So, ein kleines, lustiges, absolut ungeplantes Zwischenchappie. Gegen Ende gibt's dann noch mal ein bisschen Story ...
Warnung: Hormone! Pubertät! MÄDCHEN! O.o
Für E.
14. Kapitel
Ungeküsst
Like a virgin,
Touched for the very first time.
Like a virgin,
when your heart beats next to mine.
Like a virgin - Madonna
„Bist du wach?"
Keine Antwort ist auch eine Antwort. James starrte frustriert den Baldachin an. Sirius war zu ihm ins Bett gekrabbelt und hatte sich in unglaublich dickfälliger Natur zu einer kleinen, unbeweglichen Kugel zusammengerollt – naja, so klein dann doch wieder nicht.
Verzweifelt versuchte James seinen Freund etwas zur Seite zu schieben, aber Sirius schien sich an seinem Kissen festgekrallt zu haben. Ein weiteres mal bewunderte James Sirius Fähigkeit, einfach in jeder Situation und Position schlafen zu können.
„Fakt ist allerdings, ich kann das nicht.", sagte er zu sich selbst, und trat dem anderen in einem letzten verzweifelten Versuch, sein Territorium zurückzugewinnen, in die Seite. Sirius grunzte nur und kugelte sich noch weiter zusammen.
Also änderte James seine Taktik. Er beugte sich so nah wie nur irgend möglich zu dem wilden Knäuel aus Haaren hinunter, suchte sich ein Ohr und flüsterte (ziemlich laut): „Sirius, wenn du jetzt nicht aufstehst, verpasst du das Frühstück."
Diese Aussage ließ den anderen augenscheinlich kalt, erst bei dem Wort Frühstück klappten seine Augen plötzlich auf, ähnlich abrupt wie bei einer dieser gruseligen kleinen Schlafaugenpuppen aus Porzellan, die im Nähzimmer seiner Mutter die Regale bevölkerten. In der Dunkelheit des Zimmers sahen Sirius Augen riesig aus, während er sich blinzelnd entrollt.
Er erinnerte James an einen Hund, wie er ihn so erwartungsvoll-anbetend anstarrte.
„Frühstück?", fragte Sirius und James lachte.
„Tu doch nicht so, du warst doch schon die ganze Zeit wach."
„Nein, war ich nicht."
„Wenn du meinst."
„Also kein Frühstück?"
„Nein."
„Warum hast du mich dann geweckt?", fragte Sirius und brachte es tatsächlich fertig, hungrig und beleidigt gleichzeitig auszusehen.
„Weil du mir in mein Bett den ganzen Platz weggenommen hast!"
„Du hättest doch in meins gehen können."
„Du hast sie doch nicht mehr alle"
„Nim' das zurück!"
„Nein. Und jetzt rück!"
Murrend kullerte Sirius sich zurück auf 'seine' Hälfte des Bettes.
„Besser?"
James gab seine Zustimmung und Sirius kullerte sich wieder zusammen – diesmal mit gebührendem Abstand zu bösartigen Bettbesitzern.
James machte die Augen zu und versuchte zu schlafen, doch kaum fünf Minuten später fühlte er, wie sich jemand ausgesprochen anhänglich gegen ihn kuschelte. Er stöhnte.
„Kannst du nicht Malc nerven, der darf dich nicht schlagen sonst kommt er in die Hölle. Ich kann da nämlich für nichts garantieren, wenn du so weiter machst."
„Deine grammatikalischen Kenntnisse sind grauenhaft unterentwickelt.", nuschelte Sirius in seine Schulter – wenn der so weiter machte, lag er gleich auf James.
„Ich bin müde!"
„Dann schlaf' doch."
Eine Weile schwiegen sie , und James versuchte tatsächlich einzuschlafen, was allerdings gar nicht so leicht war, da ein großes, wuscheliges Ding es sich auf seiner Brust bequem gemacht hatte.
Schließlich hielt James die Stille nicht mehr aus – und an Schlaf war nicht wirklich zu denken, nicht mit dieser Wühlmaus im Bett.
„Sag mal Sirius?"
Sirius murmelte etwas Unverständliches, das James als Ermunterung auffasste.
„Denkst du ich kann gut küssen?"
Sirius saß plötzlich kerzengerade im Bett.
„Wie kommst du den jetzt da drauf?"
„Naja, ich hab mich nur gefragt, ob ich's kann."
„Warum denkst du um -", Sirius schob die Vorhänge einen Spalt beiseite und schielte auf James Nachtisch, wo eine kleine Uhr vor sich hin tickte, „- Zwei Uhr Nachts übers Küssen nach? Während ich neben dir liege!"
James errötete. „Doch nicht deswegen!"
Sirius sah ihn sehr, sehr skeptisch an, weshalb James in knuffte.
„Ich hab Evans gefragt, ob sie mit mir gehen will. Und dann habe ich sie geküsst."
„Und was hat sie geantwortet, das dich dermaßen an deiner Männlichkeit zweifeln lässt, das du zu nachtschlafender Zeit deine Freunde um Ratschläge in Sachen Liebe fragen musst?"
„Gar nichts. Sie hat mir eine Ohrfeige verpasst und ist davongerauscht."
„Das ist wirklich schlecht.", sagte Sirius.
„Danke, das muntert mich jetzt echt auf. Ist doch auch egal, ich hab mich halt gefragt, ob es daran lag, das ich schlecht küsse oder so."
„Und woher soll ich das dann wissen? Ich hab dich schließlich noch nie geküsst."
Sirius' Logik hatte etwas Bestechendes. James zuckte mit den Schultern.
„Aber ich könnte dich küssen, und dann könnte ich dir sagen ob du gut küssen kannst."
„Also kannst du das beurteilen, oder was?"
„Natürlich.", behauptete Sirius. „Ich habe vier Cousinen. Ich weiß wie Mädchen ticken. Außerdem bin ich ein Jahr älter als du. Ich habe mehr Erfahrung in solchen Dingen."
Jetzt war es an James, sehr, sehr Skeptisch dreinzuschauen. „Ein halbes Jahr älter.", korrigierte er schließlich.
„Spitzfindichkeiten!"
James schwieg und überdachte Sirius Vorschlag. Irgendwie blieben bei ihm immer noch Bedenken.
„Bist du dir sicher, das das funktioniert? Ist das nicht irgendwie geschummelt? Du bist schließlich kein Mädchen. Was, wenn das gar nicht zählt, wenn man mit einem Jungen übt. Und außerdem küsst man keine Jungen. Das ist eklig."
„Küssen ist generell eklig, egal mit wem. Besonders mit garstigen Großmüttern. Aber Mädchen steh'n da drauf, und wenn du bei denen landen willst, musst du gut küssen können. Ich hab mir das nicht ausgedacht, das ist wirklich so. Und wenn du wirklich schlecht küsst … dann kriegst du Evans nie, nie, nie rum!"
„Wer hat den überhaupt behauptet, das ich Evans rumkriegen will?"
„Du hast sie doch gefragt, ob sie mit dir gehen will."
James kaute auf seiner Unterlippe herum. „Also tu ich jetzt so, als wärst du Evans, und dann küsse ich dich, und du sagst mir dann, ob Evans beeindruckt wäre oder nicht."
„Genau."
James schloss seine Augen, dachte ganz fest an Lily, holte tief Luft und presste seine Lippen auf Sirius Wange.
Sirius sah aus, als ob er nicht wüsste ob er schreien oder lachen sollte. Er drückte James von sich und sagte, nachdem er seine Wange gründlich von etwaigen James-Bazillen gereinigt hatte: „Das war der mit Abstand schlechteste Kuss, den ich je abgekriegt habe. Meine Großmutter kann besser küssen als du, James! Kein Wunder, das Evans nichts mit dir zu tun haben will."
James Ohren nahmen einen ausgesprochen interessanten Rotton an. Trotzdem versuchte er noch seine Ehre zu verteidigen. „Das ist nur, weil du ein Junge bist. Das funktioniert so nicht."
„Natürlich geht das, man muss nur wissen, wie. James, man könnte zu dem Schluss kommen, das du noch nie jemanden geküsst hast – Außer diesem missglückten ersten Versuch mit unserer göttlichen Miss Evans-ich-bin-so-anbetungswürdig!"
„Natürlich habe ich schon mal jemanden geküsst! Und ich bete Evans nicht an!", maulte James, aber seine Ohren wurden noch röter.
Sirius legte den Kopf schief und betrachte James genau. „Was machen wir jetzt nur? Der Bräutigam kann nicht küssen und die Braut weigert sich – Au! Hör auf mich zu Schlagen!"
„Evans ist nicht meine 'Braut'!", zischte James.
Sirius seufzte. „James.", sagte er schließlich aufgesetzt ernst. „Da hilft nur eins: Nachhilfe und viel Üben!" Und bevor sich der andere noch groß wehren oder protestieren konnte, hatte Sirius auch schon seine Hand in James' Nacken gelegt, ihn nah zu sich herangezogen und ihre Lippen aufeinander gedrückt. James versuchte verzweifelt, Sirius von sich zu drücken, aber der ältere war einfach größer und stärker als er.
Als er ihn endlich losließ, schnappte James verzweifelt nach Luft.
„Das … das war so nicht abgemacht!", maulte er.
„Aber es hatte den gewünschten Effekt.", behauptete Sirius. „Jetzt weißt du wenigstens, wie es sich anfühlen sollte."
„Widerlich und verstörend?"
„Atemberaubend, James."
„Atemberaubend heißt nicht das man dabei ersticken sollte."
„Auslegungssache."
„Außerdem bin ich kein Mädchen! Jungs sind beim Küssen doch nicht unten! Wenn ich Evans so küsse, denkt sie, ich sei ein Mädchen!"
„Du sollst Evans ja auch so küssen, wie ich dich geküsst habe. Nicht andersherum, du Depp! DU legst ihr die Hand in den Nacken, ziehst sie zu dir rann und küsst sie. Das ist nicht schwer. Ich hab das schon tausend mal gemacht."
„Lügner!"
„Vielleicht ein bisschen. Aber das ist nicht der Punkt."
„Sondern?"
„Der Punkt ist, das es ganz einfach ist. Wenn man nur weiß, wie."
„Das hast du schon mal gesagt."
„Das beweist nur, das es wahr ist."
James biss sich auf die Unterlippe.
„Ganz einfach, sagst du?"
„Ja."
„Gut."
Diesmal war es James, der sich Sirius schnappte und ihn zu sich heranzog. Er war immer noch der Meinung, das es eklig war, und er achtete darauf, das seine Lippen fest zu waren, aber wenn er fest an Lily dachte, konnte er es fast nett finden.
Aber auch nur nett.
Und nur wenn es Lily wäre.
„Oh. Mein. Gott.
KNUTSCHT IHR ETWA?!", fragte Remus.
James quietschte (ausgesprochen männlich) und schubste Sirius von sich weg. Dann purzelte er gegen Remus. Sirius hatte weniger Glück, er landete auf der anderen Seite des Bettes auf dem Dielenboden. Dummerweise machte Remus im selben Moment einen erschrockenen Schritt zurück, weshalb James mit einem zweigen Quietschen ebenfalls auf dem Boden aufschlug.
„Was zum Teufel habt ihr da getrieben?!", fragte Remus nach und seine Augen huschten zwischen James zu seinen Füßen und Sirius, der über das Bett hinweg späte, hin und her. „Und wenn einer von euch 'Das ist nicht so, wie es aussieht' sagt, lege ich euch beide übers Knie."
James wurde rot und stotterte irgendwas unverständliches.
„Was ist mit 'Ich kann das erklären'?", fragt Sirius kleinlaut.
Remus rechte Augenbraue wanderte ein gutes Stück nach oben.
„James will was von Evans, aber sie will nicht, und er kann nicht küssen, deswegen habe ich ihm gezeigt wie's geht und dann bist du gekommen, hast uns den Schrecken unseres Lebens eingejagt und uns gedroht, uns zu verhauen.", sagte Sirius so schnell, das er mehrmals über die Wörter stolperte. „Klingt das so bescheuert, wie ich es mir vorgestellt habe?"
„Ja, das tut es."
„Du weist schon, das es absurd ist jemandem mit Schlägen zu drohen, der fast einen Kopf größer ist?", fand James seine Sprache wieder.
„Vielleicht solltest du dich mal mit meiner Mutter unterhalten, James, sie ist das, was man gemeinhin 'unterdurchschnittlich groß' nennt. Und außerdem überschätzt du deine eigenen Größe. Du bist höchstens einen halben Kopf größer als ich, wenn überhaupt.", korrigierte Remus schalkhaft. Er hatte diesen ganz speziellen Lehrerton aufgesetzt, den er nur hervor kramte um einen der drei anderen Übeltäter 'zurechtzuweisen'.
„Wenn du meinst."
„Da die Autoritätsfrage ja jetzt geklärt ist, könnt ihr zwei mir bitte langsam und sinnvoll erklären, was das sollte?"
Also versuchte James Remus seine Gedankengänge im Bezug auf Mädchen im Allgemeinen und Evans im Besonderen und deren Bezug zu dem nächtlichen Intermezzo mit seinem besten Freund darzulegen.
Als er geendet hatte, brach Remus in schallendes Gelächter aus."Und du dachtest ernsthaft, du könntest Lily beeindrucken, wenn du mit … mit Sirius! Ich glaube, ich kann nicht mehr! Das ist echte bescheuert! Auf was für Ideen ihr kommt … Küssen üben ..."
„Wer hat wen geküsst?", fragte Malcom, der verschlafen zwischen seinen Bettvorhängen hervorlugte.
„Sirius und James.", sagte Remus, immer noch außer Atem.
Malcoms wurde erst rot, dann aschfahl. Dann gab er ein undefiniertes Geräusch von sich.
„Das … das … Sowas macht man nicht!", rief er. „Was … wie … Warum? Das ist widerlich."
„Ja, James hat Mundgeruch.", sagte Sirius.
„Das war jetzt unnötig.", sagte James.
„Aber das ist Sodomie*!"
„Machst du dir ernsthaft noch Sorgen um das Seelenheil dieser beiden Quatschköpfe? Oder mir? Da ich nicht an den Himmel glaube, glaube ich auch nicht an die Hölle. Und die zwei da", Remus machte eine vage Handbewegung in Sirius' und James' Richtung, „machen soviel Blödsinn, die will nichtmal der Teufel haben."
Sirius und James grinsten breit, wahrscheinlich fassten sie diese Aussage als Lob auf.
Außerdem", ergänzte Sirius grinsend, „solltest du nicht so scheinheilig tun. Oder willst du mir etwa erzählen, du hättest noch nie eine Frau unschicklich betrachtet?"
Malcom warf ihm einen vernichtenden Blick zu. „Nein", sagte er „das habe ich noch nie." Dann verschwand er wieder hinter den schweren Vorhängen, um, wie die anderen drei vermuteten, vor sich hin zu schmollen.
„Remus, ich habe gerade eine lebende Person das Wort 'Unschicklich' sagen gehört. Ich glaube, ich bin verstört. Woher nimmt Sirius diese altmodischen Wörter?!"
„Denk nicht darüber nach. Versuch lieber zu schlafen.", riet Remus ihm und sah zu, wie die zwei Übeltäter tatsächlich in ihre Betten kletterten – getrennt, wie Remus mit einem Schmunzeln bemerkte.
Das ist ihnen wirklich peinlich., dachte er.
Remus kuschelte sich in seine Kissen und schloss die Augen, aber der Schlaf wollte nicht kommen. Unruhig drehte er sich hin und her. Nun war er es, der frustriert an den Baldachin starrte, nur aus einem ganz anderem Grund als James eine Stunde zuvor.
Du hast dir selbst versprochen, zu deinen Freunden zu stehen. Zu all deinen Freunden.
Remus drückte sich das Kissen auf die Ohren, aber sein eigenes Gewissen konnte er nicht abstellen.
Malcom hatte so verletzt ausgesehen.
Du hast es versprochen.
Remus stöhnte leise in sich hinein.
Kann das nicht bis Morgen warten?, fragte er sein Gewissen.
Nein.
Also stand Remus auf und tappte zu Malcoms Bett. Er klopfte gegen einen Bettpfosten und schob die Vorhänge ein wenig auseinander.
„Darf ich reinkommen?", flüsterte er, um die andern beiden Rabauken nicht wieder zu wecken, und immer noch mit der leisen Hoffnung, das Malcom schon wieder eingeschlafen war, und ihm dieses wahrscheinlich unangenehme Gespräch erspart bliebe.
„Hampf.", sagte die Dunkelheit hinter dem Vorhang. Er ignorierte, das es eher ablehnend klang.
Sind wir wieder bei unartikulierten Grunzgeräuschen? Ich dachte, diese Stufe auf der fröhlichen Wir-sind-nicht-wirklich-Freunde-aber-eigentlich-schon-Leiter hätten wir hinter uns gelassen.
Remus nahm dies als Einladung und krabbelte auf das Bett. Er setzte sich mit unterschlagenen Beinen ans Fußende, während seine Augen versuchten, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.
„Malc?"
„Lass mich in Frieden."
„Das hättest du mir auch sagen können, als ich noch neben dem Bett stand."
Malcom grummelte etwas und rollte sich tiefer in seine Decke ein.
„Was willst du?"
„Ich möchte mit dir reden."
„Und wenn ich schlafen möchte?"
„Dann werde ich wohl in kauf nehmen müssen, das ich dir auf die Nerven falle. Außerdem würdest du jetzt schon längst schlafen, und nicht unter der Decke schmollen, wenn du nicht irgendwas auf dem Herzen hättest."
„Ich schmolle nicht."
„Sondern?", Remus erhielt keine Antwort, und er hatte auch keine erwartet. Also saß er einfach da und wartete darauf, das der andere weiter redete. Er hatte das Gefühl, das eine kleine Ewigkeit verging. Seine Lieder waren schwer und sein Geist driftete langsam in den Schlaf ab.
„Hast du überhaupt keine Angst?", fragte Malcom schließlich und kam endlich unter der Decke hervor. Im Dunkeln konnte Remus nur seine Harre und das glänzen seiner Augen ausmachen.
Wie ein Raubtier im Dschungel.
„Hast du gar keine Angst, das du mal stirbst und irgendwohin kommst, wo es keine Gnade gibt?"
„Du meinst die Hölle.", sagte Remus. „Nein, habe ich nicht. Davor nicht. Es gibt viel Schrecklicheres in diesem Leben, als das ich Angst vor einem Mann mit Ziegenbeinen haben müsste."
„Ich meine das Feuer. Ich rede davon, das nur unsere Seelen ewig existieren. Aber das Feuer macht mir die meiste Angst.", Malcoms Stimme klang erstickt, so als unterdrücke er Tränen. „Ich habe solche Angst zu brennen. Ich träume jede Nacht davon."
Er hatte recht. Unter seinen eh tiefliegenden Augen lagen schwarze Schatten, und seine Irden umspannte ein Netz feiner, geplatzter Äderchen. Unwillkürlich überlegte Remus, wie viele Nächte er schon dort gesessen und ins Dunkel gestarrt hatte, aus Angst er könnte einschlafen und träumen wenn er nur für eine kleine Sekunde die Augen schloss.
Remus schluckte. Dann zog er den Größeren in eine lockere Umarmung. Malcom war steif wie ein Brett in seinen Armen.
„Schlaf.", flüsterte er. „Ich bleibe hier und passe auf dich auf."
Ganz langsam wurde der verspannte Körper in seinen Armen weicher, und beide Jungen drifteten endlich in einen ruhigen Schlaf.
xXx
Der Plural von „Iris" ist „Irden" … ich habe das gegoogelt, und Datenkraken-Orakel-Googel hat geantwortet.
*Im 'modernen' Sprachgebrauch steht Sodomie meist nur noch für den sexuellen Verkehr mit Tieren, obwohl es eigentlich jegliche Art von 'unsittlichen und unnatürlichen' sexuellen Vorlieben/Praktiken beschreibt, also auch Homosexuallität und Gruppenehen und in manchen Fällen auch Ehebruch oder vorehelicher Sex. Ich möchte erneut daraufhindeuten, das das nicht meine Meinung ist, und das es einen guten Grund gibt, warum manche Teile des obrigen Textes mit Gänsefüßchen versehen sind.
