Kapitel 28 ~ Verwirrung

Sakura zögert hat sie noch eine Wahl? Oroshimaru verlangt es und das war eine deutliche Drohung. Erst einmal denkt sie über die Konsequenzen nach, da wäre der Nachteil für sie, ein Kampf, der bestimmt kommen würde und am schlimmsten, dass er von ihrem Geheimnis erfahren würde. Nein, sie durfte nicht, doch Sasuke konnte ihr nicht helfen, er wurde von Kabuto festgehalten, auch wenn er sich leicht befreien könnte, würde er es nicht machen. Sakura weiß, dass Oroshimaru irgendetwas gegen ihn in der Hand hat, wenn sie auch nicht weiß was, es scheint wichtig für ihn zu sein.

Langsam öffnet sie ihre normalerweise wunderschönen Augen. In solch einer Situation würde normalerweise, Hass in ihren Augen zu sehen sein oder der kalte Eindruck, den sie besaß. Nun sah er in ein trübes Augenpaar, ohne jegliche Emotion. Ohne den Hass, den er sehen will. Er bekam nur ein trübes Augenpaar, welches durch ihn hindurch sah, aber auch sein kann, dass sie ihn anschaut. Überrascht lockert sich sein Griff.

„Nun zufrieden, Oroshimaru. Hast du den erwünschten Hass gefunden? Nein, das kannst du nicht, denn meine Augen sind nicht so wie sonst, so wie jeder sie kennt. Meine Augen sind trüb und leer. Jeder Emotion, die sich in ihnen spiegeln könnte, ist verblasst. Wolltest du das sehen, diesen schrecklichen Anblick. Du hast dich erschreckt. Wie jeder. Wie jeder verdammte Mensch, einfach jeder erschreckt sich vor diesem Anblick."

Für Sakura ist es schwer sich so seinem eigentlichen Feind zu zeigen, durch ihr Chakra kann sie seinen Blick erahnen, seine Augen die noch immer versuchen eine Emotion in ihren Augen zu finden. Ein leises Lachen ist von ihrem gegenüber zu hören. „So, so. Du bist erblindet, wie kommt das? Hat es etwas mit deiner Macht zu tun?", er weiß selbst, dass sie nicht darauf antworten wird. Eigentlich ist er sich ziemlich sicher, dass er recht hat.

„Ich hab Recht, dein Schweigen bestätigt es. Deine wahre Macht, hat etwas damit zu tun, wieso zeigst du mir sie nicht einmal. Oder kannst du sie zurzeit nicht ausführen?" Wieder keine Antwort. „Also ja, Das freut mich. Wie wäre es mit einem Übungskampf? Keine Lust, na macht nichts. Später ist noch genug Zeit dafür. Erzähle mir von deiner Macht, was ist es?" Sie macht keine Anstalten nur irgendetwas zu verraten, ein Wort zu sprechen, es reicht, dass er von ihrem Geheimnis weiß. „Wie es scheint, hast du keine große Lust zu reden. Das ist schade, aber ich dulde so etwas nicht. Muss ich erst handgreiflich werden?"

Oroshimaru hat eine kleine Distanz zu ihr aufgebaut, er ist sich nicht sicher, ob sie ihn orten kann. Langsam lässt er sich auf seinen 'Thron' nieder. Sakura ist verwirrt, was er vorhat weiß sie nicht. Ihre Konzentration ist verschwunden, ihr Geheimnis preis zu geben hat sie aus der Bahn geworfen, sie verunsichert. Ein Gedanken drängt den nächsten weg und lässt sie zu keinem kommen. Ihre Unsicherheit drängt sie zu handeln, aber was? Ein guter Spruch, den sie sonst immer per rat hat wäre nicht schlecht, doch dieses Mal fiel ihr einfach keiner ein. Was war nur los, sie wollte sich doch nie wieder so aus der Bahn schmeißen lassen.

„Ist die kleine Lady etwa sprachlos. Wo ist dein freches Mundwerk hin? Du wirst doch nicht in dein altes Ich zurück fallen, oder etwa doch?", gekonnt spielt Oroshimaru mit ihr. Verwirrt sie noch, lässt sie immer mehr fallen. „Hör auf damit!", schreit sie an. „Bitte hör auf, ich kann nicht mehr!", flüstert sie völlig verwirrt. So gerne würde Sasuke ihr jetzt helfen, er hat Angst, dass sie bei der ganzen Verwirrung noch ihre wahre Macht einsetzt oder kann sie das nicht?

Oroshimaru schweigt, das hat sie nicht erwartet, schnell versucht sie ihre Gedanken zu ordnen. Nur langsam und sehr mühsam bekommt sie es hin. Sie lässt sich dabei auf ihre Knie fallen.

Entschlossen stellt sie sich auf ihre Beine, geht auf Oroshimaru zu, dieser stellt sich. Willensstark öffnet sie ihre Augen, noch immer trüb, aber keinesfalls so wie eben, sondern sie schauen ihn an, der Blick ist deutlich zu spüren.

„Nun bin ich dran! Du hast mich genug verwirrt, das passiert nicht noch einmal, das verspreche ich. Du wolltest, dass ich meine Augen öffne, damit habe ich ein großes Geheimnis preis gegeben, aber dieses hilft dir keinesfalls bei einem Kampf gegen mich. So schnell werde ich dir meine wahre Macht nicht zeigen, denn es gibt verschiedene Stufen davon, vielleicht wissen einige Ninjas aus Konoha-Gakure davon und auch Sasuke, meine wahre Macht, aber dir werde ich sie nie zeigen. Besonders nicht wenn du es von mir verlangst, hast du das verstanden. Oroshimaru! Einiges kannst du von mir und auch Sasuke verlangen, aber mein größtes Geheimnis werde ich nicht preisgeben. Gerne Kämpfe ich gegen dich, wenn es sein muss auch jetzt sofort, aber ich falle auf keinem Fall in mein altes Ich zurück, hast du das verstanden. Die alte Sakura gibt es nicht mehr! Nie wieder.", sie erklärt dies lautstark uns sehr bestimmend. Keinesfalls ist sie schwach mit ihrer Blindheit.

„Ich nehme an, Kabuto bereite die Turnierhalle vor, lass die stärksten zu schauen. Und du meine kleine darfst dich noch stärken gehen, Sasuke kann dir noch mehr Ausrüstung verschaffen. In einer halben Stunde sehe ich dich dort. Sasuke dein Training fällt heute aus.", damit dreht sich Oroshimaru um und verlässt den Raum. Sakura dreht sich zu Sasuke, der ihr eine Hand reicht. Es gibt kein zurück. Ein Kampf gegen Oroshimaru.