Disclaimer: Gundam Wing und die Charaktere gehören nicht mir sondern Sunrise und Bandai. Ich verdiene auch kein Geld mit dieser Geschichte.
Kommentar: Und weiter geht's mit unseren Jungs. Viel Vergnügen. Mal etwas für die 3x4 -Fans unter euch.
Hi Hannah, da warst du ja ganz schön beschäftigt. :) Danke für die Kommentare. Hast du schon „Amors Pfeile" gelesen? Das ist eine kleine Kurzgeschichte über Treizes Jahre in Ägypten. Und falls du noch Zeit und Lust hast und hier keine neuen Kapitel da sind, kannst du ja meine Originalstory ausprobieren (die ich ursprünglich als Gundam Wing AU Fanfic geplant hatte ^^). Sie ist nur leider nicht hier gepostet, sondern auf
http:/www. fanfiktion. de/s/49903d24000030d90c903a98
(die Leerzeichen in der Adresse einfach rausmachen)
Ich freu weiterhin von dir zu hören.
Kapitel XXIX
Das warme Wasser des caldariums war geradezu eine Wohltat für ihre strapazierten Muskeln und wohlig seufzte Quatre als er sich in das Warmwasserbecken niederließ. Er hätte nicht gedacht hier im tiefen ägyptischen Süden in den Genuss eines römischen Badehauses zu kommen doch Merenptah hatte genau ein solches in seinem weitläufigen Park, der zu seiner Villa gehörte, errichten lassen. Genau so wie sie es aus Rom kannten, sogar mit einer anständigen Fußbodenheizung. Man glaubte fast in der Heimat zu sein.
Und nach dem anstrengenden Ritt und den abenteuerlichen, aufreibenden Geschehnissen des Morgens war ein ausgiebiges Bad genau die richtige Art sich zu entspannen.
Trowa humpelte an den Rand des Beckens und bückte sich mit sichtlicher Mühe zu Quatre hinab, stahl dabei einen kleinen Kuss von Quatres Lippen. Sofort nagte wieder das schlechte Gewissen an dem römischen Offizier. Er war Schuld an Trowas Schmerzen, auch wenn die anderen ihm dies ausreden wollten, da er ja von den fünf irren Waisen in der Wüste unter Drogen gesetzt worden war. Für Quatre war dies jedoch keine Entschuldigung.
„Ich gehe schlafen", Trowa küsste ihn auf den Kopf. Er hatte sich zuvor von Duo die Verspannungen aus den Muskeln kneten lassen. „Bleib ruhig noch hier", fügte er an als sich Quatre anschickte sich zu erheben und ihn zu begleiten. „Komm später zu mir", raunte der Sklave dann unhörbar leise und lächelte Quatre an.
Doch auch wenn die Worte noch so leise waren, ihre Bedeutung war nicht schwer zu erraten, denn Quatre errötete wie ein Schuljunge, der bei einer Missetat ertappt worden war.
Heero, der sich auf der anderen Seite des Becken aufhielt, lachte vergnügt. Ein tiefes, volles Lachen, das den gesamten Raum füllte und bis unter die kleine Kuppel drang. Es war ungewöhnlich Heero so gelöst und entspannt zu sehen. Vielleicht lag es daran, dass sich nun Duo zu ihnen ins Becken gesellte und es sich gleich an Heeros Seite bequem machte.
„Wir gehen zurück nach Rom, oder?", fragte der Sklave und wehrte sich eher halbherzig als Heero begann seinen schweren Zopf zu lösen und die Strähnen zu entwirren.
Daran hatte Quatre noch gar nicht gedacht, aber Duo hatte durchaus Recht. Treizes Auftrag hier war erfüllt. Die Bedrohung für den römischen Kaiser abgewendet und die ägyptischen Priester einmal mehr in ihre Schranken verwiesen. Es gab für sie keinerlei Grund mehr länger im Süden zu bleiben. Zumal auf Treize bestimmt bereits die nächsten Aufgaben in Rom warteten. Die Überfahrt nach Rom war jetzt im Frühjahr wieder gefahrlos möglich und Treizes Legion wartete nach dem Winterquartier auf die Befehle ihres Kommandanten.
Quatre wusste nicht, ob er sich so sehr über die Heimkehr freute wie die anderen. Hieß es doch, dass er seinem Vater gegenübertreten musste. Mit Sicherheit war inzwischen Gras über seine missglückte Verlobung gewachsen und seine Flucht. Doch wenn er in Rom war, würde er sich erneut diesen Fragen und seiner Verantwortung als Erbe der Winners gegenüber stehen.
„Wirst du die Armee verlassen?" Heero blickte kaum auf als seine Finger durch Duos Haar wanderten und doch ahnte er ziemlich genau, was Quatre beschäftigte und warum der Tribun so ruhig geworden war.
„Ich muss. Es wäre Treizes Ansehen nicht dienlich, wenn ich weiterhin sein Tribun bliebe." Das war nun einmal die Wahrheit, nachdem Quatre vor seiner Verantwortung geflohen war und sich geblendet vor Irrsinn und verletztem Herzen einer Gladiatorenschule angeschlossen hatte. „Außerdem... ich habe mich in der Armee nie so wohl gefühlt wie du. Du bist der geborene Kämpfer, Heero. Ich nicht."
Zu Anfangs waren sie erbitterte Konkurrenten um Treizes Gunst und Ansehen gewesen. Was hatten sie wettgeeifert und versucht in einem möglichst guten Licht vor ihrem Vorgesetzten zu erscheinen. Treize hatte diesen Eifer geschätzt und sie noch weiter angetrieben. Er hatte schon früh die jeweiligen Stärken seiner Tribune erkannt und sie dementsprechend eingesetzt. Auch Quatre und Heero war es mit der Zeit klar geworden, dass ein jeder seine unverzichtbaren Stärken hatten und sie nur in ihrer Kombination wertvoll und nützlich für den Konsul waren.
„Dann wirst du heiraten?" Duo redete wieder einmal zu viel und zu schnell. Heero zog ihn sanft, aber mit Nachdruck, an den Haaren.
Zuerst wollte Quatre antworten, dass er es noch nicht wusste. Er noch nicht entschieden hatte, doch es war falsch. Er hatte sich schon längst entschieden und so komisch es klang, Merenptah, dieser dekadente Ägypter, hatte ihm dabei geholfen. Merenptah war verheiratet und doch machte er keinen Hehl daraus sich von Zeit zu Zeit einen Sklaven, Adligen oder wer ihm gerade unter die Augen kam, ins Bett zu holen. Die Diener des Haushalts waren recht freigiebig gewesen und hatten Duo und Trowa schon ziemlich bald davon erzählt, dass niemand anderes als Treize höchst selbst früher einmal das Lager des Ägypters gewärmt hatte! Und das sogar mit dem Wissen von Isisnofret, Merenptahs Gemahlin!
Quatre würde Trowa nicht aufgeben, um keine Frau der Welt, doch er würde auch seine Pflicht als Erbe und Stammhalter zu erfüllen wissen.
Duo schien wohl nicht mehr mit einer Antwort Quatres zu rechnen, denn er drehte sich zu seinem Geliebten um als ihm ein Gedanke gekommen war: „Wo ist eigentlich Treize abgeblieben? Nicht, dass er meine Dienste braucht!"
„Ich denke nicht, dass er dich braucht. Ich glaube, er möchte alleine sein", beruhigte Quatre den Leibsklaven. „Und wo ist überhaupt Zechs? Er hat auch einmal dringend ein Bad nötig."
„Oh, er war kurz hier. Gerade als du noch mit Trowa bei den Pferden warst", wusste Duo zu berichten. „Wer war dieser Mann eigentlich, den Treize getötet hat?"
‚Getötet', war ein zu schwaches Wort, wie Quatre befand. Er hatte Treizes Gesichtsausdruck noch deutlich vor Augen als dieser auf den bereits besiegten Römer niedergestarrt und dann seinen Dolch in die Leiche getrieben hatte. Mit welcher Wut und auch Verzweiflung er dies getan hatte. „Es war ein Römer, vielleicht hat Treize ihn von früher gekannt. Wir wissen nicht was er alles hier in Ägypten getrieben hat und wieso er überhaupt damals nach Ägypten gegangen ist."
„Hn", Heero hatte die Stirn in Falten gelegt. „Das weiß niemand so genau, selbst Une nicht und Treize schweigt sich aus. Auch Merenptah hat nur einige Vermutungen angestellt, warum Treize damals nach Ägypten geschickt worden ist."
Quatre musterte den anderen überrascht: „Du bist aber gut informiert."
„Ist schließlich meine Aufgabe", gab Heero kurz angebunden zurück.
„Du sagst, Treize wäre nach Ägypten ‚geschickt' worden?"
„Ja, er war gerade sechzehn und es geschah nicht freiwillig. Die ägyptischen Sklaven, die damals bereits für Merenptah gearbeitet haben, meinten, dass Treize wohl am Anfang nicht bei Sinnen gewesen war", wusste nun Duo beizusteuern und einmal mehr wurde Quatre bewusst wie viel solche Sklaven doch eigentlich über ihre Herrschaften wussten. Deshalb war es auch so wichtig, dass die Sklaven verschwiegen waren – zumindest Außenstehenden gegenüber. Doch wie oft, waren sie es nicht und daher rührten auch die ständigen Klagen der Wohlhabenden, dass es kaum noch gut Sklaven gebe.
„Kann ich mir nur schlecht vorstellen, dass Treize einmal nicht bei Sinnen gewesen sein sollte."
„Das hab ich auch gesagt", pflichtet ihm Heero bei und stieg aus dem Warmwasserbecken. „Doch ich habe beschlossen, dass ich mir zumindest heute darüber keinerlei Gedanken machen werde..." Er grinste. „Duo?" Schon war ihm der Leibdiener auf den Fersen. Die Beiden verschwanden irgendwohin und Quatre stieg selbst aus dem Bad um sich in den kälteren Raum des frigidariums zu setzen.
Trowa schlief in der Tat bereits als Quatre endlich nach seinem ausgedehnten Bad das üppig ausgestattete Zimmer betrat, das ihm als hochrangiger Gast zustand. Sanft hob sich Trowas Brust unter dem dünnen Leinenstoff, der so fein gewebt war, dass er mehr ent- als verhüllte. Quatre hatte schon Ägypterinnen gesehen, die Kleider trugen, die aus solche einem Tuch gefertigt waren. Er hatte es als geradezu skandalös empfunden. Eine Römerin würde vor Scham im Boden versinken, wenn jeder Mann sich an ihrer Anatomie derart würde ergötzen können.
So konnte er unter dem Stoff auch den dicken Verband um Trowas Bein erkennen. Wahrscheinlich war es Sally gewesen, die die Wunde versorgt hatte. Oder Zechs?
Egal wer, es war gut, dass man sich darum gekümmert hatte. Ihr anstrengender und entbehrungsreicher Ritt nach Theben hatte vor allem Trowa mit seiner frischen Verletzung alles abverlangt.
Quatre sandte ein schnelles, aber nicht weniger inbrünstiges Gebet zu den Göttern, dass er nie wieder seine Klinge gegen den Geliebten richten musste.
Er würde, wenn sie wieder zurück in Rom waren, Fortuna ein Dankopfer darbringen. Und am besten auch noch ein paar Tauben für Aeskulapius, dem Gott der Ärzte.
Er warf den Leibschurz beiseite, den er sich nach seinem Besuch im Badehaus umgebunden hatte und schlüpfte zu Trowa unter die Leinendecke.
Man hatte die Läden vor den Fenstern des Gemachs geschlossen, so blieb zum einen die Wärme der Mittagssonne draußen und zum anderen war es dunkel genug, dass man ohne Schwierigkeiten einzuschlafen vermochte.
Instinktiv rückte Trowa näher an den verrauten Körper an seiner Seite heran und Quatre schloss den Liebsten in seine Arme.
Mit einem zufriedenen Seufzer bettete Trowa seinen Kopf auf Quatres Brust. Er wachte nicht einmal auf und wenig später folgte ihm Quatre in das Reich der Träume.
Erst als die Sonne bereits untergegangen war, erwachten sie wieder. Quatre stand pflichtschuldig auf und erkundigte sich, ob es irgendwelche Neuigkeiten bezüglich der Priester oder Treize gab. Doch die Priester hatten sich bis jetzt nicht gemeldet, dabei rechnete Quatre fest damit, dass sie Treize noch in den nächsten Tagen ihre Aufwartung machen würden. Ihr Konsul hatte sich ebenfalls in seine Räume zurückgezogen und wahrscheinlich schlief auch er. Zumindest wusste Merenptah nichts Gegenteiliges zu berichten. Der Ägypter und der persische Junge saßen im Garten neben dem hübsch angelegten Teich voller Zierfische und Quatre hatte das Gefühl, dass er die beiden gerade in irgendetwas gestört hatte.
Als er zurück in sein Gästezimmer ging, nahm er aus der Küche etwas Brot, Wein und eines dieser Linsengerichte mit, für die die Ägypter berühmt waren.
Es war nur ein einfaches Mahl und doch war es für Quatre und Trowa wie eines der üppigsten Festgelage. Sie waren zu zweit, ungestört, lungerten auf dem Bett herum während sie das Essen bis auf den letzten Rest vertilgten. Sie waren wohl beide hungriger gewesen als gedacht. Das brachte sie zum Lachen als sie feststellten, dass sie alles bis auf den letzten Krümel aufgegessen hatten.
Doch als sich Quatre erbot noch einmal in die Küche zu gehen, hielt ihn Trowa zurück. Seine schlanken, doch von der Arbeit mit den Pferden schwieligen Hände, legten sich auf Quatres Schultern. „Nein, das was ich am meisten möchte, sitzt genau hier", raunte er und kniete direkte hinter Quatre, der auf der Bettkante saß.
Diese rauen Hände wanderte kreuz und quer über seine Brust und schließlich hinab zwischen seine Beine.
Mit einem tiefen, genießerischen Seufzen schob Quatre sein Becken nach vorn und ließ den Kopf auf Trowas Schulter ruhen. Er griff hinter sich in die dunklen Haare des Pferdeknechts und zog ihn an sich um ihn zu küssen.
Währenddessen bearbeitete ihn Trowa mit beiden Händen: Streichelte, liebkoste und lockte bis Quatre glaubte zerspringen zu müssen.
Willenlos ließ er sich auf das Bett hinabdrücken und verfluchte Trowa im Stillen dafür, dass dieser genau jetzt aufgehört hatte sich so hingebungsvoll um seinen Schwanz zu kümmern. Stattdessen verschwendete er die Zeit damit feuchte Küsse auf Quatres Brust zu verteilen, wobei sich Quatre in diesem Moment ganz andere Betätigungsfelder für die Lippen seinen Geliebten vorzustellen vermochte. Doch heute nicht, heute würde er schweigen und sich ganz Trowa hingeben. Heute würde er der Diener sein. Er schaffte es eine Hand unter Trowas Kinn zu legen und zwang ihn sanft dazu ihn anzusehen.
„Was möchtest du?", fragte er mit heiserer Stimme, die kaum zu verstehen war.
Als Trowa nicht antwortete richtete sich Quatre auf und nun war es an ihm den geliebten Körper des anderen auf das Bett zu drücken.
Es machte Quatre stolz zu sehen, dass Trowas Körper instinktiv auf ihn reagierte. Auch Trowas Schaft war inzwischen hart und prall.
Auch wenn es ihn unendliche Überwindung kostete huschte Quatre aus dem Bett und ging zum Schminktisch, der in keinem ägyptischen Schlafzimmer fehlen durfte. Schnell, ohne wirklich darauf zu achten, griff er nach einem Tiegel mit Creme und eilte zurück zu seinem Geliebten.
Er setzte sich ans andere Ende des Betts und verteilte die Paste großzügig auf zwei Fingern. Während er sich mit der linken Hand abstützte und nach vorn beugte, schob er sich selbst die beiden Fingern in seine enge Öffnung. Quatre zwang sich ruhig zu atmen, doch so recht wollte es nicht klappen und bald erfüllte harsches Keuchen das Gemach. Trowa starrte ihn dabei an. So musste ein Mann, der gerade aus der Wüste kam, einen Krug mit frischem Quellwasser anstarren. Wie ein Echo zuckten Trowas Finger und krümmten sich als ob sie es wären, die in Quatres Körper eingedrungen waren.
Inzwischen hatte Quatre die Augen geschlossen, er biss sich auf die Lippen um nicht laut aufzuschreien und als er zum nächsten Mal nach der Creme griff, wurde er nach vorn gestoßen. Überrascht fing sich auf den Unterarmen ab und spürte Trowas Hand, die seinen Kopf in das Kissen drückte. Quatre vermochte gerade noch einmal nach Luft zu schnappen als Trowa in einer raschen, fließenden Bewegung von ihm Besitz ergriff.
Als er später wieder zu Besinnung kam, lag Trowa noch immer auf ihm. Jetzt allerdings ebenso schwer keuchend auch wenn sein Körper auf jene charakteristische Art entspannt war, die nur der erfüllte Akt mit sich bringen konnte.
„Das wird uns niemand nehmen", hauchte Trowa an Quatres Hals. ‚Auch deine zukünftige Gemahlin nicht', zwar sprach Trowa die Worte nicht laut aus doch sie hingen im Raum und jeder dachte daran.
„Und du wirst immer mir gehören." Um seine Worte zu unterstreichen, biss er ihn dort vorsichtig in die Haut, so dass man die Stelle noch morgen früh gut würde sehen können.
Quatre würde nicht protestieren.
