29: Familie
Thema: #024 ~ Familie
Word Count: 319


Schon bald ward es ein Ritual, dass Suzie und Madison sich morgens mit Horatio aus dem Bett erhoben, um mit ihm gemeinsam den neuen Tag zu begrüßen und somit Gottes schöpferischer Kraft zu huldigen.
Und so speiste Horatio seine beiden liebsten, bevor sie da traten aus seiner Behausung und sich aufmachten zu der Einrichtung der öffentlichen Bildung, wo Madison von den Weisesten des Staates Florida unterrichtet wurde, auf das Klugheit und Schönheit und Unschuld eines Tages in ihrer Gestalt vereint seien.
Und so ging ihre kleine Tochter hinfort und Suzie und Horatio bedachten das Kind mit einem Lächeln, ehe auch sie sich zum gehen wandten.
Da sah Suzie zu ihrem Heiland auf und sprach: „H, ich danke dir, dass du uns so gütig bei dir aufgenommen hast. Doch du scheinst mir verändert. Sag mir, liege ich falsch?"
„Gewiss nicht", entgegnete Horatio da und setzte auf seine Sonnenbrille der Gerechtigkeit, als die Sonne heller zwischen den Häusern hindurch schien. „In der Tat fühle ich mich verändert, doch nicht auf die Weise von der du sprichst. Ihr seid mein Licht und die Fleisch gewordene Liebe Gottes. Ich bin glücklich euch in der Mitte meiner Jünger und in meinem Leben zu haben."
Voll Verwirrung blinzelte Suzie und sprach: „Aber warum hast du solang gezögert, dir diese Gnade Gottes zueigen zu machen? Warst du dir sicher, dass sich alles eines Tages so glücklich zusammen füge würde?"
„Auch dies kann ich verneinen", sprach Horatio. „Nichts ist je ganz gewiss und bis ich euch traf ward ich mir nicht einmal sicher, dass ich mich danach sehnte. Doch nun sind meine Wünsche vollkommen, denn ich brauche nicht mehr als das und nichts kann den Siegeszug des Guten gegen die Mächte der Finsternis noch aufhalten."
Da lächelte Suzie. „Ein jeder, der je an dir zweifelte, mein Herr", sprach sie, „Wird verstummen angesichts deiner Worte."
Und Horatio sprach: „Dank euch, denn euch hat der Himmel zu mir geschickt."