Hallöle :) Hier ist das neue Kapitel. Ich finde wieder mal, dass es mir nicht so gut gelungen ist. Vor allem zum Ende hin. Da verlaufe ich mich irgendwie in der ganzen Geschichte xD Könnt ihr ja gleich selbst nachlesen^^

Ehm. Ich beende die Geschichte noch nicht^^ Ich werde sie fortführen … Ich hoffe, dass freut euch :D

Und wieder lange Rede, gar kein Sinn … Viel Spaß mit dem neuen Kapitel!
Die Charaktere und die Sendung gehören nicht mir!

„Hey!", grüßte Mashburn so überschwänglich wie irgend möglich und trat auf Lisbon zu. Diese sah ihn zunächst verdattert und dann ziemlich unwohl an. Sie hatte ihn nicht erwartet und um ehrlich zu sein, sie wollte auch nicht, dass er kam, denn sie war sich über viele Sachen noch nicht einig geworden in der kurzen Zeit.

„Hab gehört, dass Patrick schwer verletzt worden ist. Wie geht's ihm?"

„Er ist auf dem Weg der Besserung."
„Freut mich zu hören.", sagte er freundlich und ließ sich vor Lisbons Schreibtisch nieder, „Gehen wir essen?"

Lisbon sah hinunter auf ihre Akten und schüttelte sofort den Kopf.
„Nein, ich muss noch arbeiten. Ich war längere Zeit nicht hier, weil ich bei Jane im Krankenhaus war. Also habe ich viel aufzuholen."

„Ach, komm schon. Teresa, gönn dir eine Pause.", zwinkerte er ihr zu und war sich sicher, dass sie nachgeben würde.

„Nein, Walter. Tut mir leid.", antwortete sie mit fester Stimme und klappte die nächste Akte auf. Sie wollte nicht mit Mashburn unterwegs sein. Sie wollte erst mal mit gar keinem mehr unterwegs sein. Jane und sie hatten eine Pause eingelegt und die Beziehung nicht beendet. Somit gab es für sie keinen anderen Mann in ihrem Leben. Sie liebte Jane und er liebte sie. Sie brauchten einfach nur ein wenig Zeit, um wieder auf den Teppich zu kommen und weiter machen zu können.

„Was ist los mit dir Teresa? Du benimmst dich, als hättest du einen Freund und ich würde dich verführen wollen."
Wie kam er jetzt darauf? Weil ihre Stimme manchmal so zerbrechlich klang wenn sie sagte, dass sie keinen Freund hatte? Hatte er etwa bemerkt, dass sie geflunkert hatte und ihm nur erfundene Geschichten aufgetischt hatte?

„Teresa, ich bin nicht blöd. Sag mir die Wahrheit, hast du einen Freund, oder nicht?"

„Warum willst du das wissen, Walter? Was interessiert es dich?"
„Ich will wissen ob ich eine Chance bei dir habe, oder nicht.", sagte er in einem beleidigten Ton und sah sie erwartungsvoll an.

„Walter, ich … Ja, du hast recht. Ich hab dir nicht die Wahrheit gesagt … Ich habe einen Freund.", sagte sie nun trocken.

„Und wer ist es?", fragte er skeptisch, als würde er denken, dass das nur eine fade Ausrede war.

Lisbon lächelte verträumt als sie an Jane dachte, wie er fröhlich durch das Büro ging und sie immerzu angrinste. Dieser Anblick erfüllte sie wieder mit so viel Freude, dass sie sich in diesem Moment nach ihm verzehrte. So sehr, dass sie nicht lange fackelte und von ihrem Schreibtisch aufstand und sich auf den Weg nach draußen machte. Mashburn hechtete hinter ihr her.

„Gehen wir doch essen?", fragte er erfreut und stellte sich zu Lisbon in den Aufzug.
„Nein.", antwortete sie trocken, „Ich gehe jetzt zu Jane."
„Für ihn hast du Zeit, aber für mich nicht?", fragte Walter beleidigt und sah enttäuscht zu Boden.

„Ja, Walter, für ihn habe ich Zeit … weil er mein Freund ist.", sagte sie mit hocherfreuter Stimme und Mashburn sah sie verwundert an.

„Patrick ist dein Freund?"

„Ja. Seit mehr als fünf Monaten.", strahlte sie und trat aus dem Aufzug.

„Warum hast du es mir nicht vorher gesagt?"

Lisbon blieb abrupt stehen und schaute verlegen zu Boden. Ja, warum hatte sie es ihm nicht vorher gesagt? Weil sie sauer auf Jane war? Weil sie an der Beziehung zweifelte? Es gab viele Gründe …

„Wir hatten uns gestritten.", antwortete sie dann trocken und schritt zu ihrem Wagen. Immer noch dicht gefolgt von Mashburn.

„Kann ich mitkommen?"

„Nein.", sagte sie mit einer strengen Stimme und stieg in den Wagen. Sie würde Walter jetzt nicht gerne bei sich haben. Sie wollte zu ihrem Freund, der wahrscheinlich gerade das ganze Krankenhauspersonal in den Wahnsinn trieb. Sie wollte zu dem Menschen, bei dem sie sich am sichersten und wohlsten fühlte und da gab es nun mal nur einen … Patrick Jane.

„Mr. Jane?", fragte die Krankenschwester mit einer genervten Stimme. Wie sie es doch hasste in dieses Krankenzimmer zu treten. Dieser Mann meckerte den lieben langen Tag über alles mögliche. Erst war das Essen eklig, dann war das Bett ungemütlich, dann zog es in dem Zimmer und ihm war kalt, dann hatte der Fernseher nicht genug Sender und und und …

„Ja?", fragte er genauso genervt und schaute zur Tür.
„Sie haben Besuch."

Er nickte. Warum ließ diese dämliche Schwester den Besuch nicht einfach rein? Oh, man. Ihm war alles lieber als hier allein rum zu sitzen und Fern zu schauen. Er hätte sogar liebend gern Walter Mashburn hier gehabt, um mit ihm zu quatschen bzw. ihn zu analysieren und sich heimlich über ihn lustig zu machen. Hauptsache irgendwer war da mit dem er sich unterhalten konnte. Ziemlich ungewöhnlich für ihn, doch ohne viel Kontakt nach außen konnte sogar Jane nicht leben…
Rigsby war ja leider schon vor zwei Tagen entlassen worden. Er hatte ja auch nur einen Arm gebrochen. Ja, er war nun an die Büroarbeit gebunden, aber wenigstens konnte er schon wieder arbeiten und vor allem war er aus diesem beschissenen Krankenhaus gekommen. Jane hingegen durfte erst zu Ende dieser Woche raus. Sein gebrochenes Bein verheilte schon ganz gut, doch leider hatten seine Rippen bei ihm innerliche Verletzungen hervor gerufen, die leider etwas länger brauchten, um einigermaßen zu verheilen.

„Hey.", sagte Lisbon schmunzelnd, als sie Janes genervtes Gesicht sah und es sich sofort erhellte.

„Hey.", sagte er erfreut zurück und lächelte sie verliebt an.

„Wie geht's dir?"

„Es geht, aber ich werde es überleben."

„Ja.", sagte sie knapp und setzte sich an den Rand seines Bettes, „Was hat der Arzt gesagt? Wann kommst du raus?"
„Erst Ende der Woche … Ich versuche hier schon verzweifelt früher raus zu kommen, aber die lassen mich einfach nicht gehen.", jammerte Jane.

Lisbon strich ihm liebevoll über die Wange, was Jane einen verdutzten Blick entlockte. Sie kam ihm wieder näher, sie berührte ihn. Hatte sie sich etwa für eine Seite entschieden?

„Ich bleibe von mir aus solange hier bis du raus kommst."
„Musst du denn nicht arbeiten?", fragte Jane belustigt und fand zu seiner Selbstsicherheit zurück.

„Ja, müsste ich. Aber du bist mir wichtiger."

Über beide Gesichter huschte ein liebevolles Lächeln und Lisbons Berührung an Janes Wange machte ihn beinahe wahnsinnig. Wann würde sie sich wieder zu ihm runter beugen und ihn küssen? Worauf wartete sie denn noch?

„Es tut mir leid.", flüsterte sie leise, doch Jane legte einen Fingern auf ihre Lippen.

„Mir tut es leid."

Lisbon schmunzelte kurz: „Du hast nur versucht mich zu beschützen."

„Aber ich habe dich nicht gefragt, ob du damit einverstanden bist."
„Patrick, du fragst mich nie nach meiner Erlaubnis."

Beide lachten kurz. Ja, das tat er wirklich nie. Daran sollte er vielleicht in Zukunft arbeiten.

„Ich liebe dich.", flüsterte Jane nun und sah ihr eindringlich in die Augen. Und zum Glück erkannte er, dass ihre Augen dabei aufblitzten. Zusätzlich bestätigte ihr sanftes Lächeln, dass sie auch noch so für ihn empfand.

„Wie sollte ich dich nicht lieben?"
„Ja, wie solltest du nicht. Stimmt.", gab er gespielt selbstverliebt zurück und richtete sich langsam in seinem Bett auf. Eigentlich wollte er gerade seine Hände an ihr Gesicht legen und sie küssen, doch Lisbon kam ihm zuvor und drückte ihn wieder in das Kissen. Sie beugte sich über ihn und küsste ihn leidenschaftlich. Es würde alles gut werden. Jedes Paar hatte seine eigenen Probleme und bewältigte sie. Somit würden auch sie beide es schaffen. Vor allem war ein Problem doch schon aus dem Weg geschafft worden, denn Marc war tot und Jane brauchte nicht jede Sekunde um seine Lisbon bangen, dass ihr etwas zustoßen konnte. Dieser Kuss hatte etwas befreiendes an sich, denn plötzlich fielen alle Sorgen von ihnen ab und keiner machte sich mehr Gedanken um die Vergangenheit …

Eine Woche später …

„Lisbon!", ertönte es durch die ganze Etage und Bertram schritt mit schnellen Schritten durch das Büro. Was machte der denn hier?

Cho saß mit Rigsby am Konferenztisch und spielte Karten, Jane lag auf der Coach und van Pelt kümmerte sich immer wieder um sein Wohlbefinden. Janes Rippenbruch war gut verheilt und auch sein Bein konnte er schon wieder ein wenig belasten. Natürlich hatte er immer noch einen Gips an und lief mit Krücken durch die Gegend, doch wenigstens konnte er sich wieder bewegen und war nicht ans Bett gefesselt. Nur Lisbon saß in ihrem Büro und telefonierte. Bei ihr sah es wenigstens nach Arbeit aus. Doch als Bertrams wütende Stimme erklang, zuckten alle fünf Kollegen zusammen und schauten aufgeregt zu ihrem Boss, der gerade in Lisbons Büro stürmte.

„Lisbon.", sagte er noch einmal und funkelte sie böse an, „Wir sollten uns dringend unterhalten."

Lisbon sah recht überrumpelt aus und nickte zaghaft.

„Wo ist Jane?"

„Ich denke auf seinem Sofa."

„Holen Sie ihn!"

Lisbon nickte noch einmal und ging mit schnellen Schritten an ihm vorbei. Was war denn jetzt los? Hatte Jane wieder irgendetwas angestellt was sie nicht bekommen hatte? Vielleicht hatte es etwas mit dem Krankenhaus zu tun, Jane hat das Personal wirklich in den Wahnsinn getrieben und sie hassten ihn auf ewig.

Als Lisbon kurze Zeit später wieder im Büro ankam, lächelte sie ihren Boss unschuldig an. Sie hoffte inständig darauf, dass Jane jetzt keinen blöden Kommentar ablassen würde, wie sonst, denn ihr Boss sah nicht glücklich aus. Jane humpelte grinsend ins Büro und ließ sich erschöpft auf die Coach fallen, bis er Bertram frech angrinste.

„Uuuuh, Direktor Bertram. Was für eine Ehre. Mein lieber Scholli, womit haben wir das denn verdient?" Lisbons Hoffnungen wurden gnadenlos zerstört …

„Jane.", sagte Lisbon rasch in einem tadelnden Ton und Jane wurde sofort ruhig. Er hob unschuldig seine Hände und verdrehte dann die Augen. Wie vorsichtig sie immer war wenn der Direktor in der Nähe war. Das war schon fast spießig.

„Sie wissen warum ich mit Ihnen reden will?", fragte Bertram in einem angriffslustigen Ton und Lisbon und Jane tauschten ein paar fragende Blicke aus. Nein, sie hatten eigentlich keine Ahnung worum es hier ging.

„Es geht um Sie beide.", antwortete er für die beiden und wieder tauschten sie fragende Blicke.

„Jemand hat sich verquatscht.", half er ihnen auf die Sprünge. Natürlich fiel bei Jane sofort der Groschen, doch er konnte seine Reaktion darauf gut verbergen. Bei Lisbon dauerte es anscheinend noch …

„Ich verstehe nicht wovon Sie sprechen, Sir.", sagte Lisbon schließlich und ließ sich neben Jane auf dem Sofa nieder. Nun saßen sie beide dicht nebeneinander auf der Coach und schon ein Blinder konnte erkennen, dass sie mehr waren als nur Kollegen. Doch anscheinend fiel das Lisbon nicht weiter auf.

„Jane, Sie sind doch ein schlaues Kerlchen. Sie wissen doch bestimmt wovon ich hier rede.", stichelte Bertram und sah Jane fest in die Augen. Doch Jane tat völlig ahnungslos und zuckte mit den Schultern. Bertram wusste, dass er es schon längst geschnallt hatte worum es hier ging, doch er hatte keine Lust auf Janes dämliche Spielchen. Er war wütend und wollte seiner Wut nun Luft machen.

„Da Sie beiden ja offensichtlich denken, dass ich zu blöd wäre, um es zu bemerken, werde ich Ihnen jetzt mal das Gegenteil beweisen. … Mir ist zu Ohren gekommen, dass Sie ein Paar sind und das gefällt mir ganz und gar nicht.", fauchte er Lisbon und Jane an. Lisbon sah leicht verwundert aus und Jane war beeindruckt wie gut sie sich unter Kontrolle hatte. Sie würde die Lüge durchziehen und es abstreiten, so wie sie es die ganze Zeit geübt hatten. Bertram würde ihnen glauben, da war sich Jane sicher.

„Jane und ich?", fragte Lisbon nun fassungslos und lachte leise.

„Lisbon?", fragte Jane kurz darauf und ihm klappte die Kinnlade runter, „Lisbon, das ist jetzt nicht böse gemeint, nur, na ja, Sie sind für mich nicht mehr als eine Kollegin, eine gute Freundin … .", stammelte Jane und sah immer verwirrter zu Lisbon hinüber, „Ich kann keine neue Frau in mein Leben lassen." Das Ende des Satzes überraschte Bertram aus irgendeinem Grund, doch er verstand es.

„Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass Jane und ich ein Paar sind.", lachte Lisbon immer noch, „Jane ist ja ein netter Mann, aber nein. Es wird mir schon zu viel wenn ich hier mit ihm zusammen sein muss. Wie soll ich es dann auch noch privat aushalten?"
„Haha … danke.", sagte Jane gespielt beleidigt und lehnte sich weiter auf dem Sofa zurück.

„Sir, wir sind kein Paar. Das kann ich Ihnen versichern."

Direktor Bertram sah skeptisch von oben auf die beiden hinab. Er wusste, dass die beiden es abstreiten würden. Janes Lügen waren schwer zu entlarven, doch eigentlich hatte er darauf gehofft Lisbons Lügen zu entdecken. Doch auch dort erkannte er nichts. Waren sie wirklich kein Paar und die Gerüchteküche war nur wieder heißt gekocht?

„Ich frage mich nur wie manche Menschen dann auf solch eine Idee kommen."

„Das frage ich mich auch.", antwortete Jane und blickte düster durch den Raum, „Das kann uns ziemliche Schwierigkeiten bereiten. Also wer sollte so etwas gemeines tun?"

Lisbon sah nun auch wütend aus: „Ja, ich finde das ungeheuerlich. Sir, wenn ich fragen darf, wer hat das über uns gesagt? … Ich könnte deswegen meinen Job verlieren … Aufgrund einer Lüge."

Uh, gleich hatten sie es geschafft. Bertram zweifelte keine Sekunde mehr daran, dass sie die Wahrheit sagten. Er glaubte ihnen und das war auch gut so. Doch er wollte sich die Niederlage nicht eingestehen. Er war extra wegen dieser Sache hierhin gekommen. Er wollte den beiden selbst auf den Zahn fühlen um ganz sicher zu gehen. Und eigentlich hatte er darauf gehofft ihnen die Hölle heiß zu machen …

„Wenn ich erfahren sollte, dass Sie mich angelogen haben, wird es noch mehr Probleme geben, als Sie ahnen." Seine Drohung schien Wirkung zu zeigen, denn Lisbon schwankte einmal kurz. Sie hatte Angst, dass es irgendwie raus kommen würde und sie dann auf der Straße stand. Doch der Blick von Jane, gab ihr Kraft, lenkte sie wieder in die richtige Bahn und sie hielt der Drohung stand.

„Gale, das werden Sie nicht.", sagte Jane selbstsicher und grinste ihn frech an.

„Das werden wir noch sehen.", antwortete er immer noch so angriffslustig wie zu Beginn, doch dann drehte er sich um und verließ das Büro. Jane wartete ein paar Sekunden, bis er sicher gehen konnte, dass Bertram aus dem Büro verschwunden war und prustete laut los.

„Haha, wow, du warst gut. Du hast viel von mir gelernt, meine Liebe."

Er wollte sich gerade rüber beugen, um ihr einen Kuss zu geben, als er bemerkte wie starr Lisbon neben ihm saß und ihre natürliche Röte aus dem Gesicht gewichen war.

„Hey, was ist los?"

„Wer hat das über uns gesagt?", antwortete sie mit einer Gegenfrage und schaute panisch zu ihm rüber, „Jane … Er wird uns kontrollieren lassen. Er war völlig außer sich vor Wut. Er wird überprüfen, ob wir wirklich kein Paar sind."

„Jap, das wird er wohl tun, aber er wird ja nichts finden."
„Ach nein? Hm. Wenn er uns nach Hause folgt, wird er es doch sehen."

Jane zuckte nur ratlos mit den Schultern.

„Jane, wir können nicht so ohne weiteres zusammen wohnen, wenn er uns kontrolliert und außerdem ziehen wir hier jetzt ganz neue Seiten auf."
„Was?"

„Keine Küsse … Keine Umarmungen … Keine Privatgespräche, die nicht von einem Fall handeln … Kein verliebtes Grinsen oder sonst was. Ist das klar?"

Jane nickte zaghaft und zog einen Schmollmund. Die neuen Regeln gefielen ihm nicht sonderlich, aber Lisbon wollte sicher gehen, dass ihre Beziehung nicht in Gefahr geriet. Somit musste er die Regeln wohl oder übel akzeptieren.

„Gut.", sagte Lisbon streng und lief nervös in ihrem Büro auf und ab, „Jetzt bleibt nur noch die Frage wie wir das mit unserer Wohnung machen."

„Entspann dich doch mal."
„Kein Duzen!"

Jane rollte einmal genervt mit seinen Augen und beobachtete Lisbon wie sie aufgeregt auf und ab lief.

„Wir sagen es ihm."
Sofort blieb Lisbon abrupt stehen und sah Jane fassungslos an.

„Nimmst du noch Medikamente?"
„Ja.", sagte Jane etwas verwirrt.

„Ach, deswegen bist du noch leicht benebelt. Alles klar. Ich habe mich schon gewundert, wie du sonst auf so eine bescheuerte Idee kommen konntest."

„Lisbon, hören Sie mir zu." Wow, er hielt sich an die Regeln. Das tat er ziemlich selten.

„Was Jane … was?", gab sie aufgebracht zurück und lehnte sich an ihren Schreibtisch.

„Ich weiß wir haben ihm gerade vorgespielt, dass wir kein Paar wären und er ist sauer … extremst sauer … Aber was bleibt uns anderes übrig? Sie machen sich Sorgen, dass er uns kontrollieren wird … Wenn er das tut, wird er es erfahren … Denn ich bleibe nicht von Ihnen fern, nur weil unser ach so tolle Direktor Bertram das nicht möchte. … Wieso habe ich diese Kontrollsache nicht beachtet? So ein Mist … "
„Jane, wir sind Kollegen. Wir dürfen eigentlich keine Beziehung führen. Das sind die Regeln."
„Meh, Regeln … Pff …."

„Jane, Sie halten sich vielleicht nicht an die Regeln, aber ich schon."
„Oh, Agent Lisbon, da irren Sie sich aber. Sie haben doch schon längst mit ihrem heißen Berater dagegen verstoßen."
„Jane!", fauchte sie noch einmal und Jane strahlte übers ganze Gesicht. Ha, das wohltuende Aufblitzen in ihren Augen. Einfach traumhaft.

„Oh, Gott. Was machen wir denn jetzt?"

„Wir sagen es ihm."

„Sie haben einen Plan, oder?"

Jane nickte mit einem verschmitzten Grinsen und rappelte sich langsam auf.

„Es wird alles gut. Ich verspreche es Ihnen."

Dann verließen die beiden ihr Büro und traten den Weg zu Bertrams Büro an. Lisbon hatte wirklich Angst wie er reagieren würde, denn vor nicht mal zehn Minuten hatten sie ihm vorgespielt, dass sie kein Paar waren und auf einmal standen sie dazu. Das war merkwürdig.

„Agent Lisbon.", sagte Bertram mit einem gespielt freundlichen Lächeln, „Und Jane.", sagte er mit einer abschätzigen Stimme, doch Jane amüsierte das nur noch mehr, „Was kann ich für Sie beiden tun?"

„Wir müssen mit Ihnen reden.", sagte Lisbon kleinlaut und setzte sich mit zitternden Knien auf den Stuhl vor ihm. Jane tat es ihr gleich und nahm auf einen der anderen Sitze platz.

„Worüber denn?"

„Wir haben Sie angelogen.", kam Jane sofort zum Thema und grinste ihn immer noch genauso frech an wie zuvor.

„Ach was.", antwortete Bertram nur und funkelte Jane böse an.

„Wir sind ein Paar. Ihre Quelle lag ganz richtig.", trällerte Jane gelassen und grinste Lisbon verliebt an.

„Warum so selbstsicher Jane?"

„Ach wissen Sie Gale, ich weiß, dass es Regeln gibt, dass Kollegen nichts miteinander haben sollten, aber um ehrlich zu sein, finde ich diese Regel ziemlich bescheuert."

„Das ist schön für Sie."
„Ja, finde ich auch. Was gedenken Sie jetzt dagegen zu machen?"

Bertram schnaufte einmal belustigt und sah von Lisbon zu Jane hinüber und wieder zurück.

„Ich werde wohl jemanden von Ihnen versetzen lassen müssen."
„Ah.", sagte Jane verständnisvoll und nickte. Lisbon sagte einfach mal gar nichts. Das würde sie jetzt Jane ausfechten lassen, auch wenn sie dachte, dass das keine gute Idee war. Sie wusste nicht was er vorhatte und somit wollte sie auch nichts falsches sagen.

„Und an wen denken Sie da?"

„Wissen Sie was, Jane?"

„Hm?"

„Sie verstehen wohl noch nicht den Ernst der Lage."
„Oh, doch. Den verstehe ich."

„Ich könnte Sie auch genau so gut feuern, mein Lieber."

„Ja, aber das könnten Sie aber das machen Sie ja nicht. Also bitte die andere Variante.", gab Jane selbstsicher zurück und sah ihn herausfordernd an.

„Agent Lisbon müsste in ein anderes Team versetzt werden."
„Warum Agent Lisbon und nicht ich?", fragte Jane überrascht.

„Weil ich Sie hier im Auge behalten will.", antwortete Bertram in einem gefährlich klingenden Ton.

„Ah. Aber Sie werden auch Agent Lisbon nicht in ein anderes Team versetzen."

„Wieso nicht?"

„Weil ich ihr folgen würde und somit hier kündigen müsste."

Damit hatte Jane immer gewonnen. Er wusste wie wertvoll er für das CBI war und Bertram wollte ihn schon immer gerne feuern, konnte es aber nicht, weil er eine zu große Hilfe darstellte. Bertram drohte immer damit Lisbon aus dem Team zu verbannen, doch Jane würde immer alles dafür tun, dass sie wieder zurück kommen durfte. Er würde sogar Bertrams Karriere in den Dreck ziehen, um sie zurück zu bekommen. Damit hatte Jane keine Probleme. So etwas machte er liebend gerne.

Bertram funkelte seinen Gegenüber wütend an. Dieser verdammte Mistkerl spielte immer diese Karte aus und Bertram konnte einfach nichts dagegen sagen. Doch irgendwann musste er doch mal Einhalt gebieten. Ansonsten erlaubte sich Jane später noch mehr, was er nicht mehr tolerieren kann.

„Sie drohen mir also mit einer Kündigung, wenn ich Agent Lisbon aus dem Team verbanne.", fasste Bertram zusammen und knirschte gereizt mit den Zähnen. Jane nickte selbstsicher.

„Und wenn ich Sie versetzen würde, würden Sie auch kündigen."
„Würde ich wohl.", antwortete Jane gelassen, „Das ist wirklich eine verdammt blöde Situation. Finden Sie nicht?"

„Treiben Sie es nicht zu weit.", war Bertrams klare Antwort und Jane setzte seine Unschuldsmiene auf.

Es blieb einen Augenblick still, in dem man dem Direktor ansehen konnte, dass er akribisch nachdachte. Was sollte er tun? Jane den Sieg wieder durchgehen lassen? Musste er wohl, denn Jane war dem CBI enorm wichtig und er konnte ihn nicht einfach raus werfen, obwohl er es so gern wollte.

„Wer weiß von Ihnen?", fragte er schließlich und sah die beiden nun etwas entspannter an.

„Unser Team und ihre geheime Quelle."

„Wenn meine Quelle davon weiß, wissen wahrscheinlich noch mehr Menschen davon."
„Dann machen Sie denen klar, dass es nicht so ist.", meldete sich nun Lisbon mal wieder, doch Bertram beachtete sie nicht wirklich.

„Ich lasse Ihnen das durchgehen, weil Sie dem CBI enorm wichtig sind.", sagte Bertram zu Jane und setzte wieder seine böse Grimasse auf, „Übertreiben Sie es nicht. … Wenn ich erfahren sollte, dass Sie sich im Büro zu Nahe kommen oder mir erneut irgendwer sagt, dass Sie ein Paar sind, werde ich sie feuern. Ich hoffe Sie sehen, wie ernst mir diese Angelegenheit ist!"

Lisbon nickte unterwürfig und auch Jane stimmte zu. Sie würden sich an die Regeln halten, zumindest im CBI-Gebäude.

„Ich hoffe ihre Arbeit wird nicht darunter leiden.", sagte er noch schnell bevor Jane und Lisbon aus der Tür verschwunden waren. Die beiden schüttelten ihren Kopf und verabschiedeten sich. Was hatten die beiden nur für ein Schwein …

„Jane, wir müssen uns jetzt wirklich an die Regeln halten. Bertram lässt sich sonst nie so einfach beeinflussen."
„Ich weiß.", murmelte Jane nachdenklich.

„Denkst du, er zahlt uns das irgendwann heim?"
„Jap.", antwortete Jane gelassen und legte sich auf ihre Coach.

„Super."
„Mach dir keine Sorgen. Er wird uns nicht feuern."
„Ja, aber trotzdem. Woher wusstest du, dass er nachgeben würde?"

„Weil ich ihn schon einmal damit erpresst habe."
„Du machst dich echt bei niemandem beliebt, weißt du das?"
„Brauche ich auch nicht. Solange ich bei dir beliebt bin."

Lisbon spürte die leichte Röte auf ihrem Gesicht und wich seinem Blick verlegen aus. Wow, das war schon lange nicht mehr vorgekommen und damit war der Anblick noch viel schöner als sonst.

„Teresa, wir schaffen das schon. Ansonsten kündige ich und helfe nur noch manchmal aus. Na, wie klingt das? Ich bin nicht mehr Tag ein Tag aus hier und nerve dich. Sondern nur noch manchmal und den ganzen Abend lang."

Lisbon lachte kurz und sah ihn verliebt an: „Ich will dich hier haben. Bei mir. Dann kann ich sicher gehen, dass du keinen Unsinn anstellst."
„Ich stelle auch mit dir an meiner Seite Unsinn an."
„Oh, ja … Stimmt.", musste Lisbon zugeben und ließ sich erschöpft in ihrem Stuhl zurückfallen. Aber genau deswegen liebte sie ja die Arbeit mit ihm. Es wurde nie langweilig …

Ich hoffe alle Gedanken waren verständlich. Manchmal haperts in der Geschichte aber ich finde es geht xD

Ehm, das ist eher so n Zwischenkapitel geworden, denn manche von euch fanden halt, dass ich diesen Aspekt mit dem, dass sie bei der Arbeit eigentlich gar nicht zusammen sein dürften, schleifen gelassen hab. Habe ich auch xD Aber ich habe es in den Kapiteln zuvor ja immer so geschrieben, dass die beiden nur so intim miteinander umgegangen sind, wenn wirklich kein anderer im Raum war. Damit wollte ich eigentlich schon die ganze Sache abgehakt haben^^

Egaaaal xD

Ich freue mich auf viele Reviews :)

LG, Sabrina5312