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p lang="de-AT" style="text-align: left;"Severus wartete auf den Tod doch er kam nicht. Stattdessen lag er auf dem harten kalten Steinboden in richtete sich auf und sah die Trümmerteile die ihn umgaben. Das einstige prächtige Schloß war zu einem Schlachtfeld geworden. Severus rieb sich den Kopf und sah auf einmal in die wütend funkelnden Augen von Hermine. Sie zog ihn unsanft auf seine Beine und stützte ihn als er zu wanken begann./p
p lang="de-AT" style="text-align: left;"Er erinnerte sich an die Nacht von Dumbledores Tod, als sie ihn im letzten Moment rettete. Anscheinend war er wieder vom Glück gesegnet, denn er lebte. Ihm brummte zwar der Schädel und sein Zauberstab war ebenfalls noch immer in der heulenden Hütte, doch er lebte./p
p lang="de-AT" style="text-align: left;"„Die Schlange ist tot." Severus hoffte die Nachricht würde sie etwas besänftigen, doch Hermine sagte noch immer kein Wort. Als sie ihn in die Halle hineinführte stockte ihm der Atem. In der Halle lagen auf jedem freien Meter leblose Körper. Er wagte einen Blick und erkannte bekannte Gesichter. Am hinteren Ende standen die Weasleys um einen rothaarigen Körper und trauerten./p
p lang="de-AT" style="text-align: left;"Auf einmal sah Severus Remus und Tonks rechts neben ihm. Unscheinbar lagen sie da, ihre Hände berührten sich leicht und ihr Gesichtsausdruck war friedlich. Severus sah sie an und fühlte eine Welle der Traurigkeit über sich hereinbrechen. Egal welchen Groll er gegen Remus hegte, er verdiente den Tod genauso wenig wie Tonks. Severus hätte dem Werwolf gerne noch sagen wollen, dass er ihn nicht für die Taten seiner Freunde verantwortlich machte. Dass er all die Jahre lediglich eine Wut hatte die er nur an ihn auslassen konnte. Er wollte ihm sagen, dass er er sich für ihn und Tonks freute und ihm alles Gute wünschen. Severus hoffte, dass Remus über seine wahren Gefühle Bescheid wusste. Auf einmal wurde ihm bewusst, dass alle „Rumtreiber" tot waren. Es hatte keiner überlebt, alle waren sie James gefolgt. Er war der letzte der übrig war. Gerade ihm war das Leben vergönnt worden. Das Schicksal meinte es anscheinend doch gut mit ihm./p
p lang="de-AT" style="text-align: left;"Er sah zu Hermine und merkte, dass ihr Blick in Richtung der Weasleys fixiert war. Er erkannte die Person die am Boden lag. Es war Fred Weasley. Er hatte ein versteinertes Lächeln auf den Lippen und war leichenblass. Severus erkannte erst jetzt das wahre Ausmaßes des Krieges und verspürte einen unbändigen Hass auf Voldemort. Seine Ideologie hatte so viele unschuldige Leben gefordert. Severus zog Hermine noch näher zu sich und drückte ihre Schulter. Er war noch nie so dankbar in seinem Leben. Er war am Leben, genauso wie Hermine. Theoretisch hätte er ebenfalls am Rand liegen können, die Hand nach Hermine ausgestreckt, leblos und still. Der Krieg forderte so viele Opfer, viele die es viel weniger als er verdient ließen ihr Leben./p
p lang="de-AT" style="text-align: left;"Er hatte eine zweite Chance bekommen, eine zweite Chance auf das Leben, auf Liebe und auf eine Zukunft ohne Unterdrückung, Tod und Hass. Dumbledore hatte Recht. Severus wandte sich zu Hermine und griff sanft ihren Kopf. Er sah ihr in die Augen und dachte fieberhaft nach, was er ihr sagen konnte, dass seine Gefühle für sie zum Ausdruck brachte. Er konnte keine weitere Sekunde vergehen lassen ohne ihr seine aufrichtige Liebe mitzuteilen. Gerade als er etwas sagen wollte, lehnte sie sich hinauf zu ihn und küsste ihn mit einer Intensität die Severus nicht kannte. Sein ganzer Körper war in Aufruhr und er ließ sich in das Gefühl fallen./p
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p lang="de-AT" style="text-align: left;"Auf einmal hörte er von draußen Rufe. Severus löste sich widerwillig von Hermine und sah ihr noch einmal tief in die Augen. Er versuchte so viel Liebe wie er konnte in seinen Blick zu packen und hoffte sie konnte ihn verstehen. Jeder der selbstständig gehen konnte ging nach draußen und wurde prompt von einer Masse Todesser begrüßt. Inmitten stand Voldemort persönlich. Hinter ihm wankte Hagrid, in Ketten gelegt und er trug ein Bündel./p
p lang="de-AT" style="text-align: left;"„Harry Potter ist tot!" schrie Voldemort und erntete Jubelrufe und Beifall von seinen Anhängern./p
p lang="de-AT" style="text-align: left;"Severus Magen verknotete sich. Jahrelang wusste er um das Schicksal des Jungen Bescheid und trotzdem, den Sohn von Lily tatsächlich tot zu sehen, war etwas ganz anderes. Während die Todesser jubelten und klatschten, starb die letzte Hoffnung der wenigen die mit ihm aus der Halle schritten./p
p lang="de-AT" style="text-align: left;"Voldemort rief Draco zu sich und Severus stellte zu seiner Überraschung fest, dass der Junge hinter ihm stand. Er war am Ende des Kampfes nicht zu seiner Familie zurückgekehrt sondern war hier geblieben. Draco blieb versteinert stehen. Severus fing Narzissas Blick und sah die blanke Angst in ihren Augen. Sollte Draco nicht baldigst zu Voldemort gehen, wäre sein Leben verloren./p
p lang="de-AT" style="text-align: left;"Severus griff nach hinten und zog Draco unauffällig in Richtung Voldemort. Der Junge wehrte sich leicht, doch als er die Stimme seiner Mutter hörte, gab er nach und trottete zu der dunkel gekleideten Gruppe. Er schritt an Voldemort vorbei und ignorierte seinen Vater. Er nahm seinen Platz neben seiner Mutter ein, die Severus mit ihren Augen still dankte./p
p lang="de-AT" style="text-align: left;"Als Voldemort ihnen anbot die Seiten zu wechseln und einen Platz unter seinen Anhängern zu finden, schritt ausgerechnet Neville Longbottom vorwärts. Voldemort machte eine abwertende Bemerkung und wurde durch das Gelächter seiner Anhänger belohnt. Doch Neville blieb stehen und begann eine Rede die Severus komplett überraschte. Neville rief ihnen die Hoffnung in Erinnerung und dass es nun in ihren Händen lag. Auf einmal brach ein Tumult zwischen den Todesser los. Hagrid schrie auf und Harry flog zu Boden./p
p lang="de-AT" style="text-align: left;"Er rollte sich ab und rannte hinter Trümmern. Als die Todesser bemerkten, dass der Junge, den Voldemort bereits zweimal ermorden wollte noch immer lebte, flohen sie nach einander. Voldemort riss seine Augen auf und spie seinen Anhängern zu, anzugreifen. Die wenigen die noch verweilten folgten seinem Ruf und schleuderten Flüche in Richtung Severus. Chaos brach aus und Severus verlor Harry aus den Augen, er wurde von Hermine weggezerrt. Als diese auf einmal von einem Fluch nieder geworfen wurde, stand niemand geringeres als Bellatrix Lestrange vor ihm./p
p lang="de-AT" style="text-align: left;"„Du warst es der in mein Verlies eingebrochen ist. Du hattest lange genug mit deiner kleinen Schlammbluthure Spaß. Sobald du tot bist werde ich mich etwas mit ihr emvergnügen/em. Verräter!" Sie spie das letzte Wort mit Abscheu Augen funkelten vor Wahnsinn und Bosheit und sie zog ihren Zauberstab./p
p lang="de-AT" style="text-align: left;"Bevor Severus reagieren konnte, hallte ein Grollen durch die große Halle. Auf einmal erlosch der Lärm und es war so still, dass man die schweren Tatzen des riesigen Wolfes auf den Steinboden stapfen hörte. Hinter Bellatrix war das Untier welches sich bereits das Maul leckte. Bellatrix drehte sich langsam um und schrie vor Schreck auf. Hermine attackierte ihre Beute sofort und zerbiss ihr den Kopf. Das laute Knirschen des berstenden Schädels verursachte bei allen, die es gehört hatten, Übelkeit./p
p lang="de-AT" style="text-align: left;"Die erneute Stille wurde durchbrochen als Neville auf einmal seine Hände zusammen schlug und Hermine anjubelte. Severus atmete auf als Hermine ihn mit ihren braunen Augen ansah. Es war genug Hermine in dem Wolf um nicht wahllos Menschen anzugreifen. Während Hermine sich um die restlichen Todesser kümmerte, die bei ihrem Anblick verzweifelt versuchten zu fliehen, tobte draußen ein unerbittlicher Kampf zwischen Harry und Voldemort. Das letzte was Severus von seinem ehemaligen Lord sah, war wie dieser, den Mund und die Augen weit aufgerissen, sich langsam auflöste. Ein Windstoß wehte den letzten Rest seiner Schreckensherrschaft weg und zurück blieb nur Harry, der abgekämpft am Boden saß und schwer atmete. Severus konnte es nicht glauben. Sie hatten es geschafft. Es war vollbracht. Voldemort war tot. Severus atmete tief ein und zog Hermine die mittlerweile wieder in menschlicher Form war und eine Art Plane anhatte, in eine feste Umarmung. Eine neue Ära war so eben angebrochen. /p