A/N: Huhu, ich (Heidi) melde mich vom Sterbebett zurück und muss gleich mal schimpfen!Jetzt ist nämlich endgültig Schluss! Ich spiele nicht mehr mit! Immer diese vorlauten Leserinnen, die viel zu clever für eine arme Autorin sind und unser gesamtes Konzept in die Weltgeschichte hinausposaunen … Im Gegensatz zu Bine, die echt stolz auf unsere schlaue Leserschaft ist, kratzt das verdammt an meinem Autorinnen-Ego. Grrrrrrrrr! Es geschähe Euch Recht, wenn ich Voldy gewinnen ließe – nur um mal völlig unberechenbar zu sein und Euch eins auszuwischen! Aber dann redet Bine leider kein Wort mehr mit mir.
Und die ist sowieso schon sauer auf mich, weil ich mich fast eine Woche lang (ungeplanter und überaus verhasster Krankenhausaufenthalt) nicht bei ihr gemeldet habe … Okay, was tun wir also, Cliffy? Füttern wir die Bestien weiter, oder gehen wir einfach nach Hause und behalten den Schluss der Geschichte für uns? … … … … … Ach, Mist! Ich hätte mir ja denken können, dass Du mir auch noch in den Rücken fällst. Du würdest schließlich alles tun, um einen erneuten Auftritt zu ergattern … elender Verräter!

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Summary: Drei Auroren und ein Tränkemeister starten eine „Hals über Kopf"–Rettungsaktion, werden aber leider ziemlich wirkungsvoll in ihrem Fortkommen gebremst,wobei eine(r) von ihnen wenigstens physikalische Grundkenntnisse beweist.Eine Krankenschwester zeigt einem Auroren die Zähne, ein Todesser (üb)erlebt die Überraschung seines Lebens (nicht), eine Reporterin macht reichlich unsanft Bekanntschaft mit einer Muggelfaust, ein schmieriger Kerl erlebt die Wirkungsweise eigener Waffen höchstpersönlich und darf anschließend das Leben mal aus der Perspektive eines sterbenden Insektes betrachten und ein größenwahnsinniger Irrer ist über diese Entwicklung der Dinge wirklich ‚not amused'...

In weiteren Rollen: Ein Todessernest, das mit etwas genervter Aurorenfantasie auf asexuelle Fortpflanzung schließen lässt, ein überaus treffsicherer Felsbrocken, jede Menge finstere Absichten, ein schmieriges Grinsen, das erfreulicherweise ziemlich schnell in panisches Entsetzen umschlägt, der Mut der Verzweiflung ... ein Cruciatus, der dennoch aller Hoffnung ein Ende setzt und ein Kerl namens Cliff, der sich mal wieder fies in den Vordergrund drängelt.

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Die falschen Richtigen und die richtigen Falschen

Hermine hätte am liebsten frustriert geschrieen, aber dafür fehlte ihr einfach die Zeit.

Und wohl auch die Luft, wie sie sich widerstrebend eingestand – ihre Lungen fühlten sich nämlich an, als würden sie jeden Augenblick platzen. Und dabei brauchte sie doch jedes bisschen Atem, um ein paar gepfefferte Flüche auf die Gestalten in den schwarzen Umhängen mit den weit heruntergezogenen Kapuzen schleudern zu können, die gerade aus dem Seitengang aufgetaucht waren und sie jetzt am Vorankommen hinderten!

Merlin, diese gottverdammten Todesser lauerten hier wohl hinter jedem Felsen! Offenbar gab es ja hier irgendwo ein Nest ... oder einen Stein, unter dem dieses eklige Todessergesindel in Scharen hervorkroch...

Allerdings bot diese Invasion der umhangbewährten Kriechtiere ihr auch die Möglichkeit, etwas zu beobachten, was sie bisher nicht für möglich gehalten hätte – und was Sirius vermutlich eine reichlich bissige Bemerkung entlockt haben dürfte.

Neben ihr, halb verborgen hinter einem beinahe mannshohen Felsen, schleuderten ein wütender, besorgter Harry und ein ruhiger, gelassener Snape Seite an Seite unablässig Fluch um Fluch auf einen hochgewachsenen Voldemort-Anhänger, der diese Attacken bedauerlicherweise mit bemerkenswerter Geschicklichkeit parierte. Wobei Harry sich zusätzlich zu seiner Sorge um seinen verletzten Paten nebenbei auch noch bemühte, die hinter ihm hockende Ginny vor den heranzischenden Flüchen abzuschirmen, etwas, das diese ihrem hitzigen Gesichtsausdruck nach offenbar nicht zu würdigen wusste. Viel lieber hätte sie vermutlich selbst in vorderster Linie gekämpft.

Harry und Snape einmal so einvernehmlich zu sehen ... also damit hätte sie jedenfalls wirklich nie und nimmer ernsthaft gerechnet. Womit sich wohl mal wieder eine von Dumbledores Weisheiten bewahrheitete, die da lautete, dass gemeinsame Feinde in der Lage seien, festere Bündnisse zu schmieden, als Freundschaft und Liebe es vermochten.

Oder gemeinsame Ziele...

Ron – links von ihr – duellierte sich seinerseits reichlich erfolglos mit einem anderen Kerl, der sich in einer guten Deckung hinter einer Wegbiegung befand und genau wie sein Kumpan fest entschlossen zu sein schien, eher zu sterben, als seine Gegner diesen Gang passieren zu lassen. Offenbar war Ron der Meinung, dass sich das einrichten ließe, sie kannte den harten, entschlossenen Zug um seinen Mund. So sah er immer aus, wenn er zu allem bereit war.

Hermine biss die Zähne zusammen wich einem blauen Energiestrahl aus, der sie nur knapp verfehlt hatte, und riss sich energisch aus ihren Grübeleien.

Verdammt, sie mussten hier durch!

Jetzt sofort!

Lena und Stella waren in akuter Lebensgefahr durch Voldemort persönlich und angesichts der Tatsache, dass Sirius und Remus auch außer Gefecht gesetzt waren und vermutlich immer noch bewusstlos draußen vor den Katakomben lagen ... Verdammt, sie hatten einfach keine Zeit für diesen Unfug hier! Irgendwie mussten sie hier vorbei. Aber wie?

Suchend blickte sie sich um und schließlich huschte ein winziges Lächeln über ihre angespannten Züge. Tja, gelegentlich machte es sich bezahlt, ein Schlammblut zu sein. Wenn man schon das Glück hatte, in beiden Welten zuhause zu sein, brauchte man sich wohl nicht auf Magie allein zu verlassen. Und so, wie es aussah musste ihr wohl der gute alte Isaac Newton ein wenig helfen...

„STUPOR!"

Ihr harter Schockzauber löste einen ziemlich großen Felsbrocken aus der maroden Stollendecke und ein kurzer, die Richtung korrigierender Schwenk mit ihrem Zauberstab beförderte ihn mit beachtlichem Schwung genau auf den Schädel des Kerls, der gerade einen Avada Kedavra gefährlich nahe an Ron vorbei gehext hatte. Zu nahe, um so etwas ungestraft zu lassen, beschloss sie grimmig lächelnd, während sie ungerührt beobachtete, wie der Todesser mit einem schmerzerfüllten Schrei zusammenbrach.

Die Schwerkraft war gelegentlich eine prima Sache.

Und unterstützende Magie, um diese auch optimal zu nutzen, war natürlich auch nicht zu verachten.

Ron war offenbar derselben Ansicht. Er grinste breit und zwinkerte. „Danke Schatz!" Offenbar gehörte wenigstens er nicht zu den Kerlen, die Frauen lieber „zu ihrem Schutz" in den Hintergrund drängten, sondern war durchaus sehr dankbar über weibliche Hilfe.

Hatte sie bereits erwähnt, wie sehr sie ihn liebte?

Er sprang geduckt vor und suchte sich jetzt hinter einer großen Holzkiste Deckung. Von seinem neuen Standort aus hatte er einen besseren Überblick und konnte Harry, Ginny und dem Tränkemeister wirkungsvoller gegen ihren wirklich sehr gerissenen Gegner helfen.

Und das war auch nötig, wie Hermine, die eigentlich gehofft hatte, dass sie jetzt weiterkämen, gleich darauf erkennen musste, weil dieser nämlich gerade ebenfalls Unterstützung bekommen hatte. Sie musste einen frustrierten Ausruf unterdrücken, als sie ihre neuen Gegner erkannte.

Ausgerechnet Malfoy, Crabbe und Goyle. Es schien, als würden sie diese verfluchte Slytherin-Bande niemals loswerden. Erst hatten sie sieben Jahre Hogwarts mit ihnen durchstehen müssen und seit ihrer Aurorenausbildung hatten sie fast noch mehr mit ihnen und ihresgleichen zu tun als vorher.

Leider.

Mit wehenden Umhängen eilten die verhassten Nachwuchstodesser herbei, suchten sich Deckung in dem engen Gang und Hermine konnte nur wütend mit den Zähnen knirschen. Verdammt, sie hätte diese verdammten Kerle schon vorhin zurück ins Mittelalter hexen sollen! Und das hätte sie auch getan, wenn sie nicht Sirius und Remus hätte hier herausschaffen müssen...

Tja, dachte sie mit grimmigem Gesichtsausdruck, jede gute Tat rächte sich irgendwann. Und so, wie es im Moment aussah, würden sie wohl noch eine ganze Weile hier festsitzen...

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„Wie schlimm ist es?"

Kingsley Shacklebolt stand hinter Madam Pomfrey, während diese ihren Zauberstab langsam am reglos auf dem weichen Grasboden ausgestreckten Körper Sirius' entlang führte, eine Behandlung, die sie eben schon Remus hatte angedeihen lassen. Seine Besorgnis, die ihn dazu bewogen hatte, die Krankenschwester trotz der drohenden Gefahr eines Todesserangriffs schnellstens hierher zu rufen, war ihm deutlich anzumerken.

„Wenn Sie mich in Ruhe meine Arbeit machen ließen, könnte ich Ihnen bestimmt eher etwas sagen."

Poppy hasste es zu apparieren. Und der Ärger über ihre Quasi-Entführung aus dem St. Mungo war ihrer Stimme noch immer deutlich anzuhören. Dennoch waren ihre Hände sanft und ihr Gesichtsausdruck konzentriert, während sie den Zauberstab beiseite legte und jetzt die Kopfwunde und die dazugehörige, beängstigend große Beule sorgfältig untersuchte. Ihre Lippen bildeten eine schmale, harte Linie, als sie schließlich aufsah.

„Die gute Nachricht ist, dass sie es überleben werden. Die schlechte, das es wohl noch einige Zeit dauern wird, bis sie wieder zu sich kommen. Wer immer die zwei niedergeschlagen hat – er hat ganze Arbeit geleistet."

Mit besorgt gerunzelter Stirn blickte Kingsley auf die zwei bewusstlosen Männer herunter, die gerade ihre Notversorgung bekamen. Er hätte zu gerne gewusst, was schief gegangen war. Warum, verhext und zugezaubert, waren die zwei nicht in Position, so wie es vorgesehen war? Wie sollten Snape, Harry und dessen Freunde es ohne Unterstützung schaffen, die zwei Muggelfrauen zu retten?

Besonders, da sie wohl gegen Voldemort persönlich antreten müssten...

„Gibt es denn keine Möglichkeit, sie schneller ...?"

„Ich kann zwar zaubern, Mr. Shacklebolt, aber keine Wunder vollbringen!", schnappte Madam Pomfrey erbost, während sie eine Phiole aus ihrem Umhang zog. „Und jetzt treten Sie bitte einen Schritt zurück, ich habe hier nämlich zu tun!"

Mit einem Seufzer folgte Kingsley der wenig freundlichen Aufforderung. Aufmerksam beobachtete er, wie die Krankenschwester einen Heilzauber murmelte und ertappte sich bei dem heimlichen Wunsch, dass vielleicht ja doch ein Wunder geschehen möge. Wenn Dumbledore Recht behielt mit seiner Auffassung, dass die Liebe zwischen den überlebenden Maraudern und den Muggelfrauen die entscheidende Kraft war, die den Letzteren das Leben retten würde, war das Ausfallen Ersterer wohl gleichbedeutend mit einer Niederlage.

Und eine Niederlage ... nun, eine Niederlage war letztendlich wohl gleichbedeutend mit der Vernichtung aller Gegner Voldemorts...

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Dicht aneinandergedrängt und mit angstgeweiteten Augen blickten Lena und Stella den vier Todessern entgegen, die sich gerade an Crabbe und Goyle senior vorbeidrängten. Wenn sie den Ausdruck in Voldemorts mörderisch verzogenem Gesicht nicht falsch deuteten, hatten sie wohl ihre letzte Zeile getippt...

Sie hatten versagt, wurde Stella mit Entsetzen klar. Sie hatten einfach nicht einkalkuliert, dass Voldemort ihren Plan vorzeitig durchschauen würde, zu einem Zeitpunkt, da er lediglich den größten Teil seiner Anhänger verloren hatte, aber selbst immer noch voll handlungsfähig war. Und egal wie ihm das gelungen war, bedeutete es doch ihr Todesurteil ... und das ihrer Kinder.

Nein. Nein, das konnte sie nicht glauben. Nicht, solange Remus am Leben war. Er würde es nicht zulassen. Er würde es mit allen Mitteln verhindern!

Tränen ließen ihren Blick verschwimmen, während sie sich verzweifelt an diesen Gedanken klammerte. ‚Bitte, Liebling. Bitte. Du musst sie beschützen ...'

Und dann nahm sie sich ein Beispiel an ihrer Freundin, deren Finger fest mit ihren verschränkt waren. Hocherhobenen Hauptes und mit störrisch vorgestrecktem Kinn blickte sie ihren Henkern entgegen.

Voldemorts Gesicht verzog sich zu einer höhnischen Grimasse als er die Tränen in Stellas Augen registrierte. Es bereitete ihm einen fast körperlichen Genuss zu sehen, wie sehr die Angst um ihre Kinder ihr zusetzte. Er würde sich um ihre Brut kümmern ... nachdem er sich um sie selbst gekümmert hatte. Oder besser gesagt, nachdem er zugesehen hatte, wie Lucius sich ihrer annahm.

Versprochen war schließlich versprochen... Also trat er zurück und überließ seinen Anhängern das Feld.

Mit einem Grinsen, das nichts Gutes verhieß, trat Malfoy mit erhobenem Zauberstab auf die zwei wehrlosen Frauen zu. Er würde sich nicht noch einmal von einem Muggelweib überraschen lassen, soviel stand fest. Zumal er sich nicht sicher war, ob er nach Stellas Attacke auf seine Kronjuwelen Narcissa in Zukunft nicht bitter enttäuschen würde ... Das würde sich wohl erst herausstellen, wenn die Schwellung zurückgegangen war. Im Moment glich sein sonst so eleganter Gang eher einem Watscheln ... und das kratzte gewaltig an seinem Ego.

Eines war sicher – diese Drecksmuggel würde für den Tritt teuer bezahlen!

„Vorwärts! Machen Sie die Schlampen fertig, Lucius!"

Rita Kimmkorn leckte sich begierig über die Lippen, während sie ihre Kontrahentin Lena mit gierig glitzerndem Blick maß. Oh, wenn sie doch nur selbst Hand an dieses Muggelweib legen dürfte! Aber Voldemorts Anweisungen waren eindeutig ... und Zusehen wie das Miststück endlich bekam, was es verdiente, war ja auch nicht das Schlechteste...

„Jetzt hab ihr Angst, was?", höhnte Malfoy in Richtung der zwei Frauen, die sich noch immer fest an den Händen hielten. „Und das zu Recht! Wie wäre es für den Anfang mit einem kleinen Cruciatus? Zum Aufwärmen sozusagen? Ich finde, das wäre doch ein angemessener Beginn für unser heutiges Unterhaltungsprogramm! Was meint ihr? Ein Folterfluch, bis ihr auf dem Kellerboden hier unter Qualen die Blutsverräter-Brut verliert, die ihr in euch tragt?"

Mit fiesem Grinsen registrierte er Stellas panischen Gesichtsausdruck und die Art, wie sie in einer instinktiven, schützenden Geste die Hand über ihren gewölbten Leib legte. Als ob das einen guten Cruciatus abhalten könnte! Dämliche Kuh!

Der nächste Schritt, den er auf sie zutat, ließ seine geschwollenen Genitalien erneut schmerzen und heiße Wut schoss wieder in ihm hoch. Oh ja, er würde es der Schlampe heimzahlen. Jetzt gleich!

Mit einer langsamen, genüsslichen Bewegung richtete er den Zauberstab direkt auf die Wölbung ihres Leibes unter der Kutte. „Cruci ... AAARGH!"

Rita Kimmkorn schrie erschrocken auf, als Crabbes Faust krachend mit Malfoys Nase kollidierte, die mit lauten Knacken brach und den Todesser mit blutüberströmten Gesicht zu Boden gehen ließ – im gleichen Augenblick, in dem Goyle plötzlich neben den Muggelfrauen auftauchte und sie mit seinem Körper gegen die Zauberstäbe ihrer Feinde abschirmte.

Gurgelnd kam Malfoy auf die Knie. Seine blassen Augen tränten, während er seine zwei abtrünnigen Spießgesellen ungläubig musterte, die gerade gelassen jeder einen Schluck aus einer gläsernen Phiole nahmen. Allerdings schien er nicht allein in seiner bodenlosen Fassungslosigkeit. Die zwei Muggel wirkten ebenfalls, als drohten sie gleich ihre Kiefer auszurenken vor lauter Überraschung.

„Was ist denn mit euch los, ihr Idioten? Seid ihr denn total übergeschnappt? Stellt ihr euch etwa auf die Seite dieser Muggelschlampen?"

„Dort stehen wir schon lange, Lucius!", informierte Goyle ihn trocken. Allerdings ... das war doch nicht Goyles Stimme, oder? Und jetzt verformten sich seine Gesichtszüge, seine Gestalt streckte sich, wurde schmaler...

„Black!"

„Malfoy." Sirius neigte den Kopf in der Parodie einer höflichen Verbeugung, während er die vor Erleichterung leise schluchzende Lena und mit ihr auch Stella weiter in den Hintergrund des Raumes schob. „Tut mir Leid, aber dein Vergnügen endet hier. Ich schlage vor, du humpelst nach oben ins Schloss und lässt dir von Narcissa einen Eisbeutel für dein Näschen machen."

„Gegen Quetschungen im Genitalbereich gibt es leider nicht allzu viele wirksame Heiltränke. Aber es ist vermutlich ohnehin besser, wenn du deine Reinblut-Gene nicht weiter verbreitest. Ungeziefer gibt es in diesen Kellern hier schon genug", fügte der zweite Mann hinzu.

Rita Kimmkorn – die sich zu Recht angesprochen fühlte – fuhr mit einem zornerfüllten Aufschrei herum und starrte mit hasserfülltem Gesichtsausdruck auf den Mann, der neben Sirius stand und dessen Fingerknöchel leicht aufgeplatzt waren von der Kollision mit Lucius Malfoys Gesicht.

Aber bevor sie etwas sagen konnte, kreischte Fudge schon los: „Lupin! Dass Sie sich überhaupt unter Menschen wagen, Sie ... Sie verfluchtes Monster!"

Die Augen des ehemaligen Zaubereiministers glühten vor Hass. „Diesmal werden Sie mir nicht entkommen, Sie Bestie! Hier können Sie sich nicht mehr hinter Dumbledore verstecken! Der senile alte Zausel wird Ihnen jetzt nicht mehr helfen können ... Accio Silberspieß!"

Sirius' Zauberstab schoss hoch, um den geifernden Mann an der Vollendung des Spruches zu hindern, aber in diesem Augenblick warf sich Lucius Malfoy überraschend auf ihn, stieß ihn beiseite und richtete seinen Zauberstab auf direkt Lena.

„Avada Ked..."

„NEIN!"

Sirius packte den vor Wut und Hass rasenden Todesser, riss ihn herum und schleuderte ihn quer durch den großen Kellerraum. Er sprang dem taumelnden Malfoy hinterher, duckte sich unter einem Schockzauber hindurch, den Rita Kimmkorn auf ihn geschleudert hatte, und versetzte ihm den eigenen Zauberstab ignorierend einen Faustschlag, der seinen Gegner von den Füßen holte.

Und erst als dieser mit krachenden Knochen gegen die Kellerwand prallte, erinnerte er sich an seinen Zauberstab. „Sectusempra!"

Malfoy brüllte wie am Spieß, als an seinem Körper unzählige blutige Wunden aufbrachen, aber Sirius hatte sich bereits von seinem Gegner abgewendet und parierte einen weiteren Angriff Rita Kimmkorns. Allerdings war der Boden des Kellers jetzt schlüpfrig vom Blut des sterbenden Lucius Malfoy, so dass er ausrutschte und beim Fallen seinen Zauberstab verlor.

Verflucht!

Mit zusammengebissenen Zähnen starrte er in das Gesicht der Sensationsreporterin, das sich zu einem höhnischen Grinsen verzog, während sie erneut ihren Zauberstab auf ihn richtete...

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Remus stürmte auf der anderen Seite des Kellers vor, um sich in eine gute Fluchposition zu bringen, um dem Freund beistehen zu können, aber er würde es nicht mehr schaffen...

Mit weit aufgerissenen Augen verfolgten Lena und Stella die Vorgänge im Keller.

Crabbe und Goyle waren Remus und Sirius? Aber ... wie? Und ... wann? Und was sollten sie, was konnten sie jetzt...

„Nein!"

Mit einem wütenden Aufschrei warf Stella sich auf Cornelius Fudge, gerade als dieser den eben herbei accioten Silberspieß zu fassen bekam und sich damit Remus zuwendete, der ihm gerade den Rücken zudrehte.

Der Ministeriumsangestellte geriet ins Stolpern, schleuderte die Frau aber wütend von sich und setzte dem Mann nach, den er mehr hasste als jeden anderen. Hier war sie – seine Gelegenheit, den verhassten Werwolf vom Angesicht der Erde zu tilgen. Und die würde er sich nicht entgehen lassen! Nur noch zwei Schritte und ein fester Stoß mit dem Spieß...

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Lena erstarrte, als Sirius auf der anderen Seite des Kellers zu Boden ging und sein Zauberstab ihm entglitt. Oh nein! Nein! Das durfte nicht ... diese Kimmkorn durfte nicht ... nicht Sirius...

Ihr war gar nicht bewusst, dass sie sich bewegt hatte, aber plötzlich spürte sie Stoff unter ihren Händen, ihre Finger krallten sich in die Robe der Klatschreporterin und zerrten die Frau herum. Ihr Knie fuhr hoch und rammte sich mit einer Wucht in den Bauch der wütend aufkreischenden Frau, die sie überhaupt nicht für möglich gehalten hätte. Und dann hatte sie sie zu Boden gerissen. Der Kopf der Todesserin kollidierte geräuschvoll mit dem harten Steinboden. Und Lena setzte noch einen nach, indem sie mit der Faust auf dieses sorgfältig geschminkte Gesicht einschlug, das sie zu hassen gelernt hatte.

Einmal, zweimal, dreimal.

Sie ließ erst von ihrer Gegnerin ab, als deren Augen sich verdrehten und ins Schädelinnere rollten und Remus sie mit einer entschiedenen Bewegung von ihrer Kontrahentin fortzog.

„Du hast sie besiegt, Lena. Sie ist bewusstlos. Du hast Sirius gerade das Leben gerettet." Ein winziges, bewunderndes Lächeln huschte um seine Mundwinkel. „Und dabei wollten doch eigentlich wir die Helden..."

Lenas Augen weiteten sich entsetzt, als sie hinter ihn blickte.

„REMUS! Pass auf!"

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Cornelius Fudge war seinem Ziel so nah wie nie zuvor im Leben. Nur noch ein Schritt. Ein einziger Schritt...

Die Wucht, mit der Stella ihm die Beine wegtrat, ließ ihn mit einem erschrockenen Schrei zu Boden gehen, gerade in dem Augenblick, als er den Spieß zum Stoß erhoben hatte.

Die Waffe entglitt seinen Fingern, rutschte über den Boden...

Eine fremde Hand griff danach...

Er sah wie in Zeitlupe, wie die Muggelfrau, die Rita Kimmkorn gerade außer Gefecht gesetzt hatte, ihn entdeckte, hörte wie aus weiter Ferne ihren Warnschrei. Starrte in das Gesicht des verhassten Werwolfs, als dieser überrascht zu ihm herumwirbelte...

Reflexartig riss er den Zauberstab hoch, bereit ihn mit einem tödlichen Fluch zu belegen, wenn er schon seiner Silberwaffe beraubt war ... und spürte plötzlich einen heißen, stechenden Schmerz.

Aus weit aufgerissenen Augen starrte er auf den Silberspieß, der da aus seiner Brust ragte und ihn am Boden festnagelte. Aufgespießt wie ein Insekt...

Nach Atem ringend, ohne jedoch seine Lungen füllen zu können, sah er, wie die Muggelfrau vor ihm den Spieß losließ und einen Schritt zurücktaumelte.

Wie der Werwolf, das Monster, die Bestie, sie auffing, als ihre Beine unter ihr nachgaben.

Wie die andere Muggel sich in die Arme dieses Verräters Black warf, der inzwischen wieder auf den Beinen war...

Dann trübte sich sein Sichtfeld. Eisige Kälte kroch in seine Glieder. Das Letzte, was Cornelius Fudge in seinem erbärmlichen Leben sah, war das Gesicht des Mannes, den zu töten er sich geschworen hatte, und der jetzt eine schluchzende Frau in den Armen hielt, die sich an ihn klammerte und eben jenes Gesicht mit Küssen bedeckte.

Dann wurde es dunkel.

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Das Klatschen eines einzelnen Paars Hände ließ die zwei Pärchen herumfahren, die sich eben noch in den Armen gelegen hatten.

„Herzlichen Glückwunsch." Die hohe, kalte Stimme Voldemorts klang gepresst vor Wut und seine roten Augen schleuderten zornige Blitze. „Wie ich sehe, haben Sie es tatsächlich geschafft, bisher am Leben zu bleiben, meine Damen. Und Ihre blutsverräterischen Liebhaber erfreuen sich auch noch allerbester Gesundheit. Ich bin zugegebenermaßen sehr beeindruckt. Was aber nicht bedeutet, dass ich diese Umstände nicht umgehend ändern werde."

In den langen, weißen Fingern des Dunklen Lords tauchte plötzlich ein Zauberstab auf und richtete sich auf die vier Menschen, die ihn mit steinernen Gesichtern und fest zusammengepressten Lippen anblickten.

„Sie haben mich lange genug zum Narren gehalten! Ich habe Ihnen von Anfang an gesagt, was Ihnen blüht, wenn Sie es wagen, sich mir zu widersetzen. Sie haben nicht gehorcht. Im Gegenteil – Ihnen verdanke ich den Verlust einer großen Anzahl meiner Anhänger ... WAS GLAUBEN SIE WOHL, WIE ICH DARAUF REAGIERE?" donnerte er plötzlich und seine Stimme hallte in dem Gewölbe wider.

Mit höhnisch hochgezogenen Augenbrauen beobachtete er, wie Remus und Sirius sich entschlossen vor die Frauen schoben und sie mit ihren Körpern zu decken versuchten.

„Ihr armen Narren! Glaubt ihr tatsächlich, sie so retten zu können?" Er lachte schallend auf. „Nur nicht drängeln ... ihr kommt alle an die Reihe. Aber da ihr ja so erpicht darauf zu sein scheint, mir die Möglichkeit zu geben, den Damen meine Macht an euch zu demonstrieren ... CRUCIO!"

Entsetzt beobachteten Stella und Lena, wie die roten Energiestrahlen des Folterfluchs Remus und Sirius binnen weniger Augenblicke hilflos zusammenbrechen ließen. Und durch den Schleier bitterer Tränen nahmen sie das gehässige Grinsen Voldemorts wahr, während seine Stimme anschwoll und die qualvollen Schmerzensschreie der geliebten Männer übertönte.

„NIEMAND WIDERSTEHT LORD VOLDEMORT! UND WER ES VERSUCHT, STIRBT GENAUSO QUALVOLL WIE DIESE NARREN HIER!"

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Na prima. Und nun? Hat jemand eine Idee? Also ich sehe ja schwarz für unsere Jungs und Mädels, nicht zuletzt, weil das sadistische Monster, das von den Autorinnen dieser Story Besitz ergriffen hat, nur durch gaaaaaaaaaaaaaanz viele Reviews zu besänftigen ist...