich genau in dem Moment von mir, als ich fast vor Luftmangel umkam. Ich schnappte unaufhörlich nach wertvollem Sauerstoff, während er an meinem Hals weitermachte. Seine Küsse wanderten über meine Schulter, wieder zurück, an mein Schlüsselbein und über meine Kehle erneut an meinen Hals.
„Edward...", keuchte ich. Mein Atem ging jetzt so schwer, dass es mir eigentlich peinlich hätte sein müssen, aber mein Verstand hatte ausgesetzt. Ich überließ mich ganz meinen Gefühlen, die Edward gerade hervorragend manipulierte. Seine Hand glitt währenddessen langsam an meinem Oberschenkel entlang, hielt in meiner Kniebeuge inne und zog mein Bein dann an seine Hüfte. Er nahm seine Hand aus meinem Nacken, legte sie auf meinen anderen Oberschenkel und wanderte auch dort bis zu meiner Kniebeuge, um anschließend dieses Bein an die andere Seite zu führen. Ich verschränkte meine Füße hinter seinem Rücken und presste beide Beine fest an ihn.
"Bella...", sagte er leise mit seiner heiseren, rauen Stimme, bevor seine Lippen wieder mit meinen verschmolzen. Seine Hände wanderten über meine Schenkel langsam nach oben. Ein paar Finger schoben sich wenige Zentimeter unter meine Shorts, die andere Hand wanderte weiter, unter mein Shirt und begierig über meinen Rücken. Ich bekam eine Gänsehaut und zog mich unwillkürlich mit beiden Beinen fest an ihn. Überrascht hielt ich inne. Wir hatten unsere Lippen voneinander gelöst, atmeten schwer und unsere Hände waren wie erstarrt. Ich konnte ihn spüren. Und er... Er fühlte sich groß an. Ich rechnete damit, dass Edward jeden Moment einen Rückzieher machte, aber er sah mich eher abwartend an. Ich suchte in seinen Augen nach einer Antwort. Sie waren so tiefschwarz mit nur noch einem Hauch von Grün, wie bei einer Raubkatze auf ihrem Beutezug... Es war Lust... pure Lust...
Er würde nicht zurückweichen, diesmal nicht. Er wollte es. Er wartete lediglich auf meine Einwilligung oder Ablehnung. Darüber musste ich nicht nachdenken. Mit einem leisen Stöhnen küsste ich ihn energisch. Ich schob meine Zunge beinahe gewaltsam in seinen Mund und bearbeitete seine, bis ich ein Stöhnen seinerseits erntete. Erst danach gestatte ich ihm, das gleiche mit mir zu veranstalten. Wir schaukelten uns gegenseitig hoch. Keiner war bereit nachzugeben. Unsere Küsse wurden noch zügelloser, heißer, in freudiger Erwartung dessen, was kommen würde. Ich presste mich fester an ihn, wenn das überhaupt noch möglich war. Das Feuer war in jeder Zelle meines Körpers, als würde ich bei lebendigem Leibe brennen, aber es war herrlich. Meine Finger vergruben sich tiefer in seinem Haar, hielten ihn fester bei mir, so dass ich, hätte ich einen klaren Gedanken fassen können, Angst gehabt hätte, ihm weh zu tun. Ich sah nur ihn, spürte nur ihn, wollte ihn. Seine Finger schoben sich noch ein paar Zentimeter weiter unter meine ohnehin knappen Shorts, seine Hand wanderte gierig, aber langsam von meinem Rücken nach vorne...
„Oh!" Ich zuckte zusammen, wir erstarrten in unseren Bewegungen, rangen beide um Atem und blickten uns dabei erschrocken an. Das kam weder von ihm noch von mir... Langsam drehte ich meinen Kopf zur Seite. In der Küchentür stand Renee und starrte uns entsetzt an. OH! MEIN! GOTT!
Pfui! Sitz! Platz! Aus! Böse Finger! BÖSE FINGER! Ab in die Ecke und schämt euch!
So, jetzt muss ich erst mal... ins Bett...
Tiger! Wo bist duuuhuu?! *kreischend durch die Wohnung renn* xDDD
Bis zum nächsten Mal.
