So... ich will heute gar nicht viel sagen. Ihr werdet mir sowieso den Kopf abreißen, weil das schon wieder ein Hermine-Pitel ist und weil es zudem auch noch ein Herm, das Drauerklöschen-Pitel ist. °in Deckung geht° Nya, ich lass euch lesen und dann dürft ihr euch ausheulen und mich beschimpfen. Danke! ;) (Ich wünsch euch trotzdem nen schönen Sonntag.)
Thanks to...
- meinen Betas Svenja und Meg (Danke, Sweet, dass du die Pitels sogar noch vor Rom gemacht hast. °knuddeldrück°)
- Karin: Oh, ein Schüleraustausch. Soso. Dazu hatte ich ja nie Mut.
- Monocerus: Japp, fix und fertig mit dem Abi. Ich hoffe, dein Mündliches ist gut gelaufen? Müsste ja nun auch durch sein. °smile°
- Megchen: Ginny haben? Kommt gar nicht in die Tüte! Was willst du denn mit ihr, he? Du hast doch mich! °hmpf°
- moonshine88: Du schläfst im Unterricht? °entsetzt schau° Übrigens, deine Karte kam letzte Woche an. Dankö! °knutsch°
- annkristinTja, du kennst mich eben nicht. Ich stifte zu gern Verwirrung. °muhaha°
Noel McKey, mrsgaladriel, Berendis Jessy2104 und Snaperin
Ich weiß, ich weiß, ihr wolltet Sev. Er kommt auch wieder, ja... Bald. Ich glaub schon... Momentchen, ich gehe mal nachsehen... Japp, im nächsten Chap gibt es Sev wieder. °nickt wild° Tut mir wirklich leid... °seufz°
Und Dankeschön für die vielen Glückwünsche. Für die, die's Abi nun auch hinter sich haben: Herzlichen Glückwunsch. :D
Grüßlis,
eure LeakyC
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29. Vergangenheit - vergang'ne Zeit
Es ging auf Ostern zu. Die Lehrer nannten dies die heiße Phase. Noch immer lernten sie Neues, wiederholten aber gleichzeitig und der Berg an Hausaufgaben und Aufsätzen schien niemals kleiner zu werden.
Bisher hatte trotzdem alles wunderbar geklappt. Harry und Ron benahmen sich in Hermines Gegenwart wie früher. Fröhlich und ausgelassen konnten sie zusammensitzen, sich gegenseitig helfen und alle anderen Aspekte ihrer neu entwickelten Freundschaft genießen.
Doch dann fielen Hermine die Symptome wieder auf. Die Anzeichen von Harrys Alpträumen. Ringe unter den Augen, Unkonzentriertheit, Lustlosigkeit, Unaufmerksamkeit. All das, was sie schon einmal durchgemacht hatten.
Hermine bekam Angst. Von Tag zu Tag musste sie mit ansehen, wie Harry sich quälte. Und auch diesmal sagte er nichts. Nicht mal zu Ron, wie Hermine feststellten musste, als sie den Rothaarigen einmal beiseite gezogen hatte, um in Ruhe mit ihm zu reden.
"Ich habe es auch mitbekommen", hatte Ron energisch gesagt. "Aber was soll ich denn machen, wenn er nicht von allein auf uns zukommt? Ich meine, ich kann nicht wie du handeln und mich zu ihm ins Bett legen."
"Und warum nicht?"
"Herm, hast du sie noch alle? Was denken die denn dann bei uns im Schlafsaal?"
Hermine hatte die Augen verdreht. "Ron, sei nicht albern! Er ist dein bester Freund!"
"Nein, Hermine, so nicht! Mit der Masche brauchst du mir nicht kommen. Darf ich dich daran erinnern, dass auch Harry mein bester Freund ist und es noch nicht mal für nötig hält, zu mir zu kommen, wenn er Probleme hat?", hatte Ron mit bösem Blick erwidert.
"Du kennst ihn doch", hatte Hermine leidend gemeint.
Ron hatte einen Moment geschwiegen und dann geantwortet: "Ich rede mit ihm. Aber wenn er sich nicht helfen lassen will..."
"Ja, ist gut", hatte das Mädchen geschnauft. Irgendwie hatte sie eingesehen, dass sie nicht die gleichen Bemühungen von Ron verlangen konnte, die sie einmal aufgebracht hatte, aber sie ärgerte sich genauso darüber, dass er nicht bereit gewesen war, mehr zu tun. "Du solltest dir mal Gedanken darüber machen, was Harry an deiner Stelle tun würde", hatte sie noch gesagt und Ron dann stehen gelassen.
"Mich angeschrien", hatte Ron ihr hinterher gerufen.
Wohl wahr, dachte Hermine jetzt, genauso wie damals, und seufzte.
Das half ihr aber nicht weiter. Sie wollte nicht tatenlos herumsitzen und zusehen, wie Harry sich selbst kaputt machte. Warum war er nur so dumm?
Als ihr Ron dann zwei Tage später von einer erfolglosen Unterhaltung berichtete, beschloss sie doch, es selber in die Hand zu nehmen. Die ganze Zeit hatte sie sich gesagt, dass sie nicht wieder zu ihm gehen konnte, nachts bei ihm sein, bis er einschlief, aber was blieb ihr denn anderes übrig? Wenn er mit Ron nicht redete, dann auch nicht mit ihr.
Natürlich könnte es diesmal schiefgehen, er könnte sie rausschmeißen, aber sie musste es probieren.
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Sie war nervös, als sie um zahn Uhr ins Bett ging und ihr Buch griff, um sich wachzuhalten. Doch um Elf musste sie das Licht löschen, denn ihre Mitbewohnerinnen wollten schlafen gehen. Noch über eine Stunde lag sie wach im Bett, bis sie sich aus dem Schlafsaal schlich.
Langsam lief sie die Treppe in den Gemeinschaftsraum hinab. Dort war um diese Uhrzeit auch niemand mehr zu finden. Schnell durchquerte sie den runden Raum, in dessen Kamin noch Asche glühte. Dann schlich sie sich die Treppe hinauf, durch den Gang, bis sie vor dem Jungenschlafzimmer stand.
Ihr war komisch zumute. Allerdings ganz anders, als sie es gewohnt war. Diesmal war es ungefähr so, wie in der Zeit, als sie nicht wusste, wie sie sich mit Harry versöhnen sollte. Sie hatte einfach Angst vor seiner Reaktion. War es nicht komisch, dass sie trotz ihrer langen Freundschaft und auch der Beziehung nicht wirklich einschätzen konnte, wie er nun reagieren würde?
Vorsichtig drückte Hermine die Türklinke hinunter und betrat den Raum. Stille. Nur die leichten Atemzüge von fünf Jungen. Etwas wunderbar Beruhigendes.
Der Vorhang an einer Seite von Harrys Bett war ein wenig aufgezogen, wie sie es kannte, doch der Gryffindor schien zu schlafen. Jedenfalls zuckte er nicht, als sie ans Bett trat.
Da nahm sie ihren Zauberstab und flüsterte ein "Lumos", um etwas Licht zu erhalten. Schützend hielt sie die Hand vor die Spitze, um Harry nicht zu wecken, denn er schlief tatsächlich.
Hatte sie sich etwa getäuscht?
Leise trat sie ans Fenster und sah in die sternenklare Nacht hinaus. Es war wunderschön und zugleich unheimlich hier in Hogwarts. Es gab wirklich keinen Ort, an dem sie lieber lebte.
Plötzlich hörte sie ein Aufstöhnen und fuhr erschrocken zusammen. Dann lauschte sie. Natürlich, es kam aus Harrys Bett. Schnell trat sie heran. Der Junge wälzte sich umher, von rechts nach links, blieb erneut still liegen. Doch schon im nächsten Moment zuckte er heftig zusammen, als hätte man ihn geschlagen, ein weiteres Aufstöhnen.
Hermines Hände zitterten, als sie den Jungen berührte, versuchte, ihn aufzuwecken. "Harry, ist gut. Harry, ich bin's..."
Da schlug er die Augen auf, blinzelte. Hermine konnte es nur erkennen, weil sich ihre Augen bereits an die Dunkelheit gewöhnt hatten.
"Hermine?", sagte er mit krächzender Stimme.
"Psst", machte das Mädchen und zog ihre Hände langsam zurück.
"Was machst du hier?", fragte er sofort, mit gesenkter Stimme.
Sie antwortete nicht.
"Herm, warum bist du hier?", bohrte er trotzdem weiter.
Tränen stiegen ihr in die Augen. Das war alles so vertraut und dennoch... "Ich -", begann sie schwach, man hörte sofort, wie elend ihr war. Sie ließ ihren Zauberstab erneut aufleuchten und sah ihn an. "Warum redest du nicht mit uns?"
Diesmal schwieg der Dunkelhaarige.
"Muss das alles wieder von vorn beginnen?"
Harry blickte ihr in die Augen und sie wusste sofort, dass es ihm Leid tat. Langsam schüttelte er den Kopf, streckte die Hand aus. "Bitte, bleib. Es - Es tut mir Leid. Ich -"
Hermine schluckte und nahm seine Hand. Zögerlich kroch sie in sein Bett.
Harry schmiegte sich an sie, flüsterte ein "Danke" und schloss die Augen.
Das hatte sie alles schon einmal erlebt. Damals hatte sie sich verliebt. Aber jetzt spürte sie nicht das Kribbeln im Bauch, empfand seine Nähe nicht mehr als aufregend.
Sachte strich sie ihm über den Kopf. "Schlaf wieder", flüsterte sie mit erstickender Stimme, weil ihr die Tränen die Wangen hinabrannen.
Sie vermisste es. Wenn sie ehrlich war, wollte sie ihn wieder lieben, so wie damals. Neues, Unerfahrenes entdecken, Heimlichkeiten haben. Nichts dergleichen war dies. Jetzt war sie die Schwester, die ihrem Bruder, ihrem besten Freund half, weil es ihm schlecht ging.
Harry schlief schnell ein. Auch Hermine war entsetzlich müde, aber sie sagte sich, dass sie nicht mehr bleiben konnte, nicht durfte, ja, auch nicht wollte.
Sie wartete noch fast eine Stunde, nachdem sie sicher war, dass der Junge wieder schlief, dann löste sie sich sachte aus seiner Umarmung und schlich sich in ihren Schlafsaal zurück, hoffend, dass er den Rest der Nacht allein überstand.
Ob sie jemals wieder in seinem Bett schlafen würde, wusste sie nicht. Momentan tat ihr das alles nur weh. Aber sie musste ihre Vergangenheit endgültig begraben und nach vorne sehen. Die erste Liebe tat immer weh, aber jeder Mensch hatte sie bisher überlebt. Und sie hatte sich doch noch nie unterkriegen lassen.
Hermine kuschelte sich in ihre Kissen und machte die Augen zu, verscheuchte die schmerzhaften Gedanken. Es war vorbei. Und wie hatte Dumbledore doch mal so passend zu ihr gesagt? Es ist nicht gut, in der Vergangenheit zu leben, und dabei die Gegenwart zu verpassen.
In dieser Nacht konnte Hermine nicht ahnen, dass sie dazu auch keine Zeit finden würde...
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…to be continued...
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