29. Der Junge in der Toilette und der Junge im Denkarium

Umbridge und Fudge erwachten und sahen sich verwundert in dem völlig zerstörten Büro um. „Wo ist er hin?", fragte Fudge und Shacklebolt antwortete: „Ich habe keine Ahnung, ich bin auch eben erst aufgewacht.".

„Er ist dahinunter!", rief Suzette und wies auf die offen stehende Tür des Turmzimmers nach unten.

Endlich wachte auch Draco Malfoy auf und hielt sich den Schädel.

„Kommen sie Mister Malfoy!", sagte McGonagall, „Ich bringe sie in den Krankenflügel, da wächst sich eine ganz schöne Beule aus auf ihrem Kopf.".

Die Auroren, der Zaubereiminister und die Großinquisitorin eilten die Treppe hinab, um unten im Schloss nach Dumbledore zu suchen. Suzette und Harry blieben allein im Turmzimmer: „Potter, ich muss sie warnen!", begann Suzette, „Dumbledore hat es zwar noch mal gesagt, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass sie das ganze nicht genügend ernst nehmen! Sie müssen sehr schnell, sehr gut Okklumentik lernen! Wir wissen nicht, in wie weit der Dunkle Lord ihre Gedanken von Ferne kontrollieren kann, aber wir wissen, dass er ihnen Botschaften in ihren Träumen schickt, die sie unbedingt unterdrücken lernen müssen!".

„Ich versuch es ja!", meinte Harry genervt. Er wollte nicht mit diesem Mädchen sprechen, sie kam ihm zunehmend furcheinflößend vor.

„Harry, ich merke doch, dass da mit ihnen war nicht stimmt! Üben sie denn jeden Abend?".

„Natürlich!", log Harry, „Aber ich habe einfach das Gefühl, als würde es bei mir im speziellen nicht funktionieren, als würde das ganze meinen Geist nur noch angreifbarer machen.".

„Das hatte ich befürchtet!", seufzte Suzette, „Sie vertrauen Professor Snape nicht, was?".

Harry blinzelte ihr böse zu und für einen Bruchteil einer Sekunde glaubte sie in die kalten Augen Naginis zu blicken. Sie schreckte zusammen und entzog sich sofort Harrys Augen, indem sie die Treppen nach unten stürmte.

Am nächsten Morgen kam die Hiobsbotschaft, wie es vorherzusehen war: Ausbildungserlass Nummer 28 machte Dolores Umbridge zur Schulleiterin von Hogwarts.

Gleichzeitig wurde das sogenannte Inquisitionskommando gegründet, in dem sich, praktisch als Gegenbewegung zu Dumbledores Armee, ausschließlich Schüler aus Slytherin befanden. Sie taten das, was ihnen persönlich das Leben am leichtesten machte, sich schlossen sich der Machthaberin an.

Noch am selben Tag des Inkrafttretens der neuen Verordnungen hörte Suzette davon, dass die Weasley-Zwillingen ein Mitglied des Kommandos in ein Verschwindekabinett gesteckt hätten, damit ihnen keine Punkte abgezogen würden. Suzette wusste gar nicht, dass ich in Hogwarts ein Verschwindekabinett befand, geschweige denn wohin es führte. Entsprechend machte sie sich Sorgen um den Slytherin-Schüler, der auch in den folgenden Tagen nicht mehr gesehen wurde.

Tatsächlich konnte man stetig beobachten, wie sich das Stundenglas der Hauspunkte Gryffindors langsam leerte.

Am Nachmittag genossen Suzette und Severus eine Tasse Tee im Klassenraum für Zaubertränke, als sich die schwere Kerkertür auftat und Dolores Umbridge ihr süßliches Gesicht hindurchstreckte.

„Professor Snape, wenn ich sie einen Augenblick unter vier Augen sprechen könnte?".

Der Tränkemeister erhob sich und folgte der dicken Frau schweigend nach draußen vor die Tür.

Nach nur ein paar Minuten sprang die selbe wieder auf und Suzette vernahm folgende Worte mit Snapes öligster Stimme: „Aber sicher! Das lässt sich einrichten! Warten sie einen Augenblick, ich habe da einen kleinen Vorrat in meinem Zutatenschrank.".

Er stürmte an Suzette vorbei zu seinem Privatvorrat an Zaubertränken und Zutaten und suchte sich einen Kolben mit einer klaren Flüssigkeit aus, um sie für Umbridge in eine kleine Phiole umzufüllen. Dann trat er wieder zu ihr nach draußen und mahnte: „Nicht mehr als drei Tropfen!" und dann frohlockte er: „Wie lange habe ich auf diesen Tag gewartet!?".

„Was wollte sie?", fragte Suzette düster, als die Tür wieder geschlossen war und sie allein waren.

„Veritaserum! Um es Potter unterzumischen.", gab Snape zurück.

„Du hast doch nicht etwa...?".

„Natürlich nicht! Ich bin gar nicht befugt, das Zeug weiter zu reichen. Sie kippt ihm jetzt reinstes H2O in den Tee.", er grinst mit einem leichten Anflug von Verbitterung. Suzette wusste, wie gerne er Potter selbst einmal Veritaserum untermischen würde. Doch er hielt sich an die Regeln.

„Was will sie von ihm wissen?", erkundigte sich Suzette.

„Wo der Schulleiter sich versteckt und wo Sirius Black sich aufhält.", knurrte Snape und kippte den Rest des Bachblütentees in seiner Tasse in den Ausguss neben seinem Pult.

Doch nur Minuten nachdem Umbridge Potter zu ihrer Unterredung zu sich gerufen haben musste, brach Tumult im Schloss aus. Suzette wollte sofort nachsehen, was da vor sich ging, aber Snape hielt sie zurück: „Nein! Lass Minerva das erledigen! Wir dürfen nicht zeigen, auf welcher Seite wir stehen! Niemandem!".

Es war untypisch für Snape, dass er sich nicht einmischte, wenn irgendwo Schulregeln gebrochen wurden.

Suzette setzte sich wieder hin und zog ein mürrisches Gesicht.

Es knallte und schepperte durch das ganze Schloss, als hätte Peeves ein Arsenal an Feuerwerkskörpern gefunden. Es zischte und wurde lauter und lauter, als Suzette und Snape vermuteten, das Umbridge zur Stelle geeilt sein musste.

„Lass mich raten!", grinste Suzette verschmitzt, „Die Zwillinge?".

Severus antwortete: „Natürlich! Sie wären gute schwarze Magier, wenn sie nicht so viel Blödsinn im Kopf hätten!".

„Aber es macht sich bezahlt.", gab Suzette zurück.

„Zweifellos!", meinte Snape.

Am nächsten Morgen erfuhren Snape und Suzette, dass es sich tatsächlich um einen Scherz der Weasleys gehandelt hatte. Die beiden hatten unter der Schülerschaft verlauten lassen, dass sie sich nicht mehr um eventuelle Schulverweise kümmerten und so viel Schaden wie möglich anrichten wollten. Snape verzog daraufhin sein Gesicht, sagte aber nichts dazu. Er tat so, als hätte er dieses Schülergespräch überhört und schritt an ihnen vorbei in sein Klassenzimmer.

Suzette freute sich ein wenig über den offenen Widerstand. Wenn den Jungs tatsächlich alle Konsequenzen egal waren, konnte man sie nur unterstützen.

Ein etwas seltsames Verhalten legte vor der ganzen Szenerie Minerva McGonagall an den Tag. Sie war immerhin Hauslehrein den Zwillinge, doch sie schritt nur halbherzig ein, zauberte nur mittelmäßig, wenn es darum ging, die Überbleibsel des Indoor-Feuerwerks zu beseitigen und blinzelten Peeves bei jeder Begegnung unmerklich aufmunternd zu.

Suzette schmunzelte über die alte, schrullige Frau, wie sie doch tatsächlich einen Hauch von Humor an den Tag legte.

„Morgen Professor!", grüßte Suzette die Verwandlungslehrerin und lächelte ihr zu. Wenn sie schon nicht Fred und George ihre Unterstützung offen zeigen konnte, dann doch wenigstens ihrer Gönnerin.

Am Nachmittag des selben Tages spazierte Suzette durch die Gänge im zweiten Stock, als Draco Malfoy um eine Ecke gestürzt kam und sie über den Haufen rannte. Sie rappelten sich auf und Draco schaute sie schockiert an: „Suzette? Ähm...", brachte er außer Atem hervor, „Da hinten! Montague ist wieder aufgetaucht!".

„Der Junge der ins Verschwindekabinett gefallen ist?", fragte Suzette nach.

„Ja! Er steckt da hinten in einer Toilette fest!", keuchte Malfoy.

Suzette kicherte: „Okay, ich seh mir das an, aber geh besser noch deinen Hauslehrer rufen!".

Sie wollte gerade in Richtung Jungentoilette verschwinden, da hielt Draco sie zurück: „Sag mal! Vor ein paar Wochen konnte ich zum Quidditch-Training meinen Besen nicht finden. Und als wir wieder vom Feld kamen, stand er wieder da.".

Suzette starrte den Jungen unverwandt an, ohne zu wissen, welcher Gesichtsausdruck angemessen gewesen wäre oder was sie hätte sagen sollen.

„Meine Tante hat mir berichtet, sie sei befreit worden und von einem Nimbus 2001 aufs Festland geflogen worden.".

Suzette starrte immer noch.

„Könnte es sein, dass du... Ich meine, mein Vater hat ja schon immer gesagt, dass du eine außergewöhnliche Hexe bist... Aber er will mir einfach nicht sagen, was...", seine stahlblauen Augen versuchten Suzettes Schädel zu durchbohren.

„Malfoy! Gehen sie Professor Snape holen! Ich glaube, das ist von drängenderer Wichtigkeit!", erklärte Suzette schließlich und wollte mir der formalen Anrede die Distanz wieder aufbauen.

Da interessierte sich der junge Malfoy also für die Angelegenheiten seines Vaters! Da hatte er also Briefkontakt zu Bellatrix! Suzette hoffte, der Junge würde nicht auf die schiefe Bahn geraten, mit dieser destruktiven Neugier.

Um Himmels Willen! Wie vom Donner gerührt blieb Suzette plötzlich stehen. Hatte sie Malfoy da eben zu Snape geschickt? Sie hatte ganz vergessen, dass der jeden Augenblick Potter für eine Okklumentik-Stunde erwartete! Oh je! Das würde Ärger geben!

Sie schlich weiter zur Jungentoilette, wo man schon von Weitem das Gejammer und die Hilferufe Montagues hören konnte.

Suzette wollte die Tür gerade auftreten, da besann sie sich eines besseren. Sie würde sich nur unnötig den Fuß brechen, die Türen der Jungentoiletten öffneten sich unter keinen Umständen für ein Mädchen.

„Alohomora!", sprach Suzette und griff nach ihrem Zauberstab, doch nichts passierte.

Endlich kam Snape um die Ecke geeilt. Er machte ein missmutiges Gesicht und blickte schließlich böse auf das Mädchen: „Du wusstest, dass ich Potter in meinem Büro sitzen habe!", knurrte er.

Doch Suzette grinste so unwiderstehlich, dass auch Snape nach dem folgenden Satz ein gemeines Lächeln verstecken musste: „Die Klotüren hier sind besser gesichert als die Zellentüren in Askaban!".

Snape stieß die Tür auf und erblickte einen völlig durchnässten, frierenden und unmenschlich stinkenden Jungen in einer Kloschlüssel eingeklemmt.

Suzette wandte sich ab und musste stark an sich halten, dass sie nicht in schallendes Gelächter ausbrach.

Für Snape war es ein leichtes die Schüssel mittels Magie zerbersten zu lassen, Montague zu befreien und die Toilette anschließend wieder in Betrieb zu nehmen. Er sagte schließlich zu dem unglückseligen Jungen: „Waschen sie sich, Montague! Werden sie dieses widerlichen Gestank los und melden sie sich umgehend im Krankenflügel!".

„Aber Professor Snape, was ist mit denen, die mir das eingebrockt haben? Ich nehme an, diese Zwillinge wurden suspendiert?".

Montague war ein Streber, das sah man ihm an, ein regelhöriger Streben und ein Schleimer. Gleichzeitig hielt er sich auf Grund diverser guter Noten in sämtlichen Fächern für etwas besseres. Dass er es ins Inquisitionskommando geschafft hatte, ließ ihn in seinem Kopf zum erhabenen Musterschüler aufsteigen. Ohne Zweifel waren seine Eltern schon immer viel zu stolz auf ihn gewesen.

„Es tut mir leid, Mister Montague. Fred und George Weasley konnte nichts bewiesen werden und so lange es sich nur um Spekulationen handelt stehen sie unter dem Schutz ihrer Hauslehrerin.", erwiderte Snape und spielte den zutiefst untröstlichen.

Montague schlich durch die Gänge und in den Kerker zum Slytherin-Waschsaal für Kommandomitglieder, wobei mit jedem Schritt eine übelriechende Pfütze aus seinem Umhang quaddelte. Suzette wollte ihm in die Gefilde der Slytherins folgen und sehen, ob sie vielleicht Potter noch erwischte, doch wieder rannte sie Malfoy in die Arme, der offensichtlich nach Snape suchte. „Suzette!", keuchte er außer Atem und grinste breit, „Wusstest du das Potter Zaubertranknachhilfe bekommt?", er lachte laut auf, „ Ich finde das zutiefst unfair, wo Professor Snape doch sonst niemals...".

„Ja, ich weiß! Und ich denke es ist peinlich genug, dass du es nicht noch unfair finden solltest, Draco!".

Malfoy verstummte. Als Suzette noch in Malfoy Manor gewohnt hatte und sie der ganze Stolz seines Vaters war, der sich mit ihren außergewöhnlichen Kräften gebrüstet hatte, hatte er immer voll Ehrfurcht zu dem seltsamen Mädchen aufgesehen. Nachdem Lucius Suzette allerdings von seinem Grund und Boden verwiesen hatte, nachdem es zu einem offenen Streit gekommen war, hatte er jeglichen Respekt ihr gegenüber verloren. Sie galt nach wie vor als Schlammblut, so lange sie keine Geburtsurkunde mit dem Namen ihres Vaters darin vorlegen konnte. Draco hatte Suzette auf ähnliche Weise verachtet, wie er den Gutmenschen Potter verachtet hatte, so wie auch sein Vater sie verachtete. Doch auch diese Ansicht musste wieder angepasst werden, nachdem der Dunkle Lord höchstpersönlich erklärt hatte, dass er Suzette als seine Nichte anerkannte. Die Malfoy waren wahre Slytherins, sie taten alles zu ihrem Vorteil, hatten ein ausgezeichnetes Näschen, wenn es darum ging den leichtesten Weg für sich zu wählen, auch wenn das bedeutete, dass man zu ein und der selben Person zig Mal seine Meinung ändern musste. Zudem erinnerte Draco sich nur zu gut an die enormen Kräfte von Suzette, die er immer bewundert hatte. Denen wollte er nicht in die Quere kommen. Er entschloss sich also Suzette auf die familiäre Tour zu kommen und hatte wieder begonnen sie zu duzen.

„Wo ist Professor Snape?", fragte er schließlich und Suzette wies in Richtung Krankenflügel.

Als Suzette schließlich in Snapes Büro eintraf, hoffte sie dort Potter zu treffen, doch der Junge schien sich doch tatsächlich einmal an die Regeln gehalten zu haben und war zurück in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors gegangen.

Na sei's drum, dachte Suzette, er würde es ein anderes Mal lernen.

Sie schmiss sich lässig auf den Stuhl hinter Snapes Studiertischlein und betrachtete halb neugierig, halb gelangweilt eine schwachorange Flüssigkeit in einem Glaskolben. Irgendein Gift, vermutete Suzette und stellte das Glas zurück auf den Tisch.

In diesem Raum konnte einem nie langweilig werden, überlegte Suzette. Überall standen eingelegte Organe und tote Tiere, bunte Flüssigkeiten und getrocknete Pflanzen. Die hintere Wand war zugestellt mit Fachliteratur über Zaubertränke und auch über die schwarze Magie, die nie ein Schüler zu Gesicht bekam, denn sie waren mit einem Zauber belegt, sodass nur Menschen über 17 Jahren sie überhaupt sehen oder berühren konnten.

In einer Ecke stand das ausgeliehen Denkarium, in dem Snape einiges seiner Gedanken vor Potter verbarg, während er ihn in Okklumentik unterrichtete.

Suzette versank in Gedanken, verlor sich in Nichtigkeiten und genoss es, endlich mal ein paar Sekunden zu haben, in denen sie nicht angestrengt nachdenken oder das Denken vermeiden musste.

Schließlich stürmte Snape zurück in sein Büro. Er schlug die Tür dermaßen geräuschvoll zu, dass McGonagall in einem oberen Stockwerk dachte, Suzette hätte im Keller mal wieder eine Tür zum explodieren gebracht.

Er bellte wütend über sich selbst und die Welt etwas, was Draco Malfoy offensichtlich verbockt hatte, den er allerdings nicht dafür bestrafen konnte, weil er sich mit seinem Vater gut halten musste: „Dieser verzogene Balg! Er scheint einfach kein Gehirn da oben drin zu haben! Posaunt einfach alles aus bei seinen Freunden! Er ist nicht besser als ein Gryffindor! Nicht besser als sein selbstgefälliger Vater! Keine Ahnung von der Realität!".

Wow! Suzette setzte sich sofort ordentlich auf, denn zuvor hatte sie eher auf dem Stuhl des Lehrer herumgelümmelt.

„Er muss sich mit allem wichtig machen! Er ist nicht besser als Potter!", er war außer sich vor Zorn, doch er wurde sofort eines besseren belehrt: Potter war noch schlimmer!

„Was zum Teufel hat das zu bedeuten?", rief er und deutete keuchend vor Wut auf das Denkarium schräg hinter Suzette.

Sie drehte sich langsam und gelangweilt um, denn sie wusste aus Erfahrung, dass sie auf diese Art Fragen nie eine Antwort geben konnte. So war es dann auch: Sie sah absolut nicht, was Snape meinte, als er zu der Steinschale schritt und wie gebannt hineinstierte.

„Und?" fragte Suzette lässig.

„Potter wagt es..." und er tauchte ab in die silbrige halb gasförmige Flüssigkeit, die sich im Denkarium befand.

Nur einen Augenblick später tauchte er wieder auf und zog Harry am Ohr mit sich in sein Büro zurück. Er hatte eine kühle, angewiderte Miene aufgesetzt und knurrte Potter an: „Na? Hat es sie amüsiert? Hat ihr werter Herr Vater ihnen einen lustigen Spaß vorgeführt?".

„Nein, Sir!", stotterte Potter, der gar nicht wusste wie ihm geschehen war.

Dann donnerte Snape los: „Raus hier, Potter! Raus! Und lassen sie sich nie wieder hier blicken! Ich weigere mich ihnen noch weiterhin Unterricht in Okklumentik zu erteilen!", und in einer etwas tieferen und gesetzteren Tonlage: „Sie sind genau wie ihr Vater, Potter! Genau so arrogant und selbstgefällig!".

Er griff nach dem Glaskolben, der auf dem Studiertisch vor Suzette gestanden hatte, und mit dem sie zuvor noch gespielt hatte und warf ihn gegen den Türrahmen, unter dem Potter gerade wie ein geprügelter Hund davon schlich.

Snape trat mit voller Wucht gegen ein Bücherregal und schlug mit gesenkte, Kopf mit der Faust vor Suzette auf den Studiertisch.

Kein Wort mehr.