Chapter 29


Greg stand nur da und wusste nichts mehr zu sagen. Was war mit ihr los? Er verstand es nicht.

„Warrick kannst du mir sagen, was los ist?", er sah Warrick fragend an, der genauso perplex da stand wie er.

„Ja, ich weiß was los ist, aber ich glaube das muss sie dir selber sagen. Ich versuche aber mit ihr zu reden, so kann das nicht weitergehen.", sagte er und suchte Sara.

In Miami grübelte Grissom, warum Sara nicht an ihr Handy ging. Cath versuchte ihn zu beruhigen.

„Sie ist sicher am Tatort oder bei dem Opfer im Krankenhaus und wird sicher gleich zurückrufen wenn sie deine Nachricht abhört."

„Hm ja vermutlich, hast du recht. Aber sie war die letzten Tage so komisch. Ich weiß nicht was mit ihr los ist, sie war so verschlossen. Meinst du sie will doch nicht heiraten?", er sah Cath fragend an.

„Nein Gil, das glaube ich nicht. Sara liebt dich und freut sich auf die Hochzeit!"

°°°°°°°°°°°°°°°

„Sara, warte bitte.", rief Warrick ihr nach.

„Warrick bitte, lass mich in Ruhe, kümmere dich um deine Privatsache.", sagte sie wütend.

„Das hier ist meine Privatsache. Du bist meine Freundin und Cath meine Frau, der ich vertraue.", sagte er.

Sara sah ihn mit völligem Unverständnis an.

„Du solltest übrigens Grissom auch vertrauen."

Warrick hielt Sara fest, damit sie nicht wieder weglief. Er vertraute Cath, auch wenn er nicht mit ihr gesprochen hatte, weil er es einfach nicht konnte.

„Sara wir sollten uns nicht sofort ein Urteil bilden. Es gibt sicher eine logische Erklärung für alles.", sagte er.

„Was meinst du mit logisch? Dass unsere beiden Liebsten sich ineinander verliebt haben oder eine Affäre haben.", gab Sara giftig zurück.

„Sara, wach auf und denke mal logisch über die ganze Sache nach. Du kennst Grissom, traust du ihm das wirklich zu?", er wurde langsam ungehalten.

„Warrick ich weiß nicht was ich glauben soll. Ich liebe Grissom und vermisse ihn. Ich war so glücklich.", sagte sie von Tränen umgeben.

Warrick nahm sie in den Arm und tröstete sie.

„Weißt du was wir jetzt machen? Der Fall ist abgeschlossen. Wir setzen uns jetzt alle zusammen und gehen den Abschluss durch. Den Papierkram können wir immer noch machen. Danach schnappen wir Greg und fliegen mit dem nächsten Flieger nach Miami.", Warrick sah Sara lächelnd an.

Sara lächelte. Sie hatte Grissom wirklich die letzten Tage vermisst. Sie wollte Gewissheit haben, sie musste mit ihm reden, aber nicht am Telefon.

„Ok Warrick, das ist eine gute Idee.", sagte sie lächelnd.

„So gefällst du mir wieder, so habe ich dich viel lieber Sar.", sagte er erleichtert.

„Übrigens Warrick, es tut mir leid, wie ich mich die letzten Tage verhalten habe.", sagte sie ehrlich.

„Schwamm drüber, wir sind Freunde und haben es geklärt.", entgegnete er.

Gemeinsam gingen sie zurück ins Labor.

Greg sah die beiden lachend zurückkommen. Ihm fiel ein Stein vom Herzen.

Sara und Warrick erklärten ihm alles. Dann schlossen sie ihren Fall ab und gingen nach Hause um ihre Sachen zu holen.

Die 3 hatten Glück, der nächste Flug nach Miami ging um 21h. Sara vollgepackt mit zwei Koffer. Davon einer nur für ihr Hochzeitskleid und den nötigen Hochzeitssachen.

Sie saßen im Flieger nach Miami und Sara hatte gemischte Gefühle. Was war, wenn doch alles wahr war, was sie gehört und gesehen hatte. In ihr zog sich etwas schmerzhaft zusammen, nein das durfte nicht sein. Sie musste Grissom vertrauen.

Greg, der neben ihr saß, nahm ihre Hand.

„Hey Honey, es wird schon alles gut gehen. Griss liebt dich, das weißt du.", sagte er aufmunternd.

Auch Warrick nickte ihr zu, er fühlte sich auch nicht wohler in seiner Haut. Er versuchte die Gedanken beiseite zu schieben und auf Cath zu vertrauen. Warum nur hatte er mit Cath nicht schon vorher geredet.

Zwei Stunden später landeten sie in Miami. Sie nahmen sich ein Taxi und fuhren als erstes zum Strandhaus von Horatio, wo Sara und Grissom bis zum Ende ihrer Flitterwochen wohnten. Es brannte kein Licht im Haus.

Sara wusste dass Grissom mit Horatio, und den anderen Essen war. Er hatte es ihr auf die Mailbox gesprochen. Sie rief aber nicht zurück. Sie wollte nicht mit Grissom am Telefon reden.

Warrick half ihr die Koffer ins Strandhaus zu tragen. Und dann fuhren auch Warrick und Greg zu ihrem Haus, dass sie gemeinsam mit Nick und Cath gemietet hatten.

Sara war müde, sie wusste nicht wann Grissom wieder kommen würde. Sie legte sich auf die Couch und machte ein wenig Musik an. Sie begann zu weinen, sie hatte Angst Grissom zu verlieren oder verloren zu haben. Sie wünschte sich, Grissom wäre bei ihr und sie könnte mit ihm reden. Sie vermisste ihn so. Das Weinen hatte sie müde gemacht und sie schlief ein.

Grissom war müde, er hatte die letzten Tage noch ein paar Mal versucht bei Sara anzurufen, aber sie hatte ihr Handy ausgeschaltet. Auch zu Hause war sie nie, und wenn ging sie nicht ans Telefon. Er machte sich Sorgen um sie. Was war nur mit ihr los? Er hatte die letzten Tage kaum geschlafen, weil er nicht wusste was mit ihr los war. Er hinterließ ihr Nachrichten, doch sie meldete sich nicht. Einmal hatte er in den Tagen mit ihr telefoniert, das Gespräch war kurz und sie war abweisend. Er fragte sich, ob sie in 2 Tagen überhaupt nach Miami kam.

Sara schlief fest und hörte nicht, als jemand die Tür aufschloss.

Grissom wunderte sich, warum Musik lief. Hatte er vergessen sie auszustellen? Er ging ins dunkle Wohnzimmer und schaltete die Anlage aus. Er wollte kein Licht machen. Seine Stimmung war düster und er hatte keine Lust auf Licht.

Er wollte gerade ins Bad gehen, als er Sara auf der Couch liegen sah. Er ging zu ihr. Sein Herz machte einen Sprung. Sie war hier, früher als erwartet. Grissom sah die schlafende Sara an, sein Herz quoll fast über vor Liebe zu ihr. Sie war so wunderschön, er hatte das Gefühl er hatte sie ewig nicht gesehen. Er sah, dass sie geweint hatte. Was war los mit ihr? Was war mit seiner Sara geschehen, warum hatte sie sich die letzten Tage so verändert?

„Hey Darling, ich bin es Gil.", sagte er und strich ihr sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

Sara schaute ihn verschlafen an. Jetzt wo sie ihm in die Augen sah, konnte sie nicht glauben, was sich Tage zuvor in seinem Büro abgespielt hatte.

„Hey Honey, wie geht es dir?", fragte sie lächelnd.

„Du fragst mich wie es mir geht? Darling wie geht es dir? Ich mache mir die größten Sorgen um dich. Du meldest dich nicht auf meine Anrufe, du warst so kalt bei unserem Abschied in LV. Willst du mich nicht mehr Heiraten? Geht es unserm Baby gut? Darling, sag mir was los ist, bitte, ich halte es nicht mehr aus!", sagte er mit belegter Stimme und Tränen in den Augen.

Sara schaute ihn an, in seine eisblauen Augen. Nein es war nicht wahr, er liebte sie, nur sie.

„Honey, ich habe dich so sehr vermisst, deswegen bin ich hier. Ich will dich immer noch Heiraten. Ich wollte nie etwas anderes", sagte sie ehrlich.

„Ja unserem Kleinen geht es auch gut!"

„Aber ich muss mit dir über etwas reden", sie sah ihn in seine mit Tränen gefüllten Augen.

„Darling du kannst mit mir über alles reden! Nur rede mit mir. Es war die Hölle die letzten Tage. Gott, habe ich dich vermisst!", er konnte seine Tränen nicht mehr halten.

Sara nahm ihn sanft in die Arme und konnte auch ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Sie kam sich so dumm vor, zu glauben, dass er sie nicht mehr liebt und eine Affäre mit Cath hatte.

„Weshalb ich so abweisend zu dir war….?", sie stockte und holte Luft, es fiel ihr schwer weiterzureden, sie schämte sich.

„Egal was es ist Sara, du kannst mir alles sagen, ich bin für dich da.", sagte er und nahm jetzt sie in die Arme.

„Gil, ich…. Ich dachte du hast eine Affäre mit Cath.", sagte sie und schaute ihn verlegen an.

Jetzt war es raus. Was würde er sagen, würde er sie auslachen, oder würde er ihr sagen, dass es stimmt.

„Sara, Darling, wie kommst du denn darauf? So etwas würde mir nie in den Sinn kommen, weder mit Cath noch mit irgendeiner anderen Frau! Ich liebe dich Sara, und nur dich!", sagte er irgendwie erleichtert.

„Warrick und ich, haben dich und Cath im Büro beobachtet vor ein paar Tagen."

Jetzt fiel es Grissom wie Schuppen von den Augen. Er musste grinsen. Sie war eifersüchtig. Das heißt sie liebte ihn noch immer.

„Sara, das vor ein paar Tagen in meinem Büro war eigentlich für dich bestimmt. Ich habe Cath gebeten mir zu helfen bei dem Trauspruch. Sie hat dabei deinen Part übernommen. Darling, glaube mir, ich habe ihr nur meine Spruch gesagt, nichts weiter!" er sah sie flehend an.

„Ist das war Gil? Oh ich war so eifersüchtig, ich habe mich so elend gefühlt.", sagte sie und ihr stiegen wieder die Tränen in die Augen.

„Sara, ich liebe dich über alles, aber irgendwie ist es süß zu sehen wie eifersüchtig du sein kannst.", stichelte er leicht.

Er nahm sie zärtlich in die Arme und küsste sie.

„Ich liebe dich auch Gil, kannst du mir verzeihen?", sie sah in fragend an.

„Darling da gibt es nichts zu verzeihen, ich war auf Nick ebenso eifersüchtig wie du auf Cath, also Gleichstand", sagte er lachend.

„Ich bin so glücklich, dass ich hier bin, sagte sie. Obwohl mich ja Warrick dazu gebracht hat, dir zu vertrauen und zu glauben.", sagte sie etwas beschämt.

„Die Tatsache ist, dass du mir vertraut hast am Ende und hier bist um mit mir zu reden!", sagte er zärtlich.

„Ja, oh Honey ich war so dumm, das zu glauben, aber es hat mich eben geschockt was du zu Cath gesagt hast.

„Ich habe noch etwas blödes getan", begann sie nach einer kleinen Pause.

Grissom sah sie verwirrt an.

„Was hast du getan?", er war jetzt etwas nervös. Hatte sie ihn in dem glauben, er hätte eine Affäre etwa auch betrogen, vielleicht mit Greg?

„Ich habe meinen Verlobungsring abgenommen…… würdest du ihn mir vielleicht wieder anstecken?", sie sah ihn verlegen an.

„Sicher, mach ich das. Sara, ich dachte eben schon das schlimmste. Aber das ist nicht schlimm, mit dem Ring, ich stecke ihn dir gerne noch ein zweites mal an den Finger, aber versprich mir, dass du ihn wegen so etwas nicht wieder abnimmst"

Er nahm den Ring von Sara entgegen und steckte ihn ihr an Finger und zog sie in seine Arme und küsste sie zärtlich.

„Ich verspreche dir, dass ich ihn nicht mehr wegen so etwas abnehme", sagte sie als sie sich von ihm gelöst hatte.

„Lass es uns vergessen, ich will dich jetzt endlich richtig küssen, ich habe mich so nach dir gesehnt meine Sara.", sagte Grissom und sah Sara voller Verlangen an.

Die Begierde der beiden steigerte sich von Kuss zu Kuss und von Berührung zu Berührung. Grissom drängte Sara rückwärts ins Schlafzimmer. Die Kleider der beiden wurden im ganzen Wohnzimmer verstreut.

Im Schlafzimmer hatten beide kein Halten mehr. Sie gaben sich ganz einander hin.

Irgendwann in den frühen Morgenstunden schliefen beide erschöpft, aber glücklich engumschlungen ein.

Als Sara gegen Mittag aufwachte, schlief Grissom noch tief und fest. Sie betrachtete ihn glücklich. Sie liebte ihn über alles und in ein paar Tagen würde sie seine Frau werden. Sie lächelte versonnen und merkte nicht, als Grissom wach wurde.

„Guten Morgen Darling, das ist ja mal ein schönes Bild am Morgen, dich lächelnd in meinen Armen, das hatte ich schon lange nicht mehr.", sagte er und küsste sie leicht.

„Morgen Gil, ja ich habe mir gerade unsere Hochzeit vorgestellt.", sagte sie freudig.

„Sara ich kann es kaum noch erwarten, dass du endlich meine Frau wirst."

„Ich freue mich auch schon sehr darauf!"

„Wollen wir dann mal frühstücken? Ich und unser kleines, haben Hunger.", sagte sie lachend und strich sich über den Bauch.

„Ja sicher, gute Idee ich habe auch Hunger."

Grissom beugte sich zu ihr und gab ihr einen leichten Kuss, dann beugte er sich runter und küsste ihren Bauch und strich zärtlich darüber.

„Was hattest du eigentlich für heute geplant.", fragte Sara ihm beim Frühstück.

„Ich wollte mich mit Calleigh, Nick und Cath treffen, wegen der Vorbereitung der Hochzeitsfeier.", sagte er und schaute auf die Uhr.

„Wann wolltest du dich mit ihnen treffen?"

„In einer Stunde, soweit ich mich erinnere, nach der Nacht.", grinste er.

Wenn Grissom an letzte Nacht dachte, hätte er am liebsten den ganzen Tag mit Sara im Bett verbracht.

„Du kommst doch mit, oder?", Grissom sah Sara fragend an.

„Ja sicher, komme ich mit, bin doch mal gespannt wie Warrick und Cath das Problem gelöst haben.", sagte sie schmunzelnd.

Eine Stunde später, trafen sie sich, nicht weit von dem Haus an einem Strandrestaurant. Sie hatten es bei ihrem Besuch in Miami entdeckt und wollten hier feiern.

Als Nick, Sara und Grissom, händchenhaltend entgegenkommen sah, war er erleichtert. Es hatte sich also gelegt, dieser Streit von den beiden ging ihm ganz schön nahe. Er konnte sich nicht vorstellen, dass Gil etwas mit Cath anfing und auch nicht dass Cath da mitspielte, sie war schließlich glücklich mit Warrick verheiratet.

„Hey Nicky.", begrüßte sie ihren besten Freund.

„Hey Sar, geht es dir wieder gut?"

„Ja Nicky, mir geht es wieder gut, es war alles nur ein doofes Missverständnis.", sagte sie und lächelte.

„Oh man Sara, tu das bitte nicht noch mal, ich halte das nicht aus. Ich habe mir wahnsinnige Sorgen um dich gemacht!"

„Sorry, kommt sicher nicht mehr vor.", antwortete Sara kleinlaut.

Grissom legte Sara die Hand auf die Schulter.

„Sie mal da kommen Warrick und Cath, ich glaube die haben das Problem auch gelöst.", sagte er grinsend.

„Oh ja, so wie die zwei knutschen, kann es nur so sein.", entgegnete sie ihm lachend.

Cath und Warrick kamen auf sie zu. Sie blieben alle paar Meter stehen um sich zu küssen.

„Ihr seid ja noch schlimmer als Sara und Griss.", rief Greg ihnen zu.

„Greggo, finde du erst mal eine neue Freundin, dann reden wir weiter.", sagte Warrick mit einem diabolischen Grinsen als sie bei den anderen waren.

„Pah so schnell wie ich eine finde. Das hättest du nie hinbekommen.", stichelte Greg.

„Ja ist ok Greggo, wir wissen dass du der Hengst schlechthin im Labor bist.", jetzt mischte sich Nick in das Gespräch mit ein.

„Was soll das heißen Nick?", Greg schaute ihn verwirrt an.

„Na ja, sag mir nicht, dass du damals nicht hinter Mia her warst. Von Mandy und Wendy ganz zu schweigen.", gab er zurück.

„Na ja die Mädels lieben mich einfach. Stimmt doch, oder was meint ihr Calleigh, Sar, Cath?", er schaute die 3 Mädels an, die sich gerade unterhielten und davon nichts mitbekommen hatten.

„Was? Worum geht es Greggo?", Sara sah ihn verwirrt an.

„Greggo ist der Meinung alle im Labor lieben ihn.", klärte Grissom Sara und die anderen 2 auf.

„Ja, der Meinung bin ich auch, besonders Hodges.", gab Cath lachend von sich.

Greg machte ein Gesicht, als hätte er eine saure Zitrone verschluckt.

Die anderen konnten sich nicht mehr halten und prusteten los.

„Haben wir bald die nächste Hochzeit, zwischen unserem Greggo und Hodges.", Sara konnte sich vor Lachen kaum halten.

„Sara, hör bitte auf, mir kommen schon die Tränen.", sagte Nick und hielt sich den Bauch vor Lachen.

Als sich alle wieder beruhigt hatten gingen sie in das Restaurant und aßen erstmal. Es wurde eine lustige Runde, sie hatten viel zu lachen.

Als der Manager von dem Restaurant kam, verabschiedeten sich die anderen, Cath, Gil und Sara besprachen mit ihm die Feier und das Menu.

Die Hochzeitstorte, sollte eine Überraschung von Cath und den anderen vom Team werden, sozusagen als Hochzeitsgeschenk.

Grissom und Sara wussten nur, dass sie 3-stöckig war. Mehr konnten sie den anderen nicht entlocken.

„Sara, was hältst du von einer Junggesellinnen-Abschieds Party?", fragte sie Cath als sie mit der Besprechung fertig waren.

„Cath, das wäre eine gute Idee. Sind ja nur 4. Du, Lindsay, Calleigh und ich."

„Es sollte nur so eine kleine Feier werden, nichts großartiges, ich weiß du magst das nicht. Außerdem wenn Gil eine Junggesellen-Abschieds-Party bekommt, sollst du nicht leer ausgehen.", sagte Cath grinsend.

Sara wusste von der Party, Grissom hatte es ihr gestern gesagt. Er war gar nicht begeistert davon, aber Nick und Horatio bestanden darauf, also gab er sich geschlagen und willigte ein.

„Wann und wo willst du das machen?" fragte Sara, Cath.

„Also ich würde vorschlagen wir gehen am Freitagabend zu mir. Es ist ja deine letzte Nacht vor der Hochzeit, und die solltest du traditionsgemäß, getrennt von deinem Zukünftigen verbringen.", Cath grinste die beiden an.

„Um… ok wenn es sein muss, dann Freitagabend.", sagte Sara.

Sie hatte nicht daran gedacht, dass die letzte Nacht vor der Hochzeit getrennt verbringen sollten. Sie sah Grissom an, der nur grinste.

„Wir werden dann am Samstag dich rechtzeitig zur Kapelle bringen. Wir haben schon alles geplant.", sagte Cath grinsend.

„Da kann ich wohl schlecht nein sagen, wenn ihr alles geplant habt." Sarah sah Cath lachend an.

Grissom unterbrach die beiden kurz.

„Mädels, ihr habt sicher noch etwas zu besprechen, ich bin noch mit Horatio verabredet. Sara, Darling, ich sehe dich dann später."

Grissom gab Sara einen Kuss auf ihre Lippen und verschwand.

Er war noch keine 2 Minuten weg, da piepste ihr Handy, sie hatte eine SMS von Grissom.

Ich liebe dich bis zu den Sternen und zurück! Habe ich vergessen zu sagen. Love Gil.

Sara musste grinsen und tippte schnell zurück.

Ich liebe dich noch viel mehr! Love Sara.

„Ihre seid ja schlimmer wie verliebte Teenager.", Cath sah Sara aber verständnisvoll an.

„Cath, kann ich mit dir reden?", Sara wurde ernst.

„Sicher Sara, du kannst immer mit mir reden."

„Die Geschichte bei Griss im Büro…… es tut mir leid, dass ich geglaubt habe, ihr hättet etwas miteinander.", Sara sah Cath offen an.

„Ist schon ok Sara, ich hätte sicher auch nicht anders gehandelt, wenn es Warrick gewesen wäre. Aber ich kann dir versichern, er hat nur geprobt.", sagte sie lächelnd.

„Ja ich weiß, Gil hat es mir schon gesagt. Ich komme mir ziemlich dumm vor."

„Sara das musst du nicht, du liebst Gil und Eifersucht ist ein Zeichen der Liebe. Es wäre schlimm, wenn du gelassen darauf reagiert hättest. Ich wäre sicher Warrick schon längst an die Gurgel gegangen."

Jetzt musste Sara auch lachen. Erleichtert, dass Cath sie verstand.

Am nächsten Tag, traf Sara sich vormittags mit Nick.

Sie gingen am Strand spazieren. Nick erzählte ihr von Calleigh, wie schwierig es war eine Beziehung über die Entfernung aufzubauen.

„Nicky du wirst doch LV nicht verlassen?", fragte sie geschockt.

„Nein ich würde LV nie verlassen. Aber auf Dauer ist das keine Beziehung. Wir vermissen uns gegenseitig schrecklich. Und du weißt ja selbst wann wir mal länger Schichtfrei haben, das ich nur dann nach Miami fliegen kann.", sagte er deprimiert.

„Ich wollte dich was fragen, deswegen habe ich das Treffen vorgeschlagen.", sagte Nick langsam.

„Was ist los Nick, raus mit der Sprache."

„Du bist doch bald erstmal für ein paar Monate weg und ich wollte gerne, dass Calleigh für die paar Monate nach LV kommt. Wir wollen wissen wie es ist, jeden Tag zusammen zu sein. Grissom sagt, dass eigentlich ja noch eine Stelle frei wäre, weil Sofia zur Polizei gegangen ist. Zwar würden wir dann in verschiedenen Schichten arbeiten. Aber sie wäre bei mir.", Nick sah Sara erwartungsvoll an.

„Nicky das ist doch wunderbar. Selbstverständlich kann sie für mich einspringen. Das ist mir lieber als jemand Fremdes einzuarbeiten. Calleigh kennt sich beim CSI aus und sie ist eine sehr gute CSI.", Sara lächelte Nick freudig an.

„Oh Sara, mir fällt ein Stein von Herzen. Aber Calleigh wird auch noch mal mit dir reden. Sie wollte es eigentlich selber machen und auch mitkommen. Aber ich habe noch etwas anderes mit dir zu besprechen." Nick wurde wieder ernst.

„Nicky ist irgendetwas passiert?", sie sah ihn erschrocken an.

„Nein es ist nichts passiert, keine Angst, alles in Ordnung.", sagte er lächelnd.

„Ich wollte dir nur etwas geben. Cath hat mir gesagt, dass du nichts Altes wie ein Familienschmuckstück hast.", sagte Nick.

„Ja das ist richtig. Ich habe nie Schmuck von meiner Mutter bekommen. Naja du weißt ja, dass sie schon seit Jahren im Gefängnis sitzt, weil sie meinen Vater umgebracht hat. Für mich gibt es keine Eltern.", sagte sie etwas traurig.

„Ich weiß, deswegen habe ich das hier.", Nick hielt ihr ein kleines Kästchen hin.

„Nicky, was ist das?", fragte Sara verwirrt.

„Sara wir sind schon so lange eng befreundet und du kennst meine Eltern bald genauso gut wie ich. Ich habe vor ein paar Wochen mit meiner Mutter telefoniert und sie lässt dich Grüßen und dankt für die Einladung. Sie hat mir das hier geschickt für dich!", sagte Nick.

Sara machte das Kästchen auf. Sie fand darin ein paar wundervolle Perlenohrringe.

„Nicky die sind ja wunderschön!", sagte sie bewundernd.

„Sie sind ein Erbstück meiner Großmutter. Meine Mutter hat mir noch den Brief für dich mitgegeben.", Nick hielt Sara den Brief entgegen.

Liebste Sara,

in den ganzen Jahren, bist du für uns wie eine Tochter geworden. Du bist für Nick die beste Freundin, wie er selber sagt. Wir haben jeden Augenblick deiner Anwesenheit hier in Texas genossen. Und freuen uns um so mehr, dass du deine Liebe endlich gefunden hast.

Wir, die ganze Familie Stokes, wünschen dir nur das allerbeste für deine Ehe!

Die Ohrringe habe ich damals von meiner Mutter geschenkt bekommen. Ich möchte sie dir gerne schenken, als etwas „Altes" dass du an deiner Hochzeit tragen kannst.

Vielen Dank für deine Einladung, wir kommen gerne zu deiner Hochzeit!

Alles liebe

Familie Stokes

Sara schaute Nick an. Sie hatte Tränen in den Augen. Sie liebte Nick's Familie, sie war schon oft dort gewesen.

„Danke Nicky.", sagte sie und umarmte ihn.

„Bist du glücklich Sara?", fragte Nick sie.

„Ja Nick, ich bin sehr glücklich", sagte sie und strich sich lächelnd über ihren noch flachen Bauch.

°°°°°°°°°°°°°°°

Am Freitag war Sara sehr nervös. Sie konnte die Nacht kaum schlafen. Morgen würde sie Gil's Frau werden. Grissom schlief noch, sie hatte sich inzwischen geduscht und angezogen.

„Hey Darling, worüber grübelst du wieder?", fragte sie Grissom, als er aufwachte.

„Ich freue mich auf heute Abend, ich bin gespannt was Cath wieder geplant hat.", sagte sie lachend.

„Habe ich dir eigentlich schon mal gesagt, dass du jeden Tag schöner wirst.", sagte Grissom zärtlich.

„Honey du machst mich verlegen, wenn du so etwas sagst."

„Aber es ist wahr. Ich habe das Gefühl, seit du schwanger bist, bist noch hübscher als sonst.", sagte er neckend.

Grissom beugte sich zu Sara und küsste sie zärtlich.

„Griss bitte hör auf, du weißt wie ich darauf reagiere. Meine Hormone fahren Achterbahn.", sage sie lachend.

„Achterbahn fahren ist gut, das mag ich.", sagte er grinsend und küsste ihren Bauch.

„Darling ich muss los, Cath erwartet mich, wir haben noch einige Termine.", sagte sie und schaute Grissom tief in die Augen.

„Nur noch einen Kuss, dann lass ich dich gehen."

„Ok aber nur noch einen, sonst schaffe ich es nicht mehr zu Cath."

Grissom zog Sara sanft an sich und küsste sie leidenschaftlich.

Sara blieb das Herz stehen. Wie sehr sie ihn doch liebte und begehrte.

Als sie sich endlich wieder voneinander gelöst hatten, sah sie ihn liebevoll in die Augen.

„Wir sehen uns morgen in der Kapelle, Gil!"

„Oh Sara, das halte ich nicht aus, ich bin nervös wie ein kleiner Schuljunge. Versprich mir, dass du morgen da sein wirst!", Grissom schaute ihr jetzt auch in die Augen.

„Ja, Gil, ich verspreche es, ich werde sicher morgen kommen, du brauchst keine Angst haben. Ich liebe dich!", sagte sie lächelnd.

"Morgen hast du mich wieder, und dann für das ganze Leben", sie sah ihn liebevoll an.

Sie stand auf, gab Grissom noch einen leidenschaftlichen Kuss und verschwand mit ihren Sachen aus der Tür.

Grissom seufzte, wie sollte er den Tag ohne sie nur aushalten. Aber sie hatte recht. Ab morgen gehörte sie ihm ganz alleine. Auch wenn es nur 2 Wochen waren ohne CSI. So wollten sie jede Minute genießen, die sie alleine waren. Der Alltag kam noch schnell genug wieder zurück...

... TBC


Ich hoffe auf ein paar Reviews und bedanke mich schonmal im Voraus:)