Oh mein Gott! Fragt mich nicht, was ich falsch gemacht habe, aber ich habe eindeutig irgendwas gemacht. Denn das letzte Kapitel hatte ich noch überhaupt nicht vor, zu veröffentlichen. grr..
Vor allem, weil es falsch ist. Dazwischen fehlen noch 2!!!
Diese habe ich jetzt zu einem zusammengefügt, also kriegt ihr jetzt ein RICHTIG langes...
Tut mir leid, dass ich euch so verwirre, trotzdem danke für alle Reviews! Ich bin froh, dass ihr Rorys nicht sehr Rory-haften Taten nicht übel nehmt...
Hannah
KUSS
Rory warf einen Blick auf ihren Cocktail, den sie schon wieder halb ausgetrunken hatte.
Robert war- langweilig. Es gab kein Wort, das ihn besser beschreiben könnte.
„Hast du Geschwister?", fragte sie, um das Gespräch am Laufen zu halten. Er warf ihr einen komischen Blick zu bevor er antwortete. „Drei Schwestern. Ich bin der Älteste."
Rory nickte und nippte an ihrem Getränk. Stimmt, das hatte er schon einmal erwähnt. Verdammt. Warum kam niemand um sie zu retten? Ihre Freunde mussten doch sehen, wie sehr sie litt. Immerhin war das hier ihr 4. Cocktail innerhalb einer halben Stunde. „Sie sind nervig. Besserwisserisch. Und ich bin froh, dass sie noch zur Schule gehen."
Rory sah Robert an und versuchte angestrengt, sich zu erinnern, wovon sie redeten. Richtig. Geschwister. „Ich habe keine Geschwister. Ich wollte immer welche, aber meine Mutter hat nie jemanden gefunden, mit dem es so ernst wurde." Rory dachte an ihre Mom und lächelte. Hoffentlich lief ihr Date besser.
„Sei froh. Meine Schwestern klauen mir immer mein Auto, werden von meinen Eltern verhätschelt und bevorzugt. Sie sind verwöhnte Kinder. Ich habe wirklich Glück gehabt, dass ich anders geworden bin."
Rory verschluckte sich an ihrem Sex on the Beach und hustete. Er wollte ihr doch nicht wirklich sagen, dass er nicht verwöhnt war? Für die ersten 10 Minuten hatten er von seinen geliebten Autos geredet, dann war er übergegangen, Leute zu verurteilen, die weniger Geld hatten. Rory hatte nicht widersprochen, sie war sich sicher, dass es sowieso keinen Sinn hatte. Sie hatte ihn auch nicht darüber aufgeklärt, dass sie selbst ohne Geld aufgewachsen war.
„Alles in Ordnung?", fragte Robert besorgt und klopfte ihr auf den Rücken. Rory nickte schwach. „Mir ist nur gerade eingefallen, dass ich doch Geschwister habe. Eine Schwester, um genau zu sein. Aber die wohnt bei meinem Dad."
Robert nickte irritiert und Rory lächelte. „Scheinbar vertrage ich nicht so viel Alkohol in so wenig Zeit.", meinte sie entschuldigend.
Doch Robert grinste nur und lehnte sich etwas vor. „Das ist in Ordnung. Meistens hat man viel mehr Spaß, wenn man ein wenig angesäuselt ist.", meinte er mit einer Stimme, die, wie Rory vermutete, verführerisch klingen sollte.
Sie lachte unsicher und ging einen Schritt rückwärts, um die Distanz zwischen den beiden wieder zu vergrößern. So angetrunken war sie definitiv nicht, dass sie sich von Robert anmachen ließ.
Robert schien nicht zu bemerken, dass sie sich nicht wohl fühlte in seiner Nähe und rückte wieder ein Stückchen näher. „Ehrlich gesagt war ich ein bisschen überrascht, als du einem Date mit mir zugestimmt hast.", meinte er ehrlich. Rory schnaubte leise.
Zustimmen würde sie das wirklich nicht nennen. „Nachdem, was sich hier so rumspricht, hatte ich vermutet, dass du mich abblitzen lassen würdest.", meinte er leise und mit rauer Stimme und kam noch ein bisschen näher. Rory, die gerade einen weiteren Schritt nach hinten machen wollte blieb angewurzelt stehen. Die Gerüchte um sie, Logan und Tristan waren doch längst verflogen, oder nicht?
„Was hast du denn gehört?", fragte sie langsam. Robert zuckte mit den Schultern.
„Dass du ein wenig prüde bist. Ich meine, du hast sowohl Logan als auch Tristan abblitzen lassen, so was spricht sich rum. Und auch sonst hast du dich noch nicht einmal verabredet. Du kennst die Leute ja, sie reden. Meinten, du wärst kalt wie eine Flunder, würdest die Kerle heiß machen und sie dann fallen lassen. Stimmt das, Rory Gilmore?", fragte er und mit einem einzigen Griff hielt er sie in seinen Arm und drückte seinen Mund auf ihren. Rory war schockgefroren. Aus mehreren Gründen.
Sie konnte es nicht fassen. Sie konnte nicht fassen, was die Leute sagten und sie konnte nicht fassen, dass er sie einfach küsste. Und am wenigsten konnte sie fassen, dass sie nichts dagegen tat, dass er sie küsste.
Bevor sie weiter nachdenken konnte hatte sie seine Zunge in ihrem Mund. Erschrocken riss sie die Augen auf und sah sich um. Ein paar Leute hatten sich zu ihnen umgedreht und sahen die beiden interessiert an. Der Rest, der Großteil der Party, bemerkte die beiden nicht.
Als Rory plötzlich merkte, wie seine Hand langsam ihren Rücken hinunterglitt, löste sie sich von ihm.
Bevor er fragen konnte, was los ist, kamen Rosemary und Juliet zu ihnen. „Rory, wir müssen dich entführen, sofort."
Rory nickte benebelt doch Robert protestierte. „Merkt ihr nicht, dass ihr stört?", fragte er empört. Juliet und Rose sahen sich an. „Es ist ein Notfall", meinte Rose dann schnell.
Juliet nickte.
„Ja, Rose hat mit Finn rumgemacht.", fügte sie hinzu. Rosemary riss die Augen auf und sah ihre blonde Freundin entsetzt an.
„Juliet", zischte sie. Doch Robert grinste.
„Ich sehe ein, das ist wirklich ein Notfall. Bringt sie mir nur schnell wieder", er zwinkerte Rory zu und verschwand zu ein paar Freunden von sich, die die ganze Szene interessiert beobachtet hatten.
Rory seufzte erleichtert. „Wo zur Hölle ward ihr die ganze Zeit? Ich hab euch gebraucht!", meinte sie, als sie sich sicher war, dass niemand zuhörte. Sie schüttete den Rest des Cocktails in sich hinein und stellte das Glas auf die Theke.
Rose und Juliet nickten. „Tristan hat uns verboten dir zu helfen. Er meinte, du hättest dir das Date eingebrockt, dann solltest du dich auch wieder alleine rauswinden.", meinte Juliet entschuldigend. Rory schnaubte. „Aber als er gesehen hat, dass Robert dir näher und näher kam, war er einverstanden, dass wir dir helfen.", sagte Rosemary vorsichtig und sah Rory prüfend an. Diese seufzte erneut und schloss ihre Augen.
Alles um sie herum drehte sich, es war zu laut, es war zu heiß und sie konnte nicht klar denken. Nur, dass sie immer noch Roberts Geschmack in ihrem Mund hatte. Sie verzog ihr Gesicht und wendete sich dem Barkeeper zu. „Ich brauche noch einen. Oder nein, lieber Bacardi-Cola."
Der Mann nickte und Rory wendete sich wieder ihren neugierigen Freundinnen zu.
„Also...", meinte Juliet als Rory keinerlei Anstalten machte, etwas zu sagen. Rory mied die Blicke und nahm ihr Glas dankbar entgegen.
„Warum hast du ihn geküsst?", platzte es schließlich aus Rose raus. Rory zuckte mit den Schultern. „Er hat mich geküsst.", stellte sie klar. Juliet verdrehte die Augen. „Kein großer Unterschied. Du hast dich nicht gerade gewehrt.", meinte sie. Wieder ein Schulterzucken von der Brünetten. „Er hat mich überrumpelt, das ist alles.", meinte sie ausweichend. Sie hatte keine Lust, den beiden Tratschtanten von dem zu erzählen, was Robert gesagt hatte. Darüber würde sie mit ihrer Mom reden. Oder mit Tristan. Tristan!
„Wenn ihr mich entschuldigen würdet, ich muss Dugrey suchen", meinte sie abrupt und ließ die beiden Mädchen ohne ein weiteres Wort stehen.
Tristan konnte nicht fassen, dass sie sich von diesem Idioten hatte küssen lassen. Was war nur los mit ihr? Alles nur, um ihnen zu beweisen, dass sie kein Kind mehr war? Tristan wusste das doch, Gott, er wusste es wohl besser als die meisten.
Er sah, wie sie sich von Rosemary und Juliet wegbewegte und ihre Augen den Raum durchstreiften. Sicher suchte sie ihn. Schließlich hefteten sich ihre stechend blauen Augen in seine und sie machte sich auf den Weg zu ihm. Er ließ sie nicht aus den Augen. Sie war ganz klar angetrunken. Nun, vielleicht auch nur angeheitert, aber das reichte schon. Wieso musste sie auch so viel trinken? 4 Cocktails in so kurzer Zeit. Sie wusste doch, dass sie absolut nichts vertrug.
Er seufzte als sie näher und näher kam, ihre Augen noch immer auf ihn fixiert. Sie sah natürlich unglaublich aus. Ihr graues Kleid betonte ihre Figur auf die Art, die jeden Kerl lechzen ließ. Ihn inklusive. Er hasste es, dass er wusste, wie sie ohne das Kleid aussah. Dass er wusste, wie weich sich ihre Haut anfühlte, wie sie schmeckte. Denn all das machte es noch viel schwieriger, ihr Freund zu sein. Sich nicht zu wünschen, er wäre an Roberts Stelle gewesen.
Tristan seufzte und versuchte, diese Gedanken aus seinem Kopf zu bekommen. Er war zu betrunken, als dass er solche gefährlichen Dinge denken sollte. Immerhin war das genau sein Zustand gewesen, als er Rory mit in sein Zimmer gezogen hatte.
Rory erreichte ihn letztendlich und funkelte ihn wütend an. Tristan lachte über die Ironie dieses Dejavu's. So war sie an dem Abend auch gewesen. Wütend. Betrunken.
Flashback
„Weißt du, Tristan Dugrey, als du meintest: „Komm schon, Rory, du kannst meine Geburtstagsparty nicht verpassen. Ich werde 18. Letzter Geburtstag mit all diesen Idioten von unserer Schule. Und ich werde dir nicht von der Seite weichen!", dachte ich nicht, dass du mich schließlich allein mit der Bowle lassen würdest. Ich meine, ich komme hier her, obwohl ich niemanden außer dich mag, lass dich mein Buch stehlen, tue so, als wäre ich gerne hier. Und was tust du? Sagst mir, dass ich Spaß haben soll und mich mal ein bisschen gehen lassen soll und lässt mich stehen, nur um einen Quickie mit irgendeinem Blondchen zu haben. Ich hoffe, du bist glücklich, dass ich mich gehen lassen habe. Denn anstatt zu lesen habe ich getrunken. Bowle. Ich habe sie Bob die Bowle genannt, damit ich wenigstens irgendwen hier kennen lerne. Und Bob und ich sind mittlerweile gute Freunde, weißt du? Wir hatten viel Spaß zusammen, aber irgendwas sagt mir, dass eine zu innige Freundschaft nicht gut für mich wäre und eher zu Kopfschmerzen führen würde. Also lasse ich jetzt meine Frustration an dir aus, Dugrey-" Tristan sah sie verdutzt an und führte sie von den anderen weg in den Flur im 1. Stock.
Sie hörte natürlich nicht auf zu reden, sie war stinksauer. Er konnte es nachvollziehen. Er hatte sie wirklich im Stich gelassen. Aber in dem Moment, in dem sie durch seine Tür kam und ihm gratulierte war ihm klar, dass er so viel Abstand wie möglich von ihr brauchte. Sie hatte noch nie so sexy ausgesehen. Er kannte sie in ihrer Schuluniform, er kannte sie in Jeans und Shirt, er kannte sie im Abendkleid. Und ja, das eine Mal auf der Party von Maddy hatte sie sich zurecht gemacht. Aber das war zwei Jahre her und sie hatte sich wirklich entwickelt. Sie war jetzt 18 Jahre alt, und heißer denn je.
Außerdem hatte sie keinen Freund. Jess war vor drei Wochen abgehauen. Sie war Single und heiß. Gefährlich. Zu gefährlich für Tristan. Natürlich konnte sie nicht verstehen, dass das der Grund war, warum Tristan sie so weit wie möglich von sich fernhielt. Die Maria die sie war, hatte sie keine Ahnung, was sie in ihm verursachte.
Jetzt stand sie vor ihm, ihre Arme vor ihrem roten Top verschränkt, rümpfte ihre Nase wie sie es immer tat wenn sie etwas ärgerte und funkelte ihn böse an.
Sie trat von einem Bein zum anderen und Tristan warf einen Blick auf ihre Beine. Natürlich ein Fehler. Sie hatte Lorelais Schuhe an, die schwarzen Stiefel, von denen er gar nicht gewusst hatte, wie provozierend sie sein konnten und einen kurzen Jeansrock. Einen zu kurzen Jeansrock. Tristan hätte nicht gedacht, dass sie so kurze Röcke tragen würde, sie war immerhin das Mädchen, dass ihren Schulrock nicht mal auf die Länge hin kürzte, die erlaubt war. Er hatte noch nie soviel Bein von ihr gesehen. Lange Beine. Nackte Beine. Er zwang seinen Blick wieder auf ihr Gesicht.
Er musste diese Gedanken loswerden. Es waren böse Gedanken, Gedanken, die man im Zusammenhang mit Rory nicht haben durfte. Das war einfach verboten. Sie schien nicht zu bemerken, dass er ihr längst nicht mehr zuhörte und redete weiter und weiter.
„Ich meine, ich dachte wir sind Freunde. Ich bin nur wegen dir hier, Tristan, wegen dir. Und du lässt mich sitzen. Das ist fies und unfair, du weißt, dass ich ohne dich niemals gekommen wäre. Ich verstehe dich wirklich manchmal nicht, Dugrey, ich weiß wirklich nicht, was in deinem Kopf vorgeht, dass du von Null auf Arsch kommst. Wir sind Freunde, du weißt, dass ich immer für dich da bin und ich dachte, das beruht auf Gegenseitigkeit, aber scheinbar habe ich mich getäuscht." Tristans Magen verknotete sich bei ihren Worten. Sie hörte sich nicht mehr wütend an, sondern enttäuscht.
„Warum, Tristan? Warum hast du mich einfach so stehen lassen? Bin ich dir so egal, dass du-" Weiter kam sie nicht, weil Tristan schließlich genug von ihrer Rede hatte und einfach das tat, was ihm als erstes einfiel: Er küsste sie.
Scheinbar hatten sie sich bewegt denn er bemerkte plötzlich, dass er sie gegen die Wand vor seiner Zimmertür gepresst hatte. Er löste sich langsam vor ihr und atmete tief durch. Als er zu ihr sah blickten ihn zwei große, verwirrte blaue Augen an. Tristan seufzte doch machte keinerlei Anstalten, sich von ihr weg zu bewegen.
„Deswegen", meinte er leise und erschrak selbst darüber, wie verletzlich sich seine Stimme anhörte. Rory schien nicht zu begreifen, was er ihr sagen wollte. „Deswegen bin ich dir aus dem Weg gegangen.", stellte er klar und Rory nickte langsam. Erleichterung durchflutete ihn als sie ihn nicht wegdrückte. Die beiden waren immer noch gefährlich nah beieinander, seine Hände an ihren Seiten, ihre auf seiner Brust.
Sie schien nachdenklich zu sein und hatte ihren Blick auf ihre Hände gesenkt. Tristans Gedanken wirbelten in seinem Kopf herum. Er hatte sie geküsst, wirklich geküsst. Und sie hatte sich nicht gewehrt. Sie hatte sich nicht gewehrt und war noch immer an die Wand gedrückt an ihn gepresst. Er sah das Mädchen vor sich an und lächelte. Ihre Lippen waren geschwollen, ihre lockigen Haare durcheinander und sie schien verwirrt. Schließlich hob sie ihren Blick wieder und sah ihm in die Augen und er hielt die Luft an.
Warum musste sie so sexy sein? So verdammt sexy? Er kam mit seinen Gedanken nicht weiter, weil Rory seinen Kopf zu sich runter zog und ihn erneut küsste. Überrascht ließ er es sich gefallen bis sie sich wieder von ihm löste. Sie biss sich auf die Lippe, sah ihn einen Moment lang nachdenklich an und zuckte dann mit den Schultern.
Tristan grinste und küsste sie wieder, diesmal war sie nicht überrascht, sie zögerte nicht, sie küsste ihn einfach zurück und zog ihn wenn möglich noch näher zu sich heran. Tristan stöhnte leise und er spürte, wie sie gegen seine Lippen grinste.
„Komm, Dugrey, ich habe das Gefühl, das hier ist dein Zimmer!", meinte sie schließlich mit einer Stimme, die er noch nie von ihr gehört hatte. Sie sah ihn mit einem herausfordernden Blick an und öffnete die Zimmertür. Tristan schüttelte den Kopf und grinste. Und wie er kommen würde, dachte er noch und folgte ihr schnell in sein Zimmer...
Flashback Ende
„Dugrey, hörst du mir überhaupt zu?"
Erschrocken riss sich Tristan aus seinen Gedanken und sah Rory an, die eine Hand in die Seite gelegt hatte.
Tristan schüttelte den Kopf.
„Du bist betrunken", stellte er fest, ob besorgt oder amüsiert, er war sich nicht sicher. Rory nickte. „Und ich bin mir sicher, dass du das weißt. Immerhin hast du mich die ganze Zeit beobachtet. Und mir dennoch nicht geholfen! Was ist nur los mit dir?", fragte sie und stach ihm mit ihrem Zeigefinger in die Brust. Er zuckte nur mit den Schultern. „Du solltest deine Lektion lernen", meinte er gleichgültig.
Rory schnaubte. „Und welche Lektion bitte?", fragte sie verärgert.
„Dass du dich nicht mit jedem auf ein Date einlassen sollst. Du sagst, du bist erwachsen genug, um eigene Endscheidungen zu treffen und dich mit Kerlen zu treffen, wie du es willst? Gut, aber dann erwarte nicht, dass wir dir raushelfen. Wenn du groß genug bist, zu daten, musst du auch groß genug sein, auf dich selbst auf zu passen.", erklärte er und sah zufrieden, wie Rorys Ärger ein wenig zusammensackte. Sie würde es nie zugeben, aber sie wusste, dass er recht hatte.
„Wie wäre es mit einem Deal: Du mischt dich nicht in meine Beziehungen, Dates oder sonstiges ein und ich passe von nun an auf mich selber auf. Wie klingt das?", fragte sie und lehnte sich erschöpft an eine Wand. Tristan sah sie aufmerksam an.
„Ist alles in Ordnung?", fragte er zögerlich. Er kannte Rory, irgendwas stimmte nicht. Rory verdrehte die Augen und nickte. „Weich nicht aus. Was sagst du zu meinem Deal?", antwortete sie.
Tristan zuckte mit den Schultern und nahm einen Schluck von seinem Jim Beam. „Nein", meinte er schließlich lässig. Rory sah ihn verwirrt an. „Nein?", wiederholte sie ungläubig. Tristan nickte zur Bestätigung. „Aber.. Warum nein?", fragte sie fassungslos. Tristan seufzte.
„Rory", meinte er dann ruhig, „Du bist meine beste Freundin und wie eine kleine Schwester für mich", er stockte kurz, sich an seine nicht sehr schwesterlichen Gedanken erinnernd, doch fuhr dann fort. „Du bedeutest mir unglaublich viel und wenn ich sehe, dass du dich unter Wert verkaufst oder schlecht behandelt wirst, dann kannst du nicht erwarten, dass ich daneben stehe und nichts tue. Und Robert ist nichts für dich. Ich meine, allein die Tatsache, dass er dich in dieses Date getrickst hat zeigt das doch." Er sah Rorys verwirrten Blick und seufzte. „Ich habe mit Lorelai telefoniert und sie hat es mir gesagt.", erklärte er.
„Du hast mit meiner Mom telefoniert? Weil ich ein Date hatte?", fragte Rory und er sah gerade zu, wie sich ihr Ärger wieder ansammelte.
Er zuckte mit den Schultern und lächelte. „Ich hab mir Sorgen gemacht. Mir war klar, dass mit dem Date irgendwas nicht stimmt. Du bist doch viel zu klug als einem Date mit diesem Arsch zuzustimmen.", meinte er sanft und streichelte ihr über ihren Arm.
Rory seufzte. „Lass uns nach Hause gehen", meinte sie dann flehend und Tristan nickte.
Er hatte auch genug von dieser Party.
„Ich sag kurz den anderen Bescheid, du wartest draußen, in Ordnung?", fragte er und Rory lächelte dankbar.
Tristan fand die drei Jungs an der Bar. „Hey, ich wollte nur sagen, dass Rory und ich jetzt gehen", meinte er lässig und drehte sich wieder zum Gehen. „Ihr habt euch also wieder vertragen?", fragte Colin interessiert und Tristan lächelte. „Natürlich", meinte er nur. Er sah zu Logan, der ihn stechend ansah. „Ist alles in Ordnung mit ihr?", fragte er zögerlich. Tristan nickte. „Sie hat nur ein wenig zu viel getrunken", meinte er langsam. Die Jungs nickten grinsend.
„Viel Spaß noch und tut mir einen Gefallen: Sagt Robert, dass er in Zukunft die Finger von ihr lassen soll."
Colin und Finn zögerten, doch Logan nickte lachend. „Mit großem Vergnügen.", meinte er nur.
Tristan grinste und machte sich auf den Weg nach draußen.
