Hi Leute,

ich weiß, ich hab mich seit Ewigkeiten nicht mehr gemeldet und ihr habt allen Grund so richtig, richtig böse auf mich zu sein. *schnell versteck*

Ich entschuldige mich wirklich dafür und bedanke mich gleichzeitig für die zahlreichen Reviews, die mich selbst nach Monaten noch erreicht haben mit der Bitte doch weiterzuschreiben. Dazu sei gesagt: Ich habe wirklich vor diese Story zu Ende zu schreiben! Leider läuft das nicht immer so flüssig und reibungslos wie gewünscht, erhofft oder auch erwartet. Alleine an diesem Chapi hier hab ich gut und gerne zwei Monate geschrieben, sei es auch einfach nur dem Grund geschuldet, dass ich mir über den weiteren Ablauf Gedanken machen musste als auch, dass ich einfach keine Muse fürs Schreiben hatte und z.T. das Chapi auch öfters umgeschrieben habe… so ist das eben manchmal. *seuftz*

Ich sitze „schon" am nächsten Chapi, aber ich möchte wirklich keine Versprechungen mehr machen. Ihr bekommt es, wenn ich es fertig habe! Gebt mich nicht auf, ich werde mir wirklich Mühe geben!

So, jetzt aber genug geschwafelt, lange genug gewartet habt ihr ja. ;)

Disclaimer: Noch immer gehört nicht mir außer der Idee!


Alice' POV

Selbst wenn ich hätte schlafen können, hätte ich diese Nacht vor Aufregung wohl trotzdem kein Auge zubekommen. Seit wir nach Hause gekommen waren, hatte uns alle eine Unruhe ergriffen, der selbst Jasper nicht Herr werden konnte. Wahrscheinlich war er selbst viel zu unruhig, um uns anderen Ruhe geben zu können. Gleichzeitig hätte wohl keine Kraft der Welt uns heute Nacht wirklich beruhigen können.

Wir alle schwankten zwischen Euphorie und Angst für die Zukunft und versuchten gleichzeitig nicht zu sehr darüber nachzudenken, sondern es auf uns zukommen zu lassen. Das fiel uns überhaupt nicht leicht. Zu lange waren wir es gewohnt gewesen alles rund um unser Leben penibel genau zu planen und nichts dem Zufall zu überlassen, weil es einfach zu gefährlich war, und hatten uns dabei vollkommen auf Edwards und meine Gabe verlassen. Erst im Laufe der letzen Monate war uns klar geworden, dass das nicht immer funktionierte. Bella hatte uns dazu gebracht, unsere Abhängigkeit von unseren Fähigkeiten in Frage zu stellen. Komischweise hatte dies dazu geführt, dass wir eher lockerer als angespannter wurden. Die Unsicherheit war irgendwie natürlicher und machte uns menschlicher.

Ich erinnerte mich an die vergangenen Monate und wie sie uns verändert hatten. Bella hatte unser gesamtes Leben verändert… vom ersten Tag an. Ohne es zu wissen hatte sie die gesamte Familie dazu gebracht über unser Leben nachzudenken. Und wir hatten uns verändert ohne es wirklich zu bemerken, bis es zu spät war es noch abzuwenden bzw. es abwenden zu wollen. Jeder von uns hatte sich durch Bellas Anwesenheit positiv verändert. Edward glücklich zu sehen, hatte uns andere glücklich gemacht… Edwards und Bellas Unglück hatte uns auf eine Art und Weise zusammengeschweißt, wie es vorher nie denkbar gewesen wäre. Durch Liebe und Leid hatten wir alle uns weiterentwickelt, wie es sonst für unsereins nie möglich gewesen wäre.

Trotz des Schmerzes, den mir die Erinnerungen brachten, musste ich lächeln. Ich beobachtete Jasper und Emmett, die sich ein Match nach dem anderen an der Playstation lieferten und Rosalie, die sich durch einen Stapel Automagazine arbeitete. Es war offensichtlich, dass sie nur versuchten sich abzulenken und die Zeit bis zum Morgen totzuschlagen, doch gleichzeitig war es so natürlich als würde nur die fortgeschrittene Stunde der Nacht diesem Treiben Lügen strafen.

Edward hatte sich nach so langer Zeit wieder an seinen Flügel gesetzt. Die letzen Monate war er nur unberührt in einer Ecke verstaubt, ein ständige Erinnerung an eine glücklichere Zeit.

Edward spielte nicht, kein Ton verließ das Instrument, und dennoch war es ein Zeichen von Hoffnung. Er hatte die Augen geschlossen und strich federleicht über die Tasten, vollkommen in Gedanken versunken. Esme schaut immer wieder selig lächelnd zu ihm hinüber, während sie das Wohnzimmer neu dekorierte.

Immer mal wieder versuchte ich in Bellas Zukunft zu sehen, doch sie blieb mir weiterhin weitestgehend verschlossen. Ich wusste noch immer nicht woran das lag. Ich sah, dass ich in den nächsten Tagen für Bella shoppen gehen würde… diese Krankenhauskluft war ja auch wirklich auf Dauer nicht mehr auszuhalten. Aber alles andere blieb weiterhin im Dunkel verborgen.

Nun, was erwartete ich eigentlich? Bella war gerade erst wieder zurückgekehrt, begann gerade erst wieder sich mit der Welt auseinanderzusetzen. Trotzdem hatte ich so ein komisches Gefühl, dass noch mehr dazu gehörte… Dinge, die sich mir entzogen. Ich schüttelte den Kopf, um wieder einigermaßen klar zu werden. Früher oder später würden wir es schon erfahren, es brachte rein gar nichts sich jetzt den Kopf darüber zu zerbrechen.

Vielleicht hätte ich es getan, wenn ich gewusst hätte was wirklich dahintersteckte. Doch so ließ ich mich von Jasper und Emmett ablenken, die gerade kurz davor waren Esmes Einrichtung zu Kleinholz zu verarbeiten. Emmett war ja so ein schlechter Verlierer und Jasper sprang auch noch voll drauf an. Ich schüttelte wiederum den Kopf, diesmal jedoch belustigt, und ging lieber dazwischen bevor wir einen neuen Tisch kaufen müssten. Das würde Esme gar nicht gefallen, sie hing an jedem einzigen Gegenstand in diesem Haus.

Also schnappte ich mir schnell Jasper, während Rosalie mit Emmett nach oben verschwand… um ihn ganz sicher… abzulenken. Ich grinste wissend und glaubte Edward unterdrückt leidig stöhnen zu hören. Ich wollte gar nicht wissen was sich gerade in den Gedanken der beiden abspielte… ziemlich bald würden wir es wohl eh hören. Ich rollte die Augen um das Verhalten der Beiden und grinste gleichzeitig Jasper an. Er lächelte zurück und gemeinsam ließen wir uns auf das Sofa fallen. Die Playstation war immer noch an und zeigte das nächste Spiel. Ohne groß darüber nachzudenken, einfach nur um die noch verbleibende Zeit totzuschlagen, schnappte ich mir einen der Controller, reichte Jasper den Zweiten, und schon befanden wir uns in einer äußerst effektiven Methode der Zeitvertreibung. Vielleicht nicht ganz so effektiv wie die Methode, der Rosalie und Emmett gerade im oberen Stockwerkes unseres Hauses nachkamen, aber immer noch besser als doof in der Gegend rumzustehen und zu viel Raum und Zeit zum Denken zu haben. Noch ein paar Stunden und wir würden wieder zurück zu Bella gehen können. Wie würde sie uns empfangen?


So, ich weiß, das war jetzt nicht das längste Chapi, aber… wem's aufgefallen ist, es war eine kleine Anspielung dabei… nein, mehr verrate ich nicht! *muhaha* Könnt ja spekulieren was ich meine. ;)