29. Kapitel: Unser Baby
(4 Wochen später)
Behutsam schnitt ich die Gurken für das Salat, während Esme die Nudeln aus dem Backofen holte. Rosalie verrührte gemeinsam mit Nick die Suppe, was unglaublich süß aussah. "Bella du solltest dich nicht zu sehr anstrengen. Ruh dich ein wenig aus. Wir machen das schon", lächelte Esme. Ich fühlte mich in der tat etwas mulmig, also lächelte ich kurz und ging ins Wohnzimmer.
"Hey Bella", grüßte mich Alice, als ich mich neben ihr aufs Sofa fallen ließ. "Weißt du , ich hab mir ein Paar Magazine bestellt und ich würde sie dir gerne zeigen", fuhr sie fort. Sofort schlug sie hunderte von Magazinen auf und zeigte mir verschiedene Umstandsmoden. "Alice, ich denke es ist noch etwas zu früh für dafür". Mein Bauch hatte schon eine kleine Wölbung bekommen und meine Hosen hatten angefangen zu zwicken. Doch Schwangerschaftskleidung wollte ich noch lange nicht tragen. "Ja aber wir können sie uns doch trotzdem ansehen". Ich konnte einfach nicht "Nein" zu Alice sagen. Ein Glück, dass Edward es konnte.
"Alice, hör auf meine Frau zu nerven", sagte er, als er ins Wohnzimmer kam. "Okay Abendessen ist fertig", hörten wir Esme aus der Küche rufen. Edward nahm meine Hand in seine und lächelte, während wir Richtung Esszimmer gingen.
"Ihr habt doch morgen einen Ultraschalltermin oder?", fragte Rose, während sie mir das Wasser überreichte. "Ja", lächelte ich. "Was ist ein Ulataschal Mommy?", fragte Nick mit seiner lieblichen Stimme. "Edward und Bella werden morgen zum Arzt fahren. Dort wird der Doktor ein Ultraschallbild vom Baby machen und sagen, ob alles okay ist", erklärte ihm Rose. "Aber Mommy wie kommt das Baby überhaupt in Bellas Bauch?" Als Nick das fragte erstarrten Rosalie und Emmett, während wir in Gelächter ausbrachen. "Tja Leute. Wie kommt denn das Baby in Bellas Bauch?", fragte Edward lachend. Es war offensichtlich, dass er sich für all die Jahre, indem Emmett ihn geärgert hatte, rechen wollte. "Weißt du Nick, wenn zwei Menschen sich lieben entsteht ein Baby. Und es bleibt solange im Bauch der Mutter, bis es groß genug ist, um auf die Welt zu kommen", erklärte Rose. Nick schien verwirrt, zuckte jedoch mit den Schultern und aß sein Essen weiter.
"Nach dem Termin ruft ihr uns doch an oder?", fragte Esme, während ich mir meine Jacke anzog. "Natürlich Esme", lächelte ich, bevor ich sie in meine Arme schloss. Danach stieg ich ins Wagen, indem Edward schon auf mich wartete und wir fuhren los.
"Zu welchem Arzt fahren wir morgen überhaupt?", fragte ich Edward, während ich mir meine Pyjamas anzog. "Sie heißt Susan Cliff und ist einer der besten Frauenärzte in New York. Wir haben Glück, dass sie im gleichen Krankenhaus arbeitet wie ich und eine Freundin meines Vaters war". Er gab mir einen kleinen Kuss auf die Wange, bevor er im Badezimmer verschwand. "Wirst du morgen mitkommen?" Edward hatte in letzter Zeit so viel zutun, dass er schon fast jeden Tag erst um Mitternacht nach Hause kam. Ich freute mich für ihn, dass er so jung so erfolgreich geworden war. Doch manchmal fehlte er mir schon ein wenig. "Natürlich Bella. Ich möchte doch auch wissen, wie es unserem Baby geht." Während er das sagte, umarmte er mich von hinten, wobei er seine Hände auf meinem Bauch ruhen ließ. "Meinst du es wird alles gut gehen?", fragte ich unsicher und drehte mich, sodass ich mich an seine Brust kuscheln konnte. "Ich hoffe es Baby", hörte ich ihn flüstern bevor er sein Gesicht in meinen Haaren vergrub.
Am Nächsten morgen wachte ich auf und sah, dass es inzwischen schon zehn Uhr war! "Mist", sagte ich, bevor ich mich aus dem Bett schmiss und sofort ins Badezimmer ging. Schnell kämmte ich meine Haare und zog mir meine Kleider an. Ohne zu Frühstücken lief ich aus der Wohnung und stieg in den Wagen. Der Termin war um halb elf und die Uhr auf dem Armaturenbrett zeigte schon 10:24 h.
Ich parkte meinen Wagen vor dem Krankenhaus und stieg aus. Das Gebäude war riesig und ich hatte keine Ahnung, wie ich Edward finden sollte. In der Ecke entdeckte ich eine Pinnwand, wodrauf verschiedene Abteilungen markiert waren. Als ich gerade versuchte den Weg zur Allgemein Chirurgie zu finden hörte ich jemanden fragen: "Kann ich Ihnen helfen Miss?". "Ja ich suche...", sagte ich während ich mich umdrehte. Als ich sah, wer vor mir stand konnte ich nicht anders als zu lächeln. "Was genau suchen Sie denn?", fragte Edward mit seinem verführerischen Lächeln. Mir fiel auf, dass ich ihn noch nie im weißen Kittel gesehen hatte, was ihm unglaublich gut stand. "Ich habe ihn schon gefunden", sagte ich bevor ich meine Arme um seinen Hals legte. Edward küsste meine Wange, bevor er meine Hand in seine nahm und wir zu unserem Termin gingen.
Wir saßen im Wartezimmer, während ich mir die anderen Patientin ansah. Eine der Frauen hatten einen ziemlich dicken Bauch und strich behutsam darüber. Sie schien genervt, während ihr Mann ununterbrochen redete. Ein anderes Mädchen, dass wahrscheinlich jünger war als ich, saß ungemütlich auf einem Stuhl und rutschte ungeduldig hin und her. Edward war meine Nervosität aufgefallen. Deswegen nahm er meine Hände in seine und lächelte. "Mrs. Cullen", hörten wir die Dame am Empfang rufen und verließen das Wartezimmer. "Dr. Cliff wartet auf sie".
"Es freut mich sehr, die neue Mrs. Cullen kennenzulernen", lächelte die Ärztin und überreichte mir ihre Hand. Sie war wahrscheinlich Mitte vierzig und machte einen ziemlich netten Eindruck. "Es freut mich auch, sie kennenzulernen Dr. Cliff", antwortete ich höflich. "Ah wir brauchen doch gar nicht so förmlich zu sein. Nenn mich einfach Susan, Liebes".
Ich legte mich auf die Liege und krempelte meinen T-Shirt bis zu meiner Brust, als Susan fragte: "Du bist also in der zehnten Woche, Bella?". "Ja", antwortete ich nervös. "Okay dann lass uns mal sehen, wie es dem Baby da drin geht. Achtung, das könnte sich etwas kalt anfühlen", sagte sie bevor sie mir eine blaue Creme auf den Bauch schmierte. Edward setzte sich währenddessen auf einen Hocker, der sich neben der Liege befand und küsste meinen Handrücken. Susan verteilte mit einem Gerät die Creme auf meinem Bauch und verharrte danach an meinem Unterleib. Auf dem Bildschirm erschien ein winziger Körper und ein kleines pochen ertönte aus der Maschine. "Die Herzschläge sind ziemlich stark", bemerkte Susan lächelnd. "Ist das unser Baby?", fragte ich Edward und merkte, wie meine Augen sich mit Tränen füllten. "Das ist unser Baby", antwortete er lächelnd. Seine Augen glitzerte vor Freude. Jedoch konnte ich auch ein klein wenig Angst in ihnen erkennen.
"Für die zehnte Woche scheint alles in Ordnung zu sein. Wollt ihr zwei ein Bild?", fragte Susan. Ich schaute zu Edward und sah, dass er mich anlächelte. "Ja", antwortete er ohne seinen Blick von mir abzuwenden.
Ich richtete mich auf und zog das T-Shirt wieder über meinen Bauch als Susan sagte: "Ein weiterer Termin, wäre dann in acht Wochen. Bis dahin noch alles gute".
Hand in Hand gingen wir durch die Flure des Krankenhauses, während ich mir das Bild unseres Kindes ansah. "Bella?", fragte Edward plötzlich besorgt. Ich hatte nicht bemerkt, dass ich angefangen hatte zu weinen. "Hey Baby", sagte Edward und schloss mich in seine Arme. "Alles okay?" Ich nickte an seine Brust, während er meine Stirn küsste. "Du kannst dir nicht vorstellen, wie glücklich ich gerade bin", flüsterte er lächelnd.
"Geht's wieder?". "Ja, das waren wieder die Hormone", antwortete ich. "Ich denke das war einfach nur Freude", lächelte Edward und küsste meine Wange. "Wir sehen uns Zuhause", hauchte er. "Kommst du nicht mit?". "Baby, ich habe noch zwei Patientin aber danach komme ich sofort nach Hause. Ich will gerade nichts mehr als bei dir zu sein!". "Okay", sagte ich und gab ihm einen kleinen Kuss auf den Mund, bevor ich zu meinem Wagen ging.
Ich schmiss meine Tasche auf den Beifahrersitz, wobei mir das Ultraschallbild wieder ins Auge stach. Lächelnd zündete ich den Motor und fuhr los. Es gab eine Person, die ich jetzt unbedingt besuchen musste!
Danke fürs Lesen! Ich freue mich über Reviews! :)
Fortsetzung folgt...
