Ein unglaubliches Angebot
Am nächsten Morgen wurde ich von „Accidentally in love" aus dem Film Shrek geweckt. Ich fuhr im Bett auf und fühlte Edwards Arm, der um meine Mitte geschlungen war.
Er grummelte als ich mich bewegte und zog mich etwas näher zu sich. Ich lächelte, doch ich stand trotzdem auf. Denn das Lied kam von meinem Handy, welches immer noch klingelte.
Als ich endlich bei meinem Handy angekommen war, sah ich auf das Display, doch die angezeigte Nummer kannte ich nicht. Wer würde mich morgens um zehn auf dem Handy anrufen, wenn ich ihn nicht einmal kannte?
Ich ging dran und meldete mich: „Isabella Swan, hallo?"
„Guten Morgen, Miss Swan. Es freut mich, dass ich sie direkt erreiche", sagte eine tiefe Stimme, die ich nicht zuordnen konnte.
„Ähm", begann ich, „ich will ja nicht unhöflich sein, aber… wer sind sie?"
Am anderen Ende der Leitung lachte er. „Wie unhöflich von mir, ich habe mich ja gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Laurent Davidson. Ich bin Musikproduzent und habe sie und ihre Band gestern Abend auf dem Schulfestival spielen hören. Ich habe gestern schon mit ihren Bandkollegen gesprochen, von ihnen habe ich auch ihre Nummer. Ich würde gerne mit ihnen allen eine Demo-CD aufnehmen. Vielleicht bekommen sie sogar einen Plattenvertrag."
Ich kam gar nicht auf die Idee ihn zu unterbrechen. Ich war erstarrt. Ein Plattenvertrag? Das war unglaublich. Ich konnte es nicht fassen. Doch Laurent Davidson war noch nicht fertig.
„Ihre Bandkollegen haben sich darauf geeinigt, dass sie gerne direkt heute Nachmittag um drei ins Studio kommen wollen. Das scheinen sie ihnen wohl noch nicht mitgeteilt zu haben. Ist ihn möglich heute um diese Zeit nach Seattle ins Studio zu kommen?"
„JA!", rief ich lauter als geplant, weswegen Edward hinter mir noch einmal grummelte und diesmal aufwachte. „Ich meine – ich werde da sein."
„Das freut mich zu hören. Auf Wiedersehen, Miss Swan."
„Auf Wiedersehen", murmelte ich in mein Handy, bevor ich ein Tuten hörte, was bedeutete, dass der Produzent aufgelegt hatte.
Ich starrte auf das Display meines Handys. Ich hatte tatsächlich mehrere verpasste Anrufe von Andy, Seth, Jane und James. Dazu eine SMS von Andy, die lautete wie folgt:
Hey, ruf mich an, sobald du die SMS liest. Ich habe große Neuigkeiten.
Ich grinste. Die Neuigkeiten kannte ich dann wohl schon.
„Bella?", fragte Edward hinter mir. Sofort drehte ich mich um, das breite Grinsen noch immer auf dem Gesicht. Edwards müde Augen wanderten an mir herunter und auch er begann zu grinsen. Ich schaute an mir herunter und errötete. Ich hatte nichts an. Daran hatte ich gar nicht gedacht, als ich ans Handy gegangen war.
Rasch zog ich mir meine Unterwäsche, die kurze Hose und die Bluse von gestern Abend an, da ich ja nichts anderes hier hatte. Daheim würde ich erst einmal duschen und mich umziehen müssen.
Ich wollte gerade nach meinem Handy greifen, als Edward seinen Arm um meine Mitte schlang und mich zu sich zog. Ich fiel neben ihn auf das Bett und lachte. Es war kaum zu glauben, dass wir uns bis gestern Abend noch gestritten hatten.
„Wer war das denn? Wer wagt es dich um diese Uhrzeit zu wecken?", flüsterte er mir ins Ohr und küsste mich auf den Mundwinkel.
Ich war zu aufgeregt, um auf diese Zärtlichkeit einzugehen. Sofort begann ich ihm zu erzählen, wer mich angerufen hatte und natürlich warum. Aufgeregt sah ich zu Edward auf, wollte meine Freude mit ihm teilen.
„Das ist toll, Bella", sagte er ruhig und lächelte mich an, wie immer.
Ein wenig enttäuscht über seine Reaktion sagte ich ihm, dass ich jetzt Andy anrufen würde, um alles wegen dem Termin am Nachmittag zu klären.
Während Edward also ins Bad ging, um zu duschen, rief ich meinen Bandkollegen an. Er nahm nach dem zweiten Klingeln direkt ab.
„Bella", rief er ins Telefon und ich hörte sofort heraus, wie aufgeregt er war. „Oh mein Gott, Bella, endlich meldest du dich. Du wirst nicht glauben, was für Neuigkeiten ich habe!"
„Darf ich erst mal raten?", fragte ich unschuldig.
„Klar, aber das errätst du sowieso nicht."
„Hm… ich weiß nicht… ach ja, vielleicht haben wir einen Plattenvertrag in Sicht?", schlug ich dann grinsend vor. Ich ließ mir meine Freude doch nicht von Edwards mangelnder Begeisterung dämpfen.
„Woher-"
„Der Musikproduzent hat hier angerufen und mich schon aufgeklärt. Ich habe also nur noch zwei Fragen. Erstens: wie komme ich hin? Und Zweitens: Welches Lied spielen wir ein?"
Nun konnte ich die Aufregung auch nicht mehr aus meiner Stimme fernhalten und verhaspelte mich beinahe beim Sprechen.
„Nun wegen dem Lied haben wir länger nachgedacht. Mr. Davidson wollte, dass wir drei Songs einspielen, deshalb wäre es am einfachsten ‚My Puzzle Of Dreams' und ‚Tough Enough' zu nehmen. Und als drittes würden wir gerne das andere Lied an dem wir gearbeitet haben nehmen."
„‚Blue Tattoo'? Bist du sicher, dass das schon so weit ist?", fragte ich verunsichert. Wir hatten das Lied vernachlässigt, nachdem wir uns für ‚Tough Enough' entschieden und damit auf das Schulfestival hingearbeitet hatten.
„Ich denke schon. Du wirst mit den Melodien wirklich besser, Bella. Wir müssen nicht mehr so viel an ihnen arbeiten. Und ich denke, dass es wirklich sitzt, oder nicht?"
Ich nahm das Kompliment stumm entgegen und nickte, bevor mir einfiel, dass Andy das ja nicht sehen könnte. „Alles klar, dann ‚Blue Tattoo'", stimmte ich zu.
„Und wie du hin kommst... ich dachte mir, da James auf seinem Weg nach Seattle ja sowieso durch Forks durch muss, könnte er dich auch gleich mitnehmen. Ich habe auch schon mit ihm gesprochen. Er wäre um halb eins bei dir, damit wir in dem Studio noch ein bisschen Zeit haben, die Lieder durchzuspielen und so weiter."
Ich blickte auf die Uhr, die in Edwards Zimmer hing. Es war jetzt kurz nach zehn. Ich hätte also noch Zeit mich zu duschen, bevor James kommen würde.
„Okay, so können wir das machen. Sagst du ihm Bescheid, dass das klar geht?"
„Super, mache ich. Bis später, Bella", sagte Andy und dann hörte ich ein Klicken in der Leitung und er hatte aufgelegt.
Fünf Minuten später trat Edward aus dem Bad und ich erklärte ihm die Details und bat ihn, dass er mich nach Hause bringen würde. Er willigte ein und auf dem Heimweg schien er deutlich erfreuter über die ganze Situation zu sein, als vorher. Ich war wirklich erleichtert, denn ich hatte mich wegen dieser Sache nicht schon wieder mit ihm streiten wollen. Doch jetzt schien er sich wirklich für mich zu freuen.
Daheim ging ich erst einmal duschen. Es fühlte sich unglaublich gut an, zu spüren, wie das Wasser auf meine Schultern prasselte. Ich lächelte in Erinnerung an die letzte Nacht. Ich bereute meine Taten nicht im Geringsten. Nach diesem kleinen Problem, nachdem ich ihm von dem Anruf erzählt hatte, einmal abgesehen, verhielt sich Edward wieder so, wie vor unserem Streit und ich hoffte, dass sich das nicht noch einmal ändern würde.
Mit einem Lächeln auf dem Gesicht stieg ich aus der Dusche und machte mich fertig. Bevor James kam, um mich abzuholen, aß ich noch etwas zu Mittag. Ich wollte ja nicht, dass mein Magen eine Aufnahme ruinierte oder so etwas. Das wäre ja wirklich peinlich.
Pünktlich um halb eins ging ich mit meiner Tasche nach draußen, wo ich das Wichtigste eingepackt hatte: Geld, Ausweis und die Notblätter, für den Fall das wir sie brauchen würden.
Als James mit seinem Auto um die Ecke bog, dachte ich nur eines: Laurent Davidson, ich komme.
Tadam, da bin ich wieder mit einem neuen Kapitel ;)
Und wie ihr seht hat bella es nicht bereut ;) ich bin ja nicht so
Ich hoffe ihr vergebt mir die etwas längere pause und ihr hattet (für die die hatten jedenfalls) schöne ferien ;)
Sagt mir doch eure meinung :D
Lg Scara
