DISCLAIMER:
-- Midnight Sun belongs to Stephenie Meyer; I'm just trying to make it accessible to German-speaking fans :)
-- Midnight Sun ist Eigentum von Stephenie Meyer; ich versuche nur, es deutschprachigen Fans zugänglich zu machen :)
So, endlich funktioniert fanfiction wieder (eig. hättet ihr das Kapitel schon gestern gekriegt) ... ich poste das gerade in den heiligen Hallen der Universität Wien (erbaut 1365!) fühlt euch geehrt ... hinter mir an der Wand stehen so Namen wie Sigmund Freud! ;)
So, genug des Geschwafels:
Ich bin wieder daaaa!! :D
Hura. (zumindest hoff ich, ihr freut euch gg)
Also, tut mir Leid dass es solange gedauert hat aber ich bin umgezogen und diese Woche hat die Uni wieder angefangen (wie ich einigen von euch schon mitgeteilt hab)
Jetzt wird es hoffentlich keine solangen Pausen mehr zwischen den Kapiteln geben, das nächste ist übrigens auch schon so ziemlich fertig! :)
Vielen lieben Dank wie immer an majan25, sie trägt genauso viel zu dieser Übersetzung bei wie ich!
Rückblende:
Es ist ein typischer Nachmittag bei den Cullens und jeder geht seinen Freizeitbeschäftigungen nach ... Edward spielt nach langer Zeit wieder einmal etwas am Klavier – nämlich Bellas Schlaflied ...
Alice überließ Jasper seinem Schicksal und setzte sich neben mich auf die Bank. Mit ihrer trillernden, glockenhellen Stimme begann sie eine wortlose Oberstimme vorzugeben, die zwei Oktaven höher als die Grundmelodie war.
„Das gefällt mir", murmelte ich. „Aber wie wär's damit?"
Ich fügte dem Akkord ihre Notenzeile hinzu – meine Hände flogen jetzt über die Tasten, um die einzelnen Teile zusammenzufügen – veränderte ihn ein bisschen, ...
Sie erfasste die neue Stimmung sofort und sang mit.
„Genau. Perfekt", sagte ich.
Esme drückte meine Schulter.
Doch nun konnte ich das Ende sehen, nun da sich Alices Stimme über die Melodie erhob und sie in eine andere Richtung führte. Ich konnte sehen, wie der Song enden musste, denn das schlafende Mädchen war perfekt, genauso wie sie war und jegliche Veränderung wäre falsch und traurig. Das Lied driftete auf diese Erkenntnis zu, es war jetzt langsamer und tiefer. Auch Alices Stimme wurde tiefer und feierlich; es war eine Tonlage, die unter die hallenden Bögen einer von Kerzen erleuchteten Kathedrale gehörte.
Ich spielte die letzte Note und beugte dann resigniert meinen Kopf über die Tasten.
Esme streichelte mir übers Haar. Alles wird gut werden, Edward. Keine Sorge, am Ende wird die Sache gut ausgehen. Du verdienst es, glücklich zu werden. Das schuldet das Schicksal dir.
„Danke", flüsterte ich und wünschte mir, ihr glauben zu können.
Die Liebe bekommt man nicht immer angenehm verpackt.
Ich lachte humorlos auf.
Du bist vor jedem Anderen auf der Welt wahrscheinlich am Besten dafür geeignet, mit so einer schwierigen Situation umzugehen. Du bist der Beste und Klügste von uns allen.
Ich seufzte. Jede Mutter dachte dasselbe über ihren Sohn.
Esme war noch immer voller Freude darüber, dass nach all der Zeit jemand mein Herz berührt hatte, ganz egal wie viel potentielles Drama die Angelegenheit mit sich brachte. Sie hatte gedacht, ich würde für immer alleine bleiben ...
Sie wird dich ebenfalls lieben, dachte sie plötzlich und überraschte mich mit der Richtung, in die ihre Gedanken gingen. Wenn sie ein kluges Mädchen ist. Sie lächelte. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand dumm genug wäre, um nicht zu sehen, was für ein toller Fang du bist.
„Hör auf, Mom, ich lauf gleich rot an", neckte ich sie. Obwohl ihre Worte für mich sehr unwahrscheinlich klangen, heiterten sie mich doch auf.
Alice lachte und begann, die obere Stimme von „Heart and Soul" zu spielen. Ich grinste und vollendete die simple Harmonie mit ihr. Dann machte ich ihr die Freude und spielte „Chopsticks".
Sie kicherte und seufzte dann. „Ich wünschte, du würdest mir verraten, warum du Rose ausgelacht hast", sagte Alice. „Aber ich kann sehen, dass du es nicht tun wirst."
„Nein."
Sie schnipste mit dem Finger gegen mein Ohr.
„Sei nett, Alice", tadelte Esme. „Edward benimmt sich einfach wie ein Gentleman."
„Aber ich will es wissen."
Ich musste über ihren quengeligen Tonfall lachen. Dann sagte ich: „Hier, Esme", und begann, ihr Lieblingslied zu spielen, eine namenlose Hommage an die Liebe, die ich zwischen ihr und Carlisle seit so vielen Jahren beobachtete.
„Danke, mein Schatz." Sie drückte wieder meine Schulter.
Ich musste mich nicht konzentrieren, um das altbekannte Stück zu spielen. Stattdessen dachte ich an Rosalie, die sich in der Garage immer noch buchstäblich vor Scham wand und konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen.
Da ich selbst gerade erst die Mächtigkeit der Eifersucht entdeckt hatte, konnte ich ein kleines bisschen Mitleid für sie aufbringen. Es war ein elendes Gefühl. Natürlich war ihre Eifersucht tausendmal unbedeutender als meine.
Ich fragte mich, auf welche Art und Weise Rosalies Leben und ihre Persönlichkeit anders gewesen wären, wäre sie nicht immer die Schönste von allen gewesen. Wäre sie ein glücklicherer Mensch geworden, ohne ihre Schönheit als ihre beste Eigenschaft? Weniger egozentrisch? Mitfühlender? Nun, wahrscheinlich war es sinnlos, sich das zu fragen, denn die Vergangenheit war vergangen und sie war immer die Schönste von allen gewesen. Auch als Mensch hatte sie immer im Scheinwerferlicht ihrer Lieblichkeit gestanden. Nicht, dass es ihr etwas ausgemacht hätte. Das Gegenteil war der Fall – sie liebte Bewunderung mehr als alles Andere. Das hatte sich mit dem Verlust ihrer Sterblichkeit nicht geändert.
Es war daher keine Überraschung, wenn man dieses Bedürfnis in Betracht zog, dass sie verletzt gewesen war, als ich sie nicht von Anfang an wegen ihrer Schönheit verehrt hatte, so wie sie es von allen Männern erwartete. Nicht, dass sie mich auf irgendeine Art und Weise gewollt hätte - ganz und gar nicht. Aber trotz dieser Tatsache hatte es sie geärgert, dass ich sie nicht gewollt hatte. Sie war daran gewöhnt, begehrt zu werden.
Bei Jasper und Carlisle war es etwas anderes – sie waren beide bereits verliebt. Ich war völlig ungebunden und blieb trotzdem unberührt.
Ich hatte gedacht, dass wir diesen alten Groll begraben hatten. Dass sie es lange hinter sich gelassen hatte.
Und das hatte sie auch ... bis zu dem Tag, an dem ich endlich jemanden fand, dessen Schönheit mich so berührte, wie die ihre es nicht getan hatte.
Rosalie war in dem Glauben gewesen, dass, wenn ich ihre Schönheit nicht für anbetungswürdig befand, es auf der ganzen Welt keine Schönheit geben würde, die mich bewegen konnte. Sie war seit dem Moment, in dem ich Bellas Leben gerettet hatte, außer sich gewesen vor Wut, da sie mit ihrer durchtriebenen weiblichen Intuition mein Interesse wahrgenommen hatte, dessen ich mir selbst praktisch nicht bewusst gewesen war.
Rosalie war zu Tode beleidigt, weil ich irgendein unwichtiges menschliches Mädchen anziehender fand als sie.
Ich unterdrückte wieder den Drang zu lachen.
Die Art, wie sie Bella sah, machte mir jedoch etwas aus. Rosalie dachte tatsächlich, das Mädchen wäre unscheinbar. Wie konnte sie das glauben? Es schien mir unverständlich. Zweifellos ein Produkt ihrer Eifersucht.
„Oh!", sagte Alice plötzlich. „Jasper, rate mal!"
Ich sah, was sie gerade gesehen hatte und meine Hände erstarrten auf den Tasten.
„Was, Alice?", fragte Jasper.
„Peter und Charlotte kommen uns nächste Woche besuchen! Sie werden hier in der Gegend sein, ist das nicht nett?"
„Was ist los, Edward?", fragte Esme. Sie hatte gefühlt, wie sich meine Schultern verspannten.
„Peter und Charlotte kommen nach Forks?", fauchte ich Alice an.
Sie rollte mit den Augen. „Beruhige dich, Edward. Es ist nicht ihr erster Besuch."
Ich biss die Zähne zusammen. Es war ihr erster Besuch, seit Bella hierher gekommen war und ihr süßes Blut war nicht nur für mich anziehend.
Alice runzelte die Stirn, als sie meinen Gesichtsausdruck sah. „Sie jagen nie hier. Das weißt du."
Aber der Mann, der irgendwie Jaspers Bruder war und die kleine Vampirfrau, die er liebte, waren nicht wie wir; sie jagten auf die übliche Art und Weise. Ihnen konnte in Bellas Nähe nicht vertraut werden.
„Wann?", wollte ich wissen.
Sie schürzte unzufrieden die Lippen, aber teilte mir mit, was ich wissen musste. Montag früh. Niemand wird Bella etwas antun
„Nein", stimmte ich ihr zu und wandte mich dann an Emmett. „Bist du bereit, Emmett?"
„Ich dachte, wir ziehen morgen früh los?"
„Wir kommen Sonntag um Mitternacht zurück. Ist wahrscheinlich deine Sache, wann du loswillst."
„Na schön. Lass mich noch Rose ‚Auf Wiedersehen' sagen."
„Klar." Bei der Laune, die Rosalie hatte, würde es ein kurzes ‚Auf Wiedersehen' werden.
Jetzt drehst du wirklich komplett durch, Edward, dachte er, als er auf die Hintertür zuging.
„Ich nehme an, das tu ich."
„Spiel noch einmal das neue Lied für mich", bat mich Esme.
„Wenn du das gerne möchtest", willigte ich ein, obwohl ich ein wenig davor zögerte, der Melodie an ihr unvermeidliches Ende zu folgen – das Ende, das mich auf unbekannte Art und Weise schmerzte. Ich dachte einen Augenblick lang nach, holte dann die Verschlusskappe aus der Tasche und legte sie auf den leeren Notenhalter. Das half ein bisschen – mein kleines Andenken an ihr Ja.
Ich nickte mir selbst zu und begann zu spielen.
Esme und Alice wechselten einen Blick, aber keine von beiden fragte.
Vorschau:
Im nächsten Kapitel begleiten wir Emmett und Edward auf die Jagd und obwohl es sehr, sehr lustig wird, kommt auch ein ernstes Thema zur Sprache ...
