cathleenblack: Huhu :) Ja, irgendwie dachte ich, die kämen schneller zusammen, aber ich wußte gar nicht mehr, wie gern ich beim schreiben die angenehmen Dinge hinaus zögere +falalala+ naja, bald. Danke fürs Review!

crazysj: hehe, ja, weißt du. Melissa wird fast sogar noch unerträglicher. Naja, ein Biest musst es immer geben, nö? Thx fürs Review :)

Blackbuddafly: Das mit dem dunklen Mal zieht sich fast noch länger hin. James hat damit ziemlich lange zu kämpfen. Es ist in der Fortsetzung der Story gleichfalls noch ein sehr wichtiger Handlungsstrang. Kommt also noch sehr viel damit. Super, dass dir die FF noch immer gefällt. Thx fürs Review :)

Kleiner Nachtrag: Diejenigen, die die FF bereits im Forum mitverfolgt haben, werden sich jetzt vll. wundern, warum ich die Nummerierung der Chaps geändert habe. Schlichtweg, weil ich keine Ahnung habe oder hätte, wie ich hier 25.2 mache. Also wurde aus 25.2 Chap 27. Also büdde nicht wundern, wenn hier bei Chap 80, wo im Forum Schluß war, plötzlich Chap 84 dran steht. Nein, es gab keine 4 Chaps mehr, die Nummerierung musste angepasst werden. Noch genieß ich die Pfingstferien +freu+ Viel Spaß beim weiterlesen :)


Chap 29: Go on IV

Lilli überraschte es ein wenig, dass sie nicht die U-Bahn oder den fahrenden Ritter nahmen oder gar apparierten, aber sie verstand schnell warum nicht. Sirius und Anna nutzten die Zeit des Spazierganges, um sich über das Geschehene zu unterhalten.
"Dieses mal scheints schlimmer zu sein."
"Ja, ist es," sagte Anna auf Sirius Kommentar hin. Ihre Stimme klang bedrückt und niedergeschlagen, fast schon hoffnungslos.
"Melissa hat denk ich ziemlich viel genommen..."
'Genommen?'
"Melissa nimmt Schmerzmittel, Lils. Ziemlich harte..."
Lilli blickte Anna verwirrt an. Konnte sie wirklich Gedanken lesen? Wenn ja, war dies eine schreckliche Erkenntnis.
"Warum tut sie das?!"
"Angefangen hat es als ihre Schwester starb. Durch ihren Tot rückte Lissy in die Rolle der ältesten Schwester, die für ihren Bruder sorgen musste, wenn ihre Eltern nicht da waren. Das war eine große Belastung, immerhin war sie gerade mal 12 Jahre alt. Sie hat damals mit den Schmerzmitteln begonnen, hat sie aber nur genommen, wenn es ganz schlimm war. Es ging... In der 5. wurde es schlimmer. Als ihr Bruder starb hat sie diese Tränke regelmäßig genommen. Ich hab versucht sie davon abzubringen, weil ich sie kenne. Sie kann auch ohne diese Mittel stark sein."
"Aber irgendwoher versteht man sie auch," sagte er kleinlaut. "Sie hat sich schuldig gefühlt, weil sie ihren Bruder nicht beschützen konnte."
"Trotzdem ist das kein Grund nachzugeben. Sie ist stark! Sirius, wir kennen sie doch schon seit Ewigkeiten und sie hat immer gekämpft, auch ohne diese Schmerzmittel zu nehmen. Nachdem sie mit James zusammen war hat sie sie sogar nicht mehr angerührt, außer eben, wenn sie sich für mehrere Wochen trennten. Dann fiel sie wieder in dieses Loch und nimmt auch wieder diese verdammten Tränke. Sie saugen ihr jegliches Gefühl aus und machen aus ihr einen eiskalten Menschen. Das ist der einzige Grund, Lils, warum sie mit James Schluss gemacht hat. Nicht weil sie ihn nicht liebt oder mit ihm spielen will, sondern weil sie unter dem Einfluss von diesen Mitteln nicht mehr klar denken kann. Was wir nicht okay finden ist, dass sie diese Mitteln nimmt. Für das was sie danach tut kann sie nichts. Dumbledore, sie hatte uns versprochen, das blöde Zeug zu lassen. Also wieso nimmt sie sie wieder?"
"Ich denke, Prongs hat irgendwie geahnt, dass sie es nehmen wird. Immerhin hat sie nun ihre Eltern verloren, Anna und das ist schlimm. Du und ich können es nicht verstehen, weil wir keine so große Bindung zu unseren Eltern haben und es uns womöglich auch egal ist, was mit ihnen passiert. Nicht so bei Lissy. Sie hatte ein gutes Verhältnis zu ihrer gesamten Familie. Deswegen hat er sich wohl auch so große Sorgen gemacht, weil es dieses Mal schlimmer aussieht. Wie gesagt, ich denke, sie hat sehr viel davon genommen. Vielleicht... zuviel?"
"Das ist trotzdem keine Entschuldigung, Sirius. Wir haben ihr doch oft genug gesagt, dass sie uns hat? Dass sie zu uns kommen kann und wir ihr helfen. Dumbledore, sie wird sich eines Tages mit dem Zeug noch umbringen und dann?!"
"Ich weiß nicht... man sieht es ihr gar nichts an... Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass Melissa jemand ist, die... so verzweifelt ist," warf Lilli unüberlegt ein. Es fiel ihr zu spät auf, dass es gar nicht hier her passte.
"Wär ja auch komisch, wenn sie damit hausieren geht," warf Anna sarkastisch ein, hatte dies aber keineswegs böse gemeint. Mehr aus Spaß, wie Lilli bemerkte und es freute sie. Es gab Zeiten, da hatte Anna solche Antworten giftig zurückgeschmettert, aber seit einiger Zeit nicht mehr. Seit einiger Zeit herrschte richtige Freundschaft zwischen den beiden.
"Deswegen, hab ich gesagt, du sollst nicht versuchen sie auseinander zu bringen, Lilli. Lissy liebt James und er ist das einzige, was sie am Leben hält... Ich will nicht wissen, wozu sie fähig ist, wenn sie nichts mehr zu verlieren hat."
"Willst du damit sagen sie ist-?!"
"Gefährlich... Die Tränke machen aus ihr eine eiskalte, berechenbare Hexe... Weißt du, viele der Zauberer und Hexen, die auf Voldemorts Seite gewechselt sind, hat er auch gefügig gemacht, in dem er sie mit diesen Tränken vollgepumpt hat. Man verliert jegliches Mitgefühl im Herzen und alles was bleibt ist purer Hass und Kälte."
"Mhm..." langsam verstand sie es und mit der Zeit akzeptierte sie es auch, dass James Melissa liebte und sie ihn nie haben würde. Dass er nie mehr als ein guter Freund für sie sein konnte, denn wenn sie dies nicht akzeptierte... wer wusste schon, was alles passieren könnte? Sie wollte James nicht in Gefahr bringen und auch ihre anderen Freunde nicht. Freunde, wie seltsam es sich doch noch immer anhörte. Es war nicht leicht zu leben, es war nicht leicht diese Dinge zu akzeptieren, aber es war in Ordnung dass sie es nun wußte... Oder?


Als sie zurück ins Haus der Potters kamen, hatte Remus ihnen die Tür geöffnet und sie hereingelassen.
"Oh," sagte er als er ihre besorgten Mienen sah.
"Ist etwas passiert?"
"Ist James schon zurückgekommen?!" kam die Gegenfrage von Anna als sie sich im Wohnzimmer niederließen.
"Nein, noch nicht. Warum?!"
"Melissa war im Catrys," antwortete Sirius kopfschüttelnd.
"Diesmal mit Malfoy."
"Ohoh und er hat die beiden zusammen gesehen?"
"Nicht nur gesehen," fuhr Anna fort. "Sie hat versucht einen Fluch auf ihn zu jagen."
"Hat sie nicht!"
"Doch, Remus, hat sie... Ich denke, es liegt an diesen verdammten Tränken. Ich will nicht wissen, wie viel ihr Onkel ihr schon gegeben hat, damit sie so reagiert hat. Sie war regelrecht von Hass erfüllt, so was hab ich bei ihr noch nie gesehen."
"Und wo sind die beiden jetzt?"
"James ist ihr hinterhergelaufen. Aber was nun passiert ist, weiß keiner. Wir warten... ganz geduldig..." sagte Anna schwermütig, Die Worte hatte sie offensichtlich nicht so gemeint, denn sie hatte sie ziemlich ungeduldig und ermüdend ausgesprochen.


James war Melissa aus dem Catrys hinaus nachgelaufen. Sie stampfte durch die engen Gassen hindurch als ob sie alle Wut und allen Frust mit den Schritten zermalmen würde.
"Lissy!" rief er ihr hinterher, aber sie hörte mit Absicht nicht und stampfte noch schneller durch die Gegend. Nach einigen Metern hatte er sie eingeholt und am Handgelenk festgehalten.
"Lissy!"
"Lass mich los, du Mistkerl!" schrie sie ihn an. Zorn kochte in ihren Augen. Ihre Finger zitterten in seinem Griff, nicht etwa weil er sie zu fest hielt, sondern weil es in ihrem Inneren bebte.
"Nein."
"James, ich warne dich! Wenn du mich nicht los lässt, schrei ich um Hilfe!"
"Dann schrei! Glaubst du in unserer heutigen Zeit, eilt dir irgendjemand zur Hilfe, wenn du schreist? Die hauen eher noch ab!"
"Adam wird hier auftauchen und er wird dich töten, wenn ich ihn rufe!"
"So, jetzt willst du also wirklich schon, dass er mich tötet?"
"Ich hasse dich! Wieso haust du nicht endlich ab aus meinem Leben? Verschwinde, Potter! Verschwinde!"
"Nicht bevor ich dich nach Hause oder in Sicherheit gebracht habe."
"Ich hab kein Zu Hause! Meine Eltern sind tot, meine Geschwister sind tot! Ich bin allein, also warum haust du nicht mit dem ganzen Pack ab? Ich will nicht mehr, hörst du? Ich will nicht mehr zwischen den Seiten stehen. Ich will mich endlich entscheiden!"
"Dann tus! Lass dich von mir nicht abhalten! Aber entscheid dich richtig, Lissy! Bitte, du gehörst zu uns. Der sprechende Hut hat dich nicht aus Spaß nach Gryffindor gesteckt. Er hat das getan, weil er wusste was in dir steckt."
"Ich..." sagte sie erschöpft. Sie schrie nicht mehr, ihre Stimme war wieder sanfter geworden.
"Lissy..." Er zog sie sanft zu sich heran und versuchte Blickkontakt mit ihr zu halten. Er wusste, wenn er das tat, dann hatte sie Mut und Kraft. Dann hatte sie den Willen, zu sich selbst zu stehen. Das Zittern ihrer Hände wurde weicher, ihr eigenes atmen wurde langsamer, ruhiger. Er strich mit seiner freien Hand durch ihre Haare und streifte sie dabei aus ihrem hübschen Gesicht. Sie sah um so vieles glücklicher aus, wenn sie glaubte und vertraute.
"Es... es tut mir leid..."
"Ich liebe dich, Melissa... "
"Ich liebe dich auch, James... Ich... Ich hab nur solche Angst vor morgen."
"Vor der Beerdigung..."
"Ja... Wenn alle anderen ihr Fest genießen, die Geschenke öffnen und feiern... werde ich am Grab meiner Eltern stehen... und weinen. Ich will nicht weinen... Es tut weh."
"Ich könnte kommen... Ich hau einfach vom Fest meiner Familie ab, renn zu dir auf den Friedhof, ignoriere dabei Adam's Flüche auf mich und stelle mich zu dir hin...Na?"
Es hatte ihr ein leichtes Lächeln entlockt und ihm Zuversicht gegeben, dass sie noch nicht ganz aufgegeben hatte. Dass sie zu ihm zurückkehren würde und mit ihm zusammen gegen DAS ankämpfen würde.
"Adam ist sehr stark geworden... Er ist nun nicht mehr nur einer von den Dienern des dunklen Lords... er gehört mittlerweile zu seinen engsten Vertrauten."
"Soll mich das etwa abschrecken, seine Nichte weiterhin zu lieben?!" fragte James mit einem süffisanten Grinsen und zog Melissa näher zu sich heran. Er konnte in ihre Augen sehen und er bemerkte noch immer das Funkeln eines Lichts, was ihm Hoffnung im Bezug auf ihre Leben gab. Und nach dieser Gewissheit fuhr er zu ihr hinab, presste sanft seine weichen Lippen auf ihre und küsste sie so leidenschaftlich und zärtlich wie es zusammen möglich war. Alles was man in dieser Stille noch hören konnte, war das Plätschern des Wassers, dass an die Seiten schlug oder das leise zirpen der Grillen, die sich in den Sträuchern versteckt hatten.
Nach einer weiteren Versöhnung hatte er sie nach Hause gebracht und war danach selbst zurück appariert.

Er kam gerade durch die Tür als er seine Freunde alle zusammen im Wohnzimmer sah. Sie richteten sich allesamt gleichzeitig auf als er eintrat.
"Und?!" fragte Sirius. Er nickte beruhigend.
"Ich hab sie nach Hause gebracht..."
"Und hast du ihr verziehen?!"
"Ja... hab ich, Anna."
"Und wie oft willst du das noch durchziehen? Dass sie dir ne Eule schickt, mit dir Schluss macht," sagte sie aufgebracht und wütend darüber, dass er so handelte.
"Kurz mit nem anderen rumturtelt und sich dann wieder dir zuwendet?"
"So oft wie nötig," antwortete er ihr fest entschlossen.
"So kommt sie nie von dem Zeug los!" sagte sie aufgebracht.
"Ich denke nicht, dass dein Weg besser wäre. Wenn du sie ins eiskalte Wasser schiebst, bringt sie sich womöglich sogar noch um. Adam hat ihr das Zeug wieder gegeben und ich werde sie nicht im Stich lassen!"
"Nein, du unterstützt sie in dieser Sucht nach der Kälte sogar noch."
"Ich versuche sie da heil wieder raus zu holen und zwar ohne blaue Flecken."
"Falsch, du bist vor Liebe so blind, dass du nicht weißt was hier eigentlich abgeht."
"Aber du weißt es, ja?!" fragte er sarkastisch und zum ersten mal klang seine Stimme vorwurfsvoll und sogar... böse? Auch Anna war nicht besser, denn ihre Stimme hatte sich in der Lautstärke ebenfalls erhoben. Sirius war heilfroh, dass die Räume alle einen Abhörschutz hatten, so dass Streitereien nicht nach außen drangen, sobald man die Tür geschlossen hatte.
"Ich weiß mehr, James. Ich sehe Dinge, vor denen du die Augen verschließt und ich gebe durchaus auf die Dinge etwas, die ich höre."
"So, also willst du damit sagen, dass man Gerüchten durchaus glauben kann? Gehörst du also doch zu Voldemorts Truppe?!"
"Hey, Moment-" Sirius wollte einschreiten, doch Anna ließ ihn nicht mehr zu Wort kommen.
"Was willst du damit erreichen? Willst du das ich von hier abhaue?!" brüllte sie ihn zornig an.
"Willst du mich zum platzen bringen mit deiner Besserwisserei?!"
"Ich versuche dir Dinge klar zu machen, vor denen du dich zwingst, die Augen zu verschließen."
"Ich zwinge mich zu gar nichts. Du bist diejenige, die doch versucht, hier jedem ihre Meinung aufzudrücken!"
"Ey, Moment mal ihr beide," sagte Sirius aufs neue und versuchte zu schlichten, während Remus und Lilli nur neben ihnen standen und den Streit der beiden fassungslos miterlebten. Stritten sich da wirklich gerade zwei Menschen, die sich ihr ganzes Leben lang vertraut und aufeinander gebaut hatten?
"So, tu ich das? Womit denn bitte? Nenn mir ein Bespiel?! Ich will die genaue Uhrzeit, Datum und Ort!"
"Genau hier und jetzt!! Du willst das jeder deiner Meinung ist, was Lissy angeht, so wie du vorher wolltest, dass jeder deiner Meinung ist, was Lilli betrifft! Aber am Ende weißt du GAR NICHTS! Du machst alles nur Falsch und mit deinem Übermut bewirkst du eine Katastrophe und hintergehst alle damit!"
"Das ist nicht wahr!"
"Ist es doch!"
"Super, du hälst mich also für diktatorisch, rechthaberisch und dominant?!"
"Na, endlich und ich dachte, du brauchst noch länger um darauf zu kommen!"
"Okay," sagte sie schließlich fuchsteufelswütend.
"Anna," versuchte Sirius vermittelnd einzuschreiten, aber keiner von beiden ließ es zu.
"Nein, Sirius. Ist schon okay! Ab jetzt an ist es mir egal, was mit dir passiert, Potter! Erstick doch an deinem Stolz!"
Zornig hatte sie ihren Umhang gekrallt, war zum Kamin rübergestampft, schmiss das Flohpulver mit voller Wucht hinein und reiste weg...
James blieb wie angewurzelt an der Stelle stehen. Er sah seine Freunde an, die keinen Mucks von sich geben konnten. Zu geschockt waren auch sie noch von dem vorangegangenen Streit.
"Will ihr keiner von euch nachrennen?!" schlug Lilli verängstigt nach einer Weile vor, da offensichtlich keiner auch nur einen weiteren Schritt machte.
"Ähm..." hatte Sirius gerade gemacht als im Kamin aufs neue das Feuer entflammte und Anna, noch immer zum Killen bereit, heraustrat.
"Hmpf," grummelte sie und ging die Treppen hoch in ihr Zimmer. Auf Lilli's Fragenden Blick hin, was das eben war, gab Sirius ein kurzes Lachen von sich.
"Mr und Mrs. Potter haben ein Schutzschild im Kamin, das niemanden nach Mitternacht raus lässt, nur noch hinein."
"Oh... " stieß Lilli dazu nur aus. War irgendwie sehr klug, wenn man bedachte, was für eine Rasselbande sie hier beherbergten.
"Prongs, ich denke, du solltest dich bei ihr entschuldigen," begann Remus, aber auf den vernichtenden Blick seines Freundes hin, wagte auch er es nicht mehr, ein weiteren Ton von sich zugeben.
"Ich geh schlafen," raunzte er los und stampfte auch nach oben. Obgleich er eben noch richtige Angst um seine beste Freundin hatte, mit ihrer Rückkehr war auch seine Wut über ihr Unverständnis wieder zurückgekehrt und er konnte nicht anders als sauer zu bleiben.
"Was war denn das eben?!" fragte Lilli leicht bedröppelt darüber, was passiert war. Sirius verzog unschuldig die Miene.
"Keine Ahnung, die beiden haben sich noch nie so harte Dinge an den Kopf geworfen. Lass uns schlafen gehen. Morgen sieht bestimmt alles anders aus."

Doch Sirius schien über Weihnachten kein Glück mit seinen Vermutungen zu haben, denn selbst am nächsten Morgen schwiegen sich die beiden an. Es gehörte zur Tradition, dass die Potters einen alljährlichen Weihnachtsball für ausgewählte Gäste gaben und so wurde alles fleißig geschmückt. Die Hauselfen sorgten für die Verpflegung und Sauberkeit während Mrs. Potter sie dirigierte und anwies was zu tun war. Mr. Potter indessen saß in seinem Büro und hatte sich in seine Arbeit vertieft, so wie an jedem anderen normalen Tag auch.
"Ihr solltet euch vertragen," sagte Sirius, der auf Anna's Bett lag und ihr beim packen zusah.
"Nein!" sagte sie entschlossen. "Wieso soll ich nachgeben? Er ist derjenige, der MICH beleidigt hat. Nicht ich ihn!"
"Du bist aber auch nicht ganz unschuldig an dem Streit. Immerhin hat Prongs nicht ganz unrecht. Du versuchst wirklich ein bisschen ihm vorzuschreiben, was er zu tun hat..."
"Siehst du das etwa auch so?!" fragte sie leicht zickig, woraufhin Sirius sofort entschuldigend seine Hände hob. Anna hatte ja ein Blick wie ein Henker kurz vor seinem Beutezug drauf.
"Hey, ich will dich damit nicht angreifen... genau so wenig wollte Prongs es, da bin ich mir sicher."
Sie setzte sich zu ihm aufs Bett und seufzte traurig auf. Ihr Blick verriet ihm, dass sie ihn verstand.
"Ich weiß ja... aber... es ist doch nicht so, dass ich es mit Absicht tue. Ich will ihn doch nur vor schlimmeren bewahren. Sirius, ich glaube... Melissa ist..."
"Ist?!"
"Naja... ich fühle, dass sie böse geworden ist."
"Böse?! Wie meinst du das? In wiefern böse?!"
"Da ist etwas in ihr... etwas was ich nicht definieren kann, aber... es ist nicht gut. Außerdem hab ich mir überlegt, was passiert wäre, wenn du damals nicht "Nein" gesagt hättest. Ich denke, sie wäre weiter als nur bis zum Kuss gegangen."
"... Ich dachte du bist ihre Freundin. Sollten ihr euch nicht einander vertrauen?!" fragte er misstrauisch.
"Das hab ich bisher auch... Aber..."
"Aber?!"
"Sie ist krankhaft eifersüchtig auf Lilli."
"Wieso krankhaft eifersüchtig?"
"Weil... Ich mir sicher bin, dass Dolohow von ihr kam."
"Was?!" stieß er schockiert aus und hatte sich aufgerichtet. Anna nickte nur frustriert.
"Ich hab ein Gespräch zwischen Schlauberger Goyle und Bohnenhirn Bella mitgekriegt. Er hat sie gefragt, warum Melissa eigentlich so versessen darauf ist, Lilli loszuwerden. Ihre Antwort, ich zitiere: "Weil dieses Schlammblut ihr ein Dorn im Auge ist. Dolohow hats nicht geschafft, aber es gibt ja noch viele andere, die ihr zeigen werden, wo es langgeht! Zitat Ende."
Normalerweise hatte Sirius immer einen flotten Spruch parat, ganz egal, wie ernst die Sache war, oder wie geschockt er auch sein möge, aber dies war einfach nur unfassbar. Er mochte Lilli. Sie wurde in den letzten Wochen zu einer richtig guten Freundin und er verstand sie auch sehr gut. Der Gedanke dass Melissa, eine weitere sehr gute Freundin von ihm, nichts unversucht lässt um Lilli weh zu tun, jagte ihn ihm eine unvorstellbare Wut hoch.
"Ich glaube... sie braucht keine Tränke mehr... Ich denke, ihr Herz ist bereits so kalt... dass sie nichts mehr fühlt. Als ich sie gestern Abend traf hab ich nichts mehr gefühlt. Keinerlei gute Emotionen... nur noch purer Hass und böses... Ich weiß nicht was Adam gemacht hat, aber er hats geschafft."
"Aber sie hat sich mit Prongs wieder versöhnt?!"
"Fragt sich nur warum..."
"... Meinst also, da steckt mehr dahinter?!"
"Wie gesagt, Sirius. An dem Abend... Ich hab etwas gespürt, was ich nur bei einem vorher gespürt habe... Und das war... Voldemort."