Hermine saß Remus gegenüber, und dieser sah sie mit einer Mischung aus Nachdenklichkeit und Belustigung an. „Weißt du ich bin absolut unüberrascht, dass du die Erste bist, die etwas herausgefunden hat. Ich frage mich allerdings wie viel ich dir jetzt wirklich erzählen kann."
„Warum sind Sie unüberrascht?", fragte Hermine.
Remus grinste, „Also erstmal, ich bin ‚du'. Immerhin bin ich schon lange nicht mehr dein Professor, also kannst du mich ruhig duzen. Zweitens, naja du warst bisher immer die, die am Schnellsten hinter die Dinge gekommen ist. Also, was hast du gefunden?"
„Irgendeine Kammer, die Dumbledore gehört."
Remus nickte, „Ja davon hab ich schon gehört, ist wohl der Ort wo Dumbledore seinen ganzen Kram hortet. Also, womit fangen wir an?"
„Vielleicht damit, worum es hier geht?", murmelte Hermine.
Remus grinste, „Ah, du fragst dich mit Sicherheit, warum wir alle unter so einem Eid stehen. Die Antwort ist einfach. Der Eid ist alte Magie, der über die Bewohner eines Ortes verhängt wurde. Ein Ort, der mittlerweile vor der Welt versteckt ist. Und bevor du fragst, warum man ihn verstecken sollte, naja die Antwort ist einfach. Aus Angst. Die Angst vor Verfolgung, die Angst vor Zerstörung und Ausrottung. Es waren schwierige Zeiten. Scheiße, es sind immer schwierige Zeiten für irgendwen."
„Aber wer sollte jemanden bis zur Ausrottung verfolgen? Ist das nicht etwas hochgegriffen?", fragte Hermine. Doch Remus zog nur die Augenbrauen hoch.
„Du bist doch Muggelgeborene. Sag du es mir.", entgegnete Remus.
„Aber wirklich? Warum sollte ein Zauberervolk sich so verhalten, immerhin war in England die Hexenverfolgung und dennoch waren die Zauberer nicht auf solche Mittel angewiesen, und das ist schließlich nicht weniger schlimm als alles andere."
„Okay, erstmal, das systematische Wegschaffen von Hunderttausenden und deren anschließende Vernichtung in Todesfabriken finde ich schon schlimmer. Du musst verstehen, dass die Zauber über den Ort lange vor unserer Zeit gesprochen wurden. Es entstand eine Hochkultur im alten Norwegen, als die Menschen auf dem Festland noch in Höhlen gehaust haben."
Hermine stutze, „Moment, wenn es in Norwegen ist, wissen die Bewohner des Landes nichts davon? Und wenn nicht, warum sollte Dumbledore es vor jemanden von dort erfahren?"
Remus lächelte leicht, „Es geht nicht um die Nationalität von jemanden. Du musst verstehen, dass Dumbledore ursprünglich in Deutschland operiert hat, vor allem gegen Grindelwald. In komplett Europa hatte sich Dumbledore damals einen Namen gemacht, und er war schließlich auch derjenige, der auf diese Welt gestoßen ist, und versuchte, sich mit ihnen zu verbünden."
Hermine lehnte sich in ihren Stuhl zurück, „Was ist das überhaupt für ein Volk?"
Remus grinste, „Ich gebe zu, dass die Hogwarts Bibliothek was nordische Mythologie angeht etwas im Rückstand ist, einfach weil sich niemand dafür interessiert. Freyja war glaube ich eine Liebesgöttin in der germanischen oder altnordischen Mythologie. Das soll jetzt nichts über den Charakter von Freyja der Schülerin aussagen, aber ihr Name ist nicht wie unsere Namen, sondern eher ihr Stand und ihre Funktion. Es gibt noch andere, die ebenfalls Freyja heißen, wenn ich mich recht entsinne ist das so eine Art Geistheilerin oder etwas Spirituelles. Auf jeden Fall hat es was mit weißer Magie zu tun."
„Benutzen wir nicht auch weiße Magie?", fragte Hermine.
„Oh nein, richtige Weißmagier können unglaubliche Dinge wirken, das einzige, was für uns normale Zauberer in die Nähe kommt, ist der Patronus Zauber, welcher allerdings nur adaptiv funktioniert. Du hattest doch Arithmantik gewählt, ich denke, du weißt, was das heißt."
„Eine Beschwörung?", fragte Hermine.
Remus nickte, „Der Gedanke ist sogar recht naheliegend, immerhin beschwört man ja schon etwas herauf wenn man den Patronus benutzt. Wir können eine solche Magie nicht direkt nutzen, das ist aber auch nicht allzu schlimm. Wenn du dir den Patronus ansiehst, wirst du merken, dass er vollkommen selbständig ist, und sich nicht komplett steuern lässt. Weiße Magie ist ein einziges Beten und Bangen, dass das, was man heraufbeschworen hat, das tut, was man möchte."
„Was macht Freyja hier?", fragte Hermine nach einer kurzen Pause.
Remus kratzte sich am Kopf, „Tja, weißt du, ich bin mir da nicht unbedingt sicher, weil Dumbledore das ausgehandelt hat. Aber erstmal musst du wissen, dass dieses Volk sich ja nicht von jetzt auf gleich versteckt hat, sondern sich auch vorher weitestgehend selbständig entwickelt hat. Der Unterschied ist, dass jetzt niemand so recht weiß, wo sie sich befinden, und sie nehmen es auch nicht unbedingt so einfach hin, entdeckt worden zu sein. Und das Problem ist, dass Voldemort weiß, wer und was sie sind. Was er mit der Information anfangen wird, wissen wir noch nicht."
„Aber was kann ihm das bringen, immerhin ist ihre Magie keine die wir verwenden können, und er hat auch ansonsten nichts mit diesem Volk zutun!", rief Hermine empört.
Remus schüttelte den Kopf, „Es kann viele Gründe haben, einer davon ist schlichte Eitelkeit. Voldemort mag es nicht, wenn man sich vor ihm verstecken kann. Freyja ist hier, um die Situation in Hogwarts auszukundschaften, sie ist weder Gefangene noch aus sonderlichem Interesse hier, sondern auf Wunsch ihres Vaters."
„Warum die germanische Mythologie, was hat das mit Norwegen zutun?", wunderte sich Hermine.
Remus grinste, „Naja es kommt wieder nicht wirklich auf das Land drauf an. Die Muggel haben irgendwie Wind bekommen von dieser Welt und in die Muggelwelt sind die Mitglieder des Volkes als Götter überliefert wurden."
Es herrschte kurz Schweigen denn Hermine musste erstmal verdauen, was sie hörte.
„Wie lange wird Freyja bleiben?", fragte Hermine.
„Etwa ein Jahr, allerdings weiß ich nicht genau, ob die Zeit in ihrer Welt sonderlich synchron läuft.", antwortete Remus, „Aber es geht auch nicht wirklich darum. Viel wichtiger ist die Tatsache, dass Voldemort von der Welt weiß. Und wir wissen ebenfalls die Quelle."
„Peter Pettigrew?", fragte Hermine. Es würde Sinn machen.
Remus nickte bedächtig. Er seufzte einmal tief und ließ sich etwas weiter in den Stuhl sinken, „Wir haben ihn sofort mit eingeweiht. Warum auch nicht, immerhin waren wir befreundet. Nun… Naja mittlerweile weiß ich dass es nicht gut war, aber das konnten wir ja nicht wissen. Außerdem sind wir uns noch nicht ganz sicher, was Voldemort mit dem Wissen über diesen Ort will. Immerhin, wie ich bereits sagte, wir horten nirgendwo Geheimwaffen, auch wenn ich mir das rückblickend gewünscht hätte."
„Was wird denn eigentlich gegen Voldemort getan im Moment?", fragte Hermine nun.
Remus zuckte kurz mit den Schultern, „Wir spannen ein Netz auf. Wenn Voldemort seine Taktik so beibehält, und davon gehen wir aus, wird er uns schlussendlich in die Arme laufen, und das werden wir ausnutzen. Du hast es schon am eigenen Leib erfahren, wir gehen nicht mehr wie beim ersten Krieg an die Sache heran. Alastor hat im letzten Krieg die Todesser maximal leicht verwundet nach Azkaban gebracht, und wir können erstens nicht alle Moody sein und zweitens macht auch er keine Gefangenen mehr. Die Zeiten haben sich geändert, und vielleicht sind wir auch erwachsen geworden."
„Aber viele haben schon Kriege erlebt, vor allem Dumbledore, er war sogar Zeuge des zweiten Weltkrieges!", erwiderte Hermine.
Remus überging diesen Kommentar, „Allerdings war es im letzten Krieg auch, wenn ich das sagen darf, einfacher. Voldemort wusste wohl nicht genau, was er wollte. Natürlich war das im größeren Zusammenhang klar, aber mittlerweile weiß er genau wie er sein Ziel erreichen kann und wird, wenn wir ihn nicht aufhalten."
„Was will er denn genau?", hakte Hermine nach.
Remus seufzte. „Er will wahrscheinlich viel, er will Europa, den ganzen Kontinent oder sogar die Welt, aber was er alles an sich reißen will ist nicht sonderlich wichtig. Er will die Muggel von der Welt tilgen, und er will ihre Städte brennen sehen. Und wie keiner vor ihm, hat er wahrscheinlich sogar die Mittel dazu. Angefangen bei einer Armee."
„Die Schatten.", flüsterte Hermine.
Remus nickte, „Was auch etwas Neues ist. Im ersten Krieg sind ihm die Schatten nicht gefolgt, aber… Wir wissen nicht, was sie jetzt dazu bewogen hat. Die meisten von ihnen sind eine Schöpfung von Grindelwald. Thomas wird das am Besten erklären können, aber… naja Dumbledore und Alastor, und natürlich die Unsäglichen, waren der Meinung, dass sie tot sind. Wie wir uns geirrt haben."
„Aber… Voldemort braucht doch mehr als nur eine Armee. Ich meine - er kann ja nicht glauben, dass er seine neue Welt ohne irgendwas aufbauen kann! Wie will er mit den Toten umgehen? Was macht er zur… Und vor allem werden es die Staaten in Europa nicht zulassen!", rief Hermine.
„Da wäre ich mir nicht so sicher. Einige Länder… weißt du Hermine Voldemort ist nicht dumm. Er wird längst nicht mehr nur in England sein. Wir… es gibt schon Zeichen. Zeichen, dass langsam alles aus dem Ruder läuft. Zeichen, die andeuten, dass wir uns sehr beeilen müssen. Aber wir wissen noch zu wenig. Man kann so etwas nur vor Ort untersuchen.", erklärte Remus.
„Jason?", fragte Hermine.
Remus nickte. „Wenn du mich jetzt entschuldigst, ich bin… bald ist wieder Vollmond, und ich bin wirklich sehr müde."
Hermine nickte verstehend, „Geh schlafen. Ich muss sowieso nachdenken. Das war viel, allerdings bin ich tatsächlich beruhigt."
Remus grinste schwach, „Ich glaube unsere einzige Geheimwaffe seid ihr."
„Wie meinst du das?", fragte Hermine verwundert.
„Ich hab schon längst von euren kleinen Abenteuern gehört. Als wir darüber aufgeklärt worden, haben Sirius und ich fast hyperventiliert."
„Das Meiste hat Harry gemacht."
„Und dennoch hätte er es ohne dich und Ron nie geschafft.", entgegnete Remus.
„Das mag ja sein, allerdings würde ich uns nicht gerade als Geheimwaffe bezeichnen!", erwiderte Hermine.
Remus grinste, „Voldemort ist zwar ein sehr schlauer Kopf, doch wird er auf Dauer ohne neue Ideen nicht auskommen. Du weißt, dass alte Menschen auch mal stur sein können, und vielleicht fällt er dem ja auch zum Opfer."
„Darauf würde ich nicht wetten.", erwiderte Hermine.
Remus Grinsen schwächte etwas ab, ein Lächeln blieb allerdings, „Naja weißt du, es geht ja nicht nur um euch. Aber… wenn du mich entschuldigst, ich bin wirklich müde, und der Vollmond kommt noch."
„Ja klar, ruh dich aus, Remus.", sagte Hermine, „Danke.", fügte sie noch zaghaft hinzu.
Sie verließen schließlich den Raum. Hermine hatte seit langem wieder ein gutes Gefühl, was Hogwarts anging. Sie wusste, dass sie nicht allein war, und sie musste die Last auch nicht alleine tragen. Ein bisschen verschwanden die Schreckensbilder von den Leuten, selbst der Schulleiter wirkte wieder etwas menschlicher.
Vielleicht konnte sie nun auch anfangen, ihren Platz zu suchen in der Welt. Sie wusste dass es kitschig war, so zu denken, doch sie hatte in der letzten Zeit so einige Krisen gehabt, auch wenn sie darüber eigentlich nicht mehr nachdenken mochte. Nun verstand sie, wie es Harry gehen musste.
Sie verstand, warum er sich immer so nach Normalität gesehnt hatte, die er womöglich nie erleben würde, und warum er seinen ungewollten Ruhm so hasste.
Eigentlich war es unfair, dass ihr Wunsch im Begriff war, Wirklichkeit zu werden, zumindest für eine kurze Zeit.
Denn was sie als Letztes erwartete war, dass ein nervös aussehender Junge in ihrem Alter, vielleicht sogar aus ihrem Jahrgang, nun vor ihr stand, und sie um etwas Ungeahntes bat.
Ron und Harry liefen hinter dem dicklichen Mann hinterher, den Harry bereits kannte, „Heiler Bridger.", rief er ihm zu, und erntete sich ein kleines ‚Psst' von Ron.
„Ah Mister Potter, sind sie hier um mehr über meine Forschung zu erfahren?", fragte der Heiler aufgeregt.
Doch Harry schüttelte den Kopf, „Eigentlich hatte ich eine Frage zu Eiden."
Für einen kurzen Moment wirkte der Heiler enttäuscht, doch er fing sich sofort wieder und klatschte in die Hände, „Folgen sie mir!"
Sie wurden von dem Heiler in einen Raum geführt, der bis auf ein paar Stühle ziemlich kahl war. Der Heiler schloss die Tür, und zog seinen Zauberstab. Er schwang ihn hin und her und Harry spürte sofort die unglaubliche Wirkung.
Der gesamte Raum schien sich aufzuladen, und eine unsichtbare Mauer wurde um sie aufgezogen. Harry hatte das Gefühl als könne nichts rein und nichts wieder raus.
„Dieser Raum ist unser Privatraum. Wenn die Zauber hier aktiviert sind, dringt nichts hinein und nichts kommt heraus, hier herrscht perfekte Privatsphäre, abhörsicher und auch Aufzeichnungsgeräte - egal ob von Muggeln oder von Zauberern, können hier nichts ausrichten. Das haben die Unsäglichen in Deutschland entworfen, faszinierende Sache, dieser Raum. In jeder Abteilung gibt es sowas, aber Potter, sie wissen das mit Sicherheit."
Harry spürte Rons fragende Blicke und zuckte kurz mit den Schultern, „Hab noch nie einen benutzt."
„Warum sind wir hier?", hakte Ron nach.
„Normalerweise wäre das nicht notwendig, allerdings hat unser lieber Harry kleine Probleme, und leider laufen hier regelmäßig Menschen wie Lucius Malfoy rum."
„Bitte was?", rief Ron empört und sprang auf, „Er sollte in Azkaban sein!"
Bridger zuckte mit den Schultern, „Das wissen wir, aber wenn man in diesen Zeiten behauptet ihn gesehen zu haben, wird man höchstwahrscheinlich wegen Wahnvorstellungen eingesperrt. Oder als Lügner bezeichnet."
„Aber wir unterstehen nicht den inländischen Verordnungen sondern der IVZ!", rief nun Harry, welcher ebenfalls aufgesprungen war.
Bridger atmete hörbar aus. Für einen kurzen Moment schien sein Blick eingefroren, bis er aus seiner Starre erwachte und in die Hände klatschte, „Ihr wollt etwas zu Eiden wissen."
Harry wusste genau warum der Heiler nicht darüber sprechen wollte. Aber sie hatten momentan Wichtigeres zu tun.
Bridger lief etwas auf und ab, „Eide sind eine trickreiche Sache, vor allem was ihre Durchführung angeht."
„Das wissen wir, aber wir wollten eher wissen, woher die Eide kommen.", unterbrach Ron.
„Eide waren nicht immer da, sie sind um etwa… Naja sie sind etwa im frühen Mittelalter entstanden. Ich bin eigentlich nicht der richtige Ansprechpartner, aber sie können sicher sein, dass andere sie schön längst verraten hätten. Sie sollten vorsichtiger sein, Mister Potter, und sobald Thomas das hier herausfindet…", er machte eine Pause, lang genug, damit Harry realisierte, dass er mal wieder zu voreilig gewesen war.
Doch nun waren sie schon hier, und der mögliche Schaden war angerichtet. Bridger seufzte, „Eide entstammen den alten Familien. Die Gründerfamilien der heutigen Zauberergemeinschaft, und ich rede keineswegs von den Blacks oder von den Potters, sondern vielmehr von der Familie Emrys."
„Der was?", fragte Ron, welcher ebenso verwirrt aussah wie Harry sich fühlte.
„Die Familie Emrys. Die genaue Mythologie ist jetzt auch wirklich unwichtig. Tatsache ist, dass dieser Familie der letzte Merlin entsprang, das ist übrigens nur ein Titel. Die Idee hinter den Eiden ist eigentlich eher, Feinde, welche die weiße Flagge gehisst haben, wie es die Muggel so schön sagen, gehorsamer zu machen. Ich kann das nicht sonderlich gut erklären, ich bin Heiler, nicht Lehrer. Schon damals hat die Familienmagie den Einhalt des Eides gewährleistet, und der Mechanismus greift noch immer. Der Geist des Familienerbes, sozusagen, immerhin ist Magie alles andere als seelenlos."
„Aber die Familie gibt es nicht mehr, und nicht jeder ist Mitglied einer solchen Familie!", erwiderte Harry.
Der Heiler hob leicht die Hände, „Aber meine Herren, damit hat es nichtmal unbedingt etwas zu tun. Die Seelen der Familie Emrys haben… Die Familien haben ihr Leben und ihre Seele der Magie gewidmet.
Es ist bis heute nicht wirklich geklärt, wie so etwas von statten geht, allerdings kann ich euch versichern, dass es etwas gibt, dass über die Eide wacht.
Trotzdem kann ein Eid einem keine Intention aufzwingen, Es geht hier nicht um das Wollen, denn sonst könnte man einen Eid ja nicht umgehen, denn das falsche Erfüllen des Eides war ja nicht im Sinne des Stellers. Von einem Zauberspruch unterscheidet es sich also deutlich."
„Was ist mit einem Eid, dem nicht zugestimmt wurde?", fragte Harry.
Bridger schüttelte den Kopf, „Das ist nicht möglich."
„Kann man die Zustimmung nicht irgendwie umgehen?", hakte Ron nach.
Bridger ging kurz auf und ab, „Ich weiß wovon ihr redet. Allerdings würde ich das so nicht sagen. Die Forschungen zu diesem Thema sind etwas heikel."
„Warum denn?"
Bridger schüttelte den Kopf, „Der Trick bei der Sache ist ja, dass man nicht selbst betroffen sein möchte. In unseren Kreise wird von einer Krankheit gesprochen, denn solche Eide sind ja bekanntlich unmöglich."
Das leuchtete Harry tatsächlich ein, und auch in Rons Gesicht spiegelte sich die sprichwörtliche Glühbirne wieder. Der Eid würde sich sofort auf sie übertragen, sobald sie etwas herausfanden, daher musste man sozusagen daran vorbei forschen, und dann für sich selbst im Kopf die Rückschlüsse ziehen. Ging das überhaupt?
Eigentlich war es Harry herzlich egal, was denn nun ging und was nicht, viel wichtiger war es herauszufinden, wie so etwas zustande kam. Bridger schien seinen Gedanken mehr als erraten zu haben, „Eigentlich seid ihr allerdings hier, meiner Ansicht nach, um herauszufinden, ob der dunkle Lord die Grippe für sich nutzen kann."
Harry nickte.
„Das kann er, und das wird er, und ich fürchte, was dann passiert."
